Archiv der Kategorie: Biobier

Riedenburger – Ur-Helles

Jetzt steht das Ur-Helle aus Riedenburg vor mir und wartet auf seine Verkostung. Riedenburg liegt im Altmühltal, einer der schönsten Gegenden Deutschlands. Ins Auge sticht mir auch das Bioland-Logo, das anzeigt, dass es sich bei den Rohstoffen für dieses Bier um „echtes“ Bio handelt, nicht um EU-Bio, das zumindest einen weniger guten Ruf als beispielsweise Bioland und Demeter hat. Außerdem steht auf dem Etikett, dass die Brauerei für sich in Anspruch nimmt, die älteste Brauerei Bayerns zu sein, die ausschließlich Rohstoffe aus biologischem Anbau verwendet. Mit diesem Anspruch steht sie allerdings nicht allein; auch die Altstadtbrauerei in Nürnberg erhebt diesen Anspruch. Welche der beiden Brauereien nun Recht hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Es ist aber auch nicht wirklich wichtig. Kommen wir nun zum Bier.

Golden und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die sahnige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt sehr lange erhalten.

In der Nase unterstützt der Duft des Malzes den Hopfen, der Noten nach Kräutern und Blumen beiträgt. Das Aroma ist gut ausgewogen und ich hoffe, eines der wenigen Hellen vor mir zu haben, die mich begeistern können.

Der Antrunk ist moderat süß, was zu der recht sparsam vorhandenen und sehr feinperligen Kohlensäure passt. Auf der Zunge kommt das Bitter in den Vordergrund, das durch eine leichte fruchtige Säure unterstützt wird. Im Vergleich zu anderen Hellen hält sich das Malz hier im Hintergrund. Das Mundgefühl ist weich und recht voll. Insgesamt habe ich ein wirklich süffiges Bier vor mir. Der Abgang ist mild und mit kurzem Nachklang.

Anfangs konnte mich das Ur-Helle von Riedenburger wirklich begeistern. Leider wird der sehr positive Eindruck durch den schwachen Abgang zunichte gemacht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Spalter Select), Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Riedenburger Brauhaus
Hammerweg 5
93339 Riedenburg
www.riedenburger.de

BierSelect

Jessenhofke – RGLR

Aus Flandern stammt das Pale Ale mit dem merkwürdigen Namen, das jetzt vor mir steht. Eine Besonderheit ist, dass die Zutaten für das Bier aus biologischem Anbau stammen. Obwohl – das ist nicht wirklich überraschend, wenn wir uns die Geschichte dieses Biers ansehen: Der ökologische Caterer Dauranta wollte ein leichtes Bier zur Mittagszeit und Empfänge servieren. Jessenhofke braute diesen niedrig-alkoholischen Durstlöscher für das Unternehmen. Dafür verwendeten sie drei biologische Hopfensorten, die Joris Cambie aus Poperinge anbaut und die die Brauerei auch in anderen Bieren verwendet.

Hell golden und gefiltert fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. An der Optik gibt es schon mal nichts zu meckern.

Das Aroma ist gleichzeitig frisch und herb. Mir gefällt, dass sich der Malzkörper mit seinem Biskuitduft gut gegen den Hopfen durchsetzen kann. Obwohl für dieses Bier drei Hopfensorten verwendet wurden, drängt sich der Hopfen nicht in den Vordergrund und trumpft eher mit holzig-harzigen und würzigen Noten aus dem Hintergrund auf. Langsam stellt sich bei mir Begeisterung ein.

Der Antrunk weist eine mittlere Süße sowie sehr viel kräftige Kohlensäure auf. Der Körper ist eher schlank und mit überraschend wenig Bitter, trotzdem aber rund. Im Abgang wird das Bier trockener und es bleibt mild mit einem kurzen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Malz, Hopfen( Challenger, Goldings, Fuggles), Hefe

Alkoholgehalt:

3,5 % Vol.

