Bocq – Gauloise Ambrée

Das Gauloise Ambrée aus der Brasserie du Bocq, das ich jetzt verkosten werde, hat bereits einige Auszeichnungen gewonnen:

  • Australian Beer Awards 2010: Silber – „Saison“.
  • European Beer Star Award 2009: Gold
  • World Beer Awards 2009: Silber – Pale Ale – Strong.
  • Australian Beer Awards 2009: Bronze – „Others“.
  • Australian Beer Awards 2008: Bronze – „Belgian and French Style Ale
  • Australian Beer Awards 2008: Bronze – „Others“.

Na, da kann ja nicht viel schiefgehen, öffne ich also die Flasche.

Rotbraun und mit leichter Hefetrübung läuft das Bier ins Glas. Die feste Schaumkrone ist voluminös und bleibt sehr lange erhalten. Gegen die Optik dieses Bieres lässt sich wirklich nichts sagen.

Das Bier duftet nach Karamell, gepaart mit kräftigen würzigen Noten sowie einem Hauch Lakritz. Insgesamt ist das Aroma wirklich angenehm.

Der Antrunk ist mäßig süß und er überzeugt mit der reichlich enthaltenen sehr feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt sich ein passendes Bitter zur Karamellsüße. Das Mundgefühl ist voll und weich. Der Abgang wird durch ein leichtes Bitter mit überraschend langem Nachklang dominiert.

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Bittereinheiten:

30 IBU

Farbe:

28 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

5° – 12° Celsius

Brauerei:

Brasserie du Bocq s.a.
Rue de Brasserie 4
5530 Purnade
Belgien
www.bocq.be

Maisel’s Weisse Alkoholfrei holt zum dritten Mal Gold beim European Beer Star 2022

Gespannt blickte man in der Brauerei Gebr. Maisel am 14. September nach München, als dort die feierliche Verleihung des European Beer Star 2022 stattfand. Nach dem überragenden Erfolg für Maisel’s Weisse Alkoholfrei in den letzten Jahren – Gold in den Jahren 2021 und 2019 sowie Silber 2020 – war die Titelverteidigung die große Hoffnung des Teams der Familienbrauerei. Geschäftsführer Braubetrieb und erster Braumeister Marc Goebel war während der Verleihung persönlich vor Ort und erwartete mit großer Spannung die Kategorie der „Non-Alcoholic Hefeweizen“. Marc Goebel beschreibt den Moment der Verkündung: „Nach der Nennung der Bronze- und Silber-Platzierten dachte ich erst, dass es diesmal leider nicht geklappt hat. Doch das Unfassbare ist passiert und wir konnten mit unserem alkoholfreien Weißbier bei diesem Wettbewerb innerhalb von vier Jahren drei Mal die Bestplatzierung Gold erreichen.“

Anders als bei manch anderem Bierwettbewerb gibt es beim European Beer Star pro Kategorie jeweils nur eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille, was den Award zu einem sehr wertvollen und den Wettbewerb zu einem der härtesten macht. Das schätzt auch Brauereiinhaber Jeff Maisel: „Dass wir uns unter derart harten Wettbewerbsbedingungen erneut gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen konnten, macht mich unglaublich stolz. Dieser prestigeträchtige Preis bestätigt die exzellente Qualität unserer Maisel’s Weisse Alkoholfrei und die sehr gute Arbeit unserer Brauer und Braumeister.“

Ratsherrn – Organic Ale

Im Herzen des Hamburger Schanzenviertels ist die Ratsherrn Brauerei beheimatet. Die Brauer haben begonnen, eine Produktlinie aufzubauen, für die ausschließlich Rohstoffe in Bioqualität verwendet werden. Dabei setzt Ratsherrn nicht auf das EU-Bio, das als Bio-Light gilt, sondern das Rückenetikett der Flasche trägt das Siegel von Naturland. In dieser Organisation gelten strengere Regeln als beim Biosiegel der EU. Die Organic Reihe greift außerdem auch die vegane Ernährung auf, die derzeit stark gehypt wird.

Golden und mit geringer Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist eher klein, bleibt aber lange erhalten.

