Sarstedter Pils

Sarstedt ist eine Kleinstadt mit etwa 20.000 Einwohnern, im Norden des Landkreises Hildesheim gelegen, direkt an der Grenze zum Landkreis Hannover. In meiner Jugend war Sarstedt als Schlafstadt für die in Hannover arbeitenden Menschen hochgezogen worden. Seit 2019 hat Sarstedt auch wieder eine Brauerei, aus der auch das Sarstedter Pils stammt, das jetzt vor mir steht.

Hell bernsteinfarben und kräftig hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich große feinporige Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten.

Düfte nach Karamell sowie erdige Noten steigen mir in die Nase, abgerundet durch eine leichte Blumigkeit. Das Bier verspricht wirklich gut zu werden.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße aus, die durc eine sanfte Kohlensäure begleitet wird. Auf der Zunge gesellt sich ein ordentliches freundliches Bitter dazu. Aus dem Hintergrund kommen noch einige zitronig-fruchtige Aromen hinzu. Im Abgang wird das Bitter kräftiger und es klingt sehr lange nach.

Das Sarstedter Pils ist ein tolles Bier ohne Spirenzien, bleibt aber trotzdem im Gedächtnis.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Bierhefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Brauerei:

Reimot Braumanufaktur
Voss-Str. 35b
31157 Sarstedt
www.sarstedter-bier.de

Grimbergen – Astrum

Dass im Kloster Grimbergen wieder gebraut wird, habe ich bereits an anderer Stelle berichtet. Was mir damals allerdings noch nicht bewusst war, ist der Plan, nicht die Standardbiere im Kloster zu brauen, das wird weiterhin extern erledigt, sondern dass es sich bei der Brauerei um eine Mikrobrauerei handelt, in der besondere Biere hergestellt werden sollen. Die ersten drei Biere sind mittlerweile fertig und ich verkoste jetzt das Astrum, ein Pale Ale.

Astrum ist Latein und bedeutet Himmel oder Stern. Neben dem eher weniger spannenden flämischen Hopfen verwenden die Brauer für das Astrum den Galaxy-Hopfen aus Tasmanien, was vermutlich auch den Namen erklärt. Jetzt will ich aber feststellen, ob das Bier auch seinem Namen zur Ehre gereicht.

Intensiv golden und opalisierend mit einer durchschnittliche großen sahnigen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas.

Düfte nach Karamell steigen mir gemeinsam mit dem Duft nach Zitrusfrüchten, Stachelbeeren und Südfrüchten in die Nase. Abgerundet wird das Aroma durch einige blumige Noten.

Der Antrunk zeigt eine fruchtige Süße, die gut mit der passend dosierten Kohlensäure harmoniert. Auf der Zunge zeigt sich auch die gute Dosierung der Säure, dazu kommt ein leichtes Bitter, das an Grapefruitkerne erinnert. Dazu kommt der zarte biskuitartige Geschmack des Malzes, der für ein weiches und volles Mundgefühl sorgt. Im Abgang wird das Bier trockener und ein freundliches Bitter mit langem Nachklang übernimmt das Kommando.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (Galaxy u.a.), Hefe

Alkoholgehalt:

6 % Vol.

Brauerei:

Grimbergen Abbey Brewery
Abdijstraat 20
1850 Grimbergen
Belgien
www.grimbergen.com

Munich Brew Mafia – Don Limone

Die Munich Brew Mafia ist, wie der Name bereits aussagt, in ünchen beheimatet. Es handelt sich um ein innovatives Braukollektiv, das sich bemüht, die Verbreitung des Craftbieres in Deutschland zu verbessern und das sich die Erweiterung des deutschen Biersortiments zur Aufgabe gemacht hat.

Von dort stammt das Don Limone, das jetzt vor mir steht. Das Pils weist einige Besonderheiten auf: Während die meisten Pilsbiere filtriert werden enthält das Don Limone noch seine Hefe. Okay, das gibt es inzwischen häufiger. Aber dieses Pils wurde gleich viermal mit Citra gehopft und verspricht daher eine ordentliche Fruchtigkeit. Mal sehen, ob das Bier dieses Versprechen einlösen kann.

Weizengelb und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone, sie lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Zitrusfrüchten und Holunderblüte. Aus dem Hintergrund kommt der Karamellduft des Malzes und rundet die Hopfenaromen ab.

