Abbaye des Rocs – La Nuit Étoilée

Die Sternennacht (französisch La Nuit Étoilée) ist ein Gemälde des niederländischen Malers Vincent van Gogh. Das Gemälde stellt dar, was Van Gogh im Mai 1889 von seinem Zimmer im Asyl des Klosters Saint-Paul-de-Mausole in Saint-Rémy-de-Provence aus sehen konnte. Seit 1941 wird das Bild im Museum of Modern Art (MoMA) in New York aufbewahrt. Das Kulturjahr 2015 rückte Vincent Van Gogh ins Rampenlicht. Das Etikett auf dem La Nuit Étoilée, einem Tripel, zeigt einen Teil des gleichnamigen Gemäldes.

Orangefarben und präsentiert sich das Bier im Glas. Während ich es einschenke bildet sich eine voluminöse Schaumkrone, die aber schnell in sich zusammenfällt. Da könnte die Brauerei noch einmal nachbessern.

Das Bier duftet nach Karamell sowie nach reifen Früchten, vor allem den Duft überreifer Äpfel kann ich wahrnehmen. Auch die 9 Volumenprozent Alkohol sind deutlich zu riechen.

Der Antrunk ist mäßig süß und er zeichnet sich durch eine feinperlige aber kräftige Kohlensäure aus. Auf der Zunge steht eine leichte Säure im Mittelpunkt. Eine Bittere ist praktisch nicht zu schmecken. Irgendwie wirkt das Bier unrund. Der Abgang ist schlank ohne Nachklang.

Alkoholgehalt:

9,0 % Vol.

Brauerei:

Brasserie de l’Abbaye des Rocs S.A.
Chaussee Brunehault 31
Montignies-sur-Roc
Belgien
www.abbayedesrocs.com

Maisel & Friends – Royal

Bereits zum vierten Mal brauten die Auszubildenden bei Maisel ein Bier, das sie selbst von Anfang bis Ende entwickelt haben – von der Entwicklung des Rezepts über die Produktion und die Namensgebung bis zur Gestaltung des Etiketts.

In diesem Jahr haben sich die Auszubildenden für ein Brut Pale Ale entschieden. Ich empfinde diesen Bierstil als sehr elegant und dementsprechend edel ist auch das Etikett gestaltet. Goldener Druck auf schwarzem Grund sieht doch immer gut aus. Dazu kommt noch der Name. Es scheint bei diesem Bier also alles zu passen, vorausgesetzt, das Bier ist auch entsprechend.

Die Brauerei verspricht es jedenfalls. Dort liest sich die Beschreibung so: „Eine Aromatik, die den Genießer an prickelnden Schaumwein erinnert, gepaart mit einem trockenen Abgang: Unser Maisel & Friends Royal setzt dem Brauhandwerk mit prickelnden Schampus-Anklängen die Krone auf. Das Brut Pale Ale macht den Biergenuss zum royalen Trinkerlebnis.“ Das macht doch schon mal neugierig auf dieses Bier. Andererseits hat sich Maisel bislang noch nicht an diesen Bierstil herangetraut, so dass es für alle Beteiligten eine Premiere ist. Aber genau das ist bei den Bierverkostungen schließlich das Spannende. Nach diesen Betrachtungen ist es jetzt aber wirklich an der Zeit, die Flasche zu öffnen und das Bier zu verkosten.

Strohgelb und mit leichter Hefetrübung leuchtet mir das Bier aus dem Glas entgegen. Der durchschnittlich voluminöse und feste Schaum bleibt sehr lange erhalten. Optisch macht das Bier schon mal eine sehr gute Figur. Außerdem fällt mir bereits beim Einschenken das fruchtige Aroma des Biers auf.

Das Bier duftet nach Grapefruitschale, nach Birnen und Trauben, abgerundet mit einem Hauch Gras. Auch das helle Malz kommt in der Nase zum Tragen.

Der Antrunk ist trocken und spritzig. Bereits der erste Eindruck erinnert an Champagner. Auch auf der Zunge behält das Bier seinen trockenen und eleganten Charakter. Eine leichte fruchtige Säure gesellt sich dazu und sorgt für ein weiches Mundgefühl. Im Abgang wird die Fruchtigkeit kräftiger, wobei die Aromen nach Zitrus und Birne in den Vordergrund treten. Obwohl die Bittere nur dezent eingesetzt wurde, klingt der Geschmack lange nach.

