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Österreichs Post bringt bierige Briefmarke auf Bierdeckel

Gerade erreichte mich eine Pressemitteilung der österreichischen Post, die ich hier wiedergebe. Zum einen finde ich die Idee mit dem Bierdeckel wirklich charmant, aber auch die Beschreibung, was Bier ist, klingt so wunderbar bemüht, dass ich sie nicht in der Versenkung verschwinden lassen möchte. Hier aber die Mitteilung:

Porzellan, Klopapier, Skibelag, FFP2-Maske oder Dirndlstoff: Es gibt kaum ein Material, das die Österreichische Post noch nicht für Briefmarken verwendet hat. In diese Serie reiht sich nun die diesjährige technische Besonderheit: ein echter Bierdeckel in typischer Größe und mit abgerundeten Ecken. In der Mitte befindet sich eine heraustrennbare Briefmarke, die ganz normal zum Frankieren von Briefen verwendet werden kann. Der Bierdeckel selbst kann als herkömmlicher Untersetzer für Getränke verwendet werden.

Der Bierdeckel besteht aus echtem Holzschliffkarton mit einer Dicke von 1,4 Millimetern. Das Motiv zeigt ein schäumendes Glas Bier, das von Nährwertangaben umgeben ist. Einige Bläschen des Bierschaums auf der Vorderseite wurden zusätzlich mit einem speziellen, fühlbaren Relieflack veredelt. Der runde Sonderstempel ist in Form einer Bierkapsel gestaltet, in der Mitte steht „Bier hat’s in sich!“

Der Ersttag samt Sonderpostamt findet morgen, 10. Oktober, von 11:30 bis 19:00 Uhr auf der „Wiener Kaiser Wien“, Bundesländerhütte, im Wiener Prater statt.

Der von David Gruber gestaltete Bierdeckel bzw. Briefmarkenblock hat einen Nennwert von 3,50 Euro und erscheint in einer Auflage von 150.000 Stück. Der Bierdeckel ist ab sofort in allen Postfilialen, auf onlineshop.post.at sowie beim Sammler-Service der Österreichischen Post (Telefon: +43 577 67 – 95095; E-Mail: sammler-service@post.at) erhältlich.

Über Bierdeckel und Bier

Bis ins 19. Jahrhundert tranken die wohlhabenderen Leute ihr Bier aus schweren Krügen, die mit einem Deckel aus Zinn oder Silber versehen waren. Die ärmeren Leute benutzten Krüge ohne Deckel, als Untersetzer dienten damals Filze, die sogenannten Bierfilze. Wurde das Bier im Freien getrunken, legte man diese Filze über den Krug, damit keine Insekten in das Bier fallen konnten. Aus dieser Abdeckfunktion leitet sich der Name Bierdeckel ab. Ende des 19. Jahrhunderts wurden in Magdeburg die ersten Bierdeckel aus Karton gestanzt.

Bier ist ein traditionelles, jahrtausendealtes Getränk, das in Österreich mit einem Pro-Kopf-Konsum von rund 100 Litern pro Jahr besonders beliebt ist. Die Grundzutaten für Bier sind Wasser, Hopfen, Malz und Hefe, der Alkoholgehalt und der Geschmack variieren je nach Brauart und Biersorte. Der im Bier enthaltene Alkohol wirkt sich bei regelmäßigem und übermäßigem Konsum nachweislich negativ auf die Gesundheit aus, außerdem ist das Getränk sehr kalorienreich. Bier enthält aber auch Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Phosphor. Als Nährstofflieferant ist Bier jedoch nicht unbedingt zu empfehlen. Bier sollte wie jedes alkoholische Getränk nur in Maßen, verantwortungsbewusst und unter Beachtung des gesetzlichen Schutzalters genossen werden.

The Beer Buddies – Bio Pils

The Beer Buddies wurde 2014 von Andreas Weilhartner und Christian Semper mit Firmensitz in Linz gegründet. Die beiden Brauer machten damit ihr Hobby zum Beruf und wählten als Standort für ihre Brauerei ein landwirtschaftliches Gut in Tragwein. Nachdem die Beer Buddies als Hobbybrauer mit einem Brauset ihre ersten Brauversuche unternommen hatten, ließen sie sich in Tragwein im ehemaligen Waschhaus des Gutes ein gebrauchtes 250-Liter-Sudwerk einbauen, das zuvor bereits in zwei mittlerweile stillgelegten österreichischen Brauereien in Betrieb war und für den Einsatz in Gutau mit neuer Technik ausgerüstet wurde. Die Vergärung der Biere erfolgt in einem Raum hinter dem Sudhaus in zwei offenen Gärwannen je 500 Liter Kapazität, die Nachreifung wird durch vier 500-Liter Gärtanks gewährleistet.

Das Wasser der Brauerei stammt aus dem hauseigenen, 80 Meter tiefen Tiefbrunnen, der Hopfen stammt zum Großteil aus dem Mühlviertel. Des Weiteren bezieht die Brauerei ihr Malz zu 100% aus österreichischer Landwirtschaft.

