Elfique – Triple Blonde

Die Brauerei Elfique wurde 2005 in einem alten Familienbetrieb gegründet. Als Eckpfeiler einer Initiative, die dem alten Gebäude neues Leben einhauchen sollte, war die Mikrobrauerei das ideale Projekt, so wie die Gründer es sich vorgenommen hatten: ein originelles, hochwertiges, handwerkliches Produkt zu brauen, das in der lokalen Tradition verwurzelt ist. Elfique Ambrée war das erste Bier, das hergestellt wurde, dann das Triple Brune

Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, erwirbt die Brauerei Elfique etwa zehn Jahre später ein Grundstück in Raborive am Ufer der Amblève, der Wiege der Legenden. Elfique wird heute an einem geschichtsträchtigen Ort gebraut, flussabwärts von Brassine, wo der Fluss seit fast fünf Jahrhunderten eine wichtige Rolle für die Arbeit der besten Handwerker spielt…

Ausgestattet mit modernen, halbautomatischen Produktionsmaschinen, hat die Brauerei ihre Kapazität von 1.000 auf 6.000 Hektoliter pro Jahr erhöht. Diese Professionalisierung respektiert die Legende von Elfique am Fuße des Schlosses, das La Belle Roche überragt.

Das Projekt Elfique ist in der Region Ourthe Amblève verwurzelt und lässt sich von der Vergangenheit, den Menschen und ihren Legenden inspirieren, will sich aber auch als zukunftsorientiert, modern und innovativ präsentieren.

Das Geheimnisvolle war schon immer der Kern der Elfique-Geschichte. Der Name stammt von den kleinen Wesen, die in den Legenden des Amblève-Tals häufig vorkommen. Sie lebten in den Wäldern und den nahe gelegenen Höhlen wie den Grottes de Remouchamps oder dem Vallon des Chantoirs. Diese Geschichten wurden von dem belgischen Schriftsteller Marcellin La Garde aus dem 19. Jahrhundert und in jüngerer Zeit von René Henoumont erzählt. Sie alle bieten einen Hauch von Geheimnis, eine geschickte Mischung aus leicht zu trinkendem Bier mit ausgewogenem Geschmack und faszinierenden Aromen, die der Gaumen beim Verkosten des Biers wahrnimmt.

So, jetzt aber genug der Theorie. Kommen wir nun endlich zum Bier. Orangefarben und hefetrüb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine voluminöse feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Die Optik dieses Biers ist schon mal sehr ansprechend.

Das Aroma des Elfique Triple Blonde ist für ein helles Bier überraschend intensiv. Dabei steht der Duft nach Karamell im Vordergrund, der durch viele blumige Noten abgerundet wird.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße aus, in der das Aroma des Karamellmalzes zum Vorschein kommt, sowie durch eine ansprechende Spritzigkeit. Auf der Zunge wird das Karamell kräftiger und der Geschmack nach gelben Früchten gesellt sich dazu. Das Mundgefühl ist samtig-weich. Erst im Abgang kann ich ein an die Süße angepasstes freundliches Bitter feststellen, das sehr lange nachklingt.

Das Elfique Triple Blonde ist offensichtlich in der Legende verwurzelt. Mir gefällt die Mischung aus einem leicht zu trinkenden Bier mit ausgewogenem Geschmack und einem faszinierenden Aroma.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Zucker

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Brasserie Elfique s.a.
Raborive 2
4920 Aywaille
Belgien
www.elfique.be

Alt-Bamberg – Zwickl

Jetzt steht das zweite Bier aus der Gasthausbrauerei Alt-Bamberg vor mir. Zur Brauerei habe ich bereits etwas geschrieben, so dass ich gleich mit der Verkostung beginnen kann.

Orangefarben mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber zeigt sich eine recht kleine Schaumkrone, die aber fest ist und lange erhalten bleibt. Optisch gibt es an diesem Bier schon mal nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach Karamell, dazu nach Honig, begleitet durch kräftige würzige Noten.

Der Antrunk ist mit seiner feinperligen Kohlensäure wirklich spritzig. Dazu kommen eine angenehme Malzsüße sowie ein auf die Süße angepasstes Bitter. Damit macht das Bier einen gut ausgewogenen Eindruck. Das Mundgefühl ist weich. Im Abgang dominiert ein leichtes Bitter mit einem langen Nachkling.

