Schlagwort-Archiv: IPA

Insel-Brauerei – Snap IPA

Nun steht vor mir die Flasche Nummer 5707 von 20.000 des Snap IPA aus Rambin auf Rügen. Auf der Rückseite des Papiers, das die Flasche einhüllt, wird das Bier als weinartig, sauer, herb und harzig mit kräftigen Zitrusnoten beschrieben. Ich kann also ein IPA erwarten, das mich etwas fordert, das mir aber auch ein nicht alltägliches Erlebnis verspricht.

Bernsteinfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine durchschnittlich voluminöse feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist sehr fruchtig. Düfte nach Zitrusfrüchten, Mango, Melone und Vanille steigen mir in die Nase. Das Aroma des Malzes hält sich im Hintergrund und begnügt sich damit, die fruchtigen Noten abzurunden.

Der Antrunk ist recht trocken und zeichnet sich durch eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Der trockene Charakter des Bieres bleibt auch auf der Zunge erhalten, während die Aromen auf der Zunge beinahe zu explodieren scheinen. Die 7,5 Volumenprozent Alkohol sind sehr gut eingearbeitet, so dass er nicht durchschmeckt und lediglich die Aromen unterstützt. Dazu kommt ein nicht übertrieben kräftiges freundliches Bitter. Das Mundgefühl ist weich und samtig. Im Abgang wird das Bitter etwas stärker und klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Traubenzucker Naturhopfen (Hallertau Blanc, Magnum, Nelson Sauvin, Huell Melon), Hefe

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei GmbH
Hauptstraße 2 c
18573 Rambin auf Rügen
www.insel-brauerei.de

Stone – Arrogant Bastard Ale

Das Arrogant Bastard kann ich wohl mit Fug und Recht als eines der bekanntesten Biere der Craft Beer-Bewegung in den USA bezeichnen. Brauer Steve Wagner gabe einem Rezept zuviel Malz bei, was zu einem ungewöhnlichen Bier führte, jedoch nicht zum gewünschten Ergebnis. Anfangs zögerten die Gründer Wagner und Koch, das Bier auf den Markt zu bringen. Schließlich entschied sich Koch für ein aggressives Marketingkonzept, das zur kompromisslosen Natur des Bieres passte. Daraus entstand der wahrscheinlich erste Etikettentext, der potentielle Käufer beleidigte, ihnen den Mumm und die geschmackliche Reife absprach, ein solches Bier zu würdigen. Damit traf er allerdings genau den Geist der Zeit. Das Bier wurde so erfolgreich, dass das Arrogant Bastard Ale in den USA sogar von einer eigenen Tochterfirma vertrieben. In Deutschland produziert die Stone Brewing GmbH das Bier wie alle anderen Stone-Produkte in Berlin-Mariendorf. Nachdem ich bereits viel über das Arrogant Bastard Ale gelesen habe, alle Rezensenten waren von dem Bier begeistert, ist es mir jetzt endlich gelungen, dieses Bier in der amerikanischen Originalversion zu kaufen. Auch wenn es in eine Dose abgefüllt wurde, habe ich die Dose gekauft, obwohl ich eigentlich Bier in Flaschen eindeutig bevorzuge. Na, dann will ich mal.

Dunkel rotbraun fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine feste beige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier schon mal eine sehr gute Figur.

Das Aroma teilt mir bereits recht beeindruckend mit, was mich bei diesem Bier erwartet. Vom Hopfen kommen Zitrusnoten, Harz sowie grasige und kräuterige Düfte. Dazu kommen vom Malz Düfte von nach dunkler Schokolade und Karamell. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Während in der Nase eindeutig die Hopfenaromen im Mittelpunkt stehen, überrascht mich der Antrunk mit einer überraschend kräftigen Malzsüße. Während sich das Bier auf der Zunge ausbreitet schlägt das Bitter voll zu. Der Geschmack des Malzes wird weitgehen vom Hopfen überdeckt. Der Geschmack nach Bitterorangen konkurriert mit den harzigen Noten und dem Geschmack nach grünem Apfel um die Vorherrschaft. Abgerundet wird der Geschmack durch die Süße und Schokonoten des Malzes. Das Mundgefühl ist überraschend weich. Im Abgang wird das Bitter für kurze Zeit noch kräftiger. Das Bitter lässt aber anschließend schnell nachund klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,2 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

10° Celsius

Brauerei:

Stone Brewing GmbH
Citracado Parkway 1999
CA 92029 Escondido
USA
www.stonebrewing.com

Maisel & Friends – Artbeer #4 – Elle

Bereits zum vierten Mal unterstützt die Brauerei Maisel & Friends aus Bayreuth einen Streetart-Künstler, mit dem die Brauer gemeinsam eine Bieridee entwickeln und der ein Etikett gestaltet, bevor die Brauer das dazu passende Bier brauen. In diesem Jahr ist ELLE die Künstlerin.

