Schlagwort-Archiv: Bockbier

Engel – Mai Bock

Schade. Jetzt ist der Mai gerade mal etwas mehr als zur Hälfte vorbei und schon ist für mich die Maibocksaison vorbei. Der Engel Mai Bock (ja, die Brauerei schreibt den Maibock tatsächlich auseinander) ist tatsächlich schon der letzte Maibock, den ich in dieem Jahr gefunden habe. Als nächstes werde ich mich schwerpunktmäßig mit sommerlichen Bieren beschäftigen, insbesondere mit den belgischen Fruchtbieren. Jetzt ist aber erst einmal der Engel Mai Bock dran.

Golden und mit leichter Hefetrübung präsentiert scih das Bier im Glas. Darüber prangt eine feinporige Schaumkrone, die zwar klein ist, dafür aber lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Karamell, sonnengereiftem Getreide und Trockenfrüchten, ich meine Trockenbirnen zu riechen. Auch der Alkohol steigt mir deutlich in die Nase.

Der Antrunk ist stiltypisch süß und er wird durch eine kräftige Kohlensäure begleitet. Auf der Zunge kommt ein leichtes Bitter dazu. Das Mundgefühl ist voll und schwer. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und es klingt durchschnittlich lange nach.

Bislang haben mir alle Biere von Engel gefallen; immerhin habe ich fast alle Biere der Crailsheimer Brauerei verkostet. Daher bin ich vom Mai Bock ziemlich enttäuscht. Ich kann eigentlich nicht einmal sagen, was mir nicht gefällt; das Bier macht auf mich einfach einen etwas langweiligen Eindruck.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,2 % Vol.

Stammwürze:

17° Plato

Bittereinheiten:

19 IBU

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Biermanufaktur Engel GmbH & Co. KG
Haller Straße 29
74564 Crailsheim
www.engelbier.de

 

Herforder Maibock

Heute steht der Herforder Maibock vor mir. Ich habe ihn kürzlich erstmals im Handel gefunden, auch wennes ihn wohl bereits seit langer Zeit zu kaufen gibt. Aber irgendwie ist er mir noch nie über den Weg gelaufen. Aber nun ist er endlich mit einer Rezension dran.

Kupferfarben und gefiltert läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich voluminöse Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier damit schon mal eine gute Figur.

Das Bier duftet nach Karamell, unterstützt durch einige Waldhonignoten sowie würzige Aromen. Auch der Alkohol steigt mir in die Nase, ohne sich dabei in den Vordergrund zu drängen.

Der Antrunk ist stiltypisch weich und süß. Die Kohlensäure ist zwar feinperlig, aber auch überraschend kräftig. Auf der Zunge gesellt sich noch ein nicht sonderlich angenehmes Bitter sowie eine leichte Säure dazu. Das Mundgefühl ist weiterhin weich. Im Abgang lässt das Bitter etwas nach und ein Hauch Lakritz kommt dazu. Der Nachklang ist recht lang.

Mit einer geänderten Hopfung und besonders einer Gabe eines Aromahopfens würde mir das Bier sicherlich recht gut gefallen.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

6,6 % Vol.

Stammwürze:

16,4° Plato

Bittereinheiten:

22 IBU

Brauerei:

Herforder Brauerei GmbH
Gebr.-Uekermann-Str. 1
32120 Hiddenhausen
www.herforder.de

Hemelinger – Maibock

Die Marke Hemelinger, die es bereits seit mehr als 100 Jahren gibt, gehört heute zur Firma Getränke Ahlers im Niedersächsischen Achim. Unter diesem Label werden heute einige Biere gebraut, die eher im Niedrigpreissegment angesiedelt sind. Seit 2010 gehört dazu auch der Maibock, der jetzt vor mir steht.

Intensiv goldfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone fällt aber leider bis auf einen Rest schnell in sich zusammen. Lediglich dieser Rest bleibt sehr lange erhalten.

Das Bier duftet vor allem nach Karamell. Die Aromen des Hopfens weisen auf einen hohen Anteil an Hopfenextrakt hin. Ein Blick auf die Zutatenliste bestätigt diesen Eindruck: die Zutat Hopfen steht noch hinter dem Hopfenextrakt, Hopfen ist also weniger enthalten.

Der Antrunk weist eine stiltypische Süße auf und mit fällt die sehr kräftige Kohlensäure auf.Auf der Zunge entwickelt sich ein angenehmer Karamellgeschmack. Der Hopfenextrakt wurde nur sehr zurückhaltend eingesetzt, so dass auch nur ein leichtes Bitter vorhanden ist. Das Mundgefühl ist weich und voll. Im Abgang lässt das Bitter noch weiter nach. Trotzdem bleibt der Geschmack noch lange erhalten.

