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Hobgoblin Ruby Beer

Das Etikett der Flasche zeigt Leprechaun, einen freundlichern Kobold aus der irischen Mythologie.Das Hobgoblin Ruby Beer stammt aus Großbritannien, was für sich genommen keine Besonderheit ist. Aber das Bier ist auf unterschiedliche Arten kurios. Da ist zum einen der Leprechaun auf dem Etikett, ein freundlicher Kobold aus der irischen Mythologie. Dass das Bier den Namen eines anderen Kobolds trägt, verwundert schon etwas. Aber wirklich erstaunt haben mich die unterschiedlichen Preise der verschiedenen Anbieter. Da gibt es zunächst einmal Lidl. Dort wird seit längerer Zeit ein Karton mit sechs unterschiedlichen Bieren aus Großbritannien für unter 10 Euro angeboten, also etwa 1,50 Euro pro Flasche. Auf craftbeer-shop.com kostet die gleiche Flasche 3,99 Euro, also deutlich mehr als das doppelte. Dass unterschiedliche Unternehmen unterschiedliche Kosten haben und daher auch eine Preisdifferenz bestehen muss, ist klar. Aber dieser Unterschied ist doch ungewöhnlich. Aber kommen wir zum Bier.

Rubinrot und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber steht eine hellbraune sahnige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch gibt es an diesem Bier nichts zu mäkeln.

Das Bier duftet nach Kaffee, dunkler Schokolade und Karamell, abgerundet durch das Aroma gerösteter Nüsse. Auch eine Kandissüße steigt mir in die Nase.

Der Antrunk ist malzig-süß. Leider ist die feinperlige Kohlensäure recht knapp dosiert. Da hätte ich mir mehr gewünscht. Auf der Zunge dominiert der Geschmack dunkler Schokolade, begleitet durch ein leichtes Bitter. Gemeinsam sorgen sie für ein weiches Mundgefühl. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger, die Süße bleibt auch in der Kehle erhalten und die Bittere klingt einige Zeit nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale, Crystal und Chocolate), Hopfen (Styrian, Fuggles), Hefe

Alkoholgehalt‍:

5,2 % Vol.

Bittereinheiten:

35 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

Wychwood Brewery
The Crofts
Witney
Oxfordshire OX28 4DP
Großbritannien
www.hobgoblinbeer.co.uk

Marston’s – Pedigree

Das Bild zeigt die Flasche des Pedigree, eines Amber Ale.Bei Lidl werden seit längerer Zeit Kartons mit sechs unterschiedlichen Bieren aus Großbritannien angeboten. Hersteller ist die Brauerei Marston’s, einem Ableger des dänischen Brauereikonzerns Carlsberg. Die Biere aus dieser Brauerei haben eine Besonderheit: sie sind nicht gefiltert, sondern mit Hilfe von Hausenblasen. Hausen sind eine Störart. Die Biere sind also für Vegetarier nicht geeignet.

Auch wenn das Bier mit dem Namen Pedigree angeboten wird, handelt es sich nicht um ein Getränk für Welpen. Ursprünglich lautete der Name des Biers einfach „P“, später wurde es dann in Pedigree (englisch für Stammbaum) umbenannt. Aber kommen wir zur Verkostung des Pedigree.

Bernsteinfarben und geklärt präsentiert sich das Bier im Glas. Beim Einschenken hat sich nur wenig feinporiger Schaum gebildet, der sich dann auch schnell aufgelöst hat.

Das Bier duftet nach Karamell und Banane. Außerdem steigt mir ein Duft in die Nase, der an überreife Birnen erinnert.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge schmecke ich Karamell und Kandis, dazu kommt ein leichtes freundliches Bitter des Hopfens. Zusammen sorgen die Aromen für ein volles und rundes Mundgefühl. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und klingt zusammen mit dem Karamellgeschmack sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Farbe:

30 EBC

Brauerei :

Marstons PLC
Wolverhampton
WV1 4JT
Großbritannien
www.marstonsbrewery.co.uk/

De Halve Maan – Sport Zot

Sport Zot ist eines der wenigen alkoholfreien Biere aus Belgien, nach Angaben der Brauerei De Halve Maan war es sogar das erste alkoholfreie Bier. Es entsteht auf der Basis des Brugse Zot Blond, dem der Alkohol entzogen wird. Die Brauerei verspricht, dass es bei diesem Prozess nicht zu Geschmacksverlusten kommt.

Orangefarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich große feste Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. Optisch ist das Bier makellos.

Die Aromen des Malzes steigen mir in die Nase, es duftet nach Getreide und Karamell, abgerundet durch blumige und würzige Noten.

Der Antrunk zeichnet sich neben seiner angenehmen Süße auch durch die reichlich dosierte Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich noch ein leichtes und freundliches Bitter dazu. Dabei ist das Mundgefühl weich, so dass wir es hier mit einem sehr süffigen Bier zu tun haben. Im Abgang dominiert das Bitter mit einem durchschnittlichen Nachklang. Nebenbei bemerkt: Meiner Frau gefiel das Aroma nicht sonderlich, sie meinte aber, dass das Bier deutlich besser schmeckt als es duftet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Zucker

Alkoholgehalt:

0,4 % Vol.

Bittereinheiten:

35 IBU

Farbe:

13 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

5° Celsius

Brauerei:

Brouwerij De Halve Maan
Walplein, 26
8000 Brügge
Belgien
www.halvemaan.be

Carlsberg Marston’s – Firecatcher

Heute steht mal wieder ein Bier vor mir, das Lidl vor einigen Wochen vorübergehend im Angebot hatte. Wenig überraschend stammt auch diesmal das Lidl-Bier von Carlsberg. Und wie jedes Mal hoffe ich, dass auch jetzt wieder das Bier mir besser gefällt als die Carlsberg-Biere, die in Deutschland gebraut werden. Mal sehen. Beim Firecatcher handelt es sich um ein englisches Golden Ale mit nur 3,5 Volumenprozent Alkohol.

Golden und gefiltert läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet es eine kleine feinporige Schaumkrone, die aber lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet getreidig nach hellem Malz mit einer leichten Honignote, die durch die kräftigen würzigen und fruchtigen Noten des Hopfens ausgeglichen wird.

Der Antrunk ist frisch und spritzig. Auf der Zunge bleibt die leichte Honigsüße erhalten, dazu kommt ein Bitter, das zwar nicht sonderlich kräftig ist, aber an die leichte Süße nicht angepasst wirkt. Das Mundgefühl ist schlank, fast wie bei einem alkoholfreien Bier. Erst beim Schlucken wird das Bitter in der Kehle angenehmer, wo es auch lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Saccarose, Hopfen (Pilgrim, Summit, Nelson Sauvin, Citra), Hefe

Alkoholgehalt:

3,5 % Vol.

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Carlsberg Marston’s
Brewing Co. Ltd.
Wolverhampton
WVI 4JT
Großbritannien
www.hobgoblinbeer.co.uk

Banks – Amber Bitter

Vor einiger Zeit hatte Lidl mal wieder Biere im Angebot. Daher steht jetzt vor mir das Banks’s Amber aus der Brauerei Marstons in England. Carlsberg schafft es immer wieder, mich zu überraschen. Die in Deutschland gebrauten Biere, beispielsweise Holsten und Astra, sind nicht unbedingt als Genießerbiere bekannt, sondern eignen sich eher für das Wirkungstrinken. Anders in anderen Ländern. Aus Polen, den Niederlanden und halt auch aus Großbritannien kommen zumindest teilweise Biere, die geeignet sind, mich zu begeistern. Jetzt bin ich mal gespannt, ob das Ale in der Flasche vor mir mich begeistern kann.

Nomen est Omen. Mit einem kräftigen Bernsteinton und gefiltert läuft das Bier ins Glas. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich voluminös, aber leider fällt sie recht schnell in sich zusammen. Würde der Schaum länger erhalten bleiben, wäre die Optik perfekt.

