Archiv der Kategorie: Biertest

Dithmarscher Urbock

Die Dithmarscher Privatbrauerei Karl Hintz in Marne gehört zu den wenigen noch unabhängigen Traditionsbrauereien in Norddeutschland. Ich hoffe, dass sie auch lange noch unabhängig bleibt, denn bislang bin ich mit den Bieren von der Westküste Schleswig-Holsteins immer sehr zufrieden gewesen. Jetzt steht vor mir der Urbock, den die Marner immer im Herbst brauen und für den fünf Malz- und drei verschiedene Hopfensorten verwendet werden.

Kupferfarben und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber prangt eine üppige feinporige beige Schaumkrone, die durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Toffee und würzigen Hopfen.

Der Antrunk überzeugt durch eine stiltypische Malzsüße, wobei mir auffällt, dass das Bier vergleichsweise wenig seiner feinperligen Kohlensäure enthält. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten, wo sich ein leichtes Hopfenbitter dazugesellt. Obwohl ich etwas Fruchtigkeit vermisse, ist das Mundgefühl voll und rund. Im Abgang wird das Bier etwas trockener und macht einem kräftigeren freundlichen Bitter Platz, das lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,8 % Vol.

Brauerei:

Dithmarscher Privatbrauerei
Karl Hintz GmbH & Co. KG
Oesterstr. 18
25709 Marne
www.dithmarscher.de

BierSelect

Bräu Wirts Urtyp

Aus Thüringen stammt das Bräu Wirts Urtyp, das jetzt vor mir steht. Das heißt – eigentlich weiß ich nicht wirklich, ob das Bier aus Thüringen stammt. Das Etikett verrät die Brauerei nicht, sondern lediglich, dass das Bier für eine Meininger Getränkevertriebs-GmbH gebraut wurde. Und dieses Unternehmen ist in Thüringen beheimatet. Mehr kann ich im Internet nicht über das Bier erfahren und auch die Meininger Getränkevertriebs-GmbH hält sich mit Informationen sehr zurück. Ich kann lediglich erfahren, dass das Unternehmen zehn Getränkemarkte unterhält. Hoffentlich ist das Bier besser als die Informationen im Internet.

Intensiv goldfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist sahnig und bleibt lange erhalten. Die Optik ist also schon mal ansprechend.

Beim Duft lässt meine Begeisterung schon nach. Ich kann nur eine Ahnung von Karamell riechen, und auch dieser Duft verfliegt schnell.

Der Antrunk ist recht süß und mich stört die kräftige Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt sich ein auf die Süße abgestimmtes Bitter zur Süße. Blumige oder fruchtige Aromen suche ich auch jetzt vergebens, so dass das Mundgefühl sehr schlank ist. Der Abgang ist ebenfalls schlank und der schwache Bittergeschmack verfliegt schnell.

Insgesamt bin ich von diesem Bier wirklich enttäuscht. Die Optik des Bieres und das Design des Etiketts sind für mich die besten Eigenschaften dieses Biers.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

12,7° Plato

Bittereinheiten:

25 IBU

Brauerei:

Meininger Getränkevertriebs-GmbH
Sandfeld 14
98639 Rippershausen

Waterloo Triple Blond

Die Belgier sind begeistert von ihren Tripels. Sie lieben ihre starken blonden Biere und ich muss sagen, dass ich das durchaus verstelen kann. Der Begriff Tripel bezeichnet ursprünglich Biere mit größeren Mengen an Zutaten, die der Maische zugesetzt werden, aber im Laufe der Jahre hat sich Tripel eher zu einem Oberbegriff als zu einem spezifischen Bierstil entwickelt.

Goldgelb und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist sehr voluminös und sie bleibt auch lange erhalten. Genau so soll ein Tripel aus Belgien aussehen.

Der erste Eindruck in der Nase ist frisch und hefig, mit lebhaften und fruchtigen Aromen, die an grüne Äpfel erinnern. Dazu kommen noch angenehme würzige Noten des Hopfens.

