27. 7. – 28. 7. 2022: Fête de la bière namuroise

Namur ist eine Stadt in der Wallonie wunderschön an der Maas gelegen und mit einer Zitadelle, die allein schon einen Besuch von Namur lohnt. Aber Namur ist mehr. Es ist auch eine Provinz und die Heimat von 17 Brauereien. Die Fête de la bière namuroise bietet die einzigartige Chance, diese Brauereien alle kennenzulernen. Und das (fast) direkt an der Maas. Viel schöner kann die 15. Auflage dieses Bierfestes fast nicht sein.

Selbstverständlich ist auch für musikalische Unterhaltung gesorgt. Am Samstag um 16:00 Uhr tritt Etienne Trouckens auf, am Sonntag um 15:00 Nashville Roots. Außerdem findet am Samstag ab 11:00 ein Mijole-Wettbewerb statt und am Sonntag um 16:00 Uhr wird der größte Gurkenkuchenesser gesucht (wobei das ein Contest ist, der meiner Meinung nach nicht wirklich erforderlich ist.

Die Veranstaltung findet sowohl am Samstag als auch am Sonntag von 11:00 Uhr bis 21:00 Uhr statt.Der Eintritt ist an beiden Tagen frei.

Insel-Brauerei – Meerjungfrau

Dieses Natursauerbier der Inselbrauerei Rügen, das jetzt vor mir steht, wird gebraut nach dem Rügener Artenschutzabkommen für seltene Bierarten. Über sein Bier sagt der Braumeister Markus Berberich: „Dieses seltene Bier haben wir mit zwei Milchsäure-Stämmen und Champagnerhefe gebraut. Das ergibt eine sehr feine intensive Säure, elegante Fruchtnoten und ist dabei sehr erfrischend, sehr fruchtig prickelnd – eine saure Verführung.“

Hellgelb und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Die sehr voluminöse feinporige Schaumkrone fällt anfangs schnell in sich zusammen, aber der Rest bleibt lange erhalten. Die Optik ist auf jeden Fall schon mal sehr ansprechend.

Das Aroma wird durch eine frische Säure bestimmt, dazu kommen Düfte nach Apfel und Weißwein. Überhaupt erinnert mich das Aroma eher an einen Sekt als an ein Bier.

Im Antrunk fällt eine leichte Süße auf, gepaart mit einer agilen Kohlensäure, so dass auch der erste Eindruck auf der Zunge mich an einen Sekt denken lässt. Mit der Erwärmung des Biers auf der Zunge kommt die fruchtige Säure mehr zum Tragen, so dass der Weincharakter mehr zum Tragen kommt. Das Mundgefühl ist dabei weich und frisch. Im Abgang verabschiedet sich das Bier mit einer leichten Säure, die durchschnittlich lange nachklingt.

Die Meerjungfrau der Insel-Brauerei in Rambin eignet sich hervorragend als Aperitif und kann einen Champagner gut ersetzen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Weizenmalz, Traubenzucker (vollständig vergoren, Flaschenreifung)

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei
Hauptstraße 2c
18573 Rambin/Rügen
www.insel-brauerei.de

22. 7. – 24. 7. 2022: 25. Bonner Bierbörse

Vom 22. bis zum 24. Juli 2022 öffnet in den Bonner Rheinauen die Bierbörse, und das bereits in der 25. Auflage. Damit gehört die Bierbörse in Bonn zu den ältesten Bierbörsen, die noch stattfinden. Genauer gesagt findet die Bonner Bierbörse im Freizeitpark Rheinaue in Bonn-Bad Godesberg statt. Hier können die Besucher ihre Aufmerksamkeit drei Tage lang unserem Lieblingsgetränk widmen.

Die schöne Bonner Rheinaue verwandelt sich seit nunmehr 24 Jahren in Bonns größten Biergarten und mehr als 50 Bierverleger aus dem gesamten Bundesgebiet bieten jedes Jahr über 500 Biersorten aus aller Welt an. Die Auswahl erstreckt sich von Bayern über Kroatien bis hin nach Singapur und lässt die Herzen aller Bierliebhaber höherschlagen.

