Hofbräuhaus – Helles Vollbier

Das Hofbräuhaus in München ist vermutlich das bekannteste Gasthaus der Welt. Von dort kommt das Bier, das jetzt vor mir steht und von dem die Brauerei folgendes schreibt: „Anlässlich des 500-jährigen Jubiläums des Reinheitsgebotes entwickelten unsere Braumeister 2017 mit dem Hellen aus dem Hofbräuhaus ein neues Bier in neuem Gebinde. ‚Hofbräuhaus Hell‘ ist ein außergewöhnlich charaktervolles Münchner Helles. Frisch, spritzig und einmalig im Geschmack…“ Mir stellt sich da zwar die Frage, weshalb das Bier erst ein Jahr nach dem Jubiläum entwickelt wurde, aber ich muss wohl auch nicht alles verstehen. Wende ich mich lieber dem Bier zu.

Glänzend goldfarben präsentiert sich das Bier im Glas. Die gemischtporige Schaumkrone ist nicht allzu ausgeprägt und sie fällt auch flott in sich zusammen.

Das Aroma ist malzbetont nach Karamell mit einigen würzigen Noten.

Der Antrunk ist unerwartet süß und kommt mit einer sehr feinperligen Kohlensäure daher. Auf der Zunge gesellt sich ein leichtes Bitter dazu. Obwohl das Bier ein weiches Mundgefühl vermittelt, ist es im Vergleich zu anderen Hellen recht schlang. Der Abgang zeichnet sich durch ein leichtes Bitter mit mittlerem Nachklang aus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz), Hopfen (Perle, Magnum, Select)

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Stammwürze:

11,7 ° Plato

Bittereinheiten:

9 IBU

Farbe:

5-6 EBC

Brauerei:

Staatliches Hofbräuhaus in München
Hofbräuallee 1
81829 München
www.hofbraeuhaus.com

Ichnusa Anima Sarda

„Anima sarda“, sardische Seele, so lautet der Slogan der Brauerei Birra Ichnusa auf der italienischen Insel Sardinen. 1912 wurde in Cagliari die Brauerei gegründet, die im Jahr 1967 in die Gemeinde Assemini verlegt wurde. 1986 wurde die Brauerei von Heineken übernommen. Der Name der Brauerei stammt vom griechischen Wort für Sardinien, Ichnôussa. Das Wappen Sardiniens ziert das Brauereilogo.

In einem kristallklarem Goldton fließt das Bier ins Glas. Die gemischtporige Schaumkrone ist nicht allzu groß und fällt auch schnell in sich zusammen. Da könnte die Brauerei sicherlich noch einmal nachbessern.

Das Bier duftet frisch nach Karamell mit einigen würzigen Noten.

Reichlich Kohlensäure ist der Eindruck, den das Bier beim ersten Kontakt mit der Zunge hervorruft. Dazu kommt eine mäßige Süße. Auf der Zunge entwickelt sich ein dazu passendes Bitter. Die würzigen Noten, die ich in der Nase festgestellt habe, halten sich diskret im Hintergrund. Das Mundgefühl ist recht schlank. Im Abgang klingt das Bitter einige Zeit nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Mais, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol

Stammwürze:

11° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

3° Celsius

Brauerei:

Heineken Italia
Viale Monza 347
20126 Milano
Italien
www.heinekenitalia.it

Störtebeker – Keller-Bier 1402

Es ist inzwischen schon mehr als zehn Jahre her – aber im Jahr 2010 wurde das Keller-Bier 1402 der Störtebeker-Brauerei in Stralsund beim World Beer Award als das weltbeste Kellerbier ausgezeichnet. Ich bin mir nicht sicher, weshalb der Name dieses Bieres auch die Jahreszahl 1402 umfasst, aber lt. Wikipedia wurde im Oktober 1401 der Seeräuber Klaus Störtebeker geköpft (selbstverständlich nur, falls es ihn wirklich gegeben haben sollte. Historisch belegt ist die Existenz dieses Seeräubers nicht).

Strohgelb und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist recht klein, bleibt aber sehr lange erhalten.

Das Aroma ist malzbetont nach Getreide. Die Hefe hält sich im Hintergrund, während die Düfte nach Kräutern das Aroma abrunden.

