24. 3. 2024: Bierkadefestival

Am Sonntag, den 24. März 2024 ist es Zeit für das Bierkadenfest in Veghel. Sind Sie ein echter Bierliebhaber? Dann ist dieses Festival ein wahres Erlebnis. Probieren Sie mehr als 100 Craft-Biere von regionalen, nationalen und ausländischen Brauereien, darunter exklusive Biere, die Sie nirgendwo anders finden werden.

Genießen Sie ein abwechslungsreiches Programm mit Live-Musik, leckeren Bierhäppchen und gemütlicher Atmosphäre. Entdecken Sie neue Biere, sprechen Sie mit Brauern und genießen Sie einen wunderbaren Tag in Veghel. Der Eintritt kostet € 17,50.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bierkadefestival.nl.

Carlsberg Polska – Harnaś

Das Etikett zeigt einen historischen polnischen Soldaten mit seiner typischen Kopfbedeckung.Die Biere von Carlsberg Polska sind von sehr unterschiedlicher Qualität – von 08/15 über interessant und überraschend bis zu einem hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnis ist alles vertreten. Von meiner letzten Reise nach Polen habe ich mir das Harnaś mitgebracht, das seit mehr als 15 Jahren auf dem polnischen Markt vertreten ist. Irgendwann hat Carlsberg beschlossen, nicht nur das Etikett zu aktualisieren, sondern auch den Geschmack dieses Bieres zu verbessern. Jetzt will ich feststellen, was bei dieser Änderung herausgekommen ist.

Intensiv goldfarben, glanzfein und mit einer kleinen schneeweißen Schaumkrone, die sich auch sehr schnell auflöst.

Das Bier duftet nach hellem Malz, begleitet von fruchtigen Noten, die an Äpfel erinnern. Damit hat das Aroma einige Ähnlichkeit mit dem von Cidre.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge präsentiert sich das Bier fruchtig-frisch mit einem schlanken Mundgefühl. Erst in der Kehle kann ich eine Bittere feststellen. Leider ist sie recht kratzig und sie klingt nur kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Gerste, Zucker, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Carlsberg Polska Sp. Z.o.o.
ul. Krakowiaków 34
02-255 Warschau
Polen
www.piwoharnas.pl

Mit der Einbecker Brauerei auf dem Lastenrad nach Lübeck

Für diesen Sommer hat sich die Brauerei in Einbeck eine besondere Aktion einfallen lassen. Von Einbeck nach Lübeck fährt ein Treck, bestehend aus Lastenrädern. Und Nein, keine Panik, das machen die Einbecker nicht auf einen Rutsch. Auf dieser 370 Kilometer langen Tour macht der Treck in sieben (ehemaligen) Hansestädten Station – jeden Tag in einer anderen Stadt. Hier die einzelnen Etappen:

Einbeck

Hier geht es selbstverständlich los, genauer gesagt am 28. Juni um 13:00 Uhr

Alfeld

Hier endet die erste Etappe, selbstverständlich auf bereits am 28. Juni. Mit dem Weltkulturerbe Fagus-Werk ist Alfeld ein Geheimtipp, der einen Besuch wert ist. Auch das Umland hat viel zu bieten, auch wenn im Rahmen des Hanse-Biertrecks dafür nicht allzu viel Zeit bleiben dürfte. Aber auch unabhängig von diesem Event ist die Kleinstadt im Landkreis Hildesheim einen Besuch wert.

Hildesheim

Die zweite Etappe am 29. Juni endet in Hildesheim. Dass meine Heimatstadt einmal Hansestadt war, habe ich bislang nicht gewusst. Aber gut, darum geht es hier ja nicht, sondern um den Hanse- Biertreck. Leider verrät die Brauerei nicht, was für den Besuch in Hildesheim geplant ist, so dass wir hier auf Spekulationen angewiesen sind. Partner des Besuchs in Hildesheim sind der ADFC (also der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club) sowie einige Kulturschaffende. Da auf der Hildesheim-Seite des Webauftritts des Biertrecks mehrfach das Knochenhauer Amtshaus abgebildet ist (wo – wenig überraschend – Einbecker Bier ausgeschenkt wird), wird der Treck an diesem Tag vermutlich auf dem Hildesheimer Rathausmarkt enden. Ich vermute mal, dass es dort auch etwas Programm geben wird, denn weshalb sonst sollten die Kulturschaffenden mit an Bord sein? Und falls es kein Programm gibt, ist das KA7, das Restaurant im Knochenhauer Amtshaus, allein wegen der Architektur einen Besuch wert. Ich gehe davon aus, dass die Brauerei die Website noch ergänzen wird, denn bislang ist die Hildesheim-Seite des Webauftritts des Trecks noch unfertig. Teilweise stehen dort noch Texte zu Alfeld als Platzhalter.