So, nun ist es aber an der Zeit, die Flasche zu öffnen und mit der Verkostung zu beginnen.

Golden und mit leichter Hefetrübung strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber prangt eine feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch gibt es an diesem Bier nichts auszusetzen.

Das Bier duftet diskret nach Keksteig, zusammen mit den stiltypischen würzigen Noten des Hopfens.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine zurückhaltende Süße sowie eine angenehme Spritzigkeit aus. Auf der Zunge macht das Bier mit seiner freundlichen Bitteren einen frischen Eindruck. Das Mundgefühl ist schlank. In der Kehle wird die Bittere überraschend kräftig und sie klingt sehr lange nach.

Wer bittere Biere mag, wird dieses ungewöhnliche Pils lieben.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

The Beer Buddies GmbH
Rudigierstrasse 1
4020 Linz
Österreich
www.beerbuddies.at

30.09. Österreich feiert Brausilvester

Der Abschluss eines Braujahres ist Brausilvester – immer am 30. September, der Tag des österreichischen Bieres. Der Brauch, Brausilvester zu begehen, war auch in Deutschland verbreitet, ist jedoch in den letzten Jahren mehr und mehr in Vergessenheit geraten.

Der bierige Brauch hat seinen Ursprung im Mittelalter. Vor vielen hundert Jahren endete nämlich zu Brausilvester das Braujahr und das sommerliche Herstellungsverbot von Bier. Bevor Anton Dreher 1841 das Lagerbier erfand und damit ausgehend von Schwechat bei Wien, eine Revolution in der Braukunst auslöste, durfte Bier nur zwischen den Feiertagen zweier Heiliger, von Michaeli (29. September) bis Georgi (23. April), gebraut werden. Im Früh- und Hochsommer hätten die hohen Temperaturen dem wärmeempfindlichen Bier zu stark zugesetzt. Drehers Lagerbier war das erste Bier der Welt, das ganzjährig genossen werden konnte. Es trat von Österreich aus seinen globalen Siegeszug an und ist heute der meistgenossene Bierstil weltweit.

Österreich ist Vorreiter der Bierkultur

Mit aktuell ca. 4.600 Bier-Jungsommeliers, Biersommeliers und Diplom-Biersommeliers ist Österreich weltweiter Spitzenreiter in Sachen Bier-Wissen und Bierkultur. In keinem Land sonst gibt es so viele ausgewiesene Bier-Expertinnen und -Experten. „Der Verband der Brauereien hat bereits 2006 das erfolgreiche Ausbildungsprogramm zum zertifizierten Biersommelier gestartet. Und dieses ist mittlerweile zum Vorbild für viele Länder geworden“, erklärt Florian Berger, Geschäftsführer des Verbands der Brauereien Österreichs.

Guter Vorsatz für das neue (Brau-)Jahr – Biersommeliers – Go for Gold!

Im neuen Braujahr wird die 8. Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier über die Bühne gehen. Österreichs Biersommeliers zählen zweifelsohne zu den Titelanwärtern. In München werden sich die zehn besten Biersommeliers des Landes der großen internationalen Konkurrenz stellen.

Bevor sich das österreichische Nationalteam in knapp einem Jahr mit der hochkarätigen internationalen Konkurrenz misst, wird in Trainingscamps an der Perfektion gefeilt. Fachliche sensorische Übungen stehen dabei ebenso auf dem Programm wie der richtige Einsatz von Rhetorik, Mimik und Gestik. Dadurch soll der Weltmeister-Titel nach 2009 (Karl Schiffner) wieder nach Österreich geholt und damit die „Mission25“ erfüllt werden. „Die Qualitätsdichte an der Weltspitze ist sehr eng. Um da mitzumischen und möglichst viele Österreicher ins Halb- bzw. Finale zu bekommen, ist eine umfassende Vorbereitung unabdingbar“, ist Staatsmeister Oliver Klamminger selbstbewusst.

Erntedank: Wasser, Hopfen und Malz für österreichisches Bier

„Im September wird das frische Braugetreide und der Hopfen eingefahren, die Rohstoffe für die neue Brausaison. Heimische Bierbrauer setzen hochqualitative Rohstoffe – bevorzugt aus der Region – ein. Das ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Bier aus Österreich“, weiß Karl Schwarz, Obmann des Verbands der Brauereien.

Die ca. 350 Brauereien in Österreich – von kleinen Haus-Brauereien bis hin zu großen traditionsreichen Unternehmen – legen großen Wert auf die Verwendung hochwertiger und regionaler Zutaten. Das Wasser, mengenmäßiger Hauptbestandteil des Bieres, stammt häufig aus eigenen Quellen und ist für seine Reinheit bekannt. Auch Malz und Hopfen werden möglichst aus regionalen Anbaugebieten bezogen.

Der in Österreich auf 280 Hektar angebaute Hopfen wird beispielsweise ausschließlich zum Bier-Brauen eingesetzt – der Anbau erfolgt zum überwiegenden Teil in Form von Vertragslandwirtschaft, d.h. die Bauern bzw. bäuerliche Genossenschaften kontrahieren direkt mit Brauereien.

