Belgoo – Luppo

Die Brouwerij Belgoo wurde im Jahr 2007 als Ein-Mann-Betrieb gegründet. Heute schafft sie zweieinhalb Arbeitsplätze und bietet immerhin neun verschiedene Biere an. Die Brauerei ist nach eigenen Angaben auf Mehrkorn- und Bio-Biere mit ausgeprägter „Nase“ spezialisiert. Allerdings kann ich auf keinem Etikett der Brauerei das EU-Biosiegel finden. Eventuell liegt es daran, dass ich hier nicht alle Biere von Belgoo stehen habe, vielleicht ist auch der Grund, dass es nicht einfach ist, manchmal auch unmöglich, die erforderlichen Hopfensorten in ausreichender Menge zu erwerben. Zumindest haben mir gegenüber bereits mehrere Biobrauer dieses Problem erwähnt.

Jedenfalls bin ich jetzt gespannt, wie mir das Luppo schmecken wird. Es handelt sich dabei um ein obergäriges Bier aus Gerstenmalz, das mit vier unterschiedlichen Hopfensorten gebraut wurde.

Golden mit einem leichten Stich ins Kupferne präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist voluminös und bleibt lange erhalten. Damit kann das Bier bei mir optisch schon mal punkten.

Düfte nach Zitrusfrüchten, Maracuja und Grapefruit steigen mir in die Nase, dazu kommen malzige Töne aus dem Hintergrund, die das Aroma abrunden.

Der antrunk ist recht süß, auf jeden Fall ist die Malzsüße kräftiger als ich es erwartet hätte. Aber während sich das Bier auf der Zunge verteilt, kommt die gesamte Fruchtigkeit hervor. Alle Aromen, die ich bereits in der Nase festgestellt habe, spiegeln sich auf der Zunge wider. Dazu kommt ein passendes Bitter. Das Mundgefühl ist voll und weich. Allerdings macht das Bier für ein IPA einen wirklich schweren Eindruck. Im Abgang wird das Bier trockener und das Bitter dominiert über die Fruchtigkeit. Der Geschmack klingt noch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hafer, Hopfen (East Kent Golding, Northern Brewer, Cascade, Hallertauer Hersbrucker), Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Bittereinheiten:

36 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:
8° – 12° Celsius

Brauerei:

Brouwerij Belgoo
G. Wittouckstraat 61
1600 Sint-Pieters-Leeuw
Belgien
www.belgoobeer.com

Kehrwieder – Road Runner

Jetzt habe ich Lust, mal wieder ein alkoholfreies Bier zu genießen. Oliver Wesseloh von der Kehrwieder Kreativbrauerei in Hamburg hat mich eigentlich noch nie enttäuscht, Das Road Runner, das ich jetzt verkosten will, schraubt meine Erwartungen noch höher, hat es doch bei MeinigerÄs International Craft Beer Award die Platinmedaille errungen und wurde alkoholfreies Bier des Jahres 2020. Eigentlich kann da ja nichts mehr schiefgehen.

Nur mal so ganz nebenbei: der Road Runner hat seinen Namen zu Recht, denn er wurde auch mit Kaffeebohnen gebraut. Meines Wissens ist dies das erste alkoholfreie Bier ohne Alkohol mit Kaffee. Und es handelt sich nicht um irgendwelche Kaffeebohnen, sondern um Bohnen, die in Hamburg geröstet wurden. Mein Vorurteil ist daher, dass die Kaffeebohnen noch frisch waren, als sie verarbeitet wurden und daher von ihren vollen Geschmack und ihr volles Aroma hatten.

Blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas und bildet dabewi eine durchschnittlich große mittelbraune Schaumkrone. Sie ist feinporig und bleibt lange erhalten.

Hatte ich schon erwähnt, dass die Kaffeebohnen frisch bei Quijote in Hamburg geröstet wurden? Das gerantiert die absolute Frische. So überrascht es auch nicht, dass das Kaffeearoma den Duft dieses alkoholfreien Stout dominiert. Abgerundet wird der Duft durch einen Hauch Vanille sowie eine leichte Süße.

