30.6. – 2. 7. 2023: 7. Borkener Bierbörse

Im Juli erlebt die Borkener Bierbörse bereits ihre 7. Auflage – das Bierdorf ist wieder in Planung. Dort werden die Besucher vielfältige Bierspezialitäten probieren und aus dem bunten Angebot das jeweilige Lieblingsbier wählen können.

In der Stadtmitte entsteht für drei Tage Borkens größter Biergarten. Rund 20 Bierverleger aus dem gesamten Bundesgebiet laden dann die Besucher ein, verschiedene Spezialitäten aus aller Welt zu kosten. Bei über 300 verschiedenen Variationen des beliebten Gerstensaftes findet jeder das passende Getränk. Die Besucher können die einheimischen und exotischen Spezialitäten in den liebevoll errichteten Biergärten probieren oder auch als Flaschenbier mit nach Hause nehmen.

Der Eintritt ist wie immer kostenfrei.

Veranstaltungsort und Öffnungszeiten:

Marktplatz
46325 Borken

Freitag: 15.00 – 24.00 Uhr
Samstag: 15.00 – 24.00 Uhr
Sonntag: 11.00 – 20.00 Uhr

De Ranke – Franc Belge

Anfang der achtziger Jahre waren die Gründer von De Ranke als Bierliebhaber besorgt über das Verschwinden vieler kleiner und mittlerer Brauereien. Es waren gerade diese Brauereien, die schöne Biere herstellten. Außerdem war es beunruhigend, dass in dieser Zeit viele ausgezeichnete bittere Biere kräftig gesüßt wurden. Dies geschah unter dem Vorwand, dass der Geschmack des Verbrauchers süß sei und die Menschen nicht mehr an Bitterkeit gewöhnt seien.

Die Realität sah jedoch so aus, dass neue Techniken die Verwendung von Hopfenextrakten anstelle von Hopfendolden ermöglichten. Dadurch wurde die Produktion erheblich billiger möglich. Darüber hinaus war die industrialisierte Bierwelt immer mehr davon überzeugt, dass das Bier an mehr Menschen verkauft werden könnte, wenn der Geschmack neutral bliebe (mit etwas zusätzlicher Werbung).

Diese Entwicklungen veranlassten die Gründer, selbst aktiv zu werden, um zu beweisen, dass Qualität nur mit den besten Rohstoffen und unter Berücksichtigung traditioneller Methoden garantiert werden kann. Eines der Ergebnisse dieser Entscheidung ist das Franc Belge, das jetzt vor mir steht.

Orangefarben und leicht hefetrüb läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine schneeweiße feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Karamell und Biskuitteig, abgerundet durch kräftige blumige Noten. Insgesamt macht das Aroma einen angenehm weichen Eindruck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße sowie den Geschmack nach Karamell aus. Auf der Zunge gesellt sich ein angenehmes freundliches Bitter zur Süße und sorgt für ein weiches und rundes Mundgefühl. Im Abgang wird das Bitter kräftiger und klingt zusammen mit dem Karamellgeschmack sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Fuggles), Zucker, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Brauerei De Ranke
Rue du Petit Tourcoing 1a
7711 Dottignies (Mouscron)
Belgien
www.deranke.be

1. 7. – 2. 7. 2023: Tage des norddeutschen Bieres im Landwirtschaftsmuseum SH Meldorf

Zwei Tage lang stellen verschiedene Brauereien aus Norddeutschland im Schleswig-Holsteinischen Landwirtschaftsmuseum in Meldorf ihre Biere vor. Das Museum verspricht, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Welche Brauereien vor Ort sein werden, verrät das Museum leider nicht. Dabei handelt es sich um keine reine Verkaufsaktion für Biere, sondern Biersommelier Rajas Thiele-Stechemesser stellt in mehreren Tastings ausgewählte Sorten vor. Der erste Tag klingt zusätzlich mit dem Museumssommerabend aus.

Die Veranstaltung ist am 1. 7. von 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr geöffnet, am 2. 7. von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr.

