Für die Leser, die nicht aus Franken kommen, muss ich den Namen dieses Bieres vermutlich erst einmal erklären. Ein Seidla ist einfach der fränkische Ausdruck für einen Bierkrug. Bekannter und dabei ähnlich ist auch der Name Seidel. Außerdem spielt der Name auf einen Snack an, den es vermutlich nur in Nürnberg gibt – Drei im Weckla. Das sind einfach drei Nürnberger Rostbratwürste, die zusammen in ein Brötchen gesteckt werden. Und so haben die drei Brauer bei diesem Bier sowohl drei Malze als auch drei Hopfensorten verwendet. Soviel zum Namen. Kommen wir nun zum Bier.
Golden und nur leicht hefetrüb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine voluminöse feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.
Das Aromoa ist ausgesprochen fruchtig. Ich rieche Zitrusfrüchte, Ananas, Mandarine und Mango. Abgerundet wird das Aroma durch eine leichte Karamellnote des Malzes.
Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße aus. Die Kohlensäure ist feinperlig, aber kräftig. Auf der Zunge bildet sich ein zur Süße passendes fruchtiges Bitter, das mich an den Geschmack erinnert, den ich im Mend habe, wenn ich auf einen Zitronenkern beiße. Das Mundgefühl ist voll und weich. Im Abgang lässt das Bitter etwas nach, aber es klingt trotzdem lange nach.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Wiener Malz, Carapils), Hopfen, (Mandarina Bavaria, Hallertauer Blanc, Polaris), Hefe
Alkoholgehalt:
5,5 % Vol.
Stammwürze:
12° Plato
Brauerei:
R&W Bierspezialitäten Nürnberg GmbH
Äußere Laufer Gasse 6
90403 Nürnberg

Wieder einmal steht ein Bier von Joybräu in Hamburg vor mir. Und wieder einmal bin ich etwas zurückhaltend. Bier ist für mich ein Genussmittel, also ein Lebensmittel, das in Maßen getrunken und genossen werden will. Und jetzt steht zum zweiten Mal ein Bier vor mir, das eine Funktion verspricht, nämlich Sportlern zu helfen, die bei ihrem Sport verlorenen Mineralstoffe und Vitamine wieder aufzufüllen. Ob das Joybräu, das in diesem Fall nicht einmal ein Bier ist, sondern ein Alsterwasser, dies leisten kann, müssen andere entscheiden. Ich kann mich nur mit der Qualität des Geschmacks beschäftigen. Beim ersten Bier der Hamburger war der Geschmack überraschend gut. Mal sehen, wie dieses Getränk mir gefällt.
Nun steht mal wieder ein Bier aus der Belgoo Brewery vor mir. Diesmal handelt es sich um ein IPA, dessen Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Ich will mich aber gar nicht lange mit der Vorrede aufhalten, sondern werde direkt die Flasche öffnen und ins Glas einschenken.
Das Dickebast ist ein Lager aus dem im nördlichen Landkreis Hildesheim gelegenen Sarstedt. Der Namenszusatz Kloster-Bräu erinnert an die 500jährige Geschichte des Bierbrauens in Sarstedt. Damals nutzten die Brauer in Sarstedt eine Hufe Land des Michaelis-Klosters in Hildesheim. Eine Hufe Land entspricht der Fläche, die erforderlich war, um einer Bauersfamilie ein Auskommen zu sichern. In dieser
Wieder einmal steht jetzt ein Bier des Flying Dutchman vor mir, jenes Niederländers, der vor längerer Zeit nach Finnland umgezogen ist und in Belgien in verschiedenen Brauereien als Gypsy-Brauer tätig ist. Das IPA von ihm ist schon etwas besonderes, denn es ist mit Mango gebraut. Aber ich will mich gar nicht lange mit der Vorrede aufhalten und das Bier gleich verkosten.
Eigentlich kenne ich
In einem 300 Jahre alten Gebäude in der belgischen Stadt Oudenaarde befindet sich die Liefmans-Brauerei. Am Ufer der Schelde gelegen, ist dies wahrscheinlich eine der am schönsten gelegenen Brauereien Belgiens. Die Brauerei besteht bereits seit dem 17. Jahrhundert und ist vor allem für ihre Fruchtbiere bekannt. Anfangs wurden die Biere aus den überschüssigen Kirschen der örtlichen Landwirte hergestellt, aber mit der Zeit wurden auch andere Obstsorten in die Biere integriert. Vor kurzem wurde eine alkoholfreie Version von Liefmans Fruitesse On The Rocks in das Sortiment aufgenommen.
Wohin mit den ganzen Brombeeren, die im Garten der Brauerei reif werden? Vor dieser Entscheidung standen die Jungs der Hildesheimer Braumanufaktur. Dabei lag die Lösung doch so nahe: Die Früchte kommen in ein
Bereits im Jahr 1651 begann die Familie Sterkens, ihr eigenes Bier zu brauen. Es waren Bauern und besonders in Belgien war es üblich, dass diese ihre Erntehelfer mit selbstgebrautem Bier versorgten. Daran erinnert heute noch der belgische Bierstil