Witbier, ein ursprünglich belgischer Bierstil, verbreitet sich auch in Deutschland immer weiter. Er kann einfach durch seine unübertroffene Fruchtigkeit überzeugen, ohne dabei das Bitter eines IPA mit sich zu bringen. So verwundert es auch nicht, dass die Störtebeker Braumanufaktur in Stralsund 2020 erstmals dieses Sommerbier ins Programm genommen hat. Ich bin mir nicht sicher, aber meines Wissens ist das Mittsommer-Wit das erste Witbier, das mit Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau gebraut wurde.
Hell goldfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich große feinporige Schaumkrone löst sich leider sehr schnell auf.
Das Aroma ist fruchtig und würzig. Stiltypisch stehen die Düfte der Bitterorangenschale und des Korianders im Vordergrund. Dazu kommt der Duft weißen Pfeffers und die Kamille rundet das Aroma ab. Damit steigt mit dem Mittsommer-Wit deutlich mehr Komplexität in die Nase als bei anderen Witbieren.
Der Antrunk ist frisch und spritzig, genau wie ich es erwartet habe. Auf der Zunge ist das Bier mit seiner leichten Säure ausgesprochen fruchtig. Die Kräuter sind deutlich zu schmecken und das Malz sorgt für ein cremiges und leichtes Mundgefühl. Erst im Abgang kommt erstmals eine bittere Note zum Vorschein, die gemeinsam mit den Gewürzen lange nachklingt.
Zutaten:
Brauwasser, Gerstenmalz, Weizen, Haferflocken, Hopfen (Ariana), Orangenschalen, Pomeranzenschalen, Koriander, Timut Pfeffer, Kamillenblüten, Hefe.
Alkoholgehalt:
4,7 % Vol.
Empfohlene Genusstemperatur:
6° – 8° Celsius
Brauerei:
Störtebeker Braumanufaktur GmbH
Greifswalder Chaussee 84-85
18439 Stralsund
www.stoertebeker.com
Es ist inzwischen schon mehr als zehn Jahre her – aber im Jahr 2010 wurde das Keller-Bier 1402 der Störtebeker-Brauerei in Stralsund beim World Beer Award als das weltbeste
Bereits seit einiger Zeit sind einige der Biere aus der Biermanufaktur Engel in Crailsheim als biologisch zertifiziert. Auch das alkohlfreie Kellerbier, das jetzt vor mir steht, gehört dazu. Mal sehen, wie sich das Bier so macht.
Pilsener Biere aus Belgien sind recht selten. Umso erstaunlicher finde ich es, dass dieBrasserie de Silly gleich zwei Pilsener im Angebot hat – eines aus konventionellen Zutaten und ein Biobier. Die Brauerei schreibt, dass das Biobier milder sei als das konventionelle Bier. Mal sehen, ob das stimmt.
So umweltfreundlich wie möglich, selbstverständlich Bio – die Philosophie von Cemal Cattaneo und Manfred Jus, den Gründern von Wunderbräu, habe ich bereits an anderer Stelle vorgestellt. Kommen wir also sofort zum Bier, diesmal einem hellen und alkoholfreien Weizen.
Nun steht wieder einmal ein Bier von Wolfscraft vor mir, der Bio-Brauerei aus München. Die Brauer beschreiben ihre Philosophie so: „Alles begann mit ein paar Bier (zuviel) und der Feststellung, dass inzwischen fast alle Biere gleich schmecken. Dabei sollte Bier unangepasst wie ein Wolf sein, fanden wir. Aus der Bieridee wurde eine Mission und so entstehen durch viel Handwerk, Alpenquellwasser und reichlich Gabe an regionalen Qualitätszutaten klassische deutsche Biere mit modernem „Twist“. Und dass der Wolf dabei unser Symbol für den Widerstand gegen Einheitsbiere werden würde, lag wohl auf der Hand.“ OK, dann will ich mal das erste alkoholfreie Bier aus Bayern verkosten.
Über die ökologische Firmenpolitik von Wunderbräu habe ich ja an anderer Stelle bereits geschrieben. So kann ich direkt zum Bier kommen, das jetzt vor mir steht. Es handelt sich dabei um ein biologisches und alkoholfreies Weizenbier handelt.
Nun steht mal wieder ein Bier aus der Belgoo Brewery vor mir. Diesmal handelt es sich um ein IPA, dessen Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Ich will mich aber gar nicht lange mit der Vorrede aufhalten, sondern werde direkt die Flasche öffnen und ins Glas einschenken.
Aus Riedenburg kommt das alkoholfreie Helle, das jetzt vor mir steht. Eine Besonderheit weist das Riedenburger Brauhaus auf: die Rohstoffe sind nicht nur EU-Bio, sondern echtes Bio, in diesem Fall Bioland. Außerdem braut Riedenburger bereits seit vielen Jahren mit Rohstoffen aus biologischem Anbau, das Unternehmen ist also nicht auf einen fahrenden Zug aufgesprungen, sondern gehört zu den Pionieren der biologischen Biere.
In Mühldorf am Inn in Oberbayern ist die Brauerei Unertl beheimatet, die insgesamt sechs Weißbiere sowie einen Weißbierschnaps im Angebot hat. Noch bayrischer geht es ja wohl kaum noch. Und von dort kommt das alkoholfreie Weizenbier mit Dinkel, das jetzt vor mir steht. So weit ist das Bier ja schon fast normal, aber die Brauerei hat noch einen draufgelegt: die Zutaten für dieses Bier stammen aus biologischem Anbau. Und um die Krone aufzusetzen ist es nicht nur EU-Bio light, sondern echtes von Bioland zertifiziertes Bio. Mehr geht kaum. Das schlägt sich auch in der Qualität nieder, denn dieses Bier hat im Jahr 2010 im World Beer Cup die Silbermedaille erhalten. Dann will ich das Bier mal verkosten und feststellen, wie es mir gefällt.