Der Antrunk ist süß, was ohne die reichlich vorhandene feinperlige Kohlensäure vermutlich etwas unangenehm wäre. Aber so passt es durchaus zusammen. Auf der Zunge bleibt die Süße bestehen und mischt sich mit der Würzigkeit des Hopfens. Der Alkohol wärmt im Magen. Das Mundgefühl ist weich und voll. Der Abgang ist mild mit leichtem Hopfenbitter, aber leider mit kurzem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Malz, Zucker, Hopfen, Hefe und Kräuter.

Alkoholgehalt:

8 % Vol.

Bittereinheiten:

26 IBU

Farbe:

12 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

4° – 6° Celsius

Brauerei:

John Martin SA
Chaussee de Charleroi 591
1410 Waterloo
Belgien
www.anthonymartin.be

BRLO – Baltic Porter

Das BRLO Baltic Porter, das jetzt vor mir steht, ist eine Kreuzung zwischen einem englischen Porter und einem russischen Imperial Stout. Damit ist dieser Bierstil seinen Wurzeln, der Ernährung der am härtesten arbeitenden Klassen in England zu dienen, entwachsen. Bei den World Beer Awards 2017 wurde das Bier mit Gold ausgezeichnet.

Das Aroma wird durch die Röstaromen nach dunkler Schokolade und Kaffee dominiert und Düfte nach Toffee und Karamell sorgen für eine leichte Süße, die durch einen Hauch fruchtiger Säure sowie die Ahnung nach gerösteten Nüssen vervollständigt wird.

Der Antrunk besticht durch eine angenehme Süße, die durch reichlich vorhandene sehr feinperlige Kohlensäure begleitet wird. Auf der Zunge ist der Geschmack dunkler Schokolade im Vordergrund, begleitet durch etwas Kaffee. Bitterstoffe sind nur wenige vorhanden und der Alkohol wärmt. Das Mundgefühl ist dabei angenehm weich. Im Abgang kommt der Kaffeegeschmack nach vorne, das Bitter wird etwas kräftiger und klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Karamellmalz, Röstmalz), Hopfen (Herkules, Tettnanger), Hefe

Alkoholgehalt:

7% Vol.

Stammwürze:

17,8° Plato

Bittereinheiten:

30 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

10° – 12° Celsius

Brauerei:

Braukunst Berlin GmbH
Schönebergerstr. 16
10963 Berlin
www.brlo.de

Apostelbräu – Roggen

Die Brauerei Apostelbräu ist im niederbayrischen Hauzenberg beheimatet, das im Landkreis Passau liegt. Bekannt wurde die Brauerei im Wesentlichen durch zwei Dinge: dort wird Bier aus anderen Getreiden als Gerste und Weizen gebraut und das Landratsamt hat der Brauerei untersagt, auf den Flaschenetiketten den alten bayrischen Wunsch „Wohl bekomm’s“ abzudrucken. Dieser Aufdruck wäre eine gesundheitsbezogene Aussage. Meiner Meinung nach handelt es sich hier aber wohl eher um einen bürokratischen Ausrutscher des Landratsamts. Aber jetzt wollen wir uns mit dem Bier beschäftigen, das die Brauerei von anderen unterscheidet. Jetzt steht als erstes Bier dieser Brauerei das Roggen vor mir.

Dunkel rotbraun und leicht hefetrüb fließt das Bier ins Glas. Die durchschnittlich große elfenbeinfarbene Schaumkrone ist fest und bleibt lange erhalten. Damit ist das Bier optisch jedenfalls sehr ansprechend.

Das Bier duftet nachKaramell und Pumpernickel, dazu leichte Zitrusnoten. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße aus. Dabei macht das Bier einen wirklich frischen Eindruck, auch wenn die sehr feinperlige Kohlensäure recht knapp dosiert ist. Auf der Zunge erinnert das Bier an ein gutes Sauerteigbrot. Bitterstoffe kann ich kaum schmecken. Das Mundgefühl ich angenehm weich. Der Abgang ist mild. Auch jetzt kann ich nur wenig Bitter feststellen, aber eine leichte Fruchtigkeit verleiht dem Bier eine ungewohnte Leichtigkeit. Trotz der wenigen Bitterstoffe klingt der Geschmack lange nach.

