Barcelona Beer Company – Big Bear

Barcelona Beer Company ist eine Initiative einer Gruppe von Freunden aus Barcelona, Carles Vilaseca, David Ferrer und Oriol Renaat. Sie lieben Bier und haben beschlossen, ihr eigenes handwerklich hergestelltes Bier zu kreieren, indem sie den Traditionen folgen und darauf setzen, ihre eigenen Biere mit den besten Rohstoffen zu brauen und auf Zusatzstoffe, Chemikalien und Pasteurisierung zu verzichten. Das sechs Jahre alte Unternehmen ist die drittgrößte Kleinbrauerei Spaniens und exportiert derzeit in mehr als 24 Länder.

Das Big Bear ist ein glutenfreies Bier. Bislang habe ich noch kein Bier gefunden, das einerseits glutenfrei ist und andererseits wirklich gut geschmeckt hat. Andererseits hat das Big Bear im Jahr 2019 den ersten Preis bei der European Beer Challenge in der Kategorie glutenfreies Bier gewonnen. Da muss ich wohl vermuten, dass dieses Bier aus der Masse der anderen glutenfreien Biere heraussticht. Ich lasse mich überraschen.

Orangefarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die größtenteils feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt sehr lange erhalten. Die Optik ist schon mal makellos.

Das Bier duftet nach Karamell, Kräutern und Pfefferminze. Das Aroma ist für ein Pale Ale ungewöhnlich, aber nicht schlecht.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße und eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge ist das Bier trocken und der Geschmack nach Kräutern steht im Mittelpunkt. Jetzt taucht auch eine leichte fruchtige Säure auf. Bitterstoffe sind nur wenig zu schmecken. Insgesamt erzeugt das Bier ein weiches Mundgefühl. Im Abgang wird das Bitter kräftiger und es klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale Ale, Caramunich T2, Carafa, F. Hafer), Hopfen (Northern Brewer, Fuggles, East Kent Golding), Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Bittereinheiten:

25 IBU

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Barcelona Beer Company
C/Farmacia 8
08450 Llinars del Vallés
Barcelona
Spanien
www.barcelonabeercompany.com

4. 10. 2022: Clucking Hen in der Bierakademie Bochum

Am kommenden Dienstag, den 04. 10. 2022 ist es wieder so weit. Um 19:00 beginnt die Bierakademie in der Trinkhalle in Bochum. Diesmal kommt Christina Triefenbach von der Brauerei Clucking Hen zu Besuch. Die Biere von Clucking Hen werden in Meschede im Sauerland entworfen und in einer kleinen Brauerei in Belgien hergestellt und abgefüllt. Die Bandbreite reicht mittlerweile von sommerlichen Wit und Fruchtbieren über fruchtige IPAs bis zu dunklen und schweren fassgereiften Sorten. Diese geschmackliche Vielfalt lädt dazu ein, auch einmal über die Möglichkeiten der Kombination mit verschiedenen Speisen zu sprechen. Am Dienstag wird es neben 5 Bieren aus der Brauerei auch einen Brand auf der Basis des „Tropical Offspring“ geben.

Der Kostenbeitrag beträgt 30€.

Ort der Veranstaltung:

Trinkhalle
Herner Str. 8
Bochum

Zötler – 1447 Kellerbier

Das Zötler 1477 Kellerbier ist dem 570jährigen Bestehen der Brauerei gewidmet. Bei einem Alkoholgehalt von 4,9 Volumenprozent und 25 Bittereinheiten erwarte ich von diesem Kellerbier eine angenehme Süffigkeit.

Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich große weiße und feste Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. An der Optik habe ich daher nichts auszusetzen.

