Ayinger – Winter Bock

Etwa 25 Kilometer südöstlich von München liegt die Gemeinde Aying, die ich bislang nur aufgrund der Biere aus der dortigen Brauerei kenne. Ansonsten habe ich nur den Ortsnamen auf den Plänen des Münchener Verkehrsverbundes gesehen. Ich hoffe, dass ich demnächst einmal in München die Zeit finde, die dortige Brauerei und die dazu gehörende Brauereigaststätte zu besuchen.

Blickdicht schwarz läuft das Bier ins Glas. Darüber bildet sich eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Damit sieht das Bier schon mal sehr verheißungsvoll aus.

Röstmalze dominieren das Aroma mit ihrem Duft nach dunkler Schokolade, nach Haselnüssen und einem Hauch Rauch. Das macht Lust auf den ersten Schluck.

Wie ich es erwartet habe icht der Antrunk recht süß. Dafür wird er durch eine sehr feinperlige Kohlensäure gekrönt. Auf der Zunge kommt zur Süße ein passendes Bitter. Der Kaffeegeschmack ist im Vordergrund, abgerundet mit einem Hauch Schokolade. Das Mundgefühl ist weich und voll, was auch daran liegt, dass der Alkohol gut eingearbeitet ist. Im Abgang wird das Bier trockener, das Bitter wird kräftiger und klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,7 % Vol.

Stammwürze:

18,5° Plato

Brauerei:

Brauerei Aying Franz Inselkammer KG
Verwaltung: Münchener Straße 21
85653 Aying
www.ayinger.de

La Cambre – Triple Blond

Nun steht das letzte der Brüsseler Abteibiere vor mir, die unter der Marke La Cambre vertrieben werden. Ab 2022 wird das neue La Cambre-Duo von dem in Mechelen ansässigen Unternehmen Het Anker gebraut. Die Brauerei hat zu diesem Zweck einen langfristigen Lizenzvertrag mit dem Kirchenwerk La Cambre und der Erzdiözese Mechelen-Brüssel abgeschlossen.

Golden und hefetrüb strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feste Schaumkrone ist recht voluminös und bleibt sehr lange erhalten.

Das Bier duftet nach Biskuitteig und Zitrusfrüchten. Neben einigen blumigen Noten steigt mir auch das typische Aroma belgischer Hefe in die Nase.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße sowie eine kräftige Kohlensäure aus. Auf der Zunge steht die Fruchtigkeit im Mittelkunkt, die durch eine leichte Säure begleitet wird. Beim Bitter hält sich das Bier allerdings zurück. Dadurch entsteht ein weiches Mundgefühl, denn auch die 7,2 Volumenprozent Alkohol sind gut eingearbeitet. Im Abgang kommt das Bitter in der Kehle etwas mehr zur Geltung und es klingt zusammen mit dem Fruchtgeschmack lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,2 % Vol.

Bittereinheiten:

30 IBU

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Brasserie de la Cambre SPRL
Avenue de la Couronne 236B
1050 Brüssel
Belgien
www.brasseriedelacambre.be

Brau Union Österreich wurde mit dem Gütesiegel „Nachhaltiges Engagement 2023“ ausgezeichnet

Als größtes Brauereiunternehmen Österreichs ist sich die Brau Union Österreich hat sich das Unternehmen auf die Fahnen geschrieben, ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung bewusst und bestrebt zu sein, eine nachhaltige Bierkultur zu schaffen. „Nachhaltigkeit ist unser Herzensanliegen. Deshalb freuen wir uns besonders über das Gütesiegel ‚Nachhaltiges Engagement 2023′. Hier wurden von Institut für Management und Wirtschaftsforschung die rund 2.000 größten Unternehmen in Österreich analysiert – eine unabhängige Anerkennung für unsere Arbeit im Nachhaltigkeits-Bereich“, so Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & ESG Sustainability bei der Brau Union Österreich, die auch ganz aktuell zur besten Unternehmens- und Pressesprecherin in der Kategorie Markenartikel gewählt wurde.