Hannover

Die dritte Etappe endet am 30. Juni in der Landeshauptstadt Hannover. Zu diesem Etappenziel hat das Organisationsteam leider noch überhaupt nichts veröffentlicht. Auf der Übersichtsseite des Biertrecks ist lediglich das Hannöversche Rathaus abgebildet. Ein kleiner Tipp nur für den Fall, dass die Tagesetappe am Rathaus endet (auch wenn er der Einbecker Brauerei wohl nicht so sehr gefallen wird): Gehen Sie doch einfach mal schräg nach rechts über die Straße zur Hausbrauerei Meiers Lebenslust. Die Biere dort sind einen Besuch wert.

Sobald ich weitere Informationen über den Stopp in Hannover habe, werde ich diesen Artikel ergänzen. Das gilt auch für die anderen Etappenziele.

Celle

Etappenziel Nummer vier ist Celle am Südhang der Lüneburger Heide. Zu dieser Stadt muss ich nicht viel schreiben, die etwa 500 liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser sprechen für sich. Auch hier sind mir keine Informationen zu einem Programm am Etappenziel bekannt.

Uelzen

Langsam nähern wir uns dem fünften Etappenziel, Uelzen. Über diese Kleinstadt in wirklich schöner Umgebung lässt sich nicht viel sagen. Nur so viel: das schönste an Uelzen ist der Bahnhof. Nein, jetzt kommt nicht der alte Kalauer, dass das der Ort ist, von dem aus man am schnellsten aus Uelzen wegkommt. Nein. Den Bahnhof in Uelzen hat Friedensreich Hundertwasser gestaltet und er ist wirklich sehenswert – innen wie außen. Und die Uelzener sind stolz auf ihren Bahnhof. Als ich ihn vor einigen Jahren zusammen mit meiner Frau besichtigt habe, erhielten wir eine kostenlose Privatführung durch die Toiletten. Ganz ehrlich: es sind die schönsten Toiletten, die ich in meinem Leben gesehen habe.

Lüneburg

Die alte Hansestadt Lüneburg ist das sechste Etappenziel. Sie besticht nicht nur durch die Fachwerkhäuser, die vom vergangenen Glanz der Stadt zeugen, die durch den Handel mit Salz reich geworden ist. Sie hat auch ein eigenes Brauereimuseum, das in den Räumen der im Jahr 1481 gegründeten Kronenbrauerei beheimatet ist. Informationen für diesen Stopp hat die Einbecker Brauerei aber noch nicht veröffentlicht.

Ratzeburg

Vorletztes Ziel des Hanse-Biertrecks ist Ratzeburg. Die ehemalige Grenzstadt zur DDR liegt nur 20 Kilometer von Lübeck entfernt, dem Ziel des Biertrecks. Dort macht der Treck am 6. Juli Station. Mehr Infos gibt es zu dieser Station noch nicht.

Lübeck

Auch für die letzte Station des Biertrecks hat die Einbecker Brauerei noch keine Informationen veröffentlicht. Aber unabhängig davon, was die Brauerei dort plant, lohnt es sich auf jeden Fall, einen oder zwei Tage länger dort zu bleiben, um sich die Altstadt anzusehen, sich im Café des Marzipanspeichers die hervorragenden Torten schmecken zu lassen und zum Abendessen in die Schiffergesellschaft zu gehen, eine wirklich sehenswerte Gaststätte, die im 15. Jahrhundert gegründet wurde und die bis heute eine wirklich gute Küche bietet.

So weit die einzelnen Stationen des Hanse-Biertrecks. Wenn ich weitere Informationen über den Treck erhalten, werde ich diesen Artikel aktualisieren. Sollten Sie jetzt Lust bekommen haben, auf dem Hanse-Biertreck mitzufahren, finden Sie hier ein Onlineformular für die Anmeldung. Und keine Angst – Sie müssen nicht die gesamten 370 Kilometer mitfahren; eine Anmeldung ist auch für einzelne Etappen möglich. Außerdem können Sie selbstverständlich mit Ihrem Fahrrad oder E-Bike mitfahren, wenn Sie kein Lastenrad haben.

