Schlagwort-Archiv: IPA

Kraftpaule – NEIPA

Das Etikett des Kraftpaule NEIPA zeigt Monthy, einen Seelöwen aus einem Zirkus in Vermont.Viele Biere aus dem Sortiment der Stuttgarter Brauerei Kraftpaule haben ein Maskottchen. So auch das NEIPA, das mit der Seerobbe Monthy daherkommt. Das mit eleganter Fliege und festlichem Partyhut bekleidete Tier stammt aus einem Zirkus in Vermont und begeistert ihr Publikum durch das gekonnte Jonglieren von duftenden Hopfendolden.

Orangefarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine voluminöse sahnige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Ein Bier wie gemalt.

Ein ganzer Obstsalat steigt mir in die Nase. Ich rieche Zitrusfrüchte, Grapefruit, Mango, Ananas und Waldhonig.

Der Antrunk besticht durch eine mäßige Süße, gepaart mit einer sehr feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge zeigt sich ein kräftiges freundliches Bitter, gepaart mit den Aromen, die ich bereits in der Nase festgestellt habe und die durch Aromen nach Pfirsich und Aprikose ergänzt werden. Das Mundgefühl ist weich und voll. Im Abgang wird das Bitter sanfter; es klingt aber sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hafermalz, Hopfen (Citra, Amarillo), Hefe

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Stammwürze:

14° Plato

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Kraftpaule GmbH
Neckarstr. 132
70190 Stuttgart
www.kraftpaule.de

Brasserie de la Senne – Brusseleir Zwet IPA

Brusselian ist ein niederländischer Dialekt, der in der belgischen Hauptstadt Brüssel beheimatet ist. Es handelt sich im Wesentlichen um einen brabantischen Dialekt mit starken französischen Einflüssen sowie einigen spanischen Lehnwörtern. Auch wenn dieser Dialekt heute weitgehend in Vergessenheit geraten ist, können Sie ihn, wenn Sie das wollen, auch heute noch erleben. Wie Wikipedia schreibt, führt das Königliche Theater Toone, ein folkloristisches Marionettentheater im Zentrum Brüssels, noch immer Puppenspiele auf Brusselisch auf.

Die Brasserie de la Senne braut seit dem Jahr 2003 professionell Bier und seit 2010 auf ihren eigenen Brauanlagen auf Brüsseler Stadtgebiet. Brasserie de la Senne war damit die 2. Brüsseler Stadtbrauerei. Die andere ist die ikonische Lambicbrauerei Cantillon, die seit mehr als 120 Jahren in Brüssel Lambic braut. Die Brasserie de la Senne identifiziert sich sehr stark mit ihrer Heimatstadt, weswegen es ihnen so wichtig war auf Brüsseler Stadtgebiet zu brauen und nicht in einem Vorort. Die Brauerei ist nach dem Fluss benannt, an deren Ufern die Stadt Brüssel vor über 1.000 Jahren hervorging: die Senne. Brasserie de la Senne war maßgeblich beteiligt an der „New Wave“ des Brüsseler Craftbiers. Sie setzten sich schon für stark gehopfte Biere ein, bevor sich dieser Trend in Belgien etablierte. Neben hopfigen Ales werden auch barrelaged Biere, Biere gemischter Gärung und Biere mit wilden Hefen (Brüsseler Brettanomyces) gebraut. In der Produktion setzen sie auf ausschließlich natürliche Zutaten, die nach strengen Qualitätskriterien selektiert und eingekauft werden.

Blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine hellbraune feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch ist das Bier schon mal 1A.

Das Bier duftet angenehm nach Kaffee und dunkler Schokolade, nach Karamell und Vanille.

Der Antrunk ist wider Erwarten nur mäßig süß und er wird durch eine sehr feinperlige Kohlensäure begleitet. Auf der Zunge kommt der Geschmack nach Zartbitterschokolade massiv in den Vordergrund und er verdrängt die anderen Aromen fast vollständig. Die Süße tritt weiter in den Hintergrund. Langsam kommt bei mir auch eine fruchtige Note nach schwarzen Johannisbeeren an. Obwohl Bitterstoffe nur dezent vorhanden sind, ist das Bier doch wirklich vollmundig. Der Abgang ist recht trocken und jetzt wird auch die Bittere kräftiger. Zum Schokoladengeschmack gesellen sich Noten nach Espresso. Der Geschmack klingt lange in der Kehle nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker zur Flaschengärung, Hopfen, Roggenmalz, Hefe

Alkoholgehalt:

8 % Vol.