Der Antrunk ist frisch und spritzig, dabei aber auch recht süß. Auf der Zunge dominieren die Zitrusnoten, zu denen sich ein gut ausgewogenes Bitter gesellt. Das Mundgefühl ist schlank und weich. Im Abgang dominiert ein fruchtiges Bitter mit leicht überdurchschnittlich langem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Citra), Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Brauerei:

MBM Braugesellschaft mbH
Gerhardstr. 7
81543 München
www.munichbrewmafia.de

Guinness – Extra Stout

Die Guinness-Brauerei ist vermutlich die bekannteste irische Brauerei. Bekannt wurde sie durch ihr Stout, aber inzwischen gibt es einige weitere Biere aus Dublin, die eines vereint: sie können die Konsumenten mit ihrem Röstcharakter begeistern (zumindest soweit ich sie bislang getrunken habe). Eines dieser Biere ist das Extra Stout, das jetzt vor mir steht.

Dunkel mahagonifarben, praktisch schwarz, präsentiert sich das Bier im Glas. Der feinporige mittelbraune Schaum bleibt einige Zeit erhalten, bevor er in sich zusammenfällt.

Das Aroma lockt mich mit dem Duft nach geröstetem Malz, Kaffee und Kakao.

Der Antrunk ist süß und mit reichlich Kohlensäure. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider, ein leichtes Bitter taucht auf, Fruchtigkeit fehlt aber vollständig. Der Geschmack könnte durchaus etwas komplexer sein. Im Abgang wird das Bier trockener, das leichte Bitter bleibt erhalten und klingt lange nach.

Das Bier kann mir gefallen, auch wenn noch einige Luft nach oben bleibt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Gerste, geröstete Gerste, Hopfen, Hopfenextrakt, Hefe

Alkoholgehalt:

4,1 % Vol.

Stammwürze:

10° Plato

Brauerei

Guinness & Co.
St James Gate
Dublin
Irland
www.guinness.com

And Union – Sunday Pale Ale

Es ist schon erstaunlich. Während andere Brauereien viel Mühe und wohl auch Geld einsetzen, um ihren Bieren ansprechende Namen zu geben und ihnen ein auffälliges Etikett zu spendieren, geht And Union einen anderen Weg, den des Minimalismus. Die Biere werden einfach nach Wochentagen benannt und noch weniger Design als die Etiketten ist kaum noch möglich. Gerade dadurch fallen die Flaschen im Bierregal dann auch auf. Genauso minimalistisch geht es dann auf dem Rückenetikett weiter. In Schwarz-Weiß werden die wichtigsten und vorgeschriebenen Infos gegeben und gut ist. So, jetzt habe ich mich aber lange genug mit der Flasche aufgehalten, kommen wir nun zum Bier.

Intensiv rotgolden und leicht hefetrüb strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feste Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt lange erhalten. An der Optik gibt es nichts auszusetzen.

Das Aroma ist vorwiegend fruchtig, aber auch das Malz kommt mit seinem Duft nach Biskuit zu seinem Recht. Im Vordergrund steht aber die Fruchtigkeit des Hopfens mit Düften nach Mango, Mandarinen und Ananas. Abgerundet wird das Aroma durch eine leichte Holznote sowie durch den Duft nach Waldhonig.

Der Antrunk offenbart eine leichte Süße, wobei die eher dezent eingesetzte feinperlige Kohlensäure für eine angenehme Frische sorgt. Auch auf der Zunge hält sich die Fruchtigkeit und die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Zitrusnoten sowie eine leichte Harzigkeit sorgen für ein weiches und volles Mundgefühl. Im Abgang wird das Bier trockener und ein freundliches leichtes Bitter übernimmt das Zepter. Der Geschmack klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen (Simcoe, Chinook, Magnum, Summit)

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Bittereinheiten:

35 IBU

Empfohlene Genusstemperatur‍:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

AND UNION GmbH
Lindwurmstraße 114
DE-80337 München

Jopen – Hop Zij Met Ons

In Haarlem, in der Nähe von Amsterdam befindet sich die Jopenkerk, eine ehemalige Kirche, die als solche nicht mehr benötigt wurde und die jetzt eine Gastronomie mit eigener Brauerei beherbergt. Von dort stammt auch das Bier „Hop zij met ons“, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet. Dieses Bier hat eine Besonderheit – es ist glutenfrei. Genau aus diesem Grund schreibe ich meine Erwartungen erheblich zurück. Bislang haben mir alle glutenfreien Biere nicht gefallen, denn ihnen fehlt jegliche Ausgewogenheit. Sie waren alle wirklich langweilig. Mal sehen, ob dieses Bier mich jetzt positiv überrascht.

