Verzet – Baby Jesus

Inzwischen haben wir Frühjahr und noch immer habe ich ein letztes Weihnachtsbier im Kühlschrank stehen. Jetzt ist es an der Zeit, dass ich es aus der Kälte hole und verkoste. Und ich muss sagen, die Angaben, die ich über das Bier habe, lassen mich wirklich staunen. Das Baby Jesus ist ein Imperial Stout aus Belgien mit zehn Volumenprozent Alkohol, das mit Kirschen und Kaffee gebraut und anschließend für sechs Monate in Whiskyfässern gereift wurde. Ich weiß noch nicht, ob mir dieses Bier gefällt oder ob es am Ende mit den vielen Aromen einfach überladen ist. Aber eines ist sicher: es ist ein besonderes Bier.

Blickdicht schwarz läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet es eine recht kleine haselnussbraune Schaumkrone, die flott in sich zusammenfällt. An der Optik lässt sich sicherlich noch etwas verbessern.

Das Bier duftet in nach dunkler Schokolade. Unterstützt wird dieses Aroma durch den Duft reifer Kirschen, der sich aber vornehm im Hintergrund hält.

Wie erwartet ist der Antrunk süß. Leider ist die sehr feinperlige Kohlensäure recht knapp dosiert. Hier würde ich mir mehr wünschen. Auf der Zunge kommen jetzt die Kirschen mit einer angenehmen leichten und fruchtigen Säure in den Vordergrund, was gut zum Geschmack nach dunkler Schokolade passt. Der Alkohol ist ebenfalls deutlich zu schmecken, was in diesem Fall aber durchaus angenehm ist, denn dadurch erinnert das Bier an Mon Cherie. Das Mundgefühl ist weich, aber nicht ganz rund. Mir fehlt an dieser Stelle etwas Bitter oder auch der Geschmack nach Marzipan. Der Abgang ist mild mit kurzem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Kirschen, Kaffee

Alkoholgehalt:

10,0 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

Brouwerij ‚t Verzet
Grote Leiestraat 117
8570 Angegem
Belgien
www.brouwerijtverzet.be

23. 4. 2023: Bayern feiert den Tag des Bayerischen Bieres

In der Regel weise ich in dieser Kategorie auf einzelne Bier-Events hin. Das ist diesmal anders, denn am 23. April jährt sich zum 507. Mal die Verkündigung des Bayerischen Reinheitsgebots in Ingolstadt. Aus diesem Anlass feiern viele Brauereien in Bayern und darüber hinaus diesen Tag. Deshalb weise ich hier lediglich auf diesen Termin hin und zeige exemplarisch einige Events auf, die aus diesem Anlass stattfinden.

Der „Tag des Bayerischen Bieres“ erinnert jedes Jahr an den Erlass des Bayerischen Reinheitsgebotes, das die bayerischen Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. am Georgi-Tag, dem 23. April 1516, in Ingolstadt erließen. Bis heute sind Wasser, Malz, Hopfen und Hefe die einzigen Rohstoffe, die für die Bierherstellung in Bayern verwendet werden.

Das Reinheitsgebot gilt dabei auch als ein Qualitätsversprechen der Brauer und neben der Biervielfalt, der mittelständischen Struktur der Braubranche und der langen Tradition die tragende Säule des weltweit guten Rufes von Bayerischem Bier. Auf diesen Ruf und die Treue zum bayerischen Reinheitsgebot begründet sich auch die europäische Schutzbezeichnung „Bayerisches Bier g.g.A.“, deren Siegel auf vielen Bierflaschen zu finden ist und sie als „Echtes Original“ ausweist.

Der Bierbrunnen in München sprudelt am 24. April mit drei verschiedenen Biersorten

Oft werden auch Brauereijubiläen oder Feierlichkeiten auf diesen Tag gelegt oder wie am Münchner Bierbrunnen einfach mit Freunden und Liebhabern des bayerischen Nationalgetränks kräftig gefeiert. Somit eröffnet Staatsministerin Michaela Kaniber, StmELF, die die Schirmherrschaft über den „Tag des Bayerischen Bieres“ und die „Bayerische Bierwoche“ übernommen hat, am Montag, dem 24. April 2023 ab 11:00 Uhr zusammen mit dem Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Dr. Thomas Geppert, dem Präsidenten des Bayerischen Brauerbundes Georg Schneider und der amtierenden Bayerischen Bierkönigin Sarah Jäger sowie der Hallertauer Hopfenkönigin Susanne Kaindl den Bierausschank von insgesamt 1.000 Liter Freibier mit drei verschiedenen Biersorten aus dem Bierbrunnen am Oskar-von-Miller-Ring 1.