Der Antrunk ist relativ süß und das Bier enthält stiltypisch wenig seiner feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt sich ein leichtes Bitter zur Süße, das durch eine leichte Würzigkeit der Kräuter unterstützt wird. Das Mundgefühl ist weich. Der Abgang zeichnet sich durch ein leichtes freundliches Bitter mit langem Nachklang aus.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsener, Münchener), Hopfen (Select, Tradition, Perle, Mandarina Bavaria), Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

11,1° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

10° Celsius

Brauerei:

Störtebeker Braumanufaktur GmbH
Greifswalder Chaussee 84-85
18439 Stralsund
https://www.stoertebeker.com/

BierSelect

Zipfer – Märzen

Österreich ist stolz auf seine Bierkultur und ich muss sagen, größtenteils zu Recht. Viele österreichische Brauereien legen Wert auf die Verwendung heimischer Rohstoffe, so auch die Brauerei im oberösterreichischen Neukirchen an der Vöckla. Für das Märzen, das jetzt vor mir steht, wurde Naturhopfen aus dem Mühlviertel verwendet.

Intensiv goldfarben strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die gemischtporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und fällt auch durchschnittlich schnell in sich zusammen.

Stiltypisch duftet das Bier malzbetont. Düft nach Biskuit steigen mir in die Nase, ergänzt durch einige würzige Noten des Hopfens.

Der Antrunk ist leicht süß und schmeichelt meinem Gaumen mit seiner sehr feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt sich ein freundliches Bitter dazu. Das Mundgefühl ist weich und rund. Im Abgang wird das Bier etwas trockener und das leichte und angenehme Bitter übernimmt das Zepter mit einem überraschend langen Nachklang.

Das Zipfer Märzen ist ein leicht zu trinkender Begleiter zu einer Brotzeit oder einem Schweinebraten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Mühlviertler Magnum, Mühlviertler Perle)

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

11,8° Plato

Bittereinheiten:

11 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

7° – 9° Celsius

Brauerei:

Brauerei Zipf
4871 Zipf
Österreich
http://www.zipfer.at/

Engel – Aloisius Märzen

Vor mir steht jetzt ein Märzen aus der Biermanufaktur Engel in Crailsheim. Auch wenn das Märzen eigentlich ein urbayrischer Bierstil ist, liegt Crailsheim in Baden-Württemberg, allerdings im fränkischen Teil dieses Bundeslands. Mal sehen, ob auch die Württemberger ein ordentliches Märzen hinbekommen.

Bernsteinfarben und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die größtenteils feinporige Schaumkrone hat ein durchschnittliches Volumen und bleibt mir durchschnittlich lange erhalten.

Das Aroma ist stiltypisch malzbetont. Ich rieche Toffee, Kandis und Waldhonig, aber auch das Aroma nach getrockneten Birnen steigt mir in die Nase. Auch die 5,9 Volumenprozent Alkohol kann ich bereits in der Nase feststellen, so dass das Bier likörartig duftet. Das ist für ein Märzen ungewöhnlich, aber absolut nicht schlecht.

Der Antrunk ist süß mit einer feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt sich ein passendes leichtes Bitter zum Karamellgeschmack. Obwohl das Bier nur 5,9 Volumenprozent Alkohol enthält, wärmt der Alkohol. Die Fruchtigkeit hält sich um Hintergrund, das Mundgefühl ist schwer und voll. Der Abgang ist mild und süß; erst langsam entwickelt sich ein leichtes Bitter mit überraschend langem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,9 % Vol.

Stammwürze:

13° Plato

Farbe:

24 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

9° Celsius

Brauerei:

Biermanufaktur Engel GmbH & Co. KG
Haller Straße 29
74564 Crailsheim
www.engelbier.de

 

Flying Dutchman – Free Your Mind and Your Ass Will Follow

Alkoholfreie Biere liegen im Trend. Auch Flying Dutchman will da nicht abseits stehen und hat mit „Free Your Mind and Your Ass Will Follow“ in dieser Kategorie ebenfalls ein Bier im Angebot. 2020 wurde das Bier bei den World Beer Awards sogar mit der Silbermedaille als Belgiens zweitbestes Bier ausgezeichnet. Na, wenn das kein Anreiz ist, das Bier zu verkosten.

Strohgelb und nur leicht hefetrüb strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feinporige Schaumkrone ist eher durchschnittlich – durchschnittlich voluminös und auch die Zeit, die sie zum Zusammenfallen benötigt, ist durchschnittlich. Für ein alkoholfreies Bier ist das aber schon gut.

Im Aroma sticht vor Allem der Ingwer hervor. Dazu kommen einige Fruchtnoten, von denen ich vor Allem Ananas zu erkennen meine. Die leicht grasige Note kommt sicher vom Zitronengras, das bei diesem Bier mit verbraut wurde, das ich aber sicher nicht erkannt hätte, wenn ich nicht die Zutatenliste gelesen hätte.

Der Antrunk ist recht süß und auch hier sticht der Ingwer hervor. Dabei sorgt die feinperlige Kohlensäure für eine ordentliche Frische, zu der auch die angenehme fruchtige Säure beiträgt. Auf der Zunge wird die Säure kräftiger und erinnert mich jetzt daran, dass in diesem Bier auch Zitronensaft beim Brauprozess verwendet wurde. Zusammen mit der Süße des Malzes ergibt sich ein volles, wenn auch nicht ganz rundes, Mundgefühl. Der Abgang wird durch die Zitrusnoten dominiert, die auch einige Zeit nachklingen.

Erfrischend und durstlöschend. Das sind für mich die hervorstechenden Eigenschaften dieses Biers. Und auch wenn es im Geschmack doch eher an Limonade erinnert, werde ich es sicher noch einmal kaufen, wenn ich es im Regal sehen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Zitronensaft, Zitronengras, Ingwer, Hopfen (Nelson Sauvin), Hefe

Alkoholgehalt:

0,3 % Vol.

Bittereinheiten:

15 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° Celsius

Brauerei:

The Flying Dutchman Brewing Co.
Tapolanku 2
Vantaa
Finnland
www.flyingdutchmanbrewingcompany.com

gebraut bei

Proef Brouwerij
Doornzelestraat 20
Lochristi-Hijfte
Belgien

Flügge – Anni

Anni aus Brauerei Flügge in Frankfurt ist ein Pale Ale, das mit der norwegischen Farmerhefe Kveik vergoren wird. Diese Hefe wurde von Brauergeneration zu Brauergeneration in Norwegen weitergegeben und sorgt jetzt für Furore. Die Brauer bei Flügge, die sonst wilde Hefen für ihre Biere zähmen, haben sich jetzt ebenfalls dieser Hefe angenommen.

Blassgelb und mit einer sehr starken Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die gemischtporige Schaumkrone ist opulent und bleibt sehr lange erhalten.

Das Aroma ist extrem fruchtig. Düfte nach Zitrusfrüchten und Maracuja, nach Honig und Vanille steigen mir in die Nase. Der reinste Obstsalat.

Frisch und fruchtig ist auch der Antrunk, der ebenfalls zeigt, dass das Bier reichlich Kohlensäure enthält. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider und ein leichtes fruchtiges Bitter gesellt sich dazu. Abgerundet wird der Geschmack durch die Hefe. Das Mundgefühl ist angenehm weich. Überraschend ist der Abgang. Auch er ist fruchtig und bitter, wobei die Fruchtigkeit länger nachklingt als die Bitterstoffe.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hafermalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

11 ° Plato

Brauerei:

Brauerei Flügge GmbH
Goldsteinstraße 254
60529 Frankfurt
www.brauerei-fluegge.de

Flying Dutchman – The Gothic Prince of Darkness Black Currant Sour Porter

Der Brauer beschreibt dieses Bier wie folgt: „Haftungsausschluss. Dieses unheimliche Bier sollte nur in einer düsteren Stimmung getrunken werden. Von Kopf bis Fuß schwarz gekleidet und Joy Division Love zuhörend. Dies ist ein ernstes Bier für ernsthafte Menschen. Seien Sie jedoch gewarnt, das Zusammenspiel von schwarzen Johannisbeeren und Schokolade mit etwas Vanille- und Eichenchips, das von unserem glücklichen Brauer verwendet wird, kann Sie unerwartet aus der Leere existenzieller Schmerzen herausholen, die Sie so genossen haben. Und dann fühlst du dich plötzlich gut. Das ist wirklich nicht gut.“ OK, sonst noch was? Ja, im Jahr 2019 hat das Bier bei den World Beer Awards den ersten Platz unter den belgischen Bieren gewonnen. Das ist doch was.

Blickdicht schwarz läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich voluminöse feinporige und haselnussbraune Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Ein Bier wie gemalt.

Das Bier duftet nach dunkler Schokolade und Espresso, unterstützt durch den Duft schwarzer Johannisbeeren. Diese Kombination ist auch kein Zufall – auch wenn es zu diesem Bier keine formale Zutatenliste gibt, verrät das Rückenetikett doch, dass es mit schwarzen Johannisbeeren und Kakaonibs gebraut wurde.

Der Antrunk ist recht süß und obwohl das Bier recht wenig Kohlensäure enthält, gefällt mir das Verhältnis. Auf der Zunge gesellt sich noch eine fruchtige Säure dazu, die zusammen mit dem Geschmack nach Schokolade meine Zunge erfreut. Das Mundgefühl ist voll und schwer. Im Abgang kommt zur Fruchtigkeit erstmal ein leichtes Bitter, das überraschend lange nachklingt.