Bittereinheiten:

70 IBU

Brauerei:

Brasserie de la Senne
Drève Anna Boch 19-21
1000 Brüssel
Belgien
www.brasseriedelasenne.be

Raschhofer – Bad Santa XMS SPCL 2022

In jedem Jahr bringt der österreichische Bier-Versandhändler Kalea zusammen mit einer Brauerei aus dem Alpenland ein Weihnachtsbier mit dem Namen Bad Santa auf den Markt, das im Kalea-Adventskalender hinter dem 24. Türchen verborgen wird. Im Jahr 2022 hat es die Brauerei Raschhofer aus dem Inntalviertel getroffen. Da auch der Bierstil jährlich wechseln kann, war ich gespannt, welches Bier nun auf mich zukommt. Es wurde ein IPA. Auch wenn ich diesen Bierstil nicht wirklich als einen Bierstil für den Winter betrachte, bin ich doch neugierig und öffne die Flasche.

Orangefarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine weiße und feste voluminöse Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Ein Bier wie gemalt.

Düfte nach Karamell und Zitrusschale, nach Grapefruit und Ananas steigen mir in die Nase, abgerundet mit einem Hauch Waldhonig.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine ordentliche Malzsüße sowie eine feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich ein passendes freundliches Bitter dazu. Jetzt scheint mir das Bier noch komplexer als in der Nase. Ich schmecke Biskuitteig und Karamell, dazu ein ganzer Obstsalat mit Noten nach Grapefruit, Ananas und Mango. Das Mundgefühl ist samtig und da das Bier auch nicht übermäßig bitter ist, hat es eine ungeheure Drinkability. Auch im Abgang wird das Bittere nicht zu kräftig; trotzdem klingt es sehr lange nach.

Selten habe ich ein so ausgewogenes und dabei doch charaktervolles IPA erlebt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Stammwürze:

13,7° Plato

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Brauerei Raschhofer
Braunauer Straße 12
4950 Altheim
Österreich
www.raschhoferbier.at/

Wieninger – Aufzoaga

Aus Teisendorf im Berchtesgadener Land stammt das Bier, das jetzt vor mir steht. Ja, es gibt tatsächlich Menschen, die dort arbeiten, wo wir Urlaub machen. Schade, dass ich von der Brauerei Wieninger noch nichts gehört hatte, als ich zuletzt in Berchtesgaden war. Ein Besuch in Teisendorf hätte sich sicher gelohnt. Neben einem Brauereigasthof will noch die Brauerei besichtigt werden, hinterher in den Brauerei-Shop und nicht zu vergessen der Teisendorfer Bierwanderweg in der wunderbaren Umgebung des Berchtesgadener Landes.

Und auch das Bier lässt mich aufhorchen, denn die Brauerei beschreibt es so: „Unser Aufzoaga ist Ansagen gewohnt, mit leisen Tönen hält er sich nicht lange auf. Er weiß, was er kann und lässt keine Gelegenheit vergehen, dies auch zu zeigen. Ein Bier wie ein Traditionalist. Selbstbewusst prahlt es mit seinen wuchtigen grasigen Hopfenaromen und spannt dann doch schlank und hinreißend elegant den Bogen zu einem Abgang mit Nachhall.“

Angepriesen wird es auf dem Etikett als Hopfen-Festbier. Auch wenn ich beim Begriff Festbier sofort an ein Märzen denke, ist dieser Gedanke nicht richtig. Laut Definition ist ein Festbier kein eigener Bierstil, sondern ein Bier, das zu einem speziellen Anlass gebraut wurde. Und ich kann bereits jetzt sagen, dass es sich bei diesem Festbier um ein IPA handelt.

Golden und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine schneeweiße feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch mach das Bier schon mal eine sehr gute Figur.

Kräftige Hopfenaromen steigen mir in die Nase. Ich rieche Karamell und Zitronenschalen, Grapefruit, Banane und Ananas. Abgerundet wird das Aroma durch den Duft einer frisch gemähten Wiese.

