Brasserie des Légendes – Goliath Blonde

Pierre und Vinciane Delcoigne hatten einen Traum. Im Jahr 1997 hatten sie das Castel d’Irchonwelz gekauft und nun wollten sie nach aufwändigen Restaurierungsarbeiten die Brasserie des Légendes eröffnen. So brauten sie im Jahr 2000 ihr erstes Bier (Gouyasse). Dank ihres großen Einsatzes und ihrer Leidenschaft konnten die Infrastrukturen und die Qualität der Produktion verbessert werden: Für die Malzproduktion wurde ein Unternehmen gekauft, und als die Brasserie Ellezelloise (die die Biere Quintine und Hercule herstellt) einen Käufer suchte, wurde diese ebenfalls erworben. Weitere ehrgeizige Projekte wurden auf den Weg gebracht: die Einrichtung der Kneipe „Au Chaudron des Légendes“ in Ellezelles, die Erweiterung und Modernisierung der Brauerei in mehreren Etappen, einschließlich eines neuen Lagers, die neue Chocolaterie in Partnerschaft mit Cédric De Taeye und schließlich haben wir 2019 die Destillerie Biercée gerettet. Heute sind in dem Unternehmen etwa zwanzig Personen beschäftigt und produzieren derzeit 18.000 Hektoliter Bier pro Jahr. Nun steht das Goliath Blond vor mir und will verkostet werden.

Honigfarben und mit einer kräftigen Hefetrübung läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine recht kleine feinporige Schaumkrone, die aber lange erhalten bleibt. Die Optik dieses Biers ist also schon mal recht ansprechend.

Das Bier duftet nach Biskuitteig, nach Zitrusfrüchten und Ananas, unterstützt durch einige florale Noten.

Der Antrunk ist süß und spritzig. Auf der Zunge gesellt sich eine fruchtige Säure zur Süße und auch die Hefe ist deutlich zu schmecken, so dass das Bier beinahe teigig schmeckt. Bitter ist kaum festzustellen. Das Mundgefühl ist voll. Erst im Abgang kommt ein leichtes fruchtiges Bitter in den Vordergrund, und obwohl das Bitter nicht kräftig ist, klingt es doch erstaunlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Bittereinheiten:

19 IBU

Farbe:

7 EBC

Brauerei:

Brasserie des Légendes sprt
Rue du castel 19
7801 Irchonwelz
Belgien
www.brasseriedeslegendes.be

Ottakringer Bierzirkus – Ottakringer zeigt Innovationsgeist

Die Ottakringer Brauerei geht in der Produktentwicklung einen innovativen Weg und bezieht Kunden in den Launch neuer Biersorten mit ein. Seit Anfang Juli können die Gäste des Ottakringer Bierfestes Feedback zu drei Sorten geben, die exklusiv am Ottakringer Bierzirkus Stand erhältlich sind: Hopfenkarussell, Sonnentanz und Bierspritzer finden großen Anklang. Es wird fleißig probiert und abgestimmt.

Geschäftsführer Harald Mayer: „Zum Jubiläum unseres Bierfestes werden neben unseren mehr als 20 bekannten Bieren vom Fass die neuen Lagerbiersorten Hopfenkarussell, Sonnentanz und unser fruchtiges Leichtgetränk Bierspritzer angeboten. Das Feedback unserer Gäste möchten wir als Inspiration für die weitere Produktentwicklung nutzen und damit zeigen, dass wir als Brauerei spannende und innovative Wege gehen.“

„Das Hopfenkarussel ist ein kaltgehopftes Lager“, ergänzt Tobias Frank, Geschäftsführer Technik und erster Braumeister. „Neu und dabei und im wahrsten Sinne des Wortes spritzig sind aber auch unser sonnengelbes Lager Sonnentanz und der Bierspritzer, ein IPA mit Supersoda und nur 3 % vol. Wir freuen uns jedenfalls bei allen dreien auf das Feedback unserer Gäste.“^

Und so funktioniert der Ottakringer Bierzirkus: Am Ottakringer Bierfest zum Bierzirkus-Stand gehen, neue Sorten bestellen und probieren, QR Code scannen und online Feedback dazu geben. Als Dankeschön werden 3 x 2 Braukurs-Plätze im Ottakringer BrauWerk verlost.