„Die heimische Brauwirtschaft ist sehr stolz darauf, Rohstoffe in bester Qualität zum guten Teil aus eigener Landwirtschaft einsetzen zu können“, so Karl Schwarz. Dennoch wird es künftig nicht einfacher, den Eigenversorgungsgrad zu halten bzw. zu steigern – steht doch vor allem die Braugerste „auch im wirtschaftlichen Wettbewerb zu anderen Feldfrüchten“, daneben machen die langen Hitzeperioden sowohl Hopfen als auch Gerste „zu schaffen.“ Regionale Anbau-Initiativen werden daher forciert, die Bereitschaft zur Überzahlung für Rohstoffe aus Österreich der heimischen Brauwirtschaft ist gegeben. Darüber hinaus wird intensiv an Sorten geforscht, die mit Hitze besser umgehen können. „Die Bemühungen der Brauwirtschaft, Rohstoffe vermehrt aus der Region zu beziehen, sind vorhanden“, so Schwarz.

Stiegl – Bio-Bock

Nach langer Zeit steht mal wieder ein Bier von einer Brauerei vor mir, die Mitglied bei den Freien Brauern ist. Es handelt sich um das Bio-Bockbier aus der Brauerei Stiegl in Salzburg. Obwohl die Brauerei direkt an der Grenze nach Deutschland liegt, sind die Biere aus Salzburg in Deutschland nur sehr selten zu finden. Ich habe mir den Bock mitgebracht, als ich als Juror bei der Austrian Beer Challenge war. Die Biere, die ich bislang von Stiegl verkostet habe, haben mir alle recht gut gefallen, so dass ich bei diesem Bier auf das gleiche Ergebnis hoffe. Ich bin nur gespannt, was mich erwartet. Auf dem Etikett ist nicht angegeben, ob die Flasche einen dunklen oder einen hellen Bock enthält.

Eine Besonderheit fällt mir aber bereits jetzt auf, bevor ich die Flasche öffne. Obwohl der Verschluss wie ein Kronkorken aussieht, handelt es sich um einen Drehverschluss. Der Flaschenöffner kann also in der Schublade bleiben. Etwas schade finde ich, dass die 0,33 l-Flasche den Schriftzug Stiegl trägt. Das sieht zwar recht gut aus, führt aber dazu, dass ich die Flasche im deutschen Handel nicht zur erneuten Verfüllung abgeben kann und daher im Altglas entsorgen muss.

Orangefarben strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feinporige Schaumkrone ist recht klein, bleibt aber lange erhalten. Damit macht der Bio-Bock optisch schon mal eine gute Figur.

Das Bier duftet stiltypisch nach Brotkrume, Karamell und Honig. Abgerundet wird das Aroma durch einige würzige Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine überraschende Spritzigkeit sowie eine angenehme Malzsüße aus. Bereits auf der Zungenspitze kommen die würzigen Aromen zum Tragen. Ala sich das Bier auf der Zunge verteilt kommt eine überraschend kräftige Hopfenbittere zum Vorschein. Dabei ist das Mundgefühl samtweich und trotzdem frisch. Jetzt würde ich mir ein Wildschweingulasch zum Bier wünschen, aber auch manche Trockenfrüchte könnte ich mir zum Bio-Bock von Stiegl vorstellen. In der Kehle überrascht mich das Bier dann noch einmal, denn dort ist es überraschen mild und wärmend.

Noch eine Bemerkung zum Schluss: auch wenn die Brauerei mitteilt, dass der Bio-Bock nur von Oktober bis Dezember erhältlich ist, habe ich ihn doch noch Anfang Juni bei Billa in Linz im Regal gefunden.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Stammwürze:

16,5° Plato

Farbe:

12 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

Stieglbrauerei
Kendlerstraße 1
5017 Salzburg
Österreich
www.stiegl.at

Stiegl – Hell

Wer schon einmal in einem österreichischen Supermarkt vor dem Bierregal gestanden hat, kennt vermutlich die Brauerei Stiegl oder zumindest ihren Namen. Die Stieglbrauerei zu Salzburg wurde 1492 gegründet und ist damit eine der ältesten Brauereien Österreichs. Und wer schon einmal ein Bier aus der Brauerei Stiegl getrunken hat, weiß, dass diese Brauerei auf Qualität und Tradition achtet. Damit hat sie sich einen festen Platz in der österreichischen Bierlandschaft erarbeitet. Jetzt steht das Helle der Salzburger vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Golden und glanzfein präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt sehr lange erhalten.

Das Aroma ist malzbetont nach Brotkrume, abgerundet durch leichte würzige Düften und Kräuternoten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine verhaltene Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Dazu kommt eine leichte Bittere, die aber immer dem brotigen Geschmack des Malzes den Vortritt lässt. Das Mundgefühl ist weich und insgesamt ist das Helle von Stiegl angenehm süffig. In der Kehle wird das Bier trockener und bleibt weiterhin mild.

