Die Baisinger BierManufaktur ist eine inhabergeführte Brauerei in Rottenburg am Necker und gehört der Familie Teufel. Das ist auch der Grund, weshalb die Namen der meisten Biere irgendetwas mit dem Satan im Namen haben. Dies gilt auch für den Kellerteufel, der jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.
Hell und opalisierend strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feinporige und schneeweiße Schaumkrone ist relativ klein, bleibt aber lange erhalten. Damit gibt es an der Optik nichts auszusetzen.
Das Bier duftet nach Biskuitteig, abgerundet durch einen Hauch Honig und florale Noten.
Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße sowie eine feinperlige aber kräftige Kohlensäure aus.
Zum Geruch: Ein Mix aus getreidigen und hefigen Aromen. Dazu hat man noch ein wenig Honig. Zitrusnoten runden den Geruch ab. Auf der Zunge gesellt sich zur Süße noch eine leichte fruchtige Säure, die gut mit den Karamellnoten des Biers harmoniert. Bitterstoffe sind nur wenige zu schmecken. Das Mundgefühl ist schlank aber weich. Im Abgang wird das Bier etwas kräftiger und es klingt sehr lange nach.
Wenn ich das Bier mit drei Worten beschreiben sollte, wären das „angenehm, edel, süffig“.
Zutaten:
Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Alkoholgehalt:
4,8 % Vol.
Stammwürze:
11° Plato
Farbe:
6 EBC
Brauerei:
Baisinger BierManufaktur
Ergenzinger Str. 13
72108 Rottenburg a.N./Baisingen
www.baisinger.de
Die Brauerei Zichovec entstand ursprünglich in der Gemeinde Zichovec zwischen Louny und Slaný, die laut Google nur 93 Einwohner hat. Aufgrund der Qualität seiner Biere konnte es jedoch Kunden aus der ganzen Region anziehen, so dass die alten Produktionsanlagen nicht mehr ausreichten und die Brauerei umziehen musste. Jetzt braut die Brauerei Zichovec Bier in einem neuen modernen Komplex am Stadtrand von Louny. Die Brauerei ist mit der neuesten Technologie ausgestattet und ihre Anlagen werden auch von einer Reihe tschechischer Gypsybrauer genutzt.
Alkoholfrei ist seit Jahren der große Trend beim Bier. Immerhin gehören Biere mit dem Attribut „alkoholfrei“ zu den wenigen, die noch ein mengenmäßiges Wachstum aufweisen können. Auch wenn sich die alkoholfreien Biere in den letzten Jahren deutlich verbessert haben, kann ich den Hype um die alkoholfreien Biere nicht so recht nachvollziehen. Schließlich ist Alkohol ein wichtiger Geschmacksträger und Bier ist von Haus aus ein alkoholhaltiges Getränk. Wenn nun der Alkohol aus dem Bier herausgenommen wird (das gilt für alle Methoden, ein alkoholfreies Bier herzustellen), dann fehlt dem Bier etwas. Die alkoholfreien Biere schmecken mehr oder weniger flach, einige erinnern sogar mehr an eine Brause als an ein Bier. Dabei bin ich durchaus ein Verfechter alkoholfreier Getränke. Da sollten sich aber die Getränkeindustrie und die Gastronomie mal Gedanken machen, wie sie alkoholfreie Getränke kreieren können, die wie das Bier eher herzhaft sind und die das Bier während der Mahlzeiten und bei geselligen Anlässen ersetzen können. Der Genuss von Bier wie auch von anderen alkoholischen Getränken sollte meiner Meinung nach auf den Abend beschränkt bleiben und selbstverständlich sollten diese Getränke nur dann genossen werden, wenn das Auto stehenbleibt.
Die fränkische Weißenoher Klosterbrauerei geht auf ein Benediktinerkloster aus dem 11. Jahrhundert zurück. Vermutlich wurde sie bereits um das Jahr 1050 gemeinsam mit dem Kloster gegründet, so dass die heute zu den ältesten Brauereien in Deutschland zählt. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Brauerei privatisiert und wird heute als klassische Familienbrauerei von Familie Winkler geführt. Der Name Weißenohe leitet sich ab von der Bedeutung ‚Ort am weißen Bach‘, womit der Bach Kalkach gemeint ist.
Weserländer ist eine Handelsmarke, die von der Brauerei Wolters in Braunschweig für die Firma Getränke Ahlers in Achim in der Nähe von Bremen gebraut wird. Nun ist Wolters nicht unbedingt für Genussbiere bekannt, aber ich will dem Weserländer Premium Pils trotzdem eine Chance geben.
In Oberfranken liegt Wunsiedel-Schönbrunn, die Heimat des Lang-Bräu Pils, das jetzt vor mir steht. Pils ist nicht gerade die Spezialität der Franken, aber eventuell schafft es die Brauerei ja trotzdem, ein Pils zu brauen, das mich begeistern kann.
Berliner Kindl ist eine Marke der Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei, die ihrerseits zum Oetker-Konzern gehört. Die Marke gibt es bereits seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert, als im Jahr 1872 die unter dem Namen Berliner Gastwirte zu Berlin AG gegründete Brauerei in Rixdorf entstand. Sie wurde 1910 in Berliner Kindl Brauerei-Aktiengesellschaft umbenannt. Der Name stammt vom Logo der Brauerei, das seit 1907 als der Goldjunge im Krug die Biere des Berliner Kindl schmückt. So auch das alkoholfreie Jubiläums-Pilsener, das jetzt vor mir steht.
Tschechien ist bekanntlich die ursprüngliche Heimat der Pilsener Biere. Von dort kommt auch das Tudor aus dem Hause Rebel Brewing. Das Bier wird im offenen Tank vergoren und anschließend in den Kellern der Brauerei lange bei niedrigen Temperaturen gelagert. Dieser Prozess verspricht ein komplexes und geschmacksintensives harmonisches Bier.
Vor den Toren Bambergs liegt Hallstadt, die Heimat der Brauerei Eichhorn. Von dort stammt das Pils, das jetzt vor mir steht. Da ein Pils zu den Bierstilen gehört, die in Franken nicht zum Standard gehören, bin ich auf dieses Bier besonders gespannt. Auf jeden Fall teilt mir die Zutatenliste mit, dass die Brauer keinen Hopfenextrakt verwendet haben.