Hellrot ist das Bier und es bildet beim Einschenken eine durchschnittlich große sahnige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Düfte nach Karamell, Zitrusfrüchten und tropischen Früchten steigen mir in die Nase, untermalt mit einigen blumigen Noten. Da bekomme ich richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist für ein IPA überraschend süß, aber die Kohlensäure ist gut dosiert. Auf der Zunge dominiert ein freundliches Bitter, das aber durchaus noch Platz für den Karamellgeschmack lässt. Das Mundgefühl ist weich und rund. Im Abgang wird das Bitter kräftiger und es klingt sehr lange nach.

Das Hop zij met ons ist ein sehr gutes IPA. Hätte ich nicht gewusst, dass es sich hier um ein glutenfreies Bier handelt, hätte ich es sicher nicht bemerkt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Simcoe, Columbus, Mosaic), Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Bittereinheiten:

65 IBU

Brauerei:

Jopen B.V.
Emrikweg 19
2031 BT Haarlem
Niederlande
www.jopenbier.nl

Hakuna Matata

Hakuna Matata ist Suhaeli und bedeutet „Keine Sorgen“. Es handelt sich dabei um ein Saison aus der Westindien Compagnie in Flensburg. Dem Bier wurden während des Brauvorgangs Aprikosen zugegeben, so dass ich eine sehr kräftige Fruchtigkeit erwarten kann.

Bernsteinfarben und opalisierend fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine kleine feinporige Schaumkrone, die sich recht flott auflöst.

Wie ich es erwartet habe duftet das Bier sehr fruchtig, was zusammen mit dem Biskuitduft des Malzes ein rundes Dufterlebnis bildet.

Der Antrunk ist nur leicht süß und mich verwundert etwas die sehr reichlich vorhandene Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt sich noch eine fruchtige Säure zur Süße. Das Mundgefühl bleibt dabei aber recht schlank, wodurch das Hakuna Matata sich gut für heiße Tage eignet. Im Abgang wird die Fruchtigkeit noch kräftiger. Bitterstoffe kommen kaum zum Tragen; da würde ich mir etwas mehr wünschen.

Alles in Allem ist das Hakuna Matata ein angenehmes Bier ohne Ecken und Kanten.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Aprikose

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Brauerei:

Westindien Compagnie Seehandelsges. mbH
Brauereiweg 21
24939 Flensburg
www.westindien.com

BierSelect

Guinness – Hop House 13 Lager

Das Stout von Guinness kenne ich bereits seit bestimmt 40 Jahren. Damals gab es hier in Norddeutschland fast ausschließlich Pils und Export zu kaufen und damals war das Guinness eine echte Innovation. Ich bin mir nicht sicher, aber ich habe den Eindruck, dass die Rezeptur für das Stout in der Zwischenzeit nicht oder nur minimal verändert wurde. Damit wirkte die Marke Guiness für mich etwas aus der Zeit gefallen, nicht schlecht, aber halt langweilig – bis ich das Lagerbier des Unternehmens entdeckt habe, das jetzt vor mir steht.

Die Brauerei teilt mit, dass das Hop House 13 Lager aus irischem Malz mit Hopfen aus den USA und Australien gebraut wurde. Das klingt doch schon mal vielversprichend, weshalb ich die Flasche jetzt öffne.

Kupferfarben präsentiert sich as Bier im Glas mit einer überdurchschnittlichen feinporigen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Die Optik ist wirklich wie gemalt.

Das Bier duftet malzig nach Karamell und der Hopfen trägt fruchtig-würzige Noten bei, die an Zitrusfrüchte und Pfirsiche erinnern.

Der Antrunk ist recht süß, dabei aber durch die reichlich dosierte Kohlensäure wirklich frisch. Während sich das Bier auf der Zunge verteilt gesellt sich ein passendes freundliches Bitter zur Süße. Das Mundgefühl ist voll und rund. Der Abgang wird durch ein edles Bitter mit sehr langem Nachklang dominiert.