Zutaten:

Wasser, Roggenmalz, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen (Bavaria Mandarin, Tettnanger)

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Brauerei:

Apostelbräu
Eben 11-13
94051 Hauzenberg
www.apostelbraeu.de

Dampfbierbrauerei Zwiesel – Brotzeitbier

Brotzeitbier steht auf dem Etikett der nächsten Flasche, die bei mir auf ihre Verkostung wartet. Das liest sich zunächst einmal etwas ungewohnt – aber weshalb eigentlich? Im Weinregal meines Supermarkts steht rund ums Jahr der „Wein zum Spargel“. Auf einem anderen Weinetikett ist eine Garnele abgebildet. Da weiß der geneigte Käufer doch gleich, welchen Wein er zum geplanten Essen kaufen soll. Die Bierauswahl ist für den Laien noch erheblich schwieriger zu durchschauen, zumindest wenn er sich einmal das Craft Beer-Regal ansieht. Die Vielfalt ist noch einmal deutlich höher als im Weinregal. Damit meine ich jetzt nicht die Anzahl der verschiedenen Etiketten oder Hersteller. Nein, die möglichen Geschmacksrichtungen sind beim Bier vielfältiger als beim Wein. Und so ist es eigentlich eine gute Entscheidungshilfe, wenn wir von vornherein wissen, zu welcher Speise das Brotzeitbier passt – nämlich zu Brot und Bretzel, dazu kräftiger Käse und eftige Wurst. Jetzt will ich herausfinden, ob dieses Bier auch wirklich zu einer bayerischen Brotzeit passt.

Golden und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die gemischtporige Schaumkrone ist etwas dürftig geraten und sie fällt auch schnell in sich zusammen.

Das Bier duftet nach Karamell und Getreide, abgerundet durch einige blumige Noten.

Der Antrunk ist recht süß. Obwohl die feinperlige Kohlensäure eher knapp dosiert ist, passt es aber trotzdem irgendwie zusammen. Auf der Zunge gesellt sich ein leichtes Bitter zur Süße. Das Mundgefühl ist weich. Im Abgang wird das Bier etwas trockener und ein verhaltenes Bitter übernimmt mit überraschend langem Nachklang.

Das Brotzeitbier ist kein Genussbier, auf das der Konsument sich beim Trinken konzentrieren kann. Aber zum schnellen Dustlöschen oder zum Essen, beispielsweise zu einer Brotzeit, ist es wirklich gut geeignet.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

1. Dampfbierbrauerei Zwiesel
Regener Str. 9
94227 Zwiesel
www.dampfbier.de

Silly – Double Enghien Brune

Als die Brasserie de Silly im Jahr 1975 die Brauerei Tennstedt-DeCroes in Enghien übernahm, wurden die beliebten Enghien-Marken beibehalten. Und so steht jetzt das Double Enghien Brune vor mir, ein Bier, dessen Name eigentlich bereits aussagt, was mich erwartet, wenn ich dieses Bier gleich verkoste.

Kastanienbraun und hefetrüb fließt das Bier ins Glas. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und elfenbeinfarben. Sie bleibt lange erhalten,

Das Aroma ist malzbetont nach Karamell und Pumpernickel. Abgerundet wird das Aroma durch den Duft nach Trockenfrüchten.

Der Antrunk ist wie erwartet recht süß und die Kohlensäure ist feinperlig, dabei aber kräftig. Auf der Zunge gesellt sich ein ordentliches freundliches Bitter zur Süße. Säure kann ich nur in Spuren entdecken, was aber dem vollen Mundgefühl keinen Abbruch tut. Langsam kommen auch die Trockenfrüchte hervor und ich meine, dass mich der Geschmack an getrocknete Feigen erinnert. Im Abgang wird das Bier trockener und ein freundliches Bitter klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8 % Vol.

Brauerei:

Brasserie de Silly
Rue Ville Basse 2
7830 Silly
Belgien
www.silly-beer.com

Greizer Schwarze Perle

Greiz ist eine Kleinstadt in Thüringen, nahe der Grenze zu Sachsen. Zum 1. September 1872 kamen drei Greizer Bürger überein, unter der Firmenbezeichnung VEREINSBRAUEREI GREIZ ein neues, leistungsfähiges Brauunternehmen im damaligen Handelsregister eintragen zu lassen. Fabrikant Karl Gottlieb Weber, Kaufmann Karl Anton Merz und der Privatier Anton Zeuner waren es, die die Gründungsurkunde unterzeichneten.