ELLE begann ursprünglich als illegale Graffiti-Künstlerin in New York. Inzwischen gilt sie als eine der besten Street-Artists, ist eine der gefragtesten Frauen der Szene und arbeitet überall auf der Welt. ELLE ist eine von 50 Künstler*innen, die unser Liebesbier Urban Art Hotel zu einem weltweit einzigartigen Kunstwerk gemacht hat. Sie liebt Bier und schnell entstand die Idee, dass sie genau die Richtige für unser nächstes Artbeer-Projekt ist und wir haben zusammen einen Bierstil ausgesucht, den sie selbst sehr gerne mag: es sollte ein Juicy IPA werden.

Stark und kantig wie das IPA sollte auch das Etikett werden und deshalb hat ELLE ihre Collage extra zackig und dynamisch dargestellt. Die fünf verwendeten Hopfensorten finden sich auf dem Etikett ebenso wieder, wie der cremige-Touch, der durch die soften Lippen dargestellt wurde. Soweit die Theorie. Mache ich jetzt die Flasche auf und schenke mir das Bier ein.

Goldgelb und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist recht klein, bleibt dafür aber lange erhalten.

Das Aroma eines ganzen Obstkorbes steigt mir in die Nase. Ich rieche Düfte nach Grapefruit, Orange, Mango und anderen Südfrüchten, und die Hefe vervollständigt das Bouquet zu einem Duft, der an Biskuitteig erinnert. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist wie erwartet süß und die feinperlige Kohlensäure sorgt von Anfang an für ein angenehmes Mundgefühl. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider. Besonders Orange und Grapefruit stehen im Mittelpunkt, abgerundet durch einen Hauch Vanille. Dazu kommt das stiltypische kräftige Bitter. Das Mundgefühl ist weich und fast samtig. Im Abgang wird das Bier etwas trockener und meine Kehle wird durch ein fruchtiges Bitter mit langem Nachklang verwöhnt.

Die Brauerei hat schon Recht, wenn sie schreibt: „Das Artbeer #4 von und mit Künstlerin ELLE ist definitiv ein Kunstwerk!“

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hafermalz, Hopfen (Idaho 7, Callista, Citra, Mosaic, Amarillo), Hefe

Alkoholgehalt:

7.4% Vol.

Stammwürze:

15,5° Plato

Bittereinheiten:

42 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Munich Brew Mafia – Gangster’s Paradise

Von der Munich Brew Mafia kommen Biere, die mich begeistern können. Selbst „Das kriminelle Helle“ der Münchener gehört zu den wenigen Hellen, die mich begeistern konnten. Dabei halte ich das Helle für den vermutlich langweiligsten Bierstil überhaupt. Jetzt steht aber das Gangster’s Paradise der Munich Brew Mafia vor mir, ein IPA. Bei dieser Brauerei kann ich meine Erwartungen wohl noch einmal kräftig nach oben schrauben. Darum will ich mich auch nicht lange mit der Vorrede aufhalten und öffne die Flasche.

Goldgelb und opalisierend präsentiert scih das Bier im Glas. Die durchschnittlich große feste Schaumkrone bleibt lange erhalten. So muss ein IPA aussehen.

Das Bier duftet nach Grapefruit und Waldhonig, dazu nach anderen süßen Südfrüchten und Vanille.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge wird die Fruchtigkeit kräftiger und die Aromen bilden einen ganzen Obstkorb. Dazu kommt ein freundliches Bitter, das zusammen mit den anderen Aromen zu einem vollen und runden Mundgefühl führt. Der Abgang ist für ein IPA erstaunlich mild, denn die Fruchtigkeit und etwas Süße bestimmen den Eindruck, während das Bitter etwas in den Hintergrund tritt. Der Geschmack klingt lange nach.

Das Gangster’s Paradise ist ein angenehm und einfach zu trinkendes IPA, das sicherlich auch Einsteigern in diesen Bierstil gefallen wird.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Chinook, Azacca und Mosaic), Hefe

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Stammwürze:

11° Plato

Brauerei:

MBM Braugesellschaft mbH
Gerhardstraße 7
81543 München
www.munichbrewmafia.de

Maisel & Friends – Stefan’s Indian Ale

Die Brauerei Maisel wurde 1887 in Bayreuth von Hans und Eberhart Maisel gegründet. Später übernahmen deren Söhne das Unternehmen, dann deren Enkel und heute wird diese Brauerei in der vierten Generation von den Brüdern Maisel geleitet und das recht erfolgreich. Mit ihrem Weißbier eroberten sie nicht nur Deutschland sondern machten das Weißbier auch international bekannt. Heute wird die Brauerei von Jeff Maisel geleitet, einer seiner Freunde ist Stefan Sattran.

Stefan Sattran ist ein Genussmensch durch und durch, eigentlich gehört seine Liebe dem Wein, er ist Sommelier und betreibt mit zwei Freunden mit großem Erfolg einen kleinen Weinberg bei Würzburg. Mit Jeff Maisel ist er bereits seit seiner Kindheit befreundet. Natürlich durfte der Weinliebhaber Stefan Sattran auch ein Bier interpretieren. Dieses Bier heißt Stefan`s Indian Ale, das die Brauerei als ein India Pale Ale mit einer angenehmen Hopfenbittere und einem fruchtig frischen Geschmacksprofil beschreibt.

Das Bier leuchtet mir in hellem Bernstein entgegen mit einer durchschnittlich großen sahnigen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist fruchtig nach Grapefruit, Mandarine und Honig, wobei die süßen Noten des Malzes eher aus dem Hintergrund kommen und die Fruchtigkeit lediglich untersteichen.

Der Antrunk ist süßer als ich es aufgrund des Aromas erwartet habe und er belohnt mich mit einer reichlich dosierten Kohlensäure. Im Mittelpunkt steht aber auch hier wie im Aroma die Fruchtigkeit. Die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider und ein freundliches Bitter kommt dazu, das für ein IPA ungewöhnlich zurückhaltend ist. Das Mundgefühl ist weich und voll. Erst im Abgang wird das Bier trockener, ein Hauch Karamell taucht auf und das Bitter verstärkt sich. Der Geschmack klingt lange nach.

Stefan’s India Ale ist ein mildes IPA, das sich gut trinken lässt und das auch Konsumenten begeistern kann, denen IPAs ansonsten zu bitter sind.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,3% Vol.

Stammwürze:

17,3° Plato

Bittereinheiten:

40 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Brauerei Gebr. Maisel GmbH & Co. KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Insel-Brauerei – Rumble IPA

Nun steht endlich mal wieder ein Bier aus der Insel-Brauerei in Rambin aus Rügen vor mir, in meinen Augen eine der besten Brauereien Deutschlands. Das Rumble IPA gehört zur Reihe IPA Expedition, einer Serie limitierter Biere. Vir mir steht die Flasche 14237 von 20000. Dass von diesem Bier lediglich 20000 Flaschen abgefüllt wurden beweist, dass dieses Bier seinen Titel „Seltenes Bier“ mit Fug und Recht trägt. 20000 Flaschen eines Bieres sind für eine Brauerei, die in fast jedem Supermarkt Deutschlands vertreten ist, wirklich nicht die Welt. Genug der Vorrede, jetzt ist es an der Zeit, die Flasche zu öffnen.

Rotgolden und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich voluminöse feste Schaumkrone hat einen leichten Stich ins elfenbeinfarbene und bleibt sehr lange erhalten. Kann die Optik eines Bieres perfekt sein? Falls ja, ist dieses Bier sehr nahe an der Perfektion.

Düfte nach Grapefruit, Zitrusschalen, Pinie und Vanille steigen mir in die Nase und machen Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht süß, was aber zur sehr feinperligen und doch kräftigen Kohlensäure passt. Auf der Zunge zeigt sich, dass die Süße erforderlich ist, um sich gegen die ungeheure Fruchtigkeit, die die Aromen widerspiegelt, und das kräftige Bitter durchzusetzen. Erstaunlich finde ich, dass das Bier zwar 60 Bittereinheiten aufweist, dass das Bitter sich aber nicht in den Vordergrund drängt und die anderen Geschmackseindrücke in den Hintergrund drängt. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Abgang wird das Bier trockener. Das Bitter wird jetzt noch kräftiger und klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Traubenzucker, Naturhopfen (Cascade, Mosaic, Citra, Centennial, Simcoe), Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Bittereinheiten:

60 IBU

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei TmgH
Hauptstr. 2c
18573 Rambin
www.insel-brauerei.de

Flying Dutchman – Flip Flopped White Socked Strong Hopped White IPA

Nun steht mal wieder ein Bier des Fliegenden Holländers Ronald de Waal vor mir. Ein Niederländer, der in Finnland wohnt und zum Brauen sich in belgischen Brauereien einmietet. Damit vereint er drei große Biernationen, was sich auch durchaus in seinen Bieren niederschlägt.