Für jetzt bleibt nur noch ein Rätsel zu lösen: Auf dem Plakat am Anfang dieses Artikels steht etwas von 100 % Hansebock. Ob es zur Feier dieser Aktion einen Sondersud des Einbecker Bockbiers gibt? Ich bin gespannt.

Brauhaus Goslar – Gose Hell

Das Etikett zeigt als Schmuckelemente den Truthahn der Brauerei sowie drei Hopfendolden.Das Brauhaus Goslar hat sich zur Aufgabe gesetzt, die traditionelle Gose wieder aufleben zu lassen. Die Goslarer Brauerei bietet die Gose in zwei Varianten an: Einmal als helle Gose und auch eine dunkle Variante. Jetzt steht die helle Version der Bierspezialität aus dem Harz vor mir.

Golden und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige schneeweiße Schaumkrone ist recht klein, bleibt aber lange erhalten. Damit macht die helle Gose optisch eine gute Figur.

Das Bier duftet würzig nach dem zugesetzten Koriander und nach hellem Malz.

Der Antrunk ist spritzig mit reichlich kräftiger Kohlensäure. Auf der Zunge kommen die würzigen und malzigen Aromen, die ich bereits in der Nase festgestellt habe, in den Vordergrund. Begleitet werden sie von einer leichten Zitrusfrische sowie der Würzigkeit des Salzes, die ich allerdings nur deshalb identifizieren kann, weil ich die Zutatenliste gelesen habe. Bittere ist nur wenig zu schmecken und das Mundgefühl ist angenehm weich. In der Kehle wird das Bier trockener und die Bittere wird etwas kräftiger. Sie klingt auch lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz, Münchener Malz), Weizenmalz, Aromahopfen (Hallertauer Perle, Saphir), Hefe, Salz, Koriander

Alkoholgehalt:

4,7% Vol.

Stammwürze:

11,4° Plato

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

Brauhaus Goslar
Marktkirchhof 2
38640 Goslar
www.brauhaus-goslar.de

Schluss mit den bierigen Klischees

Der Weltfrauentag, der jährlich am 8. März begangen wird, ist Anlass, Ungleichheiten aufzuzeigen, und für Geschlechtergerechtigkeit einzutreten. Heuer soll unter dem Motto #InspireInclusion vor allem auch auf soziale, wirtschaftliche, kulturelle und politische Leistungen von Frauen aufmerksam gemacht werden. Abseits von – unbestritten wichtigen – politischen Forderungen auf unterschiedlichen Ebenen sind es auch kleine gedankliche Hürden, Stereotypen und Klischees, die sich hartnäckig halten, aber leicht aufgebrochen werden können – so auch beim Bier, wie Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & ESG Sustainability bei der Brau Union Österreich, erzählt: „Bier war traditionell weltweit in Frauenhand – das Brauen ein ursprünglich weibliches Handwerk. Das Bierkränzchen war sogar ein Vorläufer des Kaffeekränzchens. Und auch heute zeigen uns die Zahlen aus dem aktuellsten Bierkulturbericht: Der bierige Unterschied zwischen Männern und Frauen ist kleiner, als viele annehmen.“

Bierkultur im Fokus

So sehen etwa sowohl Männer als auch Frauen den Stellenwert von Bier für die österreichische Getränkekultur auf sehr hohem Niveau – 89 Prozent der Männer äußern sich hier positiv, im Vergleich zu 86 Prozent der Österreicherinnen. Der Unterschied wurde im Vergleich zum Vorjahr (Männer: 89%, Frauen: 83%) noch kleiner bzw. angesichts der statistischen Schwankungsbreite vernachlässigbar. Auch punkto Konsum- und Kaufverhalten zeigt sich hier eine Annäherung.

Wenn man sich ansieht, auf welche einzelne Aspekte der Bierkultur Wert gelegt wird, zeigt sich auch ein eher homogenes Bild: So ist es etwa für 59 Prozent der Männer wichtig, aus welchem Glas sie ihr Bier trinken, während es 53 Prozent der Damen relevant finden. 46 Prozent der Männer und 41 Prozent der Frauen verwenden für den Bierkonsum zu Hause spezielle Biergläser, in der Gastronomie wollen jeweils rund 50 Prozent (53% der Männer und 48% der Frauen), dass verschiedene Biere in unterschiedlichen Gläsern serviert werden.