Das 1447 Kellerbier duftet nach frisch gebackenem Brot, abgerundet durch eine diskrete Hopfenwürzigkeit. Da bekomme ich richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist spritzig bei einer zurückhaltenden Süße. Auf der Zunge entwickelt sich ein kräftiges und fruchtiges Bitter, deutlich kräftiger als ich es anhand des Aromas erwartet habe. Das passt aber gut zum cremigen Mundgefühl, das dieses Bier erzeugt. Im Abgang wird das Bitter wieder milder, aber es klingt lange in der Kehle nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Bittereinheiten:

25 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

Privat-Brauerei Zötler GmbH
Grüntenstraße 2
87549 Rettenberg
www.zoetler.de

BierSelect

La Cambre – Amber

Wieder einmal steht ein Abteibier aus Brüssel vor mir. Über die Entstehungsgeschichte dieser Biermarke habe ich an anderer Stelle bereits geschrieben, so dass ich direkt mit der Verkostung beginnen kann.

Kupferfarben und einer voluminösen festen und elfenbeinfarbenen Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone bleibt lange erhalten, so dass das Bier eine wirklich gute Figur macht.

Düfte nach Karamell, Trockenfrüchten und Lakritz steigen mir in die Nase.

Der Antrunk ist recht süß, aber die passende Dosierung der Kohlensäure sorgt für eine angenehme Frische. Auf der Zunge kommt die Fruchtigkeit in den Vordergrund, begleitet durch ein leichtes Bitter. Dazu kommt ein weiches Mundgefühl, das den Biergenuss abrundet. Im Abgang wird das Bitter langsam kräftiger und der Geschmack nach Lakritz klingt überraschend lange nach.

Das La Cambre Amber ist ein wirklich schönes Winterbier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Caramalz, Melano), Hopfen (Magnum, Saazer), Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Bittereinheiten:

24 IBU

Farbe:

38 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

8° Celsius

Brauerei:

Brasserie de la Cambre SPRL
Avenue de la Couronne 236B
1050 Brüssel
Belgien
www.brasseriedelacambre.be

Vagabund – Call it a Day

Anfang der Zweitausender suchten die Musiker Matt Walthall, David Spengler und Tom Crozier nach einer Bandprobe in Berlin nach einer passenden Bar für ein Bier. Das war damals nicht ganz einfach, so dass sie 2009 das erste Fass gebraut zu Hause brauten und im Anschluss 2001 die Mikro-Brauerei Vagabund gründeten. 2013 wurde eine renovierte Bar als Brauerei, die mit Crowdfunding finanziert wurde, in Wedding als Taproom eröffnet. Von dort stammte das Extra Special Bitter, das die Jungs mit englischem Schokoladenmalz gebraut haben und das jetzt auf seine Verkostung wartet.

Dunkelbraun und blickdicht präsentiert sich das Bier im Glas. Die elfenbeinfarbene feste Schaumkrone bleibt lange erhalten. Die Optik ist jedenfalls sehr ansprechend.

Das Bier duftet nach Karamell, dunkler Schokolade und Kaffee, abgerundet durch den Duft nach Vanille. Aus dem Hintergrund kommen noch einige blumige und fruchtige Noten nach Zitrusfrüchten.

Der Antrunk ist süß-malzig und durch die reichlich vorhandene Kohlensäure spritzig. Auf der Zunge gesellt sich ein passendes Bitter dazu, das durch einen leichten Rauchgeschmack noch unterstrichen wird. Für den Alkoholgehalt von 4,9 Volumenprozent ist der Geschmack überraschend voll. Bitterschokolade und der leichte Rauchgeschmack sind auch im Abgang dominierend und der Geschmack klingt sehr lange nach.

Ich glaube, dass es wichtig ist, dieses Bier nicht zu kalt zu trinken, damit das Aroma und der Geschmack gut zur Geltung kommen. Frisch aus dem Keller geholt dürfte optimal sein.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Bittereinheiten:

25 IBU

Brauerei:

Vagabund Brauerei
Antwerpener Str. 3
13353 Berlin
www.vagabundbrauerei.com

Gold Ochsen holt Silber beim European Beer Star

Insgesamt 2.168 Biere aus 40 Ländern wetteiferten bei der diesjährigen Ausgabe des renommierten Bierwettbewerbs European Beer Star um einen der begehrten Awards. Einer davon steht künftig in Ulm: Für ihr Kristallweizen wurde die Brauerei Gold Ochsen bei der Preisverleihung des European Beer Star 2022 am 14. September in München mit Silber ausgezeichnet.

