Eschenbacher – Urtyp Hell

Bereits in der achten Generation führt Karl Wagner die Eschenbacher Brauerei in Eltmann-Eschenbach im unterfränkischen Landkreis Haßberge. Die lange Brautradition der Familie wie auch die Lage in Franken garantieren vermutlich eine angenehme Verkostung dieses Biers.

In hellem Gold und gefiltert flie0t das Bier ins Glas und bildet dabei eine kleine feinporige Schaumkrone, die aber lange erhalten bleibt. An der Optik dieses Hellen ist schon mal nichts auszusetzen.

Das Bier duftet angenehm nach Brotkrume, unterstützt durch florale Noten.

Der Antrunk ist frisch mit einer zurückhaltenden Süße sowie einer feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge kommt ein dazu passendes Bitter in den Vordergrund. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Abgang wird das Bitter schwächer, überrascht mich aber mit einem langen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,6 % Vol.

Stammwürze:

11,2 %

Brauerei:

Eschenbacher Privatbrauerei GmbH
Haus Wagner
Eltmanner Straße 12
97483 Eltmann–Eschenbach
www.eschenbacher.de

Paulaner will Standort Gotha von Oettinger übernehmen

Die Paulaner Brauerei Gruppe GmbH & Co. KGaA und die Oettinger Brauerei GmbH haben am 14. 10. 2022 den Vertrag zur geplanten Übernahme des Gothaer Standorts durch Paulaner unterschrieben. Dieser wird nun dem Bundeskartellamt zur Prüfung vorgelegt.

Die Paulaner Brauerei Gruppe übernimmt die Bereiche Herstellung, Abfüllung, Logistik und Zentrale Dienste mit rund 170 Arbeitsplätzen. Die in Gotha beschäftigten 23 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Abteilungen Vertrieb, Export und Marketing sollen bei Oettinger verbleiben. Aus diesem Grund wird die Oettinger Brauerei unmittelbar Verhandlungen mit dem Betriebsrat aufnehmen. Alle Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.

„Um der stetig wachsenden Beliebtheit des Sortiments und den entsprechenden Absatzsteigerungen der vergangenen Jahre Rechnung zu tragen und weiteres nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen, haben wir Produktionsstandorte und attraktive Zukäufe geprüft. Das haben wir in Gotha gefunden. Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir dem laufenden Verfahren nicht vorgreifen möchten“, erklärt Dr. Jörg Lehmann, CEO der Paulaner Brauerei Gruppe.

Die Oettinger Brauerei hatte in den vergangenen Jahren intensiv in die Region investiert und so betont Hauptgesellschafterin und Geschäftsführerin Pia Kollmar: „Wir freuen uns sehr, dass mit dem Verkauf an Paulaner die Arbeitsplätze der Brauerei in Gotha erhalten bleiben. Gleichzeitig ist dies für uns bei Oettinger ein wichtiger Schritt unseres Unternehmensumbaus mit einer für alle Beteiligten guten Lösung.“

Die Zustimmung der Kartellbehörden vorausgesetzt, soll der Standort Gotha rechtswirksam zum 01. Januar 2023 an Paulaner übergehen. Zum Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Altenburger Festbier

Altenburg ist landläufig vor Allem als Stadt der Spielkarten bekannt. Aber die Thüringer können noch mehr. Dazu gehört auch das Brauen von Bier. Obwohl das Brauen dort eine lange Tradition hat, gibt es heute nur noch eine Brauerei in der Stadt, die ich aber trotzdem als Hersteller guter Biere kennengelernt habe. Heute steht das Festbier vor mir, ein Märzen, das jetzt auf seine Verkostung wartet.

Kupferfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich voluminöse sahnige Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. Optisch ist am Altenburger Festbier schon mal nichts auszusetzen.

Das Bier duftet angenehm nach Karamell und Brotkruste. Abgerundet wird das Aroma durch den würzigen Duft des Hopfens.

