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Guinness – Hop House 13 Lager

Das Stout von Guinness kenne ich bereits seit bestimmt 40 Jahren. Damals gab es hier in Norddeutschland fast ausschließlich Pils und Export zu kaufen und damals war das Guinness eine echte Innovation. Ich bin mir nicht sicher, aber ich habe den Eindruck, dass die Rezeptur für das Stout in der Zwischenzeit nicht oder nur minimal verändert wurde. Damit wirkte die Marke Guiness für mich etwas aus der Zeit gefallen, nicht schlecht, aber halt langweilig – bis ich das Lagerbier des Unternehmens entdeckt habe, das jetzt vor mir steht.

Die Brauerei teilt mit, dass das Hop House 13 Lager aus irischem Malz mit Hopfen aus den USA und Australien gebraut wurde. Das klingt doch schon mal vielversprichend, weshalb ich die Flasche jetzt öffne.

Kupferfarben präsentiert sich as Bier im Glas mit einer überdurchschnittlichen feinporigen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Die Optik ist wirklich wie gemalt.

Das Bier duftet malzig nach Karamell und der Hopfen trägt fruchtig-würzige Noten bei, die an Zitrusfrüchte und Pfirsiche erinnern.

Der Antrunk ist recht süß, dabei aber durch die reichlich dosierte Kohlensäure wirklich frisch. Während sich das Bier auf der Zunge verteilt gesellt sich ein passendes freundliches Bitter zur Süße. Das Mundgefühl ist voll und rund. Der Abgang wird durch ein edles Bitter mit sehr langem Nachklang dominiert.

Das Hop House 13 Lager von Guinness kann mit voll und ganz überzeugen. Das hätte ich Guinness ehrlich gesagt nicht zugetraut.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, geröstete Gersten, Hopfen, Hopfenextrakt, Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol

Stammwürze:

12 ° Plato

Bittereinheiten:

21 IBU

Brauerei:

Guinness & Co.
St James Gate
Dublin
Irland
www.guinness.com

Nürnbier – Drei im Seidla

Für die Leser, die nicht aus Franken kommen, muss ich den Namen dieses Bieres vermutlich erst einmal erklären. Ein Seidla ist einfach der fränkische Ausdruck für einen Bierkrug. Bekannter und dabei ähnlich ist auch der Name Seidel. Außerdem spielt der Name auf einen Snack an, den es vermutlich nur in Nürnberg gibt – Drei im Weckla. Das sind einfach drei Nürnberger Rostbratwürste, die zusammen in ein Brötchen gesteckt werden. Und so haben die drei Brauer bei diesem Bier sowohl drei Malze als auch drei Hopfensorten verwendet. Soviel zum Namen. Kommen wir nun zum Bier.

Golden und nur leicht hefetrüb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine voluminöse feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Aromoa ist ausgesprochen fruchtig. Ich rieche Zitrusfrüchte, Ananas, Mandarine und Mango. Abgerundet wird das Aroma durch eine leichte Karamellnote des Malzes.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße aus. Die Kohlensäure ist feinperlig, aber kräftig. Auf der Zunge bildet sich ein zur Süße passendes fruchtiges Bitter, das mich an den Geschmack erinnert, den ich im Mend habe, wenn ich auf einen Zitronenkern beiße. Das Mundgefühl ist voll und weich. Im Abgang lässt das Bitter etwas nach, aber es klingt trotzdem lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Wiener Malz, Carapils), Hopfen, (Mandarina Bavaria, Hallertauer Blanc, Polaris), Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Brauerei:

R&W Bierspezialitäten Nürnberg GmbH
Äußere Laufer Gasse 6
90403 Nürnberg

Dickebast

Das Dickebast ist ein Lager aus dem im nördlichen Landkreis Hildesheim gelegenen Sarstedt. Der Namenszusatz Kloster-Bräu erinnert an die 500jährige Geschichte des Bierbrauens in Sarstedt. Damals nutzten die Brauer in Sarstedt eine Hufe Land des Michaelis-Klosters in Hildesheim. Eine Hufe Land entspricht der Fläche, die erforderlich war, um einer Bauersfamilie ein Auskommen zu sichern. In dieser Tradition sehen Maik-Oliver und Stefan das Dickebast.

Fuchsrot und hefetrüb fließt das Ber ins Glas. Die Schaumkrone ist eher mickrig und sie löst sich schnell auf.

