Bereits im Jahr 1789 wurde die Brauerei Ladenburger im schwäbischen Neuler gegründet. Auf dem Rückenetikett ist vermerkt, dass das Bier mit belebtem Brauwasser nach Grander gebraut wurde. Mir sagte das nichts, so dass ich mich erst einmal im Internet informieren musste, was das ist. Kurz gesagt handelt es sich um Esoterik. Grundsätzlich halte ich das für Humbug und will mich deshalb auch nicht weiter darüber auslassen. Sich über den Glauben anderer Menschen lustig zu machen ist nicht seriös. Und auch wenn ich von Esoterik und daher auch vom „belebten Wasser“ nichts halte, habe ich doch das Vorurteil, dass Menschen, die sich beim Wasser solche Gedanken machen, sicherlich auch mit den anderen Rohstoffen des Bieres sorgfältig umgehen und so ein gutes Bier herstellen. Für mein Vorurteil spricht, dass das Ladenburger Hefeweizen Hell im Jahr 2019 bei den World Beer Awards die Silbermedaille die Silbermedaille in der Kategorie Germany errungen hat. Ich werde jetzt also eines der besten Weizenbiere der Welt verkosten, Zeit also, die Flasche zu öffnen.
Orangefarben und hefetrüb läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine recht kleine feste schneeweiße Schaumkrone, die aber sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier auf jeden Fall eine gute Figur.
Fruchtig ist der hervorstechende Eindruck des Aromas. Ich rieche Banane und gelbe Früchte, gemischt mit Biskuitteig.
Der Antrunk ist spritzig mit einer leichten Süße. Wie erwartet steht auch auf der Zunge die Fruchtigkeit im Mittelpunkt, aber auch die Hefe fordert auf der Zunge ihr Recht. Dadurch ist das Bier mild und weich, das Mundgefühl ist samtig. Erst in der Kehle kommt noch ein leichtes Bitter mit überraschend langem Nachklang zur Fruchtigkeit.
Zutaten:
Brauwasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Alkoholgehalt:
5,2 % Vol.
Stammwürze:
12° Plato
Brauerei:
Brauerei Ladenburger GmbH
Hauptstrasse 16
73491 Neuler
www.ladenburger.beer
In Mühldorf am Inn in Oberbayern ist die Brauerei Unertl beheimatet. Sie dürfte vermutlich den meisten Konsumenten von Craft Beer bekannt sein. Unertl stellt hervorragende Biere in Bio-Qualität her. Dabei beschränken sich die Brauer nicht auf das EU-Biosiegel, sondern sie arbeiten mit Naturland zusammen, einem Verband, der für „echtes“ Bio steht.
Im bayrischen Teil von Schwaben liegt Autenried. Dort ist die Schlossbrauerei Autenried beheimatet, von der die Bernsteinweiße stammt, die ich jetzt verkosten möchte. Ein Blick auf das Rückenetikett verrät, dass für das Brauen dieses Biers ausschließlich Doldenhopfen verwendet wurde. Da kann ich mich ja auf ein gutes Bier freuen.
Die Entstehungsgeschichte dieses Biers hat der Berliner Bierhändler
Die Hirsch Brauerei Honer, aus der das vor mir stehende Weißbier stammt, ist Mitglied bei „
Bereits seit längerer Zeit ist Markus Hoppe mit seinen fünf „wuiden“ Bierspezialitäten erfolgreich. Aber was ist ein Brauer aus Bayern ohne ein Weißbier? Das hat sich Markus vermutlich auch gesagt und hat etliche Versuche unternommen, um ein bayerisches Weissbier nach seinen Vorstellungen zu brauen. Das Ergebnis ist das Hoppebräu Weissbier mit einem Alkoholgehalt von 5,5 % Vol.
Die Brauerei Flötzinger blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits im Jahr 1543 wurde der Brauerei das Braurecht erteilt. Es gibt aber Vermutungen, dass an der Stelle bereits vorher eine Brauerei existierte, die allerdings ein Jahr zuvor durch einen Brand zerstört wurde. Nur mal so nebenbei: wenn Sie glauben, dass die Biersteuer eine Erfindung der Neuzeit ist, muss ich Sie enttäuschen. Bereits im 16. Jahrhundert mussten die Brauer in Rosenheim für jeden Eimer Bier (= 64 Liter) zwei Kreuzer Aufpreis entrichten. Die Brauerei gibt es noch heute, auch wenn in der Zwischenzeit, genauer gesagt im 19. Jahrhundert, mindestens einmal der Besitzer gewechselt hat.
Bereits seit mehr als 100 Jahren ist die Brauerei Hösl im Familienbesitz, inzwischen in der 3. Generation. Bei einer so langen Brautradition kann ich wohl ein besonderes Bier erwarten. Und nebenbei bemerkt: Auch wenn ich die Brauerei (noch) nicht besucht habe, gefällt mir der Internetauftritt der Brauereigaststätte sehr gut. Wenn ich mal in die Gegend komme, werde ich sie bestimmt besuchen. Aber jetzt will ich mich erst einmal dem Bier zuwenden.
Im September 2021 setzten sich Nikki Parks und Nils Lichtenberg mit ihrer Hopfen-Weisse gegen 180 Konkurrenten aus ganz Deutschland durch und gewannen so die 5. Deutsche Meisterschaft der Hobbybrauer. Die Expertenjury der Meisterschaft überzeugte die Ausgewogenheit zwischen Hopfenaromen und typischen