Die begeisterte Beschreibung der Brauerei ist nicht übertrieben. Ich würde mir wünschen, dass Maisel & Friends dieses Bier ins dauerhafte Sortiment aufnehmen würde.-

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Blanc, Galena, Aramis), Hefe

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Stammwürze:

10,09° Plato

Farbe:

8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Brauerei Gebr. Maisel GmbH & Co. KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Tourbeau – The Noir

Was mich bei dem Bier erwartet, das jetzt vor mir steht, weiß ich noch nicht. Einerseits steht nicht auf dem Etikett, welche Brauerei dieses Bier hergestellt hat, sondern lediglich, dass es für die Turbeau Brewing Co. in Brügge gebraut wurde. Diese Formulierung kenne ich in der Regel von Billigbieren, bei denen die Brauerei lieber im Verborgenen bleiben will. Andererseits wurde das Bier bei den World Bier Awards mit einer Bronzemedaille ausgezeichnet. Es muss also schon etwas Besonderes sein.

Das Noir ist ein flämisches Brown Ale, bei dem Waldfrüchte mit verbraut wurden. Das könnte durchaus passen. Es ist also an der Zeit, die Flasche zu öffnen und das Bier einzuschenken.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige und haselnussbraune Schaumkrone ist durchschnittlich voluminös und bleibt sehr lange erhalten. Ein Bier wie gemalt.

Das Bier duftet fruchtig nach Brombeeren und Blaubeeren. Die Aromen des Malzes und Hopfens bleiben im Hintergrund.

Der Antrunk ist wie erwartet sehr fruchtig mit einer mäßigen Süße. Leider ist die sehr feinperlige sanfte Kohlensäure eher knapp dosiert. Auf der Zunge dominiert eine leichte fruchtige Säure, die gut auf die Süße abgestimmt ist. Die 8 Volumenprozent Alkohol sind gut in die Aromen eingearbeitet und schmecken nicht hervor. Auch im Abgang ist die Fruchtigkeit dominant. Bittere Eindrücke des Hopfens sind nur gering zu schmecken und der Geschmack klingt nur kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Zucker, Waldfruchtsaftkonzentrat, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Brauerei:

Turbeau Rock Brewing Company
Laconiastraat 3/17
8000 Brügge
Belgien
www.turbeau.com

22. 7. 2023: Brews on Deck in Wien

Gleich zwei Bier-Events finden am Samstag, den 22. Juli, an Bord der MS Stadt Wien statt. Es handelt sich um jeweils eine Rundfahrt, die drei Stunden dauern und nicht nur von einem Disk-Jockey, sondern auch von umfangreichen Bierverkostungen begleitet werden. Aber im Einzelnen:

Um 11:00 Uhr beginnt das Boarding für die erste Rundfahrt, die unter dem Motto Budweiser Budvar and Friends steht, und um 12:00 Uhr beginnt die Rundfahrt. Für die musikalische Unterhaltung sorgt The Big Kaminsky und für das Bier sind folgende Brauereien dabei (die Biere stehen jeweils in Klammern hinter dem Namen der Brauerei):

  • Budweiser Budvar (Budvar 33, Original Lager, Dark Lager)
  • Budweiser Budvar & BRLO (OK, CZECH!)
  • Birra Baladin (24 Biere)
  • Schneider Weisse (Love Beer, Tap 5)

Gegen 15:00 Uhr legt die MS Stadt Wien wieder am Anleger Reichsbrücke an.

Das Ticket für diese Rundfahrt kostet 49,00 Euro; darin enthalten sind alle Bierproben sowie die Programme der DJs.