Braumeister lassen sich anlässlich des Geburtstags gerne über die Schulter schauen und bieten Braukurse oder einen „Tag der offenen Brauerei“ an. Beispielsweise feiert die Wildbräu in Grafing am 23. April ab 12:00 Uhr Ihr Gründungsfest. Gegründet im Jahr 1060 gibt es für jedes Jahr Wildbräu 963 Hoibe Freibier aus dem Bierbrunnen. Ab 11:00 Uhr feiert auch die Spessart Brauerei im Brauereihof sowie das Kommunbrauhaus in Eslarn. Am Abend bietet das Bayerische Biermuseum in Kulmbach eine Bierverkostung der besonderen Art an: „königliches Biergeflüster mit der Bayerischen Bierkönigin Sarah Jäger“. Bereits am Freitag ruft der Erlanger Berg zur Bierprobe der Steinbach-Bräu, findet die offizielle Eröffnung der Bayerischen Bierwoche in Eichstädt oder auch die 360-Jahrfeier der Brauerei Hofmann in Gutenstetten-Phares statt. Am Samstag lädt Fürst Wallerstein in Nördlingen, aber auch beispielsweise die Freisinger, Regensburger, Amberger oder Ingolstädter Brauereien zur Geburtstagsfeier des Bayerischen Reinheitsgebotes ein.

Dies sind wenige Beispiele wie von Oberfranken bis ins Allgäu der „Tag des Bayerischen Bieres“ gefeiert wird. Welche Brauerei in Zusammenarbeit mit der örtlichen Gastronomie Veranstaltungen zum Tag des Bieres stattfinden lässt, können Sie aus den jeweiligen Veranstaltungskalendern und Regionalzeitungen entnehmen.

Klosterbrauerei Weißenohe – Pils

Die fränkische Weißenoher Klosterbrauerei geht auf ein Benediktinerkloster aus dem 11. Jahrhundert zurück. Vermutlich wurde sie bereits um das Jahr 1050 gemeinsam mit dem Kloster gegründet, so dass die heute zu den ältesten Brauereien in Deutschland zählt. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Brauerei privatisiert und wird heute als klassische Familienbrauerei von Familie Winkler geführt. Der Name Weißenohe leitet sich ab von der Bedeutung ‚Ort am weißen Bach‘, womit der Bach Kalkach gemeint ist.

Hell goldfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die schneeweiße Schaumkrone ist feinporig und bleibt sehr lange erhalten. So muss ein Pils aussehen.

Düfte nach hellem Malz mit einer leichten Honigsüße und kräftigen feinwürzigen Noten steigen mir in die Nase. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass dieses fränkische Pilsener weniger gehopft ist als ein norddeutsches Bier.

Der Antrunk ist für ein Pils recht süß. Die Süße wird durch eine dazu passende Karbonisierung begleitet. Auf der Zunge entwickelt sich ein überraschend kräftiges Bitter. Trotzdem ist das Mundgefühl schlank und das Bier ist angenehm süffig. Der Abgang zeichnet sich durch ein freundliches Bitter mit sehr langem Nachklang aus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Hersbrucker)

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11° Plato

Farbe:

6 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Klosterbrauerei Weißenohe GmbH & Co.KG
Klosterstraße 20
91367 Weißenohe
www.klosterbrauerei-weissenohe.de

 

Entdeckertouren auf den Spuren von Bayerns „grünem Gold“

Schon die alten Ägypter entdeckten, dass Bier mit Hopfen besser schmeckt. Seitdem sind die Bitterextrakte der Hanfpflanze ein fester Bestandteil beim Bierbrauen. Besonders gefragt: Der Hopfen aus der bayerischen Hallertau, dem größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet der Welt. Hallertauer Hopfen wird heute in über 100 Länder der Erde exportiert, um den besten Bieren der Welt ihr einzigartiges Aroma zu verleihen. Die Pflanze, die dem Bier seine Würze gibt, entwickelt sich in Ostbayern zunehmend auch zur entspannenden Touristenattraktion: Rad- und Wandertouren bieten ein außergewöhnliches Bild, eine phantastische Landschaft und für jede Kondition das passende Erlebnis.

