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Kristof Schimmele wird neuer Geschäftsführer Vertrieb der Brauerei Gebr. Maisel

Die Abbildung zeigt Jeff Maisel (Inhaber), Kristof Schimmele (neuer Geschäftsführer Vertrieb) und Hermann-Josef Boerger (scheidender Geschäftsführer Vertrieb)Zum 1. August 2023 übernimmt Kristof Schimmele den Posten des Vertriebsgeschäftsführers bei der Brauerei Gebr. Maisel in Bayreuth. Er war zuvor sechs Jahre als Gesamtvertriebsleiter bei der Badischen Staatsbrauerei Rothaus beschäftigt und hat sich schon in vorherigen Positionen einen Namen als Vermarktungsprofi gemacht.

Das Ruder übernimmt Kristof Schimmele von Hermann-Josef Boerger, der 2004 aus dem Sauerland zur Brauerei Gebr. Maisel kam und seitdem den Vertrieb als Geschäftsführer sehr erfolgreich leitete.

Brauereiinhaber Jeff Maisel begegnet der Veränderung in der Geschäftsführung mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Mit Hermann-Josef verlieren wir eine einzigartige Persönlichkeit und ich bin sehr traurig, dass wir ihn ziehen lassen müssen. Seine strategische Weitsicht, sein herausragendes Verhandlungsgeschick und seine Hingabe für die Bierbranche haben dazu beigetragen, dass wir heute so gut dastehen. Ich möchte mich bei ihm von Herzen für die großartige Partnerschaft bedanken! Gleichzeitig freue ich mich sehr auf die kommende Zeit mit Kristof und die neuen Projekte, die wir gemeinsam angehen werden. Wir werden den Wechsel in der Geschäftsführung für unsere Geschäftspartner und Kunden bestmöglich gestalten und freuen uns auf die Zukunft.“

Zusammen mit dem Geschäftsführer Braubetrieb Marc Goebel werden Geschäftsführer Marketing & Verwaltung Jeff Maisel und Geschäftsführer Vertrieb Kristof Schimmele künftig die Geschicke der Brauerei Gebr. Maisel leiten.

Das Bild wurde mir von der Brauerei zur Verfügung gestellt und zeigt Jeff Maisel (Inhaber), Kristof Schimmele (neuer Geschäftsführer Vertrieb) und Hermann-Josef Boerger (scheidender Geschäftsführer Vertrieb)

Maisel & Friends – Royal

Bereits zum vierten Mal brauten die Auszubildenden bei Maisel ein Bier, das sie selbst von Anfang bis Ende entwickelt haben – von der Entwicklung des Rezepts über die Produktion und die Namensgebung bis zur Gestaltung des Etiketts.

In diesem Jahr haben sich die Auszubildenden für ein Brut Pale Ale entschieden. Ich empfinde diesen Bierstil als sehr elegant und dementsprechend edel ist auch das Etikett gestaltet. Goldener Druck auf schwarzem Grund sieht doch immer gut aus. Dazu kommt noch der Name. Es scheint bei diesem Bier also alles zu passen, vorausgesetzt, das Bier ist auch entsprechend.

Die Brauerei verspricht es jedenfalls. Dort liest sich die Beschreibung so: „Eine Aromatik, die den Genießer an prickelnden Schaumwein erinnert, gepaart mit einem trockenen Abgang: Unser Maisel & Friends Royal setzt dem Brauhandwerk mit prickelnden Schampus-Anklängen die Krone auf. Das Brut Pale Ale macht den Biergenuss zum royalen Trinkerlebnis.“ Das macht doch schon mal neugierig auf dieses Bier. Andererseits hat sich Maisel bislang noch nicht an diesen Bierstil herangetraut, so dass es für alle Beteiligten eine Premiere ist. Aber genau das ist bei den Bierverkostungen schließlich das Spannende. Nach diesen Betrachtungen ist es jetzt aber wirklich an der Zeit, die Flasche zu öffnen und das Bier zu verkosten.