Zwei Jahre sollten vergehen bis das erste Vereinsbier eingebraut werden konnte. Im gleichen Jahr lösten die Greizer das unrentabel gewordene städtische Brauhaus auf. Im Juli 1886 erfolgte die Umwandlung des jungen Unternehmens in eine Aktiengesellschaft.

Hatte sich die VEREINSBRAUEREI GREIZ zunächst darauf spezialisiert, ein halbdunkles Bier Münchner Brauart zu produzieren, verlagerten sich die GREIZER BRAUER ab 1922 zielstrebig auf Pilsner Biere, die auch heute noch dominieren. Erster großer „Renner“: das sich schnell großer Beliebtheit erfreuende „Fürstenbräu“.

Doch die Entwicklung verlief nicht nur kontinuierlich. Zwei Weltkriege, die Weltwirtschaftskrise und nationalsozialistischer Größenwahn forderten ihren Preis. Die Brauereiakten berichten, es sei in den Gärbottichen ersatzweise Sauerkraut hergestellt worden. Und das wenige Bier, das sich die Leute leisten konnten, geriet zunehmend dünner. So auch infolge des zweiten Weltkrieges. Erst nach und nach erreichten die Biere wieder alte Standards. Dafür machte die Mangelwirtschaft der DDR es erforderlich, das Malz mit Gerstenrohfrucht, streckenweise auch durch Reis zu ersetzen.

Nach der Wende übernahm 1991 die Tucher Bräu AG Nürnberg die Brauerei, sanierte den vorhandenen Tiefbrunnen und installierte eine umweltschonende Aufbereitungsanlage für Brauwasser. Es folgten eine neue Flaschenabfüllung mit einer Kapazität von 24 000 Flaschen/h und eine neue Stapelhalle sowie im Laufe der Zeit weitere Modernisierungen. Es folgten einige Besitzerwechsel bis im Dezember 2010 die Brauerei an Familie Schäfer verkauft wurde, die die GREIZER Brauerei als Familienunternehmen weiterführt.

Soweit zur Brauerei, aus der die Schwarze Perle kommt. Da aus dem Osten viele gute Schwarzbiere stammen, erwarte ich auch jetzt einen angenehmen Genuss.

Fast blickdicht schwarz läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große beiger und feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. So stelle ich mir ein Schwarzbier vor, nicht so dünn und halbdurchsichtig wie viele andere.

Wie erwartet wird das Aroma durch die Röststoffe des Malzes dominiert. Mokka ist der hervorragende Duft. Etwas mehr Komplexität würde dem Aroma sicherlich gut zu Gesicht stehen.

Der Antrunk ist überraschend schlank mit einer leichten Süße. Die sehr feinperlige Kohlensäure ist leider recht knapp dosiert. Auf der Zunge kommen die Röststoffe in den Vordergrund, aber die Süße wird ebenfalls kräftiger und kann den Geschmack nach Espresso unterstützen. Bitterstoffe sind nur wenige zu schmecken, so dass das Gefühl eines schlanken Bieres erhalten bleibt. Erst im Abgang wird das Bitter kurz etwas dominanter, aber es klingt nur kurz nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Brauerei:

Vereinsbrauerei Greiz GmbH
Lindenstraße 60
07973 Greiz
www.greizer.de

Tempelier

Angeblich handelt es sich beim Tempelier um ein Bier, dessen Rezeptur aus der Zeit der Tempelritter. Diese existierten allerdings vom 10. Bis 12. Jahrhundert und ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass wir heute noch das gleiche Bier trinken wollen, das vor tausend Jahren ausgeschenkt wurde. Schon die Hopfensorte von damals (falls in dieser Zeit wirklich bereits Hopfen zum Brauen verwendet wurde) ist heute vermutlich nicht mehr existent. Aber egal. Betrachten wir die Geschichte dieses Bierrezepts halt als Legende und wenden wir uns dem Bier zu, wie es heute verkauft wird.