Alljährlich verwandelt sich das „Hopfenland“ Hallertau in ein Meer aus bis zu sieben Meter hohen Hopfenpflanzen, die sich auf rund 17.000 Hektar Anbaufläche über das bayerische Hügelland zwischen Regensburg, Ingolstadt und München erstrecken. Mit dem Start der Ernte fahren die fast 1.000 Hopfenbetriebe der Region jährlich fast 40.000 Tonnen der gefragten Pflanze ein – das sind fast 90 Prozent der gesamten deutschen Hopfenernte und mehr als ein Drittel der weltweiten Produktion.

Unterwegs umgeben sein von viel Natur und frischer Luft: Danach sehnen sich jetzt viele Menschen. Sanfte Hügel, romantische Flusstäler und endlose Hopfengärten, in denen die Hopfenpflanzen die meterhohen Spanndrähte erklimmen, sind in Bayerns Hallertau das Rezept, das immer mehr Menschen zu Entdeckern auf den Spuren des „grünen Goldes“ werden lässt.

Der Radrundweg Hallertauer Hopfentour, der auf rund 170 Kilometern entlang der Flusstäler der Abens und Ilm und durch die Hopfengärten verläuft, vereint leichte und anspruchsvolle Streckenabschnitte. Bäuerliche Hopfenhöfe, Weiler und Dörfer liegen auf der Runde, gekrönt von traditionellen Gasthäusern zur zünftigen Einkehr. Fünf Querverbindungen erlauben es, die Hallertauer Hopfentour beliebig zu ändern oder zu verkürzen.

Auf dem rund 15 Kilometer langen Erlebnispfad Hopfen und Bier wandern Naturfans von Mainburg aus durch das Herz der Hallertau. Wissenswertes über das „Grüne Gold“ und das in der Region gebraute Bier erfahren sie auf 17 Informationstafeln entlang des Weges. Durch das idyllische Abenstal, vorbei an zahlreichen Hopfengärten und über beschattete Waldwege, führt der Erlebnispfad nach Ratzenhofen. Dort lädt der Biergarten des Schlosses zum Genuss bayerischer Schmankerl unter Kastanienbäumen ein, bevor es anschließend wieder zurück nach Mainburg geht. Auch an Wanderer, die sich nach der Einkehr nicht mehr zu Fuß auf Weg machen wollen, haben Ostbayerns Touristiker gedacht: Im Sommer lässt sich der Rückweg auch bequem und komfortabel mit einem Freizeitbus zurücklegen. Mehr Informationen über die Touren durch die ostbayerische Hopfenwelt und eine Radkarte zur „Hallertauer Hopfentour“ zum bequemen Download: www.hopfenland-hallertau.de/touren/.

Das Bier wurde mir vom Tourismusverband Ostbayern zur Verfügung gestellt.

Vleesmeester – Black Pudding

Tatsächlich – ein belgisches Bier, das Black Pudding heißt. Black Pudding hat nichts mit den in Deutschland bekannten Puddingsorten zu tun, sondern es handelt sich um ein Rezept aus der englischen Küche, im Grunde eine Grützwurst, deren Hauptzutat Schweineblut ist und die warm gegessen wird. Ähnliche Rezepte gibt es auch in deutschen Küchen. Hier heißen sie Pfefferpotthast, Pfannenschlag oder auch Knipp. Sicherlich gibt es in anderen Gegenden Deutschlands noch weitere Bezeichnungen für ähnliche Rezepte, diese sind mir aber nicht bekannt.

Auch wenn das Bier den gleichen Namen hat, hat es selbstverständlich nichts mit einer Grützwurst zu tun, es handelt sich um ein Imperial Stout mit elf Volumenprozent Alkohol, das mit Vanille und in Bourbon getränkten Eichenspänen gereift wurde. Klingt interessant? Ist es auch. Also höchste Zeit, die Flasche zu öffnen.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine haselnussbraune feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. So stelle ich mir ein Imperial Stout vor.