Der Antrunk ist überraschend trocken und er zeichnet sich durch eine sehr feinperlende Kohlensäure aus. Wie erwartet dominieren auch auf der Zunge die fruchtigen hopfenbetonten Aromen, die grasige Note kommt noch stärker zum Tragen. Dabei wird das Bier noch trockener. Das Mundgefühl ist weich und voll. Obwohl der Abgang überraschend mild ist, klingt der Geschmack noch sehr lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsener, Cara-Eiche) Aromahopfen (Columbus, Ahtanum, Simcoe, Nelson Sauvin), Wieninger Reinzuchthefe Teisanum US05

Alkoholgehalt:

6,7 % Vol.

Stammwürze:

13,5° Plato

Bittereinheiten:

40 IBU

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Privatbrauerei M.C. Wieninger
Poststraße 1
83317 Teisendorf
www.wieninger.de

Viven – Nada IPA

IPAs sind in Belgien nicht der bevorzugte Bierstil und alkoholfreie Biere beginnen bei unseren Nachbarn gerade erst, beliebt zu werden. Trotzdem steht jetzt ein alkoholfreies IPA aus dem flandrischen Sijsele vor mir und wartet auf seine Verkostung. Na, dann will ich es nicht noch warten lassen und öffne die Flasche.

Goldgelb und mit geringer Hefetrübung fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große feinporige und schneeweiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Ein Bier wie gemalt.

Verführerisch steigen mir die fruchtige Aromen des Viven Nada in die Nase. Ich rieche Pomelo, Mango, Ananas und Banane. Später kommen auch grasige und blumige Noten zum Vorschein. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist frisch und spritzig. Auch auf der Zunge bleibt die Fruchtigkeit erhalten, wobei jetzt vor Allem Zitrone und Grapefruit im Vordergrund stehen. Dazu kommt ein angenehmes freundliches Bitter. Für ein alkoholfreies Bier ist das Viven Nade überraschend vollmundig. Der Abgang ist mild mit langem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

0,3 % Vol.

Farbe:

8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

5° – 8° Celsius

Brauerei:

Brouwerij van Viven
Stationsstraat 89
8340 Sijsele
Belgien
www.viven.be

BrewDog – Hoppy Xmas

:

Weihnachten ist nun bereits einige Zeit vorbei und trotzdem habe ich noch die eine oder andere Flasche Weihnachts- und Winterbier im Kühlschrank. Was sich die Brauer bei Brewdog in Schottland dabei gedacht haben, als Weihnachtsbier ausgerechnet ein IPA zu brauen, kann ich auf den ersten Blick nicht erkennen. Ich sehe das IPA eigentlich als typische Sommerbier, das bei warmem Wetter mit seiner Fruchtigkeit erfrischt. Mit Winter, Schnee, Tannenbaum und Lebkuchen kann ich diesen Bierstil nicht zusammenbringen. Aber was soll’s, eventuell geht mir ja während der Verkostung ein Licht auf.

Orangefarben und mit leichter Hefetrübung läuft das Bier ins Glas. Die durchschnittlich große und schneeweiße Schaumkrone ist fest und bleibt lange erhalten. Optisch macht das Bier also schon mal eine sehr gute Figur.

Auch das Aroma kann mich begeistern. Ich rieche Grapefruit, Zitrusschalen, Ananas, andere Südfrüchte und Harz. Aber auch das Malz kommt mit einem Karamellduft zu seinem Recht.

Der Antrunk verwöhnt mich mit einer angenehmen Malzsüße und einer dazu passend dosierten Kohlensäure. Auf der Zunge treffe ich alle Aromen wieder, die ich bereits in der Nase festgestellt habe. Dazu kommt ein kräftiges Bitter, das aber auch noch Platz lässt für den Karamellgeschmack des Malzes. Insgesamt entsteht so ein weiches und volles Mundgefühl. Im Abgang wird das Bitter kräftiger und deckt in der Kehle die Malzsüße zu. Dafür kommt auch in der Kehle die Fruchtigkeit zu ihrem Recht, wo der Geschmack lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Simcoe), Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Bittereinheiten:

70 IBU

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

BrewDog PLC
Balmacassie Industrial Estate
Ellon
AB41 8BX Aberdeenshire
Großbritannien
www.brewdog.com

