Aus der Störtebeker Brauerei am Stadtrand der Hansestadt Stralsund kommt etwa ein Dutzend unterschiedlicher Biere. Jetzt steht das neueste Erzeugnis vor mir, das Baltik-Lager. Ich bin mal gespannt, ob dieses Lager mich überzeugen kann. Auch wenn ich Lagerbiere häufig als recht langweilig empfinde, habe ich von der Störtebeker Brauerei doch so manche Überraschung erlebt. Für mich ist es also eine spannende Verkostung.
Kräftig kupferfarben steht das Bier im Glas. Obwohl das Bier klar ist, kann ich keine Kohlensäure sehen. Über dem Bier bildet sich eine durchschnittliche Menge feinporiger Schaum, cremefarben und mit recht langer Standzeit.
Das Aroma enthält Düfte von Toffee, Früchten und Kräutern. Dieses recht komplexe Aroma macht Lust auf den ersten Schluck.
Der Antrunk ist relativ süß. Jetzt kann ich auch das erste Mal die Kohlensäure feststellen. Sie ist sehr feinperlig, aber leider auch in sehr geringer Menge vorhanden. Der Körper ist dagegen der der helle Wahnsinn – Süße, Säure und Bitter stehen in absolut ausgeglichenen Verhältnis zueinander und bilden zusammen mit einem zusätzlichen leicht rauchigen Geschmack (kommt da auch noch etwas Whisky durch?) einen intensiven, runden, vollen und ausgewogenen Eindruck. Obwohl der Abgang wirklich mild ist, klingt er lange nach.
Dieses Bier ist wirklich außergewöhnlich. Es gehört zu den wenigen Bieren, denen es gelingt, sowohl mir als auch meiner Frau wirklich gut zu gefallen. So ein Bier würde ich mir wirklich häufiger wünschen.
Zutaten:
Brauwasser, Gerstenmalz (Caramelmalz, dunkle Braumalze, Pilsener Malz), Hopfen (Perle, Tradition, Cascade), Hefe
Alkoholgehalt:
5,5 % Vol.
Stammwürze:
13,2 %
Brauerei:
Störtebeker Braumanufaktur GmbH
18439 Hansestadt Stralsund
www.stoertebeker.com




Hasselt ist als die Stadt des guten Essens in Flandern bekannt. Die Hausbrauerei Jessenhofke in Hasselt ist so eigensinnig wie ihr Brauer Gert. Schon als Kind war er vom reinen Geschmack begeistert. Sein Großvater, ein Gin-Destillateur, lehrte ihn, dass Kräuter den Unterschied ausmachen. Auf der Suche nach dem ultimativen Geschmack ließ er sich, von den alten Ägyptern inspiriert, ein Bier mit Knoblauch brauen, wobei der Knoblauchgeschmack nicht übermäßig dominant war, aber eine subtile Note beisteuerte, die sein Bier perfektionierte. Seine Freunde nannten dies das beste Bier aller Zeiten und die „Limburgse Biervrienden“ zeichneten es als das „besten Hausgebräu des Jahres 2002“ aus. Dies war der Beginn seiner Brauerei, die heute sechs unterschiedliche Biere auf den Markt bringt.



Die Brauerei verspricht bei diesem BBier ein helles obergäriges Trippel. Hopfen und Malz stammen aus biologischem Anbau und der Brauvorgang soll klimaneutral vonstatten gehen. Wenn das alles stimmt, kann bei diesem Bier vermutlich nichts schieflaufen. Mache ich also die Flasche auf.