Alles in Allem ist das Alt-Bamberg Zwickl ein angenehmes Konsumbier ohne Ecken und Kanten, das ich mit seiner nicht zu kräftigen Hopfung als typisch fränkisch bezeichnen würde.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

11,6° Plato

Bittereinheiten:

17 IBU

Farbe:

15 EBC

Brauerei:

Braumanufactur Alt-Bamberg GmbH
Breitäckerstr. 9
96049 Bamberg
www.alt-bamberg.com

Leffe Blonde 0,0%

Leffe gilt für viele Konsumenten als das belgische Bier schlechthin. Nun – das stimmt in dieser Absolutheit sicherlich nicht, Belgien hat noch viele andere gute Biere zu bieten. Aber das Leffe ist nun mal das in Deutschland meistverkaufte belgische Bier. Es stammt ja auch aus einer Großbrauerei, die nahezu unbegrenzte Mengen liefern kann. Jetzt hat Leffe sein Blondes auch in einer alkoholfreien Version auf den Markt gebracht, die ich jetzt verkosten möchte.

Nebenbei bemerkt ist das Leffe Blonde 0,0% erste alkoholfreie Abteibier in Belgien. Dabei wird der Alkohol nach dem Brauprozess und der Fermentation in einem eigens von der Brauerei dafür entwickeltem Verfahren entzogen und dabei wird das Bier komplett entalkoholisiert. Der Brauer Arnaud Hanset hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis Ende 2025 20% seines weltweiten Biervolumens aus alkoholfreien oder alkoholarmen Bieren bestehen soll. Das halte ich allerdings für ein sehr ambitioniertes Ziel, aber ich werde die Entwicklung interessiert verfolgen.

Bernsteinfarben, gefiltert und mit einer durchschnittlich voluminösen feinporigen Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Leider fällt die Schaumkrone recht flott in sich zusammen, so dass die anfangs makellose Optik doch nachlässt.

Das Bier duftet nach Getreide und Brotkrume, dazu kommen noch einige florale Noten, der Duft nach Vanille, sowie eine leichte fruchtige Säure, die an Pfirsich erinnert. Ein Blick auf die Zutatenliste verrät mir aber, dass keine Früchte oder Säfte verarbeitet wurden. Ich vermute jetzt mal, dass das Fruchtaroma von den zugegebenen Aromen stammt.

Der Antrunk ist süß und spritzig. Auf der Zunge fällt mir zuerst der Geschmack nach Brotkrume auf und schnell gesellt sich auch ein auf die Süße gut abgestimmtes Bitter dazu. Das Mundgefühl ist samtig und das Leffe Blonde 0,0 % ist für ein alkoholfreies Bier ungewöhnlich vollmundig. Im Abgang ist das Bitter anfangs nur leicht zu schmecken, es baut sich dann aber langsam auf und klingt abschließend sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Mais, Gerste, Zucker, Hopfen, Hopfenextrakt, natürliches Aroma (Vanille, Nelke)

Alkoholgehalt:

< 0,05 % Vol.

Bittereinheiten:

25 IBU

Farbe:

16 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

5° – 8° Celsius

Brauerei:

Brasserie Abbaye de Leffe s.a/n.v.
Place de l’Abbaye 1
5500 Dinant
Belgien
www.leffe.com

Das weltbeste hopfenbetonte Weißbier kommt aus Bayreuth

Schon bei der ersten Runde der World Beer Awards 2022 wurde in Bayreuth gefeiert, denn gleich vier Biere von Maisel & Friends konnten Gold in ihrer jeweiligen Kategorie gewinnen: Maisel & Friends Hoppy Hell (Kat. Hoppy Pilsner), Maisel & Friends Alkoholfrei (Kat. No & Low Alcohol), Maisel & Friends India Pale Ale (Kat. IPA American Style) und Maisel & Friends Jeff’s Bavarian Ale (Kat. Hoppy Wheat Beer). Die drei Letztgenannten konnten außerdem den Titel des „Deutschen Meisters“ in ihrer Kategorie für sich beanspruchen und so gingen drei Country Winner-Titel nach Bayreuth. Das sicherte den modernen Bierspezialitäten gleichzeitig einen Platz im Rennen um den begehrten Titel des Style Winners, das weltweit beste Bier der jeweiligen Kategorie. In der Kategorie Hoppy Wheat Beer hatte die Familienbrauerei Maisel nun tatsächlich die Nase vorn und konnte sich mit Maisel & Friends Jeff’s Bavarian Ale gegen die große Konkurrenz durchsetzen. Das weltbeste hopfenbetonte Weißbier kommt somit aus Bayreuth.

