Brauerei Göss bei der Langen Nacht der Forschung

Am 20. Mai ist es wieder so weit: die Lange Nacht der Forschung bietet zum zehnten Mal österreichweit Einblicke in heimische Forschungs- und Bildungseinrichtungen. Auch zahlreiche Unternehmen präsentieren ihren Beitrag zum wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und auch ökologischen Leben im Alpenland. So auch die Brauerei Göss: „Auch so ein traditionsreiches Produkt wie Bier hat sehr viel mit Forschung zu tun – sogar in vielen unterschiedlichen Facetten. Von der historischen Erforschung der jahrtausendealten Bier-Geschichte über Entwicklung von neuen Produkten und Produktionsverfahren – wie es etwa bei alkoholfreiem Bier sehr eindrucksvoll der Fall war – bis hin zur ständigen Weiterentwicklung der Brauereiunternehmen am Weg zu einer völlig CO2-neutralen Produktionsweise gibt es hier viel zu entdecken“, erklärt Markus Baumann, Braumeister der Brauerei Göss.

Gösseum, Grüne Brauerei und Bierverkostungen: eine gelungene Mischung bei der #LNF22

Für historisch Interessierte bietet sich im Gösseum, dem Gösser Braumuseum, eine erlebnisreiche Reise durch die Zeit. Neu eröffnet im Jahr 2016, lädt das Museum zu einer interaktiven Reise durch die Geschichte des Bieres, die allein am Standort Göss schon 1000 Jahre zurück reicht. Ein weiteres Highlight ist die Brauereiführung, bei der man sich von den Rohstoffen über die unterschiedlichen Produktionsschritten bis zur Befüllung der Flaschen und Fässer ein Bild machen kann – und mehr: „Eine anständige Brauereiführung kommt ohne Verkostung für die erwachsenen Besucher natürlich nicht aus“, schmunzelt Baumann.

Göss wäre aber nicht die „Grüne Brauerei“, wenn nicht ein weiterer Schwerpunkt auf der Nachhaltigkeit liegen würde – braut man hier doch bereits 2016 völlig CO2-neutral und war damit – dank Forschung und auch einer Portion Pioniergeist – weltweiter Vorreiter. Doch auf diesem Erfolg ruht man sich nicht aus: „Schon jetzt werden durch smarte Lösungen in der Brauerei Göss an die 4.000 Tonnen CO2 jährlich vermieden. Am Horizont zeigen sich weitere Potenziale zur Kreislaufwirtschaft: Die Rückstände aus der Biomassevergärung könnten als phosphat- und kaliumreicher Biodünger verwendet werden, um den Humusaufbau zu unterstützen und damit noch mehr CO2 zu binden. Derzeit wird gerade daran gearbeitet, die Wertstoffe aufzukonzentrieren, um den Reststoff in ein hochwertiges Produkt umzuwandeln,“ erklärt Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & CSR der Brau Union Österreich

Anmeldung zum LNF-Programm in Göss

Die lange Nacht der Forschung findet am 20. Mai 2022 von 17:00 bis 23:00 Uhr an 280 Stationen in ganz Österreich statt – bei freiem Eintritt. Unter www.langenachtderforschung.at gibt es alle Informationen dazu. Wer sich konkret für eine Teilnahme in Göss interessiert, kann sich bis spätestens 19. Mai unter der Telefonnummer 03842 2090 5802 anmelden.

Hemelinger – Maibock

Die Marke Hemelinger, die es bereits seit mehr als 100 Jahren gibt, gehört heute zur Firma Getränke Ahlers im Niedersächsischen Achim. Unter diesem Label werden heute einige Biere gebraut, die eher im Niedrigpreissegment angesiedelt sind. Seit 2010 gehört dazu auch der Maibock, der jetzt vor mir steht.

Intensiv goldfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone fällt aber leider bis auf einen Rest schnell in sich zusammen. Lediglich dieser Rest bleibt sehr lange erhalten.

Das Bier duftet vor allem nach Karamell. Die Aromen des Hopfens weisen auf einen hohen Anteil an Hopfenextrakt hin. Ein Blick auf die Zutatenliste bestätigt diesen Eindruck: die Zutat Hopfen steht noch hinter dem Hopfenextrakt, Hopfen ist also weniger enthalten.

