Tatsächlich – ein belgisches Bier, das Black Pudding heißt. Black Pudding hat nichts mit den in Deutschland bekannten Puddingsorten zu tun, sondern es handelt sich um ein Rezept aus der englischen Küche, im Grunde eine Grützwurst, deren Hauptzutat Schweineblut ist und die warm gegessen wird. Ähnliche Rezepte gibt es auch in deutschen Küchen. Hier heißen sie Pfefferpotthast, Pfannenschlag oder auch Knipp. Sicherlich gibt es in anderen Gegenden Deutschlands noch weitere Bezeichnungen für ähnliche Rezepte, diese sind mir aber nicht bekannt.
Auch wenn das Bier den gleichen Namen hat, hat es selbstverständlich nichts mit einer Grützwurst zu tun, es handelt sich um ein Imperial Stout mit elf Volumenprozent Alkohol, das mit Vanille und in Bourbon getränkten Eichenspänen gereift wurde. Klingt interessant? Ist es auch. Also höchste Zeit, die Flasche zu öffnen.
Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine haselnussbraune feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. So stelle ich mir ein Imperial Stout vor.
Das Bier duftet nach dunkler Schokolade und Mokka, dazu kommen leichte Rauchnoten und Vanille. Da bekomme ich richtig Lust auf den ersten Schluck.
Der Antrunk ist stiltypisch süß. Die Kohlensäure ist angenehm sehr feinperlig, aber leider nur in sehr geringer Menge vorhanden. Auf der Zunge dominiert der Geschmack nach dunkler Schokolade und Vanille. Er ist sehr angenehm und nicht überwältigend intensiv. Die elf Volumenprozent Alkohol sind gut eingearbeitet, so dass sie den Geschmack nach Schokolade unterstützen und wärmend wirken, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Jetzt meine ich auch, eine leichte Säure zu schmecken. Der Abgang ist mild, der Geschmack nach Schokolade bleibt auch in der Kehle im Vordergrund. Obwohl auch jetzt nur wenig Bitter zu schmecken ist, klingt der Geschmack einige Zeit nach.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Roggen, Weizen, Hafer, Hopfen, Hefe
Alkoholgehalt:
11,0 % Vol.
Brauerei:
Brouwerij Anders
Stadsbeemd 1400
3545 Halen
Belgien
für
Vleesmeester Brewery
Strijdersstraat 18
2650 Edegem
Belgien
www.vleesmeesterbrewery.eu
Luc Vermeersch ist fasziniert von alten Handwerkstechniken. So begann er im Jahr 1997 in seinem Gartenhaus eine kleine Brauereianlage zu installieren. Die damalige Anlage, mit der er pro Sud 30 Liter Bier brauen konnte, hat er in Finnland erworben. Dazu kam eine zweitägige Einweisung in das Bierbrauen. In den folgenden zehn Jahren hat er durch viel Übung und Selbststudium seine Kenntnisse erweitert, so dass er im April 2008 die Brauerei De Leite anmelden konnte.
Mittlerweile ist es bereits fast eine
Aus Montignies-sur-Roc in der Wallonie stammt das Blanche des Honnelles 1979, das als „Dubble Wit“ angeboten wird. Ein Dubble Wit bzw. Blanche Double habe ich vorher noch nicht gesehen. Dass die Brauerei noch angibt, dass das Bier dreifach vergoren ist, macht die Sache nicht einfacher. Eigentlich müsste es dann doch wohl als Triple Wit beworben werden.
Einbeck ist eine ehemalige Hansestadt und als die Heimat des Bockbiers bekannt. Ursprünglich gab es aus der dortigen Brauerei neben dem für Niedersachsen typischen Pils nur den hellen und den dunklen Bock sowie ab März das Maibock. Später, es muss jetzt wohl ungefähr 20 Jahre her sein, kam auch noch das Winterbock dazu. Im Jahr 2015 kam jemand auf die Idee, ein gereiftes Bier anzubieten. So nahm die Brauerei das für den Winter 2015/2016 gebraute
IPAs sind in Belgien nicht der bevorzugte Bierstil und alkoholfreie Biere beginnen bei unseren Nachbarn gerade erst, beliebt zu werden. Trotzdem steht jetzt ein alkoholfreies IPA aus dem flandrischen Sijsele vor mir und wartet auf seine Verkostung. Na, dann will ich es nicht noch warten lassen und öffne die Flasche.
Der Winterbock ist eine ganz spezielle Kategorie Bier, die viele Freunde hat. Das Starkbier wird im Herbst gebraut und soll mit seinen wärmenden Umdrehungen und der feinen Würze für gute Laune in den kalten, dunklen Wintermonaten sorgen. Es gibt eine bunte Vielfalt verschiedener Winterböcke, die sich von mächtigen Wuchtbrummen über elegante Meisterwerke bis hin zu festlich gewürzten Glühbieren und kraftvollen Malzbomben erstrecken. Jetzt bin ich mal gespannt, in welche Kategorie der Fürst Carl Winterbock gehört.
Seit dem Frühjahr 2014 gibt es die Biobrauerei von Paul Warmenbol im flandrischen Aartselaar. Von Anfang an hat er Biobier gebraut und jetzt steht erstmals eines seiner Produkte vor mir zur Verkostung. Dabei handelt es sich um die Zwarte Madam, ein Stout.
Die Wurzeln der Brauerei {C} (ja, sie heißt wirklich {C} reichen bis ins Jahr 2012 zurück, als sich François und Renaud, zwei frischgebackene Agronomen die ihr Studium abgeschlossen hatten, in ein Brauereiabenteuer stürzten, das ihr Leben verändern sollte. Nach mehreren Jahren des Bierbrauens in der Garage entschieden sich die beiden leidenschaftlichen Braumeister dazu, ihr eigenes Bier zu brauen und sich dazu entschlossen, den Schritt zu wagen, ihr berühmtes Rezept, das von Curtius, bekannt zu machen!
Südlich von Mons liegt in der Provinz Hennegau das Dorf Montignies-sur-Roc. Die offizielle Tourismusseite