„Ein Medaillengewinn beim European Beer Star sorgt nicht nur für Ansehen in der internationalen Braubranche. Der Award ist darüber hinaus eine schöne Bestätigung für die außerordentliche Arbeit, die unser Brauerei-Team tagtäglich leistet“, so Frank U. Schlagenhauf, Vertriebs- u. Marketingleiter zum Gewinn der Silber-Medaille beim European Beer Star 2022.

Knapp 140 internationale Verkosterinnen und Verkoster, bestehend aus Braumeistern, Fachjournalisten, Biersommeliers und weiteren Bierexperten, haben am 4. und 5. August die Qualität der eingesandten Biere beurteilt. Die Bewertung erfolgte dabei rein nach sensorischen Kriterien: Optik, Geruch und Geschmack sowie sortentypische Merkmale wurden in insgesamt 73 Kategorien von der Fachjury objektiv bewertet. Dazu gehörten sowohl international bekannte Bierstile wie Pilsner, Weißbier oder India Pale Ale, als auch Spezialitäten wie holzfassgelagerte Starkbiere, Belgisches Dubbel oder Sauerbiere. Pro Kategorie werden beim European Beer Star nur die jeweils drei besten Biere mit Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet.

Bei der stimmungsvollen und emotionsreichen Preisverleihung des European Beer Star 2022 am 14. September während der drinktec in München, konnten die erfolgreichen Brauereien nun ihre Awards in Gold, Silber und Bronze in Empfang nehmen.

„Aufgrund der aktuell so schwierigen wirtschaftlichen Lage für Brauereien sowie den weltweit gestörten Logistikketten, sind wir außerordentlich stolz, dass wir in diesem Jahr wiederum die 2000er-Marke bei den Anmeldungen knacken konnten. Der European Beer Star setzt auch in Krisenzeiten hohe Maßstäbe“, so Stefan Stang, Hauptgeschäftsführer der Privaten Brauereien Bayern, zur diesjährigen Ausgabe des Bierwettbewerbs.

Ebenfalls hohe Maßstäbe setzte die Brauerei Gold Ochsen: „Unser Kristallweizen konnte vor einer international besetzten Expertenjury bestehen und sich gegen zahlreiche weitere Biere durchsetzen. Der Silber-Award zeigt, dass unser Kristallweizen zu den besten Bieren der Welt gehört!“, freut sich Ulrike Freund, Geschäftsführerin der Brauerei Gold Ochsen, über die Auszeichnung beim European Beer Star 2022.

La Cambre – Blond

Jetzt steht das La Cambre Blond vor mir, ein weiteres Abteibier aus Brüssel. Mit nur 5,6 Volumenprozent Alkohol ist es eines der schwächsten Abteibiere, die mir bislang untergekommen sind. Aber das muss ja nicht zwingend ein Nachteil sein.

Vertrieben wird das La Cambre von der Brasserie de La Cambre. Dabei handelt es sich um ein neues Projekt, das Abteibier in Brüssel wieder einführen will. Guillaume und sein Kollege entschieden sich für die Abtei La Cambre, ein wahres Juwel, das unterhalb der Avenue Louise versteckt liegt. Ich habe die Abtei vor einigen Jahren schon einmal besucht und kann sie Ihnen nur empfehlen, auch unabhängig von den Abteibieren.

Bernsteinfarben und hefetrüb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine voluminöse gemischtporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Bernsteinfarben und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine wirklich große Schaumkrone. Obwohl sie gemischtporig ist, fällt sie doch nur langsam in sich zusammen. Die Optik des La Cambre Blond ist jedenfalls makellos.