Die Ottakringer Brauerei gibt es seit 1837. Sie ist die letzte große Wiener Brauerei und gleichzeitig eine der letzten großen unabhängigen Brauereien Österreichs. Als mittelständischer Familienbetrieb ist diese Unabhängigkeit besonders wichtig. Markenzeichen sind der kompromisslos hohe Qualitätsanspruch, die reiche Bier-Vielfalt von mehr als 15 verschiedene Biersorten und das städtische Lebensgefühl verbunden mit der Frische, die die Qualität eines Bieres ausmacht. Die Ottakringer Brauerei beschäftigt 172 Mitarbeiter, erzielte im Jahr 2021 einen Umsatz von rund 62 Millionen Euro und braute 422.000 Hektoliter Bier. Seit Anfang 2021 ist der Produktionsprozess klimaneutral. 2021 wurde die Ottakringer Brauerei wieder mit dem Wiener Qualitätssiegel TOP-Lehrbetrieb ausgezeichnet, das bis 2025 gültig ist. Dank der großartigen Eventlocations am Brauereigelände ist sie auch ein fester und nicht mehr wegzudenkender Teil des Wiener Stadtlebens.

Um allen Missverständnissen vorzubeugen: ich freue mich zwar, dass den Brauern in Wien-Ottakring die Wortschöpfung Bierzirkus so gut gefällt, dass sie sie für ihre Aktion gewählt haben, aber die Aktion hat mit diesem Blog nichts zu tun. Die beiden Bierzirkusse sind absolut voneinander unabhängig (auch wenn ich gerne die Biere aus Ottakring hier vorstellen würde, aber diese Biere sind in Deutschland nicht erhältlich).

Alt-Bamberg – Urstoff

„Brauen ist unser Handwerk – Wir haben unsere Leidenschaft zum Beruf gemacht“. Unter diesem Motto wurde die Braumanufactur Alt-Bamberg von jungen, passionierten Bierbrauern aus der Region Bamberg im Frühjahr 2011 gegründet. Unterstützt werden die Gründer von Senior-Braumeistern, die sich bereits im Ruhestand befinden und – wie ehemals in Franken üblich – sich ihr berufliches Leben lang ausschließlich mit Brauen beschäftigt haben. Auch ein zertifizierter Biersommelier befindet sich mit in diesem erlauchten Brauerkreis. Das Aufspüren alter Rezepturen ebenso wie das Streben auch neue Biere mit besonderen Geschmacksnoten zu entwickeln, bereitet den Brauern in der Gemeinschaft viel Freude und ist für sie Voraussetzung, hervorragende Biere zu erschaffen. Für das Brauen der Biere verwenden die Brauer vornehmlich regionale Rohstoffe wie Malz, Hopfen und Hefe. Auch andere Fremdleistungen beziehen sie aus der Region. So sind die meisten von der Brauerei beauftragten Handwerker fränkische Urgesteine und die landwirtschaftlichen Lieferungen kommen beispielsweise aus dem fränkischen Jura und aus Spalt. Viel fränkischer kann ein Bier wohl kaum werden. Öffne ich also die Flasche und beginne mit der Verkostung.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die gemischtporige Schaumkrone ist recht klein und fällt ziemlich schnell in sich zusammen. Zumindest an der Optik sollte die Braumanufactur noch einmal arbeiten.

Das Bier duftet nach Getreide und Honig. Wie bei fränkischen Bieren üblich sind die Hopfenaromen eher zurückhaltend vorhanden.

Der Antrunk ist recht süß und er zeichnet sich durch eine sehr feinperlige und sanfte Kohlensäure aus. Als sich das Bier auf der Zunge verteilt kommt ein überraschend kräftiges freundliches Bitter zum Vorschein. Das ist keine Kritik – im Gegenteil, das Bitter ist gut mit der Süße abgeglichen. Das Mundgefühl ist samtig. Im Abgang lässt das Bitter etwas nach und es klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Bittereinheiten:

22 IBU

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Braumanufactur Alt-Bamberg GmbH
Breitäckerstr. 9
96049 Bamberg
http://alt-bamberg.com/

Freie Brau Union Bremen – Bremer Swabbie IPA

Nachdem in der Union Brauerei fast 50 Jahre kein Bier mehr gebraut wurde, wird die Geschichte der Union Brauerei seit 2015 weitergeführt. An diesem Tag wurde das neue 20 hl-Sudhaus genau an der Stelle eingebaut, an der früher das alte Sudhaus stand. Dabei haben die neuen Betreiber bewusst Gegensätze geschafft: Ein historisches Backsteingebäude und ein modernes Sudhaus aus Edelstahl. Von dort stammt das Bremer Swabbie IPA, das jetzt vor mir steht. Dieses Bier wurde nebenbei bemerkt im Jahr 2019 bei Meiningers International Craft Beer Award mit der Platin-Medaille ausgezeichnet.

