Jetzt steht wieder einmal ein Bier aus Franken vor mir, ein Helles von der Brauerei Kanone aus Schnaittach im Nürnberger Land. Ich will mich auch nicht lange mit der Vorrede aufhalten und öffne daher sofort die Flasche.
Golden und kristallklar strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber prangt eine feste weiße Schaumkrone, die sich nur langsam auflöst. Optisch macht das Bier richtig was her.
Das Aroma ist malzbetont. Das Bier duftet nach Brotkrume, abgerundet durch einige blumige Noten.
Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine sehr feinperlige und doch kräftige Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommt der Hopfen stärker zum Tragen als ich es aufgrund des Duftes erwartet hätte. Dabei passt sich die Würzigkeit des Hopfens dem Malzkörper sehr gut an. Das Mundgefühl ist angenehm weich. Im Abgang wird das Bier trockener und die leichte freundliche Bittere klingt lange nach.
Die World Beer Awards, die jährlich in London stattfinden, zählen zu den bedeutendsten internationalen Wettbewerben der Brauereiwelt. Auch 2024 konnte die Karlsberg Brauerei mit ihrem unverkennbaren Geschmack und ihrer Qualität überzeugen und knüpft an ihre Erfolge der vergangenen Jahre an. Sieben Karlsberg Biere wurden in verschiedenen Kategorien prämiert und setzen damit die beeindruckende Erfolgsgeschichte fort.
Drei Karlsberg Biere wurden zum besten Bier Deutschlands in der jeweiligen Kategorie ausgezeichnet: Karlsberg UrPils wurde in der Kategorie Lager – Classic Pilsener mit Gold zum Germany Winner gekürt. Der zweite mit Gold prämierte Germany Winner ist die Karlsberg Spezialität Starkes Bock, das in der Kategorie Lager – Bock überzeugen konnte. Karlsberg Grapefruit Alkoholfrei ist die dritte Prämierung zum Germany Winner 2024 im Bunde und konnte als alkoholfreies Biermischgetränk die internationale Jury überzeugen.
Weitere Karlsberg Biere punkten mit dreimal Silber sowie Bronze bei der Jury und setzen Erfolgsserie fort
Darüber hinaus wurden drei weitere Biere des Karlsberg Sortiments mit Silber ausgezeichnet: Karlsberg Fresh Alkoholfrei in der Kategorie No & Low Alcohol – Flavoured, Karlsberg Pilsener Alkoholfrei – Silber in der Kategorie No & Low Alcohol – Lager und Karlsberg Helles Natur Weizen – Silber in der Kategorie Wheat Beer – Bavarian Style Hefeweiss. Auch Karlsberg Kellerbier konnte Bronze in der Kategorie Lager – Zwickl/Pale Kellerbier für sich einheimsen.
Gueuze wird durch Mischen von jungem, noch nicht komplett vergorenem Lambic und 2-3 Jahre altem Lambic hergestellt. Die Mischung wird in Flaschen abgefüllt, in denen durch die zweite Gärung wieder Kohlensäure entsteht, die durch die Lagerung in Holzfässern beim Lambic verloren gegangen ist. Das Mischen wird „Steken“ (Stechen) genannt. Nach der Flaschenabfüllung muss das Bier mehrere Monate horizontal lagern.
Es gibt mehrere Geschichten, die den Ursprung des Begriffs „Geuze“ erklären. Der Name geht auf die Brüsseler Rue de Gueuze zurück, wo ein Geuze-Brauer sein köstliches Lambic erstmals auf Champagnerflaschen abfüllte. Schon bald sprach man von „lambick de la Rue de Gueuze“. Abgekürzt wurde daraus ‚gueuze‘, oder ‚geuze‘ auf Niederländisch. Anderen Quellen zufolge bedeutet geuze „gazeux“ oder prickelnd.
Orangefarben und opalisierend strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Stiltypisch löst sich der Schaden sofort auf.
Aroma wird durch eine fruchtige Säure dominiert, dir an Apfel und Birne erinnert. Abgerundet wird der Duft durch das Aroma von Waldhonig.
Der Antrunk ist spritzig mit einer angenehmen Süße, die an Kandis erinnert. Der Zunge tritt jetzt die Säure in den Mittelpunkt. Die Fruchtigkeit wird kräftig und das Mundgefühl ist weich. Die fruchtige Säure erinnert an Champagner und Rhabarber. Aus dem Hintergrund sind auch leichte holzige Noten festzustellen, die von der Reifung des Bieres auf Eiche herrühren. In der Kehle legt die Säure noch zu, Bittere ist nur minimal festzustellen.