Die angenehme Süße stelle ich auch auf der Zunge fest, dabei ist das das Bier für ein Stout ungewöhnlich frisch. Auf der Zunge dominieren die Röststoffe, wobei ein minimales fruchtiges Sauer dazu kommt. Das Mundgefühl ist rech voll, für ein alkoholfreies Bier überraschend voll. Bitterstoffe stelle ich nur wenige fest. Erst im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger. Die Röststoffe dominieren auch hier und klingen einige Zeit nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Röstgerste, Kaffeebohnen, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

12° – 14° Celsius

Brauerei:

Kehrwieder Kreativbrauerei
Oliver Wesseloh
Sinsdorfer Kirchweg 74-92
21077 Hamburg
www.kehrwieder.beer

Neues Craft Bier “Beaver Duck IPA“

Das Crossfield’s Australian Pub hat den Lockdown, um in Kooperation mit Brew Age ein neues Craft Bier zu brauen. Nach einem halben Jahr Entwicklungszeit gibt es nun am 6. August das neue Bier „Beaver Duck IPA“ zum ersten Mal und exklusiv im Crossfield’s zu verkosten. Gefeiert wird der Launch des mit ausschließlich australischem Hopfen gebrauten Sommerbiers am 6. und 7. August 2021 mit einer 1+1 Aktion, sowohl in der Flasche als auch vom Fass.

Unter dem Arbeits-Titel „X-Field Bier“ wurde seit Anfang des Jahres eifrig an einem neuen Bier gearbeitet. Begonnen hat das Projekt, in Kooperation mit Brew Age, der österreichischen Start-Up Brauerei aus Wien, ganz klein in einer Vorbereitungsküche in Wien Mitte Februar 2021. Der erste Probedurchlauf wurde mit 17 Hekto-liter in kleinen Gebinden gebraut. Das Bier wurde weiter verfeinert und hat bereits bei der ersten Verkostung überzeugt. Parallel dazu wurde der Name „Beaver Duck IPA (Indian Pale Ale)“ gefunden und das Etikett entworfen.

Einzigartige Rezeptur

Es werden ausschließlich australische Hopfensorten verwendet. Das hopfig-fruchtige Beaver Duck Indian Pale Ale wird mit den australischen Hopfensorten Galaxy und Vic Secret gebraut. Diese verleihen dem Bier ein exotisches Bukett und einen frisch-herben Abgang. Perfekt gekühlt bei sieben Grad Celsius ist es trotz seiner sechs Prozent Alkoholgehalt das perfekte Sommerbier.

Craft Beer bleibt im Trend

Craft Beer liegt weiter im Trend und belebt den Biermarkt seit Jahren nachhaltig. Beim Craft Bier geht es vor allem darum, intensivere Geschmäcker, außergewöhnliche Bierspezialitäten sowie alte und/oder ungewöhnliche Biersorten, meist mit einer Extraportion Hopfen, zu brauen. Die meisten Craft Biere werden in kleinen, regionalen Brauereien in geringen Mengen gebraut. Die Kooperation mit der Start-Up-Brauerei Brew Age, die bereits zahlreiche internationale Auszeichnungen erhielt, wurde zudem zu einer regionalen Zusammenarbeit mit einem Wiener Unternehmen.

Karoline Winkler, Geschäftsführerin von Crossfield’s Australian Pub: „Wir wünschen uns schon seit langem ein eigenes IPA, und der Lockdown hat uns etwas unverhofft die Zeit dazu verschafft. Es ist schön sich als Bier-Pub ganz genau mit unserem Hauptprodukt auseinander zu setzen, unsere Kompetenzen zu vertiefen. Und es macht richtig Spaß Bier zu brauen!“

Mehr Informationen finden Sie unter www.crossfield.at. Das Bild wurde mir freundlicherweise vom Crossfield’s Australian Pub zur Verfügung gestellt.

