Archiv des Autors: Mathias

26. 1. 2025: Wouws Bierfestival

Am Samstag, den 25. Januar 2025, ist es wieder Zeit für das Wouws Beer Festival, die Zeit für Bierliebhaber, den Winter mit den besten Bierspezialitäten zu feiern. Der Bierhandel Wouw vereint sechs fantastische Brauereien, in denen es mehr als 35 Biere zu entdecken gilt.

Mit gemütlicher Atmosphäre und viel Auswahl bietet das Wouws Beer Festival einen wunderbaren Nachmittag für Feinschmecker und Geselligkeitssuchende. Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, im Herzen von Wouw erstklassige Biere zu genießen.

Das Bierfestival findet am Samstag, 25. Januar von14:00 Uhr – 19:00 Uhr im Café Zalen Donkenhof, Wouw, Niederlande, statt.

Herr Schmidt – Weihnachtsbier

Die Herr Schmidt Brauerei ist eine aufstrebende Brauerei in Osnabrück, die sich der Herstellung traditioneller Bierstile wie Pils, Helles und Festbier verschrieben hat. Der Name „Herr Schmidt“ ist eine Hommage an die ehemalige Metallgießerei Schmidt, auf deren Gelände die Brauerei entsteht. Bis zur Fertigstellung der eigenen Braustätte im Jahr 2024 werden die Biere nach eigenen Rezepturen bei der Brauerei Camba in Bayern gebraut, die für ihre langjährige Erfahrung und hohe Qualität bekannt ist.

Die Biere von Herr Schmidt werden sowohl im eigenen Online-Shop als auch in vielen Getränkeabteilungen im Raum Osnabrück erhältlich.

Dunkelbraun und praktisch blickdicht präsentiert sich das Weihnachtsbier im Glas. Die elfenbeinfarbene Schaumkrone ist klein, bleibt aber sehr lange erhalten. Optisch geht das Bier schon mal in Ordnung.

Die Röstaromen dominieren das Aroma. Neben einem angenehmen Karamellaroma duftet das Bier leicht rauchig. Der Duft nach dunkler Schokolade kommt eher aus dem Hintergrund. Auch der Alkohol fordert schon in der Nase sein Recht.

Der Antrunk ist überraschend frisch mit einer zurückhaltenden Süße. Die Kohlensäure ist sehr feinperlig. Auf der Zunge stehen wieder die Röstaromen im Mittelpunkt. Bittere ist nur wenig vertreten und das Mundgefühl ist schlank. Erst in der Kehle kommt die Bittere überraschend kräftig zum Vorschein. Gemeinsam mit den Röstaromen klingt dieser Geschmack sehr lange nach.

Bei untappd.com wird das Bier als Märzen gelistet. Als Märzen ist das Bier aber vollkommen Out of Style. Als dunkles Lagerbier ist es aber hervorragend.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Bittereinheiten:

16 OBU

Farbe:

50 EBC

Brauerei:

Herr Schmidt Braugesellschaft mbH
Hannoversche Straße 17a
49084 Osnabrück
www.herr-schmidt-bier.de

11. 1. 2025: Winter Wonders Enschede

Am Samstag, den 11. Januar 2025, findet die 8. Ausgabe des Winter Wonders Winter Beer Festivals in der stimmungsvollen Grote Kerk auf dem Oude Markt in Enschede statt. Diese einzigartige Veranstaltung, die von Stanislaus Brewskovitch organisiert wird, bringt acht Brauer zu zwei Sessions voller spezieller Winterbiere zusammen. Die Besucher können eine große Auswahl an Bierspezialitäten in einer wunderschönen, historischen Umgebung genießen.

Crak – Manueto 2021

Wenn wir an Italien denken, kommen uns vermutlich die Weinberge, die Olivenhaine und die hervorragende Küche dieses Landes in den Sinn. Doch inmitten dieser traditionellen Genusslandschaft gibt es auch eine Bewegung, die Bierliebhaber in ganz Europa begeistert. An der Spitze dieser Bewegung steht die Crak Brewery – eine italienische Craft-Brauerei, die die Bierwelt mit Mut, Innovation und kompromissloser Qualität aufmischt.

Die Geschichte von Crak Brewery beginnt 2015 in der Region Venetien, nahe der Stadt Padua. Gegründet wurde die Brauerei von einer Gruppe junger Visionäre, die sich zum Ziel gesetzt hatten, die italienische Bierkultur zu transformieren. Der Name „Crak“ steht dabei symbolisch für den Bruch mit der Vergangenheit: ein Aufruf, aus Konventionen auszubrechen und Bier neu zu definieren.

Was Crak von Anfang an auszeichnete, war der Anspruch, die gesamte Produktionskette in die eigene Hand zu nehmen. Vom Anbau des Hopfens bis hin zur Abfüllung der Biere geschieht alles im eigenen Haus. Die Brauerei Crak Brewery ist als „Agricola-Brauerei“ ausgerichtet. Das bedeutet, dass dort nicht nur Bier gebraut wird, sie baut auch ihre eigenen Rohstoffe an. Der Hopfen wird auf eigenen Feldern kultiviert und die Gerste stammt aus nachhaltigem Anbau. Dieser Ansatz unterstreicht die Philosophie von Crak: Bier wird nicht als Massenprodukt, sondern als handwerkliches Lebensmittel behandelt.

Crak Brewery hat nicht nur in Italien, sondern auch international für Aufsehen gesorgt. Die Brauerei hat zahlreiche Preise bei Bierwettbewerben gewonnen und sich einen festen Platz in der europäischen Craft-Bier-Szene erarbeitet.

Wenn es ein Bier gibt, das die Grenzen zwischen Bier und Wein verschwimmen lässt, dann ist es der Barley Wine. Mit seinem recht hohen Alkoholgehalt, seiner beeindruckenden Komplexität und einer Geschichte, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht, ist Barley Wine für mich einer der faszinierendsten Bierstile überhaupt.

Obwohl Barley Wines Biere sind (ich bin mir aber nicht sicher, ob das der richtige Plural ist. Falls nicht, verzeihen Sie mir das bitte), erinnern sie geschmacklich oft an Portwein, Sherry oder sogar Cognac. Die intensiven Aromen von Trockenfrüchten, Karamell, Honig und manchmal auch Gewürzen machen sie zu einem komplexen Erlebnis, das vor allem in kleinen Schlucken genossen wird. Und genau dies will ich jetzt mit dem Mansueto aus dem Jahr 2021 tun. Dieses Bier wurde bereits bei der Brussels Beer Challenge mit dem 3. Platz und beim Birra del Anno einmal mit dem 3. Platz und einmal mit dem 2. Platz ausgezeichnet. Das Bier ist ein Blend aus Barley Wines, die in Port- und Caroni Rum-Fässern gereift wurden. Auf dieses Bier bin ich wirklich gespannt.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Stiltypisch löst sich die kleine haselnussbraune Schaumkrone sofort auf.

Das Aroma ist so vielschichtig, dass ich es gar nicht auf einmal erfassen kann. Ich rieche dunkle Schokolade und Vanille, geröstete Haselnüsse und Holz. Dazu kommt eine leichte Süße, die an Kandis erinnert, sowie eine Spur fruchtiger Säure.

Der Antrunk ist wie erwartet süß, so dass er schon an Melasse erinnert. Dazu passt die sehr feinperlige und sanfte Kohlensäure. Auf der Zunge bleibt die Melasse im Vordergrund, begleitet durch das holzige Aroma. Zusätzlich meine ich jetzt auch, Trockenfrüchte zu schmecken. Ein weinig erinnert mich das Mansueto an Portwein. Das Mundgefühl ist voll und samtig. In der Kehle ist das Bier mild und ohne Bittere und der Alkohol wärmt angenehm.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

14,0 % Vol.

Empfohlene Genuss7temperatur:

15° – 18° Celsius

Brauerei:

CRAK Brewery s.r.l.
Società Agricola via Pontarola n°7
35011 Campodarsego PD
Italien
www.crakbrewery.com

Kühn Kunz Rosen – Dark Flow

Im Herzen von Mainz, wo wir eher Weinkompetenz erwarten, ist die junge Brauerei Kühn Kunz Rosen beheimatet. Diese Craft-Brauerei steht für handwerkliches Können und Qualität. Gegründet von Bierliebhabern mit einer Vision, steht Kühn Kunz Rosen heute für Kreativität und Vielfalt in der deutschen Craft-Bier-Szene. Kühn Kunz Rosen legt großen Wert auf handwerkliche Perfektion und Nachhaltigkeit. Die Brauerei arbeitet bevorzugt mit regionalen Zutaten, um die Umweltbelastung zu minimieren und die lokale Wirtschaft zu unterstützen. Von dort steht jetzt das Dark Flow in der Edition von 2022 vor mir, ein Barrel Aged Imperial Stout.

Schon die Optik des Dark Flow ist eine Wucht: Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Die haselnussbraune feinporige Schaumkrone ist zwar recht klein, fällt aber sehr langsam in sich zusammen.

