Die Beste Geuze kommt von Boon

Die Geuze der Brouwerij Boon wurde erneut zur „Besten Geuze der Welt“ gekürt. Die in Lembeek ansässige Brauerei gewann beim renommierten European Beer Star in München drei Medaillen: Gold für Oude Geuze Boon, Silber für Framboise Boon in der Kategorie Fruchtbier und Silber für Oude Geuze Boon Black Label N°10.

„Wir versuchen einfach jeden Tag, das bestmögliche Bier zu brauen“, sagt Braumeister und Mitgeschäftsführer Jos Boon. „Qualität ist kein Zufall. Wir arbeiten mit Leidenschaft an jedem Detail. Am schönsten ist es, wenn uns ein Fan sagt, wie sehr er unsere Biere mag. Und wenn dann noch eine internationale Auszeichnung dazukommt, ist das eine wunderbare Anerkennung.“

Die neuen Medaillen folgen kurz nach der Auszeichnung in London, wo die Oude Geuze Boon bei den World Beer Awards als beste Geuze der Welt prämiert wurde. „Der Wettbewerb in Deutschland ist noch härter“, erklärt Karel Boon. „Nur die drei Besten weltweit in jeder Kategorie dürfen aufs Podium. Dass unsere Oude Geuze Boon auch hier als die beste anerkannt wurde, ist eine große Ehre. Platz zwei ging ebenfalls an unsere Oude Geuze Boon Black Label. Zwei von drei Podiumsplätzen – wir sind sehr glücklich über dieses Ergebnis.“

Auch die Framboise Boon erhielt internationale Anerkennung und holte Silber in der Kategorie Fruchtbier. „Fruchtbier ist eine besonders umkämpfte Kategorie“, sagt Jos Boon. „Es gibt weltweit so viele, dass eine Medaille wirklich etwas bedeutet. Unsere Framboise ist nicht süß, sondern rein und natürlich – wie eine frische Himbeere direkt vom Strauch. Das macht das Bier einzigartig und erfrischend.“

Die Brouwerij Boon feiert 50 Jahre Braukunst mit einem festlichen Wochenende. Zum Jubiläum organisiert die Brauerei Ende dieser Woche ein zweitägiges Event in Lembeek. Am Freitag, den 19. September, beginnt die Feier um 16 Uhr mit einem geselligen After-Work-Abend, begleitet von einem DJ. Am Samstag, den 20. September, folgt ein Familientag von 10 bis 21 Uhr mit Live-Musik, Hüpfburg und traditionellen Spielen. An beiden Tagen gibt es ein abwechslungsreiches Angebot vom Grill und aus dem Pizzaofen.

Während des Wochenendes können Besucher ein besonderes Jubiläumsbier probieren: die Geuze Mariage Parfait 10, eine kräftige Oude Geuze mit 10 % Alkohol, eigens zum 50-jährigen Bestehen gebraut. Gäste haben die Möglichkeit, dieses einzigartige Bier zu verkosten und zu kaufen.

Alle sind herzlich eingeladen, mitzufeiern und auf 50 Jahre Brouwerij Boon anzustoßen.

Italien triumphiert beim European Beer Star 2025 in München

Italien ist zurück in der internationalen Craft-Beer-Szene, dank der prestigeträchtigen Auszeichnungen, die beim European Beer Star 2025, einem der wichtigsten Brauwettbewerbe der Welt, erhalten wurden. Bei der Preisverleihung am 17. September auf der Drinktec 2025 in München gewannen italienische Brauereien 37 Medaillen in verschiedenen Kategorien, die das außergewöhnliche Qualitätsniveau der nationalen Produktion bestätigen.

Absoluter Star war die Brauerei 50&50, die bereits als „Brauerei des Jahres“ beim Birra dell’Anno 2025 ausgezeichnet wurde, einem von Unionbirrai organisierten nationalen Wettbewerb, der sich auch beim European Beer Star mit 5 Medaillen auszeichnete, darunter Gold in der Kategorie New-Style Lager mit SLO MO und Gold in der Kategorie Aromatisiertes oder Gebäck Stout mit OX&DONKEY.

Viele italienische Craft-Brauereien wurden mit ihren Bieren ausgezeichnet: MC77, Birra Perugia, Birrificio Lambrate, Bozner Weisse, Birrificio Manerba, Giustospirito, Birrificio del Forte, Birra 100Venti, Birrificio WAR, Pintalpina, Biren, Elvo Brewery, Birra Puddu, Beha, Statale Nove und Mastri Birrai Umbri, um nur einige zu nennen.

