Saarländische Unternehmen bringen gemeinsam Brot-Bier auf den Markt

Die saarländische Brauerei Bach ́sund die Handwerksbäckerei Schäfer engagieren sich gegen Lebensmittelverschwendung und veredeln altbackene Brötchen zu Bier. Die Verbindung ist ja eigentlich naheliegend – sowohl was die Rohstoffe als auch die geographische Nähe der beiden Betriebe betrifft. Beide produzieren im Herzen des Saarlands in Neunkirchen ihre Produkte auf Getreide-Basis. Was in den Filialen der Bäckerei Schäfer vom Vortag übrig bleibt, bietet eine willkommene Ergänzung in der Maische der Neunkircher BrauereiBach ́s. Ganz im Sinne „zero waste“ werden die altbackenen Brötchen in der Bäckerei eingemaischt und zu einem regionalen Bier gebraut. „Wir retten die alten Doppelweck vor der Tonne, und haben dadurch eine tolle Basis für eine neue Bier-Sorte“, so Julian Bach. „Es geht uns darum, der Lebensmittelverschwendung mit einem Produkt entgegenzuwirken, das geschmacklich punkten kann. Wir bieten dem Kunden die Möglichkeit Biergenuss und „Gutes Tun“ miteinander zuverbinden. Dawn of the Bread–zu Deutsch „das Erwachen des Brotes“ -haben die saarländischen Produzenten ihre Kreation getauft. „Der Name ist Programm, denn wir schenken Altbrot einen neuen Morgen“, so Sebastian Schaefer über das Projekt. Das Brot-Bier passt durch sein Profil in die anstehendeOktoberfest-Saison, in der -wie auf der Münchner Wiesn –leichtstärkeres, helles Bierausgeschenkt wird. Das saarländische Brot-Bier wird dieser Tradition mit 6,0 % Alkoholgehalt und einem vollmundig-malzigen Charakter gerecht. Der brotige, getreidig-malzige Geschmack passt gut zur deftigen Wirtshausküche.

Die Verbindungen zwischen Brauerei und Bäckerei gehen noch weiter. Aus dem in der Brauerei anfallenden Treber (bei der Bierherstellung anfallende Malzrückstände) können wiederum in der Produktion von Backwaren verwendet werden –beispielsweise in der Produktion eines Treber-Brots. So schließt sich der regionale Kreislauf auf saarländischem Boden.Zu kaufen gibt es das Bier bisher exklusiv im Brauerei-Verkaufin Neunkirchensowie in den Filialen der Bäckerei Schäfer. Im Lebensmittelhandel soll das Brot-Bier zeitnah eingeführt werden.

Karlsberg Lager beim World Beer Award als bestes Lager ausgezeichnet

Die Karlsberg Brauerei steht mit ihren Produkten für echtes Brauhandwerk und Qualität. Und das zahlt sich aus: Die Homburger Brauer dürfen sich über die Auszeichnung ihres „Karlsberg naturtrübes Kellerbier“ beim diesjährigen World Beer Award freuen. Es wurde zum World’s Best Lager gewählt.

Karlsberg Kellerbier gewinnt im internationalen Vergleich

Die jährlich in London stattfindenden World Beer Awards gehören zu den renommiertesten internationalen Bierwettbewerben. In einer Blindverkostung bewertete eine Fachjury die Final-Biere in Geschmack, Geruch und Aussehen. Hier konnte sich das ungefilterte Kellerbier der Homburger Brauerei mit seiner ausgewogenen Balance zwischen hefigen Noten und herbem Geschmack gegen Mitbewerber aus den Niederlanden, Kanada, Chile, Japan, Litauen, Brasilien, Tschechien und Russland durchsetzen. Karlsberg naturtrübes Kellerbier wurde von der Fachjury nicht nur zum internationalen Sieger in der Kategorie Lager Zwickl/ Pale Kellerbier gekürt, sondern gewann mit der Auszeichnung World’s Best Lager auch die gesamte Kategorie Lager.

Karlsberg Grapefruit alkoholfrei punktet mit fruchtigem Geschmack

Auch wenn ich mich in der Regel nicht mit Mischgetränken befasse, hier der Vollständigkeit halber noch eine Bemerkung: Stolz dürfen die Karlsberg-Brauer auch auf die Auszeichnung ihres Karlsberg Grapefruit alkoholfrei sein. Denn das Produkt wurde im Wettbewerb zum World’s Best Style Winner in der Kategorie „No & Low Alcohol / Flavoured“ gekürt. Nachdem es sich bereits im August den Titel Deutschlands bestes Biermischgetränk mit wenig oder keinem Alkohol sicherte, zog Karlsberg Grapefruit alkoholfrei in die finale Runde des internationalen Wettbewerbs ein. In der Blindverkostung überzeugte das alkoholfreie Biermischgetränk mit dem spritzigen Geschmack sonnengereifter Grapefruit kombiniert mit dem Karlsberg Weizen alkoholfrei die Jury und setzte sich gegen Mitbewerber aus Belgien, Kanada, Tschechien, Spanien, Schweiz, Großbritannien und den USA durch.

Karlsberg-Geschäftsführer Markus Meyer und der erste Braumeister Jürgen Zeimetz sind sehr stolz auf diese Auszeichnungen: „Die Preisverleihung ist die Belohnung für echt tolles Teamwork und die große Leidenschaft, die in unseren Getränken steckt.“

Brasserie Grain d’Orge – Grelotte

Jetzt haben wir zwar erst Anfang März, aber trotzdem steht vor mir das erste Bier für den Winter. Das Grelotte ist ein unfiltriertes und obergäriges Bier mit 9,0 Volumenprozent Alkohol aus Hombourg, in der belgischen Provinz Lüttich gelegen. Die Verwendung von vier unterschiedlichen Malzsorten weckt in mir die Hoffnung auf ein rundes und komplexes Aroma. Außerdem soll mich das Bier darüber hinwegtrösten, dass der Sommer nun für dieses Jahr endgültig vorbei ist.

Dunkel bernsteinfarben zeigt sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone hat die Farbe von Elfenbein und bleibt lange erhalten.

Das Bier duftet nach dunkler Schokolade, dazu fruchtig-süß nach Trockenfrüchten wie Feigen und Birnen. Damit ist das Bier hervorragend geeignet, mich auf die Weihnachtszeit einzustimmen.

Der Antrunk ist wie erwartet süß und die Kohlensäure ist zwar feinperlig, aber kräftig. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten und die Fruchtigkeit entwickelt sich, so dass sich die Aromen auf der Zunge widerspiegeln. Bitterstoffe kann ich kaum feststellen. Das Mundgefühl ist voll und schwer. Dabei ist der Alkohol gut eingearbeitet, so dass er nicht hervorschmeckt. Auch der Abgang ist durch die süße Fruchtigkeit geprägt, begleitet durch ein minimales Bitter, das aber überraschend lange nachklingt.

Alkoholgehalt:

9,0 % Vol.

Bittereinheiten:

29 IBU

Farbe:

54 EBC

Brauerei:

Brasserie Grain d’Orge
Rue Laschet 3
4852 Hombourg
Belgien
www.grain-dorge.com

Hopfige Winter- und Weihnachtsgrüße aus der ältesten Klosterbrauerei der Welt

Zu Plätzchen, Lebkuchen und Glühwein gesellt sich an kühleren Tagen und in der Adventszeit in immer mehr deutschen Haushalten noch eine weitere Spezialität: ein Bier, das Ente, Gans und Co. besonders gut in Szene setzt und heimelig-adventliche Abende optimal begleitet. Diesem Trend hat sich mit dem „Winter-Traum“ auch die Weltenburger Brauerei angeschlossen, nach eigenen Angaben die älteste noch bestehende Brauerei der Welt.

„Wir bekommen sehr viel Lob für den Geschmack und die hohe Qualität“, sagt Brauerei-Geschäftsführerin Susanne Horn. Saisonbiere, die Tradition und Trend zusammenbringen, seien zunehmend gefragt. Der „Weltenburger Winter-Traum“, den es in der Nische bereits seit zwei Jahrzehnten gibt, avanciert dabei, sehr zur Freude der Brauereichefin, mittlerweile im Handel in ganz Deutschland zum Renner für winterlich-weihnachtliche Genuss-Momente. In diesem Jahr finden Bierliebhaber die Spezialität nach der Premiere 2020 zum zweiten Mal in einer komplett neuen Aufmachung im Handel. Weltenburger hat die Produktionsmenge des „Winter-Märzenbieres“ in den vergangenen fünf Jahren jährlich steigern können.