Das Bier duftet nach Karamell, das durch eine kräftige Hopfenwürze unterstützt wird.

Der Antrunk ist vergleichsweise trocken und er zeichnet sich durch eine kräftige Kohlensäure aus. Auf der Zunge breitet sich ein angenehmes und freundliches Bitter aus, dazu kommen die würzigen Noten des Hopfens. Das Mundgefühl ist weich. Der Abgang ist mild mit einem überraschend leichten Bitter, das einige Zeit nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Münchner, Melano), Hopfen (Magnum, Cascade, Mosaic), Hefe

Alkoholgehalt:

2,6 % Vol.

Bittereinheiten:

29 IBU

Farbe:

20 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

5° Celsius

Brauerei:

Brasserie de la Cambre SPRL
Avenue de la Couronne 236B
1050 Brüssel
Belgien
www.brasseriedelacambre.be

4. 11. – 6.11. 2022: Craft Beer Event in der Messe Bremen

„Auch Wasser wird zum edlen Tropfen, mischt man es mit Malz und Hopfen“, reimt der Volksmund. Davon können sich die Besucher beim Craft Beer Event in der Halle 3 der MESSE BREMEN überzeugen. Von Freitag bis Sonntag, 4. bis 6. November 2022, versammeln sich handwerklich arbeitende Brauereien, um das Publikum für gepflegte Biere zu begeistern. Für die gute Grundlage vor dem Griff zum Glas gibt es in der ÖVB-Arena und der Halle 2 sowie vor der Halle 3 ein breites gastronomisches Angebot.

In der Messehalle 3 können sich Besucher von der Kreativität und dem Können der Brauer und Brauerinnen überzeugen. Das fängt schon bei manchen Namen der Biere an – wie „Margin Call“, „Naked Shorts“, „Hanseat 2.0“ oder „Hollands Hoffnung“. Auch wenn viele Gerstensäfte schlichter heißen – Craft-Beer-Fans werden mit Sicherheit auf Biere stoßen, die sie überraschen. Viele Konsumenten dürften zum Beispiel schon einmal Belgisches Quadrupel oder Imperial Smoked Porter getrunken haben. Derartige Biere finden Sie an einem niederländischen Gemeinschaftsstand in der Halle.

Groß raus kommen im Übrigen diesmal die Brauer-Azubis. Sie gestalten mit ihrem Lehrer, Boris von Schaewen erneut einen Stand mit diversen Informationen. Die Bremer Union Brauerei wiederum braut im Vorfeld der Messe mit ihren Auszubildenden ein spezielles Messebier.

Das Craft Beer Event findet zum siebten Mal als Teil der Genussmesse FISCH&FEINES statt. Hier spielen von jeher Fisch und Meeresfrüchte eine Hauptrolle. Eine besondere Attraktion: Am Messesonntag ersteigern Interessierte um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr fangfrische Schollen und andere Fischarten zu günstigen Preisen.

Fleischliebhaber aber werden ebenfalls nicht enttäuscht – beispielsweise können sie erstmals Biltong kosten. Das Trockenfleisch stammt nicht wie das Original aus Südafrika, sondern von artgerecht gehaltenen Rindern in Nordwestdeutschland. Auch Gemüse, Käse, Gewürze und Feinkost wie Chutneys, Senfe oder Saucen sind in großer Auswahl zu haben – und auch Limonaden und Säfte, Weine und Hochprozentiges. Was alle Produkte eint: Sie sind überwiegend handwerklich hergestellt und haben eine strenge Qualitätsprüfung durchlaufen. „Das unterscheidet uns von vergleichbaren Messen im Norden“, sagt Julia Schröder, Projektleiterin bei der Messe Bremen.