Der Antrunk überzeugt durch eine angenehme Süße und die reichlich enthaltene Kohlensäure. Auf der Zunge spiegeln sich die brotigen und karamellartigen Aromen. Bitterstoffe enthält das Bier nur wenige, so dass einem weichen Mundgefühl nichts im Wege steht. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger, obwohl es trotzdem zurückhaltend bleibt. Trotzdem ist der Nachklang überraschend lang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Magnum, Perle)

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Stammwürze:

13,5° Plato

Bittereinheiten:

22 IBU

Farbe:

20 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

7° – 9° Celsius

Brauerei:

Altenburger Brauerei GmbH
Brauereistraße 20
04600 Altenburg
www.brauerei-altenburg.de

BierSelect

Barcelona Beer Company – Sr. Lobo

Sr. Lobo ist ein weiteres Bier, das mir die Barcelona Beer Company zugeschickt hatte, nachdem ich auf der Messe ProWein in Düsseldorf erstmals Kontakt mit dem Unternehmen hatte. Lobo ist das spanische Wort für Wolf. Dass es eine ganze Reihe Brauereien gibt, die den Wolf als namensgebendes Tier für ihr Bier verwenden, liegt vermutlich an der Ähnlichkeit der lateinischen Namen für den Echten Hopfen (Humulus lupulus) und für den Wolf (Canis lupus). Dabei handelt es sich meist um kräftige Biere. So auch bei Sr. Lobo. Hier handelt es sich um Milk Stout mit einem Alkoholgehalt von 7,0 Volumenprozent. In diesem Fall wurde beim Brauen auch noch Orange und Schokolade verwendet.

Bickdicht schwarz präsentiert sich das Sr. Lobo im Glas. Die gemischtporige haselnussbraune Schaumkrone ist eher klein ausgefallen, bleibt aber lange erhalten. Daher ist an der Optik dieses Bieres nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach dunkler Schokolade, Kandis und Lakritz. Zusätzlich kommt aus dem Hintergrund diskret der Duft der Orangen.

Der Antrunk ist weniger süß als ich es erwartet habe und die sehr feinperlige Kohlensäure schmeichelt meinem Gaumen. Auf der Zunge wird die Süße etwas kräftiger, begleitet durch ein passendes freundliches Bitter. Süße und Bitterstoffe sind so kräftig, dass die Röstaromen überdeckt werden und ein samtiges Mundgefühl entstehen kann. Im Abgang wird das Bier etwas trockener. Die Röststoffe und der Schokoladengeschmack kommen gemeinsam mit einem Hauch Lakritzgeschmack in der Kehler wieder zum Vorschein und sie klingen sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale Ale, Caramunich, Carafa, Münchener, geröstete Gerste), Hopfen (Centennial, Fuggles), Hefe, Fruchtfleisch von Orangen, Laktose

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

4° – 10° Celsius

​Brauerei:

Barcelona Beer Company
C/ Farmacia 4
08450 LLinars del Vallès
Spanien
www.barcelonabeercompany.com

Hildesheimer Braumanufaktur – Moritzberger Felsenkeller-Bock


Moritzberg ist ein Stadtteil von Hildesheim und meiner Meinung nach vermutlich der Stadtteil mit der besten Lebensqualität. Außerdem ist es ein Stadtteil mit einer Biertradition, die bis ins 19. Jarhundert zurückreicht. Bis ins Jahr 1906 war in der Elzer Straße die Victoria-Brauerei beheimatet, die dort im Felsenkeller ihr Eis lagerte, das sie im Winter aus dem Eisteich gewann. Nach dem zweiten Weltkrieg hatte die Härke-Brauerei eine Niederlassung in der Brauereistraße, aber das ist eine andere Geschichte. Der Felsenkeller wird vom Verein zur Erhaltung des Eiskellers der ehemaligen Victoriabrauerei Hildesheim e.V. restauriert und wieder zugänglich gemacht. Dieser Verein erhält auch den Erlös aus den Felsenkeller-Bieren aus der Hildesheimer Braumanufaktur.

Intensiv orangefarben und opalisierend fließt das Bier ins Glas. Die gemischtporige Schaumkrone ist recht klein und fällt auch flott in sich zusammen.

Das Aroma ist würzig nach Brotkrume und Karamell.