Heute ist internationaler Tag des Bieres

Am heutigen internationalen Tag des Bieres können die Österreicher stolz sein, wurde doch die Biergeschichte von Schwechat aus wesentlich geprägt, beim Bierkonsum bleiben sie vielleicht deshalb patriotisch.

Seit über einem Jahrzehnt, genauer seit 2007 wird ausgehend von den USA jährlich am ersten Freitag im August der internationale Tag des Bieres gefeiert. Die Österreicher stoßen darauf überwiegend mit heimischem Bier an, über ein Drittel (39 %) greift laut aktuellem Bierkulturbericht am liebsten zu Bier aus Österreich, nur 4 Prozent bevorzugen ein internationales Bier.

„Mehr als jeder zweite Österreicher (57 %) trinkt regelmäßig, also zumindest mehrmals pro Monat, Bier. Beim Konsum des beliebten Gerstensaftes gilt im Land schon lange die 3G-Regel – Bier steht für Genuss, Geschmack und Geselligkeit und ist beinahe für die gesamte österreichische Bevölkerung, 87 %, wichtig für die österreichische Getränkekultur“, erklärt Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & CSR der Brau Union Österreich, die seit über zehn Jahren mit ihrem Team den österreichischen Bierkulturbericht herausgibt.

Bierrevolution in Schwechat

Blickt man in der Geschichte zurück, ist Bier aus Österreich sogar für die weltweite Braukunst relevant. Vor 180 Jahren, im Jahr 1841, braute Anton Dreher sein erstes untergäriges Bier, das sich durch seinen Geschmack und seine Klarheit von den anderen Bieren in Wien so sehr unterschied, dass er damit eine „Bierrevolution“ auslöste. Untergärig brauten damals auch andere. Dreher schuf aber durch eine besondere Behandlung des Malzes, dank seiner Kühlmethoden zur Gewährleistung einer kalten Gärung und längeren Lagerung in seinen Kellern einen völlig neuer Biertyp, der als „Wiener Lager“ bezeichnet wurde. Der Begriff „Lager“ wurde bald in allen Kontinenten für viele Biertypen verwendet.

Dreher wandte auch als erster Brauer wissenschaftliche Methoden an. So nutzte er z. B. bereits das Thermometer, während seine Kollegen sich ausschließlich auf Schätzungen der Temperatur verließen. 1860 führte der Schwechater bereits die größte Brauerei auf dem europäischen Kontinent und exportierte sein Bier bis in den Orient.

Auch begnügten sich Dreher und sein gleichnamiger Sohn nicht mit ihrer Brauerei in Schwechat. Sie gründeten in Böhmen, Mähren, Ungarn und im damals noch österreichischem Triest Tochtergesellschaften. Sie exportierten Bier in alle Kontinente dieser Welt, indem sie erstmals Kühlwaggons für die Eisenbahn und Kühlcontainer für die Schiffe entwickelten.

Der jüngere Dreher setzte auch als erster Brauer der Welt ein künstliches Kühlaggregat ein. Er hielt seine Stellung als größter Brauer des Kontinents bis ins 20. Jahrhundert. Am 7. August jährt sich der Todestag von Anton Dreher junior zum 100. Mal.

Auf den Geschmack gekommen

Auch heute, in Zeiten großer Biervielfalt kommen immer mehr Bierliebhaber (wieder) auf den Geschmack von Lager. Zwar greift noch mehr als jeder Zweite (59 %) zum Märzen, aber über ein Drittel (35 %) trinkt bereits am liebsten Lager und die Fans werden jährlich mehr.

Seit 2016 gibt es als Andenken an den großen Gründer aus der Schwechater Brauerei wieder ein Wiener Lager, dessen Rezeptur an das Original angelehnt ist.

Wie Braumeister und Präsident des Braumeisterbundes Andreas Urban weiß, kann dieser Biertyp inzwischen wieder häufiger genossen werden,: „Es ist schön, dass sich nicht nur wir in Schwechat an der Geburtsstätte des Wiener Lagers, sondern auch andere österreichische Brauereien dieses schon fast vergessenen Biertyps erinnern – und die Bierlandschaft damit entscheidend belebt haben“.