Die große Blumenwiese des ehemaligen Bundesgartenschaugeländes bietet zahlreichen Besuchern reichlich Platz sich in den großzügig errichteten Biergärten nieder zu lassen. Mit ihren Wäldern, Blumenbeeten sowie der großen Seelandschaft ist die Rheinaue bestens für die Durchführung der Bonner Bierbörse geeignet und gibt dieser eine typische, gemütliche Biergartenatmosphäre.

Auf das begleitende musikalische Bühnenprogramm wird in diesem Jahr verzichtet. Dies ist schlicht unter den derzeitigen Umständen nicht finanzierbar. Das wird der wunderbaren Atmosphäre in der Rheinaue aber keinen Abbruch tun, denn in den Biergärten untermalen der Biersorte und dem Herkunftsland angepasste Musikrichtungen die Gespräche der Gäste. Gemütliches Beisammensein in Biergartenatmosphäre steht hier klar im Vordergrund.

Der Eintritt ist für die Besucher kostenfrei.

Der Ort des Geschehens

Freizeitpark Rheinaue
Ludwig-Erhard-Allee
53175 Bonn

Auf der Ludwig-Erhard-Allee werden auf einer Spur kostenfreie Parkplätze für die Bierbörsenbesucher errichtet. Weitere teils kostenpflichtige Parkplätze befinden sich ebenfalls direkt am Freizeitpark Rheinaue. Aber – mal ganz ehrlich: bei so einer Veranstaltung ist die Anreise mit dem öffentlichen Personennahverkehr doch wohl sinnvoller und auch so einfach:

Die Bonner Bierbörse kann problemlos mit der U-Bahn erreicht werden (U-Bahn-Station „Rheinaue“) sowie mit den Buslinien 610 und 611.

Broeder Jacob – Bidon

Das Bidon, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet, ist eines der wenigen Pilsener Biere aus Belgien. Es stammt aus der Brouwerij Broeder Jacob. Weshalb benennt sich eine Brauerei nach einer Legende? Die Brauerei begründet das so: „Jeder kennt das Volkslied von dem Mönch, der zu lange schlief. Frère Jacob (Frere Jacques, wie man in England sagt oder auch in Deutschland Bruder Jakob). Aber warum kam der arme Mönch nicht rechtzeitig zur Frühmesse? Die Legende lautet wie folgt:

Wir schreiben das Jahr 1385. Jacobus Klaaszn ist ein sechzehnjähriger Novize, und sein Abt gibt ihm den Auftrag, bei Bruder Isidoor in die Lehre zu gehen. Bruder Isidoor ist der Braumeister des Klosters. Aber der gute Mann nähert sich dem reifen Alter von achtzig Jahren. Der Abt will verhindern, dass Isidoor seine Brauereigeheimnisse mit ins Grab nimmt. Das Bier von Isidoor ist ein angenehmes, leicht alkoholisches Bier. Die Mönche trinken es zu ihrem Mittagessen.

Bruder Jakob – wie der Junge nun genannt wird – ist ein eifriger Schüler. Eines Tages schickt ihn Bruder Isidoor ins Kloster von Rochefort. Dort wird ihm ein Bier serviert, das ihm sehr gut schmeckt. Er kommt mit dem Mönch/Braumeister ins Gespräch und lernt so einiges. Zurück zu Hause beichtet er dem Abt, was er in Rochefort gelernt hat. Er bittet um die Erlaubnis, selbst solches Bier zu brauen. Vater Abt gibt seinen Segen, aber nur unter der Bedingung, dass Bruder Jakob in seiner eigenen Zeit experimentiert.

Deshalb ist Bruder Jakob auch mitten in der Nacht mit Pfannen, Kesseln und Fässern beschäftigt. Er ist so vertieft in seine Arbeit, dass er viel zu spät in seine Zelle zurückkehrt. Mit dem bekannten Ergebnis. Bruder Jakob, schläfst du noch? (Frère Jacques, dormez-vous?)