Ursprünglich wurde das Bier in Betekom von der Brouwerij De Sleutel gebraut. Heute stammt es aus der Brasserie Du Bocq, die es im Auftrag der Brouwerij Corsendonk braut.

Bernsteinfarben und mit reichlich festem Schaum, der sehr lange erhalten bleibt, zeigt sich as Bier im Glas.

Karamell ist der vorherrschende Duft dieses Bieres. Vervollständigt wird er durch fruchtige Aromen nach Pfirsich und blumige Noten. Letztendlich verströmt es auch einen Haus nach Vanille.

Der Antrunk ist recht süß. Die Süße wird durch eeine sehr feinperlende Kohlensäure begleitet. Auf der Zunge lässt die Süße schnell nach und die Röststoffe des Karamellmalzes drängen in den Vordergrund. Dabei bringen sie aber nur einen Hauch Bitter mit. Das Mundgefühl ist voll und weich. Erst im Abgang wird das freundliche Bitter etwas kräftiger, das Bier wird trockener und der Geschmack klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6 % Vol.

Farbe:

26 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Brasserie Du Bocq
Rue de la Brasserie 4
5530 Purnode
www.bocq.be

für

Brewery Corsendonk

Steenweg op Mol 118
2360 Oud-Turnhout
Belgien
www.corsendonk.com

Maisel & Friends – Artbeer #4 – Elle

Bereits zum vierten Mal unterstützt die Brauerei Maisel & Friends aus Bayreuth einen Streetart-Künstler, mit dem die Brauer gemeinsam eine Bieridee entwickeln und der ein Etikett gestaltet, bevor die Brauer das dazu passende Bier brauen. In diesem Jahr ist ELLE die Künstlerin.

ELLE begann ursprünglich als illegale Graffiti-Künstlerin in New York. Inzwischen gilt sie als eine der besten Street-Artists, ist eine der gefragtesten Frauen der Szene und arbeitet überall auf der Welt. ELLE ist eine von 50 Künstler*innen, die unser Liebesbier Urban Art Hotel zu einem weltweit einzigartigen Kunstwerk gemacht hat. Sie liebt Bier und schnell entstand die Idee, dass sie genau die Richtige für unser nächstes Artbeer-Projekt ist und wir haben zusammen einen Bierstil ausgesucht, den sie selbst sehr gerne mag: es sollte ein Juicy IPA werden.

Stark und kantig wie das IPA sollte auch das Etikett werden und deshalb hat ELLE ihre Collage extra zackig und dynamisch dargestellt. Die fünf verwendeten Hopfensorten finden sich auf dem Etikett ebenso wieder, wie der cremige-Touch, der durch die soften Lippen dargestellt wurde. Soweit die Theorie. Mache ich jetzt die Flasche auf und schenke mir das Bier ein.

Goldgelb und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist recht klein, bleibt dafür aber lange erhalten.

Das Aroma eines ganzen Obstkorbes steigt mir in die Nase. Ich rieche Düfte nach Grapefruit, Orange, Mango und anderen Südfrüchten, und die Hefe vervollständigt das Bouquet zu einem Duft, der an Biskuitteig erinnert. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist wie erwartet süß und die feinperlige Kohlensäure sorgt von Anfang an für ein angenehmes Mundgefühl. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider. Besonders Orange und Grapefruit stehen im Mittelpunkt, abgerundet durch einen Hauch Vanille. Dazu kommt das stiltypische kräftige Bitter. Das Mundgefühl ist weich und fast samtig. Im Abgang wird das Bier etwas trockener und meine Kehle wird durch ein fruchtiges Bitter mit langem Nachklang verwöhnt.

Die Brauerei hat schon Recht, wenn sie schreibt: „Das Artbeer #4 von und mit Künstlerin ELLE ist definitiv ein Kunstwerk!“

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hafermalz, Hopfen (Idaho 7, Callista, Citra, Mosaic, Amarillo), Hefe

Alkoholgehalt:

7.4% Vol.

Stammwürze:

15,5° Plato

Bittereinheiten:

42 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com