Das Bier duftet nach dunkler Schokolade und Mokka, dazu kommen leichte Rauchnoten und Vanille. Da bekomme ich richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist stiltypisch süß. Die Kohlensäure ist angenehm sehr feinperlig, aber leider nur in sehr geringer Menge vorhanden. Auf der Zunge dominiert der Geschmack nach dunkler Schokolade und Vanille. Er ist sehr angenehm und nicht überwältigend intensiv. Die elf Volumenprozent Alkohol sind gut eingearbeitet, so dass sie den Geschmack nach Schokolade unterstützen und wärmend wirken, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Jetzt meine ich auch, eine leichte Säure zu schmecken. Der Abgang ist mild, der Geschmack nach Schokolade bleibt auch in der Kehle im Vordergrund. Obwohl auch jetzt nur wenig Bitter zu schmecken ist, klingt der Geschmack einige Zeit nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Roggen, Weizen, Hafer, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

11,0 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Anders
Stadsbeemd 1400
3545 Halen
Belgien

für

Vleesmeester Brewery
Strijdersstraat 18
2650 Edegem
Belgien
www.vleesmeesterbrewery.eu

29. 4. 2023: Karlsberg lädt erneut zur Braunacht ein

Karlsberg feiert wieder das Brauhandwerk: Gemeinsam feiern und gemeinsam anstoßen – dazu laden die Homburger Brauerinnen und Brauer am Samstag, 29. April, zur Homburger Braunacht ein. Mit dabei haben sie wieder drei speziell für die Braunacht gebraute Biere, die exklusiv beim Event auf dem Historischen Marktplatz, in der Alten Schlosserei der Karlsberg Brauerei und in der Homburger Gastronomie verkostet werden können. Die Besucher küren per Voting auch in diesem Jahr wieder ihr Lieblingsbier. Das Gewinnerbier der Braunacht 2022 – Karlsberg Pale Ale – ist ab sofort exklusiv in limitierter Auflage in den Märkten unserer Region – zwischen Mosel und Rhein – erhältlich.

Braunacht-Event auf dem Historischen Marktplatz

Bei der Homburger Braunacht am 29. April werden die Zapfhähne nicht stillstehen: Los geht’s ab 16 Uhr auf dem Historischen Marktplatz mit dem offiziellen Fassanstich. Anschließend erwartet die Besucher ein vielfältiges Programm rund um das Thema Bier und jede Menge handgemachte Musik.

Live-Musik satt für jeden Geschmack

Hier kommen Musik-Fans garantiert auf ihre Kosten: Auf dem Historischen Marktplatz spielt die Band Roastbeat. Und wenn auf dem Marktplatz die Verstärker ausgehen, dann geht’s in der Homburger Gastronomie erst richtig los: Bis in die späten Abendstunden wird hier gefeiert – mit Live-Musik und den drei neuen Karlsberg-Bieren. Mit dabei sind acht Gaststätten sowie die Alte Schlosserei, der Biererlebnis-Veranstaltungsort der Karlsberg Brauerei. Hier können die neuen Biere in Brauerei-Atmosphäre getestet werden. Die Alte Schlosserei bietet mit 20 Zapfhähnen die größte Biertheke im Südwesten

Brauerinnen und Brauer sind stolz auf drei neue Bierspezialitäten

In diesem Jahr präsentieren die Homburger Brauerinnen und Brauer wieder exklusiv beim Braunacht-Event drei leckere Spezialitäten-Biere. Mit Begeisterung gebraut haben sie ein „Leichtes Helles“, ein „Belgisches Witbier“ und ein „Dunkles Kellerbier“, das sie an diesem Tag exklusiv ausschenken und die es sonst nicht zu kaufen gibt. Die Besucher der Braunacht stimmen auch in diesem Jahr wieder für ihr Lieblingsbier ab.

Gewinnerbier der Braunacht 2022 ab sofort exklusiv erhältlich

Fruchtig-frisch präsentiert sich das Gewinnerbier der Braunacht 2022: Karlsberg Pale Ale hat im vergangenen Jahr die Braunacht-Besucher begeistert und ist deshalb ab sofort in limitierter Auflage als Saisonspezialität Teil des breiten Karlsberg-Sortiments. Die neueste Bierspezialität aus dem Hause Karlsberg versprüht einen Hauch milder Sommerluft: Eine Kombination der Hopfensorten Citra, Amarillo und Cascade charakterisieren den citrusfruchtigen Geruch und den Geschmack dieses Bieres, bei einem Alkoholgehalt von 5 Volumenprozent. Eine sanfte Orangennote und ein Hauch von Honig unterstreichen gemeinsam mit einer obergärigen Hefe und hellen Malzen dieses fruchtige Erlebnis. Karlsberg Pale Ale gibt es ab sofort in der 0,33 Liter-Longneckflasche im Viererpack (4 x 0,33 Liter).

