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Bayreuther Bockbier

In Franken werden bekanntlich viele tolle Biere gebraut. In einem Punkt hängt diese Gegend aber anderen Teilen Deutschlands hinterher – beim Bockbier. Das gibt es dort bei vielen Brauereien nur ab November und wenn es alle ist, heißt es warten bis zum nächsten Bockbieranstich. Es gibt dort traditionell keine Bockbiere, die das ganze Jahr erhältlich sind und auch die Tradition des Maibocks, die besonders in Einbeck hochgehalten wird, hat sich in Franken bislang nicht durchsetzen können. Aber Bockbiere sind bekanntlich haltbar, und so habe ich jetzt im Mai noch ein Bayreuther Bockbier vom letzten Jahr in meinem Kühlschrank gefunden. Jetzt ist es aber wirklich an der Zeit, sie zu öffnen.

Kupferfarben und gefiltert läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich voluminöse elfenbeinfarbene und feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. An der Optik gibt es jedenfalls nichts auszusetzen.

Aromen nach Brotkruste und Kandis steigen mir in die Nase, abgerundet durch den Duft roter Johannisbeeren.

Der Antrunk überzeugt durch die stiltypische Süße. Dazu kommt eine kräftige Kohlensäure. Auf der Zunge kommt dann die Überraschung: das Bayreuther Bockbier ist für einen dunklen Bock ungewöhnlich kräftig gewürzt. Dabei gefällt mir das Bier durchaus. Die Süße, der Geschmack nach Karamell und Rosinen sind gut auf das Bitter des Hopfens abgestimmt. Dazu kommt das volle und weiche Mundgefühl. Im Abgang wird das Bitter zunächst kurz noch kräftiger, lässt dann aber schnell nach und sorgt für einen langen Nachklang.

Ich habe einige Rezepte, in denen dunkles Bockbier für eine tolle Bratensoße sorgt. Dafür ist das Bayreuther Bockbier aber nicht geeignet; der ähnlich wie bei hellen Böcken reichlich eingesetzte Hopfen würde die Soße bitter machen. Im Glas kann das Bier aber voll und ganz überzeugen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,8 % Vol.

Stammwürze;

16,3 °P

Bittereinheiten:

23 IBU

Farbe:

28 EBC

Brauerei:

Bayreuther Bierbrauerei AG
Hindenburgstraße 9
95445 Bayreuth
www.bayreuther-brauhaus.de

Held Bräu – Altfränkisches Bauernbier Dunkel

Das Etikett wirkt durchaus verlockend. Ein dunkles altfränkisches Bauernbier. Nachdem ich einen Moment darüber nachgedacht habe, fiel mir auf, dass diese Bezeichnung keinerlei Fakten vermittelt. Bauernbier ist schließlich kein Bierstil. Und altfränkisch? Es lässt vermuten, dass das Bier nach einem traditionellen Rezept gebraut wurde. Wie gesagt, es klingt verlockend. Aber eigentlich ist dieser Titel lediglich dazu geeignet, die Erwartungen recht hoch anzusiedeln. Mal sehen, was von diesen Erwartungen übrigbleibt, nachdem ich das Bier verkostet habe.

Duinkel rotbraun und gefiltert fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine sahnige beiger Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Düfte nach geröstetem Malz, nach Pumpernickel, kandierten Früchten und Kaffee steigen mir in die Nase. Das macht Lust afu den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme leichte Malzsüße sowie eine feinperlige aber kräftige Kohlensäure aus. Auf der Zunge drängen die Röstaromen in den Vordergrund, die an Kaffee erinnern. Trotzdem fällt das Bitter eher knapp aus. Dafür meine ich jetzt, den Geschmack getrockneter Birnen zu entdecken. Das Mundgefühl ist frisch und weich. Auch im Abgang bleibt der Geschmack nach Kaffee im Vordergrund, auch hier begleitet durch ein leichtes Bitter, dafür aber mit überraschend langem Nachklang.