Um 17:00 Uhr beginnt dann das Boarding für die zweite Rundfahrt unter dem Motto BeerLovers Beer Boat, für die es um 18:00 Uhr „Leinen los“ heißt. Für die musikalische Untermalung sorgt dann SimOne, gegen den Durst kämpfen folgende Brauereien:

  • Beavertown Brewery (Gamma Ray)
  • Blakstoc (Quincy Jo & Hops Edition)
  • Brauhaus Gusswerk (Jakobsgold)
  • Bevog Brewery (Lola, Helles)
  • Brew Age (Don Marilllo No. 1)
  • BrewDog „Double Hazy)
  • Crew Republic (Drunken Sailor)
  • Founders Brewing Co. (KBS Espresso)
  • Mongozo Beers (Coconut)
  • Muttermilch Vienna Brewery (Wiener Bubi)
  • Põhjala Brewery (Orange Gose)
  • Thornbridge Brewery (Cocao Wonderland)

Das Ticket für diese Rundfahrt kostet EUR 69,00 und die Rundfahrt endet gegen 21:00 Uhr.

Die Rundfahrten finden bei jedem Wetter statt, da das Schiff über insgesamt drei Decks verfügt. Die Tickets erscheinen auf den ersten Blick zwar einigermaßen hochpreisig, aber immerhin sind darin auch viele Leistungen enthalten, so dass sich der Preis relativiert:

  • All-You-Can-Taste Bier und Getränke
  • Belgische Bio-Pommes
  • Schifffahrt entlang der Donau
  • »Brews on Deck«-Verkostungsglas
  • Live-DJ-Sets

Die Abfahrten sind am Anleger Reichsbrücke, Handelskai 265, 1020 Wien

Die BrauBeviale präsentiert sich in Bestform

Die BrauBeviale in Nürnberg startet wieder: nach 4-jähriger Pause im Messegeschehen vom 28. bis 30. November 2023. Mit einem großen Ausstellerangebot, zielgenau konzipierten Sonderflächen und einem breit gefächerten Rahmenprogramm erhalten Besucher aus der Bier-, AFG-, Mineralwasserbranche sowie aus der Wein-, Sekt- und Spirituosenindustrie praxisnahe Lösungen für ihre betrieblichen Anforderungen in Prozesstechnik, Abfüllung und Verpackung oder in der Logistik.

Auf einer Pressekonferenz in Mailand stellten die Messeveranstalter ihr diesjähriges Programm vor und stellten einen engen Zusammenhang her zwischen dem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld und den klaren Antworten, die das Messeangebot bietet. Mit drei Schwerpunktthemen illustrieren die Veranstalter die derzeitigen Anforderungen in der Getränkebranche:

Herausforderndes wirtschaftliches Umfeld

So ist in vielen Segmenten bis Ende 2022 noch nicht das Niveau von 2019 im Konsum – und entsprechend in der Produktion vieler Getränke – erreicht worden, ein Mangel an Arbeitskräften in der Gastronomie trägt dazu bei, dass insbesondere der Außer-Haus-Konsum noch Nachholbedarf hat. Bewegung gibt es in der Branche immer und so zeigt auch die Anzahl der Braustätten in Europa mit einem Plus von 614 für 2022, dass zukunftsorientierte Unternehmer das Potenzial im europäischen Getränkemarkt nach wie vor sehr positiv einschätzen. Daneben fordern aber die enormen Kostensteigerungen, die beispielsweise – gemäß einer Übersicht des Deutschen Brauer Bunds – beim Preis von Neuglas ein Plus von 140 Prozent, bei Kohlensäure ein Plus von 135 Prozent oder bei Braumalz bei 150 Prozent liegen, hohe Flexibilität in der Beschaffungspolitik der Getränkehersteller und Brauereien. Ergänzend dazu bringen die derzeit veröffentlichten Anforderungen im EU-Entwurf zur Packaging and Packaging Waste Directive (PPWR) neue Ungewissheiten, die insbesondere auf die Konzeption der Mehrwegstrategien in Europa betreffen.