Und mit der Ernte 2021 knüpfen auch die Rohstoffe für das Schwechater Wiener Lager wieder an die Geschichte an; künftig wird Braugerste von regionalen Feldern eines Dreher-Nachfahren verwendet. Schon Anton Dreher war die Unabhängigkeit bei der Rohstoffversorgung wichtig. Sein Sohn, Anton Dreher junior, setzte dieses Bestreben fort und erwarb die Gutsbetriebe Katharinenhof und Gutenhof, die im Umkreis der Brauerei liegen. Bis heute werden sie von Dreher-Nachfahren bewirtschaftet und ab der diesjährigen Ernte liefert Jan-Anton Wünschek wieder Braugerste in die Schwechater Brauerei.

Lefebvre – Hopus

Die Brauerei Lefebvre ist seit ihrer Gründung im Jahr 1876 im Familienbesitz und wird inzwischen in der sechsten Generation geführt. Das erste Bier, das 2009 unter der neuen Geschäftsleitung gebraut wurde, ist das Hopus, ein Golden Strong Ale. Der Name setzt sich zusammen aus den dem englischen Hop für Hopfen und dem lateinischen Opus für Arbeit.

Hell bernsteinfarben strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feinporige Schaumkrone ist sehr voluminös und sie bleibt auch sehr lange erhalten. Ein Bier wie gemalt.

Das Aroma ist mild-hopfig mit einer leichten Fruchtigkeit nach Zitrusfrüchten und Birne. Das Mälz hält sich zwar weitgehend im Hintergrund, rundet aber die Hopfennoten gut ab.

Der Antrunk ist frisch mit einer leichten Süße. Dazu gesellt sich auf der Zunge ein passendes Bitter, in dem sich die Aromen widerspiegeln. Das Mundgefühl ist rund und weich. Im Abgang dominiert ein angenehmes leichtes Bitter mir kurzem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Glucose-Fructose-Sirup, Dextrose, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,3 % Vol.

Brauerei:

Brasserie Lefebvre
Chemin du Croly , 54
1430 Quenast
Belgien
www.brasserielefebvre.be

Hopfenstopfer – It’s Doomsday

Das Hopfenstopfer It´s Doomsday ist ein West Coast India Pale Ale, an dem die drei befreundeten Brauereien Hopfenstopfer mit Thomas Wachno, Tom Majorosi von Eichbaum und Lutz Wirschingvon der Heidelberger Brauerei beteiligt sind. Gehopft wurde das Bier mit den vier amerikanischen Hopfensorten Cascade, Comet, Centennial und Chinook. Daneben weist es einen Alkoholgehalt von 6,8 Volumenprozent und 72 Bittereinheiten auf.

Goldgelb und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist recht voluminös und sie bleibt lange erhalten. Die Optik ist schon mal über jeden Zweifel erhaben.

Düfte nach Grapefruit und Ananas steigen mir in die Nase, abgerundet durch andere Südfrüchte, die aber so vielseitig sind, dass ich sie nicht im Einzelnen identifizieren kann.

Der Antrunk ist fruchtig-süß und frisch. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider. Dazu gesellt sich ein kräftiges Bitter. Das Mundgefühl ist weich und voll. Der Abgang ist dagegen überraschend mild, auch wenn das Bitter lange nachklingt.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen (Cascade, Comet, Centennial, Chinook), Hefe

Alkoholgehalt:

6,8 % Vol.