Das Bier duftet nach Zitronen, reifen Beeren, etwas Banane und Brotkruste. Das macht durchaus Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist mäßig süß und spritzig. Auf der Zunge dominieren die fruchtigen Aromen nach Zitrusfrüchten. Der Geschmack des Malzes unterstützt aus dem Hintergrund. Das Mundgefühl ist voll. Der Abgang bringt nur wenig Bitter in die Kehle, wo der Geschmack durchschnittlich lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener), Weizenmalz, Hopfen (Hallertauer Tradition, Callista, Comet), Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Farbe:

8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

8° Celsius

Brauerei:

Ratsherrn Brauerei GmbH
Lagerstraße 30a
20357 Hamburg
www.ratsherrn.de

BierSelect

Puntigamer wird mit dem steirischen PR-Panther ausgezeichnet

Ich muss zugeben, dass ich noch nie in Puntigam war und dass ich auch noch nie ein Bier von dort getrunken habe. Aber ich habe bereits häufiger mitbekommen, dass die dortige Brauerei große Anstrengungen unternimmt, um ihr Bier und die Bierkultur zu pflegen. Puntigamer ist offensichtlich ein starker regionaler Partner der Grazer Gastronomie und Tourismus. Anlässlich des 75-Jahr-Jubiläums des Zusammenschlusses der Brauerei Reininghaus am Steinfeld mit dem Braustandort in Graz-Puntigam im Jahr 1947 wurde 2022 ein Brauerei- und Biererlebnisprogramm mit über 50 touristischen Veranstaltungen gestartet, das neben dem Brauhandwerk die Verwendung von heimischen Rohstoffen sowie die Verbundenheit der Brauerei zur Stadt Graz und ihren Bürgern in einer abwechslungsreichen und geselligen Art und Weise vermittelt. Die Geschichte der „Brauer zu Puntigam“ wurde neu aufbereitet und zeitgemäß interpretiert. Dafür wurden die Veranstalter unter der Leitung von Markus Leingruber nun mit dem steirischen PR-Panther in der Kategorie Tourismus, Sport, Freizeit und Gesundheit ausgezeichnet. Die Preisträger wurden in einem öffentlichen Voting – 14.000 Stimmen wurden hier abgegeben – und anschließender Jury-Entscheidung bestimmt.

Erlebnistouren, BierkulTour, Feierabendrunden und Galobierer

Zahlreiche zielgruppengerechte Teilprojekte wie der Puntigamer „Galobierer“ (Publikumsfahrten mit den Brauereipferden), Oldtimerbusausflüge zum Thalersee, Grazer BierkulTOUR und Feierabendrunden im Lendviertel (Stadtführungen zu den Schwerpunktthemen Genuss und Kulinarik), Bierseminare und „Pop Up-Tastings“ sind die Basis für ein neues, breites Netzwerk zwischen Wirtschaft, Freizeit und Kultur. Was auch nach dem Jubiläumsjahr bleibt, sind neben bierigen Erinnerungen für die Teilnehmer die Stärkung steirischer Gastlichkeit, ein breites touristisches Angebot und die Erfolgsgeschichte der Grazer Bierkultur nachhaltig ein Stück weiterzuschreiben. Details zum Programm gibt es unter www.puntigamer.at.

Proefbrouwerij – Boerinneken

Das Boerinneken stammt aus der Proefbrouwerij im flandrischen Lochristi. Diese Brauerei ist bekannt für ihre experimentellen und dabei guten belgischen Biere. Beim Boerinneken handelt sich dabei um ein Tripel mit der für Belgien üblichen Flaschengärung. Von daher kann ich mich jetzt auf ein angenehmes Biererlebnis freuen.

Golden und leicht hefetrüb läuft das Bier ins Glas. Eine Schaumkrone bildet sich dabei leider fast nicht. Von der Optik des Bieres hätte ich mir doch etwas mehr erwartet.

Das Bier duftet nach Karamell, dazu kommen würzige Noten sowie das Aroma überreifer Äpfel. Auch der Geruch des Alkohols steigt mir in die Nase.