Noch beeindruckender als die Optik ist allerdings das Aroma. Ein intensiver Duft von geröstetem Malz steigt mir in die Nase und erinnert an Schokolade und Kaffee, an geröstete Haselnüsse und Karamell, abgerundet mit dem Duft des Whiskeyfasses und einem Hauch Kandis.

Und so wie der Genuss in der Nase begonnen hat, so geht er auch im Mund weiter. Süß, mit intensivem Geschmack und sehr feinperliger Kohlensäure ist der erste Eindruck, den das Dark Flow auf der Zunge vermittelt. Die Süße bleibt auch die gesamte Zeit erhalten, während sich der Geschmack von Kaffee, Schokolade und Nüssen dazugesellt. Der Geschmack des Whiskey hält sich diskret im Hintergrund und er greift nur unterstützend in das Geschehen ein. Jetzt kann ich auch eine geringe fruchtige Säure schmecken. Das Mundgefühl ist cremig, fast dickflüssig.  Dazu harmoniert auc die zurückhaltende Bittere des Hopfens. Auch in der Kehle ist das Bier mild und die immerhin elf Volumenprozent Alkohol wärmen, auch wenn sie zu keinem Zeitpunkt in den Vordergrund getreten sind. Selten habe ich ein so ausgewogenes Bier erlebt.

Noch seltener ist es allerdings, wenn die Brauer auch noch verraten, welche Fässer sie für die Reifung verwendet haben. In diesem Fall handelt es sich um Eichenholzfässer, in denen vorher ein Single Malt Scotch der Sorte Caol Ila gelagert wurde: Dieser Single Malt Scotch stammt aus der größten Destillerie der schottischen Insel Islay, die ihren Whiskey größtenteils mit getorftem Malz herstellt. Während der Reifezeit, die ein dreiviertel Jahr andauert, verbinden sich die Aromen von Bier und dem Whiskey zu dichten Geschmacksprofil.

Einen Nachteil hat das Bier allerdings: es ist ausverkauft und ob es noch einmal nachgebraut wird, steht in den Sternen. Aber die Mainzer haben ja noch viele andere schöne Biere im Angebot.

Zutaten:

Gerstenmalz (Pale Ale, Münchner, Karamell, Röstmalz), Weizenröstmalz, Hopfen (Northern Brewer), Hefe

Alkoholgehalt:

11 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

K.K.R. GmbH
Weisenauer Str. 15
55131 Mainz
www.kuehnkunzrosen.de

31. 1. 2025: Senatsbockanstich in Hamburg

„Die Krüge hoch, die Kehlen weit – es ist wieder Senatsbockzeit!“ Unter diesem Motto wird Ende Januar im Hamburger Rathaus das neue Jahr begrüßt. Neun Brauereien sind dabei, wenn 18 einzigartige Biere zum Ausschank kommen.

Die einzelnen Biere haben eine Gemeinsamkeit: Sie wurden mit den gleichen Rohstoffen gebraut. Beim Malz sind das Weyermann® Wiener Malz, Special W®, Melanoidinmalz, CaraBelge® und Carafa® Spezial Typ I und beim Hopfen Hallertauer Mittelfrüh und Amarillo. Wir wissen aber aus den letzten Jahren, dass trotzdem sehr unterschiedliche Biere herauskommen können.

‍Die Tickets für dieses Event kosten 75,00 Euro. Im Preis enthalten sind alle Biere, das Büffet und ein Rahmenprogramm. Die Tickets gibt es hier.

Störtebeker – Winter-Bock

Nachdem in den letzten Jahren immer mehr deutsche Brauereien Winter- und Weihnachtsbiere auf den Markt gebracht haben, will auch die Störtebeker Brauerei in Stralsund nicht abseitsstehen und hat einen Winter-Bock gebraut. Er steht jetzt vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Intensiv orangefarben und kristallklar präsentiert sich das Bier im Glas. Die weiße Schaumkrone ist nicht allzu groß, bleibt aber lange erhalten. Optisch ist an dem Bier schon mal nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach Karamell und Honig, nach Brotkruste und süßen Früchten. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist süß, wirklich süß, aber das ist für ein Winter-Bockbier eigentlich typisch. Die Kohlensäure ist angenehm feinperlig und sanft, aber für meinen Geschmack etwas zu knapp dosiert. Auf der Zunge nimmt die Süße noch zu, aber sie wird jetzt von einer passenden Bitteren begleitet. Der Intensiv ist intensiv, so wie ich es von einem Winterbier erwarte. Dazu kommt ein weiches Mundgefühl. Die 6,8 Volumenprozent Alkohol sind gut eingearbeitet, so dass sie nicht hervorschmecken, sondern die anderen Aromen unterstützen. In der Kehle ist das Bier mild mit kurzem Nachklang; dafür wärmt der Alkohol angenehm im Magen.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt‍:

6,8 % Vol.

