Schlagwort-Archiv: Lagerbier

Altenburger – Winterbier

Altenburg ist vor Allem für seine Spielkarten bekannt, aber auch das Bier, das von dort kommt, kann durchaus gefallen. Das Winterbier, das jetzt vor mir steht, wird im Spätsommer gebraut und wird von Oktober bis April verkauft. Auch wenn die Biere aus dem östlichen Thüringen hier im Westen eher selten zu finden sind, ist es mir doch gelungen, eine Flasche zu ergattern, die ich jetzt und hier vorstellen möchte.

Rotbraun und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist sahnig und bleibt sehr lange erhalten. Ein winterliches Bier wie gemalt.

Wie ich es von einem Winterbier erwarte wird das Aroma durch die verwendeten Malze dominiert. Ich rieche Noten nach Karamell und Toffee, nach Kaffee und Trockenpflaumen. Ich muss sagen, das passt alles zusammen.

Der Antrunk ist frisch und er besticht durch seine leichte Malzsüße. Auf der Zunge schmecke ich Aromen nach dunkler Schokolade, Karamell und Dörrobst. Bitter ist nur wenig vorhanden, so dass das Mundgefühl weich und rund ist. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger. Es bleibt aber immer zurückhaltend und klingt trotzdem sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz, Melatoninmalz, Karamellmalz), Hopfen

Alkoholgehalt:

5,5 Vol.-%

Stammwürze:

13,3° Plato

Bittereinheiten:

25 IBU

Farbe:

28 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

10° – 11° Celsius

Brauerei:

Altenburger Brauerei GmbH
Brauereistraße 20
04600 Altenburg
www.brauerei-altenburg.de

BierSelect

Ott – Obaladara

Fragen Sie mich bitte nicht, das Obaladara bedeutet. Ich habe wirklich intensiv nach einer Bedeutung dieses Ausdrucks gesucht und dabei kläglich gescheitert. Selbst ein Onlinewörterbuch Fränggisch – Deutsch konnte mir nicht weiterhelfen und auch die Suchmaschine meines Vertrauens versagte beim Versuch, diese Wortschöpfung in einem anderen Zusammenhang als mit diesem Bier zu finden, kläglich. Auch die Etiketten auf der Flasche geizen mit der Information, was in der Flasche wohl enthalten sein könnte. Vollbier steht da, 5,3 Volumenprozent Alkohol steht da auch und da in der Zutatenliste auch Gerstenröstmalz enthalten ist, kann ich wohl davon ausgehen, dass es irgendein dunkles Bier ist. Diese Information hat mich auch bewogen, die Flasche zu kaufen, so dass ich sie jetzt verkosten kann.

Dunkel kupferfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine durchschnittlich große feinporige elfenbeinfarbene Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier schon mal einen guten Eindruck.

Röstaromen dominieren den Duft dieses Bieres. Ich rieche Schokolade, Karamell, Pumpernickel und Kandis.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine spritzige Frische aus. Wie erwartet stehen auch auf der Zunge die Röstaromen im Mittelpunkt. Ich schmecke Kaffee, nussige Noten sowie ein leichtes freundliches Bitter. Das Mundgefühl ist angenehm weich. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und es klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Stammwürze:

12 ° Plato

Farbe:

25 EBC

Brauerei:

Brauerei Gasthof Ott
Oberleinleiter 6
91332 Heiligenstadt i.OFr.
www.brauerei-ott.de

 

Staffelberg – Wienerla

Woher das Wienerla seinen Namen hat ist mir nicht bekannt. Mir fallen aber zwei Möglichkeiten ein. In Franken heißt die Bockwurst Wienerla. Die zweite Möglichkeit ist, dass das Wienerla überwiegend mit Wiener Malz gebraut wird. Unabhängig davon, welche der Möglichkeiten die richtige ist, steht das Bier jetzt vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Orangefarben und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Ein Bier wie gemalt.

Das Bier duftet nach frischem Brot, abgerundet durch grasige und würzige Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich ein passendes freundliches Bitter dazu. Das Bier ist vollmundig und süffig. In der Kehle wird das Bier trockener und obwohl das Bitter nicht allzu kräftig ist, klingt es doch sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Wiener Malz, Pilsener Malz), Hopfen (Hallertauer Merkur), Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Brauerei:

Staffelberg-Bräu GmbH & Co. KG
Mühlteich 7
96231 Bad Staffelstein OT Loffeld
www.staffelberg-braeu.de

 

Eichhorn – Schwarzer Adler

Das Bier, das jetzt vor mir steht, stammt aus Hallstadt, nur vier Kilometer von der Bamberger Altstadt entfernt gelegen. Die Kleinstadt gibt es bereits seit dem 15. Jahrhundert, aber erst nach dem zweiten Weltkrieg wurde ihr das Stadtrecht zuerkannt.