Strohgelb und mit leichter Hefetrübung leuchtet mir das Bier aus dem Glas entgegen. Der durchschnittlich voluminöse und feste Schaum bleibt sehr lange erhalten. Optisch macht das Bier schon mal eine sehr gute Figur. Außerdem fällt mir bereits beim Einschenken das fruchtige Aroma des Biers auf.

Das Bier duftet nach Grapefruitschale, nach Birnen und Trauben, abgerundet mit einem Hauch Gras. Auch das helle Malz kommt in der Nase zum Tragen.

Der Antrunk ist trocken und spritzig. Bereits der erste Eindruck erinnert an Champagner. Auch auf der Zunge behält das Bier seinen trockenen und eleganten Charakter. Eine leichte fruchtige Säure gesellt sich dazu und sorgt für ein weiches Mundgefühl. Im Abgang wird die Fruchtigkeit kräftiger, wobei die Aromen nach Zitrus und Birne in den Vordergrund treten. Obwohl die Bittere nur dezent eingesetzt wurde, klingt der Geschmack lange nach.

Die begeisterte Beschreibung der Brauerei ist nicht übertrieben. Ich würde mir wünschen, dass Maisel & Friends dieses Bier ins dauerhafte Sortiment aufnehmen würde.-

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Blanc, Galena, Aramis), Hefe

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Stammwürze:

10,09° Plato

Farbe:

8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Brauerei Gebr. Maisel GmbH & Co. KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Die BrauBeviale präsentiert sich in Bestform

Die BrauBeviale in Nürnberg startet wieder: nach 4-jähriger Pause im Messegeschehen vom 28. bis 30. November 2023. Mit einem großen Ausstellerangebot, zielgenau konzipierten Sonderflächen und einem breit gefächerten Rahmenprogramm erhalten Besucher aus der Bier-, AFG-, Mineralwasserbranche sowie aus der Wein-, Sekt- und Spirituosenindustrie praxisnahe Lösungen für ihre betrieblichen Anforderungen in Prozesstechnik, Abfüllung und Verpackung oder in der Logistik.

Auf einer Pressekonferenz in Mailand stellten die Messeveranstalter ihr diesjähriges Programm vor und stellten einen engen Zusammenhang her zwischen dem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld und den klaren Antworten, die das Messeangebot bietet. Mit drei Schwerpunktthemen illustrieren die Veranstalter die derzeitigen Anforderungen in der Getränkebranche:

Herausforderndes wirtschaftliches Umfeld

So ist in vielen Segmenten bis Ende 2022 noch nicht das Niveau von 2019 im Konsum – und entsprechend in der Produktion vieler Getränke – erreicht worden, ein Mangel an Arbeitskräften in der Gastronomie trägt dazu bei, dass insbesondere der Außer-Haus-Konsum noch Nachholbedarf hat. Bewegung gibt es in der Branche immer und so zeigt auch die Anzahl der Braustätten in Europa mit einem Plus von 614 für 2022, dass zukunftsorientierte Unternehmer das Potenzial im europäischen Getränkemarkt nach wie vor sehr positiv einschätzen. Daneben fordern aber die enormen Kostensteigerungen, die beispielsweise – gemäß einer Übersicht des Deutschen Brauer Bunds – beim Preis von Neuglas ein Plus von 140 Prozent, bei Kohlensäure ein Plus von 135 Prozent oder bei Braumalz bei 150 Prozent liegen, hohe Flexibilität in der Beschaffungspolitik der Getränkehersteller und Brauereien. Ergänzend dazu bringen die derzeit veröffentlichten Anforderungen im EU-Entwurf zur Packaging and Packaging Waste Directive (PPWR) neue Ungewissheiten, die insbesondere auf die Konzeption der Mehrwegstrategien in Europa betreffen.