Genau das erwarte ich von einem dunklen fränkischen Bier, malzbetont und mild, dazu ungeheuer süffig.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Stammwürze:

13 ° Plato

Brauerei:

Held Bräu
Oberailsfeld 19
95491 Ahorntal
http://www.held-braeu.de/

 

Apostelbräu – Schwarzer Hafer

Nun steht die letzte Flasche Bier aus der Brauerei Apostelbräu vor mir, diesmal handelt es sich um ein schwarzes Haferbier. Zum Brauen dieses Bieres wurde schwarzer Hafer verwendet, eine Haferart, die mir nicht bekannt war und über die ich durch eine schnelle Suche im Internet auch keine Informationen gefunden habe, die ich als verlässlich einstufen würde. Nicht einmal in Wikipedia wird dieses Getreide erwähnt.

Aber so ganz unbekannt ist der schwarze Hafer dann doch nicht. Immerhin wurde das Bier von Apostelbräu im Jahr 2020 zum besten bayrischen Bioprodukt des Jahres 2020 gekürt. Hier die Begründung der Jury: „Der ‚Schwarze Hafer‘ von Apostelbräu ist ein Unikat. Schwarzer Hafer ist eine alte Hafersorte mit dunklen Körnern, die in der ökologischen Landwirtschaft eine kleine, feine Renaissance erlebt. Als echter Kreativbrauer musste Braumeister Rudi Hirz von der Brauerei Apostelbräu in Hauzenberg (Lkr. Passau) natürlich herausfinden, ob sich daraus auch Bier brauen lässt. Er tüftelte und experimentierte, passte den Maischevorgang und das Läutern an und schaffte es schließlich sogar, dass der Schwarze Hafer im Glas den gewünschten Schaum mit sich bringt. Das Ergebnis: Eine köstliche bayerische Schwarzbierspezialität in regionaler Bio-Qualität, wie man sie so kein zweites Mal findet.“

Dann ist es für mich an der Zeit, die Flasche zu öffnen und das Bier zu verkosten. Praktisch blickdicht schwarz läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große feinporige und hellbraune Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier schon mal eine gute Figur. Allerdings frage ich mich jetzt, ob die Farbe vom Hafer stammt oder ob das ebenfalls verwendete Gerstenmalz so stark gedarrt wurde, dass es für die Farbe verantwortlich ist.

Das Bier duftet nach Getreide mit einer ordentlichen Portion Fruchtigkeit, die an grüne Äpfel erinnert. Aus dem Hintertrund runden Aromen nach Kaffee sowie eine leichte Rauchigkeit das Aroma ab.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße, den Geschmack nach Kaffee sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommt die Fruchtigkeit mit einem erstaunlich kräftigen Apfelgeschmack dazu. Langsam entwickelt sich auch der Geschmack nach Kaffee, wobei dieses Aroma einen fast angebrannten Eindruck hinterlässt. Trotz der Fülle der Aromen ist das Mundgefühl weich und schlank. Im Abgang wird die fruchtige Säure kräftiger. Dabei ist der Geschmack mild und der Kaffee hält sich diskret im Hintergrund. Dementsprechend kurz ist der Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Hafermalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Apostelbräu
Eben 11 – 13
D-94051 Hauzenberg
www.apostelbraeu.de

Maisel startet wieder bei Bierwettbewerben durch

Seit der Markteinführung 2019 sahnt das Maisel & Friends Hoppy Hell einen Preis nach dem anderen ab und wird vom Team der Familienbrauerei liebevoll als „neuer Stern am Bierhimmel“ bezeichnet. Vergangene Woche gab es bei Maisel & Friends in Bayreuth erneut laute Jubelrufe und gegenseitiges Schulterklopfen, denn zwei der für das Brauereiteam sehr wichtigen Preise wurden verliehen. In beiden Fällen holte der Senkrechtstarter Hoppy Hell Medaillen nach Hause.

Der World Beer Cup ist einer der renommiertesten Bierwettbewerbe der Welt, wird als „Olympiade des Bieres“ bezeichnet und lediglich zwölf Medaillen gingen nach Deutschland. Eine davon konnte sich Maisel & Friends Hoppy Hell sichern. In der stark umkämpften Kategorie „Hoppy Lager“ setzte sich das modern interpretierte bayerische Hellbier aus Bayreuth gegen die große Konkurrenz von 134 Bieren durch und erreichte mit dem zweiten Platz die Silbermedaille.

