Leikeim – Wintertraum

Von Leikeim im fränkischen Altenkunstadt kommt das Winterbier, das jetzt vor mir steht. Von Marketing und Design habe ich überhaupt keine Ahnung, weshalb ich auch nur selten auf die Gestaltung der Biere eingehe, die ich hier verkoste. Aber beim Wintertraum von Leikeim mache ich mal eine Ausnahme. Ich finde, dass Leikeim bei der Gestaltung des Etiketts ein wirklich gutes Händchen bewiesen hat. Eine traditionele Gestaltung so hinzubekommen, dass sie auch noch modern wirkt, das ist schon eine Leistung. Nach dem Lob muss ich aber an anderer Stelle kritisieren, genauer gesagt, dass es sich bei der Flasche um eine Reliefflasche handelt. Auf der Vorderseite prangt in der Flasche das Logo der Brauerei und auf der Rückseite der Name. Aus diesem Grund kann die Flasche nur in der Leikeim-Brauerei wiederbefüllt werden. Für Biere, die in der Umgebung der Brauerei verkauft werden, kann ich das ja durchaus verstehen, denn die Brauerei will ihre Flaschen zurückerhalten und das Flaschenpfand ist deutlich niedriger als der Kaufpreis der Flasche. Aber wenn das Bier durch (fast) ganz Deutschland hierher in den Norden gekarrt wird, muss das Leergut auch wieder nach Franken zurückgefahren werden und kann nicht in einer norddeutschen Brauerei wiederbefüllt werden. Wenn wir bedenken, dass die leere Flasche fast so schwer ist wie das Bier, das darin enthalten war, wird uns klar, dass hier wirklich unnötige Transporte anfallen. Aber kommen wir zum Bier.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich voluminöse größtenteils feinporige Schaumkrone ist schneeweiß und bleibt sehr lange erhalten.

Das Aroma zeigt mir bereits, dass das Bier über einen kräftigen Malzkörper verfügt, aber auch der Hopfen kommt mit seiner Würzigkeit zum Einsatz.

So ist auch der Antrunk würzig-frisch. Leider ist die sehr feinperlige Kohlensäure etwas sehr knapp dosiert. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten und die Würzigkeit des Hopfens gesellt sich dazu, allerdings ohne ein besonderes Bitter. Das Mundgefühl ist voll und weich. Im Abgang kommt das Bitter etwas mehr in den Vordergrund und klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Brauerei:

Brauhaus Altenkunstadt
Andreas Leikeim GmbH & Co KG
Gewerbegebiet 4
96264 Altenkunstadt
www.leikeim.de

Giuliano Genoni gewinnt die Schweizer Meisterschaft der Bier-Sommeliers

Am 20. No0vember 2021 fand im Bierhübeli in Bern die Schweizer Meisterschaft der Bier-Sommeliers statt. Auf hohem Niveau kämpften 25 Bier-Sommeliers um den Titel und zugleich um einen Platz in der Nationalmannschaft, die die Schweiz 2022 bei der Weltmeisterschaft in München vertreten wird. Giuliano Genoni aus dem Tessin setzte seine Kenntnisse rund ums Bier meisterhaft ein und überzeugte die Expertenjury im spannenden Finalkampf.

Die vom Schweizer Brauerei-Verband organisierte Schweizer Meisterschaft der Bier-Sommeliers war ein Kräftemessen der besten Bier-Sommeliers der Schweiz. Der Wettkampf startete mit Kopfarbeit: In der ersten Disziplin wurde das Bierwissen anhand eines anspruchsvollen Theorietests abgefragt. Nach einer kurzen Pause begann der praktische Teil der Meisterschaft. Die Wettkämpfer mussten in Bierproben typische Aromen aber auch Fehlaromen, wie der Geschmack nach Banane, gekochtem Gemüse oder gar ranziger Butter erkennen. Nach einer Erholungsphase folgte die dritte Disziplin, bei der die Bier-Sommeliers zehn Biere anhand einer Blindverkostung verschiedenen Bierstilen zuordnen mussten. Die Gläser wurden geschwenkt, der Inhalt angeschaut, gerochen und verkostet.