Der Malzkörper des Hemelinger Maibocks gefällt mir durchaus. Mit einer Gabe von Aromahopfen könnte mir das Bier richtig gut gefallen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,9 % Vol.

Brauerei:

Getränke Ahlers GmbH
28832 Achim
www.hemelinger-bier.de

Feldschlößchen – Maibock

Aus Sachsen, genauer gesagt aus Dresden, stammt der Maibock der Brauerei Feldschlößchen, der jetzt vor mir steht. Wie kommt es eigentlich, dass ich die Feldschlößchen-Brauerei immer mit Braunschweig in Verbindung bringe? Aber egal, jetzt wird die Flasche geöffnet und das Bier eingeschenkt, damit ich mit der Verkostung beginnen kann.

Intensiv bernsteinfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich voluminös und bleibt sehr lange erhalten. Optisch macht das Bier schon mal eine gute Figur.

Das Bier duftet stiltypisch nach Kramell, unterstützt durch einige blumige Noten. Die 7,2 Volumenprozent Alkohol sind zwar durchaus auch zu riechen, halten sich aber im Hintergrund und unterstützen die anderen Aromen lediglich.

Der Antrunk ist süß und zeichnet sich durch die reichlich dosierte feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge fällt sofort auf, dass der Maibock von Feldschlößchen recht knapp gehopft wurde. So wirkt er beinahe wie ein starkes Märzen. Aber der Malzkörper und die Hopfenaromen sorgen nicht nur für einen intensiven Geschmack, sondern auch für ein weiches und rundes Mundgefühl. Es verwundert nicht, dass auch der Abgang mit seinem leichten und angenehmen Bitter recht mild ist. Leider klingt der Geschmack nur kurz nach.

Von Feldschlößchen kommt hier ein ungewöhnlicher, aber guter Maibock. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass er nicht nur am Biertisch, sondern auch in der Küche für eine gute Soße Verwendung finden könnte.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

7,2 % Vol.

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

Feldschlößchen Aktiengesellschaft Dresden
Cunnersdorfer Str. 25
01189 Dresden
www.feldschloesschen.de

Maisel & Friends – Rum Bock 2021

Neben ihrem ausgefeilten Sortiment feinster Craftbiere überlegen sich die Brauer bei Maisel & Friends Jahr für Jahr ganz besondere Bierspezialitäten, die ihrem Angebot die Krone aufsetzen. Auch die Bourbon Bock-Reihe gehört zu diesen Highlights. Das Bockbier wird nach Vollendung des Brauprozesses in hocharomatische Fässer gefüllt, in denen zuvor Bourbon reifte. Im Lagerkeller entfaltet der Bock sein volles Potenzial, während das feine Holz dem Bier seinen unvergleichlichen Charakter verleiht. Nach der Veredlung wird der fertige Bourbon Bock in schicke 0,75l-Flaschen abgefüllt und ist genussbereit. Nachdem dann eine Flasche ihren Weg zu mir gefunden hat, will ich dieses Bier jetzt verkosten und beschreiben.

Kupferfarben und opalisierend läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große und größtenteils feinporige Schaumkrone, die durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Düfte nach Biskuit und Rum steigen mir in die Nase, angereichert mit Aromen nach Vanille, Rosinen, Honig und Marzipan. Wahnsinn – das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist stiltypisch süß und obwohl die Kohlensäure angenehm feinperlig ist, ist sie doch recht kräftig. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten und die Aromen, die ich bereits in der Nase festgestellt habe, spiegeln sich auf der Zunge. Der Alkohol wärmt und das Mundgefühl ist seidenweich und schwer. Der Abgang ist mild und der Geschmack nach Rosinen tritt in den Mittelpunkt. Er klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Stammwürze:

18° Plato

Brauerei:

Brauerei Gebrüder Maisel KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth,
www.maiselandfriends.com

Dithmarscher Urbock

Die Dithmarscher Privatbrauerei Karl Hintz in Marne gehört zu den wenigen noch unabhängigen Traditionsbrauereien in Norddeutschland. Ich hoffe, dass sie auch lange noch unabhängig bleibt, denn bislang bin ich mit den Bieren von der Westküste Schleswig-Holsteins immer sehr zufrieden gewesen. Jetzt steht vor mir der Urbock, den die Marner immer im Herbst brauen und für den fünf Malz- und drei verschiedene Hopfensorten verwendet werden.

Kupferfarben und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber prangt eine üppige feinporige beige Schaumkrone, die durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Toffee und würzigen Hopfen.

Der Antrunk überzeugt durch eine stiltypische Malzsüße, wobei mir auffällt, dass das Bier vergleichsweise wenig seiner feinperligen Kohlensäure enthält. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten, wo sich ein leichtes Hopfenbitter dazugesellt. Obwohl ich etwas Fruchtigkeit vermisse, ist das Mundgefühl voll und rund. Im Abgang wird das Bier etwas trockener und macht einem kräftigeren freundlichen Bitter Platz, das lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,8 % Vol.