Der Antrunk ist weniger süß als ich es von anderen hellen Bockbieren gewohnt bin. Gut gefällt mir die sehr feinperlende Kohlensäure. Auf der Zunge ist das Bier für ein Bockbier ungewöhnlich bitter. Die Süße bleibt aber erhalten. Zusammen ergeben sich ein intensiver Geschmack und ein volles Mundgefühl. Auch im Abgang ist das Bier würzig-bitter; der Geschmack klingt sehr lange nach.

Zu diesem Bier passt gut ein Schweine- oder Sauerbraten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,8 % Vol.

Bittereinheiten:

35 IBU

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Hildesheimer Braumanufaktur
Jan Pfeffer und Malte Feldmann GbR
Goslarsche Landstr. 15
31135 Hildesheim
www.hildesheimer-braumanufaktur.de

für

Verein zur Erhaltung des Eiskellers
der ehemaligen Victoria Brauerei
Hildesheim-Moritzberg e.V.
c/o Michael Kriegel
Bergsteinweg 38
31137 Hildesheim
www.felsenkeller-moritzberg.de

Dubuisson – Bush Caractère

Bereits im Jahr 1933 wurde erstmals „Bush Beer“ gebraut. Damit handelt es sich um eine der ältesten noch aktiven Biermarken Belgiens und sie ist das Aushängeschild der Brasserie Dubuisson. Das Bush Caractère Ambrée hat die Brauerei im Jahr 2008 aus Anlass ihres 75jährigen Bestehens auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um ein Tripel, das aber eine Besonderheit aufweist: während Tripel in der Regel eine Nachgärung in der Flasche durchlaufen, ist dieses Bier gefiltert. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich schon einmal ein gefiltertes Tripel verkostet habe. Auf jeden Fall macht dieses Bier mich neugierig.

Das Bier macht seinem Namen alle Ehre, zumindest was die Farbe betritt. Bernsteinfarben und gefiltert fließt das Bier ins Glas. Dass dabei nur eine keine feinporige Schaumkrone entsteht, die sich auch schnell auflöst, ist vermutlich auf den hohen Alkoholgehalt von immerhin 12,0 Volumenprozent zurückzuführen.

Das Bier duftet nach Karamell, begleitet durch die Fruchtigkeit von reifen Birnen. Auch der Alkohol kommt deutlich zum Vorschein. Er drängt sich aber nicht in den Vordergrund, sondern unterstützt die anderen Aromen.

Der Antrunk ist durch die Süße des Karamellmalzes geprägt, die durch eine feinperlige, dabei aber kräftige, Kohlensäure unterstützt wird. Während sich das Bier mit seinem sehr intensiven Geschmack auf der Zunge erwärmt, kommen immer neue Geschmacksnuancen zum Vorschein. Nussaromen mischen sich mit Kräuternoten. Der Alkohol wärmt und brennt leicht auf der Zunge. Das Mundgefühl ist schwer und samtig. Erst im Abgang, der mild und ebenfalls weich ist, kommen erstmals einige Bitterstoffe zum Tragen, die aber nur kurz nachklingen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Restzucker

Alkoholgehalt:

12 % Vol.

Stammwürze:

24 °Plato

Bittereinheiten:

25 IBU

Farbe:

16 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

10° – 12° Celsius

Brauerei:

Dubuisson Brewery
Chaussée de Mons 28
7904 Pipaix
Belgien
www.dubuisson.com

Ottakringer zur besten Brauerei Österreichs gewählt

Die Erfolgsserie der Ottakringer Brauerei aus Wien geht weiter. Bei der offiziellen, unabhängigen Staatsmeisterschaft für Brauereien und Heimbrauer, der Austrian Beer Challenge, haben die Brauer wieder abgeräumt: mit viermal Gold und einmal Silber haben sie erneut ein beeindruckendes Ergebnis erzielt. Und auch der begehrte Sonder-Award Brauerei des Jahres geht diesmal nach Wien-Ottakring.

Gold gibt es in den Kategorien „Helles“, „Zwickl“, „Dunkles“ sowie für das Ottakringer BrauWerk Sunbeam in der Kategorie „belgische Biere“. Mit Silber wurde der Ottakringer Bock ausgezeichnet.

