Schlagwort-Archiv: Bockbier

Autenrieder Leonhardi-Bock

Dieses Bier ist nach dem Vater des Senior Chefs der Autenrieder Brauerei benannt, nach Leonhard Feuchtmayr. Bei der Entwicklung dieses Bieres haben sich die Brauer viel Mühe gegeben, so dass das Bier mehrfach ausgezeichnet wurde, zuletzt im Jahr 2020 beim European Beer Star mit Gold. Eine Besonderheit fällt mir bereits vor dem Öffnen der Flasche ins Auge: Der Kronkorken ist bei diesem Bier nicht mit dem Brauereilogo bedruckt, sondern er zeigt die Information an, dass beim Brauen dieses Bieres ausschließlich Doldenhopfen zum Einsatz gekommen ist. Das ist heutzutage eher eine Seltenheit, bei manchen Brauereien erlaubt sogar die Technik den Einsatz von Doldenhopfen nicht, so dass Pellets zum Einsatz kommen müssen.

Schwarzrot präsentiert sich das Bockbier im Glas. Darüber steht eine elfenbeinfarbene sahnige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Damit macht die Optik schon mal einen sehr eleganten Eindruck.

Das Aroma passt zur Optik: Düfte nach dunkler Schokolade und Kaffee verbinden sich mit dem Duft nach Rosinen und mit Sherrynoten zu einem eindrucksvollen Ensemble.

Der Antrunk weist die stiltypische Süße auf und die Kohlensäure ist zwar feinperlig, aber trotzdem kräftig. Auf der Zunge dominiert die Schokolade, aber auch die anderen Aromen spiegeln sich hier wider. Der Alkohol ist sehr gut eingearbeitet und auf die Süße abgetimmt. Auf diese Weise entsteht ein volles und samtiges Mundgefühl. Der Abgang ist röstig-mild mit langem Nachklang.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

7,7 % Vol.

Stammwürze:

18,5° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

10° – 12° Celsius

Brauerei:

Schlossbrauerei Autenried GmbH
Bräuhausstr. 2
89335 Ichenhausen-Autenried
www.autenrieder.de


 

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Gold Ochsen – Ulmer Rotbock

Bereits seit dem frühen Mittelalter wird in Nürnberg Rotbier gebraut. Ich hatte schon immer den Verdacht, dass es sich dabei um einen roten Bock handelt, aber wenn ich einen Brauer aus Nürnberg danach gefragt habe, wurde diese Frage immer vehement verneint. Die dortigen Brauer legen absolut Wert auf die Feststellung, dass es sich beim Rotbier um einen eigenständigen Bierstil handelt. Jetzt habe ich die Bestätigung für meine Annahme erhalten – allerdings nicht aus Nürnberg, sondern aus Ulm. Die dortige Brauerei Gold Ochsen hat als Jahrgangsbier 2021 einen Rotbock kreiert, den Sie ausdrücklich in die Tradition des Rotbiers aus Nürnberg stellen.

Rubinrot und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die cremefarbige gemischtporige Schaumkrone bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Das Bier duftet stiltypisch intensiv nach Karamell, dazu einige würzige Noten und Pinie. Abgerundet wird das Aroma durch einige Zitrusnoten und roten Johannisbeeren sowie einem Duft, der an Gras erinnert. Dabei ordnen sich dem Karamellduft alle anderen Aromen unter.

Der Antrunk ist kraftig und süß mit der passenden Menge Kohlensäure. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten. Dazu kommt ein leichte aber deutliches Bitter. Das Mundgefühl ist schwer, fast dickflüssig. Dabei ist das Bier sehr schön ausgewogen. Im Abgang wird das Bier etwas trockener, ohne dass das Bitter zu sehr in den Vordergrund tritt. Der Geschmack klingt noch lange nach.

Das Bier ist sehr intensiv. Es eignet sich daher nicht, um es nebenbei zu trinken. Es ist aber ein perfekter Begleiter zu einem Dessert, beispielsweise zu einer Bayrisch Creme oder einer Mousse au Chocolat.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen (Tettnanger, Rottenburger, Petit Blanc, Perle)

Alkoholgehalt:

7,2 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Gold Ochsen GmbH
Veitsbrunnenweg 3-8
89073 Ulm
www.goldochsen.de

Altenburger Bock

Aus Thüringen stammt das Bockbier, das jetzt vor mir steht. Dass dort nicht nur Bratwurst hergestellt werden kann, hat die Brauerei im Jahr 2019 bewiesen, als sie bei den World Beer Awards für das Bier die Bonzemedaille erhalten hat. Dann sollte ich mich mit diesem Bier doch vermutlich auch anfreunden können.

