Archiv der Kategorie: Biertest

Nürnbier – Drei im Seidla

Für die Leser, die nicht aus Franken kommen, muss ich den Namen dieses Bieres vermutlich erst einmal erklären. Ein Seidla ist einfach der fränkische Ausdruck für einen Bierkrug. Bekannter und dabei ähnlich ist auch der Name Seidel. Außerdem spielt der Name auf einen Snack an, den es vermutlich nur in Nürnberg gibt – Drei im Weckla. Das sind einfach drei Nürnberger Rostbratwürste, die zusammen in ein Brötchen gesteckt werden. Und so haben die drei Brauer bei diesem Bier sowohl drei Malze als auch drei Hopfensorten verwendet. Soviel zum Namen. Kommen wir nun zum Bier.

Golden und nur leicht hefetrüb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine voluminöse feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Aromoa ist ausgesprochen fruchtig. Ich rieche Zitrusfrüchte, Ananas, Mandarine und Mango. Abgerundet wird das Aroma durch eine leichte Karamellnote des Malzes.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße aus. Die Kohlensäure ist feinperlig, aber kräftig. Auf der Zunge bildet sich ein zur Süße passendes fruchtiges Bitter, das mich an den Geschmack erinnert, den ich im Mend habe, wenn ich auf einen Zitronenkern beiße. Das Mundgefühl ist voll und weich. Im Abgang lässt das Bitter etwas nach, aber es klingt trotzdem lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Wiener Malz, Carapils), Hopfen, (Mandarina Bavaria, Hallertauer Blanc, Polaris), Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Brauerei:

R&W Bierspezialitäten Nürnberg GmbH
Äußere Laufer Gasse 6
90403 Nürnberg

Postel Tripel

Wikipedia beschreibt die Geschichte der Brauerei, aus der das Postel Tripel stammt, mit folgenden Worten: „Die Brauerei wurde 1988 durch den Zusammenschluss der beiden vormals eigenständigen Brauereien Maes (in Waarloos) und Cristal Alken (in Alken) gegründet. Im Jahre 2000 kaufte Scottish & Newcastle die Brauerei – wurde aber selbst 2008 von Carlsberg und Heineken übernommen. Alken-Maes gehört seit dieser Zeit zum Heineken-Konzern.“ Na, dann will ich mir das Bier mal zu Gemüte führen.

Hell bernsteinfarben präsentiert sich das Bier im Glas. Die sehr voluminöse Schaumkrone ist feinporig, fällt aber recht schnell in sich zusammen.

Düfte nach Biskuit steigen mir in die Nase, dazu einige blumige Noten.

Der Antrunk ist recht süß und die Kohlensäure ist feinperlig. Auf der Zunge entwickelt sich ein überraschend kräftiges Bitter, das für ein volles Mundgefühl sorgt. Im Abgang wird das Bitter noch etwas kräftiger und es klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Glucosesirup, Zucker, Hopfen, Hopfenextrakt, Hefe

Alkoholgehalt:

9,0 % Vol.

Brauerei:

Br. Alken-Maes S.A.
Ringlaan 18
1745 Opwijk
Belgien
www.alken-maes.be

Joybräu – Proteinbier + Zitrone

Wieder einmal steht ein Bier von Joybräu in Hamburg vor mir. Und wieder einmal bin ich etwas zurückhaltend. Bier ist für mich ein Genussmittel, also ein Lebensmittel, das in Maßen getrunken und genossen werden will. Und jetzt steht zum zweiten Mal ein Bier vor mir, das eine Funktion verspricht, nämlich Sportlern zu helfen, die bei ihrem Sport verlorenen Mineralstoffe und Vitamine wieder aufzufüllen. Ob das Joybräu, das in diesem Fall nicht einmal ein Bier ist, sondern ein Alsterwasser, dies leisten kann, müssen andere entscheiden. Ich kann mich nur mit der Qualität des Geschmacks beschäftigen. Beim ersten Bier der Hamburger war der Geschmack überraschend gut. Mal sehen, wie dieses Getränk mir gefällt.

Intensiv goldfarben und gefiltert läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Die Optik ist mal wieder richtig gut gelungen.

Das Aroma erinnert eher an Zitronenlimonade, das Bier kommt nur aus dem Hintergrund zum Vorschein. Nun gut, es handelt sich hier um ein Alsterwasser, also eine Mischung von Bier und Zitronenlimonade. Allerdings steht für mich die Limonade zu sehr im Mittelpunkt, zumindest im Aroma. Aber das ist reine Geschmackssache, die durch die eigenen Vorlieben bestimmt wird.