Der Antrunk ist auffallend süß und die sehr feinperlige Kohlensäure ist in nur sehr geringer Menge vorhanden. Auf der Zunge kommt eine leichte fruchtige Säure zum Tragen und sorgt gemeinsam mit der Süße für ein weiches Mundgefühl. Der Alkohol wärmt, ohne dass er hervorschmeckt. Der Abgang ist mild mit kurzem Nachklang.

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass ich von der Proefbrouwerig sonst Biere bekommen habe, die mir besser gefielen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

9,5 % Vol.

Bittereinheiten:

18 IBU

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

De Proefbrouwerij
Doornzelestraat 20
9080 Lochristi-Hijfte
www.proefbrouwerij.com

Fünftes Craft Brauer Festival von Maisel & Friends

Viel war geboten am 9. und 10. September bei Maisel & Friends in Bayreuth. Bierbegeisterte und Feierlustige erfreuten sich nicht nur an Bierspezialitäten elf nationaler und internationaler Brauereien, sondern auch an der Live-Performance fantastischer Artists, leckerem Essen und ausgelassener Stimmung.

Das erste Festival nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause – und dann gleich ein so spektakuläres. Mit dem Craft Brauer Festival zeigten Maisel & Friends auch 2022 wieder, welche Vielfalt moderne Bierspezialitäten bieten. Appetit ließ sich holen mit dem Äbbeltizer von Kuehn Kunz Rosen aus Mainz, bei Synde Bräu aus Leipzig kam nicht nur Ost-, sondern auch Südwind auf beim Probieren der gleichnamigen Biere. Hell and Back ging es mit dem so benannten hellen Lager von Zenglein Craft aus Haßfurt. Aus England konnten die Besucher u.a. ein Organic Chocolate Stout von Samuel Smith’s Brewery probieren und auch aus Schweden (Hyllie Bryggeri), München (True Brew Brewing Co.), Reckendorf (BroBier Brewing), Berlin (Unverhopft) und Italien (Birra del Bosco) gab es feine Kreationen. Außergewöhnlich wurde es bei Finix Brewing Co., ebenfalls aus Italien: Hier hatte der Braumeister mit dem Bier Oachakatzlschwoaf eine Bierkreation im Gepäck, die mit Speck, Sauerkraut und Knödeln gebraut wurde. Doch nicht nur das Handwerk des Brauens bekam am vergangenen Wochenende eine Bühne – auch das Kunsthandwerk begeisterte die Gäste aus nah und fern. Graffiti- und Tattoo-Artist Djoels aus Belgien und der französische Urban Art Künstler Seth Globepainter zeigten eindrucksvoll ihr Talent auf Leinwand und Hauswand. Das Duo In Motion sorgte mit beeindruckenden Tanzeinlagen für Staunen im Publikum. Auch kulinarisch wurden die Besucher bei Maisel & Friends gut versorgt. Für Gaumenfreuden sorgten das Liebesbier Restaurant und der prämierte Foodtruck von Jack’s Tasty. Dass bei diesem Programm eine ausgelassene Stimmung nicht auf sich warten ließ, mag wohl kaum überraschen. Für die musikalischen Festivalvibes sorgten gemütliche Palettenmöbel, Lichterketten, Pagodenzelte und nicht zuletzt feine Beats verschiedener DJs.