Brauerei:

Dithmarscher Privatbrauerei
Karl Hintz GmbH & Co. KG
Oesterstr. 18
25709 Marne
www.dithmarscher.de

BierSelect

Maisel & Friends – Slyrs Bock 2021

Holzfassgereifte Biere haben vielschichtige Aromen und einen außergewöhnlichen Geschmack. Wie edle Weine sollen sie nicht vorrangig den Durst löschen, sondern den Genießer in neue, komplexe Geschmacksdimensionen entführen. Für den Großteil der deutschen Bierliebhaber sind fassgereifte Bierspezialitäten ein vollkommen neues Genusserlebnis, aber das Interesse an der noch kleinen Kategorie wächst stetig.

Bereits 2015 hat die Brauerei Maisel & Friends sich ein Fasslager eingerichtet, das sich inmitten ihres Restaurants Liebesbier befindet. Seitdem experimentieren die Brau- und Kellermeister mit verschiedenen Kombinationen aus höherprozentigen Bieren und Holzfässern. Verwendet werden zum Teil frische getoastete Eichenholzfässer, zum Teil aber auch Fässer, die zuvor mit schweren Rotweinen, andalusischem Sherry, feinen Whiskys, süßen Likören und anderen Spirituosen belegt waren. Während der mehrmonatigen Ruhezeit nimmt das Bier die Aromen des Fasses an und es entstehen ganz spannende neue Geruchs- und Geschmackserlebnisse. Abgefüllt werden die Barrel Aged Bierspezialitäten in 0,75 Liter-Flaschen, so dass die Spezialitäten zu einem besonderen Anlass oder Genussmoment zelebriert werden können. Jetzt steht vor mir der Slyrs Bock der Bayreuther.

Rotbraun und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist nur klein und sie bleibt durchschnittlich lange erhalten. Mehr ist bei knapp zehn Volumenprozent Alkohol aber auch nicht zu erwarten.

Florale Noten stehen im Aroma im Vordergrund. Aber erst beim zweiten Riechen erschließt sich mir die Komplexität der Aromen. Der Duft nach Brotkrume mischt sich mit Düften nach Karamell und Kandis, dazu leichte rauchige und erdige Noten. Auch der Duft des Alkohols steigt mir in die Nase, allerdings drängt er sich nicht in den Vordergrund, sondern er unterstützt die anderen Aromen. Wow, das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist stiltypisch süß und die feinperlige Kohlensäure umschmeichelt meinen Gaumen. Auch auf der Zunge übernehmen wie in der Nase die floralen Noten die Führung, aber auch die anderen Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Jetzt kommt auch deutlich zum Ausdruck, dass das Bier im Whiskeyfass gereift wurde. Außerdem stelle ich jetzt auch den Geschmack von Mandeln fest. Bitter ist stiltypisch nur wenig vorhanden. Der Alkohol wärmt. Trotzdem ist das Mundgefühl samtig und weich. Im Abgang wird das Bier etwas trockener und die floralen Noten klingen lange nach.

Damit ist der Slyrs Bock 2021 ein Bier, das mich begeistern kann. Eine Warnung muss ich allerdings doch loswerden: obwohl ich vor dem Verkosten dieses Bieres eigentlich recht gut zu Abend gegessen habe, hat es doch meinen Appetit angeregt und bei mir die Lust auf etwas Süßes geweckt. Eine Tüte getrocknete Ananas passte gut zu diesem Bier und sie war auch fast gleichzeitig mit dem Bier leer. Also – dieses Bier ist nichts für eine Diät.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

9,7 % Vol.

Brauerei:

Maisel & Friends
Brauerei Gebr. Maisel GmbH & Co. KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Autenrieder Leonhardi-Bock

Dieses Bier ist nach dem Vater des Senior Chefs der Autenrieder Brauerei benannt, nach Leonhard Feuchtmayr. Bei der Entwicklung dieses Bieres haben sich die Brauer viel Mühe gegeben, so dass das Bier mehrfach ausgezeichnet wurde, zuletzt im Jahr 2020 beim European Beer Star mit Gold. Eine Besonderheit fällt mir bereits vor dem Öffnen der Flasche ins Auge: Der Kronkorken ist bei diesem Bier nicht mit dem Brauereilogo bedruckt, sondern er zeigt die Information an, dass beim Brauen dieses Bieres ausschließlich Doldenhopfen zum Einsatz gekommen ist. Das ist heutzutage eher eine Seltenheit, bei manchen Brauereien erlaubt sogar die Technik den Einsatz von Doldenhopfen nicht, so dass Pellets zum Einsatz kommen müssen.