Der Ort des Geschehens:

Schleswig-Holsteinisches Landwirtschaftsmuseum
Jungfernstieg 4
25704 Meldorf

Riedenburger – Dinkelmalz

Das Riedenburger Dinkelmalz, das jetzt vor mir steht, ist eigentlich überhaupt kein alkoholfreies Bier und auch die Brauerei bezeichnet das Getränk als „kräftig-süßer alkoholfreier Malztrunk, naturtrüb“. Aber da die Flasche überall im Bierregal zu finden ist und ich sie jetzt schon mal vor mir stehen habe, werde ich sie jetzt trotzdem verkosten.

Sehr dunkelbraun läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine kleine feinporige Schaumkrone, die aber sehr lange erhalten bleibt.

Das Getränk duftet süß nach dunklem Malz und Karamell, dabei aber auch beinahe angebrannt. Irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass die Mälzer es mit dem Rösten etwas übertrieben haben. Die verbrannten Aromen sind aber nicht allzu kräftig und irgendwie passt es dann doch.

Wie erwartet ist der Antrunk ziemlich süß. Trotzdem hält sich der Zuckergehalt noch im Rahmen; das Riedenburger Dinkelmalz ist nicht so klebrig-süß wie die konventionellen Konkurrenzprodukte. Auf der Zunge lässt die Süße etwas nach und eine leichte fruchtige Säure taucht auf, die aber zu zurückhaltend ist, um sie näher zu identifizieren. Das Mundgefühl ist voll und weich, wozu vermutlich auch der enthaltene Agavensirup beiträgt. Bitter kann ich nicht feststellen, sondern die Röststoffe stehen weiterhin im Mittelpunkt des Geschmacks. Auch im Abgang kitzelt kein Bitter meine Kehle, sondern ich kann lediglich die Röststoffe und Süße schmecken, die aber sehr lange nachklingen.

Zutaten:

Wasser, Dinkelmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Agavensirup, Kohlensäure

Farbe:

40 EBC

Brauerei:

Riedenburger Brauhaus
Hammerweg 5
93339 Riedenburg
www.riedenburger.de

BierSelect

BrauBeviale plant für 2023 ein starkes Programm

Die BrauBeviale 2023 biegt rund fünf Monate vor der Eröffnung auf die Zielgerade ein: Die komplette Prozesskette der Getränkebranche ist in der Ausstellerliste wieder präsent. Auch das Rahmenprogramm zeichnet ein starkes Bild des aktuellen Branchengeschehens. Mit neuen Akzenten wie der Logistik Lounge und der Sonderschau Traubenverarbeitung und Kellerwirtschaft sowie spannenden Impulsen u. a. für die Markenentwicklung in der Getränkewelt im BrauBeviale Forum erhalten die Besucher erneut ein Komplettpaket für die Entscheidungsfindung im betrieblichen Alltag. Vom 28. bis 30. November 2023 wird das Messezentrum Nürnberg wieder zum Treffpunkt für den Austausch und das Miteinander aller Aussteller, Marktexperten und Getränkehersteller.

„Unser Motto „Das Wir verbindet Vielfalt“ spiegelt sich auch in unserem Rahmenprogramm perfekt wider“, betont Andrea Kalrait, die als Executive Director die Ausrichtung der BrauBeviale seit Jahren federführend steuert. Mit dem breiten Themenfeld des Rahmenprogramms werden Marketingverantwortliche ebenso wie Technikspezialisten mit Impulsen versorgt. „Alle Fokusthemen steigern den Nutzen der Messebesucher nochmals deutlich. Ganz besonders wichtig ist aus unserer Sicht das neue Angebot der Logistik Lounge sowie unsere Sonderschau für die Wein- und Kellerwirtschaft.“

Hot-Topic Logistik

Der gewachsenen Bedeutung der Logistik in der gesamten Getränkewirtschaft trägt die Messe mit der neuen „Logistik Lounge“ in Halle 4 Rechnung.

Unter dem Dachthema „Nachhaltige Mehrweg-Logistik“ bietet die Sonderfläche – moderiert vom Poolsystem-Betreiber und Mehrweg-Spezialisten LOGIPACK – einen entspannten Treffpunkt aller Logistikinteressierten mit vielen Kurzvorträgen als Anregung zur Diskussion. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Aktivitäten der EU rund um die Europäische Verpackungsverordnung (PPWR) und deren Auswirkungen auf die Branche aus unterschiedlichen Sichtweisen. Verschiedene Hersteller wie Brauer, AfG-Anbieter und Winzer diskutieren mit politischen Meinungsbildnern aus Berlin und Brüssel über die Umsetzung „Nachhaltiger Mehrweg-Logistik“ in die Praxis. Die Konsequenzen der möglichen Vorgaben für die gesamte Logistikkette der Getränkebranche in Deutschland werden in der „Logistik Lounge“ mit zahlreichen Experten ausgelotet.