Für Stammgäste der Genussmesse vielleicht besonders interessant sind die zahlreichen neuen Angebote. Noch immer ungewohnt: Lebensmittel aus Insekten, die wegen ihres hohen Proteingehalts als wichtige Nahrungsquelle der Zukunft gelten. Erstmals sind in Bremen getrocknete Wanderheuschrecken oder Mehlwürmer als Crunch-Topping für Eiskreationen zu kosten oder eine Streichwurst aus Grillen nach Art der Pfälzer Leberwurst.

Mehrwert durch das Messetrio

Zeitgleich finden in den benachbarten Hallen die Messen ReiseLust und CARAVAN Bremen statt. Das gemeinsame Ticket kostet online ab Mitte September 11 Euro, ermäßigt 9,50 Euro. Vor Ort sind 13 Euro zu zahlen, ermäßigt 11,50 Euro. Freitag ab 15 Uhr kostet der Eintritt online 5 Euro, vor Ort 7 Euro. Für das Craft Beer Event gibt es ein Solo-Ticket inklusive Probierschluck zum Preis von online 5,00 Euro, vor Ort 7 kostet das Ticket 7,00 Euro. Es gilt Freitag und Samstag von 18 bis 22 Uhr.

Weitere Infos finden Sie online unter www.fisch-feines.de.

Hier die Eckdaten noch einmal in Kürze:

Datum: Freitag bis Sonntag, 4. bis 6. November 2022

Öffnungszeiten: Craft Beer Event: Freitag 12 bis 22 Uhr, Samstag 10 bis 22 Uhr, Sonntag 10 bis 18 Uhr

FISCH&FEINES: Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr

Ort: MESSE BREMEN, ÖVB-Arena und Halle 2 und 3

Preise: Der Eintritt kostet online gebucht 11 Euro (ermäßigt 9,50 Euro), vor Ort 13 Euro (ermäßigt 11,50 Euro). Das Ticket gilt auch für die beiden zeitgleichen Messen ReiseLust und CARAVAN Bremen und kann online erworben werden.

Maisel & Friends – Hopfenreiter #7

Der jährlich erscheinende Hopfenreiter ist ein Freundschaftssud. Das bedeutet, dass sechs Brauereien jeweils einen Hopfen spenden und anschließend in Bayreuth daraus ein Double-IPA brauen. Auf diese Weise entsteht ein Bier, das jedes Jahr anders ist. Aber eines haben alle Editionen gemeinsam: es ist in jedem Jahr ein wilder Ritt durch den Hopfengarten. In diesem Jahr kamen die folgenden Hopfensorten zusammen, aufgezählt mit den jeweiligen Brauereien:

  • Jester von der Samuel Smith’s Brewery (Großbritannien)
  • HBC 431 von True Brew Brewing Co. (Deutschland)
  • HBC 630 vom Braukollektiv (Deutschland)
  • Monroe von Kuehn Kunz Rosen (Deutschland)
  • Simcoe von Pivovar Zichovec (Tschechien)
  • Solero von Maisel & Friends mit freundlicher Unterstützung von Hopsteiner (Deutschland)

Bernsteinfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feste weiße Schaumkrone bleibt lange erhalten. Optisch macht das Bier jedenfalls auch in diesem Jahr eine gute Figur.

Düfte nach Mango und Maracuja, Grapefruit und Holz steigen mir in die Nase. Dazu kommt eine leichte Süße, die an Ananas erinnert und sich mit Aromen paart, die an Bitterorangen erinnern. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße aus, die durch eine kräftige Kohlensäure begleitet wird. Die fruchtigen Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Dazu kommt das stiltypische freundliche Bitter von immerhin 70 IBU, das aber die Süße nicht vollständig überdecken kann. Das gefällt mir, insbesondere im Zusammenspiel mit dem samtigen Mundgefühl. Im Abgang wird das Bier trockener und das Bitter ist nicht so kräftig wie ich es erwartet hätte. Dafür klingt es sehr lange nach.

