Archiv der Kategorie: Biertest

Gaffel Kölsch Frei 0.0 %

Die Kölner Brauer sind stolz auf ihr Kölsch, ein obergäriges Bier, das in den Stadtgrenzen von Köln gebraut werden muss, um sich Kölsch nennen zu dürfen. Weshalb so ein Gewese um das Kölsch gemacht wird, kann ich nicht wirklich verstehen, muss dabei allerdings auch zugeben, dass ich bislang nur industriell hergestelltes Bier getrunken habe. Sollte es mich wirklich einmal nach Köln verschlagen, werden ich mit Sicherheit versuchen, eine Gaststätte zu besuchen, die selber braut. Dort wird mir das Kölsch sicher besser gefallen.

Heute steht aber erst einmal ein Kölsch aus der Brauerei Gaffel Becker vor mir. Diese Brauerei stellt nach eigenen Angaben das meistverkaufte Kölsch im Fass her. Und das heutige Kölsch stellt für mich noch eine Premiere dar, denn es ist erste alkoholfreie Kölsch, das ich verkoste.

Intensiv goldfarben und gefiltert fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich voluminöse feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Die Optik ist einwandfrei.

Das Bier duftet getreidig mit einigen würzigen Hopfennoten. Bei diesem Aroma beginnt meine Begeisterung für dieses Bier zu schwinden.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine diskrete Süße aus. Leider ist die feinperlende Kohlensäure sehr knapp dosiert; eine andere Dosierung hätte sicherlich für einen frischeren Geschmack gesorgt. Auf der Zunge wirkt das Bier eher wässerig und dünn. Auch der Abgang ist schlank ohne angenehmen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Gärungskohlensäure

Alkoholgehalt:

0,0 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Gaffel Becker & Co. OHG
Welserstraße 16
51149 Köln
www.gaffel.de

Pater Rudi – Helles

Pater Rudi ist eine Handelsmarke der Isaria Getränke Service GmbH. Dieses Unternehmen ist ein Dienstleister für den Getränkehandel in Bayern. Das muss ja auch kein Nachteil sein und ich stelle bei einem Blick auf das Etikett positiv fest, dass in der Zutatenliste kein Hopfenextrakt aufgelistet wird. Dann bin ich ja mal gespannt, was für ein Bier aus Bayern bei mir angekommen ist.

Intensiv goldfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist ungewöhnlich voluminös und bleibt lange erhalten. Optisch macht das Bier schon mal eine gute Figur.

Das Bier duftet nach Biskuit, begleitet durch eine leichte süße Fruchtigkeit, die ich aber nicht näher identifizieren kann.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße aus. Die Kohlensäure ist zwar eher knapp dosiert, aber irgendwie passt die Dosierung doch mit der Süße zusammen. Auf jeden Fall schmeckt das Bier frisch. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten, jetzt begleitet durch ein leichtes Bitter. Und auch jetzt ist die nicht identifizierbare Fruchtigkeit präsent. Obwohl ich die Fruchtigkeit nicht eingrenzen kann, gefällt sie mir nicht schlecht. Das Mundgefühl ist schlank. Im Abgang wird das Bitter nur wenig kräftiger, aber es klingt trotzdem erstaunlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Brauerei:

Isaria Getränke Service GmbH
Dachinger Str. 27
94431 Pilsting
www.isaria-getraenke.de

Stone IPA

Das IPA von Sone Brewing wurde erstmals anlässlich des ersten Jahrestages der Brauerei im Jahr 1997 gebraut. Es war ein sofortiger Erfolg und wurde bald zum Aushängeschild der jungen Brauerei. Jetzt ist es endlich soweit, dass das Bier auch vor mir steht und verkostet werden möchte. Reiße ich also die Dose auf.

Bereits während des Einschenkens steigen mir fruchtige Aromen in die Nase. Und dann: Intensiv goldfarben und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone.

Das Bier duftet nach Grapefruit, Ananas und Maracuja. Aus dem Hintergrund kommen noch die Malzsüße und Aromen, die an Kiefern erinnern, dazu.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine überraschend leichte Malzsüße aus, die durch eine sehr feinperlige Kohlensäure begleitet wird. Auf der Zunge übernimmt das Bitter schnell das Zepter und überdeckt die Süße sowie auch beinahe die Fruchtigkeit. Aber die Aromen können sich gegen das Bitter noch durchsetzen. Das Mundgefühl ist angenehm weich und voll. Obwohl ich das Bier durchaus mag, empfinde ich das Bier als nicht wirklich ausgewogen. Im Abgang kommt die Fruchtigkeit wieder stärker zu ihrem Recht und sie klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Magnum, Chinook, Centinnal, Azacca, Calypso, Ella, Vic Secret), Hefe

Alkoholgehalt:

6,9 % Vol.