Die zehn besten Bier-Sommeliers der Vorrunden qualifizierten sich für das Halbfinale, wo die eigentliche Paradedisziplin eines jeden Bier-Sommeliers gefordert war: die Bierpräsentation. Die Halbfinalisten brachten selber ein Bier mit, welches sie der Jury präsentieren mussten. Die Jury setzte sich zusammen aus: Carmen Wyss, Bier-Sommelière und Kommunikationsexpertin, Philipp Wach, Ausbildungsverantwortlicher Romandie GastroSuisse, Philippe Corbat, Bierliebhaber und Kenner der Schweizer Bierszene, Patrick Thomi, Vize-Weltmeister der Bier-Sommeliers 2019, Martin Droeser, Schweizermeister der Bier-Sommeliers 2018 und Marcel Kreber, Direktor des Schweizer BrauereiVerbandes. Zur Bierpräsentation gehörten unter anderem der korrekte Ausschank, die beschreibende Degustation mit sensorischen Eigenschaften des Bieres, die Vorstellung von passenden Speisenkombinationen und Hintergründen des Bierstils. Die Gestaltung lag dabei in der Verantwortung jedes einzelnen Bier-Sommeliers. Die Bier-Sommeliers traten im Halbfinale im Direktduell gegeneinander an, wobei sich der jeweilige Sieger für das Finale qualifizierte, genau wie auch der Zweitplatzierte.

Das Finale war ebenfalls der Bierpräsentation gewidmet, wobei die sechs Finalisten je drei verschiedene Biere zur Auswahl erhielten und daraus ihren Favoriten präsentierten. Die Bier-Sommeliers schenkten die Biere ein, degustierten sie, beschrieben die Eigenschaften und versuchten so, die Jury und das Publikum im Saal von sich zu überzeugen. Das Publikum, bestehend aus Bierliebhabern der gesamten Schweiz, unterstützte die Finalisten lautstark. Alle Präsentationen waren auf hohem Niveau und machten der Jury die Entscheidung nicht einfach. Am Schluss setzte sich Giuliano Genoni (Capolago) knapp vor Gregor Völkening (Affoltern am Albis) und Lukas Porro (Zürich) durch. Cindy Elsenbast (Luzern) folgte auf Rang 4, Claude Preter (Rheinfelden) auf 5, Petra Elsenbast (Luzern) auf 6 und Melitta Costantino (Sion) auf 7. Giuliano Genoni darf sich nun Schweizermeister der Bier-Sommeliers nennen und wird zusammen mit den Rängen 2 bis 7 die Schweiz 2022 an der Weltmeisterschaft in München vertreten.

Bier-Sommelier Ausbildung der Schweiz feiert 10jähriges Jubiläum

Die Ausbildung zum Schweizer Bier-Sommelier feiert dieses Jahr das zehnjährige Jubiläum. Im Jahr 2010 hat der Schweizer Brauerei-Verband die Schirmherrschaft über die Bier-Sommelier Ausbildung der Brauakademie Doemens in der Schweiz übernommen. Damit wurde ein erster Schritt getan, die Bierkompetenz in der hiesigen Gastronomie zu erhöhen. Ein Jahr darauf startete der vom SBV und GastroSuisse entwickelte Lehrgang zum Schweizer Bier-Sommelier erstmals und traf den Nerv der Zeit. Die Biervielfalt sowie die Anzahl Brauereien in der Schweiz nahmen rasant zu. Bierwissen war daher immer mehr gefragt und der Schweizer Bier-Sommelier sprang in die Bresche. In den letzten zehn Jahren konnten knapp 600 Bierexpertinnen und Bierexperten ihre Zertifikate erlangen und sorgen dafür, dass das Bierwissen in der Gastronomie und darüber hinaus verbreitet wird

Het Nest – SchuppenBoer Winter 2020

Nun steht das SchuppenBoer Winter 2020 vor mir, ein saisonales Bier aus der Brauerei Het Nest im flandrischen Oud-Turnhout. Das Bier wurde im Rumfass gereift, ein Grund, weshalb ich mich auf dieses Bier besonders freue.

Bernsteinfarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist opuent und bleibt lange erhalten. Ein Bier wie gemalt.