Martin’s IPA 44

Dieses Bier steht in der Tradition der englischen Biere. Zunächst wurden IPAs gebraut, als die englischen Segelschiffe den Ozean überquerten, um zu den weit verbreiteten Kolonien Englands zu gelangen. Ein Teil der Ladung dieser Schiffe bestand aus Bier. Damit das Bier die lange Reise überstehen konnte, wurden die Fässer mit Hopfen vollgestopft. Dadurch erhielt das Bier eine kräftige Bittere und sollte eigentlich in den Kolonien mit Wasser wieder auf Trinkstärke gebracht werden. Leider schmeckte es den Engländern in den Kolonien auch unverdünnt so gut, dass sie das Wasser für andere Zwecke verwendeten. So ist der Überlieferung nach der Bierstil des India Pale Ale entstanden.

Der britische Brauer John Martin führte diese Tradition fort als er im Jahr 1909 erstmals in Antwerpen ankam. Auch dort wandte er das Hopfenstopfen an, auch Dry Hopping genannt.

Wunderschön orangefarben und leicht hefetrüb mit einer sehr voluminösen festen Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Der Schaum fällt nur langsam in sich zusammen. An der Optik dieses Biers lässt sich also nicht mäkeln.

Düfte nach Zitrusfrüchten und hellen Früchten steigen mir in die Nase, abgerundet durch eine würzige Note, die an weißen Pfeffer erinnert.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße, die mich an Blütenhonig erinnert, sowie die reichlich dosierte kräftige Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommt die Fruchtigkeit voll zum Tragen und ein passendes Bitter gesellt sich dazu. Auch das Aroma weißen Pfeffers, das ich bereits in der Nase festgestellt habe, kommt zum Tragen. Das Mundgefühl ist cremig. Im Abgang wird das Bier etwas trockener und die Süße macht einem freundlichen Bitter Platz, das lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Mais, geröstete Gerste, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,9 % Vol.

Bittereinheiten:

25 IBU

Farbe:

10 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

John Martin s.a
Rue du Cerf 191
1332 Genval
Belgien
www.anthonymartin.be

Barcelona Beer Company – Cerdos Voladores

Cerdos Voladores, auf Deutsch fliegende Schweine, ist ein IPA der Barcelona Beer Company. Das erste Mal, dass mir ein fliegendes Schwein untergekommen ist, war die Geschichte, dass Pink Floyd im Jahr 1976 auf einem Plattencover einen Ballon in Form eines fliegenden Schweins abbilden wollten. Ich will die Geschichte hier nicht wiederholen, denn sie wurde schon zu häufig erzählt. Sollten Sie die Story noch nicht kennen, benutzen Sie die Suchmaschine Ihres Vertrauens und dort werden Sie sie sicher schnell finden. Es lohnt sich.

Erstaunlich finde ich aber, dass es doch wohl so einige Pink Floyd-Fans unter den Brauern gibt. Diese Annahme liegt jedenfalls nahe, denn immer wieder erreichen mich Biere aus verschiedenen Ländern, die die fliegenden Schweine als Namensgeber nutzen (auch wenn es im Original lediglich ein Schwein war). Aber wenn es sich bei den Brauern um Pink Floyd-Fans handelt, die auch noch gutes Bier brauen, dann sind sie mir schon per se sympathisch, auch ohne dass ich sie bereits persönlich kennengelernt habe. Aber kommen wir zum Cerdos Voladores.

Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die sahnige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt lange erhalten.

Düfte nach Grapefruit und Ananas steigen mir in die Nase, begleitet von den Düften anderer Südfrüchte und Vanille. Erst langsam kommt auch der Geruch der Hefe zum Vorschein und erinnert an Biskuitteig. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße sowie eine sanfte Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommt ein freundliches Bitter in den Vordergrund, das aber die Süße nicht verdrängen kann. Auch die fruchtigen Aromen spiegeln sich auf der Zunge. Das Mundgefühl dieses ausgewogenen IPA ist nicht ganz rund, aber das passt gut. Der Abgang ist bitter-fruchtig mit langem Nachklang.

Das Cerdos Voladores ist ein wunderbares Sommerbier, zu dem sowohl indische Curries als auch Fischgerichte passen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale Ale, Carahell, Crystal), Hopfen (Centennial, Yellow), Hefe

Alkoholgehalt:

6 % Vol.