Das Stiegl Hell ist ein schönes Bier für den Biergarten oder am See.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Stammwürze:

11° Plato

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Stieglbrauerei zu Salzburg GmbH
Kendlerstraße 1
5017 Salzburg
Österreich
www.stiegl.at

Hofstettner ist Österreichs „Brauerei des Jahres 2024“

Bei der feierlichen Preisverleihung zur Austrian Beer Challenge (ABC) 2024 wurden Freitag (21. Juni 2024) die Ergebnisse der 20. Staatsmeisterschaft der Biere verkündet und die Staatsmeistertitel an die besten gewerblichen Brauereien und die besten Hobbybrauer:innen im Bierland Österreich verliehen.

Mit insgesamt zwei Staatsmeistertiteln und zwei Silbermedaillen darf sich die Brauerei Hofstetten aus St. Martin im Mühlkreis „Brauerei des Jahres 2024“ nennen. Eigentümer und Braumeister Peter Krammer ließ sich durch seinen Sohn und Brauer in 6. Generation Erik Krammer dabei vertreten, die Urkunde des prestigeträchtigen Titels im Rahmen der ABC Biergala im Hörsaal der Linzer Brauerei entgegenzunehmen und den Sieg vor Ort gebührend zu feiern.

Florian Javernik ist erst kürzlich ins Brauereigewerbe eingestiegen, nachdem er sieben Jahre lang als Hobbybrauer auch bei der ABC bereits Erfolge verzeichnete. Heuer gelang es ihm mit Flos Black das „Bier des Jahres 2024“ zu brauen. Dass ein dunkles Lager zum „Best of Show“, also zum überzeugendsten Bier aller 20 Kategoriesieger gekürt wird, ist alles andere als selbstverständlich, handelt es sich doch um einen oft unterschätzten Bierstil unter den traditionell heimischen Sorten.

So wie die Staatsmeisterschaft zu ihrem 20. Jubiläum in das Bundesland ihres Ursprungs zurückkehrte, so dominieren auch die oberösterreichischen Brauereien die diesjährige ABC mit 6 Staatsmeistertiteln und insgesamt 19 Stockerlplätzen. Niederösterreich folgt im Ranking der Top-3-Platzierungen (14) vor Wien (8), Kärnten (5), Burgenland (4), Salzburg, Steiermark sowie Vorarlberg (je 3) und Tirol (2).

„Erstmals können wir Brauereien aus jedem Bundesland auszeichnen. Das zeugt einerseits von einer flächendeckend hohen Bierqualität im ganzen Land, andererseits auch von der großen Akzeptanz der Austrian Beer Challenge als erste und einzige Staatsmeisterschaft der Brauereien. Mit 716 eingereichten Bieren ist es zudem die Erfolgreichste in den über 20 Jahren ihres Bestehens.“ zieht Langzeit-ABC-Organisationsleiter Jörg Prähauser Bilanz.

Unter den Hobbybrauern dominierte die Privatbrauerei Kremmel aus Lustenau/Vorarlberg mit insgesamt sechs Platzierungen und drei Staatsmeistertiteln. Damit holte sich Florian Kremmel den begehrten Titel „Hobbybrauer des Jahres“ nach denselben Erfolgen der Jahre 2021 und 2022 nun wieder zurück. Doch damit nicht genug. Florian Kremmels Staatsmeisterbier LEO wurde in der Finalrunde der Blindverkostung von 10 Juroren zum „Best of Show“ unter den Hobbybrauerbieren gewählt. Wie schon bei den gewerblichen Brauereien ist auch das beste Hobbybier ein dunkles Lager. Dieser Doppelerfolg ist umso beachtlicher, gewinnt die Privatbrauerei Kremmel die meisten Preise mit untergärigen Bieren, was gerade in der Hobbybrauerklasse einen Perfektionsanspruch an absolut fehlerfreie Brauprozesse erfordert.

Beim seit letztem Jahr im Rahmen der ABC und in Kooperation mit der Beer Tasting App durchgeführten Community Award, nahmen rund 4.000 Tester aus ganz Österreich teil. Auf ihren Handys und Tablets bewerteten die Bierkonsumenten über mehrere Wochen ein anonymisiertes Probierpaket heller, untergäriger, klassisch österreichische Biere. Als Sieger ging das Stiegl Goldbräu hervor. Danach reihten sich Geigenseer Edelsud Helles und Zipfer Urtyp unter die Publikumsfavoriten.

Ein Erfolg auf organisatorischer Seite war die erstmalige Definition des Bierstils Österreichisches Märzen in Anlehnung an die internationalen Standards der BJCP*-Sortenrichtlinien durch Fachbuchautor Hubert Hanghofer mit Unterstützung mehrerer Kapazunder der heimischen Bierbranche.

