30. 3. 2024: Ourddorfs BierFestival

Nach einer Reihe erfolgreicher Ausgaben des Ouddorp Beer Festivals (OBF) ist diese Veranstaltung zu einem festen Bestandteil der geschäftigen Stadt Goeree-Overflakkee geworden. Fragen Sie einen lokalen Feinschmecker, was Sie in Ouddorp unternehmen können, und die Chancen stehen gut, dass Sie OBF als ein Muss hören. Es ist mit Sicherheit nicht das größte Bierfestival der Niederlande, aber eines der schönsten und exklusivsten.

Das Ouddorp Beer Festival hat seinen Ursprung in der Leidenschaft für Bierspezialitäten. Zwei Freunde, die beide eine Vorliebe für Bierspezialitäten haben, haben eine wunderbare Grundlage für ein lustiges und stimmungsvolles Festival geschaffen. Da in der Umgebung von Goeree-Overflakkee noch kein Bierfest veranstaltet wurde, fiel die Wahl schnell auf den Heimathafen Ouddorp.

Mit einem festen Team von Freiwilligen hat die Organisation die bisherigen Ausgaben des Bierspezialitätenfestivals zu einem großen Erfolg gemacht.

Selbstverständlich besteht ein Bierfest nicht nur aus den besten Bierspezialitäten der anwesenden Brauer. Auch das Foodpairing ist gekommen, um zu bleiben, und Sie können sich auch auf dem Ouddorp Beer Festival kulinarisch verwöhnen lassen.

Maisel’s Weisse – Alkoholfrei

Die obere Hälfte des Etiketts der Flasche ziert das Logo von Maisel's Weisse. Auffällig ist, dass das Wort Alkoholfrei größer gedruckt wurde als der Bierstil Hefe-Weissbier.Maisel’s Weisse Alkoholfrei wurde in den vergangenen Jahren wiederholt beim „European Beer Star“ mit Höchstplatzierungen ausgezeichnet. So ging 2022 und 2023 jeweils die Goldmedaille in der Kategorie „Non-Alcoholic Hefeweizen“ nach Bayreuth. Bei den „World Beer Awards“ erlangte das alkoholfreie Weißbier 2019 den Weltmeistertitel und ging als „World’s Best Wheat Beer Alcohol Free“ aus dem Wettbewerb hervor, bei dem es 2022 ebenfalls mit Silber prämiert wurde. 2023 erreichte Maisel’s Weisse Alkoholfrei 93 Punkte bei der „Finest Beer Selection“ und trug damit zur Sonderauszeichnung „Brauerei des Jahres national“ für die Brauerei Gebr. Maisel bei. Vermutlich kann ich also bei dieser Verkostung nicht enttäuscht werden. Das Bier wurde mir für die Verkostung durch die Brauerei zugeschickt.

Bernsteinfarben und mit kräftiger Hefetrübung fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine voluminöse feste weiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Ein so schöner Schaum ist bei einem alkoholfreien Bier nicht selbstverständlich.

Das Bier duftet nach Biskuitteig, Banane und Kandis, abgerundet durch den Duft nach Gewürznelken.

Der Antrunk ist wie erwartet recht süß, dabei aber auch spritzig. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten, wo sich aber auch eine angenehme Fruchtigkeit dazugesellt. Ebenfalls kann ich jetzt eine sehr leichte Säure schmecken. Bitterstoffe kann ich nur sehr wenig feststellen, was aber auch stiltypisch ist. Das Mundgefühl ist schlank. In der Kehle ist das Bier mild, auch wenn jetzt die Bitterstoffe etwas deutlicher zu schmecken sind und sie konkurrieren mit der Fruchtigkeit, die lange nachklingt.

Maisel’s Weisse Alkoholfrei ist angenehm süffig und zeichnet sich durch einen frischen Geschmack aus. Mindestens als erstes Bier ist es ein hervorragender Dustlöscher.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

< 0,5% Vol.

Stammwürze:

7,65° Plato

Bittereinheiten:

10 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

7° – 10° Celsius

Brauerei:

Brauerei Gebr. Maisel GmbH & Co. KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maisel.com

22. 3. – 23. 3. 2024: Let it Beer

Das Let it Beer ist ein schöner Anlass für Genussmenschen, welche eine vielfältige Bierkultur der Schweiz entdecken möchten. Für die Freundinnen und Freunde der mit viel Liebe gebrauten Bierspezialitäten öffnen die heimischen Brauereien – zusammen mit spannenden Gästen aus der gesamten Schweiz und einigen Spezialgästen aus dem Ausland – die Schleusen an ihren Zapfhähnen! Die Veranstalter zelebrieren die Bierkultur in einem originellen und unterhaltsamen Rahmen. Egal ob traditionelle Kreationen oder experimentelle Craft-Biere, am Let it Beer gibt es viel Bewährtes, aber auch viel Neues zu entdecken. Es spielt keine Rolle, ob die Biere in Kleinstmengen zu Hause in der Küche oder in einer professionellen Anlage gebraut werden. Am Let it Beer steht die Liebe zur Braukunst im Vordergrund. Prost!