Bittereinheiten:

72 IBU

Brauerei:

Häffner Bräu GmbH
Salinenstr. 24
74906 Bad Rappenau
www.haeffner-braeu.de

Gold Ochsen veröffentlicht Edition II des Single Malt Whiskys

Die Ulmer Traditionsbrauerei Gold Ochsen und die Whiskydestillerie finch aus Heroldstatt setzen ihre gemeinsame Erfolgsgeschichte fort: Nach dem Launch des ersten Gold Ochsen Single Malt Whiskys im Jahr 2017 bringen die beiden Unternehmen jetzt die Edition II ihres regionalen Whiskys in limitierter Auflage auf den Markt. „Wir freuen uns, Gold Ochsen-Fans und Whiskyliebhabern wieder zusammen mit der mehrfach ausgezeichneten schwäbischen Hochlanddestillerie finch eine exklusive Spirituose anbieten zu können. finch und Gold Ochsen teilen ihren hohen Anspruch an Qualität, Perfektion und Handwerkskunst – entsprechend ist die Edition II des Gold Ochsen Single Malt Whiskys eine Bereicherung für unser Bierspezialitäten- und Spirituosen-Sortiment“, bekräftigt Gold Ochsen-Geschäftsführerin Ulrike Freund. Erhältlich ist der edle, schwarz-gold etikettierte und in 1.770 nummerierte 0,5-Liter-Flaschen abgefüllte Whisky zum Preis von 49,90 Euro sowohl im Ochsen Shop im Ulmer Hafenbad, dem Brauerei Shop als auch online unter www.ochsenshop.de.

Die goldfarbene Edition II des Gold Ochsen Single Malt Whiskys verführt mit einem feinen Duft nach Birne sowie Malz und entfaltet dabei dezente Röstaromen. Am Gaumen präsentiert sich das Destillat mit Tönen von fruchtig-vollreifen Birnen, intensivem Honig- und Karamellgeschmack sowie einer leichten Malznote. Im Abgang beeindruckt der exquisite Whisky mit Nuancen aus Kokos, Karamell und seiner langanhaltenden fruchtigen Süße. Nach siebenjähriger Reifung in Ex-Bourbon-Fässern aus amerikanischer Weißeiche wurde das edle Destillat von der finch Whiskydestillerie einzeln in 1.770 nummerierte Flaschen abgefüllt, sorgfältig versiegelt und verpackt. Die Edition II des Gold Ochsen Single Malt Whiskys weist einen Alkoholgehalt von 42 % Vol. auf.

Die Idee, einen Gold Ochsen Single Malt Whisky zu brennen, entstand im Jahr 2012. Damals war Whiskybrenner Hans-Gerhard Fink mit einem Verkaufsstand seiner Highland Whisky Destillerie finch beim großen Gold Ochsen Brauereifest mit dabei. Die erste Edition des Gold Ochsen Single Malt Whiskys wurde 2014 gemeinsam entwickelt und von finch gebrannt. Nach dreijähriger Lagerung in Eichenfässern kam die feine Spezialität dann 2017 auf den Markt, war limitiert auf 1.800 Flaschen und innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Ulrike Freund unterstreicht: „Edition II des Gold Ochsen Single Malt Whiskys vereint wie sein Vorgänger die Verwendung bester Zutaten mit höchster Destillierkunst und Liebe zum Detail. Entsprechend zuversichtlich sind wir, mit dem zweiten Gold Ochsen Single Malt Whisky an den Erfolg des ersten nahtlos anknüpfen zu können.“

Bière du Corsaire

Wieder einmal steht jetzt ein Bier aus der Brouwerij Huyghe im flandrischen Melle vor mir. Obwohl ich bereits etliche Biere aus dieser Brauerei getrunken habe, war mir die Marke Bière du Corsaire bislang nicht bekannt. Aber gut, das muss ja kein Nachteil sein. Öffne ich also die Flasche und schenke mir das Bier ein.

Leuchtend golden und gefiltert steht das Bier jetzt im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt auch durchschnittlich lange erhalten.

Das Bier duftet nach Karamell, aber auch einige würzige Noten steigen mir in die Nase.

Der Antrunk ist recht süß, allerdings ist die sehr reichlich dosierte Kohlensäure der prägende erste Eindruck. Auf der Zunge gesellt sich ein kräftiges Bitter dazu. Das Mundgefühl ist recht schwer, aber leider nicht ganz rund. Im Abgang wird das Bier trockener und das Bitter wird etwas schwächer, aber es klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

9,4 % Vol.