Ein besonderes Special gab es in diesem Jahr am Stand der Gastgeber Maisel & Friends zu entdecken: Noch vor Release gab es den diesjährigen Hopfenreiter exklusiv vom Fass zu probieren. Der besondere Freundschafts-Sud entstand 2022 bereits zum siebten Mal und konnte beim Festival Fans und Neuentdecker gleichermaßen begeistern. Gemeinsam mit fünf befreundeten Brauereien, die zum Teil auch im Rahmen des Craft Brauer Festivals ihre Biere ausschenkten, haben die Maisel & Friends Braumeister das limitierte und begehrte Double-IPA auch dieses Jahr wieder gebraut. Seit 2016 laden Maisel & Friends immer andere nationale und internationale Brauereien ein, die eine für sie besondere Hopfensorte zum Brautag mitbringen. Da sie diese selbst bestimmen, riecht und schmeckt das Double-IPA jedes Jahr anders – und begeistert seine Fangemeinde immer wieder aufs Neue. Mit dabei waren 2022 mit der Hopfensorte Monroe die Mainzer Brauerei Kuehn Kunz Rosen, True Brew Brewing Co. aus München mit dem Hopfen HBC 431 und Braukollektiv aus Freiburg mit HBC 630. Auch internationale Gäste waren wieder mit von der Partie: Aus England kam der Hopfen Jester von Samuel Smith’s Brewery, aus Nachbarland Tschechien fand der Hopfen Simcoe von Pivovar Zichovec seinen Weg in den Freundschafts-Sud. Mit freundlicher Unterstützung von Hopsteiner steuerte Maisel & Friends den Hopfen Solero bei. Seit dem 13. September ist das streng limitierte Double-IPA im Maisel & Friends Online-Shop und dem Bier-Shop in Bayreuth erhältlich. Wer noch nicht beim Festival zugeschlagen hat, dem kann ich nur raten, schnell zu sein. Inn den letzten Jahren war das beliebte Limited-Bier immer bereits nach kurzer Zeit ausverkauft.

Die deutsche Meisterschaft der Hobbybrauer ist beendet

Seit einigen Jahren führt die Störtebeker Brauerei in Stralsund in jedem Jahr die Deutsche Meisterschaft der Hobbybrauer aus. Nach eigenen Angaben ist dies der größte Hobbybrauerwettbewerb in Deutschland. In diesem Jahr wurden etwa 150 Biere eingereicht. In einer Vorauswahl wurden zehn mögliche Gewinner ermittelt, von denen gestern und heute jeweils fünf der Finalisten ihr Bier auf der DrinkTech in München ihr Bier vorgestellt haben. Ich war nur heute auf der Messe, weshalb ich nur die fünf Hobbybrauer vorstellen kann, die heute auf dem Stand vertreten sind. Aber eines muss ich wirklich feststellen: ich habe die deutschen Hobbybrauer unterschätzt. Heute wurden einige Biere vorgestellt, die ich in dieser Qualität und Originalität nicht erwartet habe. Meine Erwartung war, dass recht gute Biere vorgestellt werden, die sich auch in jedem Craft Beer-Handel gut machen würden, aber nicht mehr. Was mir serviert wurde, war Kreativität vom Feinsten, also Biere, die sich vermutlich kommerziell nicht brauen ließen oder nur zu einem Preis, der sich im Handel nicht durchsetzen ließe. Aber im Einzelnen:

Florian Erdel stammt aus Baden und stellte sein Dry Hopped Sour vor. Dabei handelt es sich nicht um ein mit Brettanomyces gebrautes Bier. Nein. Er hat sein Bier mit Brettanomyces gebraut, es dann aber im Rotweinfass drei Jahre lang reifen lassen. Aber auch das war ihm nicht genug. In jedem Jahr hat er einen Teil des Bieres abgelassen (ob er es getrunken oder für eine andere Kreation verwendet hat ist mir nicht bekannt) und hat das Fass wieder mit einem frischen Bier aufgefüllt. Dieses Verfahren kenne ich sonst nur von der Balsamico-Herstellung. Dieser Aufwand hat sich aber auch auf die Qualität des Bieres übertragen. Florian ist ein Belgier, gefangen im Körper eines Badeners.

Patrick Hellweg und Michael Wenske nennen sich Yeast’sc Pride und Hefezüchter und stellten heute ihr mit wilder Hefe gebrautes Triple IPA vor. Selten habe ich ein so vollmundiges IPA getrunken. Es war auch nicht „totgehopft“, sondern auch das Malz und vor Allem die Hefe kamen zu ihrem Recht. Ganz ehrlich – ich würde mich nicht trauen, mit wilder Hefe ein IPA zu brauen. Mit diesem Bier haben die Jungs den 3. Platz errungen.

Andy Langer stellte sein Brown Ale vor. Dabei handelte es sich um ein wirklich gutes Brown Ale, bei dem ich allerdings keine herausstehende Besonderheit feststellen konnte. Ich würde es aber durchaus gerne noch einmal trinken.