Bernsteinfarben und mit nur leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt sehr lange erhalten. An der Optik des Swabbie gibt es schnon mal nichts auszusetzen.

Das Bier duftet sehr fruchtig nach Zitrusschalen, Ananas und Mango. Da bekomme ich glatt Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist relativ süß mit einer sehr feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge kommt ein kräftiges Bitter dazu, was aber dem weichen Mundgefühl keinen Abbruch tut. Im Abgang gesellen sich harzige Noten zum Bitter und das Bitter klingt einige Zeit nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Carahell, Cara Münch II), Hopfen (Citra, Amarillo, Ariana), Hefe

Alkoholgehalt:

6,8 % Vol.

Stammwürze:

15,4° Plato

Bittereinheiten:

60 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Union Brauerei Bremen GmbH
Theodorstraße 13
28219 Bremen
https://brauerei-bremen.de/

Hoppebräu – Wuide Hehna

Im Jahr 2010 braute Markus Hoppe in der Garage seiner Eltern sein erstes Bier. Durch den Erfolg ermutigt wurde er vom Tatendrang gepackt und braute sämtliche Bierstile vom Märzen bis zum Double IPA. Eigenes wurde komponiert und immer weiter ausgebaut. Nach seiner Ausbildung ging er auf die Insel Mauritius in eine Gasthausbrauerei. Dort hatte er die Möglichkeit alle Versuche in größerer Menge zu brauen und unter die Leute zu bringen. Begeistert von der Reaktion der Kunden hieß das Ziel die Biervielfalt zu Hause erweitern. Zurück in Deutschland wurden auf einer kleinen Versuchsanlage alle Ideen umgesetzt. Wenn ein Rezept voll ausgereift ist geht der Braumeister in eine andere Brauerei und stellt sein Produkt selbst gegen „Miete“ auf größerer Anlage her. So wird handwerklich, rein auf Qualität abgezielt und nach bayrischem Reinheitsgebot gebraut. Mittlerweile hat sich die Familie Hoppe einen Traum erfüllt, und am Ortseingang von Waakirchen ein wahres Bierparadies erschaffen. Dort werden laufend neue Kreationen geschaffen ohne dabei die bayrische Biertradition mit Brotzeit und Gastfreundschaft zu vergessen. Jetzt steht vor mir die Wuide Hehna, ein Session IPA.

Weizengelb und mit sehr kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist nur klein, bleibt aber sehr lange erhalten.

Düfte nach Melone, Gapefruit und Ananas steigen mir in die Nase. Ich meine auch andere Südfrüchte zu riechen, die ich aber nicht einzeln identifizieren kann.

Der Antrunk überrascht durch eine recht kräftige Süße sowie eine sehr feinperlige und sanfte Kohlensäure. Auf der Zunge präsentiert sich das Bier frisch und fruchtig. Die Aromen spiegeln sich, zusätzlich kann ich jetzt noch den Geschmack nach Mandarine feststellen, und das Mundgefühl ist schlank und weich. Die einzige Überraschung ist das zurückhaltende Bitter. Dieses Bitter wird im Abgang klräftiger und klingt sehr lange nach.

Erstaunlich ist, dass ein Bier, das lediglich 4,1 Volumenprozent Alkohol enthält, dermaßen voll und rund schmecken kann.

Zutaten:


Wasser, Malz (Pilsner Malz, Carahell), Hopfen (Magnum, Citra, Callista), Hefe

Alkoholgehalt:

4,1 % Vol.

Bittereinheiten:

35 IBU

Stammwürze:

10° Plato

Brauerei:

Hoppebräu GmbH
Tölzer Straße 37
83666 Waakirchen
www.hoppebraeu.de

Maisel’s Weisse Alkoholfrei erringt Silber bei den World Beer Awards 2022

Die Verleihung der World Beer Awards sorgte in den letzten Jahren immer wieder für Hochstimmung beim Team der Brauerei Gebr. Maisel – und auch in diesem Jahr konnte Maisel’s Weisse Alkoholfrei zum wiederholten Mal überzeugen. Mit der Silbermedaille in der Kategorie der leichten und alkoholfreien Weißbiere konnte die Familienbrauerei an vergangene Erfolge anknüpfen. Nachdem 2018 und 2019 der Weltmeistertitel nach Bayreuth ging, gab es 2020 und 2021 durch den Gewinn von Silbermedaillen ebenfalls Grund zur Freude.