Ursprünglichkeit sichtbar machen

Aufbauend auf den Werten und fest verwurzelt in den Überzeugungen, die die Bierspezialitäten seit vielen Jahrzehnten national und international erfolgreich machen, präsentieren sich die Biere der Weltenburger Biere seit Mitte letzten Jahres in einer neuen Optik. „Die Klosterbrauerei Weltenburg führt ihre große Tradition damit in die Zukunft und macht Urkraft und Ursprünglichkeit noch stärker sichtbar und erlebbar“, sagt die Brauereichefin. Das überarbeitete und gold-glänzende Design zeigt die Klosterlandschaft als mystisch-kraftvollen Ursprungsort des Bieres.

Karamell-Note und Spezialmalze

Der Inhalt ist genauso geblieben, wie es die Kunden der Brauerei schätzen: große Brautradition und vollmundiges Genusspotenzial, das man schmeckt. Liebhaber erfreuen sich besonders an der außergewöhnlichen Karamell-Note, die den „Winter-Traum“ im Geschmack auszeichnet. Diese entsteht in dem handwerklichen Brauverfahren unter anderem durch eine Mischung aus hellen und dunklen Spezialmalzen.

Weltenburger Barock Dunkel: Vollmundig-malzaromatisches Erlebnis mit fast 1.000 Jahren Tradition

Mit fast 1.000 Jahren Geschichte gilt das Weltenburger „Barock Dunkel“ als ältestes Dunkel der Welt. Kenner beschreiben es als vollmundig, malzaromatisch, feinherb mit leichter Süße, feincremig, und intensiv, kräftig und packend in Geschmack und Duft. „Was vor Jahrhunderten schmeckte, findet auch heute noch begeisterte Fans in aller Welt – gerade in der kalten Jahreszeit“, sagt Thomas Neiswirth, Marketingleiter der Klosterbrauerei.

Bei internationalen Wettbewerben wurde das Dunkle aus der ältesten Klosterbrauerei der Welt mehrfach ausgezeichnet. „Wer unser Barock Dunkel trinkt, taucht ein in die mystische Atmosphäre und das kraftspendende Naturerlebnis seines Ursprungs, der Weltenburger Enge im Herzen Bayerns“, sagt Tobias Funke, Biersommelier in der Klosterbrauerei.

Engel – Kellerbier Alkoholfrei

Bereits seit einiger Zeit sind einige der Biere aus der Biermanufaktur Engel in Crailsheim als biologisch zertifiziert. Auch das alkohlfreie Kellerbier, das jetzt vor mir steht, gehört dazu. Mal sehen, wie sich das Bier so macht.

Weizengelb und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist relativ klein, bleibt aber lange erhalten.

Das Bier duftet nach Biskuitteig und Karamell, abgerundet durch einige würzige Noten, die an weißen Pfeffer erinnern.

Der Antrunk ist recht süß, was aber zur reichlich im Bier enthaltenen Kohlensäure passt. Auf der Zunge halten sich die Süße des Malzes und die Würzigkeit die Waare. Dazu gesellt sich eine leichte Säure. Das Mundgefühl ist recht rund. Allerdings schmeckt das Bier nicht direkt nach Bier, sondern das Malz steht im Vordergrund und die Hefe hat den Malzzucker nur teilweise verarbeitet. Damit ist das Bier einerseits nicht schlecht, auch wenn es nicht dem entspricht, was ich erwartet habe. Aber gut. Im Abgang stelle ich erstmals ein leichtes Bitter fest, das aber nur kurz nachklingt.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

Biermanufaktur Engel GmbH & Co. KG
Haller Straße 29
D-74564 Crailsheim
www.engelbier.de

 

Radeberger will die Preise anheben

Die Radeberger-Gruppe, zu der immerhin 39 Biermarken gehören, hat angekündigt, die Bierpreise um bis zu 6 % anzuheben. Für einen Kasten mit 20 Flaschen, der aktuell häufig im Getränkemarkt für knapp 10 Euro angeboten wird, wären das 60 Cent, also 3 Cent pro Flasche. Auch wenn der Handel ebenfalls die Marge erhöht, dürfte der Flaschenpreis kaum um mehr als 10 Cent steigen. Der Verlust sollte also wirklich zu verkraften sein. Zu Radeberger gehören die folgenden Marken:

  • Allgäuer Brauhaus
  • Altenmünster
  • Berliner Kindl
  • Berliner Kindl Weisse
  • Berliner Pilsner
  • Binding
  • BraufactuM
  • Brinkhoff’s No. 1
  • Clausthaler
  • DAB
  • Dortmunder Kronen
  • Dom Kölsch
  • Freiberger
  • Gilden Kölsch
  • Guinness
  • Grüner Bier
  • Hasen
  • Henninger
  • Hop House 13
  • Hövels
  • Jever
  • Jever Fun
  • Kilkenny
  • Kloster Scheyern Biere
  • Krusovice
  • Mahn & Ohlerich
  • Oberdorfer Helles
  • Radeberger Pilsner
  • Rostocker
  • Schlösser Alt
  • Schöfferhofer
  • Schöfferhofer Weizen-Mix
  • Schultheiss
  • Sion Kölsch
  • Sternburg
  • Stuttgarter Hofbräu
  • Tucher
  • Ur-Krostitzer
  • Wicküler

Braumanufaktur Sonnenberger – Sommer Dark

Eime ist ein Dorf im Westen des Landkreises Hildesheim und gehört zur Gemeinde Leinebergland. Im Jahr 1854 machte dort die letzte Brauerei dicht. Jetzt hat der Landgasthof Knoche wieder begonnen, Bier zu brauen. Und dort bedeutet handwerklich auch wirklich Handarbeit – bis zum Füllen der Flaschen per Hand. Auf jeden Fall muss in diesem Bier viel Herzblut stecken. Jetzt steht vor mir das Sommer Dark, das mit 4,8 Volumenprozent Alkohol seinem Namen alle Ehre macht, denn was gibt es an einem warmen Sommerabend besseres als ein kühles Bier mit nicht zu viel Alkohol?

Indunklem Rubinrot fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große hellbraune Schaumkrone, die durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach dunkler Schokolade und getrockneten Feigen. Dazu kommen einige würzige Noten.

Der Antrunk wird durch die Röststoffe dominiert und weist eine sanfte Kohlensäure auf. Auf der Zunge zeigen sich eine leicht eSüße und ein dazu passendes Bitter. Die Fruchtigkeit hält sich im Hintergrund, so dass sie zum ebenfalls vorhandenen Schokoladengeschmack passt. Das Mundgefühl ist schlank und weich. Der Abgang ist mild mit durchschnittlichen Nachklang.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Bittereinheiten:

25 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 12° Celsius

Brauerei:

Sonnenberger Biermanufaktur
Elzer Weg 5
31036 Eime
www.knoche-landgasthof.de

Goldmedaille für Aktien Landbier Fränkisch Dunkel von der Bayreuther Bierbrauerei

Beim Bierverkostungswettbewerb „Meininger’s International Craft Beer Award“ wurde das „Aktien Landbier Fränkisch Dunkel“ von der Bayreuther Bierbrauerei AG mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Basierend auf dem internationalen 100-Punkte-Schema wurden die eingereichten Biere nicht vergleichend, sondern einzeln nach Aussehen, Geruch und Geschmack von einer Expertenjury bewertet. Das Aktien Landbier Dunkel wurde in der Kategorie der Dunkelbiere mit der höchsten Auszeichnung gekürt, einer Goldplatzierung. Von der Jury besonders positiv hervorgehoben wurden der Gesamteindruck, die Trinkfreude, die Balance in Geruch und Geschmack sowie Farbe und Schaum des Bieres.