Der Antrunk weist eine stiltypische Süße auf und mit fällt die sehr kräftige Kohlensäure auf.Auf der Zunge entwickelt sich ein angenehmer Karamellgeschmack. Der Hopfenextrakt wurde nur sehr zurückhaltend eingesetzt, so dass auch nur ein leichtes Bitter vorhanden ist. Das Mundgefühl ist weich und voll. Im Abgang lässt das Bitter noch weiter nach. Trotzdem bleibt der Geschmack noch lange erhalten.

Der Malzkörper des Hemelinger Maibocks gefällt mir durchaus. Mit einer Gabe von Aromahopfen könnte mir das Bier richtig gut gefallen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,9 % Vol.

Brauerei:

Getränke Ahlers GmbH
28832 Achim
www.hemelinger-bier.de

Gulden Draak – Classic 9000 Quadruple

Ein Gulden Draak Classic gibt es bereits seit 25 Jahren. Jetzt hat die Rezeptur ein Update erhalten. Die neue Rezeptur ersetzt das ursprüngliche Rezept allerdings nicht, sondern mit dem Gulden Draak 9000 Quadruple bekommt das Classic einen neuen Bruder zur Seite gestellt. Dieser soll weiterhin den vollen Geschmack und die prächtige Schaumkrone erhalten; lediglich die süßen Karamellnoten wurden nicht in das neue Rezept übernommen. Jetzt bin ich wirklich gespannt, wie sich der neue Goldene Drache so macht.

Ach ja, nur für den Fall, dass Sie sich fragen, was die 9000 im Namen dieses Bieres macht. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Das Bier stammt aus Ertvelde, nördlich von Gent gelegen, und die 9000 ist einfach die Postleitzahl von Gent. So, jetzt will ich aber endlich die Flasche öffnen.

Braun und opalsierend läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große sahnige elfenbeinfarbene Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Toffee, Zitrusschalen und Rosinen. Auch der Alkohol kommt durch und unterstützt die anderen Aromen.

Der Antrunk ist recht süß, wobei die Dosierung der feinperligen Kohlensäure dazu durchaus pass. Auf der Zunge gesellt sich ein passendes freundliches Bitter zur Süße. Dazu kommt eine fruchtige Säure, die an Zitrusfrüchte erinnert gemeinsam mit dem Geschmack nach Rosinen. Der Alkohol wärmt und sorgt für ein volles und schweres Mundgefühl, das dabei noch weich ist. Der Abgang besticht durch ein leichtes Bitter mit langem Nachklang.

Das Gulden Draak 9000 Quadruple wurde vor einiger Zeit bei Lidl verkauft. Für mich war es das beste Bier, das Lidl bislang angeboten hat. Auch wenn das Angebot für Craft Beer in den letzten Monaten sehr selten geworden ist, gebe ich die Hoffnung nicht auf.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

10,5 % Vol.

Bittereinheiten:

25 IBU

Farbe:

30 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 12° Celsius

Brauerei:

Brouwerij Bios Van Steenberge
Lindenlaan 25
9940 Evergem
Belgien
www.guldendraak.be

Apostelbräu – Schwarzer Hafer

Nun steht die letzte Flasche Bier aus der Brauerei Apostelbräu vor mir, diesmal handelt es sich um ein schwarzes Haferbier. Zum Brauen dieses Bieres wurde schwarzer Hafer verwendet, eine Haferart, die mir nicht bekannt war und über die ich durch eine schnelle Suche im Internet auch keine Informationen gefunden habe, die ich als verlässlich einstufen würde. Nicht einmal in Wikipedia wird dieses Getreide erwähnt.