Das Bier, das jetzt vor mir steht (ich spare es mir jetzt, den ganzen langen Namen erneut abzutippen), ist ein Weizen-IPA. Im Internet habe ich den Hinweis gefunden, dass beim Brauen dieses Bieres auch Orangenschalen, Koriander und Wacholderbeeren verwendet wurden. Auch wenn ich diesen Hinweis weder auf der Flasche noch auf Ronalds Website gefinden habe, bin ich doch gespannt, was ich von diesem Bier erwarten darf.

Golden und mit überraschend geringer Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die größtenteils feinporige Schaumkrone ist recht klein und fällt bis auf einen Rest recht schnell in sich zusammen.

Düfte nach Zitrus und Brotkrume, nach Karamell und Leder steigen mir in die Nase, abgerundet durch einige blumige Noten. Wusste Ronald hier nicht, was er wollte? Ich kann zumindest keine klar Linie erkennen.

Der Antrunk ist mäßig süß und besticht durch eine sehr feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt sich ein kräftiges, dabei aber fruchtiges und freundliches, Bitter dazu. Außerdem spiegeln sich die Aromen auf der Zunge wider. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Abgang wird das Bier trockener, das Bitter wird diskreter und klingt durchschnittlich lange nach.

Dieses IPA lässt sich auf jeden Fall gut trinken, aber von allen Bieren von Ronald, die ich bislang verkostet habe, gefällt mir dieses doch am wenigsten.

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Bittereinheiten:

55 IBU

Brauerei:

The Flying Dutchman Brewing Co.
Tapolanku 2
Vantaa
Finnland
www.flyingdutchmanbrewingcompany.com

Maisel & Friends – Tropical Coast

Der Sieger des vierten Hobbybrauerwettbewerbs von Maisel & Friends und der BrauBeviale heißt Fernando Coppi. Sein „Tropical Coast“ hat sich in der Juryverkostung gegen 160 andere West Coast IPAs durchgesetzt. Fernando durfte als Preis sein Bier auf der Anlage von Maisel & Friends nachbrauen und kürzlich hat die Brauerei mit dem Versand des Bieres begonnen. Eine Flasche habe auch ich bekommen, die ich jetzt verkosten werde.

Golden und opalisierend strahlt mich das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber prangt eine durchschnittlich voluminöse feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch gibt es an dem Bier schon mal nichts auszusetzen.

Das Aroma ist sehr komplex und betörend. Düfte nach Grapefruit, Ananas Litschi und anderen tropischen Früchten steigen mir in die Nase, unterstützt durch den Duft nach Nüssen. Aber auch das Malz kommt zu seinem Recht und steuert aus dem Hintergrund einige süßere Düfte bei.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Als sich das Bier auf der Zunge verteilt, beginnt das Spiel der Hopfenaromen: Zusammen mit einer angenehmen Bitterkeit stürmt ein ganzer tropischer Obstsalat meine Geschmacksknospen. Ich schmecke Aromen nach Ananas, Grapefruit, Orange und Maracuja. Dazu ist das Mundgefühl weich und voll. Im Abgang teilen sich die Süße und das Bitter die Eindrücke in meiner Kehle, wo sie auch lange nachklingen.

Das Bier ist ab sofort im Versand unter www.maiselandfriends.com/shop erhältlich und wie bei allen Sondersuden gilt: wenn weg, dann weg. Schnell sein lohnt sich also.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Idaho 7, Citra, Simcoe, Herkules), Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Stammwürze:

14,7° Plato

Bittereinheiten:

60 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

7° Celsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Maisel & Friends – Hopfenreiter 2021

Inzwischen ist es Tradition: jedes Jahr zum Herbstanfang besucht uns der Hopfenreiter, in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal. Leider konnte er wegen Corona auch in diesem Jahr nicht beim Craft Brauer Festival in Bayreuth vorgestellt werden, sondern das Team von Maisel & Friends stellte das diesjährige Bier im Rahmen einer Online-Verkostung vor. Auch bei mir ist eine Flasche eingetroffen, die ich nun verkosten möchte.