Lösungen auf der BrauBeviale

Die Getränkehersteller und Brauer sowie Winzer sind also gut beraten, wenn sie sich mit umfangreichen Informationen zu Rohstoffen, neuen Maschinen, Produktionslösungen oder Logistikkonzepten eine Basis schaffen für ihr Investitionsprogramm. Die BrauBeviale bietet in neun Hallen auf ca. 40.000 m² Ausstellungsfläche mit rund 900 Ausstellern für die gesamte Prozesskette ein umfassendes Angebot. Allein 130 Anbieter für Verpackung, Verschlüsse, Etikettierung und Sekundärverpackung zeigen ihre Lösungen für die Aufgaben rund um eine produktgerechte und effiziente Verpackung. Die wichtige Frage nach der Kohlensäureversorgung etwa wird von 17 Anbietern aufgenommen und mit aktuellen Lösungen beantwortet. Oder: Rohstoffthemen – also auch Antworten zur Frage der Rohstoffsicherung – können bei insgesamt 88 Anbietern besprochen werden. Die Produktdatenbank ist bereits online und kann von allen Anwendern in der Getränke- und Brauerei-Branche angesteuert werden, um eine möglichst umfassende Anbieterinformation schon vor dem Messebesuch zu erhalten. Ab 25. Juli ist der Ticketshop geöffnet und die Planung für den Messebesuch auf der BrauBeviale kann ganz einfach online gestartet werden.

Rahmenprogramm für alle Besuchergruppen

Neu im Messeportfolio – rund 70 Prozent der Anbieter haben für die Kundengruppe der Winzer ein Angebot – ist eine Sonderschau Traubenverarbeitung und Kellerwirtschaft in Halle 4A. Damit bietet die Messe auch für die Anwender in der Weinproduktion interessante Impulse. „Wir investieren hier in diese Sonderfläche“, erklärt Andrea Kalrait, Executive Director BrauBeviale, „um zu zeigen, dass das Angebot auf der BrauBeviale sehr breit aufgefächert ist und sich somit der Besuch auch für Anwender aus der Weinbranche lohnt.“ Überhaupt wird mit dem Rahmenprogramm wieder ein breiter Bogen gespannt: „Nachhaltigkeit im Zeichen von Klimawandel und Marktveränderungen“, Branchen-Hotspots Zukunft zu „Unternehmensprofilierung über Nachhaltigkeit“, zu „Gebinde, Systeme unter Druck“ und zu „Rohstoffen“ zeigen auf, wie die Brauer und Getränkehersteller oder auch die Winzer mit den aktuellen Herausforderungen umgehen können. Das Forum BrauBeviale in Halle 1 ist die Adresse für die Besucher, wenn sie sich dazu Impulse holen möchten. Zusätzlich dazu ist das die Adresse für alle Besucher mit Schwerpunkt Marketing: „Branding the Brain“ oder Nachhaltigkeit in der Markenkommunikation sind die aktuellen Themen für diese Interessenten.

Wissenserweiterung inklusive

Doch auch die Sonderflächen mit dem Experten Forum – eine Ausstellerplattform. in Halle 4 oder die Logistik Lounge – ebenfalls in Halle 4 sorgen für Wissenserweiterung und anregenden Austausch. Das breit gefächerte und für alle Besucher kostenfreie Rahmenprogramm wird ab September bereits online auf braubeviale.com einsehbar sein.

Mit der Craft Drinks Area in Halle 6 spricht die Messe erneut ein breites Feld an Brauern an und fokussiert auf individuelle Bierstile und -zutaten. Ein perfekter Platz für die Bier-Connaisseure und solche, die es werden wollen, ist der European Beer Star – in diesem Jahr in der 20. Auflage. Rund 500 Brauereien aus 44 Ländern stellen sich auch in diesem Jahr dem kritischen Gaumen der Jury.