Für Freude sorgten in Bayreuth auch die Ergebnisse des Meininger’s International Craft Beer Awards: Zum vierten Mal in Folge wurde das Maisel & Friends Hoppy Hell in der Kategorie „Helles (New Style)“ mit Gold ausgezeichnet. Gekrönt wird diese Auszeichnung durch die Ernennung zum „Helles (New Style) des Jahres 2022“. Bereits 2019, kurz nach seiner Markteinführung, gewann Maisel & Friends Hoppy Hell die Goldmedaille beim Meininger’s International Craft Beer Award und verteidigt diese seitdem jährlich.

„Für den World Beer Cup haben wir uns überhaupt keine Chancen ausgerechnet und nur gemäß dem olympischen Motto ‚dabei sein ist alles‘ teilgenommen. Dass wir gleich bei der ersten Teilnahme den zweiten Platz erreichen konnten, grenzt an ein kleines Wunder“, freut sich Braumeister Markus Briemle stellvertretend für das gesamte Brauerteam. „Wir sind superglücklich, dass unsere freche, moderne Interpretation eines typisch bayerischen Hellen so dermaßen durch die Decke geht!“ Der große Erfolg des Maisel & Friends Hoppy Hell bei verschiedenen internationalen Bierwettbewerben bestätigt die ausgesprochene Qualität des Bieres von Seiten unabhängiger Expertenjurys. Für die modern interpretierten Hellbiere haben die Verkostungswettbewerbe zwischenzeitlich eine eigene Kategorie geschaffen. Das zeigt, dass mit diesem Bierstil der Nerv der Konsumenten getroffen wurde, denn nicht nur die klassisch bayerischen Hellbiere befinden sich seit einigen Jahren auf der Überholspur, auch die innovativen Neuinterpretationen sind en vogue. Diesen Rückenwind nutzten auch die Braumeister von Maisel & Friends, um dem typisch bayerischen Hellbier durch verschiedene Aromahopfen einen neuen Twist zu verpassen. Ergebnis ist das „Helle (New Style) des Jahres 2022“ und Silbermedaillen-Gewinner beim World Beer Cup 2022 in der Kategorie „Hoppy Lager“.

Meinel-Bräu – Kellermärzen

Vor Erfindung der Kühlmaschine durch Carl von Linde (ein echter Oberfranke) konnte im Sommer beim Bierbrauen die Würze nicht gekühlt werden. Damit war das Brauen nicht möglich. Die sommerliche Brandgefahr sorgte dafür, dass das Brauen im Sommer in vielen Regionen verboten war. Die Bayerische Brauordnung (1539) regelte, dass nur zwischen St. Michael (29. September) und St. Georg (23. April) Bier gebraut werden durfte. Die Brauer wussten sich zu helfen. Die letzten Sude im März wurden stärker eingebraut. Das Bier war haltbarer und konnte in den Felsenkellern über den Sommer hinweg gelagert und getrunken werden. Märzen ist das traditionelle Bier der Volksfeste und heute in ganz Deutschland ein beliebtes Bier in den Biergärten.

Orangefarben und leicht hefetrüb läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet sich relativ wenig gemischtporiger Schaum, der aber lange erhalten bleibt. An der Oprik gibt es also nichts zu kritisieren.

Das Bier duftet nach Karamell, Waldhonig und einem Hauch Orange. Insgesamt ein sehr angenehmes Aroma.

Der Antrunk ist revht süß und er besticht durch die sehr feinperlige Kohlensäure des Bieres. Auf der Zunge entwickelt sich ein überraschend kräftiges Bitter, das durch eine leichte Fruchtigkeit abgerundet wird. Dadurch entsteht ein volles und weiches Mundgefühl. Auch im Abgang mischen sich das leichte Bitter und die Fruchtigkeit und sie sorgen für einen langen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,9 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Meinel Bräu
Alte Plauener Straße 24
95028 Hof
www.meinel-braeu.de

 