Für feste Nahrung sorgen zahlreiche Foodtrucks, welche ihre leckeren, zum Bier passenden Spezialitäten frisch zubereiten. Zudem gilt: Das Ohr trinkt mit! Das mit Herzblut zusammengestellte DJ Team wird uns mit non-stop Hits in angenehmer Lautstärke beschallen.

Let it Beer hat alle Zutaten, die einen Hit ausmachen!

Die angemeldeten Brauereien und Food Trucks finden Sie unter www.letitbeer.ch.

Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 22.03.2024, und 17:00 Uhr und am Samstag, 23.03.2024, um 14:00 Uhr.

Inne Beczki – Black Sands

Das in Schwarz gehaltene Etikett zeigt eine Kaffeebohne sowie verschiedene Muscheln.Dieses Bier werden Sie niemals selbst trinken. Weshalb, verrät die Brauerei: „Black IPA DDH, 14°Blg Pop Up ist unsere experimentelle Serie. Wir brauen jedes Bier dieser Serie nur einmal. Dunkel in der Farbe, geröstet, mit leichten Kaffeenoten und der doppelten Menge an amerikanischem Hopfen! Siehe Black Sands – ein doppelt zitrusartiges schwarzes IPA!“ Lohnt es sich trotzdem, dieses Bier zu beschreiben? Ich glaube schon, lässt doch die Beschreibung auf die Qualität der Biere von Inne Beczki schließen, um zu der Entscheidung zu kommen, ob es sich lohnt, später erscheinende Biere dieser Brauerei zu kaufen.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine cremige haselnussbraune Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Düfte nach Kaffee und gerösteten Nüssen steigen mir in die Nase. Eine leichte Fruchtigkeit mit dem Geschmack nach Orange unterlegt diesen Geschmack, dazu kommt noch eine leichte Rauchnote. Auch wenn diese Aromen in der Beschreibung nicht zusammenzupassen scheinen, ergeben sie doch gemeinsam ein harmonisches Gesamtbild, das richtig Lust auf den ersten Schluck macht.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße sowie durch die sehr feinperlende Kohlensäure durch eine angenehme Spritzigkeit aus. Auf der Zunge schmecke ich Kaffee mit einer angenehmen freundlichen Bittere, dazu Zitrusfrüchte. Das Mundgefühl ist leicht cremig.Im Abgang wird das Bier noch trockener und die Bittere klingt in der Kehle sehr lange nach. Dort schmecke ich auch erstmals die Rauchnoten, die ich bereits in der Nase festgestellt hatte.

Das Bier hat einen sehr intensiven Geschmack, ist aber trotzdem einfach zu trinken.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Brauerei:

Inne Beczki SA
Bielawska 36C/131
05-520 Konstancin-Jeziorna
www.innebeczki.pl

Anmeldungen für die 6. Österreichische Meisterschaft der Biersommeliers ab sofort möglich

Im Bierland Österreich ist die Dichte der anerkannten Bierprofis weltweit am höchsten – und die Tendenz ist weiter steigend. Nun gilt es wieder die Besten unter Österreichs Sommelièren und Sommeliers für Bier zu ermitteln. Die 6. Österreichische Biersommelier-Staatsmeisterschaft findet am 31. Mai 2024 in Linz unter der Patronanz des Verbands der Brauereien Österreichs statt.

Die heimischen Brauereien rufen alle Sommelièren und Sommeliers für Bier mit österreichischer Staatsangehörigkeit bzw. österreichischem Hauptwohnsitz zur Teilnahme an der 6. Österreichischen Biersommelier-Staatsmeisterschaft auf. Im Rahmen des bierigen Wettkampfes in mehreren Modulen und dem öffentlichen Finale vor einer hochkarätig besetzten Jury und bieraffinem Publikum im Rahmen der ABC Austrian Beer Challenge, organisiert von Doemens e.V. mit ideeller Unterstützung des Verbands der Diplom Biersommeliers, sollen nicht nur die Besten des Landes, sondern auch die Fixstarter für Österreich bei der Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier 2025 ermittelt werden.

