Wieder einmal steht ein Bier von Lidl vor mir, diesmal ein Lager. Und auch wenn ich nicht abstreiten kann, dass ich gegenüber Bieren von Discountern so manches Vorurteil hege, muss ich mich in diesem Fall wohl doch korrigieren. Immerhin hat das Irish Lager, das ich gleich verkosten werde, acht internationale Auszeichnungen gewonnen, unter anderem in diesem Jahr die Silbermedaille bei den World Beer Awards. Dann will ich auch nicht lange lamentieren, sondern beginne damit, die Flasche zu öffnen und mir das Bier einzuscheinken.
Weizengelb und leicht hefetrüb läuft das Bier Ins Glas. Dabei bildet sich eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die recht lange erhalten bleibt.
Das Aroma ist malzig mit deutlichen würzigen Noten.
Der Antrunk ist süß mit einer feinperligen Kohlensäure. Die Süße bleibt auch auf der Zunge bestehen und ein passendes Bitter kommt dazu. Ansonsten hätte ich mir von diesem Bier eigentlich mehr erwartet. Ich vermisse jegliche Fruchtigkeit, weshalb es auf mich einen eher langweiligen Eindruck macht. Trotzdem ist das Bier recht vollmundig. Der Abgang ist vergleichsweise mild mit einem freundlichen Bitter, das lange nachklingt.
Obbwohl der Geschmack wirklich sauber und rein ist, vermag dieses Bier mich nicht zu begeistern. Ich möchte aber positiv anmerken, dass die Brauerei die Zutatenliste sehr transparent handhabt, eine Eigenschaft, die bei Discounter-Bieren eher selten zu beobachten ist.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz (Carapils, Pilsner Malz), Hopfen (Herkules, Hersbrucker, Tradition), Hefe
Alkoholgehalt:
5,0 % Vol.
Brauerei:
Rye River Brewing Company
Donaghcumper
Bublin Road
Celbridge, Co.
Kildare
Irland
www.ryeriverbrewingco.com
Zur „Langen Nacht der Museen 2021“ verwandelt sich die Ottakringer Brauerei wieder für eine Nacht in ein Museum. Eine Ausstellung im Gold Fassl Magazin zeigt den Werdegang und die Familiengeschichte der Brauerei inmitten von Wien. Auch der Brauprozess und die Produktion früher und heute werden den Besuchern in anschaulicher Weise nähergebracht. Direkt integriert in die Ausstellung ist eine Bar, an der verschiedene Ottakringer Biere verkostet werden können. Und bei Führungen durch die Ottakringer Brauerei und das Ottakringer BrauWerk erhalten die Besucher einen Einblick, wie die beliebten Biere gebraut werden.
Inzwischen ist es Tradition: jedes Jahr zum Herbstanfang besucht uns der Hopfenreiter, in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal. Leider konnte er wegen Corona auch in diesem Jahr nicht beim Craft Brauer Festival in Bayreuth vorgestellt werden, sondern das Team von Maisel & Friends stellte das diesjährige Bier im Rahmen einer Online-Verkostung vor. Auch bei mir ist eine Flasche eingetroffen, die ich nun verkosten möchte.
Wer kennt sie nicht, die berühmten Rosinenbomber, die die Versorgung der westberlinger Bevölkerung sicherstellten, als ab dem 24. Juni 1948 die Sowjetunion den Landweg von der BRD nach Westberlin dichtmachte. Daran erinnert dieser Collab Brew der Brauereien BRLO und Lervig (Stavanger, Norwegen). Mit 12 Volumenprozent Alkohol ist der Rosinenbomber ein echtes Schwergewicht im Angebot von BRLO. Jetzt steht er vor mir. Und er ist auch ein Sieger, nämlich in der Kategorie
Das Pils, das jetzt vor mir steht, stammt aus Bad Staffelstein in Franken. Auch wenn sich die Franken in der Regel eher darauf verstehen, ein Helles zu brauen, kommen auch so manche ordentliche Pilsbiere von dort. Ich will jetzt mal testen, ob das Hothelfer Pils dazugehört.
Namensgeber für das
Jetzt steht vor mir das Bitter 58 aus der Brauerei Rittmayer, die im oberfränkischen Hallerndorf beheimatet ist. Allerdings bin ich mir beim Bitter 58 etwas unsicher – auf der website der Brauerei ist nur ein Bild dieses Bieres zu sehen, beschrieben wird es nicht. Ich vermute jetzt einmal, dass dieses Bier aus der Produktion genommen wurde.
Manchmal frage ich mich, ob die Jungs von der Flying Dutchman Brewing Company mehr Zeit mit dem Brauen ihres Biers oder mit dem Texten der sperrigen Namen für ihre Biere verbringen. Auch wenn ich diese Frage nicht beantworten kann, haben mir die Biere bislang immer gut gefallen. Jetzt steht vor mir erstmals ein Sauerbier aus dieser Brauerei, das mit einigen roten Beeren gebraut wurde. Mal sehen, ob mir auch dieses Bier so gut gefällt.
Nach langer Zeit steht mal wieder ein Bier aus dem Norden Hannovers vor mir, das Herrenhäuser Spezial. Dabei handelt es sich um ein
Pilsener Biere aus Belgien sind recht selten. Umso erstaunlicher finde ich es, dass dieBrasserie de Silly gleich zwei Pilsener im Angebot hat – eines aus konventionellen Zutaten und ein Biobier. Die Brauerei schreibt, dass das Biobier milder sei als das konventionelle Bier. Mal sehen, ob das stimmt.