Der Schwarze Adler ist ein dunkles Lager und das erste dunkle Bier, das die Brauerei Eichhorn gebraut hat. Aber da dieses Lager aus Franken kommt, gehe ich davon aus, dass auch ein Erstlingswerk zu den guten Bieren gehört.

Praktisch blickdicht schwart präsentiert sich das Bier im Glas. Die haselnussbraune Schaumkrone ist recht klein und sie fällt auch schnell in sich zusammen. An der Optik könnte die Brauerei gerne noch etwas optimieren.

Das Aroma gefällt mir schon deutlich besser. Die Röststoffe des Malzes stehen hier im Vordergrund mit ihren Aromen nach Kaffee und Schokolade. Aus dem Hintergrund kommen noch Düfte nach gebrannten Nüssen und ein Hauch Fruchtigkeit, die an grüne Äpfel erinnert.

Der Antrunk ist weniger süß als ich erwartet habe. Außerdem sorgt die Kohlensäure für eine angenehme Spritzigkeit. Auf der Zunge stehen die Röststoffe im Vordergrund ohne dabei aufdringlich zu werden. Die Bitterstoffe des Hopfens sind sehr diskret eingesetzt. Das Mundgefühl ist weich und das Bier ist ungeheuer süffig. Der Abgang ist mild und auch jetzt kann ich nur wenig Bitter schmecken. Dafür verwöhnt ein überraschend langer Nachklang meine Kehle.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Bittereinheiten:

15 IBU

Farbe:

45 EBC

Brauerei:

Brauerei Eichhorn
Dörfleinser Straße 43
96103 Hallstadt
www.brauerei-eichhorn.de

 

Hösl – Communbräu Winterzoigl

Zoigl ist eine Bierspezialität aus der nördlichen Oberpfalz. Traditionell wurde die Würze für das Bier im Kommunbrauhaus gekocht. Die fertige Würze wurde dann an die Wirte und Brauer im Umkreis verteilt und diese stellten das Bier im eigenen Gärkeller fertig. Damit hatten alle Anbieter ein zwar ähnliches, aber doch individuelles Bier. Die Basis der Biere ist identisch, aber die Lagerung, die Hefe und der Gärprozess sorgen für die Unterschiede. Viele Brauereien in der Oberpfalz brauen bis heute Communbräu-Zoigl, jedoch wird es beim Brauer selbst schon vollendet und fertig verkauft. Auch die Brauerei Hösl aus Mitterteich bietet zwei Communbräu-Zoigl an. Jetzt steht das Winterzoigl vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Braun und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich voluminöse Schaumkrone ist sahnig. Da kann ich echt nicht meckern.

Die Röststoffe des Malzes dominieren mit einem Duft nach dunkler Schokolade und gebrannten Mandeln das Aroma. Es wird durch einige würzige Noten abgerundet. Manche Menschen mögen diesen röstigen Duft nicht, aber mir macht er richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist überraschend süß mit recht wenig sehr feinperliger Kohlensäure. Hier hätte ich mir mehr gewünscht. Während sich das Bier auf der Zunge erwärmt, kommen die einzelnen Geschmacksnoten erst richtig zum Tragen. Süß und würzig ist es, dazu der Schokoladengeschmack, der durch den Duft nach gerösteten Haselnüssen vervollständigt wird. Bitter kann ich erst im Abgang feststellen. Es ist hier aber auch sehr diskret und mit kurzem Nachklang.

Zutaten:

Brauwasser, Malz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,9 % Vol.

Stammwürze

12 ° Plato

Bittereinheiten:

33 IBU

Farbe:

25 EBC

Brauerei:

Hösl & Co Brauhaus GmbH
Bahnhofstraße 1
95666 Mitterteich
www.hoeslbraeu.de

Zötler – Korbinian Dunkel

Am Fuße der Allgäuer Alpen hat die Familienbrauerei Zötler ihren Sitz, mitten in der Ferienregion Oberalpsee-Grünten im Ferienort Rettenberg. Das Unternehmen beschäftigt etwa 75 Arbeiter und Angestellte und wird von Niklas Zötler geführt, der es 2018 von seinem Vater übernahm.

Beim Brauen setzt das Familienunternehmen aus dem Allgäu auf heimische Rohstoffe: Gerste und Weizen für die Malze kommen aus Bayern, der Hopfen aus den Anbaugebieten Tettnang und Hallertau. Insgesamt werden sieben verschiedene Hopfensorten verwendet. Auf den Einsatz von Hopfenextrakt wird verzichtet.