Aber so ganz unbekannt ist der schwarze Hafer dann doch nicht. Immerhin wurde das Bier von Apostelbräu im Jahr 2020 zum besten bayrischen Bioprodukt des Jahres 2020 gekürt. Hier die Begründung der Jury: „Der ‚Schwarze Hafer‘ von Apostelbräu ist ein Unikat. Schwarzer Hafer ist eine alte Hafersorte mit dunklen Körnern, die in der ökologischen Landwirtschaft eine kleine, feine Renaissance erlebt. Als echter Kreativbrauer musste Braumeister Rudi Hirz von der Brauerei Apostelbräu in Hauzenberg (Lkr. Passau) natürlich herausfinden, ob sich daraus auch Bier brauen lässt. Er tüftelte und experimentierte, passte den Maischevorgang und das Läutern an und schaffte es schließlich sogar, dass der Schwarze Hafer im Glas den gewünschten Schaum mit sich bringt. Das Ergebnis: Eine köstliche bayerische Schwarzbierspezialität in regionaler Bio-Qualität, wie man sie so kein zweites Mal findet.“

Dann ist es für mich an der Zeit, die Flasche zu öffnen und das Bier zu verkosten. Praktisch blickdicht schwarz läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große feinporige und hellbraune Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier schon mal eine gute Figur. Allerdings frage ich mich jetzt, ob die Farbe vom Hafer stammt oder ob das ebenfalls verwendete Gerstenmalz so stark gedarrt wurde, dass es für die Farbe verantwortlich ist.

Das Bier duftet nach Getreide mit einer ordentlichen Portion Fruchtigkeit, die an grüne Äpfel erinnert. Aus dem Hintertrund runden Aromen nach Kaffee sowie eine leichte Rauchigkeit das Aroma ab.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße, den Geschmack nach Kaffee sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommt die Fruchtigkeit mit einem erstaunlich kräftigen Apfelgeschmack dazu. Langsam entwickelt sich auch der Geschmack nach Kaffee, wobei dieses Aroma einen fast angebrannten Eindruck hinterlässt. Trotz der Fülle der Aromen ist das Mundgefühl weich und schlank. Im Abgang wird die fruchtige Säure kräftiger. Dabei ist der Geschmack mild und der Kaffee hält sich diskret im Hintergrund. Dementsprechend kurz ist der Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Hafermalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Apostelbräu
Eben 11 – 13
D-94051 Hauzenberg
www.apostelbraeu.de

Mehr Wissen für mehr Bierqualität – Bierliebhaberei veröffentlicht neue Onlinekurse

Im Jahr 2020 hat Biersommelier Björn Buresch die Bierliebhaberei mit dem Ziel gegründet, online Wissen über das Nahrungsmittel Bier zu vermitteln. Seit Februar 2022 sind nun auch die offiziellen Bierliebhaberei-Onlinekurse live, die es jedem ermöglichen, überall auf der Welt einfach und günstig an Bierwissen zu gelangen.

Um sich professionelles Wissen über das Getränk Bier anzueignen, stehen Interessierten schon seit langem diverse Seminare und Weiterbildungen zur Verfügung. Allerdings wird das Wissen darin oft sehr elitär gehalten, die Preise sind hoch und nicht jeder kann sich daher eine solche Weiterbildung leisten. Grund genug für Biersommelier Björn Buresch, neue Onlinekurse zu konzipieren, die perfekt dazu geeignet sind, in die Materie Bier einzusteigen und das eigene Bierwissen Schritt für Schritt fundiert aufzubauen.

Björn hat bereits mit seinem Youtube-Kanal und seinem Blog „Bierliebhaberei“ zwei Jahre lang seine Kenntnisse an Interessierte weitergegeben, im Februar 2022 gehen nun auch seine Online-Kurse live. „Bildung muss nicht teuer sein. Das schließt auch die Bildung über Bier mit ein“, so erklärt Björn Buresch sein neues Konzept. „Meine Vision ist es, Menschen weltweit Zugang zu Wissen über Bier bieten zu können und das mit überschaubaren Kosten.“

Doch nicht nur ums Preisliche geht es ihm dabei, viel wichtiger ist, dass man mit den Onlinekursen in seinem eigenen Tempo und selbstständig lernen kann. Zu jeder Lektion erhält man ein PDF zum Speichern und Ausdrucken, sodass das Wissen auch analog gesammelt werden kann. Des Weiteren stehen alle Kurse sowohl in Deutsch als auch in Englisch zur Verfügung. Da die Informationen in den einzelnen Kursen sehr konzentriert vermittelt werden, kann man eine gute Wissensgrundlage schaffen und auch der Zeiteinsatz ist überschaubar.

