Leffe gilt für viele Konsumenten als das belgische Bier schlechthin. Nun – das stimmt in dieser Absolutheit sicherlich nicht, Belgien hat noch viele andere gute Biere zu bieten. Aber das Leffe ist nun mal das in Deutschland meistverkaufte belgische Bier. Es stammt ja auch aus einer Großbrauerei, die nahezu unbegrenzte Mengen liefern kann. Jetzt hat Leffe sein Blondes auch in einer alkoholfreien Version auf den Markt gebracht, die ich jetzt verkosten möchte.
Nebenbei bemerkt ist das Leffe Blonde 0,0% erste alkoholfreie Abteibier in Belgien. Dabei wird der Alkohol nach dem Brauprozess und der Fermentation in einem eigens von der Brauerei dafür entwickeltem Verfahren entzogen und dabei wird das Bier komplett entalkoholisiert. Der Brauer Arnaud Hanset hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis Ende 2025 20% seines weltweiten Biervolumens aus alkoholfreien oder alkoholarmen Bieren bestehen soll. Das halte ich allerdings für ein sehr ambitioniertes Ziel, aber ich werde die Entwicklung interessiert verfolgen.
Bernsteinfarben, gefiltert und mit einer durchschnittlich voluminösen feinporigen Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Leider fällt die Schaumkrone recht flott in sich zusammen, so dass die anfangs makellose Optik doch nachlässt.
Das Bier duftet nach Getreide und Brotkrume, dazu kommen noch einige florale Noten, der Duft nach Vanille, sowie eine leichte fruchtige Säure, die an Pfirsich erinnert. Ein Blick auf die Zutatenliste verrät mir aber, dass keine Früchte oder Säfte verarbeitet wurden. Ich vermute jetzt mal, dass das Fruchtaroma von den zugegebenen Aromen stammt.
Der Antrunk ist süß und spritzig. Auf der Zunge fällt mir zuerst der Geschmack nach Brotkrume auf und schnell gesellt sich auch ein auf die Süße gut abgestimmtes Bitter dazu. Das Mundgefühl ist samtig und das Leffe Blonde 0,0 % ist für ein alkoholfreies Bier ungewöhnlich vollmundig. Im Abgang ist das Bitter anfangs nur leicht zu schmecken, es baut sich dann aber langsam auf und klingt abschließend sehr lange nach.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Mais, Gerste, Zucker, Hopfen, Hopfenextrakt, natürliches Aroma (Vanille, Nelke)
Alkoholgehalt:
< 0,05 % Vol.
Bittereinheiten:
25 IBU
Farbe:
16 EBC
Empfohlene Genusstemperatur:
5° – 8° Celsius
Brauerei:
Brasserie Abbaye de Leffe s.a/n.v.
Place de l’Abbaye 1
5500 Dinant
Belgien
www.leffe.com
Bereits vor längerer Zeit habe ich ein alkoholfreies Weizenbier der Brauerei im Hafen von Neustadt/Holstein verkostet. Damals hieß es Alkoholfreies Weizen und hatte auch ein anderes Etikett. Ich bin mir nicht sicher, ob es sich lediglich um eine optische Auffrischung des Etiketts handelt oder ob auch das Bier neu ist. Jedenfalls habe ich mir bei meinem letzten Aufenthalt in Neustadt eine Flasche Weizen Alkoholfrei gekauft, die jetzt mit der Verkostung an der Reihe ist.
Es gibt wohl in Deutschland kein Getränk, dass man stärker mit sportlicher Betätigung verbindet, wie alkoholfreies Weizenbier – und das hat gute Gründe: Es besteht ausschließlich aus natürlichen Zutaten und enthält keinerlei Zusatzstoffe. Dank seiner natürlichen Isotonie kann der Körper diese Stoffe schnell aufnehmen und durch regenerieren. Und am wichtigsten: es schmeckt gut und bietet Genuss nach der körperlichen Anstrengung. So ist es jedenfalls bei den meisten alkoholfreien Weißbieren – ob es auch beim Zötler zutrifft, werde ich jetzt feststellen.
Die Paderborner Brauerei wurde im Jahr 1852 gegründet und gehört seit 1990 zur Warsteiner-Gruppe. Seit einigen Jahren braut das Unternehmen auch ein alkoholfreies Bier, das jetzt vor mir steht. Die Brauerei schreibt dazu: „Mit 0,0% Alkoholgehalt verspricht unser Paderborner Alkoholfrei vollen, klassischen Pilsgeschmack mit feinherber Bittere.“ Na, mal sehen, wie mir das Bier so gefällt.
Biere aus Spanien sind in Deutschland relativ selten. Dies gilt insbesondere für alkoholfreie Biere. Das Estrella Galicia 0,0 ist das erste Bier dieser Art, das ich verkoste. Die Brauerei beschreibt das Bier wie folgt: „Bei der Herstellung unseres exquisiten alkoholfreien Bieres Estrella Galicia 0,0 setzen wir auf einen unterbrochenen Gärprozess. Das helle Bier hat die typische Farbe der Biere nach Pilsner Brauart und einen leicht süßen Geschmack. Lass dich von der aromatischen Balance von Malz und Hopfen und der charakteristischen Bitterkeit unserer Biere überraschen.“ Na, dann will ich mich mal überraschen lassen.
Die Kölner Brauer sind stolz auf ihr
Die polnische Brauerei Karmi bietet aktuell drei alkoholfreie Biere an. Diese klassischen 0 %-Biere werden alle in der Okocim-Brauerei mit klassischen Bierzutaten gebraut. Das Konzept hat Karmi im Jahr 1993 entwickelt und es seitdem unverändert beibehalten. Ich meine, das Karmi Classic ist das erste alkoholfreie Bier aus Polen, das ich verkoste und dementsprechend gespannt bin ich auch.
Lange stand sie bei mir im Kühlschrank, jetzt vor mir, und wartet auf ihre Verkostung – die Flasche Weizen Alkoholfrei von Traugott Simon. Unklar ist mir immer noch, wo das Bier überhaupt herkommt. Vertrieben wird die Marke von der Getränkemarktkette Trinkgut, die zu Edeka gehört. Als Herkunft wird auf dem Rückenetikett der Flasche eine Firma Traugott Simon Brau- und Vertriebsgesellschaft angegeben. Andererseits liegt mir ein
Es ist wirklich nicht die schönste Gegend, in der sich die König-Brauerei im Norden Duisburgs befindet. Aber eines muss ich den Ruhris ja lassen – sie machen dort ein richtig gutes Pils. In meinen Augen gehört es zu den besten Pilsenern aus industrieller Brauerei, vielleicht ist es auch das beste Pils. Jetzt steht allerdings das alkoholfreie Pilsener vor mir, was eine andere Herausforderung ist. Mal sehen, wie es sich so macht.
Alkoholfreie Biere boomen derzeit. Jetzt steht ein Exemplar vor mir, das aus Bochum stammt, das Frei aus der Brauerei Moritz Fiege. Wer schon einmal die A40 gefahren ist, hat die Brauerei in unmittelbarer Nähe des Bochumer Hauptbahnhofs gesehen. Und wer in Bochum schon einmal abgefahren ist und dort eingekauft hat, wird am Bierregal festgestellt haben, dass Fiege der absolute Platzhirsch in der Ruhrgebietsmetropole ist. Aber genug der Vorrede, öffne ich die Flasche und schenke mir das Bier ein.