Archiv der Kategorie: Biertest

Elfique – Ambrée

Ich würde Ihnen jetzt ja gerne einige Informationen über die Brauerei Elfique im wallonischen Aywaille geben. Aber irgendwie habe ich weder im Internet noch in der Literatur irgendwelche Angaben gefunden. Die Besichtigung der Brauerei ist nur in der Grußße möglich und kostet 10 Euro. Und die Probierstube sieht richtig gut aus. Mehr konnte ich leider nicht herausfinden und daher beginne ich sofort mit der Verkostung.

Kupferfarben und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine voluminöse feste beige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Karamell und reifen roten Früchte. Abgerundet wird das Aroma durch den Duft gerösteter Walnüsse.

Der Antrunk ist mäßig süß und zeichnet sich durch eine feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich ein passendes Bitter zur Süße und auch die Aromen spiegeln sich. Auf diese Weise entsteht ein weiches Mundgefühl. In der Kehle kommt das Aroma der Walnüsse hervor und auch das Bitter wird kräftiger. Der Alkohol wärmt und sorgt für einen langen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Farbe:

25 EBC

Brauerei:

Elfique s.a.
Raborive 2
4920 Aywaille
Belgien
www.elfique.be

Vagabund – Three’s a Party

Die Geschichte der Vagabund Brauerei begann im Jahr 2009, als drei Amerikaner in Berlin beschließen, sich ihr eigenes Craft-Beer zu brauen, welches sie an ihre Heimat erinnert. 2011 konnten die Drei mithilfe einer Crowdfunding Kampagne endlich ihre eigene Mikro-Brauerei eröffnen. Als Musiker haben sich die Brauer nicht nur Gedanken dazu gemacht, wie hervorragendes Bier gebraut werden kann, sondern jedes Bier erhält auch eine eigene Musikempfehlung. Zu dem Bier Vagabund Three’s a Party, einem Triple IPA, empfehlen die Brauer folgende Musiktitel:

  • Good Times von CHIC
  • September von Earth, Wind & Fire
  • Relight My Fire von Dan Hartmann
  • Ring My Bell von Anita Ward
  • Daddy Cool von Boney M.
  • Jungle Boogie von Kool & The Gang

Kupferfarben und gefiltert läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große gemischtporige Schaumrone, die lange erhalten bleibt.

Das Aroma dominieren würzige Hopfennoten und der Duft nach Kräutern. Daneben kommt aber auch die Fruchtigkeit ncihtzu kurz. Ich rieche Grapefruit, Zitronen, Ananas und Mango. Alles unterlegt mit dem Karamellduft des Malzes.

Der Antrunk ist überraschend süß. Dabei fällt mir auf, dass die Kohlensäure sehr zurückhaltend vorhanden ist. Aber schnell kommt der komplexe Körper des Biers in den Vordergrund. Ein kräftiges Kräuterbitter dominiert, begleitet durch die fruchtigen Aromen und unterstützt durch Karamell- und Kaffeegeschmack des Malzes. Das Mundgefühl ist voll und weich. Im Abgang lässt das Bitter in der Kehle nach, aber trotzdem bleibt der Geschmack noch überraschend lange erhalten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Zucker, Hopfen (Mosaic, Summit), Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Stammwürze:

18,2° Plato

Bittereinheiten:

43 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

Vagabund Brauerei
Antwerpener Str. 3
13353 Berlin
www.vagabundbrauerei.com

Brasserie des Légendes – Goliath Blonde

Pierre und Vinciane Delcoigne hatten einen Traum. Im Jahr 1997 hatten sie das Castel d’Irchonwelz gekauft und nun wollten sie nach aufwändigen Restaurierungsarbeiten die Brasserie des Légendes eröffnen. So brauten sie im Jahr 2000 ihr erstes Bier (Gouyasse). Dank ihres großen Einsatzes und ihrer Leidenschaft konnten die Infrastrukturen und die Qualität der Produktion verbessert werden: Für die Malzproduktion wurde ein Unternehmen gekauft, und als die Brasserie Ellezelloise (die die Biere Quintine und Hercule herstellt) einen Käufer suchte, wurde diese ebenfalls erworben. Weitere ehrgeizige Projekte wurden auf den Weg gebracht: die Einrichtung der Kneipe „Au Chaudron des Légendes“ in Ellezelles, die Erweiterung und Modernisierung der Brauerei in mehreren Etappen, einschließlich eines neuen Lagers, die neue Chocolaterie in Partnerschaft mit Cédric De Taeye und schließlich haben wir 2019 die Destillerie Biercée gerettet. Heute sind in dem Unternehmen etwa zwanzig Personen beschäftigt und produzieren derzeit 18.000 Hektoliter Bier pro Jahr. Nun steht das Goliath Blond vor mir und will verkostet werden.

Honigfarben und mit einer kräftigen Hefetrübung läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine recht kleine feinporige Schaumkrone, die aber lange erhalten bleibt. Die Optik dieses Biers ist also schon mal recht ansprechend.

Das Bier duftet nach Biskuitteig, nach Zitrusfrüchten und Ananas, unterstützt durch einige florale Noten.

Der Antrunk ist süß und spritzig. Auf der Zunge gesellt sich eine fruchtige Säure zur Süße und auch die Hefe ist deutlich zu schmecken, so dass das Bier beinahe teigig schmeckt. Bitter ist kaum festzustellen. Das Mundgefühl ist voll. Erst im Abgang kommt ein leichtes fruchtiges Bitter in den Vordergrund, und obwohl das Bitter nicht kräftig ist, klingt es doch erstaunlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Bittereinheiten:

19 IBU

Farbe:

7 EBC

Brauerei:

Brasserie des Légendes sprt
Rue du castel 19
7801 Irchonwelz
Belgien
www.brasseriedeslegendes.be

Alt-Bamberg – Urstoff

„Brauen ist unser Handwerk – Wir haben unsere Leidenschaft zum Beruf gemacht“. Unter diesem Motto wurde die Braumanufactur Alt-Bamberg von jungen, passionierten Bierbrauern aus der Region Bamberg im Frühjahr 2011 gegründet. Unterstützt werden die Gründer von Senior-Braumeistern, die sich bereits im Ruhestand befinden und – wie ehemals in Franken üblich – sich ihr berufliches Leben lang ausschließlich mit Brauen beschäftigt haben. Auch ein zertifizierter Biersommelier befindet sich mit in diesem erlauchten Brauerkreis. Das Aufspüren alter Rezepturen ebenso wie das Streben auch neue Biere mit besonderen Geschmacksnoten zu entwickeln, bereitet den Brauern in der Gemeinschaft viel Freude und ist für sie Voraussetzung, hervorragende Biere zu erschaffen. Für das Brauen der Biere verwenden die Brauer vornehmlich regionale Rohstoffe wie Malz, Hopfen und Hefe. Auch andere Fremdleistungen beziehen sie aus der Region. So sind die meisten von der Brauerei beauftragten Handwerker fränkische Urgesteine und die landwirtschaftlichen Lieferungen kommen beispielsweise aus dem fränkischen Jura und aus Spalt. Viel fränkischer kann ein Bier wohl kaum werden. Öffne ich also die Flasche und beginne mit der Verkostung.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die gemischtporige Schaumkrone ist recht klein und fällt ziemlich schnell in sich zusammen. Zumindest an der Optik sollte die Braumanufactur noch einmal arbeiten.

Das Bier duftet nach Getreide und Honig. Wie bei fränkischen Bieren üblich sind die Hopfenaromen eher zurückhaltend vorhanden.