Mit dem untergärigen AKTIEN Landbier Fränkisch Dunkel braut die Bayreuther Bierbrauerei ein typisch fränkisches Bier, das kernig, vollmundig und süffig ist. Da ein dunkles, würziges Bier in Franken bei einer deftigen Brotzeit in geselliger Atmosphäre nicht fehlen darf, ist es ein absoluter Klassiker der Brauerei. Hans-Joachim Leipold freut sich als Vorstand der Bayreuther Bierbrauerei AG riesig über den Erfolg des dunklen Landbieres und verspricht dem hohen Qualitätsstandard auch weiterhin gerecht zu werden: „Wir nehmen die Auszeichnung sehr gerne entgegen und danken den Juroren und natürlich auch den Konsumenten, die die Spitzenqualität unserer Biere durch ihre ständig steigende Nachfrage ebenfalls bestätigen. Unser fränkisches Dunkel ist glücklicherweise nicht im anhaltenden Negativtrend der dunklen Biere verhaftet, sondern performt als typischer Vertreter fränkischer Bierspezialitäten mit dem Trend der fränkischen Landbiere sehr gut.“

Aktien Landbier Fränkisch Dunkel von der Bayreuther Bierbrauerei

Aktien Landbier Fränkisch Dunkel ist ein untergäriges Vollbier, kernig und vollmundig im Geschmack, naturbelassen und von dunkler Farbe. Die erlesene Auswahl von geröstetem Spezialmalz und hellem Gerstenmalz sowie das Fichtelgebirgswasser verleihen AKTIEN Landbier seinen typischen Charakter und sein feines Malzaroma. Gebraut nach guter alter Tradition entwickelt es sich nach langer Gär- und Lagerzeit zu einer sehr ausgewogenen und äußerst süffigen Bierspezialität. Damit wird AKTIEN Landbier mit jedem Schluck zu einem genussvollen Erlebnis fränkischer Bierkultur.

Handwerkliche Braukunst aus Bayreuth

Die Bayreuther Bierbrauerei AG steht seit über 150 Jahren für handwerklich gebraute Bierspezialitäten, die in Franken eine lange Tradition haben. Mit drei Spezialitäten in der Bügelverschlussflasche macht die Bayreuther Bierbrauerei ihre handwerkliche Braukunst für den Genießer erlebbar. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Unternehmens unter www.bayreuther-bierbrauerei.de.

Rittmayer – Smoky George

Am Rauchbier scheiden sich bekanntlich die Geister – die einen lieben es aufgrund der geschmacklichen Besonderheit des Rauchs und die anderen hassen diesen Bierstil genau aus diesem Grund. Ich mag die rauchigen Biere in der Regel und freue mich, dass ich nun wieder einmal ein solches Bier vor mir stehen habe.

Immer wieder taucht die Frage auf, wie der Rauch ins Bier kommt. Im Grunde ist es ganz einfach. Früher wurde das Malz immer über Holz gedarrt, was dazu führte, dass das Aroma und der Geschmack des Rauchs in das Malz gelangten. Damals waren fast alle Biere Rauchbiere. Erst im Rahmen der Industrialisierung war es möglich, die Darre mit Strom oder Gas zu betreiben. Damit begannen die Rauchbiere auszusterben. Zwischenzeitlich wurde nur noch in Bamberg Rauchbier in erheblichen Mengen hergestellt. Inzwischen gibt es aber immer mehr Brauereien, die das Rauchbier für sich neu entdeckt haben. So, jetzt will ich aber endlich den Smoky George öffnen.

Kupferfarben und fefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich große sahnige Schaumkrone hat einen leichten Gelbstich und bleibt sehr lange erhalten.

Das Bier duftet nach Schinken und Whisky. Die 7,0 Volumenrozent Alkohol sind gut in das Aroma eingearbeitet und unterstützen die anderen Düfte.

Der Antrunk offenbart eine angenehme Süße sowie eine feinperlige Kohlensäure. Sofort fallen kräftige Whisky-Aromen auf. Dazu kommt ein zur Süße passendes Bitter, ehe der Rauch in den Vordergrund tritt. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Gegensatz zu vielen anderen Rauchbieren wirkt das Smoky George angenehm frisch. Der Abgang ist rauchig und süß mit wenig Bitter. Der Geschmack des Rauches klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Stammwürze:

16° Plato

Bittereinheiten:

18 IBU

Brauerei:

Brauerei Rittmayer oHG
An der Mark 1
91352 Hallerndorf
www.rittmayer.de

 

Brausilvester: Österreichs Brauwirtschaft läutet gemeinsam neues Braujahr ein

Der bierige Brauch reicht bis ins Mittelalter zurück. Trotz all der Feierlaune durchlebt auch Österreichs Brauwirtschaft aktuell wirtschaftlich sehr angespannte Zeiten.

