Inzwischen haben wir Frühjahr und noch immer habe ich ein letztes Weihnachtsbier im Kühlschrank stehen. Jetzt ist es an der Zeit, dass ich es aus der Kälte hole und verkoste. Und ich muss sagen, die Angaben, die ich über das Bier habe, lassen mich wirklich staunen. Das Baby Jesus ist ein Imperial Stout aus Belgien mit zehn Volumenprozent Alkohol, das mit Kirschen und Kaffee gebraut und anschließend für sechs Monate in Whiskyfässern gereift wurde. Ich weiß noch nicht, ob mir dieses Bier gefällt oder ob es am Ende mit den vielen Aromen einfach überladen ist. Aber eines ist sicher: es ist ein besonderes Bier.
Blickdicht schwarz läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet es eine recht kleine haselnussbraune Schaumkrone, die flott in sich zusammenfällt. An der Optik lässt sich sicherlich noch etwas verbessern.
Das Bier duftet in nach dunkler Schokolade. Unterstützt wird dieses Aroma durch den Duft reifer Kirschen, der sich aber vornehm im Hintergrund hält.
Wie erwartet ist der Antrunk süß. Leider ist die sehr feinperlige Kohlensäure recht knapp dosiert. Hier würde ich mir mehr wünschen. Auf der Zunge kommen jetzt die Kirschen mit einer angenehmen leichten und fruchtigen Säure in den Vordergrund, was gut zum Geschmack nach dunkler Schokolade passt. Der Alkohol ist ebenfalls deutlich zu schmecken, was in diesem Fall aber durchaus angenehm ist, denn dadurch erinnert das Bier an Mon Cherie. Das Mundgefühl ist weich, aber nicht ganz rund. Mir fehlt an dieser Stelle etwas Bitter oder auch der Geschmack nach Marzipan. Der Abgang ist mild mit kurzem Nachklang.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Kirschen, Kaffee
Alkoholgehalt:
10,0 % Vol.
Bittereinheiten:
40 IBU
Brauerei:
Brouwerij ‚t Verzet
Grote Leiestraat 117
8570 Angegem
Belgien
www.brouwerijtverzet.be

Die fränkische Weißenoher Klosterbrauerei geht auf ein Benediktinerkloster aus dem 11. Jahrhundert zurück. Vermutlich wurde sie bereits um das Jahr 1050 gemeinsam mit dem Kloster gegründet, so dass die heute zu den ältesten Brauereien in Deutschland zählt. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Brauerei privatisiert und wird heute als klassische Familienbrauerei von Familie Winkler geführt. Der Name Weißenohe leitet sich ab von der Bedeutung ‚Ort am weißen Bach‘, womit der Bach Kalkach gemeint ist.
Schon die alten Ägypter entdeckten, dass Bier mit Hopfen besser schmeckt. Seitdem sind die Bitterextrakte der Hanfpflanze ein fester Bestandteil beim Bierbrauen. Besonders gefragt: Der Hopfen aus der bayerischen Hallertau, dem größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet der Welt. Hallertauer Hopfen wird heute in über 100 Länder der Erde exportiert, um den besten Bieren der Welt ihr einzigartiges Aroma zu verleihen. Die Pflanze, die dem Bier seine
Tatsächlich – ein belgisches Bier, das Black Pudding heißt. Black Pudding hat nichts mit den in Deutschland bekannten Puddingsorten zu tun, sondern es handelt sich um ein Rezept aus der englischen Küche, im Grunde eine Grützwurst, deren Hauptzutat Schweineblut ist und die warm gegessen wird. Ähnliche Rezepte gibt es auch in deutschen Küchen. Hier heißen sie Pfefferpotthast, Pfannenschlag oder auch Knipp. Sicherlich gibt es in anderen Gegenden Deutschlands noch weitere Bezeichnungen für ähnliche Rezepte, diese sind mir aber nicht bekannt.
Weserländer ist eine Handelsmarke, die von der Brauerei Wolters in Braunschweig für die Firma Getränke Ahlers in Achim in der Nähe von Bremen gebraut wird. Nun ist Wolters nicht unbedingt für Genussbiere bekannt, aber ich will dem Weserländer Premium Pils trotzdem eine Chance geben.
Luc Vermeersch ist fasziniert von alten Handwerkstechniken. So begann er im Jahr 1997 in seinem Gartenhaus eine kleine Brauereianlage zu installieren. Die damalige Anlage, mit der er pro Sud 30 Liter Bier brauen konnte, hat er in Finnland erworben. Dazu kam eine zweitägige Einweisung in das Bierbrauen. In den folgenden zehn Jahren hat er durch viel Übung und Selbststudium seine Kenntnisse erweitert, so dass er im April 2008 die Brauerei De Leite anmelden konnte.