Das Bier duftet nach Biskuit mit fruchtigen Noten nach Zitrusfrüchten. Abgerundet wird der Duft durch das Aroma des für die die Reifung verwendeten Holzfasses, das sowohl den Duft des Rums als auch von Vanille auf das Bier überträgt.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine diskrete Süße aus, die durch die reichlich vorhandene feinperlige Kohlensäure ergänzt wird. Auf der Zunge verstärkt sich die Süße und der Geschmack des Rums kommt zum Tragen. Die zehn Volumenprozent Alkohol wärmen den Körper. Das Mundgefühl ist dickflüsig und likörartig. So geht es auch in der Kehle weiter. Der Geschmack des Rums und die Bitterstoffe halten sich in etwa die Waage und besonders der Rum klingt lange nach.

Auch wenn es sich beim SchuppenBoer Winter 2020 um ein recht komplexes Bier handelt, ist es doch einfach zu trinken und der Alkohol ist gut eingearbeitet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Zucker, Kräuter

Alkoholgehalt:

10 % Vol.

Brauerei:

Het Nest
Beyntel 17
2360 Oud Turnhout
Belgien
www.brouwerijhetnest.be

Das Gold Ochsen Jahrgangsbier 2021 ist der Ulmer Rotbock

Wie in jedem Jahr haben die Brauer von Gold Ochsen in Ulm auch in diesem Jahr einen Sondersud kreiert, ein rotes Bockbier, das dem berühmten Rotbier aus Nürnberg nachempfunden wurde. Ich habe das Bier zwar noch nicht verkosten können, aber nachdem ich bereits einige Sondersude aus der Ulmer Traditionsbrauerei trinken konnte, die mich alle begeistern konnten, stelle ich dieses Bier einfach mit Hilfe der Pressemitteilung vor. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass auch dieses Jahrgangsbier sich als besonderes Weihnachtsgeschenk für jeden Bierliebhaber eignet.

Für die limitierte 9. Sonderedition ihrer beliebten Reihe an einzigartigen Jahrgangsbieren hat sich die Brauerei Gold Ochsen wie bereits die Jahre zuvor etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Liebhaber außergewöhnlicher Bierspezialitäten dürfen sich auf den Gold Ochsen Ulmer Rotbock freuen – ein intensiv-aromatisches Starkbier mit leuchtend rotbrauner Farbe und einem Alkoholgehalt von 7,2 Volumenprozent. Das Jahrgangsbier 2021 ist eine Hommage an das traditionsreiche untergärige Nürnberger Rotbier, das bereits im frühen Mittelalter gebraut wurde – noch lange vor dem Weißbier. „Die Interpretation unserer Braumeister als Bockbier führt die Reihe unserer beliebten Jahrgangsbiere optimal fort. Der Gold Ochsen Ulmer Rotbock wird Bierkenner mit seinem markanten, ausbalancierten Geschmack, dem Duft nach Karamell- und Trockenfrüchten sowie dem feinporigen, cremefarbigen Schaumpolster begeistern“, ist sich Gold Ochsen-Geschäftsführerin Ulrike Freund sicher. Das Jahrgangsbier 2021 passt wunderbar zu deftigen Fleischgerichten sowie zu pikanten Gemüse- und Käsevariationen. Außerdem lässt sich diese einzigartige Bierspezialität auch ideal als Aperitif genießen. Der in limitierter Auflage von 1.597 – angelehnt an das Gründungsjahr 1597 der Brauerei – per Hand in elegante 0,75-Liter-Flaschen abgefüllte Gold Ochsen Ulmer Rotbock ist im Brauerei Shop, im Ochsen Shop in der Ulmer Innenstadt sowie bundesweit über den Gold Ochsen Online Shop erhältlich.

Wie schon im Mittelalter haben die Gold Ochsen-Braumeister für das untergärige Starkbier ausschließlich Gerstenmalz verwendet. Die Wahl fiel dabei auf ausgesuchte Braumalzsorten, die dem Bockbier seine intensive, rotbraun leuchtende Farbe verleihen. Diese Optik ist nicht nur namensgebend für den Ulmer Rotbock, sondern steht auch für seinen kräftigen, ausgewogenen malzaromatischen Körper, der Zunge und Gaumen erfreut. Verfeinert wird das Bockbier durch die Verwendung von vier sorgfältig ausgesuchten Aromahopfensorten.