Engel – Hell

Die Braumanufaktur Engel stammt aus Crailsheim, welches im fränkischen Teil Baden-Württembergs liegt. Die Brauer bieten eine breite Palette an Bierstilen an, wobei die meisten Biere durchaus die Qualität haben, die ich bei einem Erzeugnis aus Franken erwarte. Ich hoffe, dass das auch auf das Helle zutrifft, das jetzt vor mir steht. Einige Vorurteile habe ich zwar, wenn ich Bierflaschen mit einem Drehverschluss sehe, da ich von diesen Bieren schon häufiger enttäuscht war, aber die Braumanufaktur Engel beweist, dass diese Enttäuschung nicht sein muss und es auch gute Biere in Flaschen mit Schraubverschluss gibt.

Golden und gefiltert läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine recht kleine gemischtporige Schaumkrone, die vergleichsweise schnell in sich zusammenfällt.

Das Aroma ist stiltypisch malzbetont mit einer leichten Fruchtigkeit, die an Birnen und Zitrusfrüchte erinnert.

Der Antrunk ist leicht süß und mir fällt auf, dass die feinperlige Kohlensäure sehr knapp dosiert ist. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten, wo sich ein passendes Bitter dazugesellt. Das Mundgefühl ist weich. Der Abgang zeichnet sich durch ein diskretes Bitter mit mittlerem Nachklang aus.

Auch wenn das Bier anfangs bei mir nur geringe Begeisterung auslösen konnte, wird es während des Genusses immer besser.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen (Magnum, Perle, Select)

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 7° Celsius

Brauerei:

Biermanufaktur Engel GmbH & Co. KG
Haller Straße 29
74564 Crailsheim
www.engelbier.de

 

Maisel & Friends – Amber Lager

In Bayern gehört das Grillen einfach zum Sommer dazu. Auch die Brauer der Bayreuther Brauerei Maisel & Friends bilden da keine Ausnahme und haben daher seit 2020 eine besondere Reihe aufgelegt: In jedem Jahr erscheint ein Bier, das den Namen BrewBQ trägt. Bei der Entwicklung dieses Biers arbeiten die Brauer mit fachkundigen Grillmeistern zusammen. In diesem Jahr ist die dritte Version der BrewBQ erschienen und hat mich vor zwei Tagen mit der Post erreicht. Partner ist in diesem Jahr Thorsten Brandenburg. Er hat dafür einige Qualifikationen aufzuweisen: er schreibt den Grillblog bbqpit.de und war im Jahr 2017 sogar Grill-Weltmeister. Wir können also mit Fug und Recht annehmen, dass Thorsten etwas von Genuss versteht.

Kupferfarben fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine relativ kleine und größtenteils feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Die Optik verspricht schon mal ein gutes Bier.

Düfte nach Karamell und Brotkrume steigen mir in die Nase, abgerundet durch den Duft nach Honig sowie einige blumige Noten. Bereits jetzt kommt bei mir die Frage auf, wo die Verbindung zum Grillen vorhanden ist.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine recht kräftige Süße aus, sowie durch eine agile Kohlensäure. Auf der Zunge dominiert der Geschmack nach Karamell mit einem leichten Hopfenbitter. Die blumigen Noten, die ich bereits in der Nase festgestellt habe, spiegeln sich ebenfalls auf der Zunge wider. Das Mundgefühl ist weich. Der Abgang erfreut meine Kehle mit einem leichten Bitter mit überraschend langem Nachklang.

Nur damit wir uns richtig verstehen: Das Amber Lager von Maisel & Friends und Thorsten gefällt mir mit seiner Süffigkeit und angenehmen Intensität durchaus. Ich stelle mir das Bier nur zu verschiedenen Speisen vom Holzkohlengrill vor. Etwas zu kräftig gewürzt oder zu lange gegrillt und schon kommt das Bier nicht mehr gegen den Geschmack des Grillguts an. Ich sehe das Bier eher als guter Begleiter zu einem Schmorbraten oder einem Flammkuchen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

11,5° Plato

Brauerei:

Brauerei Gebrüder Maisel KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Apostelbräu – Weizen mit Dinkel

Wieder einmal steht ein Bier von Apostelbräu im fränkischen Hauzenberg vor mir, das mit historischen Getreiden gebraut wurde. Auch wenn der Dinkel, mit dem der Weizen für dieses Bier gemischt wurde, in den letzten Jahrzehnten einen regelrechten Boom erlebt hat, ist es doch ein Getreide, das es schon länger gibt als Weizen und Gerste. Aber ich will mich jetzt nicht lange mit der Vorrede aufhalten; ich öffne jetzt die Flasche und schenke mir das Bier ein.