„Wir freuen uns unheimlich über diese großartigen Auszeichnungen. Dass wir uns mit unseren Maisel & Friends Bieren gegen so viele nationale und internationale Brauereien durchsetzen konnten, ist der hervorragenden Arbeit unserer Brauer und Braumeister zu verdanken. Ich bin stolz auf unser Team – und auf unsere Biere“, freut sich Jeff Maisel über die Titelgewinne, der die Brauerei in der vierten Generation führt. Nachdem man bereits im letzten Jahr eine Gold- und zwei Silbermedaillen gewinnen konnte, gelang es dem Maisel & Friends Team nun, noch einmal nachzulegen. Maisel & Friends Braumeister Markus Briemle zeigt sich sichtlich beeindruckt: „Wir geben jeden Tag unser Bestes, um unserem Anspruch an hervorragende Bierspezialitäten gerecht zu werden. Deshalb freuen wir uns umso mehr, wenn uns die Qualität von einer so renommierten Jury bestätigt wird und wir sogar als Style Winner aus diesem renommierten Bierwettbewerb hervorgehen.“

Klüvers – Märzen

Immer wenn ich in die Nähe von Neustadt/Holstein komme, versuche ich, einen Besuch in Klüver´s Brauhaus einzuplanen. Bei schönem Wetter auf der Terrasse zu sitzen, den Blick auf den Neustädter Hafen – schöner kann eine Erholungspause einfach nicht sein. Dann noch in den Laden der Manufaktur und nachgesehen, was es an neuen Bieren gibt. Anschließend kann es weitergehen auf der Fahrt zu meinem Ziel. Bei meinem letzten Aufenthalt habe ich das Märzen mitnehmen können, das jetzt vor mir steht.

Bernsteinfarben und opalisierend strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Leider ist die feinporige Schaumkrone nur klein und sie fällt auch schnell in sich zusammen. Da sehe ich durchaus noch etwas Optimierungsbedarf.

Das Aroma ist stiltypisch malzbetont nach Brotkruste, aber auch der Hopfen kommt mit dem Duft nach Trockenfrüchten sowie einigen blumigen Noten zu seinem Recht. Auf jeden Fall ist der Duft des Bieres frisch und macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße sowie eine kräftige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich ein freundliches Bitter zur karamelligen Süße und sorgt für ein angenehm weiches Mundgefühl. Auch der Abgang wird durch das leichte Bitter dominiert, das eine geringe nicht stiltypische Säure begleitet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

KLÜVER’S BRAUHAUS
Schiffbrücke 2-4
23730 Neustadt i.H.
www.kluevers.com

BierSelect

Ottakringer holt bei den World Beer Awards 2022 elf Auszeichnungen

Die World Beer Awards 2022 haben der Ottakringer Brauerei in London eine Sensation beschert: Das Ottakringer Zwickl wurde bei dem renommierten Verkostungswettbewerb als weltbestes Zwickl bzw. Kellerbier und gleichzeitig auch als Country Winner ausgezeichnet. Weitere sechs Biersorten aus dem Hause Ottakringer sind ebenso Country Winner und damit die besten ihres Stils in Österreich! Dazu kommt noch zwei Mal Silber und zwei Mal Bronze. Insgesamt wurden elf Biersorten der Ottakringer Brauerei und des Ottakringer BrauWerks ausgezeichnet.