Der Antrunk ist süß, gefallen kann mir aber die feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge gesellen sich die Bitterstoffe des Hopfens zu Süße. Das Mundgefühl ist eher schlank. Im Abgang dominiert dann das Bitter und es klingt lange nach, es wirkt aber recht künstlich.

Mich kann das Proteinbier mit Zitrone nicht überzeugen. Mit einer anderen Zitronenlimonade, die den natürlichen Zitronengeschmack mehr in den Mittelpunkt stellt, würde mir das Produkt sicher besser gefallen. Aber dann könnte es eventuell die Erwartungen der durchschnittlichen Kunden nicht erfüllen.

Zutaten:

Alkoholfreies Bier (Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Hopfen), Aminosäurenzubereitung (Wasser, BCAA(L-Leucin, L-Isoleucin, L-Valin), a-L-Alanin, L-Carnitin, Erfrischungsgetränk mit natürlichem Zitronenaroma (Wasser, natürliches Zitronenaroma mit anderen natürlichen Aromen)

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

JoyBräu GmbH
Doormannsweg 43
20259 Hamburg
www.joybraeu.de

Belgoo – Saisonneke Bio

Nun steht mal wieder ein Bier aus der Belgoo Brewery vor mir. Diesmal handelt es sich um ein IPA, dessen Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Ich will mich aber gar nicht lange mit der Vorrede aufhalten, sondern werde direkt die Flasche öffnen und ins Glas einschenken.

Weizengelb und opalisieren präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich große Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. An der Optik ist also nichts zu kritisieren.

Das Aroma ist sehr fruchtig. Düfte nach Zitrone, Grapefruit und Honis steigen mit in die Nase.

Der Antrunk ist daher ebefalls fruchtig. Dazu sorgt die reichlich vorhandene Kohlensäure sehr feinperlige Kohlensäure für eine angenehme Frische.

Auf der Zunge kommt ein kräftiges Bitter dazu, das aber die starke Fruchtigkeit nicht übertönt. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Abgang wird das Bier überraschend mild und zeichnet sich durch ein freundliches Bitter mit langem Nachklang aus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Hopfen (belgischer Bitterhopfen, Nelson Sauvin), Hefe

Alkoholgehalt:

4,4 % Vol.

Bittereinheiten:

34 IBU

Brauerei:

Brouwerij Belgoo
G. Wittouckstraat 61
1600 Sint-Pieters-Leeuw
Belgien
www.belgoobeer.com

Dickebast

Das Dickebast ist ein Lager aus dem im nördlichen Landkreis Hildesheim gelegenen Sarstedt. Der Namenszusatz Kloster-Bräu erinnert an die 500jährige Geschichte des Bierbrauens in Sarstedt. Damals nutzten die Brauer in Sarstedt eine Hufe Land des Michaelis-Klosters in Hildesheim. Eine Hufe Land entspricht der Fläche, die erforderlich war, um einer Bauersfamilie ein Auskommen zu sichern. In dieser Tradition sehen Maik-Oliver und Stefan das Dickebast.

Fuchsrot und hefetrüb fließt das Ber ins Glas. Die Schaumkrone ist eher mickrig und sie löst sich schnell auf.

Das Bier duftet nach Karamell. Dazu kommen würzige und auch einige holzige Noten.

Der Antrunk wird durch eine ordentliche Süße mit reichlich Kohlensäure dominiert. Auf der Zunge gesellt sich ein kräftiges Bitter dazu. Die würzigen und holzigen Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im milden Abgang wird das Bier trockener und es klingt durchschnittlich lange nach.

Nachdem mir die Optik zunächst nicht so recht gefallen konnte, überzeugt das Bier dann doch durch seinen Geschmack und Charakter, so dass es zu allen deftigen Speisen zu empfehlen ist.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Bierhefe

Alkoholgehalt:

5.0% Vol.

Bittereinheiten:

20 IBU

Farbe:

30 EBC

Brauerei:

Reimot Braumaufaktur
Voss-Str. 35b
31157 Sarstedt
www.sarstedter-bier.de

Flying Dutchman – Jah Jah Rub A Dub Mango IPA

Wieder einmal steht jetzt ein Bier des Flying Dutchman vor mir, jenes Niederländers, der vor längerer Zeit nach Finnland umgezogen ist und in Belgien in verschiedenen Brauereien als Gypsy-Brauer tätig ist. Das IPA von ihm ist schon etwas besonderes, denn es ist mit Mango gebraut. Aber ich will mich gar nicht lange mit der Vorrede aufhalten und das Bier gleich verkosten.

Intensiv goldfarben und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist feinporig und sie bleibt lange erhalten.

Das Aroma ist der reinste Obstkorb. Ich rieche Zitrusfrüchte, Grapefruit, selbstverständlich die Mango und aus dem Hintergrund kommt noch der Duft nach Karamell.