Das Hop House 13 Lager von Guinness kann mit voll und ganz überzeugen. Das hätte ich Guinness ehrlich gesagt nicht zugetraut.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, geröstete Gersten, Hopfen, Hopfenextrakt, Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol

Stammwürze:

12 ° Plato

Bittereinheiten:

21 IBU

Brauerei:

Guinness & Co.
St James Gate
Dublin
Irland
www.guinness.com

Österreich: Waldbier Edition 2021 im Zeichen des Bergwaldes

Zu einem ungewöhnlichen Ernte-Einsatz rückten dieser Tage Braumeister Axel Kiesbye und die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) in den Tuxer Alpen aus, um auf rund 2.000 Metern Seehöhe die Zutaten für das diesjährige Waldbier zu gewinnen. Zirbenzapfen und Schwarzbeeren sind die Ingredienzen des Jahrgangs 2021 „Edition Tiroler Bergwald“ ­- zum ersten Mal stellen die Bundesforste damit einen ganzen Waldlebensraum in den Geschmacksfokus. „Es sind die besonderen Zutaten aus unserer Natur, die unserem jährlichen Waldbier seinen unvergleichlichen Geschmack verleihen“, sagt Bundesforste-Vorstand Rudolf Freidhager. „Nun wollen wir künftig auch auf ihre Herkunft noch mehr Bezug nehmen. Denn Wald ist nicht gleich Wald. Die Gebirgswälder des Oberinntals zeichnen sich durch besondere Artenvielfalt und einen hohen Anteil an Schutzwäldern aus. Zwei für diesen Lebensraum besonders typische Pflanzen haben wir für das heurige Waldbier ausgewählt – Zirben und Schwarzbeeren.“

60 Kilogramm Waldgeschmack – von Hand gepflückt

Anfang August ist in den Gebirgswäldern des Oberinntals Schwarzbeerzeit. Die tiefwurzelnde, blauschwarze und hocharomatische Wildform der Heidelbeere gedeiht prächtig in den alpinen Wäldern und ist für Mensch und Tier ein ganz besonderer Leckerbissen. An der Baumgrenze im Gebirge reifen sehr langsam die Zapfen der Zirbe heran, bis zur ersten Frucht vergehen mehrere Jahrzehnte. Das hochalpine Kieferngewächs, auch „Königin der Alpen“ genannt, gilt als wichtige Mischbaumart im Wald der Zukunft. Sie trotzt extremen Temperaturschwankungen und kann bis zu tausend Jahre alt werden.

Etwa 10 Kilogramm noch unreifer Zirbenzapfen sowie 50 Kilogramm kleiner, aromatischer Schwarzbeeren ernteten Braumeister Axel Kiesbye mit seinem Team und Revierleiter Ephräm Unterberger in den ersten Augusttagen in Handarbeit im ÖBf-Forstrevier Inntal. „Das war heuer eine besondere Herausforderung für den Körper“, so der Braumeister schmunzelnd. „Entweder war man tief gebückt am Boden oder hoch oben am Baum. Zirben können ja bis zu 25 Meter hoch werden.“ Direkt nach der Ernte wurde eingebraut. Das disjährige Waldbier wird nach Einschätzung des Braumeisters geschmacklich von den harzig-würzigen Zapfen geprägt sein, hinzu kommt eine leichte Beerenaromatik. Durch den Schwarzbeerensaft erhält das Bier einen zarten Rotton. Genaueres dazu wird sich Ende September weisen, wenn das Bier erstmals verkostet wird.

Bergwald als Lebensraum und Schutz vor Naturgefahren

Große Bedeutung kommt dem Bergwald in der Region als Lebensraum und Schutz vor Naturgefahren zu. Unter den zahlreichen 3.000er-Gipfeln der Alpen sind Gams, Reh, Rot- und Steinwild, aber auch Auer- und Birkwild sowie Murmeltiere, Steinadler und Bartgeier zuhause. Seit jeher schützen die Wälder die Bewohner*innen der Alpentäler auf natürliche Weise vor Lawinen oder Steinschlag, speichern große Mengen an Wasser und festigen gleichzeitig den Boden. Aber auch im Bergwald ist der Einfluss des Klimawandels zu spüren: Trockenheit, Hitzewellen und extreme Wettereignisse sowie der Waldschädling Borkenkäfer und die oft hohe Belastung durch Wildtiere setzen ihm mancherorts stark zu. „Intakte Bergwälder machen die dichte Besiedelung des Alpenraumes überhaupt erst möglich“, so Freidhager. „Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Schutzwälder nachhaltig betreuen und pflegen und damit ihre vielfältigen Leistungen auch zukünftig erhalten!“