Auch das Insidertreffen „LOGICircle 6.0“ findet am 28. November 2023 auf der BrauBeviale in der „Logistik Lounge“ statt. In einem Impulsvortrag wird Bernd Huesch, Geschäftsführer HEUSCH & PARTNER Logistikberater, um 16 Uhr seine Zukunftsperspektiven und die strategische Bedeutung der Logistik für die Branche vorstellen. Anschließend diskutieren Experten seine Thesen und die skizzieren den Stellenwert der Nachhaltigkeit in der Logistik. Für diese Sonderveranstaltung ist eine spezielle Anmeldung erforderlich.

„Wir freuen uns als Moderator der „Logistik Lounge“ auf der BrauBeviale einen zentralen Treffpunkt zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion neuer Logistikkonzepte bieten zu können“, so Torsten Hiller, der LOGIPACK Geschäftsführer.

BrauBeviale Forum – nah dran an den Themen der Branche!

Pflichttermin für viele Besucher sind auf der BrauBeviale auch stets die hervorragend kombinierten Fachvorträge im BrauBeviale Forum in Halle 1. Unter anderem steht im Zentrum des diesjährigen Programms das Marketing Forum am 28. November 2023, moderiert von Dr. Uwe Lebok, K&A Brand Research. Er zeigt mit aktuellen Beispielen und Praxisvorträgen, wie Markenerfolg funktioniert. Einblicke in strategische Konzepte – etwa der Giesinger Braumanufaktur oder der Paulaner Brauerei – sind hier inspirierende Programmpunkte.

Das BrauBeviale Forum spannt einen breiten Bogen in den drei Messetagen: Mit der Frage, wie sich die Unternehmen der Getränke-Branche ganzheitlich auf Nachhaltigkeit einstellen können zeigt die Präsentation eines neuen einheitlichen Managementtools auf, das sowohl bei Brauern als auch beim Getränkefachhandel derzeit schon in der Praxiserprobung befindet. Ganz besonders wichtig ist der Branchen-Hotspot: Zukunft Rohstoffe. Horst Dornbusch und Elva Ellen Kowald bündeln als Hosts die Themen und beleuchten u. a. mit Brauern und Winzern die Verfügbarkeit und Sicherung der Rohstoffe. Nachhaltigkeit und die Erfordernisse aus den Klimaveränderungen werden am 29. November 2023 aus vielen Blickwinkeln präsentiert.

Verstärktes Angebot für die Weinbranche

Premiere feiert in diesem Jahr die Sonderschau Traubenverarbeitung und Kellerwirtschaft in Halle 4A, die in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) entsteht. Mit dieser Neuerung unterstreicht die BrauBeviale, dass sie sich noch mehr als bisher für die Besuchergruppe der Winzer und Sekthersteller öffnet. Die Aussteller der BrauBeviale haben schon seit jeher zahlreiche Lösungen für die Weinbranche im Angebot.

Die Besten – auf der BrauBeviale im Fokus

Spannende Impulse für die Branche bieten die Preisverleihungen: Was kommt gut an? Was ist für die Zukunft wichtig? Die Verleihung der „World Beverage Innovation Awards“ am 28. November 2023 im BrauBeviale Forum zeichnet die Besten aus – in den Kategorien Bestes Produkt, beste Verpackung, beste Innovation und bestes Geschäftsszenario.