Bernsteinfarben und mit leichter Hefetrübung fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine durchschnittlich große grobporige Schaumkrone, die bis auf einen Rest schnell in sich zusammenfällt. Der Rest bleibt dann aber überraschend lange erhalten.

Das Aroma gefällt mir dann schon deutlich besser. Das Aroma unterschiedlicher Zitrusfrüchte mischt sich mit dem Duft reifer Bananen und aus dem Hintergrund rundet die Hefe das Aroma ab.

Der Antrunk ist mäßig süß und er verwöhnt meinen Gaumen mit einer feinperligen und sanften Kohlensäure. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider, zusammen mit dem Geschmack des Getreides und der Hefe. Insgesamt erzeugt das süffige Bier ein volles und rundes Mundgefühl. Der Abgang ist mild mit einem kurzen fruchtigen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Dinkelmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Brauerei:

Apostelbräu
Eben 11 – 13
94051 Hauzenberg
www.apostelbraeu.de

Apostelbräu – 5 Korn

So, jetzt steht wieder einmal ein Bier von Apostelbräu in Hauzenberg vor mir. Dieses Mal ist es das 5 Korn. Diese Bezeichnung kennen wir vermutlich alle vom Bäcker, aber als Bier habe ich die Mischung von Gerste, Weizen, Dinkel, Roggen und Emmer noch nicht erlebt. Was ich erwarte? Die Brauerei teilt mit, dass sie das Bier wie ein Helles gehopft hat; dieses Bier dürfte also mild und malzbetont sein. Allerdings wird das 5 Korn im Gegensatz zum Hellen mit obergäriger Hefe vergoren.

Golden und mit leichter Hefetrübung läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine relativ kleine feinporige Schaumkrone, die durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Ein malzbetontes Aroma steigt mir in die Nase. Ich rieche Karamell, Rosinen, Walnüsse und Honig.

Der Antrunk ist recht süß und er zeichnet sich durch eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten und die Aromen spiegeln sich. Bitter kann ich nicht feststellen. Daher wirkt das Bier eher lasch, erzeugt aber trotzdem ein volles Mundgefühl. Auch der Abgang ist mild. Erstmals kann ich ein leichtes Bitter feststellen, das dann aber überraschend lange nachklingt.

Zutaten:

Gersten-, Weizen-, Dinkel-, Roggen- und Emmermalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5%

Brauerei:

Apostelbräu
Eben 11 – 13
94051 Hauzenberg
www.apostelbraeu.de

Maisel & Friends – Jeff’s Bavarian Ale

Den Bayern ist ihr Weißbier bekanntlich heilig. Trotzdem haben sich die Brauer von Maisel & Friends an diesen Klassiker gewagt und ihn vollkommen neu interpretiert. Herausgekommen ist Jeff’s Bavarian Ale, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist elfenbeinfarben und bleibt lange erhalten.

Düfte nach Banane und Brotkrume sowie nach schwarzen Johannisbeeren steigen mir in die Nase, abgerundet durch einige würzige Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße aus. Obwohl die feinperlige Kohlensäure eher knapp dosiert ist, passt sie doch zur Süße. Auf der Zunge kommt die Fruchtigkeit in den Vordergrund. Die Aromen siegeln sich, begleitet durch ein passendes Bitter. Das Mundgefühl ist rund und weich und die 7,1 Volumenprozent Alkohol wärmen. Der Abgang wird sowohl durch ein mildes freundliches Bitter als auch durch die Fruchtigkeit ausgezeichnet, wobei die Fruchtigkeit länger nachklingt als das Bitter.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,1 % Vol.

Stammwürze:

17° Plato

Bittereinheiten:

30 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

9° – 11° Celsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstraße 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com