Von Leikeim im fränkischen Altenkunstadt kommt das Winterbier, das jetzt vor mir steht. Von Marketing und Design habe ich überhaupt keine Ahnung, weshalb ich auch nur selten auf die Gestaltung der Biere eingehe, die ich hier verkoste. Aber beim Wintertraum von Leikeim mache ich mal eine Ausnahme. Ich finde, dass Leikeim bei der Gestaltung des Etiketts ein wirklich gutes Händchen bewiesen hat. Eine traditionele Gestaltung so hinzubekommen, dass sie auch noch modern wirkt, das ist schon eine Leistung. Nach dem Lob muss ich aber an anderer Stelle kritisieren, genauer gesagt, dass es sich bei der Flasche um eine Reliefflasche handelt. Auf der Vorderseite prangt in der Flasche das Logo der Brauerei und auf der Rückseite der Name. Aus diesem Grund kann die Flasche nur in der Leikeim-Brauerei wiederbefüllt werden. Für Biere, die in der Umgebung der Brauerei verkauft werden, kann ich das ja durchaus verstehen, denn die Brauerei will ihre Flaschen zurückerhalten und das Flaschenpfand ist deutlich niedriger als der Kaufpreis der Flasche. Aber wenn das Bier durch (fast) ganz Deutschland hierher in den Norden gekarrt wird, muss das Leergut auch wieder nach Franken zurückgefahren werden und kann nicht in einer norddeutschen Brauerei wiederbefüllt werden. Wenn wir bedenken, dass die leere Flasche fast so schwer ist wie das Bier, das darin enthalten war, wird uns klar, dass hier wirklich unnötige Transporte anfallen. Aber kommen wir zum Bier.
Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich voluminöse größtenteils feinporige Schaumkrone ist schneeweiß und bleibt sehr lange erhalten.
Das Aroma zeigt mir bereits, dass das Bier über einen kräftigen Malzkörper verfügt, aber auch der Hopfen kommt mit seiner Würzigkeit zum Einsatz.
So ist auch der Antrunk würzig-frisch. Leider ist die sehr feinperlige Kohlensäure etwas sehr knapp dosiert. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten und die Würzigkeit des Hopfens gesellt sich dazu, allerdings ohne ein besonderes Bitter. Das Mundgefühl ist voll und weich. Im Abgang kommt das Bitter etwas mehr in den Vordergrund und klingt sehr lange nach.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Alkoholgehalt:
5,4 % Vol.
Stammwürze:
12,5° Plato
Brauerei:
Brauhaus Altenkunstadt
Andreas Leikeim GmbH & Co KG
Gewerbegebiet 4
96264 Altenkunstadt
www.leikeim.de

Nun steht das SchuppenBoer Winter 2020 vor mir, ein saisonales Bier aus der Brauerei Het Nest im flandrischen Oud-Turnhout. Das Bier wurde im Rumfass gereift, ein Grund, weshalb ich mich auf dieses Bier besonders freue.
Wie in jedem Jahr haben die Brauer von Gold Ochsen in Ulm auch in diesem Jahr einen Sondersud kreiert, ein rotes
Wenn die jahreszeitlichen Biere, jetzt also das Weihnachts- und Winterbier, auf den Markt kommen, will auch die zu Edeka gehörende Getränkemarktkette Trinkgut nicht abseits stehen und bietet ein Winterbier an, das jetzt vor mir steht. Die Kette bewirbt dieses Bier wie folgt: „Diese Spezialität, das festliche Winterbier, gibt’s jedes Jahr zur „dunklen“ Jahreszeit. Ein vollmundiges und herzhaftes Geschmackserlebnis perfekt passend zu kalten Winterabenden. Erhältlich von Ende Oktober bis Februar.“ Na gut, dann will diese Spezialität mal verkosten.
Die Familie Humblet war auf der Suche nach einem Standort für den Bau einer neuen Brauerei, um die
Am 9. November wurde der begehrte European Beer Star verliehen. Die Besonderheit an diesem internationalen Bierwettbewerb ist, dass es für jede Kategorie nur eine einzige Gold-, Silber- und Bronzeauszeichnung gibt. Maisel’s Weisse Alkoholfrei konnte sich gegen die große Konkurrenz durchsetzen und schaffte mit der Goldmedaille die höchste Auszeichnung in der Kategorie der alkoholfreien Weißbiere. Der Sieg ist gleichzeitig ein grandioser Wiederholungserfolg, denn Maisel’s Weisse Alkoholfrei holte im vergangenen Jahr die Silbermedaille und im Jahr zuvor ebenfalls Gold. „Bei einem so angesehenen Bierwettbewerb und den vielen guten Mitbewerbern hintereinander zweimal den ersten und einmal den zweiten Platz zu erreichen, hätte ich mir niemals träumen lassen,“ so Jeff Maisel, Inhaber der Familienbrauerei. „Ich bedanke mich bei unseren Braumeistern und freue mich mit ihnen, dass ihrem unerschütterlichen Qualitätsanspruch von den Juroren des European Beer Star Tribut gezollt wurde.“
Der Sieger des vierten Hobbybrauerwettbewerbs von Maisel & Friends und der BrauBeviale heißt Fernando Coppi. Sein „Tropical Coast“ hat sich in der Juryverkostung gegen 160 andere West Coast IPAs durchgesetzt. Fernando durfte als Preis sein Bier auf der Anlage von Maisel & Friends nachbrauen und kürzlich hat die Brauerei mit dem Versand des Bieres begonnen. Eine Flasche habe auch ich bekommen, die ich jetzt verkosten werde.
Die Spezialitäten-Manufaktur Hofbräu Kaltenhausen, Salzburgs älteste Brauerei, ruft wieder den Herbst aus: Mit Kaltenhausen Edition Maroni, das nur saisonal erhältlich ist, kommt rechtzeitig zur Jahreszeit der Herbst auch ins Glas.