Bernsteinfarben und geltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber rängt eine durchschnittlich große sahnige Schaumkrone mit leichtem Gelbstich, die lange erhalten bleibt. An der Optik des Altenburger Bock gibt es zumindes nichts auszusetzen.

Das Aroma ist malzbetont. Düfte nach frischem Brot, nach gerösteten Nüssen und Waldhonig steigen mir in die Nase, abgerundet durch einige blumige Hopfennoten.

Der Antrunk ist stiltypisch süß und deckt auf, dass das Bier vergleichsweise wenig seiner feinperlenden Kohlensäure enthält. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten, wo die Aromen sich spiegeln. Jetzt gesellt sich ein leichtes Bitter dazu. Das Mundgefühl ist weich und halbwegs schwer. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger, bleibt dabei aber trotzdem zurückhaltend und es kling lange nach.

Insgesamt ein Bockbier, das mich wirklich begeistern kann.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Magnum, Perle), Hefe

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Stammwürze:

16° Plato

Bittereinheiten:

26 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

9° – 12° Celsius

Brauerei:

Altenburger Brauerei GmbH
Brauereistraße 20
04600 Altenburg
www.altenburger-brauerei.de

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Duckstein – Rubin Bock

Nun steht wieder einmal ein Bier vor mir, das nur jahreszeitlich erhältlich ist. Es handelt sich um den Rubin Bock von Ducksteiner in Hamburg. Ducksteiner ist ein Tochterunternehmen von Holsten, das wiederum zu Carlsberg gehört. Um ehrlich zu sein: die deutschen Marken, die zu Carlsberg gehören, können mich nicht so richtig überzeugen. Meiner Meinung nach sind sie eher zum Wirkungstrinken geeignet als zum Genuss oder auch, um nach einem anstrengenden Arbeitstag den Stress abzuschütteln. Andererseits fallen die Standardbiere von Duckstein durchaus etwas aus dem Rahmen und wenn von dort ein Bier kommt, das für einen speziellen Anlass gebraut wurde (in diesem Fall für den Winter), dann kann ich doch einige Qualität erwarten. Dies gilt besonders, weil ich weiß, dass aus Polen einige Biere aus dem Hause Carlsberg stammen, die mich begeistern konnten. Mal sehen, was jetzt auf mich zukommt.

Hell bernsteinfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone hat einen leichten Gelbstich und bleibt sehr lange erhalten. Optisch ist das Bier also schon mal wirklich ansprechend.

Das Bier duftet nach Karamell, dazu kommen leichte Töne nach Rauch, Holz und Whiskey. Das macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine stiltypische Süße aus. Leider ist die sehr feinperlige Kohlensäure eher knapp vorhanden. Da würde ich mir etwas mehr wünschen. Auf der Zunge überrascht die Kraft des Rauchgeschmacks, die deutlich stärker ist als ich es in der Nase wahrgenommen habe. Die Süße wird jetzt durch ein gut abgestimmtes Bitter begleitet, abgerundet durch einen Hauch Vanille. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Abgang ist der Rubin Bock leicht bitter mit durchschnittlichem Nachklang.

Mit diesem leider nur saisonal angebotenen Bier beweisen die Brauer aus Hamburg, dass sie Biere brauen können, die aus dem Mainstream herausstechen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner, Cara hell, Rauchmalz), Hopfen (Hallertauer Mittelfrüh, Hüll Melon, Tettnanger Aroma, sowie ein nicht näher benannter Aromahopfen)

Alkoholgehalt:

6,8 % Vol.

Bittereinheiten:

24 IBU

Brauerei:

Duckstein GmbH
Jürgen-Töpfer-Str. 50, Haus 18
22763 Hamburg
www.duckstein.de

Maisel & Friends – Bourbon Bock 2021

Seit fünf Jahren stellt die Brauerei Maisel & Friends Jahrgangsbiere her, die in Holzfässern gereift wurden, in denen vorher Spirituosen lagerten. Eines dieser Biere ist der Boubon Bock, von dem jetzt der Jahrgang 2021 vor mir steht.

Die Reifung in den Fässern dauerte mehrere Monate. Die Fässer stammen aus verschiedenen namhaften amerikanischen Destillerien und auch ein paar frisch getoastete Eichenholzfässer kamen für das perfekte Ergebnis zum Einsatz, bevor das Bier in die auffälligen Flaschen mit 0,75 Liter Inhalt gefüllt wurde.

Kupferrot strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die gemischtporige Schaumkrone fällt leider recht schnell in sich zusammen, aber die wunderbare Farbe des Bieres sorgt dafür, dass dies dem optischen Eindruck keinen Abbruch tut.