Tags darauf geht es am gleichen Ort weiter: die Auszeichnung zum „Deutschen Hopfen-Champion 2023“ würdigt die Arbeit der Hopfenpflanzer und deren Qualitätsbestrebungen. Am Nachmittag folgt die große Preisverleihung des European Beer Star: Wer wissen will, wo gute Biere gebraut werden, sollte sich diesen Termin fest einplanen. Noch weiß man nicht, welche Brauereien in den 74 Kategorien dieses Jahr prämiert werden …

Die Aussteller- und Produktdatenbank ist bereits online

Jetzt schon können sich alle online informieren: Die Aussteller- und Produktdatenbank bietet einen einfachen Zugang für jede Branche. Mit der Filtereinstellung nach Getränkekategorie wird eine maßgeschneiderte Übersicht über das Angebotsportfolio aller Aussteller geboten.

Auch Unternehmen, die sich noch nicht für eine Messebeteiligung angemeldet haben, können noch einsteigen – die Hallenpläne und die Ausstellerdatenbank bieten einen detaillierten Blick auf die verfügbaren Kapazitäten. Das Veranstaltungsteam hilft Spätentschlossenen gerne bei allen Fragen rund um eine Standbuchung für die BrauBeviale weiter.

Und natürlich steht schon jetzt allen der Besuch der Plattform myBeviale.com offen – sozusagen als Dauerausstellung – für alle die stets über Rohstoffe, Digitalisierung, Energie, Nachhaltigkeit, Export, Frauen in der Getränkebranche und vieles mehr informiert sein möchten.

Brouwerij t’Faverhopke – Kriek

Ich glaube, es gibt für die heiße Zeit des Jahres, so wie wir sie jetzt haben, kein besseres Bier als ein Kriek, also ein belgisches Kirschbier. Leicht sauer, mit nur wenig Süße, aber viel Fruchtigkeit ist ein solches Bier die perfekte Waffe gegen die Hitze. Daher steht jetzt wieder einmal ein Kriek vor mir, diesmal aus der flämischen Brauerei t’Gaverhopke. Dann will mich mal nicht lange mit der Vorrede aufhalten und mit der Verkostung beginnen.

Rotbraun läuft das Bier ins Glas. Ich weiß nicht – irgendwie erinnert mich die Farbe eher an einen Rhabarbersaft als an Kirschen. Das Bier ist leicht hefetrüb und wie für ein Sauerbier üblich ist die Schaumkrone eher klein, bleibt dafür aber lange erhalten.

Das Aroma ist süß. Zusammen mit dem Duft von Kirschen erinnert es eher an eine Kirschlimonade als an ein Kriek.

Wie erwartet ist auch der Antrunk recht süß. Allerdings zeichnet er sich durch eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge wirkt das Bier eher limonadenartig, fast künstlich. Ich kann weder Säure noch Bittere schmecken. So ist es auch im Abgang. Auch hier kann ich kein Bitter feststellen. Zur Süße, die auch in der Kehle anhält, kommt lediglich noch eine Ahnung nach Marzipan.

In meinen Augen ist dieses Bier kein Highlight der belgischen Braukunst. Die Brauerei wird sich sicherlich auch etwas dabei gedacht haben, keine Inhalte aufzulisten – weder auf dem Etikett noch im Internet. Ich vermute, dass bei diesem Bier auch künstliche Aromen mit im Spiel sind.

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Brauerei:

Ambachtelijke Brouwerij t’Gaverhopke
Platanendreef 16A
8790 Nieuwenhove/Waregem
Belgien
www.tgaverhopke.be

Brauereien weiter unter hohem Kostendruck

Die Brauwirtschaft steht weiter unter einem massiven Kostendruck. Auch wenn sich die Energiepreise stabilisiert haben und auf hohem Niveau rückläufig sind und es zuletzt seltener zu Lieferengpässen kommt, stellen die Kosten eine immense Belastung dar. Nach einer Umfrage des Deutschen Brauer-Bundes sehen sich die 1.500 deutschen Brauereien bei fast allen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie sonstigen Vorleistungen weiterhin mit drastisch gestiegenen Preisen konfrontiert. So sind die Kosten für Glasflaschen seit Anfang 2022 um bis zu 140 Prozent nach oben gegangen, für Braumalz sogar um bis zu 150 Prozent. Neben Preissprüngen für Materialien wie Kronkorken oder Etiketten machen den Betrieben auch die steigenden Lohnkosten zu schaffen (siehe Grafik).