Stammwürze‍:

16,5° Plato

Bittereinheiten‍:

15 IBU

Farbe:

10 EBC

Empfohlene Genusstemperatur‍:

9° – 11° Celsius

Brauerei:

Störtebeker Braumanufaktur GmbH
Greifswalder Chaussee 84
18439 Hansestadt Stralsund
www.stoertebeker.com

BierSelect

Maisel & Friends – Hoplander: Exlipse

Maisel & Friends hat eine neue Serie limitierter Biere gestartet. Gemeinsam mit dem Hopfenhändler BarthHaas sollen Biere entstehen, die jeweils mit einer einzigen Hopfensorte gebraut wurden. Allerdings kann ich die Gedankengänge der fränkischen Brauer nicht so gut wiedergeben wie die Brauer selbst. Ich übernehme daher hier die Beschreibung von Maisel & Friends, bevor ich die Flasche öffne und Ihnen meine eigenen Eindrücke mitteile.

Eine Heldin auf der Jagd nach dem perfekten Hopfen

Sie ist stark, sie ist mutig, sie ist eine Kriegerin – und sie hat eine Mission. Jahr für Jahr begibt sich die Hoplanderin auf die Jagd. Das Objekt ihrer Begierde? Ein Hopfen, der alles andere in den Schatten stellt. Ihr Abenteuer birgt allerlei Gefahren und zahlreiche Hindernisse: Sie kämpft sich durch raues Gelände, trotzt Sturm und Regen, folgt Spuren und Zeichen. Unerschrocken und angetrieben von der Sehnsucht, ein Meisterwerk zu schaffen: Ein unsterbliches IPA, das den auserwählten Hopfen erstrahlen lässt.

 Es kann nur eine(n) geben

Nach aufregenden Monaten voller Erlebnissen und Herausforderungen, weit entfernt von zuhause, kehrt die Hoplanderin zurück. Dabei hält sie den perfekten Hopfen endlich in den Händen, die australische Sorte Eclipse. Damit gelingt es ihr, eine beeindruckende Aromenwelt zu schaffen, in der der Geschmack von süßen Mandarinen, Zitrusschalen und frischen Kiefernnadeln wartet. Hinzu kommen süße und saure Früchte wie Kiwi und Grapefruit in Kombination mit Kräuternoten. Ihre Mission ist vollbracht – bis zum nächsten Jahr, bis zur nächsten Jagd.

So, jetzt ist es aber an der Zeit, die Flasche zu öffnen, die die Pressesprecherin von Maisel & Friends  mir zugeschickt hat.

Hellgolden strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber prangt eine feste schneeweiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Ein Bier wie gemalt.

Dass das Aroma angenehm fruchtig ist, kann mich nicht überraschen. Diese Eigenschaft ist schließlich Teil der DNA des IPA. Überraschend ist eigentlich nur, dass die vielseitige Fruchtigkeit aus einer einzigen Hopfensorte stammt. Neben Zitrusschalen, Grapefruit und Mandarinen kann ich auch Kiwi riechen. Dazu kommt noch der herbe Duft nach Kiefernnadeln. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Fruchtig Ist der erste Eindruck, den das Bier auf der Zunge vermittelt. Alle Früchte, die ich bereits in der Nase festgestellt habe, spiegeln sich auf der Zunge wider. Dazu kommt noch eine leichte Süße und die sehr feinperlige Kohlensäure sorgt für die notwendige Frische. Schnell kommt noch der Geschmack nach Kiwi dazu und auch die harzigen Noten kommen jetzt zum Vorschein. Aus dem Hintergrund meine ich, auch Kräuter zu schmecken. Nicht zu vergessen die passende freundliche Bittere. In der Kehle ist das Bier überraschend mild und trotzdem klingt der Geschmack recht lange nach.

Wenn Sie das Bier irgendwo sehen, kann ich Ihnen nur raten, es sofort zu kaufen. Sie wissen ja: es handelt sich um einen Sondersud und wenn der Vorrat weg ist, dann ist er weg und kommt nicht wieder.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Eclipse), Hefe

Alkoholgehalt‍:

5,9 % Vol.