Das Aroma ist malzbetont, so dass die Düfte nach Whiskey und Karamell mir in der Nase kitzeln, ohne die anderen Aromen zu verdrängen. Im Gegenteil – es bleibt reichlich Platz für Düfte nach Holz, Waldhonig, Mandeln, Vanille sowie einige würzige Noten nach Pfeffer und Muskat. Diese Komposition ist betörend, so dass das Bier fast zu schade zum Trinken ist.

Wie erwartet ist der Antrunk süß und die feinperlige Kohlensäure ist sehr gut dosiert. Auf der Zunge gesellt sich noch der Geschmack nach Karamell zur Süße und verbindet sich mit den Aromen nach Honig, Holz und Vanille sowie einem ganz leichten Bitter zu einem Ganzen. Dazu wärmen die 8,0 Volumenprozent Alkohol. Das Mundgefühl ist voll und sehr weich. Auch der Abgang ist mild mit wenig Bitter. Dafür kommt jetzt die Vanille kräftiger durch. Das Bier klingt durchschnittlich lange nach.

Das streng limitierte Bier ist das perfekte Geschenk für jeden Bier- und Whiskeyliebhaber.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Stammwürze:

18° Plato

Brauerei:

Brauerei Gebrüder Maisel KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfrends.com

Flensburger Winterbock

Die Flensburger Brauerei Emil Petersen GmbH & Co. KG wurde im Jahr 1888 gegründet und befinet sich seitdem im Familienbesitz. Auch aus dieser Brauerei kommt seit dem Jahr 2004 ein Winterbier und es ist nicht verwunderlich, dass es sich dabei um ein Bockbier handelt. Jetzt steht es erstmals vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Hell bernsteinfarben und gefiltert läuft das Bier ins glas und bildet dabei eine ordentliche feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Düfte nach Karamell, abgerundet durch den Duft nach Waldhonig sowie einige blumige Noten steigen mir in die Nase.

Der Antrunk ist stiltypisch süß. Leider ist die sehr feinperlige Kohlensäure sehr knapp bemessen. Da würde ich mir durchaus etwas mehr wünschen. Auf der Zunge kommt zur Süße ein passendes Bitter. Für ein Bockbier ist der Flensburger Winterbock recht schlank; trotzdem weiß er mit seiner Süffigkeit und Würze zu begeistern. Der Abgang zeichnet sich durch ein leichtes Bitter aus, das trotzdem überraschend lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Bittereinheiten:

20 IBU

Farbe:

18 EBC

Brauerei:

Flensburger Brauerei
Emil Petersen GmbH & Co. KG
Munketoft 12
D-24937 Flensburg
www.flens.de

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Herforder Weihnacht

Die Herforder Weihnacht ist ein Märzen aus dem ostwestfälischen Herford, nördlich von Bielefeld gelegen. Auch die dortige Brauerei, die zur Warsteiner-Gruppe gehört, will sich das Geschäft mit den etwas kräftiger eingebrauten Bieren vor Weihnachten nicht entgehen lassen und stellt daher das Märzen her, das jetzt vor mir steht. Ich bin gespannt, ob die Ostwestfalen auch ein Märzen brauen können, einnen Bierstil, der eigentlich in ayern und Österreich verortet wird.

Kupferfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine feinporige beige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist leicht röstig und nussig, wobei der Duft nach Karamell dominiert und mit den leichten alkoholischen Nuancen gut harmoniert.

Der Antrunk zeigt dann auch einige Süße, zu der die geringe Dosierung der sehr feinperligen Kohlensäure nicht so recht passen will. Auf der Zunge kommt der Geschmack nach Karamell in den Vordergrund, begleitet durch ein sehr leichtes Bitter. Für ein Weihnachtsbier ist die Herforder Weihnacht schlank, sorgt aber trotzdem für ein weiches Mundgefühl. Auch im Abgang bleibt die Süße erhalten und auch das Bitter bleibt weiterhin im Hintergrund. Trotzdem klingt der Geschmack überraschend lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Stammwürze:

13,4° Plato

Brauerei:

Herforder Brauerei GmbH
Gebr.-Uekermann-Str. 1
32120 Hiddenhausen
www.herforder.de

Heinder Bock

Bis ins 19. Jahrhundert hinein hatte das Dorf Heinde, einige Kilometer südlich von Hildesheim gelegen, eine eigene Brauerei. Vermutlich im Zuge der Industrialisierung wurde das Brauen dort aufgegeben und die Bewohner bezogen ihr Bier von außerhalb. Heute erinnern nur noch einige ausgehöhlte Baumstämme, die der Brauerei als Wasserrohre dienten, die vom Lehrbach zum Brauereigebäude auf dem Rittergut führten und die bei Bauarbeiten ans Licht kamen, an die Heinder Brautradition. Nachdem in Heinde mehr als 100 Jahre nicht mehr gebraut wurde, fanden sich sechs Bierenthusiasten zusammen, um die Tradition wieder aufleben zu lassen. Von ihnen stammt auch das Bockbier, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Bernsteinfarben und mit leichter Hefetrübung läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet es eine durchschnittlich große Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet intensiv nach Karamell, begleitet von den würzigen Noten des Hopfens.