Das Bier duftet nach Karamell. Dazu kommen würzige und auch einige holzige Noten.

Der Antrunk wird durch eine ordentliche Süße mit reichlich Kohlensäure dominiert. Auf der Zunge gesellt sich ein kräftiges Bitter dazu. Die würzigen und holzigen Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im milden Abgang wird das Bier trockener und es klingt durchschnittlich lange nach.

Nachdem mir die Optik zunächst nicht so recht gefallen konnte, überzeugt das Bier dann doch durch seinen Geschmack und Charakter, so dass es zu allen deftigen Speisen zu empfehlen ist.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Bierhefe

Alkoholgehalt:

5.0% Vol.

Bittereinheiten:

20 IBU

Farbe:

30 EBC

Brauerei:

Reimot Braumaufaktur
Voss-Str. 35b
31157 Sarstedt
www.sarstedter-bier.de

Cuxhavener Bierbrise – Orange

Nun steht mal wieder eine Flasche Bier von der Nordseeküste vor mir, die Cuxhavener Bierbrise mit dem orangefarbenen Plastikkorken. Das Etikett verspricht mir einen milden Charakter sowie einen fruchtigen Nachklang. Mal sehen, wie sich das Bier so macht.

Rotgolden und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die sahnige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt sehr lange erhalten. Optisch gibt es an dem Bier nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach Karamell, abgerundet durch einige würzige Noten sowie Anklänge von Zitrusfrüchten.

Der Antrunk ist recht süß, aber durch die sehr feinperlige Kohlensäure durchaus frisch. Wie ich es erwartet habe ist das Bier malzbetont und weist auf der Zunge nur ein leichtes Bitter auf. Das Mundgefühl ist nicht ganz rund, besonders weil das Bier für seine 6,3 Volumenprozent Alkohol unerwartet schwer wirkt. Im Abgang versöhnt es mich aber mit einem angenehmen freundlichen Bitter mit langem Nachklang. Allerdings fehlt mir jetzt die auf dem Etikett versprochene Fruchtigkeit.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,3% Vol.

Stammwürze:

14,0° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 9° Celsius

Brauerei:

Köhnfinefood UG
Heerstr. 101
27478 Cuxhaven
www.koehnfinefood.com

Joybräu – Ocean Blue mit Vitamin C + B12 + B9

Ich muss zugeben, dass das Bier, das jetzt vor mir steht, bei mir einen schweren Stand hat. Zum Einen habe ich so meine Vorurteile gegenüber Functional Food, da ich den Eindruck gewonnen habe, dass diese Lebensmittel meist auf die (angebliche) Wirkung ausgerichtet sind, nicht auf Genuss. Und bei alkoholfreiem Bier geht es mir ähnlich – häufig wirken sie eher wässrig, auch wenn sich da in den letzten Jahren viel getan hat und die Geschmacksqualität bei vielen alkoholfreien Bieren deutlich besser geworden ist. Und hier kommt beides zusammen – ein mit Vitaminen angereichertes alkoholfreies Bier. Kann das überhaupt schmecken? Auf der anderen Seite hat dieses Bier beim Meiningers Craft Beer Award 2020 die Goldmedaille errungen. Eventuell muss ich zum Abschluss dieses Tests meine eigenen Vorurteile korrigieren.

Rotblond und gefiltert läuft das Bier ins Glas und erzeugt dabei eine durchschnittlich große Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Die Optik des Joybräu ist schon mal top

Das Aroma ist hopfenbetont und würzig mit blumigen Noten. Der Duft nach Karamell meldet scih aus dem Hintergrund und rundet die Hopfenaromen ab.

Der Antrunk ist recht süß und begeistert mich durch die sehr sanfte feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge entwickelt sich ein kräftiges Bitter, das gut auf die Süße aubgestimmt wird. Das Mundgefühl ist voll und weich. Im Abgang wird das Bier trockener und das Bitter klingt lange nach.