Um dieses Bier wirklich genießen zu können muss der Konsument die Verbindung von Frucht und Schokolade mögen.

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Bittereinheiten:

55 IBU

Getreide:

Gerstenmalz, Hafer

Hopfen:

Amarillo

Empfohlene Genusstemperatur:

10° Celsius

Brauerei:

The Flying Dutchman Brewing Co.
Tapolanku 2
Vantaa
Finnland
www.flyingdutchmanbrewingcompany.com

gebraut bei

Proef Brouwerij
Doornzelestraat 20
Lochristi-Hijfte
Belgien

Traugott Simon – Pilsener

Jetzt steht mal wieder eines der Biere aus der Hausmarke von Trinkgut vor mir und wartet auf seine Verkostung. Diesmal ist es das Pilsener. Wie so viele Billigbiere ist auch dieses ausschließlich mit Hopfenextrakt gebraut, Pellets oder gar Doldenhopfen werden für die Produktion dieses Biers überhaupt nicht verwendet. Da kann ich nur hoffen, dass eine gute Auswahl der Malze dieses Manko ausgleichen kann.

Leuchtend goldfarben und gefiltert präsentiert sihc das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt lange erhalten. Optisch macht das Bier schon mal was her.

Das Aroma ist für ein Pils ungewöhnlich malzbetont. Düfte nach Karamell werden durch einige würzige Noten begleitet, die aber bereits anzeigen, dass hier ausschließlich mit Hopfenextrakt gearbeitet wurde. Das Aroma ist flach und recht langweilig.

Der Antrunk ist recht süß. Diese Süße bleibt erhalten, wenig Bitter kommt dazu und Fruchtigkeit suche ich vergebens. Auch wenn das Mundgefühl recht weich ist, macht das Bier einen unausgegorenen Eindruck. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger, klingt aber trotzdem nur kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Traugott Simon
Brau- und Vertriebsgesellschaft mbH
Chemnitzer Str. 24
47441 Moers
www.traugott-simon.de

Paderborner – Pilger

Aus Paderborn stammt das Pilgerbier, das jetzt vor mir steht. Es handelt sich um ein naturtrübes Landbier mit 5,0 Volumenprozent Alkohol. Wenn ich mich recht erinnere, kam dieses Bier um das Jahr 2018 auf den Markt. Der Name ist gut nachvollziehbar, den in Paderborn kreuzen sich mehrere Pilgerwege und zumindest ich muss beim Wort „Pilger“ einfach an Klosterbier denken, was dem Bier im Regal schon mal zumindest den Anschein einer höheren Wertigkeit verleiht. Und ganz nebenbei bemerkt: ein Besuch in Paderborn lohnt sich auf jeden Fall, allein ein Spaziergang durch das Quelgebiet der Pader ist die Reise wert. Dieser kleine Fluss, der auf den ersten Blick keinerlei Aufmerksamkeit verdient, hält gleich zwei Rekorde: erstens ist er der kürzeste Fluss Deutschlands, und zweitens ist er der Fluss mit den meisten Quellen. An etwa 100 Stellen kommt das Wasser aus der Erde und das ist schon beeindruckend. Aber kommen wir jetzt endlich zum Bier.

Kupferfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die größtenteils feinporige Schaumkrone ist zwar nicht allzu ausgeprägt, bleibt aber lange erhalten.

Das Bier duftet malzbetont nach frischer Brotrinde und Karamell, dazu kommen einige würzige Noten.

Der Antrunk ist recht süß, weswegen ich mir eigentlich etwas mehr Kohlensäure wünschen würde. Im Pilgerbier ist sie etwas schwach vertreten. Auf der Zunge gesellt sich ein passendes Bitter zur Süße. Obwohl das Mundgefühl durchaus voll ist, macht das Bier einen eher langweiligen Eindruck. Erst im Abgang stelle ich ein leichtes Bitter fest, das überraschend lange nachklingt.

Insgesamt habe ich den Eindruck, dass die Stadt mir erheblich besser gefällt als das Bier, das dort gebraut wird. Zwar hat das Pilgerbier einen ordentlichen Malzkörper, aber die Hopfengabekann da nicht mithalten. Irgendwie kann mich das auch nicht überraschen. Obwohl die Brauerei bei der Bescheibung auf der Internetseite von „sorgfältig ausgesuchten Hopfensorten“ schreibt, steht in der Zutatenliste lediglich Hopfenextrakt.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

11,8 %

Brauerei:

Paderborner Brauerei
Haus Cramer GmbH & Co. KG
Halberstädter Str. 45
33106 Paderborn
www.paderborner-brauerei.de