Hintergrundinformation:

Alle Biere, die in knapp 120 international anerkannten BJCP*-Sortenrichtlinien zur ABC eingereicht werden können, wurden für die ABC 2024 thematisch in insgesamt 20 Kategorien gruppiert. Der Staatsmeistertitel sowie die zweit- und drittplatzierten Preisträger wurden in eben diesen 20 Kategorien ermittelt. Das BierIG-Qualitätssiegel 2024 wurde weiteren 57 kommerziell erhältlichen und 56 Hobbybrauer-Bieren verliehen, die es mit einer Mindestpunkteanzahl ins Finale geschafft haben. Mit 312 Bieren von gewerblichen Brauereien und 404 Hobbybrauerbieren wurden heuer insgesamt 716 Biere zur Teilnahme an der ABC angemeldet, was zum 20. Jubiläum der Staatsmeisterschaft der Brauereien & Hobbybrauer einen allzeit Rekord an teilnehmenden Bieren entspricht.

Der ABC Verkostungswettbewerb fand von 31. Mai bis 2. Juni 2024 im Hörsaal der Linzer Brauerei statt. Die Austrian Beer Challenge ist Österreichs erste und einzige Bier-Staatsmeisterschaft und der Maßstab für heimische Bierqualität. Bei der gänzlich unabhängigen Blindverkostung verkosteten in diesem Jahr insgesamt mehr als 100 Juroren einer hochkarätig besetzten national (60 %) und international (40 %) besetzten Jury.

Die ABC ist die wichtigste Veranstaltung des Vereins BierIG, Interessengemeinschaft der Bierkonsumenten, der sich bereits seit seiner Gründung im Jahr 2002 für Biervielfalt und -kultur in Österreich einsetzt und die Staatsmeisterschaft ausschließlich mit Unterstützung ehrenamtlich tätiger Vereinsmitglieder organisiert.

Weitere Informationen zur Austrian Beer Challenge und Preisverleihung samt Bildern und einer kompletten Liste der Preisträger finden sich unter www.austrianbeerchallenge.at

*BJCP: Beer Judge Certification Program, Inc. ist eine weltweit agierende Organisation für die Zertifikation von Juroren für Bier und verwandte, vergorene Produkte. Die von der BJCP definierten und beschriebene Bierstile dienen zahlreichen Meisterschaften und Wettbewerbe weltweit als Beurteilungsbasis.

Österreich: Oliver Klamminger ist neuer Biersommelier-Staatsmeister

Am 31. Mai 2024 ging in Linz die 6. Österreichische Biersommelier-Staatsmeisterschaft über die Bühne. Nach langem Wettstreit und spannendem Finale kürte eine hochkarätig besetzte Fachjury Oliver Klamminger aus Salzburg zum neuen Biersommelier-Staatsmeister. Parallel dazu qualifizierten sich die besten Zehn für das Österreichische Nationalteam – sie werden für das Bierland Österreich bei der 8. Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier (München, Sep. 2025) ins Rennen gehen.

Das Bierland Österreich feiert seinen neuen Staatsmeister! Bereits zum sechsten Mal stellten Österreichs Biersommelièren und Biersommeliers unter Vorsitz des Verbands der Brauereien Österreichs bei anspruchsvollen theoretischen sowie sensorischen Prüfungen unter der organisatorischen Leitung der Doemens Genussakademie (https://doemens.org/) aus Gräfelfing, Deutschland, mit ideeller Unterstützung des Verbands der Diplom Biersommeliers ihr Können unter Beweis. Im großen Finale stellten die Besten ein ihnen unbekanntes Bier einem bieraffinen Publikum im Rahmen der Austrian Beer Challenge vor.

Aus dreißig Teilnehmerinnen und Teilnehmern setzte sich am Ende Oliver Klamminger gegen die starke Konkurrenz durch. Der Salzburger zeigte sich fachlich äußerst souverän und bot eine eloquente Performance auf der Bühne. „Das Ziel war wieder die Top-10 zu erreichen, dass es Platz Eins wurde, ist absolut unerwartet, überraschend aber absolut überragend. Sich gegen die besten Sommeliers Österreichs und diese enorme Qualitätsdichte durchzusetzen ist unbeschreiblich. Ich möchte mich bei meiner Frau bedanken, die mir im Vorfeld so professionell Trainingsbiere eingeschenkt hat und natürlich bei allen Freunden aus der Bierszene, bei denen ich über die Jahre so viel lernen durfte. Bier steht für mich für absolute Leidenschaft, Genuss und pure Emotion – genau diese Attribute haben mich in den letzten Jahren angetrieben.“, so der frischgebackene Staatsmeister. Den zweiten Platz errang Karl Zuser, jun. (OÖ), gefolgt von Julian Selinger (Stmk.).