Folgende Kurse stehen von nun an für Interessierte bereit:

Der kostenlose Bronzekurs gibt einen kurzen Einblick in das Thema Bier, insbesondere zu den Themen „Inhaltsstoffe des Bieres“, „Biervielfalt“ und „Foodpairing“

Der Silberkurs wurde vor allem für Unentschlossene konzipiert und gilt als Bierliebhaberei-Grundkurs. Inhalte des Silberkurses sind die Geschichte des Biers, Brauzutaten, der Brauprozess, die Bierverkostung sowie die deutschen Bierstile

Ziel des Goldkurses ist es, ein breites Wissen über die Welt der Biere zu erhalten. Dieser Kurs beinhaltet alle Kurse aus dem Silberkurs plus Module zu belgischen und britischen Bieren sowie zu Trappistenbier. Auch die Themen Foodpairing und Bierfehler werden in diesem Kurs vermittelt.

Die Onlinekurse finden Sie unter: https://www.bierliebhaberei.de.

Schelde Brouwerij – Dulle Griet

Dulle Griet ist in der flämischen Folklore in mehrfacher Bedeutung zu finden. Da gibt es einerseits die Jungfer Dulle Griet, die ein Frauenheer anführt, um die Hölle zu plündern. Diese Dulle Griet ist Gegenstand eines Ölgemäldes des Renaissancekünstlers Pieter Bruegel des Älteren aus dem Jahr 1563. Es ist im Museum Mayer van den Bergh in Antwerpen ausgestellt und wenn Sie einmal dort in der Nähe sind, sollten Sie nicht versäumen, sich dieses Bild anzusehen.

In Gent gibt es ein weiteres Dulle Griet. In diesem Fall handelt es sich um ein mittelalterliches Riesengeschütz. Das schmiedeeiserne Stabringgeschütz stammt aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Es wurde aus insgesamt 32 Längsstäben konstruiert, die von 61 Eisenringen umfasst werden. Die Kanone steht heute in Gent etwas abseits vom Freitagsmarkt unter freiem Himmel. Auch diesen Anblick sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

Und dann gibt es noch ein Bier mit diesem Namen. Wie sollte es auch anders sein. Es handelt sich um ein dunkles Dubbel und steht jetzt vor mir.

Dunkel ist untertrieben. Tatsächlich präsentiert sich das Dulle Griet pechschwarz im Glas. Die haselnussbraune Schaumkrone ist recht klein und fällt bis auf einen Rest recht flott in sich zusammen. Dieser Rest bleibt aber lange erhalten.

Das Bier duftet nach Kaffee und Trockenfeigen.

Wie das Aroma erahnen lässt, ist der Antrunk recht süß, was aber gut zur reichlich dosierten kräftigen Kohlensäure passt. Auf der Zunge drängt sich die Fruchtigkeit in den Mittelpunkt. Gleichzeitig lässt die Süße etwas nach und der Kaffee würzt das Bier. Dies alles zusammen sorgt für ein volles Mundgefühl. Der Abgang ist überraschend schlank, wobei die Frucht im Mittelpunkt bleibt. Erstmals schmecke ich jetzt ein leichtes Bitter, das dann aber lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Bittereinheiten:

16 IBU

Farbe:

75 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 11° Celsius

Brauerei:

Scheldebrouwerij
Wenenstraat 7
2321 Meer
Belgien
www.scheldebrouwerij.com

Karlsberg bringt Braunacht-Event jetzt auch in andere Städte

Karlsberg feiert wieder das Brauhandwerk und zwar gleich mehrfach: Lange haben die Homburger Brauerin und die Brauer gewartet, jetzt ist es endlich wieder so weit. Gemeinsam feiern und gemeinsam Bier trinken – nach der erfolgreichen Braunacht in Homburg Ende April mit rund 6000 Besuchern, die seit 2016 bereits zur Traditionsveranstaltung geworden ist, bringt die Karlsberg Brauerei das beliebte Braunacht-Event jetzt auch in andere Städte. Die Homburger Brauerei lädt erstmals am Samstag, 21. Mai, zur Karlsberg Braunacht nach Saarlouis ein. Mit dabei haben die Homburger drei speziell für die Braunacht gebraute Biere, die auf dem Kleinen Markt und in der Saarlouiser Gastronomie verkostet werden können.