„Wir sind stolz auf unsere Brauereien: Diese Auszeichnungen bestätigen, dass italienisches Craft-Bier mittlerweile auch international anerkannt ist – erklärte Simone Monetti, Generalsekretär von Unionbirrai, dem Handelsverband der kleinen unabhängigen italienischen Brauereien, bei der Zeremonie in München –. Die beim European Beer Star 2025 erzielten Ergebnisse zeugen von der hohen Qualität, Kreativität und einzigartigen Identität unserer Produktion. Herzlichen Glückwunsch an 50&50 für die x-te Bestätigung der Exzellenz nach dem Erfolg beim Bier des Jahres, aber auch an alle anderen Craft-Brauereien, die den Namen der italienischen Brauerei leidenschaftlich hoch in der Welt tragen.“

Mit 72 konkurrierenden Kategorien und einer internationalen Jury von Verkostern, die sich aus Experten aus über 30 Ländern zusammensetzt, bestätigt sich der European Beer Star als echte „Champions League“ des Bieres, und das von den italienischen Brauereien erzielte Ergebnis ist die Demonstration eines Sektors in vollem Wachstum, der in der Lage ist, auch in den anspruchsvollsten Kontexten zu konkurrieren und zu gewinnen. Unionbirrai wird das Wachstum des Sektors weiterhin unterstützen und die Erfolge einer Lieferkette fördern, die Handwerkskunst, Innovation und eine Kultur des bewussten Trinkens vereint.

Hildesheimer Braumanufaktur – Coffee Porter

Ich glaube, es gibt keinen Craft-Brauer mit einer Kaffeerösterei in der Nähe, der etwas auf sich hält und der noch kein Coffee Porter gebraut hat. Häufig kommen dabei wirklich gute Ergebnisse zustande, denn der Kaffee verträgt sich hervorragend mit einem dunklen und malzbetonten Bier wie dem Porter. Es ist daher auch wenig verwunderlich, dass auch die Hildesheimer Braumanufaktur sich mit der Rösterei Dreielf zusammengeschlossen hat, um das Bier zu brauen, das ich jetzt verkosten werde.

Sehr dunkel bernsteinfarben ist das Bier, das ins Glas fließt und dabei eine recht kleine haselnussbraune Schaumkrone bildet, die aber lange erhalten bleibt.

Düfte nach Kaffee und Vanille, nach Lakritz und Kandis steigen mir in die Nase. Entgegen meiner Erwartung kommt das Malz nicht in den Vordergrund. Aber das Aroma macht trotzdem Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk kommt mit der stiltypischen Süße und er besticht durch die sehr feinperlige Kohlensäure. Auch auf der Zunge steht der Kaffee im Vordergrund. Ich hätte eigentlich erwartet, dass der Malzkörper des Bieres dominiert und dabei vom Kaffee unterstützt wird. Jetzt wirkt das Bier auf mich nicht so ausgewogen wie ich es erwartet habe. Das ist aber wohl mein persönlicher Geschmack und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass mir das Bier nicht gefällt. Besonders die leichte und freundliche Bittere, die jetzt zum Vorschein kommt, ist mir sehr sympathisch. Außerdem wundere ich mich etwas über das überraschend schlanke Mundgefühl, das aber trotzdem weich wirkt. In der Kehle werden der Kaffeegeschmack und die Bittere kräftiger und sie klingen sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Kaffee, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Brauerei:

Hildesheimer Braumanufaktur
Jan Pfeiffer & Malte Feldmann GbR
Goslaursche Landstr. 15
31135 Hildesheim

in Zusammenarbeit mit

Dreielf Rösthandwerk
Bördestr. 2
31135 Hildesheim

Italien: Aufhebung der überholten Produktionsbeschränkungen für Bier rückt näher, Novelle auf Drängen der Unionbirrai im Senat eingebracht

Anpassung des nationalen Rechtsrahmens an die moderne Realität des Brausektors. Dies ist das Ziel der Änderung des Unternehmensgesetzes, die von Senator Luca De Carlo, dem Präsidenten des Industrie- und Landwirtschaftsausschusses des Senats, vorgelegt wurde. Der Text schlägt die Änderung von Artikel 7 des Gesetzes Nr. 1354 vom 16. August 1962 und vor allem die endgültige Aufhebung des Präsidialdekrets 1498/1970 vor, um den Forderungen Rechnung zu tragen, die Unionbirrai, der Handelsverband der kleinen unabhängigen italienischen Brauereien, seit Jahren erfüllt.

Die Novelle, die derzeit vom Senat geprüft wird, legt fest: „Kohlendioxid in Bier muss einen Gehalt von mindestens 0,2 g pro ml 100 und einen Gehalt von nicht mehr als g 1 pro ml 100 haben. Das Dekret des Präsidenten der Republik Nr. 1498 vom 30. Dezember 1970 wird aufgehoben.“

Eine klare und entscheidende Änderung, die voll und ganz den Forderungen von Unionbirrai entspricht, anachronistische Grenzen aufzuheben, die durch eine vor über 50 Jahren konzipierte und heute durch die heutigen Produktionspraktiken und -standards überholt sind. Das Präsidialdekret 1498/1970 führte strenge Parameter für Säuregehalt, Kohlendioxid, Klarheit, Alkoholgehalt und Asche ein, die mit den modernen Braustilen, der Handwerkskunst und den europäischen Rechtsvorschriften zur Lebensmittelsicherheit völlig unvereinbar sind.