Borchard&Senger stellte seinen Maibock vor. Er hat sogar einen Namen: Marge Simpson Maibock. Die Besonderheit an diesem Bier ist, dass die Würze geteilt wurde. Ein Teil wurde vergoren und anschließend mit Vanille gestopft, während der andere Teil mit Simcoe-Hopfen und Spirulina vergoren wurde. Na gut, die Besonderheit kommt erst noch. Der erste Teil des Bieres wird ins Glas eingegossen und erzeugt praktisch keinen Schaum. Der Schaum kommt mit dem zweiten Teil des Bieres, mit dem mit Spirulina gebrauten Teil, das vorsichtig darüber gegossen wird und den für Marge Simpson typischen Blauton hat. Bei all diesem Aufwand bleibt aber der Charakter eines Maibock erhalten. Für diese absolut originelle Bierkreation haben die beiden den zweiten Platz gewonnen.

Dirk Beuchel, besser bekannt als DeBauerBrauer, stellte sein Mango-Quitte Ale vor. Dabei handelt es sich um ein sehr fruchtiges Ale, das mit den beiden im Namen aufgeführten Früchten gebraut wurde. Eine angenehme Fruchtsüße ist vorhanden, die aber nicht aufdringlich wird. Vor Allem wirkt die Frucht nicht künstlich, sondern eher so, als wenn ich in eine Mango beiße und noch den Geschmack von Bier im Mund habe. Von der Quitte konnte ich den Geschmack bestenfalls ahnen. Hätte ich nicht gewusst, dass in diesem Bier Quitte verbraut wurde, wäre ich nicht darauf gekommen. Überrascht hat aber etwas anderes: Ich habe die Mango deutlich herausgeschmeckt, während andere Besucher des Standes ausschließlich die Quitte schmeckten.

Den ersten Preis und damit den Titel des Deutschen Meisters der Hobbybrauer konnte das Team von Hexenbräu mit nach Hause nehmen.

Ottakringer räumt beim European Beer Star ab

Sterne beim European Beer Star 2022 funkeln für die Ottakringer Brauerei aus Wien in diesem Jahr in Gold, Silber und Bronze. Gold gibt es für das Ottakringer BrauWerk Double IPA Avalanche, das mit fruchtigem Geschmack und anhaltender Bittere überzeugt. Das Ottakringer BrauWerk Hellberry, mit beeriger Fruchtnote, erhielt Silber und der beliebte Klassiker Ottakringer Helles wurde mit Bronze ausgezeichnet. Die European Beer Stars 2022 wurden in diesem Jahr in München im Rahmen der drinktec verliehen. Insgesamt 2168 Biere aus 40 Ländern wetteiferten um einen der begehrten Awards.

Harald Mayer, Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei: „Nach unserem großartigen Erfolg bei den World Beer Awards mit elf ausgezeichneten Bieren, darunter das weltbeste Zwickl, freuen wir uns sehr, dass wir auch wieder beim European Beer Star zu den Gewinnern zählen. Mit Gold und Silber im Craft-Bier-Bereich zu glänzen, ergänzt um einen Stern für unseren Bestseller Ottakringer Helles, zeigt einmal mehr, dass unsere Biervielfalt bei einer Expertenjury und unseren Kundinnen und Kunden gleichermaßen großen Anklang findet. Mit mehr als 20 Biersorten bieten wir für jeden Geschmack das richtige Bier.“

Tobias Frank, Geschäftsführer und 1. Braumeister ergänzt: „Ein Medaillengewinn beim European Beer Star sorgt nicht nur für Ansehen in der internationalen Braubranche. Die Awards sind darüber hinaus eine schöne Bestätigung für die außerordentliche Arbeit, die unser Brauerei-Team tagtäglich leistet. Sie spiegeln unsere Sortenvielfalt wider und sind gleichzeitig Beweis unserer Braukompetenz.