Pioniergeist für die Umwelt

Dank ihrer Braumeister sowie langjähriger Partner braut die Brau Union Österreich bereits an drei Standorten ausschließlich mit erneuerbaren Energien: in der Brauerei Göss in Leoben, in der Brauerei Schladming und in der Vorarlberger Brauerei Fohrenburg. In Schwechat und Puntigam/Graz werden ganze Stadtteile mit der biogenen Abwärme aus der Bierproduktion beheizt. Ein weiteres innovatives Energieversorgungskonzept, das als Beispiel auch für andere Branchen dienen kann und soll. Neben dem kontinuierlichen Bemühen, den Energieverbrauch zu reduzieren – z. B. durch Effizienzmaßnahmen in Produktion und Logistik – werden fossile Energien laufend durch erneuerbare Energieträger ersetzt. Ob die Sonne die Energie liefert, wie etwa in der Villacher Brauerei durch eine riesige Photovoltaik-Anlage möglich, ob durch die Nutzung von österreichischer Wasserkraft wie etwa in Fohrenburg oder durch selbst erzeugtes Biogas aus den Brauereiabfällen wie in Göss als Teil eines ganzheitlichen Energiemix – Einsparungen und Verbesserungen sind fast überall möglich.

Mit der Strategie „Brew a Better World“ wird die Brau Union Österreich gemeinsam mit dem Heineken-Konzern als erstes Brauereiunternehmen weltweit bis zum Jahr 2030 in der gesamten Produktion CO2-neutral sein, bis 2040 in der gesamten Wertschöpfungskette. Damit setzt das Unternehmen diesen Schritt immerhin zehn Jahre vor dem Ziel des Pariser-Klimaabkommens.

Nachhaltigkeit ist den Konsumenten wichtig

Die repräsentative Studie zum Bierkulturbericht 2022 belegt, dass die Konsumenten sich Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit machen: Als Kriterien für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Bierproduktion sehen sie u.a. die Vermeidung von langen Transportwegen (64 %), Verwendung von regionalen Rohstoffen (59 %), Einhaltung von Umweltschutzauflagen (45 %) oder auch die Reduzierung des CO2-Ausstoßes bei der Produktion (38 %). 76 % der Befragten geben auch an, dass ihnen wichtig ist, dass Brauereien in Zukunft CO2-neutral brauen. Auch Recycling ist ein Thema, so legen die Österreicher besonders darauf Wert, dass Bier in Mehrwegflaschen verkauft wird (61 %) und dass das Verpackungsmaterial zu 100 % wiederverwendbar ist (54 %). Dass in der Produktion die Ressourcen geschont werden, finden 44 Prozent der Befragten besonders wichtig.

Wunsch nach mehr Informationen zu nachhaltigem Bier

45 Prozent der Österreicher würden sich laut Studie mehr Informationen zu nachhaltigem Bier wünschen. Hier gibt es eine deutliche Steigerung: 2016 gaben erst 29 Prozent der Befragten an, dass sie gerne mehr Informationen zu diesem Thema hätten. Besonders interessieren sich die Befragten dabei für die Herkunft der Rohstoffe (70 %), für Recycling (53 %), die Transportwege zu und von der Brauerei (53 %). Jeweils 41 % interessieren sich für den CO2-Fußabdruck, der durch das Bier entsteht und für den Energieverbrauch im Brauprozess. Auch der Wasserverbrauch beim Brauen ist für 39 Prozent von Interesse. Die jüngeren Befragten zwischen 18 und 29 Jahren interessieren sich überdurchschnittlich für den CO2-Fußabdruck (50 %) und den Wasserverbrauch (43 %).

Gabriela Straka, jahrelanges Mitglied des UN Global Compact Steering Committees Austria, schließt: „Es ist beachtlich, dass das Interesse an der Nachhaltigkeit in diesen Dimensionen steigt. Ein Überblick über alle Initiativen der Brau Union Österreich, die sich an den Sustainable Development Goals (SDGs) des UN Global Compact orientieren, findet sich im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht. Im Sinne der Nachhaltigkeit wird der Bericht nicht gedruckt, ist aber online auf der Unternehmenswebsite zugänglich: www.brauunion.at/nachhaltigkeit/nachhaltigkeitsbericht.“

Hösl – Communbräu Winterzoigl

Zoigl ist eine Bierspezialität aus der nördlichen Oberpfalz. Traditionell wurde die Würze für das Bier im Kommunbrauhaus gekocht. Die fertige Würze wurde dann an die Wirte und Brauer im Umkreis verteilt und diese stellten das Bier im eigenen Gärkeller fertig. Damit hatten alle Anbieter ein zwar ähnliches, aber doch individuelles Bier. Die Basis der Biere ist identisch, aber die Lagerung, die Hefe und der Gärprozess sorgen für die Unterschiede. Viele Brauereien in der Oberpfalz brauen bis heute Communbräu-Zoigl, jedoch wird es beim Brauer selbst schon vollendet und fertig verkauft. Auch die Brauerei Hösl aus Mitterteich bietet zwei Communbräu-Zoigl an. Jetzt steht das Winterzoigl vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Braun und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich voluminöse Schaumkrone ist sahnig. Da kann ich echt nicht meckern.