Limitierte Waldbier-Auflage

Das Waldbier 2021 „Edition Tiroler Bergwald. Schwarzbeere/Zirbe“ wird wie seine Vorgänger in limitierter Auflage in Gourmet-Flaschen zu 0,75 und 0,33 Litern angeboten und ist ab Ende September im ausgewählten Fachhandel und über den Shop der Kiesbye Naturbrauerei erhältlich. Aufgrund seines hohen Alkoholgehalts verfügt das Kreativbier über eine ausgezeichnete Lagerfähigkeit und kann mehrere Jahre bis zu seinem Genuss gelagert werden. Bisherige Waldbier-Jahrgänge sind nahezu ausverkauft und nur mehr als Sammlerstücke verfügbar. Weitere Bezugsquellen unter www.waldbier.com.

Jahrgangsbier in elf Sorten

Während in den ersten fünf Jahren Nadelbäume – Tanne, Zirbe, Lärche, Schwarzkiefer, Fichte – die Zutaten aus der Natur lieferten, lag das Augenmerk danach auf Waldsträuchern und Wildobst wie dem Alpen-Wacholder, der Trauben-Kirsche, der Holzbirne und der Elsbeere. Die Jubiläumsedition 2020 „Eiche“ wurde in einem Eichenholzfass aus dem Wienerwald gereift. Mit dem Waldbier 2021 „Edition Tiroler Bergwald. Schwarzbeere/Zirbe“ beginnt ein neuer Zyklus, bei dem das Augenmerk auf die Herkunft gerichtet ist.

Zur Geschichte des Waldbiers

Anlässlich des Internationalen Jahres des Waldes 2011 brachten die Österreichischen Bundesforste mit Braumeister Axel Kiesbye erstmals ein Waldbier heraus. Ursprünglich als einmalige Sonderedition geplant, folgten aufgrund des hohen Zuspruchs weitere Jahrgänge und bald wurde das jährlich neu herausgebrachte Waldbier zu einer fixen Größe im kulinarischen Waldjahr. Das Prinzip bleib dabei immer das gleiche: Zutaten, Ernteorte und Waldwissen kommen von den Bundesforsten, die Rezeptur für die Biere stammt von Braumeister Axel Kiesbye, eingebraut wird in der Trumer Brauerei in Obertrum (Sbg.).

Das Bild zu diesem Artikel wurde mir den den Österreichischen Bundesforsten zur Verfügung gestellt.

Nürnbier – Drei im Seidla

Für die Leser, die nicht aus Franken kommen, muss ich den Namen dieses Bieres vermutlich erst einmal erklären. Ein Seidla ist einfach der fränkische Ausdruck für einen Bierkrug. Bekannter und dabei ähnlich ist auch der Name Seidel. Außerdem spielt der Name auf einen Snack an, den es vermutlich nur in Nürnberg gibt – Drei im Weckla. Das sind einfach drei Nürnberger Rostbratwürste, die zusammen in ein Brötchen gesteckt werden. Und so haben die drei Brauer bei diesem Bier sowohl drei Malze als auch drei Hopfensorten verwendet. Soviel zum Namen. Kommen wir nun zum Bier.

Golden und nur leicht hefetrüb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine voluminöse feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Aromoa ist ausgesprochen fruchtig. Ich rieche Zitrusfrüchte, Ananas, Mandarine und Mango. Abgerundet wird das Aroma durch eine leichte Karamellnote des Malzes.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße aus. Die Kohlensäure ist feinperlig, aber kräftig. Auf der Zunge bildet sich ein zur Süße passendes fruchtiges Bitter, das mich an den Geschmack erinnert, den ich im Mend habe, wenn ich auf einen Zitronenkern beiße. Das Mundgefühl ist voll und weich. Im Abgang lässt das Bitter etwas nach, aber es klingt trotzdem lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Wiener Malz, Carapils), Hopfen, (Mandarina Bavaria, Hallertauer Blanc, Polaris), Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Brauerei:

R&W Bierspezialitäten Nürnberg GmbH
Äußere Laufer Gasse 6
90403 Nürnberg