Den diesjährigen Hopfenreiter zu kaufen lohnt sich auf jeden Fall. Es gibt ihn im Brauereishop von Maisel, auch im Onlinehandel. Aber schnell sein lohnt sich, denn es gilt wie jedes Jahr: wenn weg, dann weg.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Jester, HBC 431, HBC 630, Monroe, Simcoe, Solero), Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Stammwürze:

18,8° Plato

Bittereinheiten:

70 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Brauerei Gebr. Maisel GmbH & Co. KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Messe München: drinktec zieht positive Bilanz

International, innovativ und qualitativ auf höchstem Level: mit diesen Attributen beschreibt die Messe München die drinktec, die vom 12. bis 16. September 2022 auf dem dortigen Messegelände stattfand. Insgesamt 1.002 Aussteller aus 55 Ländern und knapp 50.000 Besucher aus 169 Ländern kamen zur Weltleitmesse für die Getränke- und Liquid-Food-Industrie.

Mit einem internationalen Anteil von 65 Prozent bei den Ausstellern und mehr als 70 Prozent bei den Besuchern hat die drinktec eindrucksvoll ihren Status als Weltleitmesse untermauert. Dr. Reinhard Pfeiffer, Geschäftsführer der Messe München: „Die drinktec zeigt: Weltmessen sind in Europa wieder möglich. Die meisten Besucher kamen aus dem Ausland und davon fast 40 Prozent von außerhalb Europas, wie zum Beispiel aus Mexiko, Brasilien, Südafrika, Japan oder Indien. Bezeichnend, dass das drittstärkste Besucherland nach Deutschland und Italien die USA sind.“ Volker Kronseder, Fachbeiratsvorsitzender der drinktec, ergänzt: „Wenn man durch die Hallen geht, sieht man eine Vielzahl an Neu- und Weiterentwicklungen, man sieht Menschen aus unterschiedlichen Nationen endlich wieder miteinander persönlich kommunizieren. Die Innovationsdichte ist auch in diesem Jahr wieder äußerst hoch.“

Richard Clemens, Geschäftsführer VDMA Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen, resümiert: „Die Branche hat geradezu sehnsüchtig auf die drinktec gewartet. Die Stimmung ist exzellent. Die Aussteller sind begeistert von der Internationalität und der hohen Qualität der Besucher.“ Ein Fazit, dem sich Florian Schneider, Chief Commercial Officer bei ZIEMANN HOLVRIEKA, nahtlos anschließt: „Die drinktec ist zurück, und mit ihr unsere Kunden und Interessenten aus aller Welt. Zwar scheint die Anzahl insgesamt geringer zu sein als in der Vergangenheit. Aber die Qualität ist hoch. Die drinktec beweist einmal mehr, dass sie die wichtigste internationale Plattform ist.“

Diesem Anspruch wurde die drinktec auch bei den gezeigten Innovationen gerecht. Insgesamt mehr als 700 Neuheiten und Lösungen meldeten die Aussteller in den digitalen Angeboten „Innovation Guide“ und „Solution Guide“ an. Dr. Johannes T. Grobe, Geschäftsführer Sales und Service bei der KHS Gruppe, erklärt, warum gerade die drinktec der Ort für Premieren ist: „Als wichtigster Innovations- sowie Impulsgeber genießt die drinktec einen hohen Stellenwert in der Branche. Sie bietet die perfekte Gelegenheit, mit unseren Kunden und Partnern auf internationaler Bühne zusammenzukommen. Während der Messetage konnten wir zahlreiche Gespräche zu Neuinvestitionen führen.“ Marcus Ley, Vice President Global Accounts bei Ecolab, ergänzt, „dass die drinktec der führende Marktplatz ist, auf dem sich globale Branchenexperten und Entscheidungsträger treffen, um Innovationen und modernste Technologien zur Weiterentwicklung ihrer Geschäftstätigkeit zu identifizieren. Wir konnten erneut mit hochkarätigen Besuchern der obersten Managementebene in Kontakt treten, um unsere Geschäftsziele voranzutreiben. Eine weitere unvergessliche Show!“ Und Reinhard Streit, Vice President und Managing Director Food & Beverage Europe bei CCL Label, fasst zusammen: „Ich mache es kurz: Die drinktec ist die beste globale Plattform, wenn Sie in der Getränkebranche tätig sind.“