Bier Kategorie Bierstil Auszeichnung
Ottakringer Zwickl Lager Lager Zwickl / Pale Kellerbier Weltbestes Zwickl und Country Winner
Ottakringer Helles Lager Helles/Münchner Country Winner
Ottakringer Pils Lager Classic Pilsener Country Winner
Ottakringer BrauWerk Sunbeam Pale Beer Belgian Style Blonde Country Winner
Ottakringer Wiener Original Lager Vienna Country Winner
Ottakringer BrauWerk Black and Proud Stout & Porter Porter Country Winner
Ottakringer BrauWerk Avalange IPA Imperial/Double Country Winner
Ottakringer Dunkles Lager Dark Silber
Ottakringer BrauWerk Big Easy IPA Session Silber
Ottakringer BrauWerk Native Tongue Lager Hoppy Pilsener Bronze
Ottakringer BrauWerk Hellberry IPA Speciality Bronze

Harald Mayer, Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei: „Mit mehr als 20 Biersorten bieten wir eine breite Vielfalt und somit für jeden Geschmack das richtige Bier. Es freut uns besonders, dass unser Bio-Zwickl und so viele weitere unserer Biersorten nicht nur die Expertenjury aus Europa, den USA und Asien überzeugen konnte, sondern auch tagtäglich bei unseren Kundinnen und Kunden großen Anklang finden. Alle Gewinnerbiere und natürlich auch unser Bio-Zwickl sind in unserem Ottakringer Shop, bei unserem Bierfest noch bis 2. September, sowie auch im Handel erhältlich.“

Tobias Frank, 1. Braumeister und Geschäftsführer Technik ergänzt: „Bei den ‚World Beer Awards‘ so erfolgreich zu sein, ist der Beweis für unsere hervorragende Bierqualität und eine Bestätigung, dass sich Fingerspitzengefühl und der hohe Anspruch an uns und unsere Biere bezahlt machen. Auch in unserem BioZwickl steckt viel Feinarbeit, die Auszeichnung als weltbestes Kellerbier freut uns daher nochmal besonders. Kompromissloses Querdenken, sowie sorgfältig ausgewählte Rohstoffe aus der Region zeichnen alle unsere vielfältigen Bierspezialitäten aus.“

La Corne du Bois des Pendus – Black

Es gibt nicht viele Brauereien, die ihre Rohstoffe selbst herstellen. Die Brasserie Elfique gehört zu den seltenen Seit 2015 produzieren wir unsere eigene Gerste auf dem Bauernhof der Familie Beauregard in Arc-Wattripont im Pays des Collines. Die Brauerfamilie Pierre und Vinciane und ihre Kinder sind die sechste Generation der Bauern und verewigen so die Familienwerte. Seit seiner Eltern im Jahr 2012 in den Ruhestand getreten, hat Pierre leidenschaftlich die Leitung der Farm übernommen.

Praktisch blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine haselnussbraune feste Schaumkrone, die nur langsam in sich zusammenfällt. Ein Bier wie gemalt.

Röststoffe dominieren das Aroma, begreitet vom Duft roter Früchte. Etwas ungewöhnlich, aber wirklich nicht schlecht.

Der Antrunk ist süß und er zeichnet sich durch eine feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommen die Röststoffe in den Vordergrund, aber auch ein zur Süße passendes Bitter kommt zum Vorschein. Ich meine auch, etwas Holz zu schmecken. Das Mundgefühl ist weich, wenn auch nicht ganz rund. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und es klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Bittereinheiten:

30 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

5° – 8° Celsius

Brauerei:

Brasserie des Légendes SRL
Rue du Castel 19
7801 Irchonwelz
Belgien
http://www.lacorneduboisdespendus.be/

BrewDog – Dead Pony Club

Kürzlich hat BrewDog bekanntgegeben, dass das Unternehmen zukünftig mit der Warsteiner Gruppe gemeinsam die Gastronomie beliefern werde. Aufgrund dieser Partnerschaft können wir erwarten, dass die Biere von BrewDog bald auch in vielen Gaststätten von Warsteiner angeboten werden und damit auf dem Markt deutlich präsenter sind. Grund genug für mich, mir einige Biere von BrewDog vorzunehmen und sie hier vorzustellen. Heute beginne ich mit dem Dead Pony Club, einem Pale Ale, das mit amerikanischem Aromahopfen aufgewertet wurde.

Kupferfarben und leicht hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich voluminöse Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. An der Optik des Dead Pony Club gibt es nichts zu mäkeln.