Amtierender Biersommelier-Staatsmeister ist Felix Schiffner (2021), seines Zeichens auch aktueller Biersommelier-Vizeweltmeister (2022) und Sohn von Karl Schiffner, dem ersten Biersommelier-Weltmeister überhaupt (2009).

Die Teilnehmerzahl an der 6. Biersommelier-Staatsmeisterschaft ist begrenzt. Anmeldungen werden daher in der Reihenfolge ihres Eintreffens berücksichtigt.

Die Ausschreibungsdetails finden Sie bitte auf www.bierland-oesterreich.at.

Österreichs Brauereien freuen sich auf einen bierigen Wettstreit auf höchstem Niveau, vor allem aber auf ein Festival heimischer und internationaler Biervielfalt.

Brauhaus Goslar- Gose Dunkel

Das braune Etikett zeigt als Logo einen Vogel, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob es einen Hahn oder eine Pute darstellen soll.Aus Goslar stammt das Bier, das jetzt vor mir steht. Es handelt sich um eine Gose, einen Bierstil, der ursprünglich aus dem südlichen Niedersachsen stammt. So liegt das Brauhaus auch in unmittelbarer Nähe zum Flüsschen Gose, das nicht nur dem Bier, sondern auch der Stadt Goslar seinen Namen verlieh. Die Gose lässt sich ohne Übertreibung als das Harzer Urbier bezeichnen und das Brauhaus Goslar hält diese Tradition hoch.

Kupferfarben und hefetrüb fließt das Bier ins Glas. Die elfenbeinfarbene Schaumkrone ist zwar klein, bleibt aber sehr lange erhalten.

Röststoffe bestimmen das Aroma der dunklen Gose. Ich rieche Pumpernickel, zusammen mit einer leichten fruchtigen sauren Note, aber auch Kandis und Koriander.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße aus. Auch wenn die Karbonisierung recht knapp ausfällt, macht das Bier von Anfang an einen ausgewogenen Eindruck. Auf der Zunge kommt der Geschmack nach Schokolade in den Vordergrund, der vom dunklen Malz stammt. Säure und Fruchtigkeit sind geringer als ich es aufgrund des Aromas erwartet hätte. Auch das zugesetzte Salz kommt zum Vorschein, auch wenn ich es eher ahne als schmecke. Dazu kommt das für ein dunkles Bier ungewöhnlich schlanke Mundgefühl, das für eine ungeheure Süffigkeit sorgt. In der Kehle wird die Säure etwas kräftiger und sie klingt zusammen mit dem Geschmack des Korianders lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsener, Kara Dunkel, Röstmalz), Weizenmalz, Hopfen (Hallertauer Perle, Saphir), Hefe, Salz, Koriander

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Bittereinheiten:

25 IBU

Stammwürze:

11,5° Plato

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Brauhaus Goslar
Inh. Odin Paul e. K.
Marktkirchhof 2
38640 Goslar
www.brauhaus-goslar.de

Beim Biergenuss ist nicht nur das Bier wichtig, sondern auch das richtige Bierglas

Heute erreichte mich eine Pressemitteilung der Bauunion Österreich, die ich Ihnen nicht vorenthalten will, sondern ich veröffentliche sie hier mit einigen eigenen Bemerkungen am Ende.

Mehr als jedem zweiten Österreicher (56 %) ist die Art des Glases, aus dem man Bier trinkt, laut Studie zum aktuellen Bierkulturbericht (https://www.brauunion.at/bierkultur/) sehr oder eher wichtig, den regelmäßigen Bierkonsumenten (63 %) und der Generation 60 + (69 %) sogar noch mehr. Zuhause hat fast die Hälfte der österreichischen Bevölkerung (44 %) spezielle Biergläser, aus eigenen Tonkrügen trinken 8 %, aus Gläsern mit dem Firmenzeichen einer Biermarke 5 %. Gläser, die auch für Wasser oder Saft verwendet werden, nehmen 10 % der Österreicher. Ein Fünftel (22 %) trinkt hingegen direkt aus der Flasche oder Dose.

Jedem Bier sein Glas

Ein schön eingeschenktes Glas spricht aber nicht nur das Auge an, sondern hat vor allem geschmackliche Gründe. Grundsätzlich gibt es, abgesehen vom Verkostungsglas, für verschiedene Biersorten das jeweils passende Glas. Denn die jeweilige Form des Bierglases hat entscheidende Auswirkung darauf, wie wir die verschiedenen Biersorten geschmacklich wahrnehmen.