Lösungen auf der BrauBeviale

Die Getränkehersteller und Brauer sowie Winzer sind also gut beraten, wenn sie sich mit umfangreichen Informationen zu Rohstoffen, neuen Maschinen, Produktionslösungen oder Logistikkonzepten eine Basis schaffen für ihr Investitionsprogramm. Die BrauBeviale bietet in neun Hallen auf ca. 40.000 m² Ausstellungsfläche mit rund 900 Ausstellern für die gesamte Prozesskette ein umfassendes Angebot. Allein 130 Anbieter für Verpackung, Verschlüsse, Etikettierung und Sekundärverpackung zeigen ihre Lösungen für die Aufgaben rund um eine produktgerechte und effiziente Verpackung. Die wichtige Frage nach der Kohlensäureversorgung etwa wird von 17 Anbietern aufgenommen und mit aktuellen Lösungen beantwortet. Oder: Rohstoffthemen – also auch Antworten zur Frage der Rohstoffsicherung – können bei insgesamt 88 Anbietern besprochen werden. Die Produktdatenbank ist bereits online und kann von allen Anwendern in der Getränke- und Brauerei-Branche angesteuert werden, um eine möglichst umfassende Anbieterinformation schon vor dem Messebesuch zu erhalten. Ab 25. Juli ist der Ticketshop geöffnet und die Planung für den Messebesuch auf der BrauBeviale kann ganz einfach online gestartet werden.

Rahmenprogramm für alle Besuchergruppen

Neu im Messeportfolio – rund 70 Prozent der Anbieter haben für die Kundengruppe der Winzer ein Angebot – ist eine Sonderschau Traubenverarbeitung und Kellerwirtschaft in Halle 4A. Damit bietet die Messe auch für die Anwender in der Weinproduktion interessante Impulse. „Wir investieren hier in diese Sonderfläche“, erklärt Andrea Kalrait, Executive Director BrauBeviale, „um zu zeigen, dass das Angebot auf der BrauBeviale sehr breit aufgefächert ist und sich somit der Besuch auch für Anwender aus der Weinbranche lohnt.“ Überhaupt wird mit dem Rahmenprogramm wieder ein breiter Bogen gespannt: „Nachhaltigkeit im Zeichen von Klimawandel und Marktveränderungen“, Branchen-Hotspots Zukunft zu „Unternehmensprofilierung über Nachhaltigkeit“, zu „Gebinde, Systeme unter Druck“ und zu „Rohstoffen“ zeigen auf, wie die Brauer und Getränkehersteller oder auch die Winzer mit den aktuellen Herausforderungen umgehen können. Das Forum BrauBeviale in Halle 1 ist die Adresse für die Besucher, wenn sie sich dazu Impulse holen möchten. Zusätzlich dazu ist das die Adresse für alle Besucher mit Schwerpunkt Marketing: „Branding the Brain“ oder Nachhaltigkeit in der Markenkommunikation sind die aktuellen Themen für diese Interessenten.

Wissenserweiterung inklusive

Doch auch die Sonderflächen mit dem Experten Forum – eine Ausstellerplattform. in Halle 4 oder die Logistik Lounge – ebenfalls in Halle 4 sorgen für Wissenserweiterung und anregenden Austausch. Das breit gefächerte und für alle Besucher kostenfreie Rahmenprogramm wird ab September bereits online auf braubeviale.com einsehbar sein.

Mit der Craft Drinks Area in Halle 6 spricht die Messe erneut ein breites Feld an Brauern an und fokussiert auf individuelle Bierstile und -zutaten. Ein perfekter Platz für die Bier-Connaisseure und solche, die es werden wollen, ist der European Beer Star – in diesem Jahr in der 20. Auflage. Rund 500 Brauereien aus 44 Ländern stellen sich auch in diesem Jahr dem kritischen Gaumen der Jury.

YONTEX – gebündeltes Getränkemessen Knowhow

Ein besonderer Punkt der Infoveranstaltung in Mailand war Hintergrundinformation zur Firmenneugründung YONTEX. Dieses Joint Venture der NürnbergMesse und Messe München bündelt nun beide renommierten Getränke-Technologiemessen BrauBeviale und drinktec unter einem Dach. Die Messe bleiben im vertrauten Rhythmus erhalten– jährlich für die BrauBeviale, mit Ausnahme der drinktec Jahre – und vierjährig für die drinktec. Die daraus erwarteten Synergieeffekte stellte Petra Westphal, Executive Vice President vor: Mit neuen Angeboten für die Besucherbetreuung und einer konsequenten Entwicklung des Messeprogramm gemäß den Bedürfnissen der Branche wird diese neue Gesellschaft beide Messen so weiterentwickeln, dass die Zukunft der Branche bestmöglich gestaltet werden kann.

