Aus Thüringen stammt das Bockbier, das jetzt vor mir steht. Dass dort nicht nur Bratwurst hergestellt werden kann, hat die Brauerei im Jahr 2019 bewiesen, als sie bei den World Beer Awards für das Bier die Bonzemedaille erhalten hat. Dann sollte ich mich mit diesem Bier doch vermutlich auch anfreunden können.
Bernsteinfarben und geltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber rängt eine durchschnittlich große sahnige Schaumkrone mit leichtem Gelbstich, die lange erhalten bleibt. An der Optik des Altenburger Bock gibt es zumindes nichts auszusetzen.
Das Aroma ist malzbetont. Düfte nach frischem Brot, nach gerösteten Nüssen und Waldhonig steigen mir in die Nase, abgerundet durch einige blumige Hopfennoten.
Der Antrunk ist stiltypisch süß und deckt auf, dass das Bier vergleichsweise wenig seiner feinperlenden Kohlensäure enthält. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten, wo die Aromen sich spiegeln. Jetzt gesellt sich ein leichtes Bitter dazu. Das Mundgefühl ist weich und halbwegs schwer. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger, bleibt dabei aber trotzdem zurückhaltend und es kling lange nach.
Insgesamt ein Bockbier, das mich wirklich begeistern kann.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Magnum, Perle), Hefe
Alkoholgehalt:
7,0 % Vol.
Stammwürze:
16° Plato
Bittereinheiten:
26 IBU
Empfohlene Genusstemperatur:
9° – 12° Celsius
Brauerei:
Altenburger Brauerei GmbH
Brauereistraße 20
04600 Altenburg
www.altenburger-brauerei.de


Die Flensburger Brauerei Emil Petersen GmbH & Co. KG wurde im Jahr 1888 gegründet und befinet sich seitdem im Familienbesitz. Auch aus dieser Brauerei kommt seit dem Jahr 2004 ein
Die Herforder Weihnacht ist ein
Bis ins 19. Jahrhundert hinein hatte das Dorf Heinde, einige Kilometer südlich von Hildesheim gelegen, eine eigene Brauerei. Vermutlich im Zuge der Industrialisierung wurde das Brauen dort aufgegeben und die Bewohner bezogen ihr Bier von außerhalb. Heute erinnern nur noch einige ausgehöhlte Baumstämme, die der Brauerei als Wasserrohre dienten, die vom Lehrbach zum Brauereigebäude auf dem Rittergut führten und die bei Bauarbeiten ans Licht kamen, an die Heinder Brautradition. Nachdem in Heinde mehr als 100 Jahre nicht mehr gebraut wurde, fanden sich sechs Bierenthusiasten zusammen, um die
Namensgeber für das Bockbier, das jetzt vor mir steht, ist die Godehardikirche in Hildesheim, die im späten 12. Jahrhundert erbaut und bis heute nicht wesentlich verändert wurde. Es handelt sich um das erste Bier, bei dem die beiden Brauer die Flasche zum Zeichen des besonderen Inhalts mit Papier ummantelt haben. Außerdem versprechen die Brauer, dass Godehard in jedem Jahr im November neu erscheinen wird. Jetzt steht jedenfalls der Jahrgang 2020 vor mir.
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