Aber die Arbeit von Bruder Jakob hat große Früchte getragen. Eines Tages ist sein Bier komplett fertig. Er präsentiert sein erstes Fass dem Vater Abt. Dieser ist erfreut, aber auch beunruhigt. Das Bier schmeckt köstlich und reichhaltig, enthält aber mehr Alkohol, als die Mönche und Brüder gewöhnt sind. Deshalb ordnet er an, dass das Bruder-Jacob-Bier nur unter strengster Geheimhaltung gebraut werden darf. Und nur für ihn und den Bruder-Brauer. Und so wurde es gemacht…

… bis Johan Claes im einundzwanzigsten Jahrhundert wieder auf den Geschmack kommt. Sie machen sich ans Werk und brauen ein neues

Bier mit dem Segen von Bruder Jakob. Und jetzt will ich herausfinden, was dabei herausgekommen ist.

Blass-golden und gefiltert läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine feinporige und sehr voluminöse Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. So gut das Bier auch aussieht – das Einschenken sollte langsam und vorsichtig geschehen.

Das Aroma ist malzbetont mit würzigen Noten. Insgesamt ist das Bier in der Nase angenehm, hält aber keine Überraschungen bereit.

Der Antrunk ist recht süß mit einer agilen Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt sich ein freundliches Bitter dazu. Auch wenn ich keine Fruchtigkeit feststellen kann, ist das Mundgefühl doch recht voll. Der Abgang ist zunächst schlank, fast wässrig. Dann entwickelt sich in der Kehle ein angenehmes Bitter, freundlich und zurückhaltend, trotzdem mit sehr langem Nachklang.

Insgesamt ist das Bidon unsprektakulär, aber zu einem deftigen Essen oder beim Grillen absolut zu empfehlen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Magnum, Saaz)

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Bittereinheiten:

14 EBU

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Brouwerij Broeder Jacob
Beninksstraat 28
3111 Wezemaal
Belgien
www.broederjacob.com/

Camba – 4 Sessions

Seeon liegt im Chiemgau und von dort kommen die immer wieder neuen Kreationen der Camba Bavaria Brauerei. Jetzt steht das 4 Sessions vor mir, ein Pale Ale, wobei das Sessions für einen niedrigeren Alkoholgehalt bei Bieren steht. Mit milden 4,1% vol. Alkoholgehalt und nur 28 Bittereinheiten (IBU) sollte sich das Bier sehr gut und barrierefrei trinken lassen. Zumindest ist das meine Erwartung.

Bernsteinfarben und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Die größtenteils feinporige Schaumkrone ist zwar nur klein, bleibt aber sehr lange erhalten. Damit macht das Bier eine wirklich gute Figur.

In der Nase zeigt das Bier sich als wahrer Obstsalat. Ich rieche das Bittere der Grapefruit, die Süße der Ananas sowie die Fruchtigkeit von Mango und Maracuja.

Der Antrunk ist recht spritzig-frisch mit fruchtigen und blumigen Noten, die von einer angenehmen Süße sowie einer passend dosierten Kohlensäure begleitet werden. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen und es gesellen sich Zitrus- und Grapefruitnoten dazu. Das Mundgefühl ist schlank, so wie ich es bei lediglich 4,1 Volumenprozent Alkohol erwartet habe. Der Abgang wird dominiert von einer fruchtigen-frische und tropischen Fruchtaromen sowie einem geringen Bitter, das durchschnittlich lange nachklingt.

Mit seinen etwas mehr als vier Volumenprozent Alkohol und der Fruchtigkeit ist das 4 Sessions ein sehr angenehmes Sommerbier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (Columbus, Citra, Amarillo), Hefe

Alkoholgehalt:

4,1 % Vol.