YONTEX – gebündeltes Getränkemessen Knowhow

Ein besonderer Punkt der Infoveranstaltung in Mailand war Hintergrundinformation zur Firmenneugründung YONTEX. Dieses Joint Venture der NürnbergMesse und Messe München bündelt nun beide renommierten Getränke-Technologiemessen BrauBeviale und drinktec unter einem Dach. Die Messe bleiben im vertrauten Rhythmus erhalten– jährlich für die BrauBeviale, mit Ausnahme der drinktec Jahre – und vierjährig für die drinktec. Die daraus erwarteten Synergieeffekte stellte Petra Westphal, Executive Vice President vor: Mit neuen Angeboten für die Besucherbetreuung und einer konsequenten Entwicklung des Messeprogramm gemäß den Bedürfnissen der Branche wird diese neue Gesellschaft beide Messen so weiterentwickeln, dass die Zukunft der Branche bestmöglich gestaltet werden kann.

BrauBeviale plant für 2023 ein starkes Programm

Die BrauBeviale 2023 biegt rund fünf Monate vor der Eröffnung auf die Zielgerade ein: Die komplette Prozesskette der Getränkebranche ist in der Ausstellerliste wieder präsent. Auch das Rahmenprogramm zeichnet ein starkes Bild des aktuellen Branchengeschehens. Mit neuen Akzenten wie der Logistik Lounge und der Sonderschau Traubenverarbeitung und Kellerwirtschaft sowie spannenden Impulsen u. a. für die Markenentwicklung in der Getränkewelt im BrauBeviale Forum erhalten die Besucher erneut ein Komplettpaket für die Entscheidungsfindung im betrieblichen Alltag. Vom 28. bis 30. November 2023 wird das Messezentrum Nürnberg wieder zum Treffpunkt für den Austausch und das Miteinander aller Aussteller, Marktexperten und Getränkehersteller.

„Unser Motto „Das Wir verbindet Vielfalt“ spiegelt sich auch in unserem Rahmenprogramm perfekt wider“, betont Andrea Kalrait, die als Executive Director die Ausrichtung der BrauBeviale seit Jahren federführend steuert. Mit dem breiten Themenfeld des Rahmenprogramms werden Marketingverantwortliche ebenso wie Technikspezialisten mit Impulsen versorgt. „Alle Fokusthemen steigern den Nutzen der Messebesucher nochmals deutlich. Ganz besonders wichtig ist aus unserer Sicht das neue Angebot der Logistik Lounge sowie unsere Sonderschau für die Wein- und Kellerwirtschaft.“

Hot-Topic Logistik

Der gewachsenen Bedeutung der Logistik in der gesamten Getränkewirtschaft trägt die Messe mit der neuen „Logistik Lounge“ in Halle 4 Rechnung.

Unter dem Dachthema „Nachhaltige Mehrweg-Logistik“ bietet die Sonderfläche – moderiert vom Poolsystem-Betreiber und Mehrweg-Spezialisten LOGIPACK – einen entspannten Treffpunkt aller Logistikinteressierten mit vielen Kurzvorträgen als Anregung zur Diskussion. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Aktivitäten der EU rund um die Europäische Verpackungsverordnung (PPWR) und deren Auswirkungen auf die Branche aus unterschiedlichen Sichtweisen. Verschiedene Hersteller wie Brauer, AfG-Anbieter und Winzer diskutieren mit politischen Meinungsbildnern aus Berlin und Brüssel über die Umsetzung „Nachhaltiger Mehrweg-Logistik“ in die Praxis. Die Konsequenzen der möglichen Vorgaben für die gesamte Logistikkette der Getränkebranche in Deutschland werden in der „Logistik Lounge“ mit zahlreichen Experten ausgelotet.

Auch das Insidertreffen „LOGICircle 6.0“ findet am 28. November 2023 auf der BrauBeviale in der „Logistik Lounge“ statt. In einem Impulsvortrag wird Bernd Huesch, Geschäftsführer HEUSCH & PARTNER Logistikberater, um 16 Uhr seine Zukunftsperspektiven und die strategische Bedeutung der Logistik für die Branche vorstellen. Anschließend diskutieren Experten seine Thesen und die skizzieren den Stellenwert der Nachhaltigkeit in der Logistik. Für diese Sonderveranstaltung ist eine spezielle Anmeldung erforderlich.