Ja mir vor uns ein leicht süffiges Sauerbier das einfach zu trinken ist, eigentlich der richtige Beginn für jemanden, der mit Sauerbier nicht vertraut ist.
6° – 8° Celsius sind meiner Meinung nach ideal, die Brauerei empfiehlt sogar 2° – 3° Celsius. Mir persönlich ist das aber zu kalt, so dass die Aromen nicht mehr zum Tragen kommen.
Erst bei den World Beer Awards wurde das Hefeweißbier Dunkel als weltbestes Weißbier ausgezeichnet – und der Siegeszug der Weihenstephaner geht weiter. Wie auch der Weizenbock Vitus erhielt das Hefeweißbier Dunkel bei der International Beer Challenge im Vereinigten Königreich die Goldmedaille – und nicht nur das: In der Endrunde gab es zudem den Titel des besten Weißbieres. Drei weitere Male Edelmetall vervollständigen das Sieger-Quintett.
Wieder bestes Weißbier, wieder Gold – wieder das Hefeweißbier Dunkel. Die Bierspezialität der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan wird allmählich zum neuen Seriensieger. Erst kürzlich gab es den Titel als weltbestes Weißbier bei den World Beer Awards im Vereinigten Königreich – jetzt überzeugte das Bier erneut mit seinem Geschmack nach reifer Banane und der erfrischenden Spritzigkeit. Doch damit nicht genug: Auch der Weizenbock Vitus, der jährlich Medaillen aus den obersten Regalen verliehen bekommt, durfte sich Gold umhängen.
Das Original Helle, bekannt als charakterstarker und würziger Vertreter seiner Art, bekam ebenso Silber wie das Hefeweißbier, das Flaggschiff des Weihenstephaner Portfolios. Als fünftes ausgezeichnetes Bier erhielt das Kristallweißbier noch die Bronzemedaille.
„Unser Hefeweißbier Dunkel macht in Sachen Medaillen unserem Vitus und dem Kristallweißbier Konkurrenz“, erklärt Prof. Dr. Josef Schrädler, Direktor der Brauerei, mit einem Schmunzeln im Gesicht. „Wir sind sehr stolz darauf, dass auch unsere vermeintlichen Randsorten immer wieder die Jurys dieser Welt überzeugen können. Das zeigt, dass all unsere Biere von höchster Qualität sind. Besonders aber freut uns, dass das weltbeste Weißbier, das Hefeweißbier Dunkel, in seinem Erfolg bestätigt wurde.“
Technischer Leiter und 1. Braumeister Tobias Zollo versuchte, den Erfolg zu erklären: „Wieder das Hefeweißbier Dunkel und unser Weizenbock Vitus – zwei Biere, die sich sehr unterscheiden, aber doch mehrere Dinge gemeinsam haben: beide verfügen über ausgereifte und intensive Aromen, die trotzdem mit einer hohen Drinkability einhergehen. Diese Kombination macht den Unterschied.“ Zudem lobte er sein Technikteam: „Unsere Brauerinnen und Brauer haben einen großen Anteil an diesem Resultat. Mit viel Liebe zum Detail werden unsere Biere gebraut, gelagert und abgefüllt. Die Auszeichnungen bestätigen uns in unserer Arbeit.“
Bereits zum 10. Mal findet am 11. 10 und 12. 10. 2024 das Trierer Bierfestival statt. Auf dem Festival kann wieder traditionelle und handwerkliche Braukunst erlebt werden, vor allem aber Genuss und Vielfalt. Mit dabei sind so namenhafte Brauereien im überdachten Biergarten des Blesius Garten und präsentieren ihre verschiedenen Biersorten. Für den Bierkenner heißt es dann, sich mit Verkostungsglas an den einzelnen Brauereiständen auf Erkundungstour zu begeben. Ob ein spritziges Ale, ein kräftiges Porter oder Weißbier – Für jeden Bierliebhaber findet sich etwas. Als gute Grundlage werden passend zum Bier schmackhafte Street-Food- Kreationen angeboten.