Der Antrunk ist recht süß und er zeichnet sich durch eine sehr feinperlige und sanfte Kohlensäure aus. Als sich das Bier auf der Zunge verteilt kommt ein überraschend kräftiges freundliches Bitter zum Vorschein. Das ist keine Kritik – im Gegenteil, das Bitter ist gut mit der Süße abgeglichen. Das Mundgefühl ist samtig. Im Abgang lässt das Bitter etwas nach und es klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Bittereinheiten:

22 IBU

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Braumanufactur Alt-Bamberg GmbH
Breitäckerstr. 9
96049 Bamberg
http://alt-bamberg.com/

Freie Brau Union Bremen – Bremer Swabbie IPA

Nachdem in der Union Brauerei fast 50 Jahre kein Bier mehr gebraut wurde, wird die Geschichte der Union Brauerei seit 2015 weitergeführt. An diesem Tag wurde das neue 20 hl-Sudhaus genau an der Stelle eingebaut, an der früher das alte Sudhaus stand. Dabei haben die neuen Betreiber bewusst Gegensätze geschafft: Ein historisches Backsteingebäude und ein modernes Sudhaus aus Edelstahl. Von dort stammt das Bremer Swabbie IPA, das jetzt vor mir steht. Dieses Bier wurde nebenbei bemerkt im Jahr 2019 bei Meiningers International Craft Beer Award mit der Platin-Medaille ausgezeichnet.

Bernsteinfarben und mit nur leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt sehr lange erhalten. An der Optik des Swabbie gibt es schnon mal nichts auszusetzen.

Das Bier duftet sehr fruchtig nach Zitrusschalen, Ananas und Mango. Da bekomme ich glatt Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist relativ süß mit einer sehr feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge kommt ein kräftiges Bitter dazu, was aber dem weichen Mundgefühl keinen Abbruch tut. Im Abgang gesellen sich harzige Noten zum Bitter und das Bitter klingt einige Zeit nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Carahell, Cara Münch II), Hopfen (Citra, Amarillo, Ariana), Hefe

Alkoholgehalt:

6,8 % Vol.

Stammwürze:

15,4° Plato

Bittereinheiten:

60 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Union Brauerei Bremen GmbH
Theodorstraße 13
28219 Bremen
https://brauerei-bremen.de/

Hoppebräu – Wuide Hehna

Im Jahr 2010 braute Markus Hoppe in der Garage seiner Eltern sein erstes Bier. Durch den Erfolg ermutigt wurde er vom Tatendrang gepackt und braute sämtliche Bierstile vom Märzen bis zum Double IPA. Eigenes wurde komponiert und immer weiter ausgebaut. Nach seiner Ausbildung ging er auf die Insel Mauritius in eine Gasthausbrauerei. Dort hatte er die Möglichkeit alle Versuche in größerer Menge zu brauen und unter die Leute zu bringen. Begeistert von der Reaktion der Kunden hieß das Ziel die Biervielfalt zu Hause erweitern. Zurück in Deutschland wurden auf einer kleinen Versuchsanlage alle Ideen umgesetzt. Wenn ein Rezept voll ausgereift ist geht der Braumeister in eine andere Brauerei und stellt sein Produkt selbst gegen „Miete“ auf größerer Anlage her. So wird handwerklich, rein auf Qualität abgezielt und nach bayrischem Reinheitsgebot gebraut. Mittlerweile hat sich die Familie Hoppe einen Traum erfüllt, und am Ortseingang von Waakirchen ein wahres Bierparadies erschaffen. Dort werden laufend neue Kreationen geschaffen ohne dabei die bayrische Biertradition mit Brotzeit und Gastfreundschaft zu vergessen. Jetzt steht vor mir die Wuide Hehna, ein Session IPA.

Weizengelb und mit sehr kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist nur klein, bleibt aber sehr lange erhalten.

Düfte nach Melone, Gapefruit und Ananas steigen mir in die Nase. Ich meine auch andere Südfrüchte zu riechen, die ich aber nicht einzeln identifizieren kann.

Der Antrunk überrascht durch eine recht kräftige Süße sowie eine sehr feinperlige und sanfte Kohlensäure. Auf der Zunge präsentiert sich das Bier frisch und fruchtig. Die Aromen spiegeln sich, zusätzlich kann ich jetzt noch den Geschmack nach Mandarine feststellen, und das Mundgefühl ist schlank und weich. Die einzige Überraschung ist das zurückhaltende Bitter. Dieses Bitter wird im Abgang klräftiger und klingt sehr lange nach.

Erstaunlich ist, dass ein Bier, das lediglich 4,1 Volumenprozent Alkohol enthält, dermaßen voll und rund schmecken kann.