Gold Ochsen feiert 425jähriges Jubiläum

Es gibt nur wenige Unternehmen, die auf eine 425jährige Tradition zurückblicken können. Die Brauerei Gold Ochsen in Ulm hat es geschafft. Im Jahr 1597 gründete der Wirt Gabriel Mayer in der Ulmer Herdbruckerstraße die Brauerei Gold Ochsen. Seitdem ist der Werdegang des Unternehmens, das sich seit 1867 im Besitz der Familie Leibinger befindet, fest mit der Ulmer und Neu-Ulmer Stadtgeschichte verbunden. Anlässlich des 425. Jubiläums gratulierte IHK-Hauptgeschäftsführerin Petra Engstler-Karrasch am 9. Juni 2022 im Namen der Industrie- und Handelskammer Ulm. Sie überreichte Ulrike Freund (geborene Leibinger), die seit 1991 die Traditionsbrauerei leitet, die Jubiläumsurkunde. Zu den Ehrengästen des in der Brauerei ausgerichteten Festakts gehörten u.a. Katrin Albsteiger, Oberbürgermeisterin der Stadt Neu-Ulm, Gunter Czisch, Oberbürgermeister der Stadt Ulm, sowie Ivo Gönner, Ulmer Oberbürgermeister von 1992 bis 2016.

Dass dieses 425. Jubiläum etwas ganz Besonderes ist, stellte Petra Engstler-Karrasch bei der Urkundenübergabe klar heraus. Damit gehöre die Brauerei Gold Ochsen laut der IHK-Hauptgeschäftsführerin in jedem Fall zu den ältesten Unternehmen der Region – eine Leistung, die große Anerkennung verdiene. Die erfolgreiche Unternehmensgeschichte führte Ulrike Freund in ihrer eigenen Rede auf den Dreiklang von Leidenschaft, Verantwortungsbewusstsein und Durchsetzungsvermögen zurück. „In diesen 425 Jahren musste die Brauerei viele Talsohlen durchschreiten und etliche wirklich große Herausforderungen meistern. Um den sich immer wieder in den Weg stellenden Widrigkeiten zu trotzen, war stets ein enorm hohes Maß an Beharrlichkeit und Mut erforderlich.“ In dem Zusammenhang dankte Ulrike Freund nicht nur den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Brauerei, sondern auch den vielen Unterstützern außerhalb des Unternehmens. „Wir können heute auf ein Gemeinschaftswerk zurückblicken, das zu Recht stolz macht“, betont Freund. Die Verbundenheit der Brauerei mit der Region wurde in der Vergangenheit nicht zuletzt durch das große kulturelle und soziale Engagement immer wieder deutlich. Und so nutzte Ulrike Freund auch diesen Anlass und überreichte Katrin Albsteiger und Gunter Czisch jeweils einen Spendenscheck für eine in der Ulmer bzw. Neu-Ulmer Bürgerschaft verankerte Organisation. 4.250 Euro gehen an die Ulmer Bürger Stiftung. Über die gleiche Summe kann sich die Stiftung Neu-Ulm – Helfen mit Herz freuen.

Brauereifest im Herbst

Die am 9. Juni erfolgte Urkundenübergabe markiert den Startpunkt weiterer Jubiläumsfeierlichkeiten seitens der Brauerei Gold Ochsen. Derzeit laufen die Vorbereitungen für ein großes, zweitägiges Fest am Unternehmensstandort im Veitsbrunnenweg auf Hochtouren. Dieses soll Anfang Oktober stattfinden, wie Ulrike Freund bereits verrät. „Dass wir seit 425 Jahren für Ulmer Brautradition einstehen können, verdanken wir nicht zuletzt den Menschen der Region, die unser Bier seit jeher zu schätzen wissen. Somit ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, das 425. Jubiläum auch gemeinsam mit ihnen zu feiern“, so die Geschäftsführerin. Details zu den Planungen folgen in Kürze.

Über die Brauerei Gol Ochsen:

1597 wird die „Wirtschaft und Rechte Herberge“ erstmals als „Brauerei zum Goldenen Ochsen“ in der Ulmer Chronik erwähnt. Seit diesem offiziellen Gründungsjahr hat sich viel getan. Was vielen anderen Brauereien der Münsterstadt nicht vergönnt war, ist dem Unternehmen gelungen: Es steht nach wie vor als Inbegriff für Ulmer Tradition und die Biere genießen mit Fug und Recht weit über regionale Grenzen hinaus Bekanntheit. Dass sie dabei auch dem nationalen und internationalen Vergleich Stand halten, beweisen zahlreiche Auszeichnungen wie beispielsweise die wiederholten Prämierungen beim World Beer Cup. Daran zeigt sich nicht zuletzt, dass der goldene Ochse, der seit jeher Kraft und Ausdauer symbolisiert, als Wappentier von Anfang an seine Berechtigung hatte.