Das Bier duftet angenehm nach Karamell mit einem Hauch Marzipan, abgerundet durch blumige Noten. Obwohl das Bier nur 3,8 Volumenprozent Alkohol enthält ist das Aroma recht intensiv.

Wie erwartet ist der Antrunk recht süß und er zeichnet sich durch eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge übernimmt das Bittere die Regie, auch wenn sie die Süße nicht vollständig verdrängen kann. Überraschend ist für mich das recht schlanke Mundgefühl. Aber im Abgang dreht das Bier wieder auf. Das Bitter kitzelt zwar nur leicht in der Kehle, kommt jetzt aber zusammen mit einigen torfigen und erdigen Tönen daher.

Das Banks’s Amber Bitter ist einfach zu trinken und obwohl es einigen Charakter aufzuweisen hat, bleibt doch noch Luft nach oben.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen (Fuggles, Goldings), Hefe

Alkoholgehalt:

3,8 % Vol.

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

Carlsberg Marston’s Brewing Co Ltd
Wolverhampton
WVI, 4JT
Großbritannien
www.banksbeer.co.uk

Gotlands Bryggeri – Winter Bulldog

Visby wurde bereits im 8. Jahrhundert gegründet. Zumindest sind aus dieser Zeit die ältesten Zeugnisse einer ständigen Bevölkerung gefunden worden. Aufgrund des Namens (Visby bedeutet Opferplatz) gehen die Archäologen aber davon aus, dass Visby bereits vor unserer Zeitrechnung zumindestzeitweise genutzt wurde. Heute gehört Visby mit seiner mittelalterlichen Ringmauer zu Gotlands kulturellem Erbe. Inmitten dieser Idylle (zumindest die Touristen empfinden Visby so) liegt die Gotlands Bryggeri, aus dem das Winter Bulldog stammt, das jetzt vor mir steht. Zwei Kupferkessel, zwei Braumeister und jede Menge Ideen haben seit dem Start im Jahr 1995 einige der beliebtesten Biere Schwedens produziertso dass ich mich vermutlich auf die gleich stattfindende Verkostung freuen kann.

Glänzend dunkelbraun strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Dafüber prangt eine sahnige elfenbeinfarbene Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Ein Bier wie gemalt.

Neben Röstaromen nach Schokolade und Mokka steigen mir Düfte in die Nase, die mich an Zitrusschalen und Trockenfrüchte denken lassen. So sollte ein Winterbier duften.

Der Antrunk ist frisch und spritzig. Das Bier ist nicht so schwer und so süß wie ich es nach der Farbe eigentlich erwartet habe. Dies ist ein weiterer Pluspunkt für dieses Bier. Auf der Zunge kommen die Röstaromen zusammen mit würzigen Aromen in den Vordergrund. Auch freundliche bittere Geschmacksrichtungen melden sich an. Der Geschmack ist intensiv, ohne dass das Bier dabei schwer wirkt. Im Gegenteil – das Mundgefühl wirkt fast schlank. Dieses Bier kann mich wirklich überraschen. Der Abgang zeichnet sich durch ein freundliches und nicht zu starkes Bitter aus, das sehr lange nachklingt.

Ich kann jetzt nicht einmal schlüssig begründen, weshalb das so ist, aber während ich das Bier trinke, wünsche ich mir, dass ich dazu frisch geräucherten Fisch hätte. Na ja, vielleicht beim nächsten Mal. Dieses Bier ist auf jeden Fall einen zweiten Kauf wert.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,2 % Vol.