Bittereinheiten:

65 IBU

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

Barcelona Beer Company
C/ Farmacia 4
08450 LLinars del Vallès
Spanien
www.barcelonabeercompany.com

Masterfully Dark

In jedem Jahr richtet die Brauerei Störtebeker in Stralsund die Deutschen Meisterschaften der Hobbybrauer aus. In diesem Jahr bin ich zum Finale gefahren, das diesmal in München auf der DrinkTec stattfand und ich muss sagen, ich war mehr als beeindruckt von den Leistungen der Hobbybrauer. Nicht nur, dass mich dort wirklich hervorragende Biere erwarteten, sondern die Hobbybrauer haben dort Biere präsentiert, die vermutlich nicht kommerziell zu brauen wären, weil der Brauprozess extrem aufwändig war.

Jetzt hat BRLO in Berlin noch einen draufgesetzt und hat die Sieger der Meisterschaften der Jahre 2017 bis 2021 eingeladen, einen Gemeinschaftssud zu brauen. Herausgekommen ist das Black India Pale Ale, das jetzt vor mir steht.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine durchschnittlich große sahnige elfenbeinfarbene Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Ein Bier wie gemalt.

Das Aroma gefällt mir sogar noch besser als die Optik. Ich rieche dunkle Schokolade, Biskuit und Vanille. Dazu kommt aus dem Hintergrund noch ein grasiger Duft.

Der Antrunk ist recht süß und dabei angenehm spritzig. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten und ein freundliches Bitter kommt dazu und sorgt für ein weiches Mundgefühl. Im Abgang wird das Bier trockener und das freundliche Bitter klingt sehr lange in der Kehle nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen (Columbus, Cascade, Simcoe), Hefe

Alkoholgehalt:

6,9 % Vol.

Farbe:

80 EBC

Brauerei:

BRLO GmbH
Schöneberger Str. 16
10963 Berlin
www.brlo.de

Barcelona Beer Company – Miss Hops

Die Brauer beschreiben ihre Biere und ihre Arbeit so: „Bier, das mit Liebe, von den Händen guter Braumeister und mit den besten Rohstoffen hergestellt wird. Die authentischen Handwerksbiere. Eines Tages, als wir ein tolles Bier getrunken hatten, beschlossen wir, unsere eigene Brauerei zu gründen und selber auch tolle Biere zu brauen. Ehrliche und hochwertige Biere. Biere, die unserer Stadt, Barcelona, würdig sind. Wir sind die authentische Handwerksbrauerei in Barcelona. Und hier sind die besten Biere, von denen wir wissen, wie man sie herstellt. Mit einer sorgfältigen Auswahl an exzellenten Malzen, Hopfen und Hefe. Ohne Zusatzstoffe, versteht sich. Und mit einem unglaublich reinen Wasser aus dem Naturpark Montseny, dem Agua de Font del Regàs.“ Die Jungs formulieren an sich also hohe Ansprüche, aber bei den Bieren, die ich bislang verkostet habe, wurden diese Ansprüche auch erfüllt. Mal sehen, ob dies auch auf Miss Hops zutrifft, das von der Brauerei als High IPA beschrieben wird. Ich vermte mal, dass das mehr oder weniger einem Double IPA entspricht.

Bernsteinfarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die feste Schaumkrone ist groß und bleibt sehr lange erhalten.

Der Duft nach Grapefruit steht im Mittelpunkt des Aromas, dazu kommt ein ganzer Obstsalat aus Südfruchten, unterstützt aus dem Hintergrund durch die Malzsüße. Ja, das Aroma macht schon mal einen guten Eindruck.

Der Antrunk ist frisch und spritzig mit einer angenehmen Süße. Der Süße des Malzes gesellt sich auf der Zunge ein kräftiges freundliches Bitter hinzu, aber auch das Malz kommt mit seinem Karamellgeschmack zur Geltung. Das Mundgefühl ist weich. Im Abgang wird das Bier etwas trockener und das Bitter des Hopfens klingt sehr lange nach.

Dieses IPA lässt sich mit einem Wort als „elegant“ beschreiben. Dazu ein kräftiger Käse oder ein indisches Curry und der Abend ist gerettet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale Ale, Münchner, Cara hell), Hopfen (Simcoe, Amarillo), Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Bittereinheiten:

70 IBU

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

C/ Farmacia 4
08450 LLinars del Vallès
Spanien
www.barcelonabeercompany.com