Schwarzrot präsentiert sich das Bockbier im Glas. Darüber steht eine elfenbeinfarbene sahnige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Damit macht die Optik schon mal einen sehr eleganten Eindruck.

Das Aroma passt zur Optik: Düfte nach dunkler Schokolade und Kaffee verbinden sich mit dem Duft nach Rosinen und mit Sherrynoten zu einem eindrucksvollen Ensemble.

Der Antrunk weist die stiltypische Süße auf und die Kohlensäure ist zwar feinperlig, aber trotzdem kräftig. Auf der Zunge dominiert die Schokolade, aber auch die anderen Aromen spiegeln sich hier wider. Der Alkohol ist sehr gut eingearbeitet und auf die Süße abgetimmt. Auf diese Weise entsteht ein volles und samtiges Mundgefühl. Der Abgang ist röstig-mild mit langem Nachklang.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

7,7 % Vol.

Stammwürze:

18,5° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

10° – 12° Celsius

Brauerei:

Schlossbrauerei Autenried GmbH
Bräuhausstr. 2
89335 Ichenhausen-Autenried
www.autenrieder.de


 

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Gold Ochsen – Ulmer Rotbock

Bereits seit dem frühen Mittelalter wird in Nürnberg Rotbier gebraut. Ich hatte schon immer den Verdacht, dass es sich dabei um einen roten Bock handelt, aber wenn ich einen Brauer aus Nürnberg danach gefragt habe, wurde diese Frage immer vehement verneint. Die dortigen Brauer legen absolut Wert auf die Feststellung, dass es sich beim Rotbier um einen eigenständigen Bierstil handelt. Jetzt habe ich die Bestätigung für meine Annahme erhalten – allerdings nicht aus Nürnberg, sondern aus Ulm. Die dortige Brauerei Gold Ochsen hat als Jahrgangsbier 2021 einen Rotbock kreiert, den Sie ausdrücklich in die Tradition des Rotbiers aus Nürnberg stellen.

Rubinrot und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die cremefarbige gemischtporige Schaumkrone bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Das Bier duftet stiltypisch intensiv nach Karamell, dazu einige würzige Noten und Pinie. Abgerundet wird das Aroma durch einige Zitrusnoten und roten Johannisbeeren sowie einem Duft, der an Gras erinnert. Dabei ordnen sich dem Karamellduft alle anderen Aromen unter.

Der Antrunk ist kraftig und süß mit der passenden Menge Kohlensäure. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten. Dazu kommt ein leichte aber deutliches Bitter. Das Mundgefühl ist schwer, fast dickflüssig. Dabei ist das Bier sehr schön ausgewogen. Im Abgang wird das Bier etwas trockener, ohne dass das Bitter zu sehr in den Vordergrund tritt. Der Geschmack klingt noch lange nach.

Das Bier ist sehr intensiv. Es eignet sich daher nicht, um es nebenbei zu trinken. Es ist aber ein perfekter Begleiter zu einem Dessert, beispielsweise zu einer Bayrisch Creme oder einer Mousse au Chocolat.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen (Tettnanger, Rottenburger, Petit Blanc, Perle)

Alkoholgehalt:

7,2 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Gold Ochsen GmbH
Veitsbrunnenweg 3-8
89073 Ulm
www.goldochsen.de

Altenburger Bock

Aus Thüringen stammt das Bockbier, das jetzt vor mir steht. Dass dort nicht nur Bratwurst hergestellt werden kann, hat die Brauerei im Jahr 2019 bewiesen, als sie bei den World Beer Awards für das Bier die Bonzemedaille erhalten hat. Dann sollte ich mich mit diesem Bier doch vermutlich auch anfreunden können.

Bernsteinfarben und geltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber rängt eine durchschnittlich große sahnige Schaumkrone mit leichtem Gelbstich, die lange erhalten bleibt. An der Optik des Altenburger Bock gibt es zumindes nichts auszusetzen.

Das Aroma ist malzbetont. Düfte nach frischem Brot, nach gerösteten Nüssen und Waldhonig steigen mir in die Nase, abgerundet durch einige blumige Hopfennoten.

Der Antrunk ist stiltypisch süß und deckt auf, dass das Bier vergleichsweise wenig seiner feinperlenden Kohlensäure enthält. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten, wo die Aromen sich spiegeln. Jetzt gesellt sich ein leichtes Bitter dazu. Das Mundgefühl ist weich und halbwegs schwer. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger, bleibt dabei aber trotzdem zurückhaltend und es kling lange nach.

Insgesamt ein Bockbier, das mich wirklich begeistern kann.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Magnum, Perle), Hefe

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Stammwürze:

16° Plato

Bittereinheiten:

26 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

9° – 12° Celsius

Brauerei:

Altenburger Brauerei GmbH
Brauereistraße 20
04600 Altenburg
www.altenburger-brauerei.de

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