Die Braunacht kommt auch nach Saarlouis, Kaiserslautern, Merzig und St. Wendel

Es gibt vier weitere Gründe zum Anstoßen und Feiern: Karlsberg bringt die Braunacht mit jeder Menge Musik und den drei neuen Bieren in diesem Jahr auch nach Saarlouis, Kaiserslautern, Merzig und St. Wendel! Nach Homburg geht’s am 20. Mai in Saarlouis weiter. Erstmals wird auch in Kaiserslautern Braunacht gefeiert, am 3. Juni, und Premiere ist auch in Merzig, am 24. Juni. Die Braunacht in St. Wendel findet am 9. September statt.

Mehr Infos gibt unter www.karlsberg.de.

Weserländer – Premium Pils

Weserländer ist eine Handelsmarke, die von der Brauerei Wolters in Braunschweig für die Firma Getränke Ahlers in Achim in der Nähe von Bremen gebraut wird. Nun ist Wolters nicht unbedingt für Genussbiere bekannt, aber ich will dem Weserländer Premium Pils trotzdem eine Chance geben.

Hell goldfarben und gefiltert läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die aber leider sehr schnell in sich zusammenfällt.

Das Aroma ist hopfig-würzig, so wie ich es bei einem norddeutschen Pils erwarte.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine stiltypische Süße aus, die durch eine sehr feinperlige Kohlensäure begleitet wird. Leider ist die Kohlensäure eher knapp bemessen. Auf der Zunge überwiegt ein nicht sehr angenehmes Bitter, das alle anderen Geschmackseindrücke verdrängt. Das Mundgefühl ist eher schlank. Der Abgang zeichnet sich durch ein kratziges Bitter aus, das zum Glück nur kurz nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

Hofbrauhaus Wolters GmbH
Wolfenbütteler Straße 39
38102 Braunschweig
www.hofbrauhaus-wolters.de

Für

Getränke Ahlers GmbH
Industriestraße 15
28832 Achim
www.ahlersgetraenke.de

Gösser Zapfmeisterschaften: Die Finalisten stehen fest

Seit September geht es an vielen Tourismusschulen mit bierigem Ernst zur Sache. Unterstützt von der Brauerei Gösser stehen Inhalte zum richtigen Umgang mit Bier und Regelkunde über Schankpflege bis zum Zapfvorgang ebenso am Lehrplan wie Wissenswertes zu den Rohstoffen, dem Brauprozess und das Wissen um verantwortungsvollen Alkoholkonsum und alkoholfreie Alternativen. Im März wurden bei den Landesbewerben je drei Finalisten pro Bundesland eruiert, bevor am 19. und 20. April die besten aus allen Bundesländern nach Göss eingeladen werden, um das Bundesfinale zu bestreiten.

Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & ESG Sustainability bei der Brau Union Österreich und selbst Diplom-Biersommelière, erklärt: „Gäste erwarten in der Gastronomie perfektes Service bei allen Facetten der Bierkultur von kompetenter Beratung über Hygiene der Schankanlage bis zur richtigen Trinktemperatur und zum perfekt gezapften Bier im passenden Glas. Diese Kompetenzen wollen wir genauso schulen wie den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol, ein Aspekt, der in der Ausbildung immer wichtiger werden wird. Die Konsumenten greifen vermehrt zu alkoholfreien Bieren. Die zukünftigen Gastronomen sollen in der Beratung der Gäste auch alkoholfreie Alternativen anbieten können.“

Die Finalisten stehen fest: Einige Bundesländer fest in Frauenhand

Über den gesamten März wurden die Bundeslandbewerbe ausgetragen. Interessant ist, dass einige Bundesländer wie z. B. Tirol sehr stark in Frauenhand sind, was die Zapfkompetenz betrifft. Die gesamte Liste der Finalisten und die entsendenden Bildungseinrichtungen sehen Sie am Ende dieses Artikels.

Rege Teilnahme: Rund 1000 Teilnehmer aus 50 Schulen

Die Gösser Zapfmeisterschaften wurden ins Leben gerufen, um bei Österreichs Gastronomienachwuchs ein Bewusstsein für gute Zapfqualität zu schaffen. Um „Gösser Zapfmeister“ oder „Gösser Zapfmeisterin“ zu werden, braucht es vor allem zwei Dinge: Ausdauer und kontinuierliche Leistung. Alle österreichischen Gastronomie- und Hotelleriefachschüler ab 16 Jahren waren zum Zapfwettbewerb eingeladen – in den schuleigenen Vorrunden werden seit Anfang des Jahres die Teilnehmer für das Landesfinale ermittelt. Die jeweils drei Landesbesten ziehen in das Bundesfinale im steirischen Göss ein. Dass das Thema Zapfqualität bei den Nachwuchszapfern eine große Rolle spielt, zeigt die rege Teilnahme: Mehr als 1000 junge Zapfer aus 50 Schulen waren in die Vorrunden gestartet.