Bittereinheiten:

77 IBU

Brauerei:

Stone Brewing
Escondido, CA & Richmond, VA
www.stonebrewing.com

Meinel-Bräu – Kellermärzen

Vor Erfindung der Kühlmaschine durch Carl von Linde (ein echter Oberfranke) konnte im Sommer beim Bierbrauen die Würze nicht gekühlt werden. Damit war das Brauen nicht möglich. Die sommerliche Brandgefahr sorgte dafür, dass das Brauen im Sommer in vielen Regionen verboten war. Die Bayerische Brauordnung (1539) regelte, dass nur zwischen St. Michael (29. September) und St. Georg (23. April) Bier gebraut werden durfte. Die Brauer wussten sich zu helfen. Die letzten Sude im März wurden stärker eingebraut. Das Bier war haltbarer und konnte in den Felsenkellern über den Sommer hinweg gelagert und getrunken werden. Märzen ist das traditionelle Bier der Volksfeste und heute in ganz Deutschland ein beliebtes Bier in den Biergärten.

Orangefarben und leicht hefetrüb läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet sich relativ wenig gemischtporiger Schaum, der aber lange erhalten bleibt. An der Oprik gibt es also nichts zu kritisieren.

Das Bier duftet nach Karamell, Waldhonig und einem Hauch Orange. Insgesamt ein sehr angenehmes Aroma.

Der Antrunk ist revht süß und er besticht durch die sehr feinperlige Kohlensäure des Bieres. Auf der Zunge entwickelt sich ein überraschend kräftiges Bitter, das durch eine leichte Fruchtigkeit abgerundet wird. Dadurch entsteht ein volles und weiches Mundgefühl. Auch im Abgang mischen sich das leichte Bitter und die Fruchtigkeit und sie sorgen für einen langen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,9 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Meinel Bräu
Alte Plauener Straße 24
95028 Hof
www.meinel-braeu.de

 

Karmi Classic 0,0 %

Die polnische Brauerei Karmi bietet aktuell drei alkoholfreie Biere an. Diese klassischen 0 %-Biere werden alle in der Okocim-Brauerei mit klassischen Bierzutaten gebraut. Das Konzept hat Karmi im Jahr 1993 entwickelt und es seitdem unverändert beibehalten. Ich meine, das Karmi Classic ist das erste alkoholfreie Bier aus Polen, das ich verkoste und dementsprechend gespannt bin ich auch.

In sehr dunklem Bordeauxrot, fast schwarz, und gefiltert läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine kleine hellbraune Schaumkrone, die sich sehr schnell auflöst. Von der Farbe her erinnert das Bier jetzt an Cola.

Das Aroma ist malzbetont. Ich rieche dunkle Schokolade und Kandis, dazu ein Hauch Kaffee.

Der Antrunk ist sehr süß, wobei die reichlich enthaltene feinperlige Kohlensäure für eine gewisse Frische und Spritzigkeit sorgt. Kaum verteilt sich das Bier auf der Zunge, wird die Süße stärker und wirkt fast klebrig. Zu schmecken ist nur das Malz, vom Hopfen ist merke ich nichts. Auch ansonsten frage ich mich ernsthaft, ob der Inhalt des Glases jemals mit Hefe in Berührung gekommen ist. Im Abgang schmeckt die Flüssigkeit leicht angebrannt und ich bin froh, dass der Geschmack nicht nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Karamellmalz, Röstmalz), Zucker, Hopfen

Alkoholgehalt:

0,0 % Vol.

Brauerei:

Carlsberg Polska SP Z O.O
Ul Ilzecka 24
02-135 Warschau
Polen
www.okocim.pl

Unverhopft – Club Paradise

Das Unverhopft Paradise Club ist ein Single Hop IPA und wurde mit dem Hopfen TRI2304CR gebraut, der trotz seines furchtbar technisch anmutenden Namens als sehr fruchtig bekannt ist. Daher eignet er sich sehr gut für die Herstellung kräftiger und fruchtiger IPAs mit einer Vielzahl tropischer Aromen. Daher bin ich auch wirklich gespannt auf dieses Bier.