„Fünf Awards für unsere Biere sind wirklich ein großer Erfolg und machen mich sehr stolz auf unser Team. Vor allem freut es mich, dass unser Helles zum Staatsmeister und wir zur Brauerei des Jahres gekürt wurden. Konsequente Qualität, Sortenvielfalt, Kreativität und eine ordentliche Portion Lebensfreude – so sehen die wichtigsten Zutaten unserer Familienbrauerei aus“, freut Tobias Frank, 1. Braumeister und Geschäftsführer Technik, der die Auszeichnungen auch entgegennahm. Drei Monate, drei Wettbewerbe, 19 Auszeichnungen „Das Jahr 2022 ist das bisher meistprämierteste Jahr unserer Geschichte. Erst 11 Medaillen bei den World Beer Awards, danach Gold, Silber und Bronze beim European Beer Star und nun viermal Staatsmeister sowie einmal Silber beim wichtigsten österreichischen Bierwettbewerb. Das ist tatsächlich die Krönung für unsere täglich Arbeit und unterstreicht erneut das Brauhandwerk unserer Privatbrauerei“, ergänzt Geschäftsführer Harald Mayer.

Altenburger – Premium-Pils

Das Premium Pils der Altenburger Brauerei geht auf ein Rezept aus dem Jahr 1871 zurück und wird traditionell mit Hopfensorten aus der Elbe-Saale-Region gebraut. Der regionale Hopfen lässt mich hoffen, dass das Altenburger Pils eine andere Hopfennote mitbringt als viele andere Pilsbiere, die sich doch häufig sehr ähneln. Dafür spricht auch, dass das Altenburger Premium Pils seit dem Jahr 2018 an etlichen Bierwettbewerben im In- und Ausland erfolgreich teilgenommen hat.

Golden und glanzfein fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine durchschnittlich große feste und schneeweiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. An der Optik dieses Bieres ist nichts auszusetzen.

Ein herbes Hopfenaroma steigt mit in die Nase, dazu der Duft nach Kräutern und floralen Noten. Aus dem Hintergrund unterstützt der Duft nach Brotkrume das Aroma.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße sowie eine kräftige Kohlensäure aus. Auf der Zunge bildet sich ein freundliches Bitter in zur Süße passender Stärke. Somit entsteht ein klarer herber Pilsgeschmack, so wie er sein soll. Das Mundgefühl dieses süffigen Bieres ist schlank. Im Abgang erfreut ein leichtes Bitter mit überraschend langem Nachklang meine Kehle.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol

Stammwürze:

11 ° Plato

Bittereinheiten:

30 IBU

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Altenburger Brauerei GmbH
Brauereistraße 20
04600 Altenburg
www.brauerei-altenburg.de

BierSelect

Jahrgangsbier 2022: Gold Ochsen Zirbenbock

In diesem Jahr jagt bei Gold Ochsen in Ulm ein Jubiläum das nächste. Neben dem 425-jährigen Bestehen der Brauerei selbst gibt es im Herbst einen weiteren Grund zum Feiern: Das Gold Ochsen Jahrgangsbier geht in die mittlerweile zehnte Runde. Zu diesem Anlass haben die Braumeister wieder eine echte Rarität kreiert: den Gold Ochsen Zirbenbock. Beim Einschenken präsentiert sich die Starkbierspezialität in einem samtigen Waldhonigton und versprüht sogleich den zarten Duft des Holzes, das von Braumeister und Laborleiter Alexander Maier höchstpersönlich in Südtirol, auf 2.000 Metern Meereshöhe inmitten der herrlichen Berge des Ahrntals frisch geschlagen wurde. Im Antrunk zeigt sich nach der cremigen Schaumkrone ein vollmundiger Körper mit Anklängen von Karamell und Honig, während das unverkennbare Aroma der Zirbelkiefer im Duett mit dem Hopfen im Abgang sanft nachklingt. „Unsere zehnte Sonderedition ist ein wahres Meisterstück der Braukunst. Ich bin immer wieder aufs Neue erstaunt und stolz, mit wie viel Kreativität und Herzblut unsere Braumeister am Werk sind. Sie machen mit ihren Kreationen dem Namen ‚Ulms flüssiges Gold‘ alle Ehre“, so Gold Ochsen Geschäftsführerin Ulrike Freund. Die eleganten, schwarzen 0,75-Liter-Flaschen mit Korkverschluss sind ab dem 17. Oktober 2022 im Brauerei Shop, im Ochsen Shop in der Ulmer Innenstadt sowie bundesweit über den Gold Ochsen Online Shop erhältlich – und wie immer in Anlehnung an das Gründungsjahr der Brauerei auf 1.597 Stück limitiert.