Stammwürze:

10° Plato

Bittereinheiten:

28 IBU

Brauerei:

Camba Bavaria GmbH
Gewerbering 3
83370 Seeon
www.camba-bavaria.de

15. 7. – 17. 7. 2022: 1. Bierbörse in Essen

Die älteren Leser werden sich jetzt eventuell wundern, weshalb ich hier von der 1. Bierbörse in Essen schreibe. Vor etlichen Jahren gab es doch schon einmal einige Jahre lang eine Bierbörse in Essen. Stimmt, aber diese Veranstaltung war auf dem Kaiser-Otto-Platz im Ortsteil Steele. Nachdem einige Jahre Pause war, diesmal nicht nur wegen Corona, startet die Bierbörse in der Ruhrgebietsstadt einen Neuanfang, diesmal aber in der Innenstadt auf dem Kennedyplatz. Daher ist es durchaus folgerichtig, mit der Nummerierung neu zu beginnen.

Somit feiert die Bierbörse also vom 15. bis zum 17. Juli 2022 ihre Premiere in Essen. Im Rahmen der Essener Bierbörse verwandelt sich der zentrale Kennedyplatz in den größten Biergarten Essens mit Bieren aus aller Welt und einem vielfältigen Angebot an Speisen. Rund 20 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet werden hier ihre Bierspezialitäten ausschenken. Da der Kennedyplatz in Essen recht groß ist und auch ansonsten auf der Bierbörse kein Programm geboten wird (die Eröffnung durch den Oberbürgermeister dürfte vermutlich der der ganz große Publikumsmagnet sein), wird vermutlich auch für eine ausreichende Zahl Sitzplatze gesorgt sein; Platz genug ist auf jeden Fall da.

Ort der Veranstaltung:

Kennedyplatz
45127 Essen

Öffnungszeiten:

Freitag: 15.00 – 24.00 Uhr
Samstag: 11.00 – 24.00 Uhr
Sonntag: 11.00 – 20.00 Uhr

Cuvée des Jacobins

Omer Vander Ghinste ist eine Traditionsbrauerei aus dem westflämischen Bellegem. Die seit 1869 aktive Brauerei wurde 1892 von der Familie Vander Ghinste gekauft. Ihre Biere hatten damals noch keinen Namen und so wurden sie als Omer Vander Ghinste verkauft. Die Brauerei verteilte schicke Bleiglasfenster mit dem Schriftzug Omer Vander Ghinste an Cafés, die ihre Biere ausschenkten. Um diese teuren Werbematerialien nicht ersetzen zu müssen, benannte Marguerite Vandamme ihren ersten Sohn nach ihrem Vater Omer und begann damit eine Familientradition, die bis heute weitergeführt wird. Das Hauptprodukt der Brauerei war ein untergärig gebrautes Pils mit dem Namen Bockor, einem Fantasiewort aus dem deutschen Bock und dem französischen Or, „goldener Bock“, das seit 1934 verkauft wird. Vom Erfolg der Lambicbiere ermutigt, nahm Vander Ghinste Gueuze und Kriek Biere ins Sortiment auf. Das Lambic Grundbier kaufte er von Brüsseler Brauern. Die Brauerei trägt das Label „Belgian Family Brewers“.

Cuvée des Jacobins ist ein 100%ig unverschnittenes Foederbier, das 18 Monate in Eichenholzfässern reifen durfte. 2014 gewann Vander Ghinste mit diesem Bier eine Goldmedaille auf den World Beer Awards.

In dunklem Bordeauxrot läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet sich nunr wenig schaum, der sich auch sofort auflöst. Bei einem Sauerbier kann ich das aber auch erwarten.

Der typische Duft eines spontan vergorenen Bieres steigt mir in die Nase. Abgerundet wird das Aroma durch Noten nach Kandis und Holz, nach getrockneten Kirschen, Kakao und Vanille.