Der Antrunk ist recht trocken und er zeichnet sich durch eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge ist die Fruchtigkeit im Vordergrund, langsam wird die Süße kräftiger und das Bitter ist gut auf die Süße und Fruchtigkeit abgestimmt. Die Zitrusfrüchte stehen dabei im Vordergrund. Der Abgang ist wieder trocken und das Bitter klingt lange nach.

Zutaten:

Eine vollständige Zutatenliste verrät die Brauerei nicht. Nur soviel: das Bier wurde mit Gerstenmalz, Weizenmalz und Hafer gebraut. Als Hopfen wurden Galaxy, Mosaic und Citra verwendet.

Alkoholgehalt:

3,8 % Vol.

Bittereinheiten:

35 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° Celsius

Brauerei:

The Flying Duchman Brewing Co.
Tapolankuja 2
Vantaa
Finland
www.flyingdutchmanbrewingcompany.com

Greifla – Schwarz

Eigentlich kenne ich Schwarzbier in erster Linie aus dem Osten. Mit dem Greifla Schwarz steht aber nun eine fränkische Interpretation des Schwarzbiers vor mir.

Rubinrot, fast schwarz, präsentiert sich das Bier im Glas. Die elfenbeinfarbene feinporige Schaumkrone bleibt lange erhalten. Die Optik haben die Franken schon mal gut hinbekommen.

Der Duft dunkler Schokolade bestimmt das Aroma, dazu etwas Biskuit sowie leichte Rauchnoten.

Der Antrunk ist leicht süß. Die sehr feinperlige Kohlensäure ist eher knapp dosiert, aber da das Bier nur wenig süß ist, passt es mit der Kohlensäure durchaus. Auf der Zunge dominiert der Geschmack nach dunkler Schokolade sowie nach Mokka, Bitter ist eher zurückhaltend vorhanden. Es ist halt ein typisches fränkisches Bier. So ist auch das Mundgefühl weich, das Bier ist ausgewogen. Der Abgang ist mild, langsam kommt der Geschmack nach Espresso in meiner Kehle an und klingt dort lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

49 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Greif
Serlbacher Str. 10
91301 Forchheim
www.brauerei-greif.de

 

Liefmans Fruitesse – On The Rocks Alcohol Free

In einem 300 Jahre alten Gebäude in der belgischen Stadt Oudenaarde befindet sich die Liefmans-Brauerei. Am Ufer der Schelde gelegen, ist dies wahrscheinlich eine der am schönsten gelegenen Brauereien Belgiens. Die Brauerei besteht bereits seit dem 17. Jahrhundert und ist vor allem für ihre Fruchtbiere bekannt. Anfangs wurden die Biere aus den überschüssigen Kirschen der örtlichen Landwirte hergestellt, aber mit der Zeit wurden auch andere Obstsorten in die Biere integriert. Vor kurzem wurde eine alkoholfreie Version von Liefmans Fruitesse On The Rocks in das Sortiment aufgenommen.

Um Liefmans Fruitesse Alcohol-Free zu brauen, verwenden die Braumeister die gleiche Methode wie für das klassische Fruitesse mit Alkohol. Die Brauerei verspricht, dass der Brauer den Gärungsprozess rechtzeitig stoppt, sodass das Bier alkoholfrei bleibt und der Geschmack und der typische Charakter von Liefmans Fruitesse erhalten bleiben.

Außerdem steht auf der Flasche von Liefmans Fruitesse On The Rocks eindeutig, dass das Bier in einem mit Eis gefüllten Glas serviert werden sollte. An heißen Tagen sorgt das Eis dafür, dass das Bier erheblich länger kalt bleibt. Fülle ich also mein Glas mit Eiswürfeln, öffne die Flasche und gieße ein.

Und dabei mache ich bereits meinen ersten Fehler, indem ich mit ganz normaler Geschwindigkeit eingieße. Sofort habe ich eine richtig dicke rosafarbene Schaumschicht im Glas, die aber relativ schnell in sich zusammenfällt, so dass ich fortfahren kann, das kirschrote alkoholfreie Liefmans einzuschenken. Diesmal bin ich aber vorsichtiger und gieße langsam ein. Jetzt sieht das Bier richtig einladend aus.

Der Duft roter Früchte steigt mir in die Nase, dazu süße Noten, so dass das Bier beinahe an Kuchen erinnert.

Der Antrunk ist dann nicht so süß wie erwartet. Leider ist die sehr feinperlige Kohlensäure recht knapp dosiert. Auf der Zunge ist das Bier intensiv fruchtig und erinnert an einen Obstwein aus gemischten Früchten; allerdings ist das Bier nicht so süß wie die meisten Obstweine. Das Mundgefühl ist voll und rund. Der Abgang ist mild und der Geschmack der Früchte klingt kurz nach.

