Die Biere von Jan und Malte haben mich noch nie enttäuscht und ich hoffe, dass bleibt auch bei dem Bier so, das jetzt vor mir steht. Auch wenn der Name es nicht verrät – Hans Dampf ist ein Rauchbier.
Sehr dunkel bordeauxrot präsentiert sich das Bier im Glas, beinahe schwarz. Die sahnige elfenbeinfarbene Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. Optisch ist das Bier keine Enttäuschung.
Das Bier duftet intensiv nach Schinken und dunkler Schokolade. Ich weiß, das klingt schon etwas merkwürdig, aber hier passen die beiden Aromen sehr gut zusammen, insbesondere weil das Raucharoma zwar kräftig ist, dabei aber natürlich rüberkommt.
Der Antrunk zeichnet sich durch eine zurückhaltende Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Das Mundgefühl ist cremig und weich und das Bier füllt den gesamten Mundraum angenehm aus. Trotz des intensiven Rauchgeschmacks hat das Bier einen recht schlanken Körper, während andere Rauchbiere gerne mal einen schweren Eindruck hinterlassen. Nicht verschweigen möchte ich auch die freundliche Bittere, die sehr gut auf die Intensität des Rauches abgestimmt ist. Ich meine auch, aus dem Hintergrund einen Hauch von Banane festzustellen, aber da bin ich mir nicht sicher. Auch das leichte Brennen des Alkohols passt gut zum Rauchgeschmack. In der Kehle ist der Rauch ebenfalls zu schmecken, ohne dass er zu kräftig oder penetrant wirkt. Dafür klingt der Geschmack aber sehr lange nach.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Alkoholgehalt:
6,0 % Vol.
Brauerei:
Hildesheimer Braumanufaktur
Jan Pfeiffer & Malte Feldmann GbR
Goslarsche Landstr. 15
31135 Hildesheim
www.hildesheimer-braumanufaktur.de

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber wenn ich an Bier aus dem Sauerland denke, fallen mir nur Veltins und Warsteiner ein. Aber es gibt dort noch mehr Brauereien. Eine ist die CrossBeau Brewing in Wenden, von der das Bier stammt, das jetzt vor mir steht. Dabei handelt es sich wie der Name bereits aussagt um ein Rauchbier. Da bin ich ja mal gespannt.
Die Braumanufaktur Hertl aus dem fränkischen Schlüsselfeld widmet ihre Biere immer einem Familienmitglied. In diesem Fall ist es das Bier für Schwiegervater Alfred. Zumindest auf dem Etikett hat er eine Zigarette zwischen den Fingern, so dass es nahelag, ihm ein Rauchbier zu widmen. Auch die räumliche Nähe von Schlüsselfeld zu Bamberg bringt für sich schon fast die Verpflichtung mit sich, auch ein Rauchbier zu brauen. Jetzt steht es jedenfalls vor mir.
Rund um den fränkischen Staffelberg ranken sich viele Sagen und Legenden. Das Buch „Sagen und Legenden des Lichtenfelser Landes“ von E. und K. Radunz listet für diese Gegend 14 Sagen auf. Dazu gehört auch die Sage von den Querkerla. Die gleiche oder zumindest ähnliche Sage kennen wir auch aus anderen Gegenden Deutschlands. Dort haben die Querkerla allerdings andere Namen, beispielsweise werden sie in Köln als Heinzelmännchen bezeichnet. Die Geschichte ist immer die gleiche: Kleine Helferlein kommen in der Nacht und erledigen die Arbeiten, die die Menschen am Tage nicht gemacht haben. Dafür erhalten sie einen kleinen Lohn, im Falle der Querkerla sind es Kartoffelklöße. Einige Menschen waren aber zu geizig, den Helfern den geringen Lohn zu zahlen, so dass die Helferlein sich irgendwann auf den Weg machten und nicht wieder gesehen wurden. Nun hat die Brauerei Staffelberg den Querkerla ein Denkmal in Form eines eigenen Bieres gesetzt, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.
Seit 2016 brauen Jan Pfeiffer und Malte Feldmann in der Hildesheimer Oststadt ihre Biere, von denen mich die meisten bislang begeistern konnten. Immer wieder kommen neue Kreationen von der Goslarschen Landstraße und jetzt steht die Blutbuche vor mir. Längere Zeit hat sie in meinem Kühlschrank gestanden und auf ihre Verkostung gewartet, jetzt ist es endlich so weit. Eventuell ist das Bier sogar zu lange im Kühlschrank gereift, denn auf der Website der Hildesheimer Braumanufaktur wird die Blutbuche gar nicht mehr aufgeführt. Vermutlich hat es sich um einen Sondersud gehandelt, der mittlerweile ausgetrunken ist und ich öffne jetzt die letzte Flasche.
Am Rauchbier scheiden sich bekanntlich die Geister – die einen lieben es aufgrund der geschmacklichen Besonderheit des Rauchs und die anderen hassen diesen Bierstil genau aus diesem Grund. Ich mag die rauchigen Biere in der Regel und freue mich, dass ich nun wieder einmal ein solches Bier vor mir stehen habe.
Seit 2016 existiert die Hildesheimer Braumanufaktur und braut im alten Wasserwerk ein immer größer werdendes Sortiment an Craft-Bieren. Die meisten Biere aus der Oststadt haben mir bislang gut gefallen und jetzt steht die Buche vor mir, das erste Rauchbier aus dieser Brauerei. Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Bier brandneu ist oder ob es sich um einen Sondersud handelt, der inzwischen ausverkauft ist und von dem ich noch ein Restexemplat im Handel entdeckt habe. Auf der Website der Brauer wird dieses Bier jedenfalls nicht erwähnt.
Tony und Krystle Traen sind die treibenden Kräfte hinter der Brauerei Viven und engagieren sich seit über zwanzig Jahren leidenschaftlich für das Unternehmen.
Zu diesem Bier schreibt die
Am Rauchbier scheiden sich bekanntlich die Geister. Die einen können nicht genug davon bekommen, die anderen scheuen diesen Bierstil wie der Teufel das Weihwasser. Aber trotzdem: jede fränkische Brauerei, die etwas auf sich hält, muss ein Rauchbier im Programm haben. So auch die Brauerei Kundmüller aus Viereth-Trunstadt. Zusätzlich ist das Bier auch noch umweltfreundlich gebraut worden, denn es wurde als Solarbier anerkannt. Beeindruckend sind aber auch die Auszeichnungen, die Kundmüller mit diesem Bier eingeheimst hat: