Schlagwort-Archiv: Pils

Hopp – Bio-Pils

Das Design des Etiketts ist bis auf die Farbe mit dem Design des Kellerbiers identisch. In diesem Fall ist die Grundfarbe Grün.Wieder einmal steht ein Bier, das die Wittichenauer Stadtbrauerei für die Bio Company in Berlin gebraut hat. In diesem Fall handelt es sich um das Pils. Die Gestaltung des Etiketts ist mit dem Etikett des Kellerbiers identisch, nur dass die Grundfarbe in diesem Fall Grün ist. Mal sehen, wie sich das Pils so macht.

Golden und glanzfein präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist klein und sie löst sich schnell auf. Die Optik des Hopp Bio-Pils ist nicht der Renner.

Das Aroma ist malzbetont. Würzige Noten, die für ein Pils eigentlich typisch sind, halten sich diskret im Hintergrund. Insgesamt erinnert das Aroma eher an ein Helles als an ein Pils.

Der Antrunk ist recht süß. Die sehr feinperlige Karbonisierung ist reichlich dosiert. Auf der Zunge gesellt sich eine passende Bittere zur Süße, aber leider kann ich so gut wie kein Hopfenaroma feststellen. Bei der Auswahl des Hopfens wurde offensichtlich gespart. Der Geschmack ist intensiv, aber nicht rund. Der Abgang ist mild mit geringer Bittere in der Kehle und mit kurzem Nachklang.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das Bier mit einer anderen Hopfen sehr ansprechend und süffig werden könnte.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen (Select, Tradition)

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Gebraut und abgefüllt für:

Bio Company GmbH
Rheinstr. 45-46
12161 Berlin
www.biocompany.de

Keesmann – Herren Pils

Die Brauerei Keesmann ist ein traditionsreiches Bamberger Brauhaus, das sich seit 1867 im Besitz der Familie Keesmann befindet. Es liegt im Stadtteil Wunderburg gegenüber der Kirche Maria Hilf. Die Brauerei ist ein fester Bestandteil der städtischen Kultur und hat sich einen Namen gemacht, insbesondere durch ihr überregional bekanntes Herren-Pils, das vollkommen untypisch für Franken 92 % der Produktion ausmacht und das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine sahnige schneeweiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch ist das Bier hervorragend.

Das Bier duftet nach Brotkrume, abgerundet mit einigen würzigen Noten.

Der Antrunk ist recht süß und er zeichnet sich durch eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich eine auf die Süße abgestimmte Bittere dazu. Gemeinsam mit den würzigen Aromen ergibt sich so ein vollmundiges und süffiges Bier. In der Kehle wird die Bittere etwas kräftiger, und sie klingt auch einige Zeit nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Bittereinheiten:

31 IBU

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Keesmann Bräu
96050 Bamberg

 

Wolters – 0,0 %

Abgesehen vom Wappen des Unternehmens ist das Etikett des Wolters 0,0 % schmucklos.Wolters ist eine norddeutsche Brauerei mit einer fast 400-jährigen Geschichte. Sie wurde 1627 gegründet und ist damit eine der ältesten Brauereien Deutschlands. Wolters hat eine recht breite Produktpalette und ist nach eigenen Angaben Marktführer in der Region Braunschweig Marktführer. Die alkoholfreien Getränke werden in der Brauerei nahe dem Braunschweiger Hauptbahnhof entsprechend den Halal-Bestimmungen produziert und einige der Produkte der Brauerei entsprechen den Kriterien für die Koscher-Zertifizierung.

Jetzt steht vor mir das alkoholfreie Pilsener von Wolters vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Golden und gefiltert läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine kleine feinporige Schaumkrone, die sich leider schnell auflöst. Die fehlende Haltbarkeit des Schaums habe ich schon häufig bei alkoholfreiem Bier erlebt. Bei einigen alkoholfreien Bieren bleibt die Schaumkrone aber auch lange erhalten, so dass das schnelle Zusammenfallen des Schaums durchaus ein Manko darstellt.

Das Bier duftet getreidig mit einigen würzigen Noten. Es ist nichts falsches daran, aber mir fehlt hier sämtliche Komplexität.

Der Antrunk zeichnet sich durh eine leichte Süße sowie eine sanfte feinperlige Kohlensäure aus. Der Körper ist sehr schlank und der Geschmack erinnert eher an Limonade als an Bier. Selbstverständlich ist es aber nicht so süß wie eine Limonade. Auch die übertriebene Bittere, die viele alkoholfreie Biere mitbringen, bleibt mir beim Wolters 0,0 % erspart. Erst in der Kehle wird das Bier langsam bitterer und dieser Geschmack klingt überraschend lange nach.

In meinen Augen ist das Wolters 0,0 % nicht das beste alkoholfreie Bier, aber die Braunschweiger wiederholen nicht die Fehler so vieler anderer alkoholfreier Biere.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

< 0,05 % Vol.

Stammwürze:

3,5° Plato

Bittereinheiten:

22 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Hofbrauhaus Wolters GmbH
Wolfenbütteler Straße 39
38102 Braunschweig
www.hofbrauhaus-wolters.de

BierSelect

Herforder Pils

Das Etikett ist bodenständig gestaltet, zeigt das Wappen von Herford, gibt den Inhalt der Flasche an und enthält ansonsten noch einige Werbesprüche.Aus Ostwestfalen stammt das Bier, das ich jetzt verkosten möchte. Genauer gesagt aus Hiddenhausen-Sundern, in der Nähe von Herford, das dem Bier auch seinen Namen gab. Gegründet wurde die Brauerei im Jahr 1878. In den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gehörte das Unternehmen zu den großen Privatbrauereien in Deutschland. Im Jahr 2007 erwarb die Warsteiner-Gruppe eine Mehrheitsbeteiligung an der Brauerei.

Golden und gefiltert läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine feste schneeweiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch hat die Brauerei alles richtig gemacht.

Das Bier duftet nach hellem Malz, abgerundet durch herbe Hopfennoten.

Der Antrunk ist süß und spritzig. Auf der Zunge gesellt sich zur Süße eine passende Bittere. Damit ist das Bier zwar ausgewogen, aber nicht komplex. Der Abgang ist mild mit kurzem Nachklang.

Das Bier ist trinkbar, aber insgesamt ziemlich langweilig und auswechselbar. Kein Meisterwerk deutscher Braukunst.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

11,1° Plato

Brauerei:

Herforder Brauerei GmbH
Gebr.-Uekermann-Str. 1
32120 Hiddenhausen
www.herforder.de

Okocim – Mocne Dubeltowe

Das Etikett hat einen schwarzen Hintergrund und zeigt neben den Angaben, was in der Flasche enthalten ist, eine Abbildung des Gründers der Brauerei sowie deren Gründungsjahr, und silberfarbene Hopfendolden und die Brauerei.Die Marke Okocim wurde 1845 gegründet, als Jan Evangelista Goetz in Brzesko eine Brauerei gründete. Für die Herstellung seines Bieres verwendete er nur bestes Gerstenmalz, Hopfen sowie hochwertiges Wasser und Hefe, ganz nach dem Prinzip „Das Beste vom Besten“. Heute gehört Okocim zum Carlsberg-Konzern.

Strong Dubeltowe wurde in der Brauerei Okocim als eines der ersten Starkbiere in Polen kreiert. Es handelt sich um ein untergäriges Lagerbier mit einem aktuellen Alkoholgehalt von 6,5 %, einer Bitterkeit von 21 IBU und einer Stammwürze von 13,5° Plato. Früher enthielt das Mocne Dubeltowe mehr als 7 Volumenprozent Alkohol. Ich hoffe, dass die Qualität bei der Umstellung nicht gelitten hat.

Intensiv orangefarben fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet es eine durchschnittlich große sahnige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Karamell und Waldhonig, abgerundet durch den Duft nach getrockneten Aprikosen und Rosinen.

Der Antrunk ist süß und spritzig. Auf der Zunge gesellt sich eine zur Süße passende Bittere dazu. Die Fruchtigkeit kommt nur minimal als dem Hintergrund zum Tragen. Trotzdem ist das Mundgefühl weich. Im Abgang wird das Bier trockener und die Bittere klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Stammwürze:

13,5° Plato

Bittereinheiten:

21 IBU

Brauerei:

Carlsber Polska Sp. Z o.o.
ul. Krakowiaków 34
02-255 Warschau
Polen
www.carlsberggroup.com

Becher Bräu – Kräußen

Das Etikett zeigt eine Zeichnung von Bayreuth um 1780 und es enthält alle vorgeschriebenen Angaben, so dass kein Rückenetikett erforderlich ist.Bayreuth liegt bekanntlich in Oberfranken und Franken ist die Gegend mit der weltweit größten Brauereidichte. Was mir bis heute nicht bekannt war, dass es in Bayreuth noch mehr Brauereien gibt als Maisel (und die anderen Marken, die dazu gehören). Jetzt steht erstmals ein Bier aus der Brauerei Becher Bräu vor mir, einer von Maisel unabhängigen Brauerei.

Hell und mit einer leichten Hefetrübung fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet es eine voluminöse feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Für den Schaum sind die im eingeschenkten Bier aufsteigenden Kohlensäureblasen verantwortlich, die als „Kräußen“ bezeichnet werden. Optisch ist das Bier schon mal einwandfrei.

Das Bier duftet nach hellem Malz, dazu kommen frische Zitrusdüfte. Abgerundet wird das Aroma durch blumige und grasige Düfte.

Der Antrunk ist spritzig und recht süß. Auf der Zunge gesellt sich aber schnell ein freundliches Bitter dazu, das sich dann in den Vordergrund drängt, so dass Süße und Fruchtigkeit nur noch aus dem Hintergrund mitwirken. Das Mundgefühl ist voll und rund. In der Kehle teilen sich die Bittere und die Süße ihren Auftritt, wo sie auch lange nachklingen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol.

Stammwürze:

12,0° Plato

Bittereinheiten:

33 IBU

Farbe:

7 EBC

Brauerei:

Manns Bräu
Friedrichstraße 23
95444 Bayreuth
www.mannsbraeu.de

Hafenbräu – Deutsches Pilsner

Das Etikett des Hafenbräu ist schlicht im typischen DDR-Design.Die Firma Schollenberger, ein Weinhandelsunternehmen aus Rostock, das für die Biermarke Hafenbräu verantwortlich zeichnet, beschreibt das Bier auf seiner Website wie folgt:

§In der DDR war das 6 Monate haltbare Hafenbräu der unverzichtbare Begleiter der Seeleute von der DSR dem VEB Fischkombinat. Für die Staatsreederei der DDR, die Deutsche Seerederei (DSR), wurde das Bier zur Versorgung und als Stimmungsaufheller für die Mannschaften entwickelt und auf den Reisen der Schiffe mitgeführt. Sagenumwoben ist hierbei die für DDR-Biere lange Haltbarkeit. Leute, die es ganz genau wussten, schwören bis heute, dass dem Hafenbräu der DDR Chenin zugesetzt wurde, um es haltbar und tropenfest zu machen. Das Deutsche Reinheitsgebot spielte im Arbeiter- und Bauernstaat dann wohl nicht immer die erste Geige

Das Hafenbräu war, nicht nur wegen seiner Haltbarkeit/MHD von einem halben Jahr für die Seeleute von Handelsflotte und Hochseefischerei der sozialistischen Republik ein treuer Begleiter und Botschafter auf allem Weltmeeren. Dabei hatte dieses Pilsner Bier auch an Land seine Freunde und genoss zuweilen Kultstatus. In den Kaufhallen der HO und des Konsums war das Bier der Seeleute, welches privilegiert für die Reedereien hergestellt wurde und mit dem der VEB Schiffsversorgung die Schiffe der Flotte belieferte, nicht immer zu finden. In der Bevölkerung galt das Pils mit dem Exportcharakter als Bückware und hatte auch hier eine treue Fangemeinde unter den Bierfreunden. Kultstatus erlangte das Hafenbräu durch die Serie ‚Zur See'“.

Die vollständige Beschreibung des Vertreibers finden Sie auf seiner Website. Wenn die Darstellung so stimmt, war diese Geschichte des Bieres schon mal ein guter Grund, die Marke nach dreißig Jahren aus der Versenkung zu heben. Sie weckt sicherlich bei vielen Menschen im Osten Erinnerungen. Ich habe die Flasche in einem kleinen süßen Andenkenladen in Stralsund gefunden und gekauft. Nun ist es aber an der Zeit, die Flasche zu öffnen und das Bier zu verkosten.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die gemischtporige Schaumkrone löst sich anfangs recht flott auf, aber ein Rest des Schaums bleibt dann doch lange erhalten.

Das Bier duftet nach hellem Malz mit einigen blumigen Noten.

Der Antrunk ist ungewöhnlich süß und ich stelle fest, dass die feinperlige Kohlensäure recht knapp dosiert ist. Auf der Zunge zeigt sich ein leichtes Bitter, dazu kommt eine geringe Säure. Obwohl das Mundgefühl weich ist, kann mir das Bier nicht so richtig gefallen. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger, aber es klingt nur kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

F. Schollenberger
Barnstorfer Weg 22
18057 Rostock
www.weinhandlung-schollenberger.de

Ganter – Freiburger Pilsner

Das Etikett des Freiburger Pilsner zeigt das Freiburger Münster. Ansonsten ist das Design bewusst schlicht gehalten.Als ich in Freiburg war, hatte ich leider keine Zeit, die Brauerei Ganter zu besuchen. Ich weiß lediglich, dass sie zu den Freien Brauern gehört, was bedeutet, dass die inhabergeführte Brauerei in der Gegend eine führende Stellung einnimmt. Komme ich also gleich zur Verkostung des Freiburger Pilsners.

Hell und kristallklar strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die Schaumkrone ist eher dürftig und sie löst sich auch schnell auf.

Das Aroma ist stiltypisch hopfenwürzig, aber auch das Karamellaroma des Malzes kommt gut zum Tragen. Abgerundet wird das Aroma durch einen Hauch Vanille.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße sowie reichlich sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge entwickelt sich ein überraschendes Bitter, das ich in dieser Stärke nicht erwartet habe. Damit erinnert das Freiburger Pilsner durchaus an ein Pilsener aus Norddeutschland. Trotzdem ist das Mundgefühl eher schlank. Im Abgang wird das Bier trockener. Im Vordergrund steht die Bittere, die auch lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

11,6° Plato

Bittereinheiten:

28 IBU

Brauerei:

Ganter Brauerei
Schwarzwaldstr. 43
79117 Freiburg
www.ganter.com

Kraftpaule – Pils

Laut dem Aufdruck auf dem Etikett ist das Pils von Kraftpaule sensationell.Stuttgart ist ja nun nicht gerade als Bier-Eldorado bekannt. Aber eines ist sicher: auch in der Hauptstadt der Schwaben gibt es durchaus einige Bierliebhaber, die sich gegen die Übermacht des Weins zur Wehr setzen.

Golden und mit geringer Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine gemischtporige volumige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Obwohl das Bier vergleichsweise wenig Hefe enthält, duftet es nach Biskuitteig, abgestimmt durch die Fruchtigkeit des Hopfens, die mich an Zitronen und Zitrusschalen denken lässt.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich ein passendes freundliches Bitter dazu. Das Mundgefühl ist angenehm samtig, wie man es bei einem Pils nur selten findet. Im Abgang wird das Bier trockener und das Bittere klingt noch lange in der Kehle nach.

Von Kraftpaule kommt ein ungewöhnliches, aber wirklich gutes Pils

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Saphir), Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

13° Plato

Farbe:

10 EBC

​Brauerei:

Kraftpaule GmbH
Neckarstraße 132
70190 Stuttgart
www.kraftpaule.de

Wildbräu – Pils

Das Etikett der Wildbräu-Flasche zeigt einen stilisierten Bären auf zwei Beinen.Die Brauerei sagt zu dem Bier, das jetzt vor mir steht: „Zum Andenken an Korbinian Wild. Er verfeinerte die Rezeptur des feinen, tschechischen, bitteren Pils und verwendet anstelle von Bitterhopfen ausschließlich Aromahopfen. Diese versüßen diese traditionsreiche Sorte und mildern den bitteren Geschmack.“ Ich muss mich also nicht lange mit einer Vorrede aufhalten und kann sofort mit der Verkostung beginnen. Eine Bemerkung sei mir vorher aber noch gestattet: Das Bier gärt 7 Tage bei 9° Celsius, bevor es volle sechs Wochen bei 0° Celsius reift. Das sorgt für ein klares und sauberes Bier.

Golden und kristallklar strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die Schaumkrone ist nicht sehr ausgeprägt und sie fällt anfangs auch schnell in sich zusammen, aber ein Rest bleibt doch sehr lange erhalten.

Das Bier duftet nach hellem Malz und reifen Birnen und Äpfeln. Das macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht süß und er zeichnet sich durch eine feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge ist das Bier fruchtig und führ ein Pils enthält es eine sehr geringe Bittere. Das Mundgefühl ist weich. Der Abgang ist mild mit einer angenehmen Fruchtigkeit. Leider fehlt mir auch in der Kehle die Bittere.

Das Wildbräu Pils ist ein angenehm zu trinkendes und süffiges Bier. Als Pils ist es aber Out-of-Style.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Perle, Hallertauer Saphir)

Alkoholgehalt:

4,8% Vol.

Stammwürze:

11,5° Plato

Bittereinheiten:

25 IBU

Brauerei:

Wildbräu Grafing GmbH
Rotter Straße 15
85567 Grafing
www.wildbraeu.de