„Ich bin sehr stolz auf diese tolle Teamleistung. Dass wir trotz starker internationaler Konkurrenz zum fünften Mal in Folge auf dem Siegertreppchen stehen, ist der hervorragenden Arbeit unserer Brauer und Braumeister zu verdanken und beweist die hohe Qualität unserer Maisel’s Weisse“, freut sich Jeff Maisel, der die Brauerei bereits in der vierten Generation führt. Die Wiederholungserfolge stehen allerdings nicht nur für die Qualität des alkoholfreien Weißbiers, sondern zeigen auch, dass man sich in Bayreuth nicht auf seinen Lorbeeren ausruht. „Top-Platzierungen bei so renommierten Verkostungswettbewerben zeigen, dass sich unsere leidenschaftliche Arbeit lohnt – und spornt uns an, das Niveau weiterhin so weit oben zu halten“, zeigt sich Erster Braumeister und Geschäftsführer Marc Goebel motiviert.

Maisel’s Weisse Alkoholfrei steht nicht alleine auf dem Siegertreppchen: Mit Maisel’s Weisse Kristall konnte ein weiteres Weißbier aus der Brauerei Gebr. Maisel überzeugen und holte in der Kategorie „Weißbier Kristall“ ebenfalls eine Silbermedaille. Für Maisel’s Weisse Original gab es die Bronzemedaille in der Kategorie „Hefe-Weißbier Bavarian Style“.

Über Maisel’s Weisse Alkoholfrei

„Maisel’s Weisse Alkoholfrei“ ist wie viele andere alkoholfreie Biere ein ideales Fitness- und Wellnessgetränk für aktive und ernährungsbewusste Genießer. Die sportliche Variante von Maisel’s Weisse ist vitaminhaltig, isotonisch und hat dabei 33% weniger Kalorien als eine Maisel’s Weisse Original. Mit einem eigens entwickelten Brauverfahren ist es den Braumeistern gelungen, den Alkohol schonend zu entziehen, wodurch die charakteristischen Eigenschaften von Maisel’s Weisse erhalten bleiben. So glänzt auch diese Variante mit der einzigartig rötlich leuchtenden Bernsteinfarbe und einem würzig-fruchtigen Geschmackseindruck.

Rince Cochon Blonde

Das Bier, das jetzt vor mir steht, habe ich von meinem letzten Besuch in Lyon mitgebracht. Etwas verwundert hat mich der Spruch auf dem Halsetikett der Flasche: „Bière Blonde des Flandres“. Das ein französisches Bier als flämisch bezeichnet wird, erschien mir zunächst doch ungewöhnlich. Inzwischen habe ich das Rätsel aber gelöst: das Bier wird von der Brauerei Roman im flämischen Oudenaarde für das französische Unternehmen Difcom2 gebraut.

Hell goldfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine recht voluminöse feinporige Schaumkrone, die anfangs flott in sich zusammenfällt, aber ein Rest bleibt sehr lange erhalten.

Das Aroma ist angenehm hopfenbetont. Dazu kommen Düfte nach Honig, Brotkrume sowie eine fruchtige Note, die an grünen Apfel erinnert.

Der Antrunk ist süß, spritzig und mit einer milden Hopfennote gewürzt. Auf der Zunge gesellt sich das Aroma gelber Früchte dazu, die Süße bleibt und wird durch ein passendes freundliches Bitter begleitet und der Geschmack wird durch einen Hauch Kandis und Vanille abgerundet. Die 8,5 Volumenprozent Alkohol sind gut eingearbeitet und schmecken nicht durch. Das Mundgefühl ist weich und samtig. Im Abgang wird das bitter etwas kräftiger und klingt zusammen mit der Süße lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Farbe:

6 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

9° – 11° Celsius

Brauerei:

Brewery Roman
Hauwaart 105
9700 Oudenaarde
Belgien
www.roman.be

für

Sa Difcom
59650 Villeneuve d’Ascq
Frankreich
www.larincecochon.com

Klüver’s – Weizen Alkoholfrei

Bereits vor längerer Zeit habe ich ein alkoholfreies Weizenbier der Brauerei im Hafen von Neustadt/Holstein verkostet. Damals hieß es Alkoholfreies Weizen und hatte auch ein anderes Etikett. Ich bin mir nicht sicher, ob es sich lediglich um eine optische Auffrischung des Etiketts handelt oder ob auch das Bier neu ist. Jedenfalls habe ich mir bei meinem letzten Aufenthalt in Neustadt eine Flasche Weizen Alkoholfrei gekauft, die jetzt mit der Verkostung an der Reihe ist.

Orangefarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine voluminöse feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Auffällig ist auch die agile Kohlensäure.

Das Bier duftet nach Getreide, was das typische Aroma vieler alkoholfreier Weißbiere ist. Halt mehr nach Würze als nach einem gut gegorenen Bier. Aber das liegt in der Natur der Sache.

Der Antrunk ist spritzig und er zeichnet sich durch eine angenehme leichte Süße aus. Auf der Zunge breitet sich wie in der Nase das Getreidearoma aus, dazu die Hefe sowie ein geringes Bitter. Das Mundgefühl ist weich und cremig. Der Abgang ist mild. Dabei wird die Fruchtigkeit etwas kräftiger, die an Banane erinnert. Leider klingt der Geschmack nur sehr kurz nach.

Zutaten:

Brauwasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

<0,5 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Bittereinheiten:

25 IBU

Brauerei:

Klüver’s Brauhaus
Schiffbrücke 2-4
23730 Neustadt i.H.
www.kluevers.com

BrewDog und Warsteiner bündeln den Vertrieb in der Gastronomie

BrewDog Deutschland mit Sitz in Berlin und die sauerländische Familienbrauerei Warsteiner gehen ab dem 15. August gemeinsame Wege im Gastronomievertrieb. Das 60-köpfige Sales-Team von Warsteiner nimmt die Sortenvielfalt von BrewDog in sein Rampen- und Vertriebssortiment auf und kann Gastronomiekunden dadurch ein breites Portfolio von modernen und traditionellen Bierstilen anbieten.

Mit diesem Schritt bündeln die erste CO2 negative Brauerei der Welt und die Warsteiner Gruppe, eine der größten inhabergeführten Brauereigruppen Deutschlands, ihre Kräfte. Im Zuge dieser Partnerschaft wird BrewDog deutlich sichtbarer im deutschen Gastronomiegeschäft. Angetreten im Jahr 2007, um Konsumenten mit großartigem Bier zu begeistern, ist das ursprünglich schottische Unternehmen laut aktuellem Brand Finance Report nach 15 Jahren bereits auf Platz 14 der wertvollsten Biermarken der Welt. Grund genug, das in Berlin gebraute Bier noch mehr Bierfans in Deutschland zugänglich zu machen: „Durch die Partnerschaft mit Warsteiner werden unsere Produkte in der deutschen Gastronomie sichtbarer und erlebbarer für unsere Konsument*innen“, erklärt Adrian Klie, CEO BrewDog Deutschland. Gleichzeitig komplementiert die Privatbrauerei Warsteiner mit den schottischen Varietäten ihre Produktpalette und verfügt damit über ein noch attraktiveres Bier-Angebot, um den Kunden und Gastronomiepartnern aus einer Hand ein vielfältiges Produktportfolio zu bieten.

Zu den neuen Bieren für die Warsteiner gehört das gesamte in Berlin gebraute Headliner-Sortiment von BrewDog Deutschland, bestehend aus den Sorten Punk IPA, Hazy Jane, Pale Ale, Elvis Juice und Kiez Keule. Wer zusätzlich zum vielfältigen Flaschenportfolio auch Frischgezapftes servieren möchte, dem stehen die Sorten Hazy Jane, Punk IPA und Kiez Keule außerdem auch als Fassbier zur Verfügung.

Auch in der Logistik sprechen beide Unternehmen zukünftig eine Sprache: So werden die Produkte in Berlin in den Warsteiner Fasspool abgefüllt und dann im Einklang mit BrewDogs negativer CO2 Bilanz umweltfreundlich per Zug nach Warstein transportiert. Für die GFGHs und Gastronomen sind die BrewDog-Biere dann ab dem 1. September 2022 sowohl als Fassbier als auch Gastroflaschen an der Rampe in Warstein verfügbar.

Bereits der Beginn der Partnerschaft war geprägt von konstruktiver Zusammenarbeit: „Die gemeinsamen Gespräche waren von Beginn an von viel Vertrauen und Drive auf beiden Seiten geprägt. Diese Partnerschaft ist ein weiterer Meilenstein für BrewDog in Deutschland und wir sind sehr froh mit dem gesamten Warsteiner Team von nun an einen starken Partner für den Gastronomievertrieb an unserer Seite zu wissen,“ so Adrian Klie.