Braunacht-Event auf dem Kleinen Markt

Bei der Karlsberg Braunacht in Saarlouis am 21. Mai werden die Zapfhähne nicht stillstehen: Los geht’s ab 16 Uhr auf dem Kleinen Markt mit dem offiziellen Fassanstich. Anschließend erwartet die Besucher ein vielfältiges Programm rund um das Thema Bier und jede Menge handgemachte Musik.

Live-Musik in 13 Gaststätten

Wenn auf dem Kleinen Markt die Verstärker ausgehen, dann geht’s in der Saarlouiser Gastronomie erst richtig los: Bis in die späten Abendstunden wird hier gefeiert – mit Live-Musik und den drei neuen Karlsberg-Bieren. Mit dabei sind insgesamt 13 Gaststätten: Aramis, Davys Pinsa, Coyote Cafe, Le Copain, Dublin, Black Out, 7. Himmel, Niwo, Ravens, Blondes, Stadtschenke, Irish Pub und Tagesbar.

Drei neue Rockstars: Die Braunacht-Biere

In diesem Jahr präsentieren die Homburger Brauerin und Brauer drei leckere Biere, die durch das Motto „Karlsberg rockt!“ inspiriert wurden. Sie widmen sich der internationalen Biersorte Ale und interpretieren diese obergärig gebraute Spezialität in drei Farben: Als Pale Indie Ale, Red Punk Ale und Brown Metal Ale.

Braunacht kommt auch nach St. Wendel

Es gibt einen weiteren Grund zum Anstoßen und Feiern: Karlsberg bringt die Braunacht mit Rockmusik und den drei neuen Bieren in diesem Jahr auch nach St. Wendel! Die Braunacht in St. Wendel findet am 3. September statt.

Es gelten die am jeweiligen Veranstaltungstag und -ort jeweils gültigen Corona-Bestimmungen.

Mehr Infos gibt es unter www.karlsberg.de.

Dockyard 21 – Hop Bomb

Dockyard 21 ist eine der Marken der Westindien Compagnie, die, wie sollte es anders sein, in Flensburg beheimatet ist. Das Unternehmen vertreibt von Deutschlands nördlichster Stadt aus eine kleine Anzahl handwerklich hergestellter Produkte. Dockyard 21 ist eine der Marken. Ansonsten hält sich das Unternehmen im Internet sehr bedeckt, so dass mir nicht wirklich klar geworden ist, nach welchen Kriterien die Waren ausgewählt werden. Aber gut, wenden wird uns der Hop Bomb zu, einem IPA.

Kupferfarben und opalisierend läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine recht kleine feinporige Schaumkrone, die sich langsam auflöst.

Aromen nach Zitrusfrüchten und Karamell steigen mir in die Nase, abgerundet mit dem Duft nach Vanille.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße und eine angenehme Frische aus, die durch die gut dosierte Kohlensäure unterstützt wird. Auf der Zunge gesellt sich ein angenehmes fruchtigs Bitter dazu. Gemeinsam ergeben die Aromen ein weiches und volles Mundgefühl. Der Abgang wird durch ein freundliches Bitter dominiert, das lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,8 % Vol.

Brauerei:

Westindien Compagnie
Seehandelsges. mbH
Brauereiweg 21
24939 Flensburg
www.westindien.com

BierSelect

Schwarze Rose – Echoes

Schwarze Rose ist eine Gruppe von Freunden, die sich anfangs zusammengefunden haben, um Biere zu entdecken und auszutauschen. Im Laufe der Jahre haben sie sich zu einer Gruppe von leidenschaftlichen Craft-Brauern entwickelt, die ihre eigenen Biere im kommerziellen Maßstab brauen.

Die Jahre und unzähligen Brauexperimente sind vergangen, doch die Leidenschaft für das Kreieren, Genießen und Gestalten unserer eigenen Biere ist geblieben und wächst stetig. Unablässig tüfteln sie an neuen Rezepten. Dabei entwickeln sich die Rezepturen auf kleinen 20- und 50-Liter-Heimbrauanlagen und geben die Produktion der zum Verkauf bestimmten Biere als Auftrag an eine lokale Brauerei. Diese Zusammenarbeit funktioniert seit Anfang 2019.

Die neueste Kreation ist das Echoes, ein Single Hop Pale Lager, das jetzt vor mir steht.