Biersommelier-WM 2025 in Deutschland

Für die besten zehn Biersommeliers, darunter eine Frau, heißt es im nächsten Jahr die Koffer zu packen. Es geht im September nach München zur 8. Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier, die im Rahmen der drinktec, Weltleitmesse für die Brau- und Getränkeindustrie, stattfinden wird. „Darauf freuen wir uns schon sehr. Schließlich treten wir nächstes Jahr mit der Crème de la Crème des Biersommelierwesens an“, so Karl Schwarz, Obmann des Brauereiverbandes. „Doch zuallererst möchte ich Oliver Klamminger – sowie dem ganzen Nationalteam – herzlich gratulieren!“

Österreich ist ein Vorreiter der Bierkultur

Mit aktuell ca. 4.600 Bier-Jungsommeliers, Biersommeliers und Diplom-Biersommeliers ist Österreich weltweiter Spitzenreiter in Sachen Bier-Wissen und Bierkultur. Nirgendwo sonst gibt es so viele ausgewiesene Bier-Expertinnen und Bier-Experten. „Der Verband der Brauereien hat bereits 2006 das erfolgreiche Ausbildungsprogramm zum zertifizierten Biersommelier gestartet. Und dieses ist mittlerweile zum Vorbild für viele weitere Länder geworden“, erklärt Florian Berger, Geschäftsführer des Brauereiverbands, abschließend.

Das Österreichische Nationalteam: (in alphabetischer Reihenfolge)

  • Reinhard Feigl, Wien; IT-Projektleiter, Wanderbrauer
  • Ursula Huber-Kainz, Niederösterreich; Restauratorin von Holzobjekten, International Beer Judge
  • Franz Jirovec, Wien; Systemadministrator
  • Clemens Kainradl, Burgenland; Manufakturbier-Händler
  • Johannes Keller, Wien; IT
  • Oliver Klamminger, Salzburg; Marketingassistent, Gründer/CEO BierOK
  • Markus Rüf, Vorarlberg; IT-Applikationsberater
  • Martin Seidl, Oberösterreich; Bierbrauer, Autor „111 Biere aus Österreich, die man getrunken haben muss“
  • Julian Selinger, Steiermark; wissenschaftlicher Mitarbeiter TU Graz
  • Karl Zuser, Oberösterreich; BierWirt, Hotelier

Die Fachjury: (in alphabetischer Reihenfolge)

  • Mag. Florian Berger, Geschäftsführer Verband der Brauereien Österreichs
  • DI Nicola Buchner, diplomierte Biersommelière, Geschäftsführerin Verband der Diplom Biersommelier
  • Anton Gallistl, vielfach prämierter Biergastronom,
  • Pöstlingberg Schlössl
  • Mag. Dr. Gabriela Maria Straka, EMBA, diplomierte Biersommelière,Director Corporate Affairs & ESG Sustainability Brau Union
  • Dr. Michael Zepf, Mitglied der Doemens-Geschäftsleitung, Leiter der Doemens Genussakademie und verantwortlich für die internationale Biersommelier-Ausbildung

Heute ist der Tag der Sonne

Der Tag der Sonne am 3. Mai wurde von den Vereinten Nationen bereits 1978 ins Leben gerufen, um auf die fundamentale Bedeutung der Sonne für die Menschen und das Leben auf diesem Planeten hinzuweisen – auch die Energieversorgung ist ein großes Thema, das hier einen Schwerpunkt findet. Aber auch zur Lebensenergie jedes und jeder Einzelnen trägt sie positiv bei.

Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & ESG Sustainability bei der Brau Union Österreich, meint: “Die Sonne spielt im bierigen Kontext viele verschiedene Rollen. Sie bringt uns in vielen unserer Brauereistandorte nachhaltige Energie von oben – wofür etwa die Brauerei Göss mit dem IEA SHC Solar Award ausgezeichnet wurde. Sie läutet aber in den warmen Monaten auch ein anderes Lebensgefühl und Lebensfreude ein, die z. B. in den Gastgärten oder an den privaten Grillern des Landes gerne mit Bier zelebriert werden. Nicht umsonst ist gutes Wetter und Sonnenschein eine der stärksten Kräfte in der Bierbranche, wenn es um den Konsum geht.“

Sonne als Energiequelle: Vielfältiger Einsatz an den Standorten der Brau Union Österreich

Tatsächlich lassen sich die „sonnigen“ Energieprojekte in den Brauereien des Landes durchaus sehen: In der Brauerei Göss ist bereits seit 2013 eine Solaranlage in Größe eines Drittel Fußballfeldes in Betrieb – als Teil eines nachhaltigen Energiemix. In der Brauerei Puntigam wurde Ende 2020 eine stattliche Photovoltaikanlage auf 7.000 Quadratmetern installiert. Mit Sonnenergie aus dieser Anlage können 565 private Haushalte versorgt werden – 3.156 Module wurden auf einer Gesamtdachfläche von rund 14.000 Quadratmetern verbaut. Durch Erweiterung werden weitere 300.000 kWh/Jahr erzeugt und direkt in der Brauerei für Produktion und Abfüllung des Bieres verwendet. Die Brauerei Schleppe in Klagenfurt hat 2021 auf einem Hallendach eine PV-Anlage in Betrieb genommen und erzeugt damit rund 170.000 kWh Strom, der zur Gänze von der Brauerei genutzt wird. Im niederösterreichischen Wieselburg wurde 2021 ebenfalls eine PV-Anlage auf einer Dachfläche von 3.200 Quadratmetern in Betrieb genommen.