Rittmayer – 1422 Festbier

1422 – das ist nicht nur ein Namensbestandteil des Bieres, das jetzt vor mir steht, sondern es ist auch das Gründungsjahr der Brauerei Rittmayer im bayerischen Forchheim. Im letzten Jahr ist die Brauerei daher 600 Jahre als geworden, was ein Anlass war, das Festbier mit dem Gründungsjahr im Namen zu brauen.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die größtenteils feinporige Schaumkrone ist relativ klein, bleibt aber sehr lange erhalten. An der Optik dieses Biers gibt es nichts zu mäkeln.

Das Bier duftet nach Karamell, unterstützt durch eine leichte Honignote. Abgerundet wird das Aroma durch einige blumige Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie die feinperlige Kohlensäure aus, die passend zur Süße dosiert ist. Der Karamellgeschmack sorgt für ein volles und rundes Mundgefühl. Insgesamt macht das Bier einen angenehm süffigen Eindruck. Im Abgang kommen einige Bitternoten durch, die auf der Zunge nur verhalten zu schmecken waren, aber in der Kehle sehr lange nachklingen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Stammwürze:

14° Plato

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Brauerei Rittmayer Hallerndorf GmbH & Co. KG
An der Mark 1
91352 Hallerndorf
www.rittmayer.de

 

drinktec und BrauBeviale schließen sich zusammen

Die beiden international wichtigsten Messen der Getränke- und Liquid-Food-Industrie bündeln ihre Kräfte und verstärken damit ihre Position auf dem Weltmarkt: Die drinktec aus München, Weltleitmesse für die Getränke- und Liquid-Food-Industrie, und die Nürnberger BrauBeviale, die führende Investitionsgütermesse für die Getränkeindustrie in Europa, haben sich zum 1. Juli 2023 zum Joint Venture „YONTEX“ zusammengeschlossen. Sitz der Gesellschaft ist Nürnberg, neuer Geschäftsführer wird Rolf M. Keller, bis dato Bereichsleiter bei der NürnbergMesse. Beide Fachmessen bleiben weiter eigenständige Marken, behalten ihre Namen und bleiben als Veranstaltungen an ihren jeweiligen Standorten in München und Nürnberg – unter dem gemeinsamen Dach von YONTEX. Damit wird der Freistaat zum Stammtisch für die globale Getränkeindustrie und schafft für seine Messekunden Synergien und einen echten Mehrwert.

Albert Füracker, Bayerischer Staatsminister der Finanzen und für Heimat: „Die Kooperation zwischen der Nürnberger Messe und der Messe München im Bereich der Getränketechnologie festigt Bayerns Führungsrolle in diesem Messesegment weltweit!“

Der Zusammenschluss der Messen drinktec und der BrauBeviale in einer Gesellschaft ist die bislang größte Fusion zweier Messe-Flaggschiffe in Deutschland, die sich inhaltlich ideal ergänzen. Beide Fachmessen können ihr individuelles Wachstum ungehindert fortsetzen, ihre nationale wie internationale Reichweite an Kundenkontakten erhöhen und ihre Ressourcen zum Nutzen ihrer Aussteller und Besucher bündeln. Die Geschäftsführungen der Messe München und NürnbergMesse sind sich bei ihrer gemeinsamen Tochtergesellschaft einig: „Wir nutzen eine für beide Messegesellschaften einmalige Chance, um uns gemeinsam zu positionieren und unsere Kräfte auf dem Weltmarkt zu vereinen – auch wenn wir als zwei benachbarte bayerische Messestandorte auch weiterhin im Wettbewerb zueinander stehen“, so Peter Ottmann, CEO NürnbergMesse Group. „Uns verbindet ein gemeinsames Ziel“, ergänzen die beiden Münchner Messechefs Dr. Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel: „Mit dieser Zusammenlegung sichern wir die Zukunft der drinktec in München und der BrauBeviale in Nürnberg. Denn beide Messen wollen ihre starke Position im wettbewerbsgetriebenen, weltweiten Umfeld bewahren und ausbauen. Gemeinsam können sie jetzt ihre Markenprofile schärfen und den Kunden durch die Synergien Mehrwerte bieten.“ Das Bundeskartellamt hat dieser Kooperation im Bereich Getränketechnologie-Fachmessen bereits zugestimmt.

Gleiche Standorte, gleiche Turnusse, gleiche Ansprechpartner

Mit der BrauBeviale vom 28. bis 30. November 2023 in Nürnberg wird sich die neue Gesellschaft YONTEX zum ersten Mal präsentieren. Beide Veranstaltungen werden weiter an den gewohnten Standorten stattfinden, behalten ihren renommierten Markennamen und die bekannten Ansprechpartner. Auch der jeweilige Turnus bleibt erhalten: Die drinktec findet weiter alle vier Jahre auf dem Messegelände München statt mit dem nächsten Termin 2025 und die BrauBeviale wird auch künftig jährlich im Messezentrum Nürnberg stattfinden – mit Ausnahme der „drinktec-Jahre“. Die drinktec hat neben München noch zwei Standorte in Indien – drink technology India mit jährlicher Messe – und in China mit der CHINA BREW CHINA BEVERAGE, die alle zwei Jahre stattfindet.

Ein 19-köpfiges Team aus erfahrenen drinktec-, BrauBeviale- und neuen Messemenschen sind künftig die Köpfe hinter YONTEX. Neben Geschäftsführer Rolf M. Keller gehören Petra Westphal, bisher Projektleiterin der drinktec und deren Auslandsmessen, als Executive Vice President, Andrea Kalrait als Executive Director BrauBeviale, Markus Kosak als Executive Director drinktec Cluster und Moritz Müller als Executive Director Operations zur Führungsspitze.

Unterstützung für YONTEX von Verbänden und Ausstellern

YONTEX will für seine Aussteller und Besucher einen echten Mehrwert schaffen: Die Reichweite wird für alle Kunden größer, die Wege kürzer und die Geschäftspotenziale signifikanter. Künftig haben Kunden nur noch einen zentralen Ansprechpartner für alle Messethemen der Getränketechnologie – und das unabhängig von den jeweiligen Standorten.

Auch die Verbände unterstützen als ideelle Träger den Zusammenschluss der Fachmessen, um künftig gemeinsam auf dem Weltmarkt der Getränketechnologie aufzutreten. Richard Clemens, Geschäftsführer Fachverband Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen, Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate beim Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA): „Durch das Zusammengehen wird der Standort Bayern als Zentrum für die globale Getränke- und Liquid Food Industrie nicht nur gestärkt, sondern weiter ausgebaut!“ Und Georg Rittmayer, Präsident des Verbandes Private Brauereien Bayern e.V., ergänzt: „Mit diesem Zusammenschluss werden die Weichen für eine zukunftsfähige Entwicklung der beiden bedeutendsten Brau- und und Getränkemessen gestellt. Gemeinsam gestalten wir jetzt die Zukunft der Getränkeindustrie!“ Zustimmung kommt auch von Seiten der Aussteller, Volker Kronseder, Aufsichtsratsvorsitzender Krones AG: „Jetzt kommt endlich zusammen, was zusammengehört. Zwei kompetente Partner, die gemeinsam noch mehr für die Zukunft der Branche erreichen können!“ Dr. Johannes T. Grobe, Geschäftsführer KHS Group: „Herzlichen Glückwunsch! Zwei langjährige Partner auf Augenhöhe werden jetzt gemeinsam mit uns die Welt erobern!“

Brabandere – Red Petrus

Die Brauerei De Brabandere kann auf eine reiche Geschichte zurückblicken, schaut aber ebenso zuversichtlich in die Zukunft. Der Traum, den der Gründer Adolphe De Brabandere Ende des neunzehnten Jahrhunderts hegte, als er den Grundstein für seine Brauerei in Bavikhove legte, ist mit dem heutigen erfolgreichen Unternehmen Wirklichkeit geworden. Brauen war, ist und bleibt in der Brauerei De Brabandere eine Kunst. Betrachten wir die zahlreichen charaktervollen Biere dieser Brauerei als Erbe: hergestellt mit traditioneller Handwerkskunst, authentischen Zutaten und… viel Liebe.

In einem kräftigen und sehr dunklen Rotbraun strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feinporige rosa Schaumkrone ist recht klein und sie löst sich auch schnell auf.

Der Duft reifer Kirschen steigt mir in die Nase. Dabei riecht das Bier nicht so süß wie viele andere Fruchtbiere. Der Kirschduft ist allerdings so intensiv, dass der Duft des Bieres vollständig überdeckt wird.