Die Brauereien verzeichneten in der Gastronomie 2020 durchschnittliche Umsatzrückgänge von 35 bis 50 % im Vergleich zum Vorjahr. Hinzu kommen noch Faktoren wie fehlende Veranstaltungen sowie der schwächelnde Tourismus. Wenngleich sich der Urlaub daheim grundsätzlicher Beliebtheit erfreut, so macht sich das Ausbleiben ausländischer Gäste bemerkbar, konkret im Kongress- und Städtetourismus. Darüber hinaus sind wir mit einer sehr hohen Biersteuer konfrontiert, die zum Beispiel 2,5 Mal höher als jene in Deutschland ist. Mit dieser diskriminierend hohen Abgabequote muss nun endlich Schluss sein. Gefordert wird eine Halbierung der Biersteuer und als unmittelbaren ersten Schritt eine Anpassung der Biersteuermengenstaffel auf ein in Europa gängiges Maß. „Das würde speziell unsere mittelständischen Brauereien entlasten, die unter der Pandemie besonders gelitten haben“, betont Florian Berger, Geschäftsführer des Brauereiverbandes.

Trotz der erschwerten Umstände erzielten die österreichischen Brauereien 2020 einen Umsatz von mehr als 1,4 Mrd. €. Die Steuern auf Bier brachten 2020 dem Staatshaushalt rd. 700 Mio. € ein. Die Branche beschäftigt rd. 3.700 qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Jeder Job in einer Brauerei generiert zudem 17 weitere Arbeitsplätze – zwei in der Landwirtschaft, zwei im Handel und 13 in der Gastronomie.

Brausilvester

Der bierige Brauch hat seinen Ursprung im Mittelalter. Vor vielen hundert Jahren endete nämlich zu Brausilvester das sommerliche Herstellungsverbot von Bier. In den Sommermonaten hätten die hohen Temperaturen dem wärmeempfindlichen Bier zu stark zugesetzt. Die Bierproduktion konnte somit erst Anfang Oktober mit Hopfen und Getreide aus der frischen Ernte wieder aufgenommen werden. So wurde Brausilvester im Lauf der Jahrhunderte zur liebgewonnenen Tradition.

„Für mich ist der 30. September heuer ein besonderer Tag, weil es in meiner Funktion als Geschäftsführer des Brauereiverbandes mein erstes Brausilvester ist. Trotz nach wie vor schwieriger Umstände wollen wir diesen Tag des österreichischen Bieres feiern und unsere gesellschaftlich fest verankerte Bier- und Genusskultur im Bierland Österreich hochleben lassen“, erklärt Berger.

Österreichs Brauwirtschaft erstmals im Burgenland

Seit 1945 findet in diesem Jahr das größte alljährliche Branchenevent der österreichischen Brauwirtschaft erstmals zu Brausilvester und im Burgenland statt, um das neue Bierjahr einzuläuten. Österreichs östlichstes Bundesland gehörte bis 1921 zu Ungarn und hat damit eine Biergeschichte, die sich an jener von Ungarn orientiert: Dort gab es früher große agrarische Strukturen und kleine Brauereistrukturen. Das Brauerei- und Schankregal war an die Grundherrschaft gekoppelt – das heißt, die in der Regel adeligen Grundbesitzer konnten bestimmen, ob Wein oder Bier getrunken werden sollte. Vom 15. bis ins 19. Jahrhundert gab es daher im heutigen Burgenland eine Vielzahl kleiner Brauhäuser, die abhängig von der Weinernte mal eher recht und mal eher schlecht floriert haben. Diese kleinen Brauereien, die nicht auf dem heutigen burgenländischen Gebiet lagen, sind dann von den größeren gewerblichen Brauereien im städtischen Bereich verdrängt worden. Erst 1990 wurde nach 107 Jahren ohne Brauerei im Burgenland die alte Tradition wieder aufgenommen, als die erste kleine Brauerei in Eisenstadt eröffnet worden ist. Drei Jahrzehnte später gibt es nun wieder ein Dutzend Braustätten, die ein lebendiger Beweis dafür sind, dass Bier durchaus seine Berechtigung in einem Weinland hat.