Bittereinheiten:

15 IBU

Farbe:

6 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 12° Celsius

Brauerei:

Jellenhofke
Simpernelstraat 17
3511 Hasselt
Belgien
www.jessenhofke.be

Åbro Original

Schweden ist nicht unbedingt das erste Land, das mir einfällt, wenn es um das Thema Bier geht. Und doch gibt es in diesem skandinavischen Land eine ganze Reihe Brauereien, die wirklich ansprechende Biere brauen. Eine Besonderheit des schwedischen Biers ist der geringe Alkoholgehalt. Bei mehr als drei Volumenprozent Alkohol steigt die Alkoholsteuer stark an, so dass die meisten Brauereien auch ein Bier knapp unter dieser Grenze anbieten.

Das Åbro Original ist ein Lager mit 5,2 Volumenprozent Alkohol und stammt aus der Åbro Bryggeri, Schwedens ältester familiengeführten Brauerei im südöstlichen Vimmerby (Småland), die dieses Bier bereits seit ungefähr eineinhalb Jahrhunderten braut. 2014 gewann die Brauerei übrigens für die Bierflasche mit dem 3-D-Löwen den renommierten Red Dot Award. Aber ich will mich hier nicht mit der Flasche beschäftigen, sondern mit dem Inhalt. Öffne ich die Flasche also.

Intensiv goldfarben und gefiltert fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone.

Frische Düfte nach Getreide und Karamell steigen mir in die Nase, dazu die Würze des Hopfens mit dem Duft nach frischem Gras und einem Hauch Zitrone.

Der Antrunk ist recht süß und die feinperlige Kohlensäure ist auffällig knapp dosiert. Auf der Zunge überlagert das Bitter die Süße, so dass bei mir ein unausgewogener Eindruck entsteht. Das Mundgefühl ist aber angenehm weich. Im Abgang wird das Bitter noch verstärkt, es klingt aber nur kurz nach.

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

6° Celsius

Brauerei:

AB Åbro Bryggeri
Åbrovägen 13
598 40 Vimmerby
Schweden
www.abro.se

Glossner – Neumarkter Torschmied’s Dunkel

Die Brauerei Glossner ist in Neumarkt in der Oberpfalz beheimatet. Am besten stellt das Unternehmen sich selbst einmal vor: „Wir sind die inhabergeführte, unabhängige Privatbrauerei, seit 444 Jahren in einer patrilinearen Familientradition seit 1574, heute in der 14. Generation. Die Inhaberfamilie, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zu einem stets pfleglichen, herzlichen und fördernden persönlichen Kontakt zu unseren Kunden, Partnern und Freunden verpflichtet. Unser unternehmerisches Handeln ist von der Verantwortung für die nächsten Generationen unserer Mitarbeiterfamilien und für unsere Gesellschaft geprägt. Die Verantwortung für hochfeine GLOSSNER BIERE liegt bei uns als Inhaber persönlich und leidenschaftlich. Wir verwenden soweit möglich ausschließlich Rohstoffe von Landwirten aus der Region, die nach den Richtlinien des neutral kontrollierten Vertragsanbaus produzieren. Unser Hopfen stammt aus den Anbaugebieten von Spalt, Hersbruck sowie aus der Hallertau. Wir brauen hochfeine GLOSSNER BIERE schon immer mit klassischer Gärung und kalter Reifung unter Verzicht auf Druck und Wärme sowie andere beschleunigende Faktoren. Wir geben unseren Bieren Zeit zum Reifen. Hierbei beachten wir wirtschaftliche, ökologische, ethische und klimaverantwortende Grundsätze. Wir bekennen uns zu frischen Bieren und achten stets auf ein frisches Ausschankerlebnis bei unseren Kunden. Die Qualität und Reinheit unserer GLOSSNER BIERE wird ständig in unserem eigenen Labor sowie in externen Labors qualifiziert und zertifiziert. Wir fördern die Biervielfalt durch ein breites Angebot von obergärigen, untergärigen und Saisonbieren – aus konventioneller sowie aus biologischer Herstellung. Damit soll dem individuellen Anspruch eines jeden Bierkenners erfüllt werden können. Die Gesellschaft, die Gastlichkeit, die Zünftigkeit und die bayerische Bierkultur liegen uns persönlich am Herzen und sollen weiterhin unterstützt und gelebt werden. Wir füllen unsere Biere ausschließlich in umweltfreundliche Mehrwegflaschen ab.“

So, dass sind ja etliche Ansprüche, die die Brauerei an sich selbst stellt und die es zu erfüllen gilt. Mal sehen, ob das hier geklappt hat.

