Endlich ist es so weit: nach einer Unterbrechung von zwei Jahren geht die Trinkhalle ab Mai wieder mit der Bierakademie an den Start. Wegen des späten Starttermins werden in diesem Semester auch nur zwei Veranstaltungen angeboten.
In dieser Zeit hat sich in der Szene allen viel getan. Einige geschätzte Brauereien haben den Betrieb eingestellt und eine ganze Reihe sind neu dazugekommen. Zwei dieser „Newcomer“ wird die Bierakademie in diesem Frühjahr vorstellen.
Am 03. 5. 22 beginnt sie mit „Brauwerk Schacht 8“ aus Haltern. Bisher gab es vom Brauwerk traditionelle Biere mit einem modernen Twist. So war das „Grubenpils“ dank der Kalthopfung kräftig fruchtig und das Schwarzbier röstig bis rauchig. Seit neuestem gibt es mit dem Wit auch ein Bier in einem Stil, der in unserer Region noch nicht so verbreitet ist. Alle Biere werden vom Brauer Markus Stewens präsentiert.
Am 07. 6. 22 kommt Alexander Pieper von „Piepnitz“ zu Besuch. Mit seiner Brauerei in Wattenscheid hat er es ja auch nicht weit bis zur Trinkhalle. Piepnitz ist mittlerweile seit zwei Jahren aktiv. Neben vier Bieren, die ständig verfügbar sein sollen (Wit, Kellerbier, Stellaris und Delta) gibt es immer wieder interessante Experimentalsude. Das IPA das mit einer Kveik Hefe vergoren wurde, ist ein gutes Beispiel dafür.
Die Veranstaltungen finden weiterhin am ersten Dienstag jeden Monats ab 19.00 Uhr statt. Der Kostenbeitrag beträgt 25 €.
In der belgischen Region Izegem – wo sich das Kasteel Brouwerij Vanhonsebrouck befindet – nennt man jemanden, der gerne Streiche spielt, einen ‚filou‘. Dieses Wort wird auch im Französischen verwendet, um anzuzeigen, dass jemand ein Schurke ist. Für das Ereignis des Jahres 2019 hat Filou am 3. Oktober alle Register gezogen. Nach monatelangen Verhandlungen gab es eine neue flämische Regierung, und das musste gefeiert werden. „Bei einer Hochzeit ist es
Die Braumanufaktur Engel stammt aus Crailsheim, welches im fränkischen Teil Baden-Württembergs liegt. Die Brauer bieten eine breite Palette an Bierstilen an, wobei die meisten Biere durchaus die Qualität haben, die ich bei einem Erzeugnis aus Franken erwarte. Ich hoffe, dass das auch auf das Helle zutrifft, das jetzt vor mir steht. Einige Vorurteile habe ich zwar, wenn ich Bierflaschen mit einem Drehverschluss sehe, da ich von diesen Bieren schon häufiger enttäuscht war, aber die Braumanufaktur Engel beweist, dass diese Enttäuschung nicht sein muss und es auch gute Biere in Flaschen mit Schraubverschluss gibt.
Die Strandgaper ist eine Herzmuschel, die bis zu 15 cm groß werden kann. Ein besonders großes Exemplar dieses Schalentiers haben die beiden Riesen auf dem Etikett ergattert. Wenn nun die Darstellung auf dem Etikett etwas mit dem Inhalt der Flasche zu tun haben soll, muss es sich vermutlich um ein malzbetontes und mildes Bier handeln, das dabei auch sehr vollmundig ist und daher gut zu Fischgerichten und Meeresfrüchten passt. Mal sehen, ob sich meine Erwartung erfüllt.
Nun steht mal wieder ein Bier aus der Brauerei Pinkus Müller in Münster vor mir. Die Brauerei gehörte zu den ersten Brauereien, die Biere aus biologischen Zutaten brauten. Und bis heute verwendet die Brauerei Rohstoffe aus „echtem“ Bio, nicht aus EU-Bio, das für viele als „Bio light“ gilt.
Sie sind ja wirklich nicht zu übersehen, die Biere der Schelde Brouwerij im flandrischen Meer. Allen diesen Bieren ist gemeinsam, dass auf dem Etikett Riesen abgebildet sind, die das jeweilige Bier reichlich getestet und genossen haben oder wie in diesem Fall einen anderen Riesen, der sich überhaupt nicht zurückhalten konnte, nach Hause bringen. Dann will ich mal prüfen, was den Riesen so aus dem Konzept gebracht hat.
In Bayern gehört das Grillen einfach zum Sommer dazu. Auch die Brauer der Bayreuther Brauerei Maisel & Friends bilden da keine Ausnahme und haben daher seit 2020 eine besondere Reihe aufgelegt: In jedem Jahr erscheint ein Bier, das den Namen BrewBQ trägt. Bei der Entwicklung dieses Biers arbeiten die Brauer mit fachkundigen Grillmeistern zusammen. In diesem Jahr ist die dritte Version der BrewBQ erschienen und hat mich vor zwei Tagen mit der Post erreicht. Partner ist in diesem Jahr Thorsten Brandenburg. Er hat dafür einige Qualifikationen aufzuweisen: er schreibt den Grillblog bbqpit.de und war im Jahr 2017 sogar Grill-Weltmeister. Wir können also mit Fug und Recht annehmen, dass Thorsten etwas von Genuss versteht.
Mitte der 1980er Jahre begann der Hobbybrauer Guy Pirlot aus Nizza, zu Hause in einem 50-Liter-Kessel sein eigenes Bier zu brauen. Da die Kommentare sehr positiv ausfielen, gründete er 1998 eine offizielle neue Brauerei. Der heimische Braukessel reichte nicht mehr aus, also begann er in der Paeleman-Mikrobrauerei in Wetteren zu brauen. Im Jahr 2001 verlegte er die Produktion in die Brauerei De Proefbrouwerij in Lochristi, wo Kempisch Vuur bis zur Inbetriebnahme der eigenen Brauerei gebraut wurde. Im September 2011 erhielt er die Genehmigung zur Gründung einer eigenen Brauerei und eine eigene Brauanlage wurde in Zandhoven in Betrieb genommen. Mitte 2012 braute die Brauerei Pirlot bereits 2000 Liter Bier pro Woche.
Turbulente Zeiten liegen hinter der Altenauer Brauerei. Nach dem Verkauf galt es ab Anfang April 2021 zunächst Modernisierungsmaßnahmen auf den Weg zu bringen. Jedoch schon Mitte des letzten Jahres kam das Signal aus Altenau, dass die Altenauer Biere weiterhin das Siegel Typisch Harz tragen sollen. Die Zustimmung der Typisch Harz-Expertenkommission war letztlich reine Formsache, werden die Biere doch mit regionaler