Für Alexander Maier ist Südtirol wie ein zweites Zuhause – und seiner handwerklichen Begabung ist die Idee für den Gold Ochsen Zirbenbock geschuldet. Was mit Zirbenspänen, die mit Bier versetzt wurden, begann, entwickelte sich Stück für Stück zu einer ausgereiften Rezeptur. „Um die Zirbe zur Geltung zu bringen, mussten wir die Balance zwischen einem nicht zu hellen oder zu dunklen Bier finden. Denn je nachdem tritt der Geschmack des Holzes zu wenig oder zu stark in den Vordergrund. Letztendlich war ein heller Bock die richtige Wahl“, erklärt Maier. Für die einzigartige Kreation wurde dem Pilsner Malz zur Abrundung noch etwas Münchner Malz an die Seite gestellt. Diese vereinen sich mit den drei verschiedenen Tettnanger Aromahopfen und dem Zirbenholz, das die lange Reifung des Bieres begleitet, zu einer harmonischen Gesamtkomposition. Dabei trifft der aromatische Zirbenduft auf einen leicht harzigen Geschmack sowie eine markante, aber zugleich angenehme Bitternote. Mit einem Alkoholgehalt von 7,7 Volumenprozent ist das limitierte Jahrgangsbier der ideale Begleiter zu Speck und Schüttelbrot oder kräftigen Wurst- und Käsesorten.

So weit die Pressemitteilung der Brauerei Gold Ochsen. In den letzten Jahren habe ich die Jahrgangsbiere immer verkosten können und ich war in jedem Jahr auf Neue begeistert vom Geschmack und der Kreativität der Brauer in Ulm. Ich hoffe auch in diesem Jahr, das Bier verkosten und hier im Blog vorstellen zu können.

Brew and Spirits – John Lee Blues

Seit dem Jahr 2011 wird in Valencia Craft Beer gebraut. Die dortigen Brauer haben eine Leidenschaft für guten Geschmack und gute Musik. Diese Leidenschaft treibt sie an. Im Jahr 2019 wurde die Brauerei zum zweitgrößten Craft Beer-Produzenten in der valencianischen Gemeinschaft für Craft Beer. Seit der Gründung hat die Brauerei 24 nationale und internationale Auszeichnungen errungen. So kann ich mich auf die Verkostung freuen, die ich jetzt vornehmen werde.

Dunkel kupferfarben fließt das Bier ins Glas. Die Intensität der Farbe ist beachtenswert. Dazu kommt eine voluminöse gemischtporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Zumindest optisch ist dieses Bier beeindruckend.

Düfte nach dunkler Schokolade, nach Trockenfrüchten und Lakritz steigen mir in die Nase. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine geringe Karamellsüße sowie eine kräftige Kohlensäure aus. Auf der Zunge nimmt der Karamellgeschmack zu, begleitet vom Geschmack nach Lakritz und ein dazu passendes Bitter. Auch wenn das Mundgefühl samtig ist, fehlt mir doch etwas fruchtige Säure, die den Geschmack abrunden würde. Im Abgang erfreut ein angenehmes Bitter meine Kehle, das sehr lange nachklingt.

Das Strong Ale von B&B Brew and Spirits John Lee Blues ist eine würdige Hommage an die Blues-Legende John Lee Hooker.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,4 % Vol.

Bittereinheiten:

38 IBU

Farbe:

25 EBC

Brauerei:

B&B Brew and Spirits, S.L.
C/ Ildefonso Carrascosa, 18
46560 Massalfassar
Spanien
www.brewandspirits.com