„Wir freuen uns als Moderator der „Logistik Lounge“ auf der BrauBeviale einen zentralen Treffpunkt zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion neuer Logistikkonzepte bieten zu können“, so Torsten Hiller, der LOGIPACK Geschäftsführer.

BrauBeviale Forum – nah dran an den Themen der Branche!

Pflichttermin für viele Besucher sind auf der BrauBeviale auch stets die hervorragend kombinierten Fachvorträge im BrauBeviale Forum in Halle 1. Unter anderem steht im Zentrum des diesjährigen Programms das Marketing Forum am 28. November 2023, moderiert von Dr. Uwe Lebok, K&A Brand Research. Er zeigt mit aktuellen Beispielen und Praxisvorträgen, wie Markenerfolg funktioniert. Einblicke in strategische Konzepte – etwa der Giesinger Braumanufaktur oder der Paulaner Brauerei – sind hier inspirierende Programmpunkte.

Das BrauBeviale Forum spannt einen breiten Bogen in den drei Messetagen: Mit der Frage, wie sich die Unternehmen der Getränke-Branche ganzheitlich auf Nachhaltigkeit einstellen können zeigt die Präsentation eines neuen einheitlichen Managementtools auf, das sowohl bei Brauern als auch beim Getränkefachhandel derzeit schon in der Praxiserprobung befindet. Ganz besonders wichtig ist der Branchen-Hotspot: Zukunft Rohstoffe. Horst Dornbusch und Elva Ellen Kowald bündeln als Hosts die Themen und beleuchten u. a. mit Brauern und Winzern die Verfügbarkeit und Sicherung der Rohstoffe. Nachhaltigkeit und die Erfordernisse aus den Klimaveränderungen werden am 29. November 2023 aus vielen Blickwinkeln präsentiert.

Verstärktes Angebot für die Weinbranche

Premiere feiert in diesem Jahr die Sonderschau Traubenverarbeitung und Kellerwirtschaft in Halle 4A, die in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) entsteht. Mit dieser Neuerung unterstreicht die BrauBeviale, dass sie sich noch mehr als bisher für die Besuchergruppe der Winzer und Sekthersteller öffnet. Die Aussteller der BrauBeviale haben schon seit jeher zahlreiche Lösungen für die Weinbranche im Angebot.

Die Besten – auf der BrauBeviale im Fokus

Spannende Impulse für die Branche bieten die Preisverleihungen: Was kommt gut an? Was ist für die Zukunft wichtig? Die Verleihung der „World Beverage Innovation Awards“ am 28. November 2023 im BrauBeviale Forum zeichnet die Besten aus – in den Kategorien Bestes Produkt, beste Verpackung, beste Innovation und bestes Geschäftsszenario.

Tags darauf geht es am gleichen Ort weiter: die Auszeichnung zum „Deutschen Hopfen-Champion 2023“ würdigt die Arbeit der Hopfenpflanzer und deren Qualitätsbestrebungen. Am Nachmittag folgt die große Preisverleihung des European Beer Star: Wer wissen will, wo gute Biere gebraut werden, sollte sich diesen Termin fest einplanen. Noch weiß man nicht, welche Brauereien in den 74 Kategorien dieses Jahr prämiert werden …

Die Aussteller- und Produktdatenbank ist bereits online

Jetzt schon können sich alle online informieren: Die Aussteller- und Produktdatenbank bietet einen einfachen Zugang für jede Branche. Mit der Filtereinstellung nach Getränkekategorie wird eine maßgeschneiderte Übersicht über das Angebotsportfolio aller Aussteller geboten.

Auch Unternehmen, die sich noch nicht für eine Messebeteiligung angemeldet haben, können noch einsteigen – die Hallenpläne und die Ausstellerdatenbank bieten einen detaillierten Blick auf die verfügbaren Kapazitäten. Das Veranstaltungsteam hilft Spätentschlossenen gerne bei allen Fragen rund um eine Standbuchung für die BrauBeviale weiter.