Die Gastronomen von morgen

Gösser steht den Schülern mit Rat und Tat zur Seite: Mit ausführlichen Bier- und Zapfschulungen werden die Teilnehmer auf den Wettbewerb vorbereitet. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur bierigen Weiterbildung der Nachwuchs-Gastronomen geleistet. „Die Teilnehmer der Gösser Zapfmeister sind die Gastronomen von morgen. Ein perfekt gezapftes Bier ist ein Zeichen gelebter Bierkultur – kompetente Beratung und vollendete Zapfkunst sind den österreichischen Biergenießern wichtig. Ich freue mich, so viele motivierte und fähige Schülerinnen und Schüler im Wettbewerb und zukünftig auch in der Gastronomie zu haben“, betont Markus Kapl, Leitung Geschäftsfeld Gastronomie bei der Brau Union Österreich.

Österreichische Bierkultur

In Österreich wird seit jeher viel Bier getrunken – und zwar mit Genuss. Die Studien zum österreichischen Bierkulturbericht belegen auch immer wieder, dass die Bierkultur in Österreich auf dem Vormarsch ist. So sind den Österreichern Aspekte wie Beratungsqualität, Bierauswahl, gut gezapftes Bier mit schöner Schaumkrone durchaus wichtig. All das kann in den Bierkulturberichten der letzten Jahre auch online nachgelesen werden unter: Bierkultur – Brauunion Österreich

Hier die Finalisten in der Chronologie der Wettbewerbe:

Das Landesfinale Steiermark hat am 02. März 2023 im Gasthaus Fischerwirt Gratwein stattgefunden.

  1. Platz Luisa Francesconi; Fachschule der wirtschaftlichen Berufe d. Caritas
  2. Platz Arishiya Shiri; Fachschule der wirtschaftlichen Berufe d. Caritas
  3. Platz Jana Gallaun; HLW Lipizzanerheimat

Das Landesfinale Wien hat am 13. März 2023 in der Hertha Firnberg Schule stattgefunden.

  1. Platz Amirzhan Yestay; Gastgewerbefachschule am Judenplatz
  2. 2 Platz Bhumika Shrestha; Berufsschule für Gastgewerbe
  3. Platz Alina Malita; Hertha Firnberg Schulen

Das Landesfinale Niederösterreich und Burgenland hat am 15. März 2023 im Brauhaus Wieselburg stattgefunden.

Niederösterreich:

  1. Platz Maximilian Wurm; HLW Amstetten
  2. Platz Leandro Emini; LBS Waldegg
  3. Platz Alexandra Koppensteiner; HLF Krems

Burgenland:

  1. Platz Lisa Marie Kerschbaum; Pannoneum – HLWT Neusiedl am See
  2. Platz Andy Kexuan Dai; HBLA Oberwart
  3. Platz Alexander- Stefan Zingl; Tourismusschule Oberwart

Das Landesfinale Kärnten hat am 22. März 2023 in der KTS-Villach stattgefunden.

  1. Platz Sandro Schurian; KTS-Villach
  2. Platz Fabian Kattnig; FBS Warmbad Villach
  3. Platz Fabienne O´Shannassy; KTS-Villach

Das Landesfinale Salzburg hat am 27. März 2023 im Hofbräu Kaltenhausen stattgefunden.

  1. Platz Anna Mayr
  2. Platz Philipp Thumeltshamer
  3. Platz Stella Kornfeld

Landesfinale Oberösterreich hat am 28. März 2023 im Gasthaus Zum Zirbenschlössl, Sipbachzell stattgefunden.

  1. Platz Isabella Haider; Berufsschule Altmünster
  2. Platz Celine Hammerschmid; HLW-Linz-Auhof
  3. Platz Jasmin Maria Aigner; BLW-Wels

Das Landesfinale Tirol hat am 28. März 2023 in der Villa Blanka Innsbruck stattgefunden.

  1. Platz Olivia Jungwirth; Tourismuskolleg Innsbruck
  2. Platz Hanna Moser; Tourismusschule am Wilden Kaiser
  3. Platz Antonia Rohrmoser; Tourismuskolleg Innsbruck

Das Landesfinale Vorarlberg hat am 29. März 2023 in der HLW Feldkirch stattgefunden.