Zutaten:


Wasser, Malz (Pilsner Malz, Carahell), Hopfen (Magnum, Citra, Callista), Hefe

Alkoholgehalt:

4,1 % Vol.

Bittereinheiten:

35 IBU

Stammwürze:

10° Plato

Brauerei:

Hoppebräu GmbH
Tölzer Straße 37
83666 Waakirchen
www.hoppebraeu.de

Rince Cochon Blonde

Das Bier, das jetzt vor mir steht, habe ich von meinem letzten Besuch in Lyon mitgebracht. Etwas verwundert hat mich der Spruch auf dem Halsetikett der Flasche: „Bière Blonde des Flandres“. Das ein französisches Bier als flämisch bezeichnet wird, erschien mir zunächst doch ungewöhnlich. Inzwischen habe ich das Rätsel aber gelöst: das Bier wird von der Brauerei Roman im flämischen Oudenaarde für das französische Unternehmen Difcom2 gebraut.

Hell goldfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine recht voluminöse feinporige Schaumkrone, die anfangs flott in sich zusammenfällt, aber ein Rest bleibt sehr lange erhalten.

Das Aroma ist angenehm hopfenbetont. Dazu kommen Düfte nach Honig, Brotkrume sowie eine fruchtige Note, die an grünen Apfel erinnert.

Der Antrunk ist süß, spritzig und mit einer milden Hopfennote gewürzt. Auf der Zunge gesellt sich das Aroma gelber Früchte dazu, die Süße bleibt und wird durch ein passendes freundliches Bitter begleitet und der Geschmack wird durch einen Hauch Kandis und Vanille abgerundet. Die 8,5 Volumenprozent Alkohol sind gut eingearbeitet und schmecken nicht durch. Das Mundgefühl ist weich und samtig. Im Abgang wird das bitter etwas kräftiger und klingt zusammen mit der Süße lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Farbe:

6 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

9° – 11° Celsius

Brauerei:

Brewery Roman
Hauwaart 105
9700 Oudenaarde
Belgien
www.roman.be

für

Sa Difcom
59650 Villeneuve d’Ascq
Frankreich
www.larincecochon.com

Klüver’s – Weizen Alkoholfrei

Bereits vor längerer Zeit habe ich ein alkoholfreies Weizenbier der Brauerei im Hafen von Neustadt/Holstein verkostet. Damals hieß es Alkoholfreies Weizen und hatte auch ein anderes Etikett. Ich bin mir nicht sicher, ob es sich lediglich um eine optische Auffrischung des Etiketts handelt oder ob auch das Bier neu ist. Jedenfalls habe ich mir bei meinem letzten Aufenthalt in Neustadt eine Flasche Weizen Alkoholfrei gekauft, die jetzt mit der Verkostung an der Reihe ist.

Orangefarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine voluminöse feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Auffällig ist auch die agile Kohlensäure.

Das Bier duftet nach Getreide, was das typische Aroma vieler alkoholfreier Weißbiere ist. Halt mehr nach Würze als nach einem gut gegorenen Bier. Aber das liegt in der Natur der Sache.

Der Antrunk ist spritzig und er zeichnet sich durch eine angenehme leichte Süße aus. Auf der Zunge breitet sich wie in der Nase das Getreidearoma aus, dazu die Hefe sowie ein geringes Bitter. Das Mundgefühl ist weich und cremig. Der Abgang ist mild. Dabei wird die Fruchtigkeit etwas kräftiger, die an Banane erinnert. Leider klingt der Geschmack nur sehr kurz nach.