Und natürlich steht schon jetzt allen der Besuch der Plattform myBeviale.com offen – sozusagen als Dauerausstellung – für alle die stets über Rohstoffe, Digitalisierung, Energie, Nachhaltigkeit, Export, Frauen in der Getränkebranche und vieles mehr informiert sein möchten.

Hertl – Schwiegervater’s Stolz

Die Braumanufaktur Hertl aus dem fränkischen Schlüsselfeld widmet ihre Biere immer einem Familienmitglied. In diesem Fall ist es das Bier für Schwiegervater Alfred. Zumindest auf dem Etikett hat er eine Zigarette zwischen den Fingern, so dass es nahelag, ihm ein Rauchbier zu widmen. Auch die räumliche Nähe von Schlüsselfeld zu Bamberg bringt für sich schon fast die Verpflichtung mit sich, auch ein Rauchbier zu brauen. Jetzt steht es jedenfalls vor mir.

Kupferfarben und leicht hefetrüb läuft das Bier ins Glas. Die hellbraune Schaumkrone ich nicht sonderlich ausgeprägt und sie fällt auch schnell in sich zusammen.

Die rauchigen Noten des Aromas sind nicht allzu kräftig, so dass auch Einsteiger in die Welt der Rauchbiere nicht gleich abgeschreckt werden. Aber auch so duftet das Bier angenehm nach Schinken, Buchenrauch und Karamell, abgerundet durch jeweils einen Hauch Waldhonig und Haselnuss.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße aus, die an Toffee erinnert. Außerdem umschmeichelt eine sehr feinperlige Kohlensäure meinen Gaumen. Obwohl der Rauch in der Nase nicht übertrieben kräftig war, ist er im Mund vom ersten Moment an präsent. Er hält sich aber mit dem Geschmack nach Karamell die Waage. Bitter ist nur wenig zu schmecken, so dass das Mundgefühl angenehm weich ist. In der Kehle wird der Rauch kräftiger, wo er lange nachklingt. Gleichzeitig baut sich auch ein angenehmes Bitter auf.

Offensichtlich wird Schwiegervater Alfred wirklich geliebt, denn sonst würde ihm kein so tolles und überraschendes Bier gewidmet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Rauchmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze.

12° Plato

Farbe:

20 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

7° – 9° Celsius

Brauerei:

Braumanufaktur Hertl GmbH & Co. KG
Thüngfeld 61
96132 Schlüsselfeld
www.braumanufaktur-hertl.de

Klosterbrauerei Weißenohe – Pils

Die fränkische Weißenoher Klosterbrauerei geht auf ein Benediktinerkloster aus dem 11. Jahrhundert zurück. Vermutlich wurde sie bereits um das Jahr 1050 gemeinsam mit dem Kloster gegründet, so dass die heute zu den ältesten Brauereien in Deutschland zählt. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Brauerei privatisiert und wird heute als klassische Familienbrauerei von Familie Winkler geführt. Der Name Weißenohe leitet sich ab von der Bedeutung ‚Ort am weißen Bach‘, womit der Bach Kalkach gemeint ist.

Hell goldfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die schneeweiße Schaumkrone ist feinporig und bleibt sehr lange erhalten. So muss ein Pils aussehen.

Düfte nach hellem Malz mit einer leichten Honigsüße und kräftigen feinwürzigen Noten steigen mir in die Nase. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass dieses fränkische Pilsener weniger gehopft ist als ein norddeutsches Bier.