Ort: überdachter Biergarten
Preis: 15,00 €
Einlass: Freitag ab 16:00 und Samstag ab 15:00 Uhr
Tickets sind erhältlich bei Ticket Regional, Blesius Garten als Vorverkaufsstelle und an der Abendkasse.
Die fränkische Stadt Lauf hat eine ganz besondere Patronin: Die Kaiserin und spätere Heilige Kunigunde ist die Urmutter Laufs. Über die Gründung der Stadt in der Nürnberger Metropolregion gibt es folgende Legende: Die Kaiserin Kunigunde reiste mit ihrem Gefolge nach Regensburg. An einer Furt machte die Kolonne halt, sodass die durstige Kaiserin etwas Wasser aus der Pegnitz schöpfen konnte. Dabei fiel ihr wertvoller Kopfschmuck in den Fluss. Vergeblich suchte man das Gewässer ab, doch niemand konnte die Krone der Kaiserin finden. Die Gemahlin Heinrichs des II. versprach den Bau einer Kapelle, sollte ihr Schmuckstück gefunden werden, doch ihr Versprechen wurde nicht eingelöst: Schatzsucher und Glücksritter von nah und fern taten ihr Bestes, um das kaiserliche Diadem zu finden. Sie befreiten die Pegnitz von sämtlichem Unrat, Schmutz und Sand, wurden dabei aber nicht fündig. Die Pegnitz allerdings gewann durch die müßige Arbeit der Schatzsucher: Bereinigt konnte das Wasser wieder ungestört durch das Flussbett fließen und bot den perfekten Platz für Mühlen. Rasch entstand eine Siedlung rund um die Furt und Lauf war geboren.
Die Brauerei Simon aus Lauf hat der Heiligen Kunigunde ein Bier gewidmet: Die Schwarze Kuni ist ein dunkler Weizenbock mit kräftigen 7,0% Alkoholgehalt und feinwürziger Aromatik. Trinken wir also auf die Heilige Kunigunde und ihr verlorenes Diadem.
Nahezu blickdicht schwarz präsentiert sich die schwarze Kuni im Glas. Darüber steht eine haselnussbraune feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht Kuni damit schon mal einen sehr guten Eindruck.
Das Bier durfte nach einer sehr reifen Banane und nach dunkler Schokolade abgerundet ist das sehr angenehme Aroma durch den Duft von Kandis. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.
Der zeichnet sich durch eine zurückhaltende Süße aus; dabei ist er spritzig durch die sehr feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge kommt die Fruchtigkeit in den Vordergrund. Der Geschmack nach dunkler Schokolade ist überraschend zurückhaltend mit leichter mit einer leichten bitteren. Das Mundgefühl ist weich und voll und der Alkohol ist gut eingearbeitet in der Kehle wird die Schokolade etwas kräftiger und der Abgang ist stiltypisch mild.
Die schwarze Kuni ist ein vielschichtiges Bier, auch wenn nach meinem Geschmack die Röstaromen und der Weizenbock nicht wirklich zusammenpassen. Ich kann verstehen, das heißt Bier vielen Menschen schmeckt, aber es ist trifft nicht meinen Geschmack.
Am 2. Oktober ist es wieder so weit: Die Klosterbrauerei in Neuzelle füllt ein neues Bier aus der Reihe UrCraft ab und versendet es anschließend sofort. Frischer können Sie Ihr Bier nicht bekommen. Im Oktober wird es das UrCraft Pilsener sein.
Der Bau des heute noch existierenden Brauereigebäudes wurde bereits im Jahr 1730 begonnen. Seit 1855 befindet sich die Brauerei im Besitz der Familie Dorn und wird heute von deren Nachkommen geleitet. Seit 1990 führt Helmut Murmann die Familientradition erfolgreich fort. Mit den Töchtern Christine und Claudia ist nun die 10. Generation an Bord und verkörpert die Zukunft der kleinen privaten Traditionsbrauerei. Die Schwestern sind die ersten weiblichen Braumeisterinnen in der langen Familiengeschichte.
Mahagonifarben präsentiert sich der Ammerndorfer Bock im Glas. Die elfenbeinfarbene feinporige Schaumkrone ist sehr stabil. Optisch macht das Bier also alles richtig.
Das Bier duftet malzbetont nach dunkler Schokolade und Karamell, abgerundet durch einige grasige Noten des Hopfens. Die 6,25 Volumenprozent Alkohol sind gut ins Aroma eingearbeitet.