„Wir sind sehr zufrieden mit der Vorlage eines Änderungsantrags“, erklärt Vittorio Ferraris, Generaldirektor von Unionbirrai, der unsere Vorschläge endlich klar und deutlich umsetzt. Zu lange haben wir gefordert, ein veraltetes Dekret zu überwinden, das vor allem kleine italienische Brauereien bestraft und ausländische Produzenten begünstigt, die nicht den gleichen Beschränkungen unterliegen. Es ist eine Regel, die Innovation, Qualität und Produktionsfreiheit einschränkt: alles Eigenschaften, die italienisches Craft-Bier einzigartig machen.“

Während der informellen Gespräche mit den zuständigen Ministerien hatte Unionbirrai bereits Stellungnahmen zugunsten der Überarbeitung des Präsidialdekrets eingeholt, in dem die Veralterung und Unvereinbarkeit der Norm mit der europäischen Gesetzgebung anerkannt wurde, insbesondere mit der EG-Verordnung 852/2004, die die Lebensmittelsicherheit auf das HACCP-System stützt und den Herstellern die Verantwortung für die Bewertung und Kontrolle ihrer Prozesse überträgt.

„Jetzt ist es an der Zeit, unsere Kräfte zu bündeln“, so Ferraris weiter. Wir appellieren an alle Verbände des Brausektors, an die Brauereien, an die Akteure in der Lieferkette, an die Unternehmensnetzwerke: Lassen Sie uns diesen Änderungsantrag gemeinsam unterstützen. Es ist nicht nur ein regulatorischer Kampf, sondern ein Akt der Gerechtigkeit für Hunderte von Produzenten, die leidenschaftlich an der italienischen Exzellenz arbeiten. Es ist eine Chance, einen wettbewerbsfähigeren, innovativeren und freieren Sektor aufzubauen.“

Unionbirrai bedankt sich erneut bei Senator De Carlo für sein Engagement und seine Sensibilität und wird die parlamentarische Arbeit am Unternehmensgesetz weiterhin aufmerksam verfolgen und hofft, dass die Änderung schnell unterstützt und verabschiedet werden kann, um endlich ein regulatorisches Hindernis zu beseitigen, das keine Daseinsberechtigung mehr hat.

 „Gemeinsam können wir die Spielregeln wirklich ändern“, resümiert Ferraris. Für ein zunehmend freies, modernes und wettbewerbsfähiges italienisches Craft-Bier.“

Quelle: Pressemitteilung der Unionbirrai

Die drinktec 2025 ist nun Geschichte

drinktec 2025: Fünf Tage Innovation, Vernetzung und Perspektiven

Vom 15. bis 19. September 2025 verwandelte sich München erneut in das globale Zentrum der Getränke- und Liquid-Food-Industrie. Die drinktec, als Weltleitmesse dieses Sektors, zog diesmal 58.281 Besucher aus 164 Ländern an – ein starkes Ergebnis, das die Bedeutung dieser Plattform unterstreicht.

Internationale Ausrichtung & Besucherstruktur

Rund 70 % der Besucher kamen aus dem Ausland, etwa 30 % aus Deutschland, etwa 40 % aus Europa und weitere 30 % aus anderen Weltregionen. Auch Entscheidungsträger großer Getränkeunternehmen waren prominent vertreten, insbesondere aus den Top-20 der Branche. Mittlere Betriebe nutzten die Messe wie gewohnt für Investitionsentscheidungen und Inspiration.

Aussteller & Themenfokus

1.117 Aussteller aus 68 Ländern präsentierten auf ca. 74.000 m² Nettofläche ihre Lösungen über die gesamte Wertschöpfungskette – von Rohstoffen über Produktion bis Abfüllung und Verpackung.

Besondere Schwerpunkte lagen auf Modernisierungsprojekten, Prozessoptimierung, Digitalisierung, sowie auf neuen Getränkekonzepten, innovativen Zutaten und Verfahren.

Ein Highlight war der Innovation Guide, mit dem Besucher gezielt Neuerungen in den Hallen aufspüren konnten.

Liquidrome & neue Formate

Neu war in diesem Jahr die interaktive Networking- und Dialogfläche Liquidrome mit Keynotes, Expertenvorträgen und Diskussionsrunden zu Zukunftsthemen. Gleichfalls präsent: die Health Bar für gesundheitsorientierte Produktkonzepte sowie eine erweiterte Startup-Zone mit nationalen und internationalen Startups. Diese Formate sprechen Trends an und schaffen Raum für Dialog und Innovation.

Innovation & Beispiele

Ein Beispiel dafür, wie sich die Messe in Innovation manifestiert: Krones präsentierte ein neues, datenbasiertes, vollautomatisiertes System („Ingeniq“) für das Abfüllen von stillem Wasser in PET, das Effizienz und Nachhaltigkeit kombinieren soll. Auch andere Aussteller zeigten Lösungen, die erkennen lassen, wie stark Nachhaltigkeit, digitales Monitoring und Ressourceneinsparung mittlerweile Teil der Innovation sind.

Fazit & Ausblick

Die drinktec 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, dass sie zu Recht ihre Position als weltweit führende Fachmesse für Getränke und Liquid-Food behauptet. Besucherzahlen, internationale Reichweite, die Tiefe der Themen und die Qualität der Innovationen sprechen dafür, dass die Messe nicht nur ein Schaufenster ist, sondern ein Motor der Branchenentwicklung.

Der nächste Termin steht bereits fest: 11. bis 15. September 2028. Viele der auf der drinktec 2025 präsentierten Technologien und Konzepte dürften bis dahin noch reifen – bis dahin wird es spannend bleiben, welche Impulse sich durchsetzen und wie sich die Branche weiterentwickelt.

Hier noch einige Stimmen zur drinktec:

Unsere Aussteller haben sich 5 Tage lang intensiv mit ihren internationalen Kunden ausgetauscht. Das Angebot und das Interesse vor allem an intelligenten Kreislaufsystemen sowie digitalen und KI-basierten Technologien war sehr groß. Alle sind sehr zufrieden mit dem Messeverlauf. Die drinktec 2025 hat wieder einmal bewiesen, dass sie die Weltleitmesse der Getränke- und Liquid-Food-Industrie ist. 

Richard Clemens, Geschäftsführer des Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen VDMA Fachverbandes

Die drinktec 2025 hat erneut gezeigt, dass sie die Plattform ist, auf der die Branche ihre zentralen Themen diskutiert: Effizienzsteigerungen, Digitalisierung und nachhaltige Lösungen. Wir haben die Gelegenheit genutzt, unsere Ansätze einer breiten Fachwelt zu präsentieren. Die hohe Internationalität und die Präsenz aller relevanten Entscheider machten die Messe für uns zu einem wertvollen Forum. 

Dr. Reimar Gutte, Senior Vice President BU EMEA Liquid & Powder Technologies, GEA 

Für uns war die drinktec 2025 eine sehr erfolgreiche Messe. Die Internationalität der Besucher hat sich erneut bestätigt – wir konnten unter anderem viele Player aus Mitteleuropa, Übersee sowie auch von der Südhalbkugel begrüßen. In den Gesprächen mit den sehr qualifizierten Besuchern ließ sich eine gewisse Unsicherheit aufgrund der Zolldiskussionen erkennen. Wir sind insbesondere auch deshalb sehr zufrieden, da wir bereits auf der Messe einige Abschlüsse tätigen konnten. 

Bastian Heuft, Geschäftsführer, Heuft Systemtechnik GmbH 

Die drinktec ist einfach der Hotspot der Getränke- und Liquid-Food-Industrie. Das zeigte sich auch 2025 wieder in der hohen Qualität der Besucher. Wir trafen hier wieder sehr internationales Publikum und blicken in der Bilanz auf eine höchst erfolgreiche Messe zurück. Der Fokus der Besucher lag insbesondere auf unseren nachhaltigen Produkten der verschiedenen Verpackungsformen und der Beschichtungstechnologie. Wir konnten unsere Lösungen und Services sehr detailliert zahlreichen Anwendern aus den unterschiedlichen Branchen der Getränke- und Liquid-Food-Industrie präsentieren. 

Florian Lerche, Leiter Unternehmenskommunikation, KHS Gruppe 

Für Krones ist die drinktec 2025 mehr als nur eine Messe – sie markiert einen Meilenstein auf dem Weg zu der vernetzten, nachhaltigen und effizienten Produktion der Zukunft. Wir blicken auf fünf spannende Tage zurück mit tollen Kundengesprächen, interessanten Vorträgen im Krones Forum und zahlreichen interessierten Besuchern. Das Interesse unserer Besucher reichte von hochwertigen Prozesstechnologien über energie- und medieneffiziente Abfüll- und Verpackungslösungen bis hin zu vollautomatisierten Intralogistikkonzepten. 

Christoph Klenk, Vorstandsvorsitzender, Krones AG 

In diesem Jahr haben wir die drinktec als Plattform für die Vorstellung unserer Innovation gewählt. Wir haben uns sogar speziell auf die drinktec abgestimmt. Für uns ist die drinktec aufgrund ihrer Reichweite immer eine Gelegenheit, Emotionen und Technologie zu verbinden – und damit sicherzustellen, dass unsere Maschinen und unsere Technologie in Erinnerung bleiben. Dies ist uns auch auf der drinktec 2025 wieder mit großem Erfolg gelungen. Zahlreiche Delegationen und eine unglaubliche Anzahl von Besuchern kamen an unseren Stand. 

Marcello Ferrozzi, VP Corporate Communications, Portfolio, Innovation & Marketing, Sidel S.p.A. 

Die drinktec 2025 war eine sehr aktive und interessante Messe. Unsere Bilanz zeigt fokussierte Besucher, die wirklich nach Lösungen suchten sowie Vorgespräche zu einigen Projekten. Wir nehmen ein absolut positives Ergebnis von dieser drinktec mit. Auch unsere Kunden geben ein klares Commitment zur drinktec 2025 ab. 

Das Team von SIPA S.p.A.

Browar Amber – Po Godzinach Session Cold IPA

Die Brauerei Browar Amber befindet sich in Bielkówko bei Gdańsk in Pommern, Polen. Gegründet wurde sie im Jahr 1993 und im November 1994 kam sie mit dem ersten Bier (Amber Green Lager) auf den Markt. Es handelt sich bis heute um eine familiengeführte Brauerei, unabhängig und mit starker regionaler Verankerung. Das Unternehmen kultiviert eigene Gerstenanbauflächen, eine eigene Hefestationsvermehrung und eigene Wasserquellen.

Browar Amber bietet verschiedene Marken und Bierlinien an, darunter Premium-Lager, traditionelle Sorten und seit 2015 die spezielle Serie „Po Godzinach“ (übersetzt: „Nach Stunden“) für experimentellere und spezielle Bierstile. In diese Serie gehört auch das Po Godzinach, ein Session Cold IPA, das jetzt vor mir steht.

Das Session Cold IPA zielt offenbar darauf ab, ein IPA-Erlebnis mit Hopfenpower zu liefern, ohne dass der Körper, die Süße oder der Alkohol das Trinkerlebnis dominieren. Die „Session“-Komponente bedeutet, dass es relativ „leicht“ und gut trinkbar ist. Durch Verwendung von Lagerhefe und kühler Gärung bekommt es eine sauberere Hopfenaromatik und weniger fruchtige Ester, also eher ein klarer, knackiger Charakter. Aus diesem Grund ist auch die Bezeichnung IPA in meinen Augen irreführend, da durch die Verwendung von Lagerhefe eigentlich ein IPL (India Pale Lager) entstanden ist. Aber gut, beginne ich jetzt mit der Verkostung.

Gold-orangefarben und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine gemischtporige weiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. An der Optik dieses Bieres gibt es nichts auszusetzen.

Hopfenaromen stehen im Mittelpunkt des Aromas. Düfte nach Grapefruit steigen mir in die Nase, abgerundet durch blumige und florale Noten, abgerundet durch den Geruch von Harz. Das Aroma ist damit angenehm hopfig, aber ohne Überladung. Auf jeden Fall macht dieses Aroma Lust auf den ersten Schluck.

Der erste Eindruck ist, dass das Bier überraschend trocken ist und eine sehr feinperlige Kohlensäure mitbringt. Auf der Zunge entwickelt sich eine kräftige fruchtige Bittere mit einem vollen Mundgefühl, obwohl die Süße weiter nachlässt. Auch die Süffigkeit des Bieres leidet unter der Trockenheit nicht. In der Kehle wird die Bittere noch kräftiger, wo sie lange nachklingt.

Das Bier ist erfrischend und damit ein prima Dustlöscher an heißen Sommertagen, der den Konsumenten nicht gleich „abschießt“.

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

Etwa 12,1° Plato

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Brunona Gregorkiewicza 1
83-050 Bielkówko (Kolbudy)
Polen
www.browar-amber.pl

Österreichs Brauer sahnen beim European Beer Star ab

Seit 2004 gehört der European Beer Star zu den weltweit renommiertesten Bierwettbewerben – ein Wettbewerb, bei dem Brauereien aus aller Welt ihre Biere in über 70 Bierkategorien messen lassen. Teilnehmen können alle kommerziellen Brauereien – besonders Bierstile mit europäischem Ursprung stehen im Fokus. Dieses Jahr wurde der Wettbewerb im Rahmen der drinktec abgehalten, mit über 2.200 eingereichten Bieren und mehr als 150 Bierexperten, die im August die Jury bildeten.

Österreichs Braukunst glänzt

Die Brau Union Österreich konnte gleich zweimal abräumen: Fohrenburg gewann Gold mit dem „Fohrenburger Jubiläum“ in der Kategorie German-Style Export – ein Spezialbier mit fast 13° Stammwürze, frisch, würzig und mit fein kristallklaren Zutaten. Ebenfalls Silber ging nach Linz: „Linzer Bier Edelstahl“ erreichte den zweiten Platz in der renommierten Kategorie Vienna Style Lager.

Die Privatbrauerei Hirt überzeugte mit dreifachem Medaillengewinn:

  • Gold für das Hirter 1270 (Vienna-Style Lager)
  • Silber für den Hirter Rubin Bock in der Kategorie German-Style Dunkler Bock
  • Bronze für das traditionsreiche Hirter Märzen in der Kategorie Austrian-Style Märzen.

Was diese Erfolge gemeinsam haben: Sorgfalt, regionale Rohstoffe und Brauhandwerk, die Liebe zum Detail und das Bewusstsein, dass gutes Bier – wie ein edler Wein – Zeit braucht.

Was sagt diese Nachricht über die Brauereien in Österreich aus?

Qualität mit Bodenhaftung: Es sind nicht nur die großen Brauereien, die gewinnen – eher kleine und mittelgroße Marken beeindrucken mit Spezialitäten und Stiltreue.

Stilvielfalt zählt: Vom Jubiläumsspezial bis zum Märzen – die Jury würdigt Qualität in vielen Bierarten, nicht nur bei IPAs oder Stouts.

Regionalität & Tradition gewinnen: Bierstile mit starker Verwurzelung (Lager, Export, Märzen etc.) werden nicht als verblasster Hintergrund wahrgenommen, sondern als Leuchttürme der Brautradition.

Der European Beer Star 2025 zeigt: Österreichs Brauer sind international konkurrenzfähig. Wer auf Qualität, Geschichte und gute Rohstoffe setzt, kann nicht nur bei Bierliebhabern, sondern auch bei professionellen Jurys Aufmerksamkeit gewinnen. Für Genießer heißt das: neue (oder alte) Bierentdeckungen warten – und „Bier aus dem eigenen Land schmeckt manchmal am besten.“

Neumarkter Lammsbräu alkoholfrei & Hollerblüte

Nun will ich mal wieder ein Mischgetränk verkosten. Es handelt sich um die Mischung von alkoholfreiem Bier mit Holunderblütenlimonade. Die Mischung stammt aus der Brauerei Lammsbräu in der Oberpfalz. Die Brauerei ist durch den Bio-Anbauverband Naturland zertifiziert, so dass ich hoffe, dass die Mischung nicht allzu süß ist.

Hell und kristallklar fließt das Getränk ins Glas und bildet dabei eine sahnige weiße Schaumkrone. Das alleine überrascht mich schon, aber dass der Schaum lange erhalten bleibt, kann mich durchaus begeistern.

Wie erwartet duftet das Getränk nach Holunderblüten, dazu kommt eine leichte Zitrusnote. Hopfen und Malz des Bieres kann ich in der Nase bestenfalls erahnen, aber ich weiß ja, dass ich hier ein Erfrischungsgetränk vor mir habe, kein reines Bier. Und insgesamt duftet das Getränk durchaus angenehm.

Der Antrunk ist frisch und spritzig mit einer angenehmen Süße. Auf der Zunge gesellt sich eine passende Säure dazu. Der Körper ist schlank und das Getränk löscht den Durst gut. Bier kann ich auch auf der Zunge nicht entdecken. Trotzdem – die Mischung gefällt mir. In der Kehle wird die Säure zunächst etwas kräftiger und als dieser Geschmack nachlässt, kommt erstmals die Bittere des Hopfens zum Vorschein, die dann aber lange nachklingt.

Für den Durst an heißen Tagen ist dieses Getränk ideal.

Zutaten:

Limonade (Mineralwasser, Holunderblütensirup, Zucker, Zitronensaft, Zitrusextrakt, Holunderblütenextrakt), alkoholfreies Schankbier (Mineralwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Gärungskohlensäure)

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol

Brauerei:

Neumarkter Lammsbräu
Gebr. Ehrnsperger KG
Amberger Str. 1
92318 Neumarkt
www.lammsbraeu.de

Eine Spirale fürs Bier

Ein US-Startup will die Bierwelt revolutionieren. Dabei hilft die Infusion Spiral den Brauereien auf vielfältige Art und Weise: Hergestellt aus Holz in einem speziellen Schnittverfahren und auf Wunsch getoasted, bringt sie Barrel-Aromen, kann aber auch einfach nur für mehr Körper, gerade bei alkoholfreien Bieren, sorgen und dabei viel Platz, Energie, Zeit und Kosten sparen.

Angefangen hat alles 2008 mit einer zufälligen Begegnung in einem Flugzeug. Carlos Yañez, heute CEO der Spirals-Firma OIS & Associates LLC, kam auf dem Flug von Miami nach Bogotá mit seinem Sitznachbarn ins Gespräch. Schnell stellte sich heraus, dass der als Repräsentant einer Erfindergruppe fungierte, die vier Jahre zuvor die Infusion Spiral erdacht und auch patentiert hatte. Yañez, damals bereits viele Jahrzehnte lang in der Hotellerie und Gastronomie tätig, erkannte schnell das Potential, vereinbarte einen Termin in der Manufaktur im amerikanischen Minnesota und baute in den Folgejahren ein neues Business rund um die Infusion Spiral auf. 2014 begannen die ersten sehr erfolgreichen Versuche in der Bierwelt, mit der Brauerei Kunstmann in Valdivia (Chile) und der Bavaria Brewery (damals SABMiller) in Bogotá, Kolumbien. Nach der Pandemie plant die Firma nun die Expansion auf dem europäischen Markt.

Die Infusion Spiral

Bei der Infusion Spiral handelt es sich um eine Holzspirale, die aktuell in zwei Größen lieferbar ist. Die normale Variante hat ca. 13 cm Länge, die große Version für Tanks ist 1,22 Meter lang. Der Durchmesser beträgt jeweils knapp 4 cm. Drumherum befindet sich ein Netz aus lebensmittelechtem Material, damit sie sich leicht einsetzen und herausnehmen lässt. Das Geheimnis dabei ist der transversale Schnitt, durch den sich einerseits die Oberfläche um ein Vielfaches erhöht und der andererseits der Flüssigkeit eine viel stärkere Wechselwirkung mit den Holzzellen erlaubt als der klassische Längs- oder Querschnitt. Die Idee beruht auf dem Wissen um die so genannten „Transversalfasern“ im Holz. Wenn diese Fasern freigelegt sind, kann die Flüssigkeit besser durch sie hindurchfließen, was wiederum eine bessere Extraktion ermöglicht. Fast 70% der gesamten Holzoberfläche der Infusion Spiral bietet diesen Vorteil des besonderen Schnittwinkels. Das Patent beschritt hierbei absolutes Neuland.

Anfangs wurde die Infusion Spiral vor allem in der Wein- und Spirituosenwelt eingesetzt, doch sie hat sich auch beim Bier als effektives und kontrollierbares Werkzeug erwiesen. Die Einsatzmöglichkeiten sind hierbei vielfältig. So kann man klassisch eine Spirale aus amerikanischer Weiß-Eiche verwenden, um Holzaromatik in ein Bier zu bringen. Hier gibt es dann die Möglichkeit, mit verschiedenen Toastings zu arbeiten oder diese auch zu kombinieren. Da hilft beispielsweise auch bei bereits mehrfach genutzten Holzfässern, deren aromatische Kraft bereits deutlich abgenommen hat. Die zusätzliche Verwendung der Infusion Spiral reduziert die Verweildauer des Bieres dabei deutlich und ersetzt die ausgelaugte Aromatik des Fasses.

Individuelle Holz-Kombinationen für eine neue Aromen-Welt

Eine weitere Kombinationsmöglichkeit bieten anderen Hölzer wie Kirsche, Zypresse oder das brasilianische Amburana mit seinen exotischen Aromen. Das geht dann schon deutlich über die üblichen Barrel Aging Methoden hinaus, weil ein Fass selten aus mehreren Holzarten besteht, bzw. aus manchen Holzarten schlicht und einfach gar kein Fass hergestellt werden kann. Die hohe Oberfläche und der transversale Schnitt beschleunigen dabei die Aromatisierung, sodass teils bereits nach wenigen Tagen ein beeindruckendes Ergebnis festzustellen ist, wie beispielsweise der Braumeister der Berliner Lemke-Brauerei von seinen ersten Versuchen zu berichten weiß.

Nachhaltigkeit und Kosten

Aus einem 50 Jahre alten Eichenbaum lassen sich in der Regel fünf Standard-Fässer mit 225 Litern Fassungsvermögen herstellen. Dasselbe Holz reicht aber für ca. 1.500 Infusion Spirals der Normalgröße, von denen jede für die Aromatisierung von etwa 1.000 Litern Bier geeignet ist und sich in der Regel mindestens einmal wiederverwenden lässt. Wenn man also von einer dreimaligen Nutzung der Holzfässer ausgeht, stehen 3.375 Litern aromatisierten Fassbieres etwa 3.000.000 Liter Bier mit den zweimal genutzten Infusion Spirals gegenüber. Man spart also pro genutztem Baum fast 1.000 Bäume ein – das ist ein kleiner Wald. Das schlägt sich auch in den Kosten nieder. Während neue Holzfässer mit vielen Hundert Euro zu Buche schlagen, ist eine Infusion Spiral für unter zehn Euro zu haben. Das hilft nicht nur der Umwelt vor Ort, sondern spart auch Transportkosten und ermöglicht der Brauerei eine für die Kunden attraktivere Preisgestaltung.

Einsatz für „normales“ Bier

In Deutschland gibt es nur sehr wenige Biere von großen Brauereien, bei denen Holz im Prozess Verwendung findet. Beispiele sind Carlsbergs Duckstein oder Tuchers Nürnberger Rotbier. International ist es hingegen völlig üblich, mit Holz beispielsweise den Körper des Bieres zu unterstützen. Das wohl bekannteste Beispiel ist das us-amerikanische Budweiser, das kurze Zeit auf Buchenholzchips gelagert wird. Hierbei geht es allerdings weniger um eine Aromatisierung – das Holz wird zuvor ausgekocht, sondern darum, dass es der Hefe mehr Oberfläche gibt und somit für eine schnellere Reduktion von Acetaldehyd und Diacetyl sorgt.

In Südamerika nutzen mittlerweile mehrere Brauereien die Infusion Spiral, um den Charakter ihrer Biere zu unterstützen. Die argentinische Brauerei Andes Origen beispielsweise gibt ihrem untergärigen Schwarzbier Infusion Spirals aus Sugar Maple (Zucker-Ahorn) zu. Dieses Holz gibt weder Farbe noch Tannine ins Bier, verstärkt aber den Körper und die Textur, was dem Konsumenten eine größere Vollmundigkeit und ein intensiveres Geschmackserlebnis bietet. In Europa hingegen sind vor allem die exotischen Hölzer beliebt, die OIS & Associates in einem nachhaltigen, zertifizierten Prozess erwirbt. Am bekanntesten ist hierbei wohl das bereits erwähnte brasilianische Amburana-Holz mit seinen Aromen von Kokos, Tonka-Bohne, Schokolade, Vanille, Zimt und Gewürznelke.

Dieses Holz nutze vor Kurzem die Brauerei Brick Lane aus Melbourne, Australien, für ihr „Asylum“. Das mächtige Imperial Stout reifte auf einer Mischung aus Amburana und Sugar Maple Spiralen, die ihm zusätzlich Aromen von Ingwer, Pfeffer, Thymian und Ysop verliehen. Die Bavaria Brewery, die mittlerweile zu AB Inbev gehört, brachte ebenfalls ein Imperial Stout auf den Markt, für das sie Infusion Spirals verwendete, in diesem Fall allerdings aus amerikanischer Weißeiche.