Die Röststoffe des Malzes dominieren mit einem Duft nach dunkler Schokolade und gebrannten Mandeln das Aroma. Es wird durch einige würzige Noten abgerundet. Manche Menschen mögen diesen röstigen Duft nicht, aber mir macht er richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist überraschend süß mit recht wenig sehr feinperliger Kohlensäure. Hier hätte ich mir mehr gewünscht. Während sich das Bier auf der Zunge erwärmt, kommen die einzelnen Geschmacksnoten erst richtig zum Tragen. Süß und würzig ist es, dazu der Schokoladengeschmack, der durch den Duft nach gerösteten Haselnüssen vervollständigt wird. Bitter kann ich erst im Abgang feststellen. Es ist hier aber auch sehr diskret und mit kurzem Nachklang.

Zutaten:

Brauwasser, Malz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,9 % Vol.

Stammwürze

12 ° Plato

Bittereinheiten:

33 IBU

Farbe:

25 EBC

Brauerei:

Hösl & Co Brauhaus GmbH
Bahnhofstraße 1
95666 Mitterteich
www.hoeslbraeu.de

Barcelona Beer Company – Cerdos Voladores

Cerdos Voladores, auf Deutsch fliegende Schweine, ist ein IPA der Barcelona Beer Company. Das erste Mal, dass mir ein fliegendes Schwein untergekommen ist, war die Geschichte, dass Pink Floyd im Jahr 1976 auf einem Plattencover einen Ballon in Form eines fliegenden Schweins abbilden wollten. Ich will die Geschichte hier nicht wiederholen, denn sie wurde schon zu häufig erzählt. Sollten Sie die Story noch nicht kennen, benutzen Sie die Suchmaschine Ihres Vertrauens und dort werden Sie sie sicher schnell finden. Es lohnt sich.

Erstaunlich finde ich aber, dass es doch wohl so einige Pink Floyd-Fans unter den Brauern gibt. Diese Annahme liegt jedenfalls nahe, denn immer wieder erreichen mich Biere aus verschiedenen Ländern, die die fliegenden Schweine als Namensgeber nutzen (auch wenn es im Original lediglich ein Schwein war). Aber wenn es sich bei den Brauern um Pink Floyd-Fans handelt, die auch noch gutes Bier brauen, dann sind sie mir schon per se sympathisch, auch ohne dass ich sie bereits persönlich kennengelernt habe. Aber kommen wir zum Cerdos Voladores.

Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die sahnige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt lange erhalten.

Düfte nach Grapefruit und Ananas steigen mir in die Nase, begleitet von den Düften anderer Südfrüchte und Vanille. Erst langsam kommt auch der Geruch der Hefe zum Vorschein und erinnert an Biskuitteig. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße sowie eine sanfte Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommt ein freundliches Bitter in den Vordergrund, das aber die Süße nicht verdrängen kann. Auch die fruchtigen Aromen spiegeln sich auf der Zunge. Das Mundgefühl dieses ausgewogenen IPA ist nicht ganz rund, aber das passt gut. Der Abgang ist bitter-fruchtig mit langem Nachklang.

Das Cerdos Voladores ist ein wunderbares Sommerbier, zu dem sowohl indische Curries als auch Fischgerichte passen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale Ale, Carahell, Crystal), Hopfen (Centennial, Yellow), Hefe

Alkoholgehalt:

6 % Vol.

Bittereinheiten:

65 IBU

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

Barcelona Beer Company
C/ Farmacia 4
08450 LLinars del Vallès
Spanien
www.barcelonabeercompany.com

Brau Union Österreich legt Nachhaltigkeitsbericht vor

Bereits zum zwölften Mal veröffentlicht die Brau Union Österreich ihren Nachhaltigkeitsbericht und legt gemäß den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) die ökologischen Kennzahlen der Brauereistandorte des vergangenen Jahres 2021 offen. Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & ESG Sustainability bei der Brau Union Österreich, erklärt: „Das Nachhaltigkeitsengagement ist fest in unseren Unternehmenszielen verankert. Wir wollen die beste Bierkultur für die Zukunft schaffen und diese nach sozialen und ökologischen Herausforderungen gestalten – und damit bis 2030 in der gesamten Produktion völlig nachhaltig sein, bis 2040 sogar in der gesamten Wertschöpfungskette. Wie nahe wir diesem Ziel an unseren Brauereien in ganz Österreich schon sind, welche Ziele schon erreicht wurden und welche nächsten Schritte wir uns vorgenommen haben, ist im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht nachzulesen.“