Der Antrunk ist für ein Pils recht süß. Die Süße wird durch eine dazu passende Karbonisierung begleitet. Auf der Zunge entwickelt sich ein überraschend kräftiges Bitter. Trotzdem ist das Mundgefühl schlank und das Bier ist angenehm süffig. Der Abgang zeichnet sich durch ein freundliches Bitter mit sehr langem Nachklang aus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Hersbrucker)

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11° Plato

Farbe:

6 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Klosterbrauerei Weißenohe GmbH & Co.KG
Klosterstraße 20
91367 Weißenohe
www.klosterbrauerei-weissenohe.de

 

Maisel & Friends – Bourbon Bock 2022

Mittlerweile ist es bereits fast eine Tradition: in jedem Jahr wird der Bourbon Bock von Maisel & Friends neu aufgelegt. Jetzt steht der Jahrgang 2022 vor mir, es ist immerhin bereits der fünfte Bock, der in den Holzfässern in Bayreuth unter den Augen der Gäste der Brauereigaststätte Liebesbier gereift ist. Der Jahrgang 2021 war der erste, den ich verkostet habe, und er hat mir sehr gut gefallen. Jetzt will ich herausfinden, ob der Jahrgang 2022 ebenso gut gelungen ist.

Bernsteinfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Der feinporige Schaum ist elfenbeinfarben, fällt aber leider recht schnell in sich zusammen.

Das Aroma ist betörend. Ich rieche Karamell, intensive Whiskeynoten und Trockenpflaumen, dazu Marzipan und einige würzige Noten, aus denen ich Muskat herauszuriechen meine. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Wie erwartet zeichnet sich der Antrunk durch eine kräftige Karamellsüße aus und er besticht durch seine sehr feinperlige Kohlensäure. Allerdings würde ich mir eine etwas kräftigere Karbonisierung wünschen.

Auf der Zunge kommt der Geschmack nach getrockneten oder karamellisierten Früchten in den Vordergrund. Sehr gut darauf abgestimmt ist der Geschmack nach Whiskey und Eichenholz, den das Whiskeyfass auf das Bier übertragen hat. Abgerundet wird der Geschmack durch Aromen nach Vanille und würzige Noten. Die 8,0 Volumenprozent Alkohol wärmen Körper und Geist. Dazu kommt ein cremiges und volles Mundgefühl. Bitter ist stiltypisch nur wenig vorhanden. Obwohl die Bittere im Abgang etwas kräftiger wird, bleibt doch auch in der Kehle die Fruchtigkeit dominant. Der Geschmack klingt noch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Lang-Bräu – Pils

In Oberfranken liegt Wunsiedel-Schönbrunn, die Heimat des Lang-Bräu Pils, das jetzt vor mir steht. Pils ist nicht gerade die Spezialität der Franken, aber eventuell schafft es die Brauerei ja trotzdem, ein Pils zu brauen, das mich begeistern kann.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine feinporige schneeweiße Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Optisch ist das Bier schon mal 1a.

Das Bier duftet angenehm nach Getreide und Karamell, abgerundet mit kräftigen würzigen Noten. Offensichtlich handelt es sich hier um eine gelungene Umsetzung eines traditionellen Pilseners.

Im Antrunk ist das Bier etwas süßer als ich es erwartet habe. Die Karbonisierung ist etwas knapp ausgefallen, dafür ist die Kohlensäure aber sehr schön feinperlend. Das Mundgefühl ist weich und voll. Außerdem ist die Bittere gut auf die Süße abgestimmt. Der Abgang zeichnet sich durch ein leichtes freundliches Bitter mit recht langem Nachklang aus.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

11,7° Plato

Bittereinheiten:

29 IBU

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Lang-Bräu OHG
Bayreuther Str. 19
95632 Wunsiedel-Schönbrunn
www.lang-braeu.de

 

Fürst Carl – Winterbock

Der Winterbock ist eine ganz spezielle Kategorie Bier, die viele Freunde hat. Das Starkbier wird im Herbst gebraut und soll mit seinen wärmenden Umdrehungen und der feinen Würze für gute Laune in den kalten, dunklen Wintermonaten sorgen. Es gibt eine bunte Vielfalt verschiedener Winterböcke, die sich von mächtigen Wuchtbrummen über elegante Meisterwerke bis hin zu festlich gewürzten Glühbieren und kraftvollen Malzbomben erstrecken. Jetzt bin ich mal gespannt, in welche Kategorie der Fürst Carl Winterbock gehört.