Der Antrunk ist angenehm trocken und fruchtig. Wie in der Nase stehen die Kirschen auch auf der Zunge im Vordergrund. Dazu kommt eine leichte Säure. Jetzt kann ich auch zum ersten Mal schmecken, dass ich ein Bier trinke, denn dieser Geschmack tritt jetzt leicht in Erscheinung. Im Abgang schmecke ich weiterhin Kirschen; jetzt gesellt sich aber auch ein leichter Marzipangeschmack dazu, was darauf hinweist, dass ganze Kirschen verbraut oder zumindest gesaftet wurden.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Kirschsaft (10 %) Zucker, Hopfen, Aroma

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij de Brabandere
Rijksweg 33
8531 Bavikhove
Belgien
www.brouwerijdebrabandere.be

28. 7. – 29. 7. 2023: Lange Nacht der Brauereien

Was ist besser als ein Tag mit Craft Beer und guter Livemusik? Richtig: zwei Tage. Das hat sich wohl auch die Brauerei Giesinger aus dem gleichnamigen Ortsteil von München gedacht und hat acht Bands und 22 Brauereien aus dem Umland von München, aus Deutschland und Tirol zu einem Festival der Biere eingeladen. Am 28. Juli geht es los.

Die Liste der anwesenden Brauereien klingt wirklich vielversprechend:

  • Batzen Bräu
  • Bierschnauzer
  • Blech Brut
  • Brauhaus Garmisch
  • Brauhaus Germering
  • Brauhaus Nittenau
  • Braumanufaktur Hertl
  • BrewsLi
  • BRLO
  • der Schwarzbrenner
  • die Fermenter
  • Frau Gruber
  • Haderner Bräu
  • Haidbräu
  • Higgins Ale Works
  • Hoppebräu
  • Isarkindl
  • Munich Brew Mafia
  • Testbräu
  • Tilmans
  • Yankee
  • Zappes Broi

Und selbstverständlich gibt es auch was auf die Ohren:

  • DeSchoWieda
  • Briada
  • Jamaram
  • Oansno
  • Hundling
  • Wuidara Pistols
  • uvm.

Der Eintritt kostet zwischen 39 Euro und 55 Euro, je nachdem, ob Sie das Festival nur einen Tag oder beide Tage besuchen möchten, ob Sie an einer der Masterclasses teilnehmen wollen.

Da am Veranstaltungsort keine PKW-Parkplätze zur Verfügung stehen, empfiehlt sich die Anreise mit dem ÖPNV. Mit dem eigenen Auto zu einer solchen Veranstaltung zu fahren, ist vermutlich grundsätzlich wenig sinnvoll.

Die Veranstaltung findet im Werk 2, Detmoldstr. 40, 80935 München statt.

Baisinger – Kellerteufel

Die Baisinger BierManufaktur ist eine inhabergeführte Brauerei in Rottenburg am Necker und gehört der Familie Teufel. Das ist auch der Grund, weshalb die Namen der meisten Biere irgendetwas mit dem Satan im Namen haben. Dies gilt auch für den Kellerteufel, der jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Hell und opalisierend strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feinporige und schneeweiße Schaumkrone ist relativ klein, bleibt aber lange erhalten. Damit gibt es an der Optik nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach Biskuitteig, abgerundet durch einen Hauch Honig und florale Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße sowie eine feinperlige aber kräftige Kohlensäure aus.

Zum Geruch: Ein Mix aus getreidigen und hefigen Aromen. Dazu hat man noch ein wenig Honig. Zitrusnoten runden den Geruch ab. Auf der Zunge gesellt sich zur Süße noch eine leichte fruchtige Säure, die gut mit den Karamellnoten des Biers harmoniert. Bitterstoffe sind nur wenige zu schmecken. Das Mundgefühl ist schlank aber weich. Im Abgang wird das Bier etwas kräftiger und es klingt sehr lange nach.

Wenn ich das Bier mit drei Worten beschreiben sollte, wären das „angenehm, edel, süffig“.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

11° Plato

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

Baisinger BierManufaktur
Ergenzinger Str. 13
72108 Rottenburg a.N./Baisingen
www.baisinger.de