Wie ich es erwartet habe, ist der Antrunk recht süß. Obwohl die sehr feinperlige Kohlensäure eher knapp dosiert ist, ergibt sich ein harmonisches Gesamtbild. Auf der Zunge lässt die Süße etwas nach, wobei die Röstnoten des Karamells mehr in den Vordergrund treten. Dazu tritt eine leichte Säure auf den Plan. Das Mundgefühl ist weich und voll. Ich bin mir nicht sicher, ob mir die Säure gefällt. Einerseits ist sie nicht stiltypisch, auf der anderen Seite sorgt sie für eine erhöhte Komplexität des Geschmacks. Vermutlich muss jeder für sich entscheiden, ob das gefällt oder nicht. Erst im Abgang taucht ein leichtes Bitter auf, das aber überraschend lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Hüll Melon),Hefe

Alkoholgehalt:

6,8 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Bittereinheiten:

33 IBU

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Heinder Naturtrüb GbR
Wulfskuhle 3
31162 Heinde
www.heinder-naturtrueb.de

Hildesheimer Braumanufaktur – Godehard 2020

Namensgeber für das Bockbier, das jetzt vor mir steht, ist die Godehardikirche in Hildesheim, die im späten 12. Jahrhundert erbaut und bis heute nicht wesentlich verändert wurde. Es handelt sich um das erste Bier, bei dem die beiden Brauer die Flasche zum Zeichen des besonderen Inhalts mit Papier ummantelt haben. Außerdem versprechen die Brauer, dass Godehard in jedem Jahr im November neu erscheinen wird. Jetzt steht jedenfalls der Jahrgang 2020 vor mir.

Es handelt sich um ein helles Bockbier, das mit einem warmen Goldton ins Glas läuft und dabei eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone erzeugt, die recht lange erhalten bleibt.

Das Ber duftet nach Brotkrume, Holz, Heu, abgerundet durch einige würzige Noten. Dazu kommt noch ein leichter Hauch Weißwein.

Der Antrunk zeichnet sich durch die stiltypische Süße aus, gepaart mit einer sehr gut dosierten Kohlensäure. Auf der Zunge gesellen sich noch fruchtige Geschmäcker dazu. Dieses Aroma hatte ich in der Nase nicht wahrgenommen. Ein leichtes und angenehmes Bitter spielt ebenfalls mit. Gemeinsam sorgen die Aromen für ein rundes und volles Mundgefühl. Im Abgang wird das Bier trockener, das Bitter tritt in den Vordergrund und klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Tettnanger, Premiant), Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Brauerei:

Hildesheimer Braumanufaktur

Jan Pfeiffer & Malte Feldmann GbR
Goslarsche Landstr. 15
31135 Hildesheim
www.hildesheimer-braumanufaktur.de

Engel – Keller Bock

Aus der Biermanufaktur Engel im baden-württembergischen Crailsheim stammt das naturtrübe Bockbier, das jetzt vor mir steht. Als ich das Etikett erstmals sah, fiel mir auf, dass die Brauerei nicht angegeben hat, ob es sich um einen dunklen oder einen hellen Bock handelt. Ein Blick auf das Rückenetikett brachte aber bereits die Lösung des Rätsels: Auf einer Farbskala, die von hellgelb über rot bis tiefschwarz reichte, wurde auf die rote Farbe verwiesen. Ein roter Bock? Das ist doch mal was Neues.

Rotgolden und leicht hefetrüb läuft das Bier ins Glas. Die feinporige weiße Schaumkrone ist nur klein, bleibt aber lange erhalten. Optisch macht das Bier also schon mal was her.

Das Aroma ist stiltypisch malzbetont nach Karamell, dazu kommen ein Hauch Zitrusfrüchte sowie der Duft von Trockenfeigen und Honig.

Der Antrunk ist rezent mit einer kräftigen, aber nicht übertriebenen, Süße. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten und es gesellt sich ein leichtes Bitter dazu, begleitet von einer diskreten Fruchtigkeit. Das Mundgefühl ich weich und voll. Der Abgang ist überraschend schlank mit kurzem Nachklang.

Der Bock macht einen wirklich soliden Eindruck und er passt zu jedem kräftigen Essen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Perle, Magnum), Hefe

Alkoholgehalt:

7,2 % Vol.

Stammwürze:

16,9° Plato

Farbe:

28 EBC

Brauerei:

Biermanufaktur Engel GmbH & Co. KG
Haller Straße 29
74564 Crailsheim
www.engelbier.de