Das Arrogant Bastard kann ich wohl mit Fug und Recht als eines der bekanntesten Biere der Craft Beer-Bewegung in den USA bezeichnen. Brauer Steve Wagner gabe einem Rezept zuviel Malz bei, was zu einem ungewöhnlichen Bier führte, jedoch nicht zum gewünschten Ergebnis. Anfangs zögerten die Gründer Wagner und Koch, das Bier auf den Markt zu bringen. Schließlich entschied sich Koch für ein aggressives Marketingkonzept, das zur kompromisslosen Natur des Bieres passte. Daraus entstand der wahrscheinlich erste Etikettentext, der potentielle Käufer beleidigte, ihnen den Mumm und die geschmackliche Reife absprach, ein solches Bier zu würdigen. Damit traf er allerdings genau den Geist der Zeit. Das Bier wurde so erfolgreich, dass das Arrogant Bastard Ale in den USA sogar von einer eigenen Tochterfirma vertrieben. In Deutschland produziert die Stone Brewing GmbH das Bier wie alle anderen Stone-Produkte in Berlin-Mariendorf. Nachdem ich bereits viel über das Arrogant Bastard Ale gelesen habe, alle Rezensenten waren von dem Bier begeistert, ist es mir jetzt endlich gelungen, dieses Bier in der amerikanischen Originalversion zu kaufen. Auch wenn es in eine Dose abgefüllt wurde, habe ich die Dose gekauft, obwohl ich eigentlich Bier in Flaschen eindeutig bevorzuge. Na, dann will ich mal.
Dunkel rotbraun fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine feste beige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier schon mal eine sehr gute Figur.
Das Aroma teilt mir bereits recht beeindruckend mit, was mich bei diesem Bier erwartet. Vom Hopfen kommen Zitrusnoten, Harz sowie grasige und kräuterige Düfte. Dazu kommen vom Malz Düfte von nach dunkler Schokolade und Karamell. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.
Während in der Nase eindeutig die Hopfenaromen im Mittelpunkt stehen, überrascht mich der Antrunk mit einer überraschend kräftigen Malzsüße. Während sich das Bier auf der Zunge ausbreitet schlägt das Bitter voll zu. Der Geschmack des Malzes wird weitgehen vom Hopfen überdeckt. Der Geschmack nach Bitterorangen konkurriert mit den harzigen Noten und dem Geschmack nach grünem Apfel um die Vorherrschaft. Abgerundet wird der Geschmack durch die Süße und Schokonoten des Malzes. Das Mundgefühl ist überraschend weich. Im Abgang wird das Bitter für kurze Zeit noch kräftiger. Das Bitter lässt aber anschließend schnell nachund klingt sehr lange nach.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Alkoholgehalt:
7,2 % Vol.
Empfohlene Genusstemperatur:
10° Celsius
Brauerei:
Stone Brewing GmbH
Citracado Parkway 1999
CA 92029 Escondido
USA
www.stonebrewing.com
Den Bayern ist ihr
Erst im Jahr 2000 kamen die ersten Biere der Brasserie des Légendes in den Verkauf. Heute vertreibt die Brauerei ihre Biere unter neun Markennamen und betreibt nbenbei noch eine Schokoladenfabrik sowie eine Destillerie. Auch das Ducassis, das jetzt vor mir steht, ist eine der Marken aus dem wallonischen Irchonwelz.
In Freiburg ist Almut Zinn beheimatet. Dort entwickelt sie ihre Biere, die sie anschließend als Gypsy Brauerin für den Markt produziert und vertreibt. Das Heimspiel ist nun mein zweites Bier von ihr. Das erste Bier, das ich von ihr verkostet habe, war das
Brügge liegt genau an der Grenze zwischen Flandern und der Wallonie und ist eine der ganz wenigen zweisprachigen Stadte Belgiens. Bekannt ist die Stadt nicht nur für ihr durch Grachten geprägtes Stadtbild und die Schokolade, sondern dort werden auch hervorragende Biere gebraut. Insbesondere ist diese Region für ihr
Manche Brauereien suchen sich eine Nische, in der ihr wirtschaftliches Überleben gesichert ist. So auch die Brauerei Apostelbräu aus dem niederbayrischen Landkreis Passau. Dort haben sich die Brauer darauf eingeschworen, Biere aus alten Getreidearten zu brauen, die ansonsten vermutlich dem Vergessen zum Opfer fallen würden. Jetzt steht vor mir das Einkorn. Dieses Getreide stammt ursprünglich vom wilden Weizen ab (Quelle:
Das Witheer stammt aus der Schelde Brouwerij im flandrischen Meer. Auf ihrer Website beschreibt die Brauerei das Witheer als Crossover zwischen einem Weizen und einem belgischen Witbier. Ich weiß allerdings nicht, worin das Crossover bestehen soll. Die Zutatenliste ist für ein Witbier typisch und auch auf dem vorderen Etikett wird das Bier sogar von der Brauerei als Witbier bezeichnet. Interessanter ist vermutlich der Name des Bieres, der sich auf die Mönche bezieht, die 1127 die Abtei Middelburg gründeten und stets weiß gekleidet waren. („Witheer“‚ kann durchaus mit „Weißer Herr“ übersetzt werden). Aber kommen wir zum Bier.
Seit dem Jahr 1811 ist die Schlossbrauerei Irlbach im Besitz der Familie der Grafen von Bray-Steinburg bzw. der Freiherrn von Poschinger-Bray. Dort, wo das niederbayerische Hügelland in die Ebene der Donau fließt, reifen seit Generationen in den tiefen Kellern der Schlossbrauerei die Irlbacher Bierspezialitäten.
Neben ihrem ausgefeilten Sortiment feinster Craftbiere überlegen sich die Brauer bei Maisel & Friends Jahr für Jahr ganz besondere Bierspezialitäten, die ihrem Angebot die Krone aufsetzen. Auch die Bourbon Bock-Reihe gehört zu diesen Highlights. Das
Das Export der Bergmann Brauerei soll eine Erinnerung an „die gute alte Zeit“ sein. Bis in die 1970er Jahre war nämlich das Exportbier das am meisten verkaufte Bier in Deutschland und außerhalb von Bayern meist auch der einzige Bierstil, den es neben dem Pils zu kaufen gab. Auch die Bergmann Brauerei hat zu diesem Zeitpunkt eine ganze Menge Export gebraut, bis die Brauerei von Ritter aufgekauft und wenige Jahre später geschlossen wurde.