Die Sonne lockt in die Biergärten: von 40 Prozent ungeduldig erwartet

Die Sonne respektive das Wetter ist auch ein respektabler Einflussfaktor, wenn es um den Biergenuss geht. Laut der repräsentativen Studie zum aktuellen Bierkulturbericht trinken 44 Prozent der Österreicher mehr Bier in den warmen Monaten. 50 Prozent sind überzeugt, dass Bier im Sommer erfrischender schmeckt als im Winter, 40 Prozent freuen sich jedes Jahr explizit auf die ersten warmen Tage und das Öffnen der Biergärten. Männer mit 45 Prozent übrigens deutlich mehr als Frauen (36 Prozent). Radler wird – wenig überraschend – übrigens besonders gerne im Sommer getrunken, wie 30 Prozent der Befragten zu Protokoll gaben. Mehr dazu ist nachzulesen im Bierkulturbericht 2023, online unter: www.brauunion.at/bierkultur.

Conrad Seidls „Bier Guide 2024“ feiert ein Vierteljahrhundert Österreichischer Bierkultur

Der österreichische Bier Guide, der vor 25 Jahren als dünnes Adressbuch begonnen hat, hat sich als verlässlicher Wegweiser zu den besten Bierlokalen, den interessantesten Brauereien und den innovativsten Bieren des Landes etabliert. Bierpapst Conrad Seidl, der soeben die 25. Ausgabe des Bier Guide fertiggestellt hat: „Das Bierland Österreich hat eine sehr ausgeprägte Bierkultur mit wenigen großen und vielen kleinen Brauereien. Es gibt vier Dutzend Top-Lokale, die überall auf der Welt beste Figur machen würden – aber diese Qualität stützt sich auf eine Basis von Lokalen nationaler und regionaler Bedeutung. Und es gibt viele Bierlokale, die vielleicht auf den ersten Blick nicht besonders, nicht fein herausgeputzt wirken – und dennoch unverzichtbar für die österreichische Bierszene sind.“

Diese Szene wurde vom Bier Guide während eines Vierteljahrhunderts immer wieder neu vermessen – und ein wenig hat das wohl auch zu ihrer Entwicklung beigetragen. „Das hat auch damit zu tun, dass die Gäste heute viel mehr Verständnis für Bierkultur haben als noch zu Beginn des Jahrhunderts – denn alle die Bemühungen von Brauern und Wirten können nur fruchten, wenn das Publikum den Aufwand auch zu schätzen weiß“, sagt der Bierpapst. Dass die Bierfreunde heute kritischer geworden sind und den Wirten und Brauern mehr abverlangen, hält er für eine erstrebenswerte Entwicklung.

49 Lokale wurden in der Jubiläumsausgabe des Bier Guide mit „Fünf Krügel“ ausgezeichnet. In diesen Betrieben kann man eine internationale Bierkultur erwarten, die sich mit dem „In de Wildeman“ in Amsterdam, dem „Toronado“ in San Francisco, der „Belmont Station“ in Portland oder dem „Il Santo Bevitore“ in Venedig messen können.

Seidl: „Alle rund 1100 Lokale im Bier Guide sind empfehlenswert – aber die Einstufung reflektiert, was man zu erwarten hat: Die etwa 320 Lokale mit drei Krügeln sind gute Repräsentanten einer spezifischen Bierkultur, die 117 Lokale mit vier Krügeln stehen für eine österreichweite Bedeutung und die 49 Lokale mit fünf Krügeln können eine internationale Bedeutung für sich beanspruchen. Das heißt auch: Ein mit drei Krügeln ausgezeichneter Betrieb ist nicht schlechter als einer mit fünf Krügeln – er steht aber für eine andere Interpretation von Bierkultur.“

Ein Bier für 25 Jahre

Zur Feier der ersten 25 Jahre des Bier Guide gibt es auch ein eigenes Bier – und zwar eines, das darauf angelegt ist, 25 Jahre zu reifen. Der Hofstettner Braumeister Peter Krammer hat mit Bierpapst Conrad Seidl an einer Cuvée aus zwei verschiedenen Starkbieren getüftelt und ein Starkbier kreiert, das bis 2049 in der Flasche reifen kann. Vorausgesetzt, jemand bringt so viel Geduld auf. Und wenn nicht? Dann schmeckt das Bier auch frisch: „Dieses leuchtend-rotbraune Bier lässt an Walnüsse und Haselnusskuchen denken, wenn man daran riecht. Der Antrunk ist voll und süß, lässt bereits alkoholische Wärme erahnen. Im vollen Trunk merkt man Töne von Röstmalz, Kakao und Schokolade, im Nachtrunk gibt es einen herb-fruchtigen Ton, etwa wie bei einem englischen Christmas-Pudding“, heißt es in den Verkostungsnotizen.