Seine harmonisch herbe Note, die sich vor allem durch zitrusartige und grasig-grüne Nuancen auszeichnet, verdankt das Bockbier dem edlen Tettnanger Aromahopfen. Ihm zur Seite steht die wiederentdeckte Hopfensorte „Rottenburger“, die Töne von Zedernholz, Sandelholz, Kiefer, Lavendel, grüner Paprika und Pfefferminze in die Komposition einbringt. „Diese Hopfensorte ist Anfang der 1970er-Jahre mit dem Niedergang des Hopfenanbaus in Rottenburg am Neckar und der Umstellung auf neue Sorten von der Bildfläche verschwunden. Nur eine Pflanze überlebte und wurde vom Hopfenanbaubetrieb Ludwig Locher über 40 Jahre liebevoll gepflegt, bis sie in den Jahren 2012 bis 2014 wieder kultiviert wurde“, erzählt Stephan Verdi, 1. Braumeister und technischer Betriebsleiter bei Gold Ochsen. Die Hopfenpflanzerfamilie Locher baut bereits seit 1936 Hopfen für die Brauerei Gold Ochsen an. Sie war es auch, die die dritte Hopfensorte – den fast verloren gegangenen „Petit Blanc“ aus der Champagne – während einer Wein- und Käseverkostung in Frankreich im Hof eines ehemaligen Hopfenbauern wiederentdeckte. Dieser besondere Hopfen verleiht dem Jahrgangsbier 2021 intensive Aromen von Papaya, Melone, Kirsche, Piña Colada, Zitronenblüten-Grüntee und Bienenwachs. „Die vierte und letzte Hopfenbeigabe – der Aromahopfen „Perle“ – stammt aus dem Hopfengarten der Brauerei Gold Ochsen. Sie wurde zur Abrundung des Hopfenbouquets am Tag des Einbrauens des Jahrgangsuds abgeerntet und als Grünhopfen in den Whirlpool gegeben. Mit ihren blumigen, zitrusartigen, fruchtigen, johannisbeerigen und würzigen Aromen sorgt sie für den letzten Schliff des Ulmer Rotbocks“, so Verdi abschließend.

Traugott Simon – Winterbier

Wenn die jahreszeitlichen Biere, jetzt also das Weihnachts- und Winterbier, auf den Markt kommen, will auch die zu Edeka gehörende Getränkemarktkette Trinkgut nicht abseits stehen und bietet ein Winterbier an, das jetzt vor mir steht. Die Kette bewirbt dieses Bier wie folgt: „Diese Spezialität, das festliche Winterbier, gibt’s jedes Jahr zur „dunklen“ Jahreszeit. Ein vollmundiges und herzhaftes Geschmackserlebnis perfekt passend zu kalten Winterabenden. Erhältlich von Ende Oktober bis Februar.“ Na gut, dann will diese Spezialität mal verkosten.

Bernsteinfarben und gefiltert, mit einer durchschnittlich großen feinporigen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas. Für ein Bier mit einem derart niedrigen Preis macht es wirklich was her.

Das Bier duftet nach dunkler Schokolade, abgerundet durch einige würzige Noten, die ich aber nicht genauer bestimmen kann.

Der Antrunk ist recht süß und die Kohlensäure ist zwar feinperlig, nichtsdestotrotz aber wirklich kräftig. Auf der Zunge bleibt die Süße bestehen und ein Bitter in passender Stärke gesellt sich dazu. Fruchtigkeit, besondere Röstnoten oder Säure kann ich nicht feststellen. Damit macht das Bier einen unrunden Eindruck. Im Abgang wird es trockener und der Geschmack nach dunkler Schokolade kommt mehr in den Vordergrund. Dieser Geschmack klingt auch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Brauerei:

Traugott Simon
Brau- und Vertriebsgesellschaft mbH
Chemnitzer Str. 24
47441 Moers
www.traugott-simon.de