  1. Platz Maximilian Salzer; Tourismusschulen Bludenz
  2. Platz Max Egle; GASCHT Hohenems
  3. Platz Cristina Thurner; HLW Feldkirch

De Leite – Ma mère Spéciale

Luc Vermeersch ist fasziniert von alten Handwerkstechniken. So begann er im Jahr 1997 in seinem Gartenhaus eine kleine Brauereianlage zu installieren. Die damalige Anlage, mit der er pro Sud 30 Liter Bier brauen konnte, hat er in Finnland erworben. Dazu kam eine zweitägige Einweisung in das Bierbrauen. In den folgenden zehn Jahren hat er durch viel Übung und Selbststudium seine Kenntnisse erweitert, so dass er im April 2008 die Brauerei De Leite anmelden konnte.

Seine Biere wurden stark nachgefragt, so dass er Anfang 2011 seine Brauerei vergrößern musste und nun 60 Hektoliter pro Brauvorgang herstellen konnte. Trotzdem musste er die Brauerei schnell weiter ausbauen und heute kann er 110 Hektoliter auf einen Schlag brauen.

Heute braut er 14 verschiedene Biere, darunter der Ma Mère Spéciale, ein helles Bitter. Der Name ist dabei ein Wortspiel. Das französische Wort für bitter ist „amère“, und so lag es nahe, das Bier „Ma Mère Speciale“ zu nennen. Es ist der Mutter des Braumeisters Luc gewidmet

Gold-orangefarben und hefetrüb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine sehr voluminöse feste Schaumkrone, die auch sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist sehr hopfenbetont und würzig, so dass die Aromen des Malzes kaum noch zum Tragen kommen. Aber es steht ja bereits auf dem Etikett, dass das Bier ein goldenes blondes Bitter ist.

Im Antrunk kommt eine leichte Malzsüße zum Tragen, die von einer sehr feinperligen und dabei doch kräftigen Kohlensäure begleitet wird. Auf der Zunge drängt sich das Bittere in den Vordergrund, so dass das Bier durchaus an ein IPA erinnert, dem aber die Fruchtigkeit fehlt. Trotz des kräftigen und kantigen Geschmacks ist das Mundgefühl angenehm weich. Im Abgang wird das Bitter zurückhaltender und freundlicher, klingt aber trotzdem sehr lange nach.

Das Ma Mère Speciale würde ich nicht noch einmal trinken, ohne dass ich das passende Essen dazu habe. Aber zusammen mit einem indischen Curry oder thailändischen Speisen kann ich es mir sehr gut vorstellen.

Bislang habe ich knapp 3000 Biere beschrieben und ich glaube, dass ich in noch keiner Beschreibung so häufig das Wort „sehr“ verwendet habe. Aber es stimmt: dieses Bier aus der Brauerei De Leite geht in jeder Hinsicht an die Grenzen. Man muss es nicht unbedingt mögen, aber es hat wirklich Charakter und ist auf seine Art einzigartig.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Zucker

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Bittereinheiten:

65 IBU

Farbe:

9 EBC

Brauerei:

Brouwerij De Leite
De Leiteweg 32A
8020 Oostkamp
Belgien
www.deleite.be

Die CiderWorld kommt mit feinsten Tropfen und Cocktails

Mehr und mehr Brauereien wenden sich neben dem Bier auch dem Cider zu. Grund genug also, sich auch einmal mit diesem moussierenden Apfelwein zu befassen und damit auch mit der CiderWorld. Und wo sollte eine Apfelweinmesse stattfinden, wenn nicht in Hessen? So ist es nicht verwunderlich, dass dieses Event im tropischen Frankfurter Palmengarten stattfindet. Dort heißt dann der Ehrengast ‚Die Streuobstwiese‘. Denn zeitgleich zur weltgrößten Apfelweinmesse ist auch der ‚Tag der Streuobstwiese 2023′. Die Mitglieder von Hochstamm Deutschland e.V. überzeugen das internationale Publikum der CiderWorld am 29. April mit Streuobstprodukten, darunter der vielfach prämierte BIRNOH und der Rosengewächs-Cocktail der Stahringer Streuobstmosterei.