Weizengelb, kräftig hefetrüb und mit einer sehr voluminösen Schaumkrone, die lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas.

Meine Nase verrät mir sofort, dass die Brauer mit dem Hopfen nicht gegeizt haben. Die fruchtigen Aromen sind so intensiv, dass der Malzkörper vollkommen unterdrückt wird. Düfte nach Grapefruit, Ananas, Maracuja und Zitronenschale steigen mir in die Nase und machen richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist für ein IPA recht süß und die sehr feinperlige Kohlensäure ist eher knapp dosiert. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten. Und wieder erstaunt mich das IPA, denn es kommt mit erstaunlich wenig Bitter, dafür mit einer fruchtigen Säure, die die Aromen widerspiegelt. Das Mundgefühl ist angenehm weich. Erst im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und es klingt sehr lange nach.

Das Club Paradise ist ein einfach zu trinkendes und dabei überraschendes IPA, in dem sicherlich jeder seinen eigenen Geschmack wiederfindet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (TRI 2304), Hefe

Alkoholgehalt:

6,2 % Vol.

Stammwürze:

15° Plato

Bittereinheiten:

45 IBU

Brauerei:

BrewDog Berlin
Im Marienpark 23
12107 Berlin
www.brewdog.com

für

Updoot GmbH
Auguststr. 2
10117 Berlin
www.unverhopft.com

Anthony Martin – Gordon Finest Red

Die Brauerei verspricht viel, um uns zu überzeugen, das Gordon Fines Red zu kaufen: „Erleben Sie die ‚rote‘ Erfahrung mit Gordon Red Strong. Ein Starkbier, das an die Farben der Highlands inmitten von drei Millionen Jahre altem Gestein erinnert… Ein edles und starkes Bier (8,4 % Vol.), das mit den besten Zutaten gebraut wird. Entdecken Sie einen Hauch von Karamell in seinem wirklich raffinierten Geschmack. Gordon Red Strong hat eine dunkle Bernsteinfarbe mit einem violetten Schimmer. Ein einzigartiges Bier…“ Mal sehen, ob das Bier mit der Werbung mithalten kann.

Bordeauxrot und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die hellbraune Schaukrone ist durchschnittlich groß und fällt leider schnell in sich zusammen.

Das Aroma ist malzbetont nach Karamell. Dazu kommen Düfte nach Kandiszucker sowie weinartige Noten.

Der Antrunk ist recht süß, was aber durchaus zur reichlich dosierten feinperligen Kohlensäure passt. Auf der Zunge gesellt sich der Geschmack nach Kandis zur Süße sowie ein leichtes Bitter. Mir fehlt hier etwas Säure und auch Fruchtigkeit suche ich vergebens. Wo sind bloß die weinartigen Noten des Aromas geblieben? So wirkt das Bier eher unausgewogen. Allerdings gefällt mir das weiche Mundgefühl. Auch der Abgang ist mit dem Geschmack nach Karamell süß und mild. Bitter ist nach wie vor kaum zu schmecken, aber trotzdem klingt der Geschmack überraschend lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen

Alkoholgehalt:

8,4 % Vol.

Bittereinheiten:

35 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

4° – 6° Celsius

Brauerei:

Anthony Martin
Rue de Cerf 191
1332 Genval
Belgien
www.anthonymartin.be

Störtebeker – Pilsener-Bier

Aus Stralsund kommt das Pilsener, das jetzt zur Verkostung ansteht. Die Störtebeker Braumanufaktur ist ja bekannt für gute Biere, so dass ich auch an das Pilsener, dem meistgetrunkenen Bierstil in Deutschland, eine gewisse Qualität erwarte. Golden und gefiltert mit einer durschnittlich großen feinporigen Schaumkrone, die lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas. Das Aroma wird durch den Duft nach Karamell dominiert, aber auch ein deutliches Bitter steigt mir in die Nase, begleitet von einer leichten Fruchtigkeit. Der Antrunk ist leicht süß und durch die reichlich vorhandene Kohlensäure wirklich spritzig. Auf der Zunge tritt das Bitter in den Vordergrund, das durch eine leichte Fruchtigkeit unterstützt wird. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Abgang wird das Bier trockener, das freundliche Bitter behält das Zepter und klingt lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,3° Plato

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

Störtebeker Braumanufaktur GmbH Greifswalder Chaussee 84-85 18439 Stralsund www.stoertebeker.com BierSelect