Wenn es um die Kriterien des Bierkonsums in der Gastronomie geht, sind Frauen und Männer ähnlich anspruchsvoll: Schankhygiene bzw. eine zaubere Zapfanlage erachten 73 Prozent der Damen als unabdingbar in der Gastronomie, bei den Männern geben dies 70 Prozent an. Die perfekte Temperatur des Bieres erwarten 63 Prozent der Männer und 59 Prozent der Damen, ein perfektes, schön gezapftes Bier wollen 54 Prozent der Männer und 49 Prozent der Damen. Wenn Frauen Bier trinken, greifen sie übrigens am häufigsten zu Märzen (45%), Zwickl (32%), Pils (31%) und Weizenbier (30%).

All diese Zahlen gehen aus dem aktuellen Bierkulturbericht hervor, wofür die Brau Union Österreich jährlich beim Market Marktforschungsinstitut eine repräsentative Studie in Auftrag gibt, um aktuellen Entwicklungen und Trends in der österreichischen Bierkultur auf den Grund zu gehen – online abzurufen unter: Bierkultur – Brauunion Österreich.

100 Watt – Non de Jus! Tripel

Das Etikett zeigt die brauereitypische stilisierte Glühbirne sowie den Bierstil und den Namen des Bieres.100 Watt ist ein Brauereiunternehmen, das sich auf die Herstellung einzigartiger und geschmackvoller Biere spezialisiert hat. Das aus den Niederlanden stammende Unternehmen ist für seinen innovativen Ansatz beim Brauen bekannt, der sich auf Experimente und das Überschreiten von Grenzen konzentriert. Die Spezialität von 100 Watt ist die Kreation von Bieren mit kräftigem und intensivem Geschmack, wobei oft ungewöhnliche Zutaten und Brautechniken zum Einsatz kommen. Die Leidenschaft des Unternehmens besteht darin, seinen Kunden unvergessliche Geschmackserlebnisse zu bieten. Das Engagement des Unternehmens für Qualität und Kreativität hat ihm Anerkennung in der Craft Beer Community eingebracht.

100 Watt Non De Jus! Tripel ist ein Bier, das in den Niederlanden aus Frühstücksgetreide gebraut wird. Anschließend wird es mit Kamille, Paradieskörnern und schließlich Zitronenschalen angereichert. Sie kennen Paradieskörner nicht? So ging es mir auch und daher habe ich mal danach gesucht. Wikipedia beschreibt Paradieskörner als „eine Pflanzenart, die zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen gehört. Sie ist in Westafrika beheimatet und wird in vielen Gebieten Afrikas kultiviert. Paradieskörner, auch Guineapfeffer oder Meleguetapfeffer genannt, sind die getrockneten Samen, die als Gewürz verwendet werden.“ Alles klar? Dann können wir uns ja dem Bier zuwenden.

Orangefarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die gemischtporige weiße Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. Optisch macht auch dieses Bier aus Eindhoven eine richtig gute Figur.

Das Aroma ist leicht und würzig. Ich rieche Karamell und die typisch belgische Hefe. Abgerundet wird das Aroma durch einige würzige Noten des Pfeffers, dazu von der Zitronenschale.

Der Antrunk ist relativ süß und er zeichnet sich durch eine sehr feinperlende Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommt es dann zu einer wahren Geschmacksexplosion. Karamell und Hefe stehen im Mittelpunkt. Aber auch eine angenehme Zitrusfrische kommt gemeinsam mit der leichten Schärfe der Paradieskörner zum Tragen. Jetzt meine ich auch die Kamille zu schmecken, die ich in der Nase nicht feststellen konnte. Dazu wärmt der Alkohol. Zusammen entsteht ein weiches und dabei schweres Mundgefühl. In der Kehle kann ich abschließend noch eine leichte Bittere mit durchschnittlich langem Nachklang feststellen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Münchner), Gerstenflocken, Weizenflocken, Haferflocken, Hopfen (Endeavour, Challenger, Nelson Sauvin) Kamille, Paradieskörner, getrocknete Zitronenschale, Hefe

Alkoholgehalt:

8,8 % Vol.