Stammwürze:

15,6° Plato

Bittereinheiten‍:

52 IBU

Farbe:

90 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

9° – 11° Celsius

Brauerei:

Gotlands Bryggeri
S:t Hansgatan 47
621 56 Visby
Schweden
www.gotlandsbryggeri.se

Samuel Smith’s – Winter Welcome Ale

Das Samuel Smith Winter Welcome Ale wird speziell für die Wintersaison in einer limitierten Menge gebraut. Es soll perfekt an den Genuss an den kurzen Tagen und in den langen Nächten der dunklen Jahreszeit angepasst sein. Und es ist auch für eine Brauerei aus Großbritannien wenig verwunderlich, dass das diesjährige Bier dem 70jährigen Kronjubiläum der kürzlich verstorbenen Königin gewidmet ist. Mir persönlich ist dieses Jubiläum recht gleichgültig, aber deshalb muss das Bier ja nicht schlecht sein. Aber Versuch macht kluch und so werde ich die Flasche jetzt einmal öffnen.

Bernsteinfarben fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große gemischtporige Schaumkrone, die bis auf einen Rest recht schnell in sich zusammenfällt. Ein Rest bleibt dann aber lange erhalten.

Das Bier duftet nach Karamell und Kandiszucker, dazu kommt der Duft nach gerösteten Haselnüssen und Trockenfrüchten wie Rosinen und Pflaumen. Auch der Alkohol ist deutlich wahrzunehmen. Er stört aber nicht, sondern verleiht dem Aroma einen Duft, der an Likör erinnert. Damit passt das Bier schon mal gut in die kalte Jahreszeit.

Der Antrunk ist weniger süß als erwartet und er verwöhnt mich mit einer sehr feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge steht der Geschmack nach Trockenfrüchten im Vordergrund, unterstützt durch die 6,0 Volumenprozent Alkohol. Das Mundgefühl ist weich. Im Prinzip gefällt mir das Bier wirklich gut, aber ich würde mir doch etwas mehr Bitter wünschen. Erst im Abgang werden die Bitterstoffe etwas kräftiger. Obwohl sie immer noch diskret eingesetzt werden, klingen sie überraschend lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Fuggle, Golding), Hefe, Kohlendioxid

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Bittereinheiten

32 IBU

Farbe:

16 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

9° – 11° Celsius

Brauerei:

Samuel Smith The Old Brewery
Tadcaster N. Yorks LS24 9SB
Großbritannien
www.samuelsmithsbrewery.co.uk

Marston’s – Cumberland

Ich habe mich schon einige Male gefragt, weshalb der Carlsberg-Konzern in anderen Ländern Biere herstellen lässt, die mir deutlich besser gefallen als die hierzulande angebotenen Biere. Ich will Bieren wie Astra oder Holsten überhaupt nicht ihre Existenzberechtigung absprechen, aber ob sie wirklich ein Genuss sind, sollte wirklich jeder Konsument für sich entscheiden. Ob die Regel der besseren ausländischen Biere auch für das Cumberland gilt, will ich jetzt feststellen.

Golden und gefiltert läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine recht kleine feinporige Schaumkrone, die aber lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier schon mal einen guten Eindruck.

Der Antrunk ist recht süß und zeichnet sich durch eine auffallend kräftige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich ein leichtes Bitter zur Süße und hier würde ich mir eine leichte Fruchtigkeit wünschen. Obwohl das Mundgefühl relativ schlank ist, ist das Bier sehr süffig. Im Abgang wird das Bitter in der Kehle deutlich kräftiger und es klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,0 % Vol.

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Carlsberg Marston’s Brewing Col. Ltd.
Jennings Brewery
Cockermouth
Cumbria. CA13 9NE
Großbritannien
www.marstonsbrewery.co.uk

Flügge – Olov

Die frankfurter Brauerei Flügge wurde im Jahr 2017 von Dominik Pietsch und Joachim Amrhein gegründet. Schnell wurden sie mit Bieren bekannt, die mit wilden Hefen, alten Bauernhefen oder auch mit ungewöhnlichen Malzen gebraut werden. Nicht alle Biere aus dieser Brauerei, die ich bislang verkostet habe, haben meinen Geschmack getroffen, aber jedes dieser Biere war etwas besonderes.