Der Antrunk ist überraschend süß und kommt mit reichlich kräftiger Kohlensäure daher. Dass es sich um ein Sauerbier handelt, merke ich erst, als sich auf der Zunge eine kräftige fruchtige Säure entwickelt, in der sich auch alle Aromen spiegeln, die ich bereits in der Nase festgestellt habe. Dazu kommt ein weiches und nahezu cremiges Mundgefühl. Auch der Abgang zeichnet sich durch die Säure aus. Obwohl ich kein Bitter schmecken kann, klingt der Geschmack lange nach.

Dieses Bier ist recht komplex und auch gewöhnungsbedürftig. Ich habe einige Schlucke benötigt, um mich mit diesem Bier anzufreunden, aber kann hat es mir immer besser gefallen. Dazu ein kräftiger Frischkäse, beispielsweise ein Feta und etwas frisches Brot, und schon ist ein tolles Abendessen an einem heißen Sommerabend fertig.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Omer Van der Ghiste nv
Brouwtorenstraat 5
8510 Bellegem
Belgien
www.omervanderghinste.be

8. 7. – 10. 7. 2022: Mainzer Bierbörse

Das Rheinufer in Mainz mit dem Kurfürstlichen Schloss bildet eine nahezu perfekte Kulisse für ein Bier-Event. Dort findet vom 08. bis zum 10. Juli 2022 die inzwischen 22. Mainzer Bierbörse statt.

Drei Tage Bierbörsenstimmung und wie immer ausgelassene und friedliche Partylaune erwarten die Besucher. Traditionell verwandelt sich das Mainzer Rheinufer dann zum Mekka der Bierliebhaber und Feierlustigen. Zwischen der Theodor- Heuss- Brücke und dem Raimundi-Tor finden knapp 60 Bier- und Imbissgeschäfte Platz und bieten die verschiedensten nationalen und internationalen Spezialitäten an. Die Besucher der Mainzer Bierbörse können am traumhaften Rheinufer flanieren und in den dort errichteten Biergärten gemütlich beisammen sein.

Wie in jedem Jahr wird es auch 2022 etwas musikalische Unterhaltung geben: am Freitag, 8. 7. 2022 um 19.00 Uhr tritt das Mutantenstadl auf, am Samstag, 9. 7. 2022 um 19.00 Uhr The Colours und am Sonntag, 10. 7. 2022 um 14.30 Uhr Danny & the Boy.

Der Ort des Geschehens:

Rheinufer am Kurfürstlichen Schloss
Peter-Altmeier-Allee
55116 Mainz

Die Veranstaltungsfläche liegt am Rheinufer zwischen der Theodor- Heuss- Brücke und dem Kaisertor.

Öffnungszeiten:

Freitag: 15.00 – 01.00 Uhr
Samstag: 15.00 – 01.00 Uhr
Sonntag: 11.00 – 21.00 Uhr

Freie Brau Union Bremen – Helles

Mindestens seit dem 11. Jahrhundert wird in Bremen Bier gebraut. Die Qualität der traditionellen Bremer Sorten wie Rotbier, Porter und Ale wurden dabei nicht nur in der Hansestadt geschätzt. Bremer Braukunst wurde im großen Stil nach Holland, England und Skandinavien exportiert.

Die Zahl der Brauereien war einst groß. So wurden im Jahr 1748 noch 35 Brauereien in Bremen gezählt. Diese Vielfalt nahm später kontinuierlich ab, bis 2015 nur noch drei Brauereien Bier brauten, und das in einer Stadt mit mehr als einer halben Million Einwohnern. Im Dezember 2015 wurde die Freie Brau Union Bremen eröffnet.

Von dort stammt das Helle, das jetzt vor mir steht. Die Brauerei schreibt, dass es sich um ein typisches Helles handelt, das aber hanseatisch angepasst wurde. Dann will ich mal sehen, ob die Bremer mit ihrer Anpassung nicht zu weit gegangen sind.

Golden und mit einer durchschnittlich großen feinporigen Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Der Schaum bleibt durchschnittlich lange erhalten, so dass an der Optik nichts auszusetzen ist.

Das Aroma ist stiltypisch malzbetont nach Brotkrume und Kandis, abgerundet durch einige würzige Noten.

Der Antrunk ist mäßig süß und die reichlich vorhandene kräftige Kohlensäure sorgt für eine angemessene Erfrischung. Auf der Zunge zeigt sich für ein Helles ein überraschend kräftiges Bitter, das durchaus dominant ist. Trotzdem ist das Mundgefühl voll und weich. Im Abgang lässt das Bitter nach, der Geschmack bleibt aber trotzdem lange in der Kehle erhalten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Münchner Malz, Carapils®), Hopfen, (Hallertauer Mittelfrüh, Hersbrucker, Mandarin Bavaria, Herkules) Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

11,7° Plato

Bittereinheiten:

25 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

4° – 6° Celsius

Brauerei:

Union Brauerei Bremen GmbH
Theodorstraße 13
28219 Bremen
www.brauerei-bremen.de

Heute ist der Tag der Früchte

Es ist schon merkwürdig, welche Feiertage so ausgerufen werden. Wenn wir den merkwürdigsten küren wollten, wäre der 1. Juli sicher ein aussichtsreicher Kandidat. Es ist der Tag der Früchte. Aus diesem Anlass hat die Brau Union Österreich, der größte Braukonzern unserer südlichen Nachbarn, eine Pressemitteilung herausgegeben, die ich hier gerne veröffentliche:

Ein kurioser Feiertag wird seit 2007 am 1. Juli gefeiert: Der internationale Tag der Früchte. Wer diesen bierig begehen möchte, hat bereits eine breite Auswahl: Saftige Zitronen, erfrischende Grapefruit, süße Himbeeren und säuerlicher Rhabarber gesellen sich hier zum Gerstensaft. Und wie der Bierkulturbericht belegt, ist bierig-fruchtige Erfrischung in Form eines Radlers für jeden zweiten Österreicher eine willkommene Ergänzung der persönlichen Trinkgewohnheiten.

Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & CSR der Brau Union Österreich, erklärt: „Die noch unveröffentlichte Studie zum Bierkulturbericht 2022 zeigt uns einen erneuten Aufwärtstrend des Radlers. 50 Prozent der Österreicher trinken Biermischgetränke gerne, besonders beliebt sind sie bei unseren 18- bis 29-jährigen Landsleuten. Auch Frauen greifen mit 55 Prozent etwas öfter zu den fruchtigen Erfrischungen.“

Fruchtig, erfrischend, natürlich: So radelt es sich gut

Vielen Österreichern wird es immer wichtiger, auf künstliche Zusatzstoffe in Getränken zu verzichten – dabei möchte man aber dennoch einen erfrischenden und prickelnden Genuss haben: Dem wird Radler gerecht. Auch Alkoholverzicht lässt sich mit Radlern gut leben, gibt es doch auch schon einige Radler in der alkoholfreien Variante. In der fruchtigen Palette der Brau Union Österreich tummelt sich etwa der Zipfer Limetten Radler, aus dem Hause Gösser kommt mit dem NaturRadler Zitrone die beliebteste Sorte der Österreicher – immerhin jeder zweite getrunkene Radler war 2021 ebendieser. Auch der Gösser NaturRadler 0,0 ist sehr beliebt und gehört als alkoholfreies Biermischgetränk einer stark wachsenden Kategorie an – ebenso wie der Gösser NaturRadler alkoholfrei Himbeer-Rhabarber, der nach einer Limited Edition im Vorjahr nun dauerhaft erhältlich ist. Auch für alle, die es etwas weniger süß mögen, hat Gösser ein Angebot: den Gösser NaturRadler extra-frisch Zitrus-Mix. Aus der Villacher Brauerei erfrischt der Radler Natur fruchtig, aus der Vorarlberger Brauerei Fohrenburger kommt ebenfalls ein Natur Radler mit Zitronenlimonade und – weniger fruchtig, aber dennoch erfrischend – ein Saurer Radler, bei dem sich feinstes Fohrenburger Spezialbier mit 40% Alpenquellwasser mischt.