Wasser, Energie, Beschaffung: Die vielen Kennzahlen der Nachhaltigkeit

Damit Nachhaltigkeit mehr als ein Schlagwort ist, muss es messbare Parameter und auch Ziele geben. So hat sie die Brau Union Österreich für 2021 das Ziel gesetzt, den Frischwasserverbrauch auf 3,16 Hektoliter Wasser pro Hektoliter Bier zu senken. Tatsächlich wurde dieses Ziel mit 3,14hl bereits unterschritten, besonders effizient arbeitet hier die Brauerei Schwechat, die mit 2,56 hl Wasser / hl Bier auskommt. Ziel bis 2030 ist es, über alle Standorte hinweg einen Durchschnitt von 2,9 hl Wasser / hl Bier zu erreichen.

Im Bereich des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen ist das Ziel, bis 2030 in der gesamten Produktion CO2-neutral zu sein. Dank erfahrener Braumeister sowie langjähriger Partner braut die Brau Union Österreich bereits an drei Standorten ausschließlich mit erneuerbaren Energien: in der Brauerei Göss in Leoben, in der Brauerei Schladming und in der Vorarlberger Brauerei Fohrenburg. Auch die anderen Standorte setzen vielfältige Maßnahmen in diese Richtung und kommen z. B. mit Photovoltaik-Anlagen dem Ziel immer näher.

Im Bereich der Beschaffung ist das Ziel, immer nachhaltiger und regionaler zu werden. So finden bereits 73% der Wertschöpfung in Österreich statt. Ein eigenes Programm sorgt dafür, dass auch die Lieferanten punkto Nachhaltigkeit bewertet werden und diversen definierten Grundsätzen und Werten folgen müssen.

Umweltfreundlicher Online-Zugang und ausgezeichnetes Engagement

Ein Überblick über alle Initiativen, die im Jahr 2021 realisiert und geplant wurden und sich an den Sustainable Development Goals (SDGs) des UN Global Compact orientieren, findet sich im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht. Es wäre im Sinne der Nachhaltigkeit nicht sinnvoll, den Bericht zu drucken, er ist aber online auf der Unternehmenswebsite zugänglich: www.brauunion.at/nachhaltigkeit/nachhaltigkeitsbericht/.

„Wir wollen mit unseren vielfältigen Projekten, ob groß oder kleiner, nicht nur zur Erfüllung der Nachhaltigkeitsziele beitragen, sondern die großen Herausforderungen unserer Zeit sowie unsere Lösungsansätze dafür aufzeigen und vorleben, wie wir alle verantwortungsvoll und bewusster mit unserer Erde umgehen können. Das diese Strategie von Erfolg gekrönt ist, beweisen auch viele unabhängige Auszeichnungen – ganz aktuell wurden wir etwa mit dem Gütesiegel ‚Nachhaltiges Engagement 2023‘ ausgezeichnet“, schließt Straka.

Hummel-Bräu – Märzen

Die Brauerei Hummel aus Merkendorf ist ein Familienunternehmen, das seit mehr als 175 Jahren Bier braut. Die Brauerei gibt es noch länger, weshalb sich ihre Expertise auf eine jahrhundertealte Brauhistorie stützt. Das Sortiment der Brauerei Hummels besteht aus einer soliden Sammlung an bodenständigen fränkischen Klassikern. Zu den beliebtesten Bieren der Auswahl zählt das Märzen. Es gibt diesen Bierstil in herkömmlicher Ausführung und als Variante mit Rauchmalz. Jetzt steht aber die herkömmliche Ausführung vor mir.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich große sahnige Schaumkrone fällt nur langsam in sich zusammen. Damit macht das Bier optisch schon mal einen guten Eindruck.

Das Bier duftet nach Karamell, frisch gebackenem Brot und leicht nach Haselnüssen. Einige blumige Noten runden das Aroma ab.