Hell bernsteinfarben strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die durchschnittlich große und größtenteils feinporige Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. Wichtiger aber ist, dass mir bereits beim Einschenken ungeheuer fruchtige Aromen in die Nase steigen.

Und schon stehe ich vor einem Problem: wie soll ich das Aroma beschreiben? Für dieses Bier wurden so viele gute Aromahopfen verwendet, dass mir eigentlich bei jedem Schnuppern andere Eindrücke in die Nase steigen. Im Vordergrund stehen aber Grapefruit, Kokos, Trockenfrüchte wie Rosinen, Waldhonig… Dazu kommen noch viele andere Aromen, die ich nicht sicher identifizieren kann. Ich meine aber, Mandarine und Pflaume zu riechen, dazu Pfirsich. Aber da jede Nase etwas anders reagiert und hier wirklich sehr viele Aromen zusammenkommen, ist es sicherlich die beste Lösung, Sie bestellen sich die eine oder andere Flasche und stellen fest, was Sie selbst riechen können. Jedenfalls ist es jetzt Zeit für den ersten Schluck.

Süß und reichlich Kohlensäure – das sind die ersten Eindrücke, die das Bier vermittelt. Dazu kommt selbstverständlich die kräftige Fruchtigkeit. Bereits bevor ich mich bemüht habe, die Geschmacksnuancen dieses Biers zu ergründen, weiß ich bereits, dass es mir gefallen wird. Und tatsächlich – auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider und es gesellt sich noch ein kräftiges Bitter dazu. Aber es gibt noch mehr. Je länger das Bier im Glas steht und daher mit dem Sauerstoff der Luft reagiert und sich gleichzeitig erwärmt, desto mehr neue uancen kommen zum Vorschein. Ich kann Ihnen nur noch einmal raten, dieses Bier selbst zu probieren und festzustellen, welchen Geschmack Sie herausfinden. Auf jeden Fall sind die 8,5 Volumenprozent sehr gut in die Geschmackskomposition eingearbeitet, so dass sie nur gering durchschmecken. Dabei ist das Mundgefühl weich und voll. Im Abgang wird das Bier deutlich trockener, während das Bitter knackiger wird und sehr lange nachklingt.

Dazu noch ein indisches Curry oder ein Krabbencocktail und der Abend ist perfekt, zumindest aus Genusssicht.

Wenn Sie sich jetzt fragen, welche Brauereien an diesem Bier beteiligt waren, indem sie Hopfen zugegeben haben, können Sie dies hier noch einmal nachlesen. Bestellen können Sie das Bier unter www.maiselandfriends.com/shop. Und nicht vergessen: wenn weg, dann weg.

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Stammwürze:

19° Plato

Bittereinheiten:

70 IBU

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95455 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Belgoo – Saisonneke Extra

Belgoo Saisonneke Extra ist ein Session IPA der belgischen Kleinbrauerei Belgoo. Die 2007 gegründete Brauerei arbeitet nach wie vor in kleinem Rahmen und stellt eine Reihe von intensiv gehopften belgischen Bieren her. Belgoo Saisonneke Extra ist ein belgisches IPA, das reichlich mit belgischem Bitterhopfen dosiert ist, bevor es mit Nelson Sauvin trockengehopft wird. Jetzt steht das Bier vor mir und möchte verkostet werden.

Weizenblond und opalisierend strahlt mir das Bier im Glas entgegen. Die voluminöse feinporige Schaumkrone bleibt mir durchschnittlich lange erhalten.

Das Bier duftet nach Biskuit, Zitrusschalen, Ananas, Honig und Vanille. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist reht süß, aber das Bier enthält auch eine ordentliche Portion Kohlensäure. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen. Das Mundgefühl ist weich und voll. Überraschend diskret fällt das Bitter aus. Insgesamt ist das Bier sehr fruchtig. Im Abgang wird das Bitter kräftiger und es klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Hopfen (Belgischer Bitterhopfen, Nelson Sauvin), Hefe

Alkoholgehalt:

4,4 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Belgoo
G. Wittouckstraat 61
1600 Sint-Pieters-Leeuw
Belgien
www.belgoobeer.com