Tatsächlich stimmen meine Vorurteile in diesem Fall nicht. Das Joybräu Ocean Blue ist ein wirklich gutschmeckendes und süffiges alkoholfreies Bier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Hopfen, Vitamin C

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

GoyBräu GmbH
Doormannsweg 43
20259 Hamburg
www.joybraeu.de

Schanzenbräu – Kehlengold

Am Stadtrand von Nürnberg hat sich die Brauerei Schanzengold angesiedelt. So weit, so gut. Aber trotzdem macht Schanzenbräu etwas anders als andere Craft Beer-Brauer. Nicht für den deutschen Markt eher ungewöhnliche Bierstile werden dort gebraut, sondern Biere, die für Bayern im Allgemeinen und für Franken im Besonderen typisch sind. Helles, Märzen, Bockbier und Weizen. Und da für Nürnberg nun mal die Rotbiere typisch sind, braut Schanzenbräu viele dieser Bierstile in einer roten Version, so den roten Bock und das rote Weizen. Jetzt steht aber das Kehlengold vor mir, ein Lager.

Intensiv rotgolden und mit geringer Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine sahnige Schaumkrone, die sich durch eine lange Haltberkeit auszeichnet. Die Optik ist schon mal Top.

Das Bier duftet nach Karamell, das durch einige grasige und würzige Töne abgerundet wird.

Der Antrunkt ist frisch und spritzig und er zeichnet sich durch eine leichte Süße aus. Auf der Zunge kommen ein passendes Bitter sowie eine leichte Fruchtigkeit dazu, die an Zitrusfrüchte erinnert. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Abgang wird das Bier trockener und das leichte Bitter klingt recht lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Wiener Malz, Melanoidinmalz, Karamelmalz, Pilsner Malz), Hopfen (Cascade, Mandarina Bavaria), Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,8 %

Bittereinheiten:

33 IBU

Brauerei:

Schanzenbräu GmbH & Co. KG
Proeslerstr. 3
D-90431 Nürnberg
www.schanzenbraeu.de

 

H45. kraft

Wieder einmal steht jetzt ein Bier vor mir, dessen Name für mich nicht sofort einen Sinn ergibt. Doch es gibt ihn. Kuehn Kunz Rosen hat dieses Bier als Hausbier für die Eventlocation Halle 45 in Mainz gebraut. Da ich mit den Bieren aus der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz bislang nur gute Erfahrungen gemacht habe, vermute ich auch diesmal ein besonderes Geschmackserlebnis.

Golden und hefetrüb fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine überdurchschnittlich große feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist sehr fruchtig. Düfte nach Zitrusfrüchten und Ananas steigen mir in die Nase, abgerundet durch feine Malznoten, die an Kekse erinnern. Das macht Lust auf den ersteen Schuck.

Wie das Aroma ist auch der Antrunk fruchtig-frisch und spritzig. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider und ich meine noch zusätzlich den Geschmack nach Maracuja festzustellen. Bitterstoffe sind nur dezent eingesetzt; trotzdem ist das Mundgefühl voll und rund. Der Abgang wird durch ein mildes freundliches Bitter dominiert, das lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Wiener Malz), Hopfen (Mosaic, Galena, Hüll Melon, Summit), Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Kuehn Kunz Rosen GmbH
Weisenauer Str. 15
55131 Mainz
www.kuehnkunzrosen.de

Bootshaus – Red Secret

Das Red Secret stammt aus der Kleinbbrauerei Bootshaus am Dümmer. Es handelt sich um ein rotes Lager, womit schon mal der erste Teil des Namens erklärt ist. Der zweite Namensteil weist auf den verwendeten Hopfen hin, den Vic Secret. Zu dieser australischen Hopfensorte schreibt der Hopfenhändler BarthHaas: „Vic Secrets Geschichte beginnt bereits im Jahr 2000: Als Sämling wurde sie angepflanzt und ging mit riesigen Schritten durch das Züchtungsprogramm bis sie letztendlich, von allen sehnlichst erwartet, 2010 freigegeben wurde. Erst seit 2013 wird diese Zuchtsorte kommerziell produziert und trägt als Geheimtipp ihren Namen völlig zurecht. Bei dieser Zuchtsorte stehen starke Ausprägungen von grünen Früchten wie Stachelbeere und Quitte, süßen kandierten Früchten, Zitrusnoten von Grapefruit sowie roten Beeren wie Erdbeeren gegenüber. Besonders herauszuschmecken sind auch Ananas und Maracuja. Zudem runden intensive, blumige Noten von Rose und Apfelblüte das Gesamtgeschmacksprofil ab.“ Na, klingt das nicht verheißungsvoll?

Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine sehr voluminöse beige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Leichte Röststoffe unterstützen die Fruchtigkeit. Ich rieche Orange, Ananas, Maracuja und auch die Herbe eines Harzes. Diese Aromen machen richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht süß, was aber zur feinperligen Kohlensäure dieses Biers passt. Auf der Zunge ist die Fruchtigkeit im Vordergrund, die durch ein gut angepasstes freundliches Bitter abgerundet wird. Das Mundgefühl ist voll und weich. Im Abgang wird das Bitter etwas schwächer und es klingt lange nach.

Das Red Secret ist ein angenehmes leichtes Sommerbier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Red X), Hopfen (Vic Secret), Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Bittereinheiten:

30 IBU

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Bootshaus Brauerei
Inhaber: Christopher Franz
Schützenweg 20
49448 Marl
www.bootshaus-brauerei.de

Tusker

Afrikanische Biere kommen mir selten unter die Augen, aber jetzt ist es mir gelungen, ein Bier aus Kenia zu ergattern. Bereits am 8. Dezember 1922 ließen die Gebrüder George und Charles Hurst die Kenya Breweries formell registrieren. Ihr erstes Bier brauten sie der Überlieferung nach in kleinen Kupfergefäßen, beheizt vom tropischen Holzfeuer. Die Flaschen füllten die beiden noch per Hand ab. Wie sich die Geschichten doch gleichen – irgendwie erinnert mich diese Überlieferung sehr an die veröffentlichten Darstellungen der Gründung heutiger Craft-Brauereien. Aber zurück zum Tusker. Das Bier wurde in Ostafrika bald bekannt und beliebt. Für Touristen gehörten Safari und Tusker-Bier bald untrennbar zusammen. 1923 wurde George Hurst – einer der Mitbegründer der Brauerei – von einem Elefantenbullen angegriffen und starb. In Erinnerung an seinen tragischen Tod wurde das Bier Tusker (Tusk = Elefantenzahn) genannt. Heute wird das Bier nach Tansania, Kanada, USA, Großbritannien und bereits seit 1995 auch nach Deutschland verschickt. Nun ist aber Schluss mit der Geschichte, jetzt will ich das Bier verkosten.

Strohgelb und gefiltert läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die leider recht flott in sich zusammenfällt.

Das Aroma ist malzbetont mit einem leichten Karamellduft, der durch würzige Noten des Hopfens abgerundet wird.

Der Antrunk ist überraschend trocken und offenbart recht viel sehr feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge kommt das Bitter in den Vordergrund. Ansonsten wirkt das Bier schlank und durch die fehlende Süße und Fruchtigkeit auch unausgeglichen. Der Abgang ist mild mit minimalem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,2 % Vol.

Stammwürze:

10,5° Plato

Brauerei:

East African Breweries Group
P.O. Bos 30161
00100 Nairobi
Kenia
www.eabl.com

Löwenbräu – 1747 Dunkles

Häufig wird der Begriff „der ewige Zweite“ als etwas abwertend angesehen. Jetzt habe ich einen „ewigen Zweiten“ vor mir stehen, „1747 Dunkles“ genannt, aus der Brauerei Zum Löwenbräu aus Adelsdorf in Franken. In diesem Fall ist aber alle Abwertung oder Häme fehl am Platze, denn dieses Bier wurde viermal in Folge Silbermedaillengewinner beim European Beer Star und zusätzlich im Jahr 2017 ebenfalls mit der Silbermedaille bei Meiningers International Craft Beer Award ausgezeichnet. Insbesondere die Preise beim European Beer Star sind etwas besonderes, denn dort wird je Kategorie jeweils nur eine Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille verliehen.

Kupferfarben läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine sahnige elfenbeinfarbene Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Die Optik dieses Dunklen ist durchaus in der Lage, mich zu begeistern.

Wie erwartet dominieren die Röststoffe das Aroma, aber auch Düfte nach Brotkruste sowie eine leichte Fruchtsüße steigen mir in die Nase.

Der Antrunk ist weniger süß als ich erwartet hätte, dafür frisch mit einer sehr feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge wird die Süße langsam etwas kräftiger und der Geschmack dunkler Schokolade gesellt sich dazu. Bitterstoffe sind nur sehr diskret zu schmecken. Das Mundgefühl ist angenehm weich. Auch im Abgang sind die Bitterstoffe zurückhaltend, aber sie klingen überraschend lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Brauerei:

Zum Löwenbräu
Neuhauser Hauptstr. 3
91325 Adelsdorf
www.brauerei-zum-loewenbraeu.de