Medaillenregen für die Brauunion Österreich

2021 verzeichnet der European Beer Star das zweiterfolgreichste Einreichungsjahr seit Beginn des Wettbewerbes, der sich seit 2004 zu einem der bedeutendsten Bierwettbewerbe entwickelt hat. 2.395 Biere aus 44 Ländern konnten in 70+1 Kategorien eingereicht werden. Die Bierstile sollen ihren Ursprung in Europa haben. 120 internationale Bierexperten verkosteten an zwei Tagen und zeichneten schließlich 213 Biere aus 26 Ländern aus. Jeweils die drei besten Biere erhielten die Awards in Gold, Silber und Bronze, die heuer wieder bei einer Online-Veranstaltung verliehen wurden.

Drei Medaillen für die Brauerei Zipf

Erneut überzeugen konnten die Weizenbiere der Marke Edelweiss, die in der oberösterreichischen Brauerei Zipf gebraut werden und erhielten zwei Awards: Silber ging an das Edelweiss Alkoholfrei in der Kategorie „Non-Alcoholic Hefeweizen“ und Bronze gab es für den Edelweiss Gamsbock in der Kategorie „South German-Style Weizenbock Hell“.

Ebenfalls Bronze holte das Zipfer Hell Alkoholfrei unter den „Non-Alcoholic Lager“-Bieren.

„Unsere Leidenschaft, mit der wir brauen, und die Qualität unserer Biere wurden bestätigt. Besonders freut mich, dass unsere Kompetenz beim alkoholfreien Bier anerkannt wurde“, ist Christian Mayer, Braumeister in Zipf, stolz auf die drei Awards.

Silber für die Brauerei Wieselburg

In der Kategorie „Austrian-Style Märzen“ konnte das Kaiser Fasstyp aus der Brauerei Wieselburg überzeugen, das den Silber Award erhielt.

Beliebte Biersorten in Österreich

„Nicht nur die Awards sprechen für die prämierten Biersorten, auch die Beliebtheit unter Österreichs Biertrinkern zeichnet laut aktuellem Bierkulturbericht ein ähnliches Bild. Ein Viertel der Österreicher (26 %) trinken alkoholfreies Bier, Tendenz seit Jahren leicht steigend. Märzen ist mit 60 % nach wie vor klar die beliebteste Biersorte, aber auch Weizenbiere erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Bereits über ein Drittel der Österreicher (35 %) trinkt gerne Weizenbiere, womit sie zu den Top-5 der beliebten Biere zählen“, erklärt Gabriela Maria Straka, Mitglied der Geschäftsleitung und Director Corporate Affairs & CSR der Brau Union Österreich und Diplom-Biersommelière.

Bertinchamps – Hiver

Die Familie Humblet war auf der Suche nach einem Standort für den Bau einer neuen Brauerei, um die Tradition und die lange Liste der von ihrem Vater Benoit Humblet gebrauten Biere fortzusetzen.

Im Jahr 2011 entdeckten sie den Bauernhof von Bertinchamps, nicht weit von Gembloux in der Wallonie entfernt. Der Hof war sehr alt und auch ziemlich verfallen. Aber er verfügte über erstaunlichen Charakter und lag in einer Umgebung, die den Vorstellungen der Familie entsprach. Es war Zeit für eine Verjüngungskur und das Renovierungsprojekt begann sofort. Nach fast 2 Jahren harter Arbeit wurde schließlich im März 2013 die Brauanlage in den alten Scheunen installiert. Hochmoderne Gärtanks mit einem Fassungsvermögen von 6.000 hl, ein erstaunlicher Kontrast zwischen moderner Technologie und dem mehr als 7 Jahrhunderte alten Bauernhof. Dort werden inzwischen acht unterschiedliche Biere gebraut. Dazu gehört auch das Hiver, das nur im Winter erhältlich ist und das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Bernsteinfarben, hefetrüb und mit einer leicht überdurchschnittlichen Schaumkrone strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Da der Schaum sehr lange erhalten bleibt, ist an der Optik schon mal nichts auszusetzen.