Wie gewohnt finden sich aber auch zwei Dutzend weitere Bier-Innovationen im aktuellen Bier Guide 2024. Darunter der Almrausch aus dem Biergut Wildshut, das aus einem Kunstprojekt hervorgegangene Åndas aus der Brauerei Schloss Eggenberg, ein Bio-Bier aus Göss oder auch eine Gose aus dem Stift Schlägl. Ganz neu ist ein mit der neuen Hopfensorte Ahhhroma (sie schreibt sich wirklich mit dreifachem „h“) gebrautes Ale der 1516 Brewing Company, das mit Milchzucker versetzte Kuh Brew von Bierol oder das Walnussbier der Bierbotschaft Herzog.

Bier Guide 2024: Der Reiseführer zur Bierkultur

In seiner Jubiläumsausgabe stellt der Bier Guide auf 452 Seiten die wichtigsten Bierinnovationen vor, zudem die Besichtigungs- und Ab-Hof-Verkaufsangebote der Brauereiszene und natürlich wieder mehr als 1100 Bierlokale.

Wer auch zwischendurch auf dem Laufenden bleiben will, dem empfiehlt Conrad Seidl den zum Bier Guide passenden Newsletter, in dem er und sein Team über Neuerungen in der Bierszene berichten. Bestellen kann man diesen Newsletter unter: https://medianet.at/news/newsletter.

Lokalbewertungen auch online

Alle Lokaltipps des Bier Guide sind auch online abrufbar: Die Webpräsenz www.bier-guide.net ermöglicht sogar eine Suche, wo man in der Nähe ein bestimmtes Bier gut gezapft finden kann. Und: Wer mit dem Smartphone unterwegs ist, findet sein Lieblingsbier und seine Lieblingsbrauerei unkompliziert mit einer eigenen App (erhältlich für iOS und Android).

Die Top-Bierlokale

Der Bier Guide 2024 will Biertrinkern dazu verhelfen, Biergenießer zu werden – mit besten Empfehlungen der in den vergangenen Monaten besonders aufgefallenen Betriebe aus allen Bundesländern.

Und das sind die Top-Empfehlungen 2024:

Bierlokal des Jahres im Burgenland         The Bar Güssing

Bierlokal des Jahres in der Steiermark    Cafe im Schwammerlturm           Leoben

Bierlokal des Jahres in Kärnten  The 1st Steakhouse       St Veit / Glan

Bierlokal des Jahres in Niederösterreich               Bärenstuben     Matzen

Bierlokal des Jahres in Oberösterreich   ° Plato Craft Bier Bar       Linz

Bierlokal des Jahres in Salzburg Bräustüberl Schwarzach               Schwarzach

Bierlokal des Jahres in Tirol         Bierfabrik            Innsbruck

Bierlokal des Jahres in Vorarlberg            Sterna  Zwischenwasser

Bierlokal des Jahres in Wien       Gleisgarten        Wien

Biergarten des Jahres    Waldviertler Hof              Wien

Biergeschäft des Jahres Rampenverkauf der Frastanzer Brauerei              Frastanz

Bierrestaurant des Jahres            Door No 8           Wien

Bierinitiative des Jahres Publikumsvoting der Austrian Beer Challenge    Salzburg/Wien

Microbrauerei des Jahres            Enkidu  Wien

Technische Details zum Buch

Conrad Seidls  Bier Guide 2024

Umfang:               452 Seiten

Auflage:               20.500 Stück

ISBN:                   ISBN: 978-3-903254-72-5

Preis:                   € 19,90   

Verlag:                medianet Verlag AG

Brehmstr. 10/ 4

1110 Wien

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Stiegl – Paracelsus Bio-Zwickl

Das schlicht gehaltene Etikett zeigt außer dem Logo von Stiegl vor Allem den Namen des Bieres an.Die Stiegl Privatbrauerei ist eine traditionsreiche Brauerei in Salzburg, Österreich. Bereits seit 1492 werden dort Biere gebraut. Neben den Standardbieren bringt die Brauerei auch regelmäßig Sondersude auf den Markt. Eigentlich schade, dass die Brauerei ihre Biere nur an den Handel in Österreich ausliefert. Die Brauerei ist bis heute ein österreichisches Familienunternehmen. Die Stiegl-Brauerei ist eine von nur vier Brauereien in Österreich, die mit dem Slow Brewing-Siegel ausgezeichnet wurde. Obwohl die Salzburger Biere in Deutschland nur schwer erhältlich sind, steht jetzt das Bio-Zwickl vor mir zur Verköstigung.

Orangefarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Flas. Darüber prangt eine feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier schon mal eine gute Figur.

Das Bier duftet nach Biskuitteig, abgerundet mit floralen Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch seine verhaltene Süße aus. Dabei sorgt die kräftige Kohlensäure für eine tolle Spritzigkeit. Karamell, das von einer leichten Bitteren begleitet wird, herrscht auf der Zunge vor. Das Mundgefühl ist angenehm weich und voll. Auch in der Kehle ist die Bittere nur dezent zu schmecken, klingt aber einige Zeit nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Laufener Landweizenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol,

Stammwürze:

12,0° Plato

Bittereinheiten:

17 IBU

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Stieglbrauerei
Kendlerstraße 1
5017 Salzburg
www.stiegl.at