3 Monts – Bière de Flandre

Nur für den Fall, dass Sie sich wundern, dass ein Bier aus Frankreich den Namen Bière de Flandre trägt, hier ein kurzes Zitat aus Wikipedia: „Französisch-Flandern gehörte von 1529 (Damenfriede von Cambrai) bis 1659 (Pyrenäenfriede) zu den Spanischen Niederlanden. 1662 wurde Dunkerque (Dünkirchen) von Frankreichs König Ludwig XIV. käuflich erworben, 1667 wurde auch Lille erobert und angegliedert. In vier Friedensverträgen (Pyrenäenfriede 1659, Friede von Aachen 1668, Friede von Nimwegen 1678 und Friede von Utrecht 1713) trat Spanien die Region endgültig an Frankreich ab. Bis zur Französischen Revolution war Flandre eine eigene Provinz, seitdem gehört das Gebiet zum Département Nord.“ Flandern ist also nicht nur eine belgische Provinz, sondern erstreckt sich auch in den Norden Frankrechs. Von dort stammt das Bier, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet. Aber vorher noch ein paar Worte zur Brauerei 3 Monts.

Die in Saint-Sylvestre-Cappel im französischen Flandern gelegene Brauerei 3 Monts ist seit 1920 eine unabhängige Familienbrauerei. Der Name 3 Monts leitet sich von den Hügeln von Cassel, Cats und Récollets ab, die ein herausragendes Merkmal der örtlichen Landschaft darstellen. Seit 1920 von Vater zu Sohn weitergegeben, stellt die Brauerei heute Biere her, die den Reichtum des Landes und die legendäre flämische Geselligkeit widerspiegeln. Die Brauerei ist stolz auf ihre Ursprünge und ihr Erbe und bemüht sich, die flämische Kultur über ihre Grenzen hinaus zu fördern, indem sie die folgenden Werte weitergibt: – Charakterstärke – Gastfreundschaft – Großzügigkeit. So, jetzt ist es aber wirklich an der Zeit, die Flasche zu öffnen.

Intensiv goldfarben und leicht hefetrüb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich voluminöse Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach frischer Brotkrume, abgerundet durch einige würzige Noten sowie einen Hauch Alkohol.

Der Antrunk ist recht süß, aber die sehr feinperlige Kohlensäure ist passend dosiert. Auf der Zunge überrascht mich ein freundliches Bitter, das zwar deutlich vorhanden ist, sich aber trotzdem nicht aufdrängt. Die würzigen Noten halten sich im Hintergrund. Der Intensive Geschmack sorgt für ein weiches und rundes Mundgefühl. Der Abgang ist zunächst überraschend mild, aber schnell entwickelt sich ein ordentliches Bitter, das sehr lange nachklingt.

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Bittereinheiten:

20 IBU

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

3 Monts
121 Route de la Chapelle
59114 Saint-Sylvestre-Cappel
Frankreich
www.3monts.com

Dinkelacker Schwabenbräu – Volksfestbier

Von der Brauerei Dinkelacker in Stuttgart stammt das Volksfestbier, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet. Die Brauerei beschreibt das Bier wie folgt: „Das besonders süffige Volksfestbier mit seinem Geschmack betont würzigen Geschmack und der leuchtend goldenen Farbe wird nur zur Volksfestzeit gebraut und verkauft. Kenner und Bierliebhaber in der Region freuen sich jedes Jahr auf unsere Spezialität.“ Das Bier ist in jedem Jahr von Juli bis September im Handel erhältlich. Und wenn die Brauerei so viel verspricht, dann wird an diesen Versprechen sicher auch etwas dran sein. Das will ich jetzt feststellen.

Intensiv Goldfarben mit recht viel feinporigem Schaum, der lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas.

Das Bier duftet nach Karamell, dazu kommen blumige Noten. Die Hopfennoten bleiben diskret im Hintergrund und dominieren nicht. Damit entspricht das Volksfestbier aus Stuttgart genau der Definition eines Märzen.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine diskrete Süße aus. Er ist erstaunlich schlank und mir fällt auf, dass die Kohlensäure eher zurückhaltend dosiert ist. Auf der Zunge wird das Süße etwas kräftiger und ein passendes Bitter kommt dazu. Das Mundgefühl ist angenehm weich. Der Abgang ist schlank und nur gering bitter. Er klingt aber überraschend lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

12,7° Plato

Brauerei:

Dinkelacker-Schwaben Bräu GmbH & Co.KG
Tübinger Straße 46
70178 Stuttgart
www.schwabenbraeu.de