„Um ein optimales Geschmackserlebnis beim Biergenuss zu haben, gilt es, dies zu beachten und das passende Glas auszuwählen. Ist die Glasöffnung oben schlank, trifft das Bier im Mund weiter hinten auf der Zunge auf, wodurch die pilstypische (Hopfen-)Bittere des Bieres besonders wahrgenommen wird. Die sich nach oben erweiternde, bauchige Form des Weißbierglases ermöglicht die intensive Entfaltung der typisch bananenartigen Aromen. Das Bier trifft aufgrund der breiten Öffnung weiter vorne im Mund auf die gesamte Zunge und sorgt für ein vollmundiges Geschmackserlebnis“, erklärt Andreas Urban, Braumeister der Brauerei Schwechat.

Wem bei diesen Beschreibungen das Wasser im Mund zusammenläuft, dem seien Bierverkostungen in der Gastronomie oder in Brauereien empfohlen, wo dieses Wissen ebenso vermittelt wird wie bei Biersommelier-Schulungen. Wie wichtig den Österreichern das Wissen rund um den Gerstensaft ist, zeigt die hohe Dichte an Biersommeliers im Land: mit rund 3.400 (Jung-) Biersommeliers hat Österreich weltweit die meisten Fachleute für Biergenuss.

Gezapfte Bierkultur

In der Gastronomie ist dieses Fachwissen, die gelebte Bierkultur, gewünscht und wird vielfach erwartet. Bier im passenden Glas zu servieren ist für rund ein Drittel der Österreicher (36 %) laut Studie im aktuellen Bierkulturbericht ein wichtiges Kriterium für Bierkonsum außer Haus. Ein Fünftel (21 %) legt explizit Wert auf persönliche und kompetente Beratung. Weitere wichtige Kriterien sind unter anderem: eine saubere Zapfanlage (72 %), kein Alkoholausschank an Personen unter dem gesetzlichen Mindestalter (63 %), die perfekte Temperatur (61 %) und das perfekte Zapfen des Bieres (51 %).

Soweit die Pressemitteilung der Brauunion Österreich. Tatsächlich können Sie den Einfluss unterschiedlicher Gläser auf Aroma und Geschmack des Bieres auch auf einfache Weise zu Hause testen. Kaufen Sie sich im Getränkemarkt Ihres Vertrauens ein gutes aromatisches Bier und gießen Sie es in unterschiedliche Gläser. Als Bier eignet sich ein Weizenbock gut, aber auch andere aromatische Biere sind für diesen Test geeignet. Als Gläser können Sie beispielsweise ein Rotweinglas, einen Willibecher, ein Weißweinglas und ein Wasserglas verwenden. Achten Sie darauf, dass beim Rotweinglas (oder einem anderen bauchigen Glas) das Bier bis zur breitesten Stelle steht, so dass es eine möglichst große Oberfläche hat. Wenn Sie jetzt die Aromen aus den verschiedenen Gläsern vergleichen, werden Sie bereits Unterschiede feststellen. Warten Sie auch einmal einige Minuten und wiederholen Sie den Versuch. Durch den Kontakt des Bieres mit der Luft und der steigenden Temperatur entwickeln sich die Aromen. Bei vielen Bieren verbessern die Aromen sich, bei anderen aber auch nicht. Auf diese Weise finden Sie die optimale Genusstemperatur heraus. Viel Spaß bei diesem Versuch.

Hinweis: das Bild am Anfang dieses Artikels wurde mir von der Brauunion Österreich zur Verfügung gestellt.

Ulmer Gold Ochsen – Kellerbier Dunkel

Das Etikett ist im typischen Stil der Brauerei mit dem goldenen Ochsen gestaltet.Über die im Jahr 1597 in Ulm gegründete Brauerei Gold Ochsen habe ich schon mehrfach etwas geschrieben, so dass ich jetzt direkt zum Bier kommen kann.

Dunkelbraun mit einer leichten Hefetrübung und einer relativ kleinen haselnussbraunen Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Der Schaum fällt aber nur langsam in sich zusammen, so dass die Optik des dunklen Kellerbiers ansprechend ist.

Das Aroma zeichnet sich durch angenehme Röstaromen aus, gemeinsam mit dem Duft nach Pumpernickel und Trockenfrüchten. Der Duft ist hervorragend komponiert und lässt sich mit dem Wort „edel“ zusammenfassen.