„Die Herausforderungen für die Brauwirtschaft sind immens, es gibt keinen Grund zur Entwarnung“, sagt Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes (DBB), mit Blick auf die zweite Jahreshälfte. Noch immer leide die Branche unter den herben Verlusten während der Corona-Krise, als Fassbier über Monate unverkäuflich war. Die explodierenden Kosten seit Beginn der Pandemie hätten die Situation für die angeschlagenen Betriebe zusätzlich verschärft. Selbst wenn die Preise einzelner Rohstoffe und Materialien ihre Höchststände zuletzt verlassen haben, bedeute dies nicht, dass der Druck auf die Betriebe sinke. Die Preise liegen nach wie vor weit über dem Vorkrisenniveau, betont Eichele.

Aus Sicht der Brauwirtschaft dringend notwendige Preiserhöhungen konnten nur teilweise umgesetzt werden, dies wird auch bei einem Blick in die Statistik deutlich: Die Erzeugerpreise, also die Preise, zu denen die Brauereien ihr Bier in Deutschland an Handel oder Gastronomie abgeben, haben sich nach Angaben des Statistischen Bundesamts seit April 2022 lediglich um 7,3 Prozent erhöht. Zum Vergleich: Die Erzeugerpreise über alle Nahrungsmittel und Getränke hinweg erhöhten sich im selben Zeitraum um 12,9 Prozent.

Vor diesem Hintergrund reagiert der Branchenverband mit Unverständnis auf Verlautbarungen einzelner Handelskonzerne, die gegenüber Lieferanten behaupten, die Kosten für Rohstoffe in der Lebensmittelproduktion seien mittlerweile stark gesunken. „Wie nahezu alle Hersteller von Lebensmitteln und Getränken sehen sich die Brauereien durch anhaltend hohe und steigende Kosten weiterhin massiven Belastungen ausgesetzt“, so Eichele. „Niemand dürfte überrascht sein, dass auch wir in dieser schwierigen Situation partnerschaftliches Verhalten einfordern.“

Nach Einschätzung des Brauer-Bundes wird es noch Jahre dauern, bis die Branche mit Blick auf Kostendruck und Konjunktur auf eine Erholung hoffen kann, zumal die geopolitischen Risiken für die Wirtschaft in letzter Zeit eher noch größer geworden sind. Steigende Preise und Zinsen als Folge der Inflation und das aktuell schwache Konsumklima – der bis April 2023 aufgelaufene Bierabsatz im Inland liegt um 4,7 Prozent unter dem Wert des Vorjahrs – hätten die Problematik für die Unternehmen zusätzlich verschärft.

Die Grafik stellt die Kostensteigerungen der einzelnen Rohstoffe dar. Am stärksten sind die Preissteigerungen bei Energie, Braumalz und Kohlensäure.

Abbildung 1. Die Kostensteigerungen der einzelnen Rohstoffe. Quelle und Grafik: Deutscher Brauerbund

Kurpfalz Bräu – Eisbock

Ja, ich liebe den Eisbock. In der Regel ist das Bier malzsüß und kräftig aromatisch im Geschmack. Das ideale Bier für den Winter, aber auch, wenn ich wie jetzt im Sommer einen Eisbock bekomme, kann ich ihn genießen. Jetzt steht vor mir der Eisbock von Kurpfalz Bräu, einer Marke von Welde in Plankstadt. Bislang haben mir die Biere aus dieser Brauerei alle gefallen, so dass ich mich jetzt auf eine angenehme Verkostung freue.

Bernstein- bis Kupferfarben läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine durchschnittlich voluminöse Schaumkrone, elfenbeinfarben und fest. Sie bleibt sehr lange erhalten. Die Optik ist damit schon mal sehr ansprechend.

Das Aroma ist wie erwartet malzbetont. Ich rieche Karamell und Nüsse, dazu etwas dunkle Schokolade. Abgerundet wird der Duft durch einige würzige Noten.

Der Antrunk überrascht mich etwas, denn er ist weniger süß als andere Eisböcke, die ich in der Vergangenheit verkostet habe. Von daher stört es auch absolut nicht, dass die sehr feinperlige Kohlensäure eher knapp dosiert ist. Während sich das Bier auf der Zunge verteilt, kommt zu Süße der Geschmack nach Schokolade. Obwohl das Bier immerhin 8,5 Volumenprozent Alkohol enthält, wirkt es doch leicht. Das Bittere des Hopfens ist sehr dezent eingesetzt, so wie es für einen Eisbock typisch ist. Auch im Abgang dominiert der Geschmack nach dunkler Schokolade mit wenigen Bitterstoffen, dafür klingt der Geschmack aber sehr lange nach.