Zutaten:

Brauwasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

<0,5 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Bittereinheiten:

25 IBU

Brauerei:

Klüver’s Brauhaus
Schiffbrücke 2-4
23730 Neustadt i.H.
www.kluevers.com

Schelde Brouwerij – Hop Ruiter

Die Schelde-Brauerei wurde im Jahr 1994 in Bergen op Zoom in den Niederlanden gegründet. Während des Karnevals wird diese Stadt auch „Krabbegat“ genannt. So wurde das Logo der Brauerei schnell bekannt: die Krabbe. Die Biere von De Scheldebrouwerij wurden immer beliebter (vor allem Zeezuiper und Lamme Goedzak), was die Brauerei aufgrund der Produktion zum Umzug zwang. Im Jahr 2007 öffnete die Schelde-Brauerei ihre Türen in Hoogstraten in Belgien. Die Brauerei hat daher ihren Ursprung in den Niederlanden, aber um die Nachfrage nach ihren Bieren befriedigen zu können, ist die Brauerei nach Belgien umgezogen.

Jetzt steht das Hop Ruiter (Hopfenreiter) vor mir und wartet auf seine Verkostung. Das Bier wurde erstmals im Jahr 2010 für den amerikanischen Markt gebraut. Dort wird es vom Importeur für Bier, Vanberg & DeWulf, vermarktet. Das Unternehmen importiert Biere mehrerer belgischer Brauereien. Das europäische Label zeigt die wilden Männer von Bergen op Zoom. Diese Männer und die Krabbe im Logo beziehen sich auf den Ursprung der Brauerei.

Im Jahr 2011 gewann Hop Ruiter eine Silbermedaille bei der United States Open Beer Championship in der Kategorie „French/Belgian Ale“.

Orangefarben und mit einer eher grobporigen Schaumkrone, die sich bis auf einen Rest relativ schnell auflöst, präsentiert sich das Bier im Glas. Ein Rest Schaum bleibt lange erhalten.

Das Bier duftet nach Zitrusfrüchten, Ananas, Waldhonig und Karamell. Auch die Düfte anderer exotischer Früchte steigen mir in die Nase, ohne dass ich sie einzeln identifizieren kann.

Der Antrunk ist recht süß und spritzig. Auf der Zunge gesellt sich ein ordentliches fruchtiges Bitter zur Süße und verbindet sich mit den Aromen. Das Mundgefühl ist angenehm samtig. Im Abgang wird das Bitter etwas schwächer und ein würziger Geschmack kommt hinzu. Der Geschmack klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Bittereinheiten:

32 IBU

Farbe:

11 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

7° – 10° Celsius

Brauerei:

Scheldebrouwerij
Wenenstraat 7
2321 Meer
Belgien
www.scheldebrouwerij.com

Zötler – Heilewelt

Die Privat-Brauerei Zötler soll die älteste noch aktive Familienbrauerei der Welt sein.Hier entstehen seit über fünf Jahrhunderten Biere und andere Getränke. Als jüngste Herausforderung hat sich der Junior-Bräu Niklas Zötler an das Herstellen von aktuell drei Craft Beeren gewagt. Jetzt steht das Heilewelt vor mir. Es ist die Hommage an die Oma Mimi des Juniorchefs, die zu ihrer Zeit bereits kräftig im Betrieb mitgearbeitet hat.

Bernsteinfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und fällt in einer durchschnittlichen Geschwindigkeit in sich zusammen.

Das Bier duftet zart nach Zitrus und Orangen, dazu kommt eine angenehme Würze des Hopfens. Das Aroma des Malzes ist dabei kaum festzustellen und unterstützt lediglich die Hopfenaromen.

Der Antrunk ist leicht süß und spritzig. Auf der Zunge dominieren wie in der Nase die fruchtigen Noten, jetzt begleitet durch ein leichtes Bitter. Obwohl das Bier moderate 4,9 Volumenprozent Alkohol enthält, ist das Mundgefühl cremig. Im Abgang würde ich mir etwas mehr Bitter wünschen, so dass der Geschmack länger nachklingen könnte.

Insgesamt ist das Heilewelt ein angenehmes Sommerbier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Cara Munich, Gerstenmalz dunkel), Hopfen (Perle, Cascade, Lemondrop), Hefe (Englische Ale-Hefe)

Alkoholgehalt:

4,9% vol.

Stammwürze:

12,3° Plato

Bittereinheiten:

26 IBU

Farbe:

16 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

7° – 9° Celsius

Brauerei:

Privat-Brauerei Zötler GmbH
Grüntenstraße 2
87549 Rettenberg
www.zoetler.de

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