Bittereinheiten:

29 IBU

Farbei:

5 EBC

Brauerei:

Brauerei Huyghe
Geraardsbergsesteenweg 4B
9090 Melle
Belgien
www.brouwerijhuyghe.be

Sarstedter Kneipenbengel

Einen ungünstigeren Zeitpunkt für die Gründung ihrer Brauerei hätten sich Maik-Oliver Towet und Stefan Böker vermutlich nicht aussuchen können. Am 1. Juli 2019 gründeten sie ihr Unternehmen und nur ein halbes Jahr später kam der erste Covid-Lockdown. Sie durften zwar weiter brauen, aber alle Bierfeste und Straßenevents fielen für lange Zeit aus, so dass ihnen die Möglichkeit genommen war, dort ihr Bier zu verkaufen, es bekannt zu machen und Kunden zu gewinnen. Aber sie haben durchgehalten, die Zeit gut genutzt und mittlerweile fünf Biere auf den Markt gebracht. Heute steht das erste dieser Biere vor mir, der Sarstedter Kneipenbengel, ein Kellerbier.

Golden wie ein Weizenfeld, aber mit einem leichten Rotstich und einer ebenfalls leichten Hefetrübung fließt das Bier ins Glas. Die feste Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt sehr lange erhalten.

Die Aromen der Hefe und des Malzkörpers steigen mir in die Nase. Ein leichter Karamellduft ist dabei, der durch einige würzige Noten des Hopfens abgerundet wird.

Der Antrunk offenbart eine leichte Süße, die mir durchaus gefällt. Allerdings würde ich mir mehr der sehr feinperligen Kohlensäure wünschen. Aber gut, das ist Geschmackssache. Auf der Zunge entwickelt sich ein überraschendes Bitter, das zusammen mit dem Geschmack der Hefe ein angenehmes, weiches und volles Mundgefühl erzeugt. Im Abgang wird das Bitter noc einmal kräftiger, ohne aber meine Kehle zu überfordern. Dafür klingt der Geschmack lange nach.

Ich kann jetzt nicht einmal sagen, weshalb mir dieses Bier so gefällt. Es hat zu keinem Zeitpunkt besondere Eigenschaften wie einen exotischen Hopfen. Es ist einfach gut, ohne dass es irgendwelche Spirenzchen benötigt und passt sich jedem herzhaften Essen an.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Bierhefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Brauerei:

Reimot Braumanufaktur
Voss-Str. 35
31157 Sarstedt
www.sarstedter-bier.de

Lamoral

Aus Flandern kommt das Bier, das jetzt vor mir steht. Die Brauerei van den Bossche, von der das Bier kommt, nennt es exzentrisch. Jetzt bin ich selbstverständlich neugierig, zu erfahren, was dieser Begriff bei einem Bier bedeutet. Die Etiketten geben nicht viel her; sie verraten lediglich, dass es sich um ein obergäriges Bier mit einer Nachgärung in der Flasche handelt. Mache ich also die Flasche auf.

Bernsteinfarben und hefetrüb fließt das Bier ins Glas. Die feinporige Schaumkrone ist nur klein, bleibt aber sehr lange erhalten.

Das Aroma ist malzbetont. Düfte nach Karamell sowie einige würzige Noten steigen mir in die Nase.

Der intensive Antrunk ist zunächst süß und eigt eine feinperlige und sanfte Kohlensäure. Auf der Zunge kommt ein leichtes Bitter dazu, daneben eine angenehme Schärfe, die an Pfeffer und Ingwer erinnert. Das Mundgefühl ist voll und schwer, so dass ich den Eindruck habe, das Bier könnte mehr als die angegebenen acht Volumeprozent Alkohol enthalten. Allerdings ist der Alkohol gut ins Bier eingearbeitet, so dass er kaum durchschmeckt. Der Abgant ist nur leicht bitter, klingt aber trotzdem lange nach.

Doch, wenn die Flamen von „exzentrisch“ sprechen, dann meinen sie es auch so.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Nachgärungszucker

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij van den Boosche
St. Lievensplein 16
9550 Herzele
Belgien
www.paterlieven.be