Das Korbinian Dunkel, das jetzt bei mir auf seine Verkostung wartet, wird bereits seit mehr als 500 Jahren gebraut. Außerdem wird das Bier lange bei 0° Celsius gelagert, eine bessere Reifung gibt es wohl für ein Bier nicht. Es handelt sich also um ein Bier mit langer Tradition, das es vermutlich auch nicht so lange geben würde, wenn die Qualität nicht stimmen würde. Ich kann mich also auf eine angenehme Verkostung freuen.

Kastanienbraun, fast schwarz, präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine feinporige hellbraune Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Röstaromen steigen mir in die Nase, zusammen mit Düften nach dunkler Schokolade und einem Hauch Kaffee.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße sowie eine feinperlige Kohlensäure aus. Wie erwartet stehen auf der Zunge die Röststoffe im Vordergrund, aber auch die anderen Aromen kommen zum Tragen und bringen ein angenehmes Bitter sowie ein weiches bis cremiges Mundgefühl mit sich. Der Abgang ist recht schlank, und obwohl das Bitter in der Kehle schwächer ausgeprägt ist als auf der Zunge klingt es lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,2 %

Stammwürze:

12,5° Plato

Bittereinheiten:

19 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

Privat-Brauerei Zötler GmbH
Grüntenstr. 2
87549 Rettenberg
www.zoetler.de

BrewDog – Kiez Keule

Um die Eröffnung ihres neuen Brauereistandortes standesgemäß zu feiern, haben es sich die Brauer von Brewdog nicht nehmen lassen, gleich drei Festbiere zu brauen. Die Besucher des Fests und die Fans der Brauerei konnten unter diesen drei Prototypen abstimmen und haben Kiez Keule zum Sieger gewählt.

Bei der Kiez Keule handelt es sich um ein dryhopped Dortmunder Export mit 5,8% Alkoholgehalt und einer Tradition, die weit zurückreicht. Ursprünglich wurde das Bier – wer hätte es gedacht – für den Export gebraut. Um den Freunden Dortmunder Biere auch fernab der Stadtgrenzen Dortmunds ein frisches, gutes Produkt bieten zu können, haben die ortsansässigen Brauer beschlossen, ihrem Bier eine Extraportion Alkohol zu verpassen. Ergebnis war ein Bier, das nicht nur hochprozentiger sondern auch haltbarer und geschmacksintensiver war. In der Tat wurde es so beliebt, dass es bald nicht mehr nur für den Export, sondern auch für den Verkauf in der Stadt gebraut wurde.

Bernsteinfarben und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist feinporig, aber klein und fällt schnell in sich zusammen. Schade. Von der Optik hätte ich mir mehr versprochen.

Düfte nach Zitrusfrüchten und Kandis steigen mir in die Nase, zusammen mit dem Duft hellen Malzes.

Der Antrunk kann mit einer zurückhaltenden Süße und einer feinperligen Kohlensäure überzeugen. Auf der Zunge kommt ein leichtes passendes Bitter dazu. Das Mundgefühl ist rund und lässt sich durchaus mit „edel“ beschreiben. Im Abgang dominiert zunächst eine leichte fruchtige Säure, die dann durch ein ebenfalls leichtes und freundliches Bitter abgelöst wird, das lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Stammwürze:

13 ° Plato

Bittereinheiten:

32 IBU

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

BREWDOG PLC
Balmacassie Industrial Estate
Ellon, AB41
8BX Aberdeenshire
Großbritannien
www.brewdog.com

Lamspringer Klosterbräu Dunkel

Das Lamspringer Klosterbräu wird von der Heinder Naturtrüb GbR gebraut, einem Zusammenschluss ambitionierter Bierfreunde, die nebenberuflich ihrem Hobby frönen, dem Bierbrauen. Gekauft habe ich das Klosterbräu, das es in hell und dunkel gibt, auf einer Veranstaltung im Klostergarten Lamspringe.

Kupferrot und mit einer sahnigen elfenbeinfarbenen Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone bleibt auch sehr lange erhalten, so dass es an der Optik dieses Bieres nichts zu bemängeln gibt.

Röststoffe dominieren das Aroma. Das Bier duftet nach Kaffee und – tatsächlich – nach Leder.

Der Antrunk ist spritzig mit einer moderaten Süße. Auf der Zunge steht anfangs eine fruchtige Säure im Mittelpunkt, bis sich ein passendes Bitter entwickelt, so dass das Bier gut ausgewogen und das Mundgefühl voll und rund ist. Der Abgang ist schlank mit einem kurzen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Bittereinheiten:

15 IBU

Brauerei:

Heinder Naturtrüb GbR
Wulfeskuhle 3
31162 Heinde
www.heinder-naturtrueb.de/

Kompel – Kriek

Was für ein Bier jetzt vor mir steht, ist nicht ganz einfach zu ermitteln. Bereits der Name ist missverständlich. Kriek ist zwar niederländisch und bedeutet Sauerkirsche, dieses Wort bezeichnet aber auch einen belgischen Bierstil. Dabei handelt es sich um ein Lambic, das mit Sauerkirschen gebraut wurde. Lambic ist ebenfalls ein belgischer Bierstil, der durch spontane Gärung entsteht. Ein Blick auf das Rückenetikett des Kompel Kriek sagt aber aus, dass es sich um ein Bier mit Sauerkirschen handeln soll, das auf der Basis eines Witbiers entstanden ist. Ein Witbier wiederum ist ein belgisches Weizenbier, das mit Koriander und Bitterorangenschalen gebraut wurde. Ein zweiter Blick auf die Zutatenliste auf dem Rückenetikett zeigt aber, dass dort weder Weizenmalz noch Koriander oder Bitterorangenschalen aufgeführt sind. Was denn nun? Eventuell hilft ja ein Blick auf Website der Brauerei weiter. Dort steht dann, dass das Kriek auf der Basis eines Lagerbiers hergestellt wurde. Nun reicht es mir aber. Ich werde jetzt die Flasche öffnen und selbst versuchen, herauszufinden, was für ein Bier ich vor mir habe.

Kirschrot und gefiltert fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine feinporige hellrosa Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Optisch macht das Kompel Kriek schon mal eine gute Figur.

Das Aroma gefällt mir schon weniger. Ein leichter Duft nach Kirschen ist alles, was mir in die Nase steigt. Da hätte ich wirklich mehr erwartet.

Der Antrunk ist recht süß und er zeichnet sich durch eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich eine leichte Säure zur Süße. Die Fruchtigkeit ist recht wenig vorhanden. Dadurch wirkt das Bier eher künstlich. Das Mundgefühl ist schlank, genau wie der Abgang, der nur sehr kurz nachklingt.

Alles in Allem bin ich von diesem Bier enttäuscht. Und um das Rätsel aus dem ersten Absatz aufzulösen: ich betrachte die Aussage auf der Website, dass das Bier auf der Basis eines Lager gebraut wurde, als am glaubwürdigsten.

Zutaten:

Waser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Kirschsaft (20 %)

Alkoholgehalt:

3,5 % Vol.

Bittereinheiten:

10 IBU

Brauerei:

Brouwerij Kompel bvba
Acacialaan 14
3630 Maasmechelen
Begien
www.kompel-bier.be

Alt-Bamberg – Urstoff

„Brauen ist unser Handwerk – Wir haben unsere Leidenschaft zum Beruf gemacht“. Unter diesem Motto wurde die Braumanufactur Alt-Bamberg von jungen, passionierten Bierbrauern aus der Region Bamberg im Frühjahr 2011 gegründet. Unterstützt werden die Gründer von Senior-Braumeistern, die sich bereits im Ruhestand befinden und – wie ehemals in Franken üblich – sich ihr berufliches Leben lang ausschließlich mit Brauen beschäftigt haben. Auch ein zertifizierter Biersommelier befindet sich mit in diesem erlauchten Brauerkreis. Das Aufspüren alter Rezepturen ebenso wie das Streben auch neue Biere mit besonderen Geschmacksnoten zu entwickeln, bereitet den Brauern in der Gemeinschaft viel Freude und ist für sie Voraussetzung, hervorragende Biere zu erschaffen. Für das Brauen der Biere verwenden die Brauer vornehmlich regionale Rohstoffe wie Malz, Hopfen und Hefe. Auch andere Fremdleistungen beziehen sie aus der Region. So sind die meisten von der Brauerei beauftragten Handwerker fränkische Urgesteine und die landwirtschaftlichen Lieferungen kommen beispielsweise aus dem fränkischen Jura und aus Spalt. Viel fränkischer kann ein Bier wohl kaum werden. Öffne ich also die Flasche und beginne mit der Verkostung.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die gemischtporige Schaumkrone ist recht klein und fällt ziemlich schnell in sich zusammen. Zumindest an der Optik sollte die Braumanufactur noch einmal arbeiten.

Das Bier duftet nach Getreide und Honig. Wie bei fränkischen Bieren üblich sind die Hopfenaromen eher zurückhaltend vorhanden.

Der Antrunk ist recht süß und er zeichnet sich durch eine sehr feinperlige und sanfte Kohlensäure aus. Als sich das Bier auf der Zunge verteilt kommt ein überraschend kräftiges freundliches Bitter zum Vorschein. Das ist keine Kritik – im Gegenteil, das Bitter ist gut mit der Süße abgeglichen. Das Mundgefühl ist samtig. Im Abgang lässt das Bitter etwas nach und es klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Bittereinheiten:

22 IBU

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Braumanufactur Alt-Bamberg GmbH
Breitäckerstr. 9
96049 Bamberg
http://alt-bamberg.com/