Bittereinheiten:

29 IBU

Farbe:

10 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

100 Watt Brewery BV
Bleekweg 1
5611 CZ Eindhoven
Niederlande
www.100watt.nl

Gold Ochsen – Hefeweizen Alkoholfrei

Das schlicht gehaltene Etikett zeigt im oberen Teil das Logo der Brauerei mit dem Ochsen und darunter den Bierstil.Alkoholfreie Hefeweißbiere sind häufig die besten alkoholfreien Biere. Von dieser Regel gibt es zwar viele Ausnahmen, aber häufig stimmt sie auch. Und wenn das Hefeweizenbier von einer Brauerei kommt, die für ihre guten Biere bekannt ist, können wir als Konsumenten schon fast sicher sein, etwas Ordentliches vor uns zu haben. Und genau dies sind meine Erwartungen an das Bier aus Ulm, das jetzt vor mir steht.

Goldfarben mit einem Stich ins Orange sowie mit einer kräftigen Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine feste weiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Banane und Biskuitteig, abgerundet durch einen Hauch Zitrone.

Der Antrunk ist spritzig mit einer angenehmen Malzsüße. Auf der Zunge kommt auch die Hefe zum Tragen und hält sich mit der Süße die Waage. Dazu kommt eine leichte fruchtige Säure. Das Bier ist mild und süffig und es fällt fast nicht auf, dass es keinen Alkohol enthält. Erst in der Kehle schmecke ich erstmals eine leichte Bittere, die aber nur kurz nachklingt. Lediglich die Hefe kann ich noch einige Zeit in der Kehle schmecken.

Zutaten:

Brauwasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Gärungskohlensäure

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Gold Ochsen GmbH
Veitsbrunnenweg 3-8
89073 Ulm
www.goldochsen.de

BierSelect

Der Umgang mit Ressourcen bei der Brau Union Österreich

Die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Brauerei Puntigam  versorgt 600 Haushalte mit Strom.Am 5. März wird international der Tag des Energiesparens begangen – er soll daran erinnern, dass Energiesparen zum Klimaschutz beiträgt, aber auch hilft, Geld zu sparen. Das gilt sowohl für Einzelne als auch für Politik und Industrie. Als größtes Brauereiunternehmen Österreichs hat die Brau Union Österreich ein sehr hohes Einsparpotential. „Wir reduzieren laufend unseren Gesamtenergieverbrauch durch unterschiedliche Maßnahmen, die wir konsequent umsetzen. Grüner Strom, kontinuierlicher Austausch fossiler Energien durch erneuerbare Energien, Effizienzmaßnahmen in der Produktion, bei Verpackungen und in der Logistik wie auch im Bereich Kühlung beim Kunden zählen dazu“, erklärt Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & ESG Sustainability der Brau Union Österreich.

Enorme Einsparungen durch konsequente Maßnahmen

Der spezifische Gesamtenergieverbrauch, der sowohl die thermische als auch die elektrische Energie berücksichtigt, verringert sich laufend – unternehmensweit von 2021 auf 2022 (der letzten Berichtsperiode des Nachhaltigkeitsberichts der Brau Union Österreich) etwa um 2,4 Prozent. Zum Teil sind es kleine Adaptierungen, die in Summe große Änderungen verursachen. So wurden etwa in der Brauerei Puntigam Energieeinsparungen durch die Installation eines Wärmetauschers erwirkt, in der Brauerei Falkenstein erlaubt eine neue Kesselsteuerung die optimale Regelung des Dampfdrucks, was Energieeinsparungen bedeutet. In Schwechat wurde die Wärmeversorgung in der Brauerei optimiert, und etwa durch Temperaturabsenkungen am Wochenende Energie gespart.

Um das Ausmaß zu verdeutlichen, sei die Brauerei Wieselburg erwähnt: Hier wurde 2023 die gesamte Beleuchtung in den Produktionshallen inkl. Notbeleuchtung der Hallen sowie im Außenbereich von den herkömmlichen Halogenleuchten auf energieeffiziente LED-Technologie umgestellt. Diese Umstellung ergibt eine Einsparung von 160.300 kWh an Strom pro Jahr. Der Leistungsbedarf für die Innenbeleuchtung wurde von 80,24 kW auf 40,128 kW gesenkt.

Alle Initiativen in diesem Bereich sind im Nachhaltigkeitsbericht der Brau Union Österreich online nachzulesen unter www.brauunion.at/nachhaltigkeit.

