In der Brauerei Wieninger kümmert sich Braumeister Bernhard Löw persönlich um jeden Sud. Die Biere vergären traditionell in offenen Gärbottichen mit Hefen aus eigener Reinzucht und werden lange gelagert und schonend filtriert. Alle Wieninger Biere sind naturbelassen und nicht pasteurisiert, so dass wir lebendige Biere erhalten, auch wenn dadurch das Mindesthaltbarkeitsdatum schneller erreicht wird. Zum umfangreichen Sortiment der Brauerei gehört auch das dunkle Weißbier, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.
Kupferfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die elfenbeinfarbene Schaumkrone fällt anfangs schnell in sich zusammen, aber ein Recht bleibt sehr lange erhalten. Damit macht das Bier optisch schon mal einen guten Eindruck.
Schokolade, Banane und ein Hauch Birne, abgerundet mit dem Duft der Hefe, bilden zusammen ein angenehmes Aroma.
Der Antrunk zeichnet sich durch eine ansprechende Malzsüße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge dominiert anfangs der Schokoladengeschmack des dunklen Malzes, der aber schnell den fruchtigen Aromen das Feld überlässt. Zusammen mit der leichten freundlichen Bitteren ergibt sich ein volles Mundgefühl. In der Kehle wird die Bittere etwas kräftiger und auch das Schokoladenaroma des dunklen Gerstenmalzes kommt wieder zum Tragen. Auch wenn die Bittere weiterhin recht zurückhaltend ist, klingt sie doch überraschend lange nach.
Zutaten:
Wasser, helles Weizenmalz, Helles Gerstenmalz, dunkles Gerstenmalz, Karamellmalz, Hopfen (Spalter), Hefe
Alkoholgehalt:
5,2 % Vol.
Stammwürze:
12,6° Plato
Bittereinheiten:
11 IBU
Empfohlene Genusstemperatur:
6° – 8° Celsius
Brauerei:
Privatbrauerei M.C. Wieninger
Poststraße 1
83317 Teisendorf im Berchtesgadener Land
www.wieninger.de


Alkoholfreie Hefeweißbiere sind häufig die besten alkoholfreien Biere. Von dieser Regel gibt es zwar viele Ausnahmen, aber häufig stimmt sie auch. Und wenn das Hefeweizenbier von einer Brauerei kommt, die für ihre guten Biere bekannt ist, können wir als Konsumenten schon fast sicher sein, etwas Ordentliches vor uns zu haben. Und genau dies sind meine Erwartungen an das Bier aus Ulm, das jetzt vor mir steht.
Maisel’s Weisse Alkoholfrei wurde in den vergangenen Jahren wiederholt beim „European Beer Star“ mit Höchstplatzierungen ausgezeichnet. So ging 2022 und 2023 jeweils die Goldmedaille in der Kategorie „Non-Alcoholic Hefeweizen“ nach Bayreuth. Bei den „World Beer Awards“ erlangte das alkoholfreie Weißbier 2019 den Weltmeistertitel und ging als „World’s Best Wheat Beer Alcohol Free“ aus dem Wettbewerb hervor, bei dem es 2022 ebenfalls mit Silber prämiert wurde. 2023 erreichte Maisel’s Weisse Alkoholfrei 93 Punkte bei der „Finest Beer Selection“ und trug damit zur Sonderauszeichnung „Brauerei des Jahres national“ für die Brauerei Gebr. Maisel bei. Vermutlich kann ich also bei dieser Verkostung nicht enttäuscht werden. Das Bier wurde mir für die Verkostung durch die Brauerei zugeschickt.
Inhaber von Nikl Bräu ist Mike Schmitt, ein ambitionierter, heimatverbundener, bodenständiger Brauer. Gemeinsam mit seiner Frau, seiner Mutter und seiner Schwiegermutter rockt er nicht nur seine Brauerei, sondern auch die dazu gehörende Gaststätte, die auch für eine gute fränkische Küche bekannt ist.
Die Brauerei Kuchlbauer ist nicht nur für ordentliche Biere bekannt, sondern auch für den Kuchlbauer-Turm auf dem Brauereigelände, der von Friedensreich Hundertwasser gestaltet wurde. Leider gelangen nur selten Biere aus Abensberg im niederbayrischen Landkreis Kelheim zu mir nach Norddeutschland, aber heute kann ich mal wieder ein Bier verkosten, ein dunkels Weißbier mit dem Namen Alte Liebe (und nein, nach meinem Wissen hat dieser Name nichts mit Hamburg zu tun).
Aus dem niederbayrischen Hohenthann stammt das Bier, das jetzt vor mir steht. Es handelt sich um ein dunkles Hefeweißbier, das unter dem Firmennamen Holzhacker vertrieben wird, nicht unter dem Namen der Brauerei, der Schlossbrauerei Hohenthann. Weshalb dies so ist, ist mir nicht bekannt. Alle anderen Weißbiere werden unter dem Namen Hohenthanner angeboten. Na ja, irgendetwas wird sich die Brauerei schon dabei gedacht haben. Wenden wir uns also dem Bier zu.
Die Brauerei beschreibt ihr alkoholfreies Hefeweizen als eine „echte Alternative zu Limo oder Wasser- vollmundig im Geschmack, reich an Vitaminen und dadurch ist unser Hefeweizen alkoholfrei ein idealer Durstlöscher“. Damit hängt die Brauerei die Messlatte ziemlich hoch. Mal sehen, ob das Bier dem entspricht.
Jetzt steht mal wieder ein Bier aus der Brauerei De Dochter van de Korenaar vor mir. Über die Brauerei habe ich bereits an verschiedenen Stellen geschrieben, aber der Ort Baarle-Hertog, in dem die Brauerei beheimatet ist, weist eine kuriose Besonderheit auf: Es handelt sich um eine Exklave Belgiens, die vollständig von niederländischem Staatsgebiet umschlossen ist. Mehr noch: Laut Wikipedia besteht Baarle-Hertog aus insgesamt 24 separaten Landstücken. Abgesehen vom Hauptgebiet Zondereigen nördlich der belgischen Gemeinde Merksplas befinden sich 20 belgische Exklaven innerhalb der niederländischen Hauptgrenzen und drei andere Gebiete dicht an der niederländisch-belgischen Grenze. Innerhalb der belgischen Exklaven liegen wiederum sieben niederländische Enklaven, davon sechs im größten belgischen Gebiet und eine siebte im zweitgrößten. Eine achte niederländische Enklave liegt in Zondereigen. Das klingt bereits kurios, ist aber noch steigerungsfähig: die Staatsgrenze verläuft nicht nur durch die Stadt, sondern sogar durch einige Gebäude und mitten durch einige Zimmer innerhalb der Gebäude. Sie wünschen sich noch eine Steigerung des Kuriosen? Kein Problem. Hier ist sie: Früher legten die niederländischen Gesetze eine frühere Schließung der Gaststätten fest als die belgischen Gesetze. Somit mussten die Gäste, die zur niederländischen Polizeistunde noch nicht genug getrunken hatten, den Tisch wechseln, kamen damit nach Belgien und durften weitertrinken. Wahnsinn. Jetzt ist es aber an der Zeit, das Crime Passionnel, ein Weizen-IPA, zu öffnen und mit der Verkostung zu beginnen.