Alles in allem ist dieses Liefmans-Bier ein echtes Sommerbier, das bei sommerlichen Temperaturen auf jede Terrasse und jeden Balkon passt.

Zutaten:

Wasser, Frucht (15 %: Kirschen, Himbeeren, Heidelbeeren, Holunderbeeren, Erdbeeren), Gerstenmalz, flüssiger Zucker, Fructose-Glucose-Sirup, Aroma, Schwarzes Karottenkonzentrat, Nahrungsmittelsäure, Zitronensäure, Acesulfame-K, Sucralose, Hopfen, Antioxidationsmittel: Ascorbinsäure

Alkoholgehalt:

0,0 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Liefmans
Aalststraat 200
9700 Oudenaarde
Belgien
www.liefmans.com

Imperial Blackberry Stout

Wohin mit den ganzen Brombeeren, die im Garten der Brauerei reif werden? Vor dieser Entscheidung standen die Jungs der Hildesheimer Braumanufaktur. Dabei lag die Lösung doch so nahe: Die Früchte kommen in ein Imperial Stout. Das Ergebnis ihrer Arbeit steht jetzt vor mir.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist mittelbraun und bleibt recht lange erhalten.

Düfte nach Schokolade und Rübensirup steigen mir in die Nase, abgerundet durch den Duft nach Vanille. Auch die Brombeeren kann ich riechen, allerdings halten sie sich diskret im Hintergrund.

Der Antrunk ist süß, wirklich süß und die Kohlensäure ist sehr feinperlig. Auf der Zunge kommen die Brombeeren stärker in den Vordergrund und auch die anderen Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Das Mundgefühl ist schwer und voll. Im Abgang kommen die Beeren in den Vordergrund, wo sie sich mit dem Schokoladengeschmack eigentlich gut vertragen. Allerdings würde ich mir etwas mehr Bitter wünschen und die Süße ist mir deutlich zu kräftig geraten. Das Bier wirkt geradezu marmeladig.

Eventuell sollte die Braumanufaktur aus den Brombeeren in Zukunft lieber einen richtig guten Brombeerwein machen. Eine Alternative wäre sicherlich auch ein Sauerbier mit Brombeeren zu brauen, so wie es die Belgier gerne machen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Gerstenröstmalz, Brombeeren (15 %), Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Stammwürze:

19 %

Brauerei:

Hildesheimer Braumanufaktur
Jan Pfeiffer und Malte Feldmann GbR
Goslarsche Landstraße 15
31135 Hildesheim
www.hildesheimer-braumanufaktur.de

St. Paul Triple

Bereits im Jahr 1651 begann die Familie Sterkens, ihr eigenes Bier zu brauen. Es waren Bauern und besonders in Belgien war es üblich, dass diese ihre Erntehelfer mit selbstgebrautem Bier versorgten. Daran erinnert heute noch der belgische Bierstil Saison. Die Familie Sterkens schrieb die Rezepte auf, nach denen sie braute. Diese Aufzeichnungen wurden über die Generationen hinweg weitergegeben. Irgendwann wurde das Brauen wichtiger als die Landwirtschaft und die Familie beschloss, sich ganz auf das Brauen zu konzentrieren. Heute braut die Brouwerij Sterkens in der 14. Generation und exportiert in mehr als 30 Länder auf allen Kontinenten.

Bei der Brussels Beer Challenge 2015 wurde das St. Paul Triple, das jetzt vor mir steht, wie folgt beschrieben:

Äußeres Erscheinungsbild: Tolle goldene Farbe mit weißer Schaumkrone, gute Haltbarkeit, mittlere Karbonisierung.

Aroma: Gutes Aroma, würzig, Ester und reines Malz.

Geschmack und Körper: Mittlerer bis voller Körper, gute Karbonisierung am Gaumen, ausgezeichnetes Mundgefühl, mittlere Süße, etwas Fruchtigkeit, guter Abgang.

Jetzt will ich mal sehen, ob das Bier auch ein halbes Jahrzehnt später noch dieser Beschreibung entspricht.

Rotgolden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist größer als die der meisten Biere und bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Das Aroma ist durch den Hopfen würzig, was der Karamellduft des Malzes noch unterstützt. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk offenbart neben einer geringen Süße eine reichlich dosierte Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt sich ein zur Süße passendes freundliches Bitter dazu, gepaart mit einer leichten Fruchtigkeit. Das Mundgefühl ist weich und voll. Im Abgang wird das Bier trockener. Die Würzigkeit dominiert jetzt und klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,6 % Vol.

Brauerei:

Sterkens NV
Wenenstraat 9
2321 Meer
Belgien
www.brouwerijsterkens.be