Dunkel bernsteinfarben präsentiert sich das Bier im Glas. Die kleine feinporige und hellbraune Schaumkrone löst sich schnell auf. An der Optik sollte die Brauerei wirklich noch etwas feilen.

Der Antrunk ist recht süß, was aber zur reichlich vorhandenen feinperligen Kohlensäure passt. Auf der Zunge kommt ein leichtes Bitter dazu, aber das Mundgefühl ist recht schlank. Das Bitter bleibt auch im Abgang erhalten und es klingt einige Zeit nach.

Das Bier hat keinen Fehler, aber irgendwie ist es auch nicht in der Lage, mich zu begeistern.

Zutaten:

Mineralwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Brauerei:

Neumarkter Glossnerbräu KG
Deininger Weg 88
92318 Neumarkt i.d. OPf.
www.glossner.de

Budels White Gose

Normalerweise ist eine Gose bekanntlich ein leicht saures Bier, das einen minimalen Salzgeschmack mit sich bringt. Früher wurde für die Säure die Spontangärung verwendet, während heute Milchsäurebakterien eingesetzt werden. Der Name stammt vom niedersächsischen Flüsschen Gose, das auch der Stadt Goslar seinen Namen verlieh. Diese Gose ist einzigartig: es ist die erste Gose, die ich erlebe, deren Zutaten aus biologischem Anbau stammen. Außerdem ist es die bislang einzige mir bekannte Gose aus den Niederlanden. Außerdem kenne ich keine andere Gose, die biozertifiziert ist. Die White Gose wird seit 2019 gebraut.

Blassgolden und leicht hefetrüb zeigt sich die White Gose im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und löst sich sehr schnell auf. Die Optik enttäuscht mich, da bin ich aus Budels wirklich etwas besseres gewöhnt.

Das Aroma verrät eine leichte frische und fruchtige Säure, die an Birnen und grüne Äpfel erinnert. Das Getreide, besonders der Weizen, hält sich diskret im Hintergrund und rundet die anderen Aromen eher ab.

Der Antrunk ist frisch und spritzig. Er erinnert mit seiner Rezenz und leichten Säure eher an einen guten Sekt.Und so geht es auch weiter. Fruchtig und süßsauer präsentiert sich die Gose auf der Zunge. Selten habe ich eine so fruchtige Gose erlebt. Sie erinnert mich an einen Obstwein. Das Mundgefühl ist voll und rund. Der Abgang ist mild und trocken.

Für den Sommer ist die White Gose aus Budels unübertrefflich. Die frische Säure macht munter und auch für heiße Tage sollte der moderate Alkoholgehalt nicht zu viel sein.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Zitrus, Koriander, Salz

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Bittereinheiten:

12 IBU

Farbe:

8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Budelse Brouwerij B.V.
Nieuwstraat 9
6021 Budel
Niederlande
www.budels.nl

Budelse – Budels Bio Pilsener

Vor mir steht jetzt Budels Bio Silsener. Es kommt von Budelse Brouwerij B.V. in Budel in der niederländischen Provinz Noord Brabant. Nach Angaben der Brauerei wird das Bier vollständig aus Zutaten gebraut, die aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Das ist ja nicht in allen Fällen ein Garant für einen guten Geschmack, in der aber schon. Mal sehen, wie es diesmal aussieht.

Kräftig golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die Scheumkrone ist nur klein und sie fällt schnell in sich zusammen. Damit ist die Optik schon mal etwas enttäuschend.

Das Bier duftet nach Karamell, dazu ein Hauch Fruchtigkeit, der an Feigen erinnert. Abgerundet wird das Aroma durch einige würzige Noten.

