Die Geschichte der Stadtbrauerei Spalt reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Bereits 1376 wurde die Brauerei erstmals urkundlich erwähnt, und seitdem ist sie untrennbar mit der Stadt Spalt verbunden. Der Ort selbst ist bekannt für seinen hervorragenden Hopfen, der seit dem Mittelalter angebaut wird und als einer der besten der Welt gilt.
Die Brauerei ist seit 1879 in städtischem Besitz und gehört damit zu den wenigen kommunalen Brauereien in Deutschland. Diese Besonderheit unterstreicht die enge Verbindung zwischen der Stadt Spalt und ihrer Brautradition.
Von dort stammt das Winterbier, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet. Wie bereits der Name schon vermuten lässt, stammt das Bier nicht nur aus Spalt, sondern wurde wie alle Biere aus dieser Quelle mit Hopfen aus Spalt gebraut. Die Brauerei beschreibt das Winterbier als ein Bier in der Tradition des Märzen, aber kräftiger. Und wie der Name ebenfalls vermuten lässt, gibt es das Bier nur im Winter, genauer gesagt im November und Dezember.
Orangefarben und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feinporige Schaumkrone ist schneeweiß und bleibt lange erhalten. An der Optik gibt es also nichts zu mäkeln.
Das Bier duftet malzbetont nach Karamell, aber auch die würzigen Noten des Hopfens sind deutlich zu riechen.
Der Antrunk ist wie erwartet recht süß und er zeichnet sich durch eine passende angenehme Karbonisierung aus. Auf der Zunge gesellt sich eine freundliche Bittere zur Süße, die auch mit den würzige Noten gut harmonisiert. Das Mundgefühl ist voll und frisch. In der Kehle wird das Bier trockener, während die Bittere zulegt, die dann sehr lange nachklingt.
Das Spalter Winterbier ist ein angenehmes süffiges Bier ohne Ecken und Kanten. Ungefiltert würde es mir persönlich wohl noch besser schmecken.
Zutaten:
Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen
Alkoholgehalt:
5,6 % Vol.
Stammwürze:
12,5° Plato
Farbe:
12 EBC
Brauerei:
Stadtbrauerei Spalt
Brauereigasse 3
91174 Spalt
www.spalter-bier.de




Die Brauerei Alvinne wurde im Jahr 2004 gegründet. Alle ihre Biere werden mit ihrer eigenen
In jedem Jahr braut die Einbecker Brauerei einen limitierten Sondersud. Nachdem es 2022 ein fünf Jahre lang gereifter Winterbock war, war es im Jahr 2023 ein Weizen-Bock. Er wird auf der Website der Brauerei nicht mehr aufgeführt. Daher vermute ich mal, dass er inzwischen verkauft wurde und nicht mehr angeboten wird. Eventuell sind aber auch noch einige Flaschen im Brauereiladen in der Einbecker Innenstadt im Angebot.
Der Schnitzelbaumer Bernardus Bock ist ein dunkles Bockbier, das die Privatbrauerei Schnitzlbaumer GmbH einmal im Jahr braut. Eigentlich hätte ich jetzt erwartet, dass das Bier nach dem Heiligen Bernhard von Clairvaux, einem im elften Jahrhundert geborenen Kirchenlehrer benannt wurde. Aber nein, die Antwort ist viel profaner: von 1889 bis 1994 gab es drei Besitzer der Brauerei Schnitzlbaumer, die alle Bernhard hießen. Und an diese drei Besitzer wird beim Brauen und Trinken dieses Bockbiers gedacht.
Der erste Eindruck, den dieses Bier auf mich machte, war das gelbe Etikett in Form der Skyline einer historischen Stadt. Die Beschriftung besteht lediglich aus dem klein gedruckten roten Namen der Brauerei und dem größer und in Versalien gedruckten Namen WINTER. Minimalistischer geht es kaum. Damit hebt sich die Flasche schon mal deutlich aus der Masse der aufwändig gestalteten Etiketten ab. Mal sehen, ob das Bier so ungewöhnlich ist wie sein Etikett.