Orangefarben und leicht hefetrüb fließt das Bier ins Glas. Die feste Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt sehr lange erhalten.

Düfte nach Grapefruit und Limettenschale steigen mir in die Nase und auch dem Hintergrund kommt noch das Karamellarome des Malzes.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine diskrete Süße sowie eine feinperlige und sanfte Kohlensäure aus.Auf der Zunge kommt ein kräftiges und dabei freundliches Bitter in den Vordergrund. Die Aromen spiegeln sich und sorgen für ein weiches Mundgefühl. Der Abgang ist überraschend schlank; trotzdem klingt das freundliche Bitter recht lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hafermalz, Hopfen (Hallertauer Amarillo), Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Brauerei:

Schwarze Rose Craft Beer
Colmarstr. 18
56118 Mainz
www.sr-cb.de

Conrad Seidl stellt seinen „Bier Guide 2022“ vor

2022 wird ein gutes Jahr für alle, die in Österreich ein gutes Bier genießen wollen: Der aktuelle Bier Guide 2022 listet erstmals 47 Lokale auf, die weltweit zu den besten Adressen für gutes Bier gezählt werden können. Und das ist nur die Spitze einer Bierkultur, die in allen neun Bundesländern Österreichs breit aufgestellt ist.

Bierpapst Conrad Seidl, der soeben die 23. Ausgabe des Bier Guide fertiggestellt hat: „Unter den über 1000 Lokalen, die es heuer ins Listing geschafft haben, sind viele, die in ihrem Rahmen sehr verlässlich für gute Bierpflege sorgen und für ihre jeweilige Umgebung nicht weniger bedeutend sind als etwa das Hofbräuhaus für München. Oft findet man dort auch mehr Lokalkolorit zum Bier als in den international ausgerichteten Betrieben.“

Zum hohen internationalen Niveau der heimischen Bierkultur gehört auch ihre Offenheit für neue Entwicklungen. Dass heute mehr als 300 Brauereiunternehmen in Österreich tätig sind, hat auch damit zu tun, dass sich Österreich früher als viele andere Länder für damals als exotisch empfundene Biere geöffnet hat – importierte Biere waren Trendsetter. Kreative österreichische Brauer haben diese Trends aufgegriffen und ihrerseits Innovationen geschaffen, die heute auf dem Weltmarkt gefragt sind. Seidl: „Wie jedes Jahr werden auch heuer rund zwei Dutzend neue in Österreich gebraute Biere vorgestellt, viele davon nach Rezepten, die man noch vor zehn oder zwanzig Jahren allenfalls aus dem Ausland gekannt hat. Aber inzwischen sind Ales und Stouts, belgische Biere aller denkbaren Stärken und baltische Porter in österreichischen Sudkesseln heimisch geworden und stellen sich selbstbewusst der internationalen Konkurrenz.“ Österreichs Brauer exportieren jährlich eineinhalb Millionen Hektoliter, was ein Beleg für die Weltklasse unserer Bierkultur ist.

Zu den Lokalen, die mit den berühmtesten und besten Bierbars und Biergärten der Welt verglichen werden können und daher im Bier Guide mit fünf Krügeln ausgezeichnet wurden, gehören Brewpubs, wie die 1516 Brewing Company oder Beaver Brewing, beide in Wien – aber auch der immer wieder mit Innovationen beeindruckende Hotel-Ausschank der Brauerei Loncium und das heuer ebenfalls in diese Top-Klasse aufgestiegene Brauhaus Breznik, beide in Kärnten. In Steinbach am Attersee schmiedet Mario Scheckenberger in seiner Bierschmiede Geschmack ins Bier, in Hof bei Salzburg hat Reini Barta mit dem Brauhaus Gusswerk einen Taproom, in dem man gut nachvollziehen kann, warum seine Biere auch große Exporterfolge feiern. Mehr auf das regionale Publikum fokussiert, aber ebenso der Vielfalt verpflichtet ist die Bierbotschaft Herzog im steirischen Wundschuh.