Der Antrunk ist überraschend süß und sehr rezent. Auf der Zunge gesellt sich ein passendes Bitter dazu. Das Mundgefühl ist zwar voll, aber irgendwie macht das Bier keinen ausgewogenen Eindruck. Der Abgang ist dann überraschend mild mit einem sehr kurzen Nachklang.

Ich kann mir nicht helfen, aber dieses Bier enttäuscht mich auf der ganzen Linie. Es macht einen wirklich unfertigen Einduck.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

6° -8° Celsius

Brauerei:

Budelse Brouwerij B.V.
Nieuwstraat 9
6021 HP Budel
Niederlande
www.budels.nl

Loncium – Classic

Nun steht ein handwerklich gebrautes Biobier aus Österreich vor mir. Da das Etikett nicht allzu viel hergibt bin ich zunächst einmal auf die Website der Brauerei gegangen, um zu versuchen, noch weitere Informationen zu erhalten. Leider wird dieses Bier dort nicht erwähnt. Ich gehe daher davon aus, dass dieses Bier nicht mehr gebraut wird.

Intensiv goldgelb zeigt sich das Bier im Glas, darüber gemischtporiger weißer Schaum und ich sehe, dass das Bier recht wenig Kohlensäure enthält.

Das Aroma ist getreidig-teigig und leicht bitter.

Der Antrunk enthält wenig Süße, es handelt sich also offensichtlich um ein recht trockenes Bier. Der Körper ist ziemlich bitter und zeigt eine leichte Säure. Trotzdem ist das Bier einigermaßen süffig. Der Abgang ist bitter und der Geschmack bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Insgesamt macht das Bier auf mich einen etwas unausgeglichenen Eindruck. Um es zu mögen muss der Konsument auf recht bittere Biere stehen. Allerdings habe ich das Bier auch nicht wie von der Brauerei empfohlen bei 7° C getrunken, sondern bei Zimmertemperatur, da bei dieser Temperatur die Aromen und Geschmäcker der Biere besser zur Geltung kommen. Könnte ich das Bier noch einmal nachkaufen, würde ich den Test noch einmal mit gekühltem Bier wiederholen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,8° Plato

Brauerei:

Biermanufaktur Loncium GmbH
9640 Kötschbach-Mauthen 60
Österreich
http://www.loncium.at

Klosterhof – Hopfenfuchs

Zunächst einmal das Versprechen der Brauerei zum Klosterhof in Heidelberg: „Eine ganz besondere Bierspezialität, mit dem besonderen Hopfenaroma ohne bitter zu sein. Frisch gepflückter Bio-Cascade Hopfen aus der Hallertau und verschiedenste Biomalze machen unseren Hopfenfuchs zu einem besonderen Genuss für alle Sinne.“ Na, dann wollen wir doch mal sehen, was der Braumeister für uns gezaubert hat.

Die Farbe bewegt sich irgendwo zwischen fuchsrot und bernsteinfarben. Damit wäre schon mal die Namensgebung dieses Bieres geklärt. Das hefetrübe Bier bildet eine durchschnittliche Schaumkrone, die leicht beige ist und durchschnittlich lange erhalten bleibt.

In der Nase halten sich Karamell- und Zitrusaromen die Waage. Sie werden durch den Duft von Gras unterstützt. Damit macht der Hopfenfuchs schon mal einen guten Eindruck.

Der Antrunk zeigt, dass dieses Bier viel sehr feinperlige Kohlensäure enthält. Die Süße ist nicht sonderlich ausgeprägt, aber eindeutig vorhanden. Auf der Zunge zeigt sich eine gute Balance zwischen Süße, Säure und Bitterstoffen. Die Fruchtnoten des Hopfens halten sich diskret im Hintergrund und dienen lediglich der Abrundung des Geschmacks. Der Abgang ist angenehm kräftig bitter und die Grasnoten kommen wieder zum Tragen. Der Geschmack klingt durchschnittlich lange nach.

Der Hopfenfuchs ist das Bier, das mir von den Erzeugnissen der Brauerei zum Klosterhof am Besten gefällt. Die Brauerei schreibt weder auf der Website noch auf dem Etikett der Flasche, um welchen Bierstil es sich handelt; ich halte es aber für ein Bockbier.