In Frankfurt heißt der Ehrengast ‚Die Streuobstwiese‘

Die weltweit größte Apfelweinmesse findet am Samstag, den 29. April 2023 im Frankfurter Palmengarten statt. Als Beitrag zum europaweiten ‚Tag der Streuobstwiese‘ sind die Geschäftsstelle von Hochstamm Deutschland e.V. und die Mitglieder Jung Fruchtsäfte GbR, Echt Brombachseer e. G., Haldenhof Mosterei Zeller, Natur und Mohr, Purzelbaum, Nordappel GmbH, Stahringer Streuobstmosterei, Böhm Ciderwerkstatt GbR, Regionalinitiative hesselberger und Streuobst Mittelfranken-West eG. auf der CiderWorld vertreten. Für den zentralen Gemeinschaftsstand reisen diesjährig auch die befreundete ARGE Streuobst und die Mostbarone aus Österreich an. Die Produzenten vom Bodensee bis an die Nordsee und zurück in die Steiermark zeigen, was 100 %-Streuobstprodukte bieten: Ganz viel Genuss und noch mehr Biodiversität! Denn der Ehrengast ist dieses Jahr ‚Die Streuobstwiese‘. Ziel ist, dass mehr Menschen mehr Produkte aus 100 % Streuobst genießen und kaufen – und so die Streuobstwiesen erhalten! Denn nur, wenn sich die zeit- und arbeitsintensive Pflege der Wiesen und die Herstellung der edlen Produkte lohnen, führen Streuobstbewirtschafter ihre wertvolle Arbeit auch in Zukunft weiter.

Superstar ‚Stahringer Streuobstmosterei‘ überrascht mit Cocktail

Zwei der Mitwirkenden haben bereits gute Erfahrungen und CiderWorld-Awards gewonnen. So wurden die Streuobstprodukte der Echt Brombachseer e. G. in den letzten Jahren vielfach von der Jury der CiderWorld prämiert und auch in 2023 stehen die Produkte am Gemeinschaftsstand zur Verkostung bereit. Auf der letztjährigen CiderWorld hat besonders die Stahringer Streuobstmosterei abgeräumt: Der ‚Brisanti Blau‘ wurde mit einer Goldmedaille ausgezeichnet, der ‚Bodensee-BIRNOH‘ erhielt sogar zwei Goldmedaillen und den Titel ‚best of category‘. Das gab es auf der CiderWorld noch nie! Dieses Jahr hat die Mosterei zusätzlich die Neuentwicklung BRISANTI® Holler beim Award eingereicht, einen mit Holunderblütensirup versetzten Apfel-Birnen-Cider. Doch die Streuobstmosterei will nicht nur gewinnen, sondern auch verwöhnen: Das Fachpublikum und Besucher:innen aus aller Welt können sich auf den Cocktail ‚Rosengewächs‘ freuen. Der Spezial-Cocktail wurde von Reinhard Pohorec (sensory expert / Wien) komponiert. Die Zutaten stammen natürlich von den Streuobstwiesen am Bodensee und sind alle zertifiziert nach Bio-Baden-Württemberg Standard. Wer nicht bis zur CiderWorld warten kann, genießt den Cocktail auf der Slow-Food-Messe in Stuttgart vom 13. bis 16. April.

Europa feiert Streuobst

Die ökologisch und kulturell wertvollen Streuobstbestände sind seit Jahrzehnten in ihrer Existenz bedroht. Mit dem Wochenende zum ‚Tag der Streuobstwiese‘ ab dem 28. bis zum 30. April feiert Europa deshalb dieses vielfältige Kleinod der Natur, die leckeren Köstlichkeiten und die Menschen dahinter. Alle Streuobst-Genießer sind herzlich eingeladen, die CiderWorld zu besuchen. Weitere Aktionen wie Infoabende, Feste oder Führungen stehen im vielfältigen Programm auf der Webseite www.streuobstueberall.de. Jede und jeder kann kurzentschlossen noch eine Aktion anbieten, Interessierte zum Mitmachen und Genießen einladen und zeigen, was hinter dem großen Engagement steckt. Aufgerufen sind außerdem alle, als Botschafter für den Tag der Streuobstwiese per Instagram, Zeitungsartikel oder Mundpropaganda laut zu werden.

Der Tag der Streuobstwiese wird durch Hochstamm Deutschland e.V. (www.hochstamm-deutschland.de) organisiert. Tatkräftig unterstützen die ARGE Streuobst aus Österreich, BirdLife Europe aus Brüssel und das UK Orchard Network aus Großbritannien.