Durch die reichlich vorhandene kräftige Kohlensäure ist der Antrunk überraschend spritzig und absolut nicht so langweilig, wie es vor Allem Konsumenten aus Norddeutschland eventuell erwarten. Die Süße des Malzes kommt in den Vordergrund mit ihrem Geschmack nach frischem und kräftigem Brot und einer gewissen Nussigkeit. Dazu noch das angenehm weiche Mundgefühl. Zusammen sorgt das für eine ungeheure Süffigkeit dieses Märzen. Erst im Abgang kommt ein leichtes freundliches Bitter zum Tragen, das aber überraschend lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Hummel GmbH & Co. KG
Lindenstraße 9
96117 Memmelsdorf/Merkendorf
www.brauerei-hummel.de

Brasserie du Bocq – Blanche de Namur Hop ‘n Spice

Das Blanche de Namur Hop’N Spice wird von der Brasserie du Bocq in Belgien gebraut. Es handelt sich dabei um ein Witbier, das mit Mozaïc-Hopfen und dem Zusatz von Ingwer gebraut wird.

In hellem Gelb mit einer kräftigen Hefetrübung fließt das Bier ins Glas. Die schneeweiße Schaumkrone ist fest und bleibt lange erhalten. Ein Witbier wie gemalt.

Die Aromen der Orangenschale dominieren das Aroma. Dazu kommt der würzige Duft des Korianders, der durch das Aroma der Hefe sowie durch blumige Noten und aus dem Hintergrund den Duft des Korianders unterstützt wird. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist spritzig und relativ süß. Auf der Zunge wird die Süße noch kräftiger und der Geschmack des Ingwers kommt aus dem Hintergrund nach vorne. Abgerundet wird der Geschmack durch den Koriander und den Geschmack der Hefe. Das Mundgefühl ist weich und voll. Im Abgang wird das Bier trockener. Bitterstoffe kann ich in der Kehle kaum schmecken, was mich doch etwas überrascht. Dafür klingt die Fruchtigkeit sehr lange nach.

Das Ergebnis ist ein fruchtiges, blumiges Bier mit einem erfrischenden Geschmack. Leider handelt es sich um einen Sondersud, der nicht nachgebraut wird.

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Bittereinheiten:

17 IBU

Farbe:

5 EBC

Brauerei:

Brasserie du Bocq s.a.
Rue de Brasserie, 4
5530 Purnode
Belgien
http://bocq.be/

Karlsberg – Herb-Frisches Urpils

Es hat ja lange gedauert, aber jetzt steht erstmals ein Bier aus dem Saarland vor mir. Das Urpils hat in sener Geschichte bereits einige Auszeichnungen gewonnen:

  • 2017 Bronze beim European Beer Star
  • 2018 Silber bei Meininger’s International Craft Beer Award
  • 2019 bei den World Beer Awards
  • 2022 Silber als zweitbestes deutsches Bier bei den World Beer Awards

Na, dann kann die Verkostung ja nur gut werden. Fange ich also an.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feste Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. Optisch ist das Bier perfekt.

Das Aroma ist hopfig-herb mit grasigen Noten. Aus dem Hintergrund steuert das Malz mit einem Geschmack nach Brotkrume eine angenehme Süße bei.

Der Antrunk ist für ein Pils recht süß, aber die angenehm feinperlige Kohlensäure versöhnt mich gleich wieder mit diesem Bier. Auf der Zunge kommt ein passendes Bitter dazu. Das Mundgefühl ich weich und rund. Der Abgang zeichnet sich durch ein freundliches Bitter mit einem leider recht kurzen Nachklang aus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt.

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

11,5° Plato

Bittereinheiten:

35 IBU

Brauerei:

Karlsberg Brauerei GmbH
Karlsbergstraße 62
66424 Homburg
www.karlsberg.de

Kärntener sind in Trauer – Bier-LKW verliert seine ganze Ladung

Vermutlich war der LKW zu schnell durch einen Kreisverkehr gefahren, so dass die Ladung verrutschte. Kurz darauf verlor der LKW der Brauunion im Norden von Wolfsberg seine gesamte Ladung. So weit ist das ein Unfall, wie er fast jede Woche irgendwo im deutschsprachigen Raum passiert. Nun sind die Österreicher aber große Bierliebhaber, mehr noch als die Deutschen. So wurde der Tod Hunderter Flaschen Bier betrauert, indem die Konsumenten aus Kärnten am Unfallort Kerzen und Kreuze aufstellten.

Die Kleine Zeitung schickte einen Reporter an die Unglückstelle und veröffentlichte auch zwei Bilder von dort. Aus diesem Artikel habe ich auch die Informationen für diesen Beitrag entnommen.