Besondere Chance für alkoholfreies Bier

Dank der Infusion Spiral Technologie ergibt sich ein Sonderfall für das gerade in Deutschland stark wachsende Segment der alkoholfreien und alkoholarmen Biere. Der Marktanteil steuert auf über 10% zu, allerdings bleibt es eine Herausforderung für die Brauereien, geschmacklich wirklich attraktive Biere zu entwickeln. Hier hat sich in den letzten Jahren viel getan, insbesondere durch neue Verfahren und das Mischen verschieden hergestellter alkoholfreier Ausgangsbiere zu einem verkaufsfertigen Blend. 

Das Hauptproblem bleibt immer der mangelnde Körper und die geringe aromatische Tiefe der Biere. Hier kann der Einsatz, beispielsweise einer Sugar Maple – Spirale, helfen, ein kompakteres und volleres Geschmackserlebnis sowie einen festeren Schaum zu generieren. Nimmt man stattdessen – oder zusätzlich – ein leicht getoastetes Eichenholz, kann man dem Bier leicht beim Entalkoholisieren möglicherweise verlorene klassische Bier-Aromen zurückgeben, beispielsweise Röstaromen, Karamell

und Gewürznelke.

Für alle Brauereien mit Alkoholextraktion bietet sich eine weitere Möglichkeit für den Einsatz der Infusion Spirals: Aus dem gewonnenen Bieralkohol lässt sich mit der Infusion Spiral ein aromatischer Bierbrand mit intensiven Holzaromen gewinnen.

Am Anfang der Entwicklung

Insgesamt ist OIS & Associates beim Thema Bier noch am Anfang der Entwicklung und Erforschung des Potentials der Infusion Spiral. Unterstützt wird der heute 73jährige Carlos Yañez von einem etwa zehnköpfigen Team, zu dem neben langjährigen Weggefährten aus aller Welt auch sein Sohn Felipe und Braumeister Fernando Zambrano gehören. Nach vielen Jahrzehnten in der Forschung und Entwicklung bei SABMiller wechselte Zambrano nach seiner Pensionierung 2019 ins Team von OIS & Associates und berät Brauereien beim Einsatz der Infusion Spirals in ihren jeweiligen Prozessen. Ihn zeichnet außerdem ein großes Verständnis für innovative Prozesse aus, so dass er in verschiedensten Brauerei-Umfeldern unterstützend tätig sein kann.

Bei Interesse können sich Brauereien gerne an OIS & Associates wenden, um mit einem Testset die Infusion Spiral ausprobieren zu können. Hierfür können sie entweder das Kontaktformular auf der Website www.oispiral.de oder senden Sie eine eMail an info@oispiral.de.

De Dochter van de Korenaar – Embrasse Peated

Ich habe mal spaßeshalber verschiedene Übersetzer im Internet abgefragt, was denn wohl die deutsche Übersetzung von Korenaar ist. Und ich muss sagen, dass die Ergebnisse verblüffend waren. Von Spatz über Weizenähre und Maisähre (ein besonders schöner Versuch, wo doch Mais gar keine Ähren ausbildet; da war offensichtlich künstliche Intelligenz im Spiel) bis hin zum nicht übersetzbaren Namenswort war alles dabei. Aber das nur mal so nebenbei. Kommen wir zum Thema.

Die Brauerei De Dochter van de Korenaar ist ein wahres Juwel in der belgischen Bierszene und steht exemplarisch für handwerkliche Braukunst, Innovationsfreude und Leidenschaft. Gelegen im malerischen Ort Baarle-Hertog an der belgisch-niederländischen Grenze, umgeben von Feldern und grüner Natur, hat sich diese Familienbrauerei seit ihrer Gründung einen festen Platz unter Bierliebhabern in ganz Europa erarbeitet.

Aber auch die Bedeutung des Namens dieses Bieres erschließt sich nicht sofort. Der Begriff „peated“ bedeutet auf Deutsch „getorft“. Dies bezieht sich auf Whisky, dessen Gerste über Torfrauch getrocknet wurde, was dem Getränk einen charakteristischen Geschmack verleiht.

Und was hat das alles mit diesem Bier zu tun? Es wird etwa ein Jahr lang in einem Blend aus Islay Whiskyfässern fassgereift. Die Brauer verwenden die Fässer nur einmal, um die maximalen Noten des Holzes und des Whiskys herauszuholen. Daher können Sie davon ausgehen, dass Sie ein fantastisches dunkles, torfiges Bier bekommen. Ob das auch stimmt, will ich jetzt feststellen.

Blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine haselnussbraune feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Ein Bier wie gemalt.

Das Bier duftet nach Espresso und Torf, nach Whiskey und Holz, abgerundet durch einen Hauch Lakritz. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine stiltypische Süße sowie eine feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich eine passende Bittere zur Süße und auch die anderen Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Der Alkohol reizt die Zunge leicht, was aber gut zu den Aromen passt und daher nicht störend ist. Das Mundgefühl ist weich und voll. In der Kehle ist das Bier überraschend mild und vor allem die Rauchnoten des Torfes klingen lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Roggenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

9 % Vol.

Bittereinheiten:

46 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Foodpairing:

Kräftiger Käse, Wildgerichte

Brauerei:

De Dochter van de Korenaar
Oordeelstraat 3B
2387 Baarle-Hertog
Belgien