Das Aroma ist würzig. Die Gewürze, die beim Brauen verwendet wurden, stehen eindeutig im Vordergrund. Ich kann sie nicht im Einzelnen identifizieren, aber eine gewisse Tendenz zu den Kräutern der Provence ist nicht zu übersehen. Dazu kommt die Malzsüße mit einem Karamellduft, so dass das Bier einerseits an einen Kräuterbonbon erinnert, was aber diesmal nicht abwertend gemeint ist, sondern wirklich Lust macht auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht süß, aber die Kräuter geben dem Bier eine sehr angenehme Würzigkeit. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten und die Kräuter kommennoch weiter in den Vordergrund. Bitterstoffe kann ich kaum feststellen. Obwohl das Bier mit seinen acht Volumenprozent für ein Weihnachts- oder Winterbier nicht übertrieben kräftig und der Alkohol sehr gut in den Geschmack eingearbeitet ist, erinnert es mich doch an einen Likör. Das Mundgefühl ist weich und voll. Im Abgang wird das Bier trockener, das Bitter wird etwas kräftiger. In der Kehle stehen zunächst besonders die Kräuter im Vordergrund, aber das Bitter klingt länger nach.

Dieses Bier eignet sich hervorragend zu Wildgerichten, aber auch zur Weihnachtsgans.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Gewürze

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Bittereinheiten:

30 IBU

Stammwürze:

18° Plato

Farbe:

20 – IBU 30

Brauerei:

Brasserie de Bertinchamps
4, Rue de Bertinchamps
5030 Gembloux
Belgien
www.bertinchamps.be

Das beste alkoholfreie Weißbier beim European Beer Star kommt von Maisel

Am 9. November wurde der begehrte European Beer Star verliehen. Die Besonderheit an diesem internationalen Bierwettbewerb ist, dass es für jede Kategorie nur eine einzige Gold-, Silber- und Bronzeauszeichnung gibt. Maisel’s Weisse Alkoholfrei konnte sich gegen die große Konkurrenz durchsetzen und schaffte mit der Goldmedaille die höchste Auszeichnung in der Kategorie der alkoholfreien Weißbiere. Der Sieg ist gleichzeitig ein grandioser Wiederholungserfolg, denn Maisel’s Weisse Alkoholfrei holte im vergangenen Jahr die Silbermedaille und im Jahr zuvor ebenfalls Gold. „Bei einem so angesehenen Bierwettbewerb und den vielen guten Mitbewerbern hintereinander zweimal den ersten und einmal den zweiten Platz zu erreichen, hätte ich mir niemals träumen lassen,“ so Jeff Maisel, Inhaber der Familienbrauerei. „Ich bedanke mich bei unseren Braumeistern und freue mich mit ihnen, dass ihrem unerschütterlichen Qualitätsanspruch von den Juroren des European Beer Star Tribut gezollt wurde.“

Mit dem von den Maisel-Braumeistern eigens entwickelten Brauverfahren wird der Alkohol zunächst schonend entzogen und danach frische Brauwürze hinzuzugeben. Dies verleiht Maisel’s Weisse Alkoholfrei ihren weißbiertypischen, vollmundigen und fruchtigen Geschmack. Somit kann der Weißbierfreund sein Weißbier auch alkoholfrei genießen, ohne dabei auf die charakteristischen Eigenschaften von Maisel’s Weisse verzichten zu müssen.

European Beer Star

Der European Beer Star wird seit 2004 von den Privaten Brauereien veranstaltet und hat sich längst zu einem der bedeutendsten Bierwettbewerbe weltweit entwickelt. Beim European Beer Star werden unverfälschte, charaktervolle und qualitativ hochwertige Biere gewürdigt. Berücksichtigt werden überwiegend Bierstile, die ihren Ursprung in Europa haben. Beteiligen können sich alle Brauereien weltweit: Lokal, regional, überregional und international aktive Brauereien, nicht nur aus Europa, sondern aus allen Ländern aller Kontinente. Auch alle, die sich der traditionellen, europäischen Brauart verpflichtet fühlen.

Beim European Beer Star 2021 haben über 120 internationale Bierexperten im Rahmen einer zweitägigen Blindverkostung 213 Biere mit Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet. Insgesamt wetteiferten in diesem Jahr 2.395 Biere in 70+1 Kategorien um die begehrten Awards. Die Gewinnerbiere des wurden am 9. November in Nürnberg ausgezeichnet.

Maisel & Friends – Tropical Coast

Der Sieger des vierten Hobbybrauerwettbewerbs von Maisel & Friends und der BrauBeviale heißt Fernando Coppi. Sein „Tropical Coast“ hat sich in der Juryverkostung gegen 160 andere West Coast IPAs durchgesetzt. Fernando durfte als Preis sein Bier auf der Anlage von Maisel & Friends nachbrauen und kürzlich hat die Brauerei mit dem Versand des Bieres begonnen. Eine Flasche habe auch ich bekommen, die ich jetzt verkosten werde.

Golden und opalisierend strahlt mich das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber prangt eine durchschnittlich voluminöse feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch gibt es an dem Bier schon mal nichts auszusetzen.

Das Aroma ist sehr komplex und betörend. Düfte nach Grapefruit, Ananas Litschi und anderen tropischen Früchten steigen mir in die Nase, unterstützt durch den Duft nach Nüssen. Aber auch das Malz kommt zu seinem Recht und steuert aus dem Hintergrund einige süßere Düfte bei.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Als sich das Bier auf der Zunge verteilt, beginnt das Spiel der Hopfenaromen: Zusammen mit einer angenehmen Bitterkeit stürmt ein ganzer tropischer Obstsalat meine Geschmacksknospen. Ich schmecke Aromen nach Ananas, Grapefruit, Orange und Maracuja. Dazu ist das Mundgefühl weich und voll. Im Abgang teilen sich die Süße und das Bitter die Eindrücke in meiner Kehle, wo sie auch lange nachklingen.

Das Bier ist ab sofort im Versand unter www.maiselandfriends.com/shop erhältlich und wie bei allen Sondersuden gilt: wenn weg, dann weg. Schnell sein lohnt sich also.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Idaho 7, Citra, Simcoe, Herkules), Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Stammwürze:

14,7° Plato

Bittereinheiten:

60 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

7° Celsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Spezialitäten-Manufaktur Hofbräu Kaltenhausen bringt die „Edition Maroni“ auf den Markt

Die Spezialitäten-Manufaktur Hofbräu Kaltenhausen, Salzburgs älteste Brauerei, ruft wieder den Herbst aus: Mit Kaltenhausen Edition Maroni, das nur saisonal erhältlich ist, kommt rechtzeitig zur Jahreszeit der Herbst auch ins Glas.

Kaltenhausen Edition Maroni ist eine saisonale Bierspezialität aus der ältesten Brauerei Salzburgs, dem Hofbräu Kaltenhausen. Es ist ein untergäriges, kastanienrotbraunes, besonders cremig-samtiges Bier, das mit einem vollmundigen Eindruck daherkommt und mit dem Geschmack reifer Edelkastanien überzeugt – kein Wunder, wird doch für Edition Maroni neben verschiedenen Braumalzen am wertvollen Rohstoff Edelkastanie nicht gespart. Eine dezente Röstnote bei gleichzeitig nussig-kräftigem Körper rundet die Bierspezialität mit 16,9° Stammwürze und 6,9% Vol. Alkohol ab.

Die Edition Maroni ist die perfekte Ergänzung zu frisch gebratenen Maroni, passt aber auch bestens zu Cremesuppen, geschmortem Fleisch, insbesondere Wild, zu Ente und Gans, sowie zu milden, nussigen Desserts oder mild-würzigem Käse. Für den Genuss der Edition Maroni empfiehlt sich – zur Unterstreichung von Geruch, Geschmack und Schaumqualität – ein schönes Rotweinglas.

Gegründet 1475, ist die Brauerei in Kaltenhausen die älteste Salzburgs. Klarstes Felsquellwasser von den Barmsteinen und unterirdische Kalträume begünstigten in Kaltenhausen die Herstellung und Lagerung von Bier in besonderer Weise. Seit 2011 widmet sich der Standort mit einer feinen Spezialitäten-Manufaktur und einem Schulungszentrum ganz der Bierkultur. Mit der Kaltenhauser Botschaft Fünfhaus hat das Hofbräu Kaltenhausen eine zweite Heimat in Wien bekommen.