Aufgrund des Aromas hätte ich einen recht süßen Antrunk erwartet. Tatsächlich ist die Süße aber recht zurückhaltend, ohne dass das Bier trocken wirkt. Zusammen mit der sehr feinperligen Kohlensäure ist der erste Eindruck im Mund sehr ansprechend. Auf der Zunge kommt eine freundliche Bittere zum Vorschein, begleitet mit einigen rauchigen Noten aus dem Hintergrund. Das Mundgefühl ist angenehm weich. Damit ist das Bier wunderbar süffig. Der Abgang zeichnet sich durch ein leichtes Bitter mit überraschend langem Nachklang aus.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen (Tettnanger), Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Bittereinheiten:

13 IBU

Farbe:

28 EBC

Brauerei:

Brauerei Gold Ochsen GmbH
Veitsbrunnenweg 3-8
89073 Ulm
www.goldochsen.de

BierSelect

2. 3. 2024: Kollumer Bierproeffestival

Auf dem hier abgebildeten Plakat sind alle wichtigen Informationen vermerkt. Ich führe sie aber auch in diesem Artikel auf.Am 23. März 2024 von 15:00 Uhr bis 22:00 Uhr findet in Kollumum das allererste Kollummer Beer Tasting Festival statt. Sind Sie ein Liebhaber von Craft Beer? Dann dürfen Sie dieses Festival nicht verpassen! Lokale und internationale Brauer präsentieren ihre speziellsten Biere, so dass es für echte Bierkenner viel zu probieren und zu genießen gibt. Entdecken Sie die vielfältigen Geschmacksrichtungen und lassen Sie sich von den handwerklichen Braukünsten überraschen.

Um die Party abzurunden, gibt es stimmungsvolle Food Trucks, in denen Sie kulinarische Köstlichkeiten und Live-Musik probieren können, die die Festivalstimmung unterstreicht. Lassen Sie sich diesen Scoop nicht entgehen und kaufen Sie jetzt Ihre Tickets für einen Tag voller Bierabenteuer in der wunderschönen Umgebung von Kollum!

Wann?

23. März 2024, 15:00 Uhr – 22:00 Uhr

Wo?

Theater De Colle
Gerrit Bleekerstraat 3
Kollum
Niederlande

Nikl-Bräu – Weiße Eule

Das Etikett ist größtenteils in den bayrischen Farben weiß und blau gehalten und zeigt als einziges Schmuckelement eine kleine Eule.Inhaber von Nikl Bräu ist Mike Schmitt, ein ambitionierter, heimatverbundener, bodenständiger Brauer. Gemeinsam mit seiner Frau, seiner Mutter und seiner Schwiegermutter rockt er nicht nur seine Brauerei, sondern auch die dazu gehörende Gaststätte, die auch für eine gute fränkische Küche bekannt ist.

Bleibt nur noch zu klären, woher der Name Nikl-Bräu stammt. Er geht auf die Ahnen von Mikes Frau Alexandra zurück. Ihr Urgroßvater wurde in Pretzfeld nur der Nikl-Hans genannt, sein Vater wiederum war für alle der Nikl-Karl. Der erste Nikl der Reihe und letztendlich Namensgeber war der Großvater von Alexandras Uropa: Dieser hieß Nikolaus mit Vornamen und war der erste Nikl, an den dann die Namen seiner Söhne und Enkel angeschlossen wurden.

Mich verwundern etwas die Angaben auf dem Rückenetikett. In der Zutatenliste ist von untergäriger Hefe die Rede, ein Satz später schreiben die Brauer aber von einem „obergärigen Hefeweizen“. Eine Anfrage, was denn wohl richtig ist, ließ die Brauerei leider unbeantwortet. Da Weizenbier grundsätzlich obergärig gebraut wird, vermute ich, dass die Angabe in der Zutatenliste fehlerhaft ist. Kein Problem, so ein Flüchtigkeitsfehler (ich vermute, dass es einer ist) kann jedem passieren. Kommen wir also zur Verkostung der Weißen Eule

Orangefarben und mit leichter Hefetrübung fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine feste schneeweiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Die Optik dieses Bieres ist schon toll.

Das Bier duftet nach Biskuit und Banane, nach Gras und Hefe. Abgerundet wird das Aroma durch einen Hauch weißen Pfeffers, gepaart mit einer leichten Fruchtigkeit, die an Orangenschalen erinnert. Da bekomme ich richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße aus. Die dazu passende Karbonisierung sorgt für die Spritzigkeit. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten, dazu kommt ein leichter Teiggeschmack, der wirklich angenehm ist. Auch die anderen Aromen, die ich bereits in der Nase festgestellt habe, spiegeln sich auf der Zunge wider. Gemeinsam sorgen sie für das volle und runde Mundgefühl. In der Kehle ist das Bier zunächst stiltypisch mild und langsam bildet sich eine leichte Bittere mit überraschend langem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Tettnang, Tettnanger), Brauhefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Brauerei Nikl
Inhaber Mike Schmitt
Egloffsteiner Straße 19
91362 Pretzfeld
www.brauerei-nikl.de