Der Antrunk zeichnet sich durch eine stiltypische Süße sowie eine sanfte Kohlensäure aus. Eine leichte Bittere gesellt sich zur Süße und verbindet sich mit den Aromaölen des Hopfens zu einem weichen und vollen Mundgefühl. In der Kehle wird die Bittere etwas kräftiger, ohne aber dort die Süße zu überdecken. Sowohl die Bittere als auch die Süße klingen sehr lange nach.
Der Ammerndorfer Bock ist gut ausbalanciert und ungeheuer süffig. Er passt sowohl zu Wildgerichten als auch zu manchem Dessert.
Das Weihnachts-Bier der Brauerei Hauf aus dem als Touristenhotspot bekannten Dinkelsbühl, dessen Altstadt vom Focus einmal zur schönsten Altstadt Deutschlands gekürt wurde, ist eigentlich nur von Oktober bis Dezember erhältlich und als Mindesthaltbarkeitsdatum wird der Mai des folgenden Jahres angegeben. Ich habe kürzlich eine Flasche aus dem letzten Jahr gefunden, meine aber, dass ein gefiltertes Bier mit 5,4 Volumenprozent Alkohol auch länger haltbar sein müsste. Die Annahme will ich jetzt überprüfen.
Golden und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feinporige Schaumkrone bleibt lange erhalten. Optisch macht das Bier schon mal eine gute Figur.
Das Bier duftet angenehm nach Brotkruste, angenehm abgerundet durch würzige und grasige Noten. So lasse ich mir ein Märzen gefallen.
Der Antrunk ist recht süß und er zeichnet sich durch eine sehr feinperlige Karbonisierung aus. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten, wo sie durch die würzigen Noten des Hopfens abgerundet wird. Der Körper ist schlank und das Bier ist alles in allem recht süffig. Der Abgang ist überraschend mild mit sehr kurzem Nachklang.
Das Weihnachts-Bier aus Dinkelsbühl ist sehr gut zu trinken, kann mich aber trotzdem nicht so richtig begeistern. Das könnte aber eventuell auch den Grund haben, dass sich einige Hopfenaromen im Laufe des Jahres verflüchtigt haben. Eventuell sollte ich das Bier in diesem Jahr noch einmal testen.
Denn wie war es möglich, dass es in einer Stadt mit einer reichen Brautradition keine Stadtbrauerei mehr gab? Mit der Gründung der 100Watt Brauerei wurde dieser Situation ein Ende gesetzt. Alter Ruhm lebt in neuem Gewand wieder auf! In der ehemaligen Textilfabrik Schellens, nur einen Steinwurf vom Vergnügungsviertel Stratumseind entfernt, wurde eine Brauerei mit einer einzigartigen Gastronomie-Location realisiert. Ein Hauch von der Stadt der Lichter.
Jetzt steht vor mir die endgültige Version des 400 Volts, gereift in Glenfiddich-Fässern. Der weiche Whisky sorgt für eine subtile Vanille und einen Hauch von Alkohol. Daher verspricht die Brauerei ein besonders volles Aroma und ein tiefer Geschmack. Mal sehen, ob sie dieses Versprechen auch halten kann. Ich bin da aber recht zuversichtlich, da das Bier bei den World Beer Awards 2021 die Silbermedaille als zweitbestes Bier der Niederlande erhalten hat.
Blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine recht kleine haselnussbraune Schaumkrone, die aber sehr lange erhalten bleibt. Damit sieht das Bier schon mal sehr verlockend aus.
Aromen nach Kaffee und gerösteten Haselnüssen, nach Lakritz und Vanille steigen mir in die Nase. Anfangs kann ich auch eine leichte fruchtige Säure feststellen, aber dieser Duft verfliegt schnell.
Der Antrunk ist wie erwartet süß und er zeichnet sich durch eine feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider, die ich bereits in der Nase festgestellt habe. Dunkle Schokolade mischt sich mit gerösteten Nüssen und die Vanille kommt auf der Zunge kräftiger zum Vorschein als in der Nase. Dabei bleibt die Süße erhalten und zusammen mit einer leichten Bitteren sorgt sie für ein samtiges Mundgefühl. Abgerundet wird der Eindruck durch die wärmende Wirkung des Alkohols. Der Abgang ist mild, aber mit langem Nachklang.