Jetzt steht Olof vor mir, ein Farmhouse Ale. Das Besondere an diesem Bier ist das Chevalliermalz, das aus dem Frankfurter Raum stammt. Dieses Malz war im England des 19. und 20. Jahrhunderts weit verbreitet und prägte das Aroma unzähliger Ales. Heute erlebt Chevallier in Olov eine Renaissance, auch wird es aufgrund seines robusten, aromaintensiven Geschmacks von Craftbrauern auf der ganzen Welt gerne verwendet.

Hell orangefarben und hefetrüb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine sehr voluminöse feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Düfte nach Trauben, hellem Malz, Orange und Vanille steigen mir in die Nase. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße aus. Die Fruchtigkeit steht im Mittelpunkt und sorgt für ein weiches und samtiges Mundgefühl. Abgerundet wird der Geschmack durch würzige Noten, die an Nelken erinnern. Im Abgang wird das Bier trockener und ein überraschend kräftiges Bitter mit einem sehr langen Nachklang verwöhnt meine Kehle.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Roggenmalz, Hopfen (Cascade, Simcoe), Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

11° Plato

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Brauerei Flügge GmbH
Goldsteinstraße 254
60529 Frankfurt
www.brauerei-fluegge.de

Leffe Blonde 0,0%

Leffe gilt für viele Konsumenten als das belgische Bier schlechthin. Nun – das stimmt in dieser Absolutheit sicherlich nicht, Belgien hat noch viele andere gute Biere zu bieten. Aber das Leffe ist nun mal das in Deutschland meistverkaufte belgische Bier. Es stammt ja auch aus einer Großbrauerei, die nahezu unbegrenzte Mengen liefern kann. Jetzt hat Leffe sein Blondes auch in einer alkoholfreien Version auf den Markt gebracht, die ich jetzt verkosten möchte.

Nebenbei bemerkt ist das Leffe Blonde 0,0% erste alkoholfreie Abteibier in Belgien. Dabei wird der Alkohol nach dem Brauprozess und der Fermentation in einem eigens von der Brauerei dafür entwickeltem Verfahren entzogen und dabei wird das Bier komplett entalkoholisiert. Der Brauer Arnaud Hanset hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis Ende 2025 20% seines weltweiten Biervolumens aus alkoholfreien oder alkoholarmen Bieren bestehen soll. Das halte ich allerdings für ein sehr ambitioniertes Ziel, aber ich werde die Entwicklung interessiert verfolgen.

Bernsteinfarben, gefiltert und mit einer durchschnittlich voluminösen feinporigen Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Leider fällt die Schaumkrone recht flott in sich zusammen, so dass die anfangs makellose Optik doch nachlässt.

Das Bier duftet nach Getreide und Brotkrume, dazu kommen noch einige florale Noten, der Duft nach Vanille, sowie eine leichte fruchtige Säure, die an Pfirsich erinnert. Ein Blick auf die Zutatenliste verrät mir aber, dass keine Früchte oder Säfte verarbeitet wurden. Ich vermute jetzt mal, dass das Fruchtaroma von den zugegebenen Aromen stammt.

Der Antrunk ist süß und spritzig. Auf der Zunge fällt mir zuerst der Geschmack nach Brotkrume auf und schnell gesellt sich auch ein auf die Süße gut abgestimmtes Bitter dazu. Das Mundgefühl ist samtig und das Leffe Blonde 0,0 % ist für ein alkoholfreies Bier ungewöhnlich vollmundig. Im Abgang ist das Bitter anfangs nur leicht zu schmecken, es baut sich dann aber langsam auf und klingt abschließend sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Mais, Gerste, Zucker, Hopfen, Hopfenextrakt, natürliches Aroma (Vanille, Nelke)

Alkoholgehalt:

< 0,05 % Vol.

Bittereinheiten:

25 IBU

Farbe:

16 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

5° – 8° Celsius

Brauerei:

Brasserie Abbaye de Leffe s.a/n.v.
Place de l’Abbaye 1
5500 Dinant
Belgien
www.leffe.com