Der Kurpfalz Bräu Eisbock von Welde ist ein wunderbar süffiges Bier. Es ist in jedem Jahr ab dem 1. November im Handel erhältlich und selbstverständlich nur so lange, bis es ausverkauft ist. Mir fällt aber auf, dass ich weder auf den Etiketten der Flasche noch im Internet eine Zutatenliste finde. Andererseits ist sie bei Bieren, die entsprechend dem Reinheitsgebot gebraut wurden, eigentlich auch überflüssig.

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Farbe:

18 EBC

Brauerei:

Weldebräu GmbH & CO. KG
Brauereistraße 1
D–68723 Plankstadt/Schwetzingen
www.kurpfalzbraeu.de

23. 6. – 24. 6. 2023: Craft Beer Festival im Prater

Am kommenden Wochenende ist es wieder so weit, das Craft Beer Festival im Böhmischen Prater öffnet wieder seine Pforten. Acht Craft Beer-Brauer stellen ihre Erzeugnisse vor, musikalische Unterhaltung gibt es durch Bands und DJs. Und hier die Aussteller und Bands im Einzelnen:

Brauereien:

  • Schalken Brauerei, Wien
  • 6 beers brewing co., Breitenfurt
  • Schnauzer & Beagle Brewery, Wien
  • Saperlot, Kroatien
  • Vienna Kraft, Wien
  • Brewery 52, Traiskirchen
  • BRÄUHAUS TEN.FIFTY, Wien
  • Westwind Brauerei, Deutsch Jahndorf

Für die musikalische Unterhaltung sorgen:

Am Freitag:

  • DJ Lemar
  • FII
  • Aminata and the Astronauts

Und am Samstag:

  • Don Dom
  • Fid Mella
  • MaMi
  • Bernhard Pribitzer & Band

Eintritt:

Das ist etwas schwieriger. Alle Eintrittspreise haben gemeinsam, dass von jedem Ticket 8 Euro an die Volkshilfe Wien. Genau diese acht Euro kostet auch das günstigste Ticket. In diesem Preis ist aber keine Bierprobe enthalten, dafür müssen auf dem Gelände extra Jetons erworben werden. Die mittlere Preisstufe beträgt 20 Euro und enthält neben dem Zutritt auf das Gelände 15 Jetons. In der höchsten Preisstufe beträgt der Preis 39 Euro und umfasst eine Flatrate. Die hier genannten Preise sind die Vorverkaufspreise; vor Ort kostet der Eintritt jeweils zwei Euro mehr. Sie gelten wahlweise für den Freitag oder Samstag.

Lupulus – Triple

So, nun steht mal wieder ein neues Bier aus meiner belgischen Lieblingsbrauerei vor mir, ein Lupulus Triple. Über die Brauerei habe ich ja bei den anderen Bieren aus der Brasserie Lupulus ausreichend geschrieben, so dass ich sofort mit der Verkostung beginnen kann.

Hellgold und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. An der Optik lässt sich wirklich nichts aussetzen.

Das Bier duftet nach Biskuitteig und Zitrusschalen. Dazu kommen einige würzige Noten, die an weißen Pfeffer erinnern. Das macht wirklich Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist frisch und spritzig mit einer leichten Süße. Auf der Zunge kommt die Fruchtigkeit in den Vordergrund. Die Hefe unterstützt diesen Eindruck. Dazu kommt ein leichtes Bitter. Alles in Allem ergibt sich so ein volles und weiches Mundgefühl. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und macht sowohl einen fruchtigen als auch freundlichen Eindruck. Es erinnert mich an Orangenkerne. Der Geschmack klingt sehr lange nach.

Dieses angenehme und einfach zu trinkende Bier passt sehr gut zu Meeresfrüchten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Bittereinheiten:

30 IBU

Farbe:

7 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

8° Celsius

Brauerei:

Brasserie Lupulus SPRL
Courtil 520
6671 Gouvry
Belgien
www.lupulus.be