Stammwürze‍:

13,3° Plato

Empfohlene Genusstemperatur‍:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Brauerei Gebr. Maisel KG
Hindenburgstraße 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Flötzinger – Weihnachts-Bier

Die Flötzinger Brauerei wurde im Jahr 1543 gegründet und ist heute die älteste Brauerei Rosenheims und auch die einzige verbliebene Privatbrauerei. Von dort stammt das Weihnachts-Bier, das jetzt vor mir steht. Die Brauerei nennt es das „besondere Bier für die Festtage“. Es wird dementsprechend auch nur vor Weihnachten gebraut und verkauft. Außerdem darf es auch nicht mit dem Flötzinger Weihnachtsbock verwechselt werden. Flötzinger ist damit die erste Brauerei, die ich erlebe und die gleich zwei Weihnachtsbiere einbraut.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine feste schneeweiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier damit eine gute Figur.

Hopfenbetonte Würzigkeit steigt mir in die Nase, aus dem Hintergrund unterstützt durch eine Malzsüße.

Der Antrunk ist frisch und spritzig. Auf der Zunge gesellt sich eine passende Bittere zur Süße. Der Geschmack ist intensiv und trägt zu einem vollen Mundgefühl bei. In der Kehle dominiert eine freundliche Bittere mit einem sehr langen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenauszüge

Alkoholgehalt‍:

5,4 % vol.

Bittereinheiten‍:

18 IBU

Farbe:

18 EBC

Empfohlene Genusstemperatur‍:

9° – 11° Celsius

Brauerei:

Flötzinger Brauerei Franz
Steegmüller GmbH & Co. KG
Am Roßacker 4
83022 Rosenheim
www.floetzinger.de

Feldschlößchen – Dunkle Winterpflaume

Anfangs klang die Dunkle Winterpflaume von der Brauerei Feldschlößchen in Dresden für mich sehr verlockend. Ein dunkles Bier mit Pflaumensaft (nicht nur der Name legt den Pflaumensaft nahe; es sind auch einige Zwetschgen auf dem Etikett abgebildet) und das Rückenetikett schreibt auch noch von winterlichen Gewürzen. Dunkles Bier, Pflaume und Zimt – was will ich mehr. Leider habe ich die Zutatenliste zu spät gelesen. Weder Pflaume noch Gewürze stehen dort. Die Brauerei bastelt lediglich die Illusion von Pflaume und Gewürz zusammen. Dafür nutzt sie Süßkirschsaftkonzentrat, Holunderbeersaftkonzentrat, Zitronensatzkonzentrat. Zitronensäure und Karottenkonzentrat. Hätte ich das vorher gelesen, hätte ich die Flasche sicherlich nicht gekauft. Aber jetzt habe ich sie hier stehen und nun muss ich durch. Öffne ich also die Flasche und schenke mir das Mischgetränk ein.

Das dunkle Rotbraun des Bieres gefällt mir und der feste altrosa Schaum, der sich nur langsam auflöst, perfektioniert die Optik.

Aromen nach Zimt und Pflaume, dazu ein Hauch Gewürznelken – das sind die hervorstechenden Aromen. Dazu kommt der Duft nach Kandis und auch der Alkohol steigt mir leicht in die Nase. Der Duft des Mischgetränks erinnert eher an Glühwein als an Bier. Aber gut – ist es nicht genau das, was ich beim Kauf erwartet habe?

Der Antrunk ist wie erwartet recht süß, aber auch von Beginn an fruchtig. Kohlensäure tut das Ihrige um den positiven Eindruck zu steigern. Auch auf der Zunge stehen die Pflaume und die Gewürze im Vordergrund jetzt kommt auch das Bier zum Vorschein insgesamt ist das Getränk recht vollmundig auch wenn mir die Säure Frucht fehlt. In der Kehle ist die Winterpflaume mild mit einem kurzen fruchtige Nachklang.

Anfangs gefiel mir die Winterpflaume recht gut. Nachdem ich aber länger oder etwas mehr getrunken habe, verflüchtigt sich der positive Eindruck und ds das Getränk schmeckt zunehmend künstlich. Auf einem Weihnachtsmarkt würde ich es aber den dort meist ausgeschenken süßen Glühweinen vorziehen.

Zutaten:

Bier (Wasser, Gerstenmalz, Hopfen), Wasser, Zucker, Süßkirschsaftkonzentrat, Kohlensäure, Holunderbeersaftkonzentrat, Zitronensaftkonzentrat, Aroma, Säuerungsmittel Citronensäure, färbendes Konzentrat aus Karotte, Antioxidationsmittel Ascorbinsäure

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

16,3° Plato

Brauerei:

Feldschlößchen Aktiengesellschaft
Cunnersdorfer Straße 25
01189 Dresden
www.feldschloesschen.de