Anerkennung für intensive Bemühungen und steigendes Interesse der Konsumenten

Gabriela Maria Straka erklärt: „Als größtes Brauereiunternehmen Österreichs ist sich die Brau Union Österreich ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung bewusst. Eine Maßnahme wie die konsequente Beleuchtungsumstellung in der Brauerei Wieselburg trägt zu einer enormen Reduktion des Energiebedarfs bei – und ist ein weiterer Schritt in Richtung nachhaltige Bierkultur. Unser großes Ziel ist es, gemeinsam mit der ganzen HEINEKEN-Familie als erstes Brauereiunternehmen weltweit bis zum Jahr 2030 in der gesamten Produktion netto CO2-neutral zu sein, bis 2040 in der gesamten Wertschöpfungskette. Das wird auch immer wieder durch externe Stellen anerkannt: Zuletzt etwa durch die die Nominierung beim HERMES.Klimaschutz.Preis 2023 oder den Ökoprofit in Graz.“

Eine spannende Entwicklung zeigt sich auch im Informationsbedarf der Konsumenten. Denn 45 % der Österreicher wünschen sich laut der repräsentativen Studie zum Bierkulturbericht 2022 mehr Informationen zu nachhaltigem Bier. 41 Prozent davon geben an, sich insbesondere für den Energieverbrauch im Brauprozess zu interessieren.

De Struise Brouwers – Pannepot Vintage 2021

Das Etikett zeigt ein historisches Segelboot der belgischen Fischer.Die Brauerei Struise ist für ihre guten Biere bekannt. Das Flaggschiff der Flamen ist Pannepot. Jetzt steht der Jahrgang 2021 dieses Strong Dark Ale mit immerhin 10 Volumenprozent Alkohol vor mir.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine haselnussbraune Schaumkrone, die sich leider sehr schnell auflöst.

Aromen nach Kaffee und Toffee steigen mir in die Nase, dazu der Duft gerösteter Haselnüsse und Karamell.

Wie erwartet ist der Antrunk ziemlich süß, aber die sehr feinperlende und dabei kräftige Kohlensäure mildert die Süße etwas ab. Sie bleibt aber auch auf der Zunge erhalten, wo sie jetzt an Zuckerrübensirup erinnert. Die Röstaromen des Malzes stehen im Mittelpunkt, sind aber nicht so dominant wie erwartet. Bitterstoffe kann ich nicht schmecken, so dass das Mundgefühl angenehm cremig ist. In der Kehle kann ich kurz etwas Fruchtigkeit schmecken; ansonsten ist der Abgang mild. Jetzt kommt aber auch der Alkohol zum Vorschein, der im Magen wärmt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

10,0 % Vol.

Stammwürze:

24,0° Plato

Bittereinheiten:

27 IBU

Farbe:

84 EBC

Brauerei:

De Struise Brouwers
c./o. VDACO bvba
H. Deberghstraat 7A
8640 Oostvleteren
Belgien

30. 3. 2024: Ourddorfs BierFestival

Nach einer Reihe erfolgreicher Ausgaben des Ouddorp Beer Festivals (OBF) ist diese Veranstaltung zu einem festen Bestandteil der geschäftigen Stadt Goeree-Overflakkee geworden. Fragen Sie einen lokalen Feinschmecker, was Sie in Ouddorp unternehmen können, und die Chancen stehen gut, dass Sie OBF als ein Muss hören. Es ist mit Sicherheit nicht das größte Bierfestival der Niederlande, aber eines der schönsten und exklusivsten.

Das Ouddorp Beer Festival hat seinen Ursprung in der Leidenschaft für Bierspezialitäten. Zwei Freunde, die beide eine Vorliebe für Bierspezialitäten haben, haben eine wunderbare Grundlage für ein lustiges und stimmungsvolles Festival geschaffen. Da in der Umgebung von Goeree-Overflakkee noch kein Bierfest veranstaltet wurde, fiel die Wahl schnell auf den Heimathafen Ouddorp.

Mit einem festen Team von Freiwilligen hat die Organisation die bisherigen Ausgaben des Bierspezialitätenfestivals zu einem großen Erfolg gemacht.

Selbstverständlich besteht ein Bierfest nicht nur aus den besten Bierspezialitäten der anwesenden Brauer. Auch das Foodpairing ist gekommen, um zu bleiben, und Sie können sich auch auf dem Ouddorp Beer Festival kulinarisch verwöhnen lassen.