In der Liste der Fünf-Krügel-Betriebe finden sich von A bis Z so unterschiedliche Unternehmen, wie der Alchimiste Belge in Salzburg und das Zündwerk in Strasshof, es gibt auf Bier&Food-Pairings fokussierte Betriebe wie das Schmid’s in Krems oder das inzwischen ebenfalls zu internationaler Bedeutung aufgestiegene Gasthaus Stumper in der Wachau. Der Bier Guide führt in mit Bier-Raritäten gefüllte Keller, wie jenen des Biergasthofs Riedberg oder des Bierhotels Ranklleiten und er gibt Einblick in die Biervielfalt, die man im Hirschen in Bregenz oder bei Hopfen & Soehne in Eisenstadt findet. Und natürlich gibt es ein Wiedersehen mit den Klassikern Schweizerhaus, dem Känguruh oder dem Brot & Spiele, die seit Jahrzehnten die Bierkultur hochhalten.

Conrad Seidl stellt neue Biere vor

Wichtig ist dem Bierpapst die Entdeckung neuer Biere. Als Innovationen des Jahres präsentiert er unter anderem:

  • Champagne Isabella Sour Ale – ein Grape Ale, für das Andreas Hartl in der 1516 Brewing Company Most der Uhudler-Trauben mitvergoren hat
  • Atacama – ein Brut IPA aus der kleinen, aber sehr innovativen Carantana Craftbeer Brewery in Klagenfurt.
  • Ganscha – ein mit Hanfblüten verfeinertes Kreativbier aus dem Mühlviertel.
  • Grantscherben – ein in Anlehnung an eine Berliner Weisse gebrautes und mit Apfelsaft verfeinertes leichtes Bier aus Wien.
  • Mosa Gueuze Style Ale – ein von Jörg „Mosa“ aus der Brauerfamilie Moser mit der Culture Collective gebrautes und spontan vergorenes Bier.
  • Salina – eine mit Halleiner Salz gebraute Gose zeigt, dass auch sehr große Konzerne feine Nischenbiere brauen.

Bier Guide 2022: Der Reiseführer zur Bierkultur

In seiner 23. Ausgabe stellt der Bier Guide auf 448 Seiten die wichtigsten Bierinnovationen vor, zudem die Besichtigungs- und Ab-Hof-Verkaufsangebote der Brauereiszene und natürlich wieder mehr als 1100 Bierlokale.

Wer auch zwischendurch auf dem Laufenden bleiben will, dem empfiehlt Conrad Seidl den zum Bier Guide passenden Newsletter, in dem er und sein Team über Neuerungen in der Bierszene berichten. Bestellen kann man diesen Newsletter unter: https://medianet.at/news/newsletter/

Die Top-Bierlokale

Der Bier Guide 2022 will Biertrinkern dazu verhelfen, Biergenießer zu werden – mit besten Empfehlungen aus allen Bundesländern.

Und das sind die Top-Empfehlungen 2022:

  • Bierlokal des Jahres im Burgenland: Das Fritz, Weiden
  • Bierlokal des Jahres in der Steiermark: Hops, Graz
  • Bierlokal des Jahres in Kärnten: Altes Brauhaus, Völkermarkt
  • Bierlokal des Jahres in Niederösterreich: Mary’s Scottish Coffeepub, Wiener Neustadt
  • Bierlokal des Jahres in Oberösterreich: Brauhaus Haselbach, Braunau
  • Bierlokal des Jahres in Salzburg: Zum Bierführer, Goldegg
  • Bierlokal des Jahres in Tirol: Neue Post, Mayrhofen
  • Bierlokal des Jahres in Vorarlberg: Petrus, Bregenz
  • Bierlokal des Jahres in Wien: Stadtboden, 1. Bezirk
  • Micobrauerei des Jahres: Bräuhaus TenFifty, Wien, 10. Bezirk
  • Biergarten des Jahres: Gösserbräu Wels
  • Biergeschäft des Jahres: Kalea, Salzburg
  • Bierinitiative des Jahres: Private Brauereien Österreich

Die Lokalbewertungen stehen auch online

Alle Lokaltipps des Bier Guide sind auch online abrufbar: Die Webpräsenz www.bier-guide.net ermöglicht sogar eine Suche, wo man in der Nähe ein bestimmtes Bier gut gezapft finden kann. Und: Wer mit dem Smartphone unterwegs ist, findet sein Lieblingsbier und seine Lieblingsbrauerei unkompliziert mit einer eigenen App (erhältlich für iOS und Android).