Braun und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine durchschnittlich große Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch kann mich das Bier schon mal überzeugen.

Das Aroma verrät mir, dass das Bier stark malzbetont ist. Ich rieche Karamell, dunkle Schokolade und Waldhonig.

Wie erwartet ist das Bier recht süß, was aber gut zu der reichlichen Karbonisierung passt. Auf der Zunge macht das Bier einen schweren und voluminösen Eindruck und macht damit dem Bierstil Winterbock alle Ehre. Der Geschmack erinnert an dunkle Schokolade und Honig. Erst in der Kehle kommen auch die Bitterstoffe des Hopfens diskret zum Tragen und sie klingen dort durchschnittlich lange mit.

Wie erwähnt macht dieser Winterbock seinem Namen alle Ehre. Wert die kräftigen Weihnachts- und Winterböcke mag, wird dieses Bier lieben.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen (Select)

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Stammwürze:

18° Plato

Farbe:

30 EBC

Brauerei:

Schlossbrauerei Ellingen
Schlossstraße 10
91792 Ellingen
www.fuerst-carl.de/de

Staffelberg-Bräu – Querkerla

Rund um den fränkischen Staffelberg ranken sich viele Sagen und Legenden. Das Buch „Sagen und Legenden des Lichtenfelser Landes“ von E. und K. Radunz listet für diese Gegend 14 Sagen auf. Dazu gehört auch die Sage von den Querkerla. Die gleiche oder zumindest ähnliche Sage kennen wir auch aus anderen Gegenden Deutschlands. Dort haben die Querkerla allerdings andere Namen, beispielsweise werden sie in Köln als Heinzelmännchen bezeichnet. Die Geschichte ist immer die gleiche: Kleine Helferlein kommen in der Nacht und erledigen die Arbeiten, die die Menschen am Tage nicht gemacht haben. Dafür erhalten sie einen kleinen Lohn, im Falle der Querkerla sind es Kartoffelklöße. Einige Menschen waren aber zu geizig, den Helfern den geringen Lohn zu zahlen, so dass die Helferlein sich irgendwann auf den Weg machten und nicht wieder gesehen wurden. Nun hat die Brauerei Staffelberg den Querkerla ein Denkmal in Form eines eigenen Bieres gesetzt, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Kupferfarben und mit leichter Hefetrübung fließt das Bier uns Glas. Dabei bildet es eine voluminöse gemischtporige Schaumkrone, die anfangs flott in sich zusammenfällt, aber ein Rest bleibt lange erhalten.

Ein leichtes Raucharoma, das an Schinken erinnert, steigt mir in die Nase. Der Duft nach Rauch ist nicht aufdringlich, aber kräftig genug, um die anderen Aromen nach Malz und Hopfen in den Hintergrund zu drängen.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße aus. Die Kohlensäure ist sehr feinperlig. Obwohl sie eher gering dosiert ist, passt sie irgendwie zur Süße. Auf der Zunge kommt der Rauch überraschend kräftig zum Tragen. Damit hatte ich beim Duft nicht gerechnet. Dafür kommt jetzt auch der Karamellgeschmack des Malzes hervor. Bitterstoffe des Hopfens sind nur wenige zu schmecken. Insgesamt ist das Bier gut komponiert, so dass ein angenehmes volles Mundgefühl entsteht. Die Bitterstoffe kommen auch in der Kehle nur gering zum Tragen, klingen aber sehr lange nach.

Das Querkerla ist ein süffiges und angenehmes Bier mit einem eleganten Raucharoma, das es auch für Einsteiger bei den Rauchbieren gut trinkbar sein lässt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Rauchmalz, Hopfen.

Alkoholgehalt:

5,2 %

Stammwürze:

12,5° Plato

Brauerei:

Staffelberg-Bräu GmbH & Co. KG
Mühlteich 7
96231 Bad Staffelstein OT Loffeld
www.staffelberg-braeu.de