Vor allem das Engagement der Leibingers ist eng mit der Entwicklung der Brauerei verknüpft: Am 5. Oktober 1867 erwirbt Johann Michael Leibinger für seine Söhne Paul und August Leibinger alle Baulichkeiten und sämtliches Inventar für die Summe von 130.000 Gulden. Schon ein Jahrzehnt später nimmt deren Vision einer Großbrauerei konkrete Züge an. Der Erfolg gibt ihnen Recht. Um der hohen Nachfrage nachkommen zu können, zieht die Brauerei 1897 in den Veitsbrunnenweg.

Am neuen Stammsitz, der bis heute Bestand hat, wird das Fundament für einen Brauereialltag auf Höhe der Zeit gelegt. Nicht nur das Sudhaus setzt mit einer Braukapazität von 66.000 Hektolitern in der damaligen Zeit ganz neue Maßstäbe. Viele der Technologien – wie beispielsweise die brauereieigene Kühlmaschine – sind so modern, dass sie bis ins neue Jahrtausend hinein genutzt werden können.

Auch August Leibinger III., der 1930 ins Unternehmen einsteigt und 1940 die Geschäftsführung übernimmt, setzt voll und ganz auf Modernisierung und führt die Brauerei souverän durch die harten Kriegsjahre. 1960 werden mit der Gründung der Ulmer Getränke Vertrieb GmbH als Tochtergesellschaft der Brauerei entscheidende Weichen für die Zukunft des Unternehmens gestellt.

Die Fortführung des Lebenswerks von Vater August III. stellt für Ulrike Freund, die 1991 die Geschäftsführung übernimmt, bis heute eine Selbstverständlichkeit dar. In den letzten 30 Jahren hat sie das Unternehmen entscheidend geprägt.

BrewDog – Kiez Keule

Um die Eröffnung ihres neuen Brauereistandortes standesgemäß zu feiern, haben es sich die Brauer von Brewdog nicht nehmen lassen, gleich drei Festbiere zu brauen. Die Besucher des Fests und die Fans der Brauerei konnten unter diesen drei Prototypen abstimmen und haben Kiez Keule zum Sieger gewählt.

Bei der Kiez Keule handelt es sich um ein dryhopped Dortmunder Export mit 5,8% Alkoholgehalt und einer Tradition, die weit zurückreicht. Ursprünglich wurde das Bier – wer hätte es gedacht – für den Export gebraut. Um den Freunden Dortmunder Biere auch fernab der Stadtgrenzen Dortmunds ein frisches, gutes Produkt bieten zu können, haben die ortsansässigen Brauer beschlossen, ihrem Bier eine Extraportion Alkohol zu verpassen. Ergebnis war ein Bier, das nicht nur hochprozentiger sondern auch haltbarer und geschmacksintensiver war. In der Tat wurde es so beliebt, dass es bald nicht mehr nur für den Export, sondern auch für den Verkauf in der Stadt gebraut wurde.

Bernsteinfarben und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist feinporig, aber klein und fällt schnell in sich zusammen. Schade. Von der Optik hätte ich mir mehr versprochen.

Düfte nach Zitrusfrüchten und Kandis steigen mir in die Nase, zusammen mit dem Duft hellen Malzes.

Der Antrunk kann mit einer zurückhaltenden Süße und einer feinperligen Kohlensäure überzeugen. Auf der Zunge kommt ein leichtes passendes Bitter dazu. Das Mundgefühl ist rund und lässt sich durchaus mit „edel“ beschreiben. Im Abgang dominiert zunächst eine leichte fruchtige Säure, die dann durch ein ebenfalls leichtes und freundliches Bitter abgelöst wird, das lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Stammwürze:

13 ° Plato

Bittereinheiten:

32 IBU

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

BREWDOG PLC
Balmacassie Industrial Estate
Ellon, AB41
8BX Aberdeenshire
Großbritannien
www.brewdog.com