Bereits während des Einschenkens steigen mir Zitrusdüfte in die Nase. Am Hopfen haben die Brauer in Ellon wirklich nicht gespart. Aber erst nachdem das Bier im Glas ist, kann ich die gesamte Aromenvielfalt genießen. Düfte nach Zitrone, Grapefruit, Pinie und Vanille steigen mir in die Nase, das Ganze umrahmt durch den Karamellduft des Malzes.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich ein freundliches Bitter zur Karamellsüße. Dass sich die fruchtigen Aromen nicht so richtig auf der Zunge widerspiegeln liegt vermutlich daran, dass das Bier, das jetzt vor mir steht, sich kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum befindet. Trotzdem kann ich das Bier nach wie vor genießen. Besonders gefällt mir das weiche und dabei doch recht schlanke Mundgefühl. Auch der Abgang ist schlank, wobei auch hier das freundliche Bitter die Kehle erfreut. Leider klingt der Geschmack nur kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Spring Blend, Cara, Crystal Malz), Hopfen (Simcoe, Citra, HBC(, Hefe

Alkoholgehalt:

3,8 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

BrewDog PLC
Balmacassie Industrial Estate
AB41 8BX Ellon
Aberdeenshire
Großbritannien
www.brewdog.com

Elfique – Ambrée

Ich würde Ihnen jetzt ja gerne einige Informationen über die Brauerei Elfique im wallonischen Aywaille geben. Aber irgendwie habe ich weder im Internet noch in der Literatur irgendwelche Angaben gefunden. Die Besichtigung der Brauerei ist nur in der Grußße möglich und kostet 10 Euro. Und die Probierstube sieht richtig gut aus. Mehr konnte ich leider nicht herausfinden und daher beginne ich sofort mit der Verkostung.

Kupferfarben und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine voluminöse feste beige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Karamell und reifen roten Früchte. Abgerundet wird das Aroma durch den Duft gerösteter Walnüsse.

Der Antrunk ist mäßig süß und zeichnet sich durch eine feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich ein passendes Bitter zur Süße und auch die Aromen spiegeln sich. Auf diese Weise entsteht ein weiches Mundgefühl. In der Kehle kommt das Aroma der Walnüsse hervor und auch das Bitter wird kräftiger. Der Alkohol wärmt und sorgt für einen langen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Farbe:

25 EBC

Brauerei:

Elfique s.a.
Raborive 2
4920 Aywaille
Belgien
www.elfique.be

Vagabund – Three’s a Party

Die Geschichte der Vagabund Brauerei begann im Jahr 2009, als drei Amerikaner in Berlin beschließen, sich ihr eigenes Craft-Beer zu brauen, welches sie an ihre Heimat erinnert. 2011 konnten die Drei mithilfe einer Crowdfunding Kampagne endlich ihre eigene Mikro-Brauerei eröffnen. Als Musiker haben sich die Brauer nicht nur Gedanken dazu gemacht, wie hervorragendes Bier gebraut werden kann, sondern jedes Bier erhält auch eine eigene Musikempfehlung. Zu dem Bier Vagabund Three’s a Party, einem Triple IPA, empfehlen die Brauer folgende Musiktitel:

  • Good Times von CHIC
  • September von Earth, Wind & Fire
  • Relight My Fire von Dan Hartmann
  • Ring My Bell von Anita Ward
  • Daddy Cool von Boney M.
  • Jungle Boogie von Kool & The Gang

Kupferfarben und gefiltert läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große gemischtporige Schaumrone, die lange erhalten bleibt.

Das Aroma dominieren würzige Hopfennoten und der Duft nach Kräutern. Daneben kommt aber auch die Fruchtigkeit ncihtzu kurz. Ich rieche Grapefruit, Zitronen, Ananas und Mango. Alles unterlegt mit dem Karamellduft des Malzes.

Der Antrunk ist überraschend süß. Dabei fällt mir auf, dass die Kohlensäure sehr zurückhaltend vorhanden ist. Aber schnell kommt der komplexe Körper des Biers in den Vordergrund. Ein kräftiges Kräuterbitter dominiert, begleitet durch die fruchtigen Aromen und unterstützt durch Karamell- und Kaffeegeschmack des Malzes. Das Mundgefühl ist voll und weich. Im Abgang lässt das Bitter in der Kehle nach, aber trotzdem bleibt der Geschmack noch überraschend lange erhalten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Zucker, Hopfen (Mosaic, Summit), Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Stammwürze:

18,2° Plato

Bittereinheiten:

43 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

Vagabund Brauerei
Antwerpener Str. 3
13353 Berlin
www.vagabundbrauerei.com