Auch für die Besucher ist die drinktec die maßgebliche Networking-Plattform der Getränke- und Liquid-Food-Industrie, wie Gary Guo, Vice President, Global Supply Chain bei der Coca Cola Company, bekräftigt: „Es ist wirklich toll, nach fünf Jahren wieder hier in München auf der drinktec zu sein. Sie ist eine der wichtigsten Veranstaltungen in unserem Geschäftskalender und für uns ein Muss. Zusammen mit unseren globalen Abfüllpartnern nutzen wir die drinktec, um die neuesten Entwicklungen und Technologien in Bereichen wie Lieferkette, Fertigung, digitale Transformation und Nachhaltigkeit zu erkunden und nach Möglichkeiten zur Transformation unseres Geschäfts zu suchen. Die Veranstaltung ist dieses Jahr besser als je zuvor.“

Für Petra Westphal, Director drinktec, und ihr Team ist das Feedback der Kunden mehr als positiv, waren die Vorbereitungen für die diesjährige Veranstaltung „doch eine ziemliche Achterbahnfahrt. Die Auswirkungen der Pandemie und geopolitische Spannungen haben für volatile Rahmenbedingungen und Unklarheiten gesorgt. Und dann kommt der erste Messetag. Die Welt trifft sich nach fünf Jahren hier bei uns in München. Die Wiedersehensfreude ist unbeschreiblich. Auf allen Ständen werden die aktuellen Herausforderungen intensiv diskutiert und Lösungen aufgezeigt; hier wird die Zukunft der Branche gestaltet.“

Die nächste drinktec findet im Herbst 2025 statt. Der genaue Termin wird zeitnah bekannt gegeben.

Weitere Statements (in alphabetischer Reihenfolge)

Dr. Roland Folz, Group President, Pentair Industrial Solutions: „Es war großartig, wieder auf der drinktec zu sein, um sich zu treffen, Kontakte zu knüpfen und neue Partnerschaften zu schließen, während bestehende persönlich gepflegt werden.“

Monica Gimre, CEO and President, Sidel: „Die drinktec bot Sidel auch in diesem Jahr die Möglichkeit, Kunden zu treffen, die uns widerspiegelten, dass es großartig war, wieder mit all ihren Interessenvertretern an einem Ort in Kontakt zu treten. Wir haben an unserem Stand ein Erlebnis entworfen, das Kunden nach der Pandemie erfolgreich wieder willkommen geheißen und ihnen ein kollaboratives Umfeld geboten hat, in dem sie sich wieder treffen können.“

Thomas Ricker, Vertriebsvorstand, Krones AG: „Die ganze Welt der Getränke- und Liquid-Food-Industrie trifft sich in diesem Jahr endlich wieder und es herrscht eine tolle Atmosphäre. Ich würde sagen, alle sind froh, sich nach so langer Zeit wieder persönlich zu treffen. Auf der anderen Seite gibt es eine Menge Herausforderungen in der Welt: die aktuelle politische Situation, die wirtschaftlichen Situation und vor allem das Thema der nachhaltigen Zukunft. Wir können schon jetzt sagen, dass wir vom bisherigen Verlauf der drinktec äußerst zufrieden sind.“

Kai Schneiderwind, Senior Vice President, Process Automation Solution, Siemens AG: „Wir sind sehr zufrieden mit unserer Teilnahme an der drinktec. Wir konnten viele Gespräche über unsere Innovationen mit unseren Kunden führen und bekamen wertvolles Feedback zu den smarten Technologien für die Getränkeindustrie, die die digitale Transformation beschleunigen. Die drinktec bleibt für uns und unsere Kunden auch im Jahre 2025 die Leitmesse der Branche für innovativen Lösungen einer nachhaltigen Produktion.“