Uwe Albershardt, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der Warsteiner Gruppe ergänzt: „Die Partnerschaft zwischen unseren beiden Familienunternehmen vereint das Beste aus beiden Welten. Unsere vielfältigen Partner in der Gastronomie können wir mit den Bieren von BrewDog die ideale Ergänzung zu unserem starken Warsteiner Portfolio bieten. Ein Match, das nicht besser zusammenpassen könnte.“ Auch André Hilmer, Verkaufsdirektor Gastronomie bei Warsteiner, freut sich auf die anstehende Partnerschaft: „Modern interpretierte Biere sind angesagt und gerade unsere jüngeren Kund*innen probieren gerne neue Biere aus. Wir freuen uns darauf, unseren Gastronomiepartner*innen ab sofort ein noch breiteres und vielseitigeres Portfolio anzubieten. Ich bin sicher, dass wir gemeinsam etwas Großes aufbauen können und dass das jetzt erst der Anfang ist.“

Die Vertriebspartnerschaft umfasst den Außer-Haus-Markt und den Fachhandel; der Lebensmitteleinzelhandel ist davon nicht betroffen. Dort liegt der Vertrieb der BrewDog-Biere weiterhin in der Hand von BrewDogs eigenem, dreizehnköpfigen Vertriebsteam.

Das BrewDog Crowdfunding Prinzip

Um die Partnerschaft auch für die entscheidenden Personen von Beginn an erlebbar zu machen, macht BrewDog (als größtes Crowd gefundetes Unternehmen der Welt) die beteiligten Außendienstmitarbeiter*innen von Warsteiner gleichzeitig zu Equity Punks und damit zu Miteigentümer des Unternehmens. Die BrewDog Mitarbeitenden bekommen seit diesem Jahr im Rahmen des Hop Stock Programms jeweils jährlich ein Beteiligungspaket im derzeitigen Wert von umgerechnet 36.000 Euro.

Schelde Brouwerij – Hop Ruiter

Die Schelde-Brauerei wurde im Jahr 1994 in Bergen op Zoom in den Niederlanden gegründet. Während des Karnevals wird diese Stadt auch „Krabbegat“ genannt. So wurde das Logo der Brauerei schnell bekannt: die Krabbe. Die Biere von De Scheldebrouwerij wurden immer beliebter (vor allem Zeezuiper und Lamme Goedzak), was die Brauerei aufgrund der Produktion zum Umzug zwang. Im Jahr 2007 öffnete die Schelde-Brauerei ihre Türen in Hoogstraten in Belgien. Die Brauerei hat daher ihren Ursprung in den Niederlanden, aber um die Nachfrage nach ihren Bieren befriedigen zu können, ist die Brauerei nach Belgien umgezogen.

Jetzt steht das Hop Ruiter (Hopfenreiter) vor mir und wartet auf seine Verkostung. Das Bier wurde erstmals im Jahr 2010 für den amerikanischen Markt gebraut. Dort wird es vom Importeur für Bier, Vanberg & DeWulf, vermarktet. Das Unternehmen importiert Biere mehrerer belgischer Brauereien. Das europäische Label zeigt die wilden Männer von Bergen op Zoom. Diese Männer und die Krabbe im Logo beziehen sich auf den Ursprung der Brauerei.

Im Jahr 2011 gewann Hop Ruiter eine Silbermedaille bei der United States Open Beer Championship in der Kategorie „French/Belgian Ale“.

Orangefarben und mit einer eher grobporigen Schaumkrone, die sich bis auf einen Rest relativ schnell auflöst, präsentiert sich das Bier im Glas. Ein Rest Schaum bleibt lange erhalten.

Das Bier duftet nach Zitrusfrüchten, Ananas, Waldhonig und Karamell. Auch die Düfte anderer exotischer Früchte steigen mir in die Nase, ohne dass ich sie einzeln identifizieren kann.

Der Antrunk ist recht süß und spritzig. Auf der Zunge gesellt sich ein ordentliches fruchtiges Bitter zur Süße und verbindet sich mit den Aromen. Das Mundgefühl ist angenehm samtig. Im Abgang wird das Bitter etwas schwächer und ein würziger Geschmack kommt hinzu. Der Geschmack klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Bittereinheiten:

32 IBU

Farbe:

11 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

7° – 10° Celsius

Brauerei:

Scheldebrouwerij
Wenenstraat 7
2321 Meer
Belgien
www.scheldebrouwerij.com