Zutaten:

Wasser, Bio-Gerstenmalz, Bio-Aromahopfen (Cascade, Perle, Tradition, Tettnanger), Hefe

Stammwürze:

13° Plato

Brauerei:

Brauerei zum Klosterhof GmbH
Stiftweg 4
69118 Heidelberg
www.brauerei-zum-klosterhof.de

Hofmark – Pils

Jetzt steht nach längerer Zeit mal wieder ein Bier vor mir, das aus biologischen Zutaten gebraut wurde. Nun macht der Bio-Anbau das Bier nicht zwangsweise besser, aber wenn eine Brauerei die teuren Rohstoffe verwendet, geht sie in der Regel auch behutsam damit um, lässt dem Bier die Zeit zum Reifen… Diese Faktoren beeinflussen den Preis stärker als die Zutaten und sorgen in der Regel für einen besseren Biergenuss.

Daher weisen die Bio-Brauer meist auch in ihrem Webauftritt darauf hin. Die Brauerei Hofmark aus Loifling in der Pfalz macht da eine Ausnahme. Hier die Infos, die auf der Website zu finden sind: „Fein glänzend und in einem sattem Gold präsentiert sich das schaumgekrönte Pils. Seinen Geruch prägen grüne Noten, dezent nach Wiesenkräutern sowie würzige Hopfenaromen. Es ist angenehm spritzig und sehr erfrischend. Beim Trinken spürt man wie sich nach und nach um den leicht vollmundigen Körper eine intensive, harmonische und feinherbe Bittere aufbaut, welche dann langsam am Gaumen ausklingt.“ Diese Beschreibung ist eher auswechselbar und von daher für ein Biobier ungewöhnlich.

Goldgelb und kristallklar strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber bildet sich eine durchschnittliche Menge feinporiger Schaum, der lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier einen guten Eindruck.

Das Aroma ist malzbetont, unterstützt durch die Düfte grüner Äpfel und Birnen.

Der Antrunk ist frisch und durch die reichlich vorhandene Kohlensäure spritzig. Schnell kommt eine angenehme Bittere dazu. Obwohl der recht kräftige Körper nicht allzu fruchtig ist, macht das Bier einen vollmundigen frischen und süffigen Eindruck. Im Abgang wird das Pils trockener mit einem freundlichen Bitter, das lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz aus kontrolliert biologischem Anbau, Hopfen aus kontrolliert biologischem Anbau

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Bittereinheiten:

21 IBU

Brauerei:

Hofmark Brauerei KG
Hofmarkstraße
93455 Loifling b. Cham
www.hofmark-brauerei.de

Liebhart’s – Dunkel Landbier

Nun wartet mal wieder eines der Biobiere aus der ostwestfälischen Brauerei Liebharts vor mir, das Bio Dunkel Landbier. Die meisten Biere aus biologischen Grundstoffen werden mit viel Sorgfalt gebraut, was sich auch im Geschmack niederschlägt. Dementsprechend hoch sind jetzt meine Erwartungen.

Die Farbe des Bieres gefällt mir schon mal. Das Bier zeigt sich in einem sehr dunklen Rot, dazu reichlich Kohlensäure. Der sehr knapp bemessene Schaum ist hellbraun, gemischtporig und er verschwindet sehr schnell.

Das süßliche Aroma wird vom Malz bestimmt, unterstützt vom Duft nach Datteln und anderen Trockenfrüchten. Bei der dunklen Farbe hätte ich mehr Röstaromen erwartet, aber der Duft ist durchaus sehr angenehm.

Der Antrunk ist süßlich. Nach kurzer Zeit kommen die Röststoffe zum Vorschein. Leider hält sich der Hopfen sehr im Hintergrund, er ist eher zu erraten als zu erschmecken. Auch der sehr lange Abgang wird durch die Röststoffe bestimmt. Aber insgesamt bin ich von diesem Bier eher enttäuscht, ich empfinde es eher als langweilig.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